Der Ablass
ist neben dem Busssakrament die grosse Hilfe der Kirche und aller Heiligen zeitliche Sündenstrafen oder Sündenfolgen in Ordnung zu bringen. Durch Reue und Beichte lässt uns Christus die „ Sündenschuld" nach, und auch die Strafe der Hölle. Im Ablass bietet uns die Kirche die Verdienste Jesu Christi und der Heilgen an, nach erlangter Vergebung der Schuld im Busssakrament, auch noch die Sündenfolgen gut zu machen.

Z.B. Wer eine Lüge in die Welt gesetzt hat, der kann in Reue und Beichte diese Last wieder los werden, aber was diese Lüge unter den Menschen angerichtet hat, wie z.B. Verleumdung, Zorn, Täuschung, Tratscherei, böses Gerede, Streit, usw.....muss auch noch aus der Welt geschafft werden. Dazu hilft uns der Ablass, diese Folgen der Lüge zu stoppen.

Versäumen wir nicht, diese Bedingungen zu erfüllen...


Papst Pius X., der Heilige, hat durch Dekret vom 9. März 1904 allen Gläubigen einen vollkommenen Ablaß für die Sterbestunde gewährt, wenn sie einmal während ihres Lebens an einem beliebigen Tag nach aufrichtiger Reue, würdiger Beichte und Kommunion mit wahrer Liebe zu Gott folgendes Gebet verrichten:


"Herr, mein Gott, schon jetzt nehme ich jede Art des Todes, wie es dir gefallen wird, mit allen ihren Ängsten, Leiden und Schmerzen von deiner Hand mit voller Ergebung und Bereitwilligkeit an..."


Versäumen wir nicht, diese leichten Bedingungen zu erfüllen, wodurch wir uns schon in gesunden Tagen die große Gnade sichern können, einst in der Todesstunde, vorausgesetzt, daß wir in der Gnade Gottes sterben, eines vollkommenen Ablasses teilhaftig zu werden.

 

Vollkommener Ablass oder Teilablass ?

Durch den Vollkommenen Ablass werden alle zeitlichen Strafen oder Folgen nachgelassen. Durch den Teilablass wird nur ein Teil der Folgen gutgemacht. Wieviel, das weiss nur Gott alleine.

Darum schreibt die Kirche Bedingungen vor:

Wer diese Bedingungen einhält, der darf damit rechnen, dass Gott alles wegnimmt.

Vorausetzungen:

1. Ehrliche, gute Beichte, mit der Absicht alles Sünden zu bereuen und entschlossene Abkehr von jeder Sünde, auch der kleinsten Fehler.
2. Empfang der Hl. Kommunion.
3. Ein beliebiges Gebet in der Meinung des Hl. Vaters.

Ablass:

1. Kirchenbesuch
2. Gebete: 1 Vater Unser; 1 Gegrüsset seist Du.... und – Ich glaube an Gott......

Wann ist ein Ablass möglich ?

Die Kirche gibt Tage und Zeiten vor, an denen   der Ablass gewonnen werden kann.
1. Der Portiunkula-Ablass am 2. August   jeden Jahres
2. Der Armen-Seelen-Ablass  zu Allerheiligen-Allerseelen.
3. Wer einé halbe Stunde in der Kirche Anbetung hält, aber immer unter den oben angegebenen Voraussetzungen.
4.Der Sterbeablass bei der Krankensalbung
5. Wer täglich den Rosenkranz betet
6. Der Jubiläumsablass zu einen Heiligen   Jahr - alle 25 und 50 Jahre
7.Am Barmherzigkeitssonntag Vollkommener Ablass (Weiße Sonntag)




Als Zeichen seiner großen Wertschätzung der Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit hat Johannes Paul II. dieser Devotion am Sonntag nach Ostern einen Vollkommenen Ablass beigestellt. In der Erklärung aus dem Vatikan heißt es: "Um sicherzustellen, dass sich die Gläubigen mit tiefer Frömmigkeit dieser Verehrung hingeben, ordnet der Oberste Hirte an, die
Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit mit einem Vollkommenen Ablass zu
bereichern." Für den vollkommenen Ablass gelten zudem die drei üblichen
Bedingungen: sakramentale Beichte, eucharistische Kommunion, Gebet nach
der Meinung des Heiligen Vaters.


Der „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“ geht auf Offenbarungen der hl. Sr. Faustina Kowalska
(+1938) zurück. Seit dem Heiligen Jahr 2000 wird der ehemals "Weiße Sonntag" von der Kirche weltweit als Barmherzigkeitssonntag begangen.