Reich Gottes im Katechismus derKatholischen Kirche

Leider wirft der KKK auch beim Thema "Reich Gottes" das Reich Gottes am Ende der Zeiten (Ära) mit dem vollendeten Gottesreich im Himmel noch in einen Topf.
Sonst ist das in Nr.674 unverständlich, wo Jesus von der Wiederherstellung "
bis zu den Zeiten der Wiederherstellung von allem, die Gott von jeher durch den Mund seiner heiligen Propheten verkündet hat" (Apg 3,19-21); mit Wiederherstellung ist gemeint, daß Jesus, wenn er wiederkommt,(Apg 1:11 und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel
aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum
Himmel hingehen sehen.Offb 1,7 )
alles, was die Sünde zerstört hat, gutmachen wird, den die ganze Schöpfung wartet :



"Röm 8:19 Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.
Kol 3,4; 1 Joh 3,2
8:20 Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem
Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich
gab er ihr Hoffnung:
Gen 3,17-19
8:21 Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit
werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
2 Petr 3,13
8:22 Denn wir wissen, daß die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag
seufzt und in Geburtswehen liegt."

 

 

Siehe auch : Aussagen der Päpste Neues Testament Altes Testament Glaubensinformation
Konzil

Das Gottereich muß ja hier auf der Welt noch seine Verwirklichung finden, vollendet natürlich erst im himmlischen Reich Gottes, sonst würde wir nicht beten "Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auch Erden";der Wille Gottes muß doch auch auf Erden verwirklicht werden.

671 Das Reich Christi, in der Kirche schon gegenwärtig, ist jedoch noch nicht durch die Ankunft des Königs auf Erden "mit großer Macht und Herrlichkeit" (Lk 21,27) [Vgl. Mt 25,31] vollendet. Es wird noch von bösen Mächten angegriffen [Vgl. 2 Thess 2,7], obwohl diese durch das Pascha Christi im Grunde schon besiegt sind. Bis ihm dann alles unterworfen sein wird [Vgl 1 Kor 15,28], bis es "neue Himmel und eine neue Erde geben wird, in denen die Gerechtigkeit wohnt, trägt die pilgernde Kirche in ihren Sakramenten und Einrichtungen, die zu dieser Zeit gehören, die Gestalt dieser Welt, die vergeht, und weilt selbst unter den Geschöpfen, die seufzen und bis jetzt noch in Wehen liegen und die Offen. barung der Kinder Gottes erwarten" (LG 48). Aus diesem Grund beten die Christen, besonders in der Eucharistiefeier [Vgl. 1 Kor 11,26], um das rasche Eintreten der Wiederkunft Christi [Vgl. 2 Pelr 3,11-12], indem sie zu ihm rufen: "Komm, Herr!" (1 Kor 16,22; Offb 22, 17.20). Siehe

463 Christus" ist das griechische Wort für den hebräischen Ausdruck ,,Messias", der ,,Gesalbter" bedeutet. Zum Eigennamen Jesu wird es deshalb, weil Jesus die göttliche Sendung, die ,,Christus" bedeutet, vollkommen erfüllt. In Israel wurden nämlich im Namen Gottes die Menschen gesalbt, die vom Herrn für eine erhaltene Sendung geweiht ,wurden. Das war bei den Königen der Fall [Vgl. 1 Sam 9,16;10,1; 16,1.12-13;1 Kön 1,39.], bei den Priestern [Vgl. Ex 29,7; Lev 8,12.]und in seltenen Fällen bei den Propheten [Vgl. 1 Kön19,16.]. Vor allem sollte dies der Fall sein beim Messias, den Gott senden würde, um sein Reich endgültig zu errichten [Vgl. Ps 2,2; Apg 4,26-27.]. Der Messias sollte durch den Geist des Herrn [Vgl. Jes 11,2.] zugleich zum König und zum Priester [Vgl. Sach 4,14; 6,13.], aber auch zum Propheten [Vgl. Jes 61,1; Lk 4,16 - 21.] gesalbt werden. Jesus hat in seinem dreifachen Amt als Priester, Prophet und König die messianische Hoffnung Israels erfüllt.

