Die Geheime Spaltung der Kirche
"Aus "Lebe" Bewegung für das Leben, Bozen Südtirol
von DDDr. Peter Egger

Wir erleben derzeit eine geheime Spaltung der katholischen Kirche im deutschen Sprachraum. Verschiedene Theologen und Seelsorger haben in den vergangenen Jahren theologische, moralische und seelsorgliche Lehren verbreitet, die nicht mehr mit der römisch-katholischen Lehre übereinstimmen. Wir wollen versuchen, in Form von pointierten "Blitzlichtern " einige auffallende Gegensätze zwischen der römisch-katholischen Richtung und der frei-katholischen Richtung aufzuzeigen.
Was ist katholische  Lehre ?       Was ist nicht mehr katholische Lehre ?
Quellen sind die Tratition - Überlieferung und die Hl. Schrift

Gott       Menschwerdung      Wunder      Erlösung     Aufertehung     Sohn Gottes        Heiliger Geist         Hl.Messe Eucharistie         Allerheiligstes       Maria       Engel      Heilige        Sakrament der Buße        Sakrament der Ehe          Seele         Fegefeuer        Hölle        Teufel    Besessenheit      Kirche      Lehramt      Papst       Bischof     Priester        Zölibat       Frauenpriestertum        Laie         Zehn Gebote         Gewissen          Ehe          Familienplanung         Homosexualität          Wahrheit       Katholisch     Aggionamente         Dialog          Toleranz         Ökumene           Mission

1. Gott
Katholisch: Gott ist der Schöpfer der Welt. Er steht über der Welt, ist aber in der Welt gegenwärtig
Nicht mehr katholisch: Gott ist der Weltengrund. Er ist in der Welt und manifestiert sich in der Welt

2. Menschwerdung Jesu
Katholisch: Jesus ist der Sohn Gottes und Maria die Gottesmutter.
Nicht mehr katholisch: Jesus ist leiblicher  Sohn von Maria und Josef

3. Wunder Jesu
Katholisch: Die Wunder Jesu sind ein übernatürlicher Eingriff in die natürlichen Abläufe;
Nicht mehr katholisch: Die Wunderberichte sind mythologisch; Jesus aktiviert Selbstheilkräfte

4. Erlösung durch Jesus
Katholisch: Jesus erlöst die Menschen durch sein Sühneleiden von Sünde und Schuld
Nicht mehr katholisch: Jesus wirkt als Psychotherapeut

5. Auferstehung Jesu
Katholisch: Der Leib Jesu ist aus dem Auferstanden
Nicht mehr katholisch: Der Leib Jesu ist im Grab geblieben

6. Sohn Gottes
Katholisch: Jesus wußte von Anfang an um sein Gottsein
Nicht mehr katholisch: Jesus entdeckte erst. sein Gottsein

7. Heiliger Geist
Katholisch: Der Hl. Geist wirkt in der Kirche als Seele der Kirche; sein besonderer Beistand ist den Hirten zugesagt.
Nicht mehr katholisch: Der Hl. Geist wirkt bei demokratischen Abstimmungen der Basis
 

8. Hl.Messe
Katholisch: Wort Gottes, Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers, Opfer Jesu Christi; auch Gemeinschaftsmahl
Nicht mehr katholisch: Wort Gottes, Gemeinschaftsmahl Gedächtnis Jesu
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9. Eucharistie
Katholisch: Wirkliche Gegenwart Jesu Christi, als Gott und Mensch, mit Leib und Seele, mit Fleisch und Blut. Eine reale Gegenwart
Nicht mehr katholisch: Symbolisch-spirituelle Gegenwart Jesu
 

10. Allerheiligstes
Katholisch: Anbetung Jesu in der Eucharistie; seht ich bin bei euch alles Tage.....
Nicht mehr katholisch: Anbetung eines Symboles; Spötter sprechen von "Keksanbetung"
 

11. Maria
Katholisch: Mutter Gottes, Mutter der Kirche und Hilfe der Christen, Gegenspielerin Satans; Unbefleckte Empfängnis; viele Namen.....
Nicht mehr katholisch: Mutter Gottes ist rein biblische Gestalt, Sozialrevolutionärin; als Magd des Herrn kein Vorbild für die emanzipierte Frau
 

12. Engel
Katholisch: Personale Geistwesen; Boten Gottes und Beschützer der Menschen
Nicht mehr katholisch: Personifikationen für die Nähe und das helfende Eingreifen Gottes
 

