Katholischer Katechismus der Bistümer Deutschlands

Herder Verlag Freiburg 1955

16. Abdruck

Auszug:  Seite 264

133.  Das Ende der Welt und die  Auferstehung der Toten

Als Jesus zu seinen Jüngern von den Prüfungen der letzten Zeiten 'gesprochen hatte, fuhr er fort: "Sogleich nach der Drangsal jener Tage wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht mehr gehen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. Er wird seine Engel aussenden, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden her" (vgI. Math. 24, 29-31).

Das Ende der Welt bestimmt  Gott . Er ist der Herr der Zeiten und der König der Ewigkeit. Er allein weiß, wie lange diese Weltzeit dauern wird; er allein hat die Macht, das Ende herbeizuführen. Darum sagt Christus: "Wachet; denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde" (Math. 25, 13). Der Tag des Weltendes heißt der Jüngste Tag (d. h. der letzte Tag).

Am Jüngsten Tage wird Christus wiederkommen und seine göttliche Herrlichkeit  vor aller Welt offenbaren. Bei seiner Ankunft wird die ganze Schöpfung erschüttert. Sein Kommen zeigt, dass die alte Weltzeit, in der Gottes Herrlichkeit noch verborgen war, zu Ende ist und dass die neue Weltzeit  anbricht, in der  Gott die ganze Schöpfung mit seiner Herrlichkeit erfüllt. Darum nennen wir den Jüngsten Tag auch den Tag Christi.

Wenn Christus wiederkommt, wird er mit göttlicher  Macht alle Menschen herbeirufen. Auch die Toten werden seine Stimme hören und auf. erstehen. Christus sagt: "Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, die Stimme des Sohnes Gottes hören werden. Und es werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lehens, die aber Böses getan haben, Zur Auferstehung des Gerichtes" (Joh. 5, 28 29). Die Guten werden den Ruf des Herrn mit unaussprechlicher Freude vernehmen, die Bösen aber mit Entsetzen.

Bei der Auferstehung werden die Leiber der Toten  für immer mit ihren Seelen vereinigt. Die Leiber der Bösen werden hässlich sein; sie werden die Bosheit und Verzweiflung der Bösen widerspiegeln. Die Leiber der Guten aber werden herrlich sein; denn sie werden dem verklärten Leibe Christi ähnlich sein.

244.             Was sagt Christus über die Auferstehung der Toten?

Christus sagt: "Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, die Stimme des Sohnes Gottes hören werden. Und es werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichtes. "

Wort  Gottes: "Wir erwarten die selige Hoffnung, die Erscheinung der Herrlichkeit unsres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus" (Tit 2, 13). _ "Wir werden zwar nicht alle entschlafen, aber wir alle werden verwandelt werden, und zwar plötzlich, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenschall" (1 Kor. 15, 51 52). _ "Christus wird unsern armseligen Leib umwandeln und einem verherrlichten Leibe gleichgestalten" (Phil. 3, 21).