641 ,,Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!" (Mk 1,14-15). ,,Um den Willen des Vaters zu erfüllen, hat Christus das Reich der Himmel auf Erden begründet" (LG 3). Nun aber ist es der Wille des Vaters, ,,die Menschen zur Teilhabe am göttlichen Leben zu erheben" (LG 2). Er tut das, indem er die Menschen um seinen Sohn, Jesus Christus, sammelt. Dieser Zusammenschluß ist die Kirche; sie stellt ,,Keim und Anfang" des Reiches Gottes auf Erden dar (LG 5).

543 Alle Menschen sind berufen, in das Reich einzutreten. Dieses messianische Reich wird zunächst den Kindern Israels verkündet [Vgl. Mt l0,5-7.], ist aber für die Menschen aller Völker bestimmt [Vgl. Mt 8,11; 28,19.]. Wer in das Reich eintreten will, muß das Wort Jesu annehmen.

544 Das Reich gehört den Armen und Kleinen, das heißt denen, die es demütigen Herzens angenommen haben. Jesus ist gesandt, damit er ,,den Armen Frohbotschaft bringe" (Lk 4,18) [Vgl. Lk 7,22.]. Er preist sie selig, denn ,,ihnen gehört das Himmelreich" (Mt 5,3). Den ,,Kleinen" wollte der Vater offenbaren, was den Weisen und Klugen verborgen bleibt [Vgl. Mt 11,25.]. Von der Krippe bis zum Kreuz teilt Jesus das Leben der Armen; er kennt Hunger [Vgl. Mk 2,23-26; Mt 2l,18.], Durst [Vgl. Joh 4,6-7; 19,28.]und Entbehrung [Vgl. Lk 9,58.].Mehr noch: Er identifiziert sich mit den Armen aller Art und macht die tätige Liebe zu ihnen zur Voraussetzung für die Aufnahme in sein Reich [Vgl. Mt 25,31-46.].

546 Jesus ruft durch Gleichnisse - ein typischer Zug seines Lehrens -dazu auf, in das Reich einzutreten [Vgl. Mk 4,33-34.]. Durch sie lädt er zum Festmahl des Reiches ein [Vgl. Mt 22, 1-14.], fordert aber auch eine radikale Entscheidung: Um das Reich zu erwerben, muß man alles aufgeben [Vgl. Mt 13,44-45.]; bloße Worte genügen nicht; Taten sind notwendig [Vgl. Mt 21,28-32.]. Die Gleichnisse halten dem Menschen gewissermaßen einen Spiegel vor, der ihn erkennen läßt: Nimmt er das Wort auf wie ein harter Boden oder wie die gute Erde [Vgl. Mt 13,3-9.] ? Was tut er mit den Talenten, die er erhalten hat [Vgl. Mt 25,14-30.]? Jesus und die Gegenwart des Reiches auf Erden sind die Sinnmitte der Gleichnisse. Man muß in das Reich eintreten, das heißt Jünger Christi werden, um ,,die Geheimnisse des Himmelreichs zu erkennen" (Mt 13,11). Für die, ,,die draußen sind" (Mk 4,11), bleibt alles rätselhaft [Vgl. Mt 13,10-15.].

547 Jesus begleitet seine Worte durch zahlreiche ,,machtvolle Taten, Wunder und Zeichen" (Apg 2,22). Diese zeigen, daß das Reich in ihm gegenwärtig ist. Sie bezeugen, daß Jesus der angekündigte Messias ist [Vgl. Lk 7,18-23.].

550
Das Kommen des Gottesreiches ist die Niederlage des Reiches Satans [Vgl. Mt 12,36.]:
,,Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen" (Mt 12,28). Die von Jesus vorgenommenen Exorzismen befreien die Menschen aus der Macht der Dämonen [Vgl. Lk 8,26-39.]. Sie nehmen den großen Sieg Jesu über den ,,Herrscher dieser Welt" (Joh 12,31) vorweg. Das Reich Gottes wird durch das Kreuz Christi endgültig errichtet: ,,Vom Holz herab herrscht unser Gott" (LH, Hymnus ,,Vexilla Regis").

