"Komm, Herr Jesus!"
(Offb 22,20)

Liebe Bruder und Schwestern in Christus!
Aus:
Rundbrief der katholisch-charismatischen Erneuerung in der Diözese Linz Nr.4/1998 Eure (Euer) Dr. Ingeborg und DI Horst

DI Mag.Prof. Dir.Horst Obereder war Direktor der der
größten HTL in Linz; erträgt das Goldene Ehrenzeichen

Bis du kommst in Herrlichkeit
Nach jeder Wandlung beten wir. "Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und Deine   Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit!" Wann kommt der Herr? Wann erfüllt sich dieser schon 2000Jahre alte Ruf, der am Ende der Heiligen Schrift zu lesen ist: "Komm, Herr Jesus!"? Ja, der Herr wird wiederkommen! Nichts ist sicherer als dies, denn se ist ein prophetisches Wort der Schrift, das sich erfüllen wird! Leben wir aber in dieser Erwartung der Ankunft des Herrn?

Erwarten wir wirklich die Wiederkunft des Herrn? Vernehmen wir mit Wachheit Sein Klopfen an der Tür? Eine Wiederkunft nicht zum Gericht, sondern zu einem "Neuen Pfingsten" der Liebe? Im kommenden Advent stellt uns die Kirche wieder eindrücklich die Wahrheit vor Augen, daß Jesus wiederkommen wird.Jesus fragt jeden: "Kannst du mich schon heute empfangen? Oder komme ich dir zu bald? Hast du auf Meine Ankunft gewartet, dich auf die Begegnung mit mir vorbereitet, sind deine Lampen gehüllt?"

Sollen wir uns auf die Wiederkunft vorbereiten?
Die Weltspirale dreht sich so schnell, die Zeit eilt sosehr, daß sich kaum jemand dieser Frage stellt. Die Frage nach der Wiederkunft des Herrn ist in entfernte Weiten gerückt. Für viele ist das Kommen Jesu ein Tabu-Thema, mit dem sich nur Aussteiger und Sektierer beschäftigen. Schließlich ist Jesus schon 2000 Jahre lang nicht gekomrnen, warum sollte sich Seine Wiederkunft ausgerechnet zu meiner Zeit ereignen? Laß mich hingegen fragen: Warum sollte Er jetzt nicht kommen?
Im Zusammenhang mit dem vom Papst ausgerufenen Jubeljahr 2000 und dem Blick auf die kommende Adventszeit ist eine Refelexion über die zweite Ankunft des Herrn jedoch naheliegend und aktuell.
In der Generalaudienz vom 22. April 1998 hat der Papst über die endgültige Wiederkunft Christi gesprochen und gesagt: "Während der Weg zum Jubiläum uns das erste, historische Kommen Jesu in Erinnerung ruft, lädt Er uns auch ein, voraus zu blicken in der Erwartung Seines zweiten Kommens am Ende der Zeiten."
 
Weltweite Zeichen

In einem der früheren Rundbriefe wurde schon darauf hingewiesen, daß jeder, der sich für die Charismen öffnet, auch bereit sei muß, alle Charismen zu prüfen, bzw. prüfen zu lassen. In der katholischen Kirche - aber nicht nur in ihr - gibt es heute eine Fülle von charismatischen Persönlichkeiten mit außerordentlichen Gaben.
Als charismatische Christen sollten wir in besonderer Weise für das Eingreifen Gottes in unsere Zeit offen sein und alle Charismen prüfen. Es fällt auf - diesbezeugt auch der Mariologe des Vatikans, Rene Lauretin, daß die übernatürlichen Phänomene in unserer Zeit sehr stak zugenommen haben. Es gab noch nie so viele Marienerscheinungen, noch nie so viele stigmatisierte Personen ...
Ein Beispiel: Der Seher von Kurescoc, Franz Spelic,ist Priester und