13. Heilige.
Katholisch: Heilige Christen, Fürbitter bei Gott, Namenspatrone, Vorbilder
Nicht mehr katholisch: Nur vorbildliche Christen

14. Sakrament der Buße
Katholisch: Persönliches Bekenntnis der Sünden in der Beichte
Nicht mehr katholisch: Bußandacht, Generalabsolution an Stelle der Beichte

15. Sakrament der Ehe
Katholisch: Göttliches Fundament der christlichen Ehe, eines der sieben heiligen Zeichen
Nicht mehr katholisch: Zeichen göttlichen Wohlwollens
 

16. Seele
Katholisch: Die Seele ist unsterblich.
Nicht mehr katholisch: Seele (Psyche) stirbt mit dem Leib (Ganz -Tod-Theorie)
 

17. Fegefeuer
Katholisch: Befristeter Zustand der Läuterung nach dem Tod; Läuterung nach dem Tod.
Nicht mehr katholisch: Kein Fegefeuer, kein Gericht, Läuterung und Auferstehung unmittelbar nach dem Tod
 

18. Hölle
Katholisch: Ewige Verdammnis, freie Entscheidung gegen Gott bewirkt die Hölle
Nicht mehr katholisch: Ewige Verdammnis gegen die Barmherzigkeit Gottes
 

19. Teufel
Katholisch: Personales Geistwesen; Widersacher Gottes, gefallener Engel
Nicht mehr katholisch: Personifikation für das "Böse"
 

20. Besessenheit
Katholisch: Besessenheit durch Dämonen, daneben gibt es die Umsessenheit....
Nicht mehr katholisch: Besessenheit nur eine Krankheit
 
 
21. Kirche
Katholisch: Kirche als Volk Gottes unter der Leitung des Papstes und der Bischöfe, Braut Christi, Leib Christi
Nicht mehr katholisch: "Kirche von unten" unter der Leitung von Theologen;
Lehramt des Papstes Lehramt der Theologen und der Bischöfe; Jesus wollte keine Kirche

22. Lehramt
Katholisch: Lehramt des Papstes und der Bischöfe
Nicht mehr katholisch: Lehramt der Theologen
 

23. Papst
Katholisch: Oberster Lehrer, Priester und Hirte der Kirche
Nicht mehr katholisch: Symbol der Einheit, Sprecher der Christenheit, Generalsekretär der Basis
 

24. Bischof
Katholisch: Oberster Lehrer, Priester und Hirte der Diözese; muß  in Einheit mit dem Papst stehen
Nicht mehr katholisch: Koordinator der Diözese; soll gegenüber der Basis den Papst vertreten

25. Priester
Katholisch: Bevollmächtigter Hirte für die Gemeinde an Stelle des Bischofs; von Gott erwählt
Nicht mehr katholisch: Von der Gemeinde beauftragter Hirte

26. Zölibat
Katholisch: Ungeteilte Hingabe an Christus und die Gemeinde, freiwillige Entscheidung vor der Weihe; Segen für die Kirche
Nicht mehr katholisch: Zeitlich begrenzte zur Verfügungstellung, Entbindung vom Zwangszölibat
 

27. Frauenpriestertum
Katholisch: Priestertum nur für Männer; Mann und Frau haben in der Kirche ergänzende Aufgaben zu erfüllen
Nicht mehr katholisch: Einführung des Frauenpriestertums; Mann und Frau haben in der Kirche gleiche Aufgaben zu erfüllen

28. Laie
Katholisch: Der Laie ist vom Priester wesentlich verschieden; sein Auftrag ist
die Evangelisierung des privaten und öffentlichen Lebens; der Laie kann keine priesterlichen Aufgaben übernehmen; ein Prister kann nur durch einen Priester ersetzt werden
Nicht mehr katholisch: Der Laie ist vom Priester nicht öffentlich verschieden, er kann dasselbe tun wie der Priester

29. Zehn Gebote Gottes
Katholisch: Verbindliche und verpflichtende Normen Gottes, sind ins Herz geschrieben; Naturgesetze für den Menschen (Gebrauchsanweisung)
Nicht mehr katholisch: Angebote Gottes

30. Gewissen
Katholisch: Orientiert sich an den Geboten Gottes und an Lehre der Kirche
Nicht mehr katholisch: Befindet darüber , ob die Gebote Gottes und die Lehre der Kirche für mich zutreffend sind
 

31. Ehe
Katholisch: Ehebund als Beginn des gemeinsamen Lebens; Unauflöslichkeit der Ehe
Nicht mehr katholisch: Voreheliche Beziehungen; Wiederverheiratung Geschiedener
 