551 Gleich am Anfang seines öffentlichen Lebens wählt Jesus Männer, zwölf an der Zahl; diese sollen bei ihm sein und an seiner Sendung teilnehmen [Vgl. Mk 3,13-19.]. Er läßt sie an seiner Autorität teilhaben und sendet sie aus ,,mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen" (Lk 9,2). Sie bleiben für immer mit dem Reiche Christi verbunden, denn Christus leitet durch sie die Kirche:

,,Darum vermache ich euch das Reich, wie es mein Vater mir vermacht hat: Ihr sollt in meinem Reich mit mir an meinem Tisch essen und trinken, und ihr sollt auf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten" (Lk 22, 29-30).

659 "Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes" (Mk 16,19). Der Leib Christi wurde schon im Augenblick der Auferstehung verherrlicht, wie das die neuen, übernatürlichen Eigenschaften beweisen, die sein Leib nun dauernd besitzt [Vgl. Lk 24,31; Job 20,19.26
]. Doch während der vierzig Tage, in denen er mit seinen Jüngern vertraut ißt und trinkt [Vgl. Apg 1,3] und sie über das Reich Gottes unterrichtet [Vgl. Mk 16,12; Lk 24,15; Job 20,14-15; 21,4], bleibt seine Herrlichkeit noch unter der Gestalt einer gewöhnlichen Menschennatur verhüllt [Vgl. Apg 1,9]. Die letzte Erscheinung Christi endet mit dem endgültigen Eintritt seiner menschlichen Natur in die göttliche Herrlichkeit, die durch die Wolke [Vgl. auch Lk 9,34-35; Ex 13,22] und durch den Himmel [Vgl. Lk 24,51] versinnbildlicht wird. Dort thront Jesus nun zur Rechten Gottes [Vgl. Mk 16,19; Apg 2,33; 7,56; vgl. auch Ps 110,1]. Ganz ausnahmsweise und nur einmal wird er sich in einer letzten Erscheinung Paulus - gleichsam der "Mißgeburt" (Kor 15,8) - zeigen und ihn zum Apostel berufen [Vgl. 1 Kor 9,1; Gal 1,16].
669 Als der Herr ist Christus auch das Haupt der Kirche, die sein Leib ist [Vgl. Eph 1,22]. Obwohl in den Himmel aufgenommen und verherrlicht, da er seine Sendung voll erfüllt hat, bleibt er auf Erden in seiner Kirche. Die Erlösung ist die Quelle der Autorität, die Christus kraft des Heiligen Geistes über die Kirche ausübt [Vgl. Eph4,11-13]. "Die Kirche, das heißt das im Mysterium schon gegenwärtige Reich Christi", ist "Keim und Anfang dieses Reiches auf Erden" (LG 3; 5).

670 Seit der Himmelfahrt geht der Plan Gottes seiner Erfüllung entgegen. Wir leben schon in der "letzten Stunde" (1 Joh 2, 18) [Vgl. 1 Petr4,7].
"Schon sind also die Enden der Zeiten zu uns gekommen, und die Erneuerung der Welt ist unwiderruflich begründet und wird in dieser Weltzeit auf eine gewisse wirkliche Weise vorweggenommen: Denn die Kirche wird schon auf Erden durch eine wahre, wenn auch unvollkommene Heiligkeit ausgezeichnet" (LG 48). Schon jetzt erweist das Reich Christi seine Gegenwart durch die wunderbaren Zeichen [Vgl. Mk 16,17-18], die seine Verkündigung durch die Kirche begleiten [Vgl. Mk 16,20].

671
Das Reich Christi, in der Kirche schon gegenwärtig, ist jedoch noch nicht durch die Ankunft des Königs auf Erden "mit großer Macht und Herrlichkeit" (Lk 21,27) [Vgl. Mt 25,31] vollendet. Es wird noch von bösen Mächten angegriffen [Vgl. 2 Thess 2,7], obwohl diese durch das Pascha Christi im Grunde schon besiegt sind. Bis ihm dann alles unterworfen sein wird [Vgl 1 Kor 15,28], bis es "neue Himmel und eine neue Erde geben wird, in denen die Gerechtigkeit wohnt, trägt die pilgernde Kirche in ihren Sakramenten und Einrichtungen, die zu dieser Zeit gehören, die Gestalt dieser Welt, die vergeht, und weilt selbst unter den Geschöpfen, die seufzen und bis jetzt noch in Wehen liegen und die Offen. barung der Kinder Gottes erwarten" (LG 48). Aus diesem Grund beten die Christen, besonders in der Eucharistiefeier [Vgl. 1 Kor 11,26], um das rasche Eintreten der Wiederkunft Christi [Vgl. 2 Pelr 3,11-12], indem sie zu ihm rufen: "Komm, Herr!" (1 Kor 16,22; Offb 22, 17.20).

672 Christus hat vor seiner Himmelfahrt gesagt, die Stunde sei noch nicht da, um das von Israel erwartete messianische Reich herrlich zu errichten [Vgl. Apg 1,6-7]. Dieses sollte den Propheten zufolge [Vgl. Jes 11,1-9] für alle Menschen die endgültige Herrschaft der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens bringen. Die jetzige Zeit ist nach dem Wort des Herrn die Zeit des Geistes und des Zeugnisgebens [Vgl. Apg 1,8], aber auch noch eine Zeit der "Not" (1 Kor 7,26) und der Prüfung durch das Böse [Vgl. Eph 5,16], das selbst die Kirche nicht verschont [Vgl. 1 Petr4,17] und die Kämpfe der letzten Tage einleitet [Vgl. 1 Joh 2,18; 4,3; 1 Tim 4,1]. Sie ist eine Zeit des Harrens und des Wachens [Vgl. Mt 25,1-13; Mk 13,33-37].
673 Seit der Himmelfahrt steht die Ankunft Christi in Herrlichkeit bevor [Vgl. Apg 22,20], nur steht es uns "nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat" (Apg 1,7) [Vgl. Mk 13,32]. Diese eschatologische Ankunft kann jederzeit geschehen [Vgl. Mt 24,44; 1 Thess 5,2], auch wenn sie und die endzeitliche Prüfung, die ihr vorausgehen wird [Vgl. 2Thess2,3-12], noch "aufgehalten" werden.

674 Das Kommen des verherrlichten Messias hängt zu jedem Zeitpunkt der Geschichte [Vgl. Röm 11,31] davon
ab, daß er von "ganz Israel" (Röm 11,26) [Vgl. Mt23,39Vgl. Lk 21,24] anerkannt wird, über dem zum Teil "Verstockung liegt" (Röm 11,25), so daß sie Jesus "nicht glaubten" (Röm 11,20). Petrus sagt es nach Pfingsten zu den Juden von Jerusalem: "Also kehrt um, und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen läßt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias.
Ihn muß freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung von allem, die Gott von jeher durch den Mund seiner heiligen Propheten verkündet hat" (Apg 3,19-21). Und Paulus sagt gleich ihm: "Wenn schon ihre Verwerfung für die Welt Versöhnung gebracht hat, dann wird ihre Annahme nichts anderes sein als Leben aus dem Tod" (Röm 11,15). Der Eintritt der "Vollzahl" der Juden (Röm 11,12) in das messianische Reich im Anschluß an die "Vollzahl der Heiden" (Röm 11,25) [Vgl. Lk 18,8; Mt 24,12] wird dem Volk Gottes die Möglichkeit geben, das "Vollmaß Christi" (Eph 4,13) zu verwirklichen, in dem "Gott alles in allen" sein wird (1 Kor 15,28).

Die letzte Prüfung der Kirche

675 Vor dem Kommen Christi muß die Kirche eine letzte Prüfung durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird [Vgl. Lk 21,12;Joh 15,19 -20]. Die Verfolgung, die ihre Pilgerschaft auf Erden begleitet 8, wird das "Mysterium der Bosheit" enthüllen: Ein religiöser Lügenwahn bringt den Menschen um den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme. Der schlimmste religiöse Betrug ist der des Antichrist, das heißt eines falschen Messianismus, worin der Mensch sich selbst verherrlicht, statt Gott und seinen im Fleisch gekommenen Messias [Vgl. 2 Thess 2,4-12; 1 Thess 5,2-3; 2Joh 7; 1 Joh 2,18.22].