32. Familienplanung
Katholisch: Empfängnisregelung innerhalb der Schöpfungs-Ordnung
Nicht mehr katholisch: Empfängnisverhütung durch Manipulation der Sexualität
 

33. Homosexualität
Katholisch: Moral richtet sich nach den Prinzipien und Geboten Gottes
Gegen Absicht des Schöpfers (Ergänzung von Mann und Frau; Zeugung von Nachkommen.)
Nicht mehr katholisch: " Schöpfungsvariante Gottes; Moral richtet sich nach der Neigung des Menschen
 

34. Wahrheit
Katholisch: Die göttlichen Wahrheiten (Dogmen) sind unabänderlich; sie können nur vertieft werden.
Nicht mehr katholisch: Es gibt keine unabänderlichen Wahrheiten; alle Wahrheiten entwickeln sich
 

35. Katholisch
Katholisch: "Katholisch" bedeutet "allumfassend"; die Kirche wendet sich an alle Menschen und verkündet
die ganze und unverkürzte Lehre Jesu Christi
Nicht mehr katholisch: "Katholisch" bedeutet "Weite"; alle Gruppierungen und alle Meinungen haben in der Kirche Platz

36. Aggionamente
Katholisch:
Öffnung der Kirche gegenüber der Welt; die Kirche pflegt den Dialog mit der Welt,
aber sie darf nicht den Geist der "Welt" annehmen ; Aggionamente heißt eigentlich Erneuerung und nicht Anpassung
Nicht mehr katholisch: Anpassung und Reform der Kirche gemäß den vorherrschenden Ideologien und Zeitströmungen

37. Dialog
Katholisch: Wohlwollendes Gespräch mit Andersdenkenden im Bewußtsein verschiedener Positionen
Nicht mehr katholisch: Gespräch als Taktik, um auch antinomische Positionen einzubringen

38. Toleranz
Katholisch: Respektierung anderer Meinungen; Maßstab von Wahrheit und Irrtum bleiben erhalten; Toleranz heißt eigentlich: Fehler in Kauf nehmen
Nicht mehr katholisch: Alle Meinungen sind gleichwertig; Aufhebung von Wahrheit und Irrtum
 

39. Ökumene
Katholisch: Suche nach Gemeinsamkeiten unter den christlichen Konfessionen ohne Preisgabe
der eigenen Positionen; Bemühen um die Einheit der Christen, wo immer dies möglich ist.
Nicht mehr katholisch: Anpassung an die andere( protestantischen) Konfessionen; Einheit auch mittels Preisgabe von
Glaubenswahrheiten

40. Mission
Katholisch: Verkündigung der Frohbotschaft Jesu in aller Welt; Vorrang der christlichen Religion, weil in Christus Gott persönlich erschienen ist.
Nicht mehr katholisch: Alle Religionen sind im Grunde genommen gleichwertig; Berechtigung der Mission wird in Frage gestellt

Wer sich diese keineswegs vollständige Liste von Gegensätzen vor Augen hält gelangt zur nüchternen Feststellung, daß es zwischen der römisch-katholischen und der frei - katholischen Richtung bereits Dutzende von unterschiedlichen Positionen gibt. Diese Unterschiede beziehen sich nicht nur auf irgendwelche nebensachliche Bereiche, sondern betreffen zum Teil auch zentrale Bereiche das Glaubens, der Moral und der Seelsorge. Die frei -katholischen Anschauungen werden heute hauptsachlich von den Vertretern des "Kirchenvolksbegehrens" verbreitet; teilweise werden diese Anschauungen aber auch an den Theologischen Fakultäten gelehrt und von den kirchlichen Verbänden vertreten. Dazu kommt, daß auch eine bestimmte katholische Presse diese Anschauungen fördert. Sie gibt vor, auf "demokratisch-pluralistische" Weise zu "informieren. und bringt so die antirömischen Lehren unauffällig unter das Kirchenvolk. Gleichzeitig versucht man auch, alle römischkatholischen Nonkonformisten als "Fundamentalisten" und "Störenfriede diskriminieren. Auf diese Weise sind die antirömischen Lehren schon tief in die katholische Kirche des deutschen Sprachraums eingedrungen. Die Unterschiede zwischen der römischkatholischen und der frei-atholischen Richtung sind inzwischen so zahlreich und fundamental geworden, daß hier bereits von zwei verschiedenen Kirchen gesprochen werden muß Die Spaltung der katholischen Kirche ist im deutschen Sprachraum de Facto bereits Wirklichkeit geworden !

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