676 Dieser gegen Christus gerichtete Betrug zeichnet sich auf der Welt jedesmal ab, wenn man vorgibt, schon innerhalb der Geschichte die messianisehe Hoffnung zu erfüllen, die nur nachgeschichtlich durch das eschatologische Gericht zu ihrem Ziel gelangen kann. Die Kirche hat diese Verfälschung des künftigen Reiches, selbst in ihrer gemäßigten Spielart, unter dem Namen "Millenarismus" zurückgewiesen [Vgl. DS 3839], vor allem aber die "zuinnerst verkehrte" politische Form des säkularisierten Messianismus [Vgl. die Verurteilung des falschen "Mystizismus" dieser Fehlform der Erlösung der Armen in der Enzyklika

Kommentar zu 676: Die Zeit ist ideal für Milleniumspropheten mit Weltuntergangstheorien, die nicht vom biblischen Ende der Zeiten zu unterscheiden wissen.
 Wenn in diesem Heft (" Zeitschrift "Ewig"   Assisi-Verlag CH -6044 Udlingenswil -- Abdruck inkl. Auszüge bei Quellenangabe erwünscht ( 1Beleg-Ex.)Sympathien für einen gemäßigten Chiliasmus (griech. chilioi =1000 [Jahre]) auszumachen sind, wird weder Pius XII. widersprochen, der ihn (den Chiliasmus) 1944 als «nicht sicher» einstufte, noch der nahe Weltuntergang prophezeit.


677 Die Kirche wird nur durch dieses letzte Pascha hindurch, worin sie dem Herrn in seinem Tod und seiner Auferstehung folgen wird [Vgl. auch GS 20-21], in die Herrlichkeit des Reiches eingehen. Das Reich wird also nicht in stetigem Fortschritt durch einen geschichtlichen Triumph der Kirche zustande kommen [Vgl. Offb 19,1-9], sondern durch den Sieg Gottes im Endkampf mit dem Bösen [Vgl. Offb 3,18]. In diesem Sieg wird die Braut Christi vom Himmel herabkommen [Vgl. Offb 20,7-10]. Nach der letzten kosmischen Erschütterung dieser Welt, die vergeht [Vgl. Offb 21,2-4], wird es in Gestalt des letzten Gerichts zum Triumph Gottes über den Aufstand des Bösen kommen [Vgl. 2 Petr3,12-13].

680 Christus der Herr herrscht schon jetzt durch die Kirche, aber es ist ihm noch nicht alles auf dieser Welt unterworfen. Das Reich Christi wird erst nach einem letzten Ansturm der Mächte des Bösen triumphiren.
732 An diesem Tag wird die heiligste Dreifaltigkeit voll und ganz geoffenbart. Seit diesem Tag steht das von Christus angekündigte Reich allen offen, die an ihn glauben. Obwohl Menschen aus Fleisch und Blut, haben sie im Glauben schon Anteil an der Gemeinschaft der heiligsten Dreifaltigkeit. Durch sein unaufhörliches Kommen läßt der Heilige Geist die Welt in die "letzten Zeiten", die Zeit der Kirche eintreten: Das Reich Gottes wird schon als Erbe empfangen, ist aber noch nicht vollendet.

763 Aufgabe des Sohnes und Grund seiner Sendung ist es, in der Fülle der Zeiten den Heilsratschluß seines Vaters zu verwirklichen'. "Denn der Herr Jesus machte den Anfang seiner Kirche, indem er die frohe Botschaft verkündete, nämlich die Ankunft des Reiches Gottes, das von alters her in den Schriften verheißen war" (LG 5). Um den Willen des Vaters zu erfüllen, gründete Christus auf Erden das Himmelreich. Die Kirche ist "das im Mysterium schon gegenwärtige Reich Christi" (LG 3).

768 Um seine Sendung zu vollziehen, "bereitet und lenkt" der Geist die Kirche "durch die verschiedenen hierarchischen und charismatischen Gaben" (LG 4). Durch ihn "empfängt die Kirche, die mit den Gaben ihres Gründers ausgestattet ist und seine Gebote der Liebe, der Demut und der Selbstverleugnung treulich hält, die Sendung, das Reich Christi und Gottes anzukündigen und in allen Völkern zu begründen. So stellt sie Keim und Anfang dieses Reiches auf Erden dar" (LG 5).

782 …………..Es hat als Sendung, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein [Vgl. Mt 15,13-16]. Es ist "für das ganze Menschengeschlecht die unzerstörbare Keimzelle der Einheit, der Hoffnung und des Heils".
"Es hat schließlich als Ziel das Reich Gottes, das von Gott selbst auf Erden grundgelegt wurde
und weiter ausgedehnt werden muß, bis es am Ende der Zeiten von ihm auch vollendet wird"
(LG 9).

865 Die Kirche ist die eine, heilige, katholische und apostolische in ihrer tiefen, letzten Identität, denn in ihr existiert schon "das Himmelreich", "das Reich Gottes"[Vgl. Offb 19,6]; in ihr wird es am Ende der Zeiten vollendet sein. In der Person Christi ist es gekommen und im Herzen derer, die ihm eingegliedert sind, wächst es geheimnisvoll bis zu seiner endzeitlichen Vollendung. Dann werden alle Menschen, die von ihm erlöst und in ihm heilig und untadelig vor Gott [Vgl. Eph 1,4] geworden sind, versammelt werden als das einzige Volk Gottes, als "die Frau des Lammes" (Offb 21,9), "die Heilige Stadt Jerusalem, [diel von Gott her aus dem Himmel herabkommt, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes" (Offb 21,10-11). "Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes" (Offb 21,14).

1042 Am Ende der Zeiten wird das Reich Gottes vollendet sein. Nach dem allgemeinen Gericht werden die Gerechten, an Leib und Seele verherrlicht, für immer mit Christus herrschen, und auch das Weltall wird erneuert werden.
"Die Kirche ... wird erst in der himmlischen Herrlichkeit vollendet werden wenn zusammen mit dem Menschengeschlecht auch die gesamte Welt, die mit dem Menschen innigst verbunden ist und durch ihn auf ihr Ziel zugeht, vollkommen in Christus erneuert werden wird" (LG 48).

1060
Am Ende der Zeiten wird das Reich Gottes zu seiner Vollendung gelangen Dann werden die Gerechten an Leib und Seele verherrlicht für immer mit Christus herrschen und auch das materielle Universum wird umgestaltet weiden Gott wird dann im ewigen Leben alles in allen sein (1 Kor 15 28).

1130 Die Kirche feiert das Mysterium ihres Herrn, "bis er kommt" (1 Kor 11,26) und "Gott alles in allen" sein wird (1 Kor 15,28). Seit der Zeit der Apostel wird die Liturgie durch das Seufzen des Geistes in der Kirche zu ihrem Ziel hingezogen: "Marána tha!" (1 Kor 16,22). Die Liturgie nimmt auch am Sehnen Jesu teil: "Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen ... bis das Mahl seine Erfüllung findet im Reich Gottes" (Lk 22,15-16). In den Sakramenten Christi empfängt die Kirche jetzt schon das Angeld ihres Erbes. Sie hat bereits am ewigen Leben Anteil, "während wir auf die selige Hoffnung und das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Christus Jesus warten"
(Tit 2,13). "Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! ... Komm, Herr Jesus!" (Offb 22, 17.20).

Der hl. Thomas von Aquin faßt die verschiedenen Bedeutungen des sakramentalen Zeichens wie folgt zusammen: "Das Sakrament ist sowohl ein erinnerndes Zeichen dessen, was vorhergegangen ist, nämlich des Leidens Christi; als auch ein hinweisendes auf das, was in uns durch Christi Leiden gewirkt wird, nämlich der Gnade; wie auch ein vorausdeutendes Zeichen, nämlich eine Vorankündigung der künftigen Herrlichkeit" (s. th. 3,60,3).

1403 Beim Letzten Abendmahl richtete der Herr die Aufmerksamkeit seiner Jünger auf die Vollendung des Pascha im Reiche Gottes: "Ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von neuem davon trinke im Reich meines Vaters" (Mt 26,29) [Vgl. Lk 22,38; Mk 14,25]. Jedesmal, wenn die Kirche die Eucharistie feiert, erinnert sie sich an diese Verheißung und richtet ihren Blick auf den, "der kommt" (Offb 1,4). In ihrem Gebet ruft sie sein Kommen herbei: "Marana tha!" (1 Kor 16,22), "Komm, Herr Jesus!" (Offb 22,20). "Es komme deine Gnade und es vergehe diese Welt!" (Didaché 10,6).

und viele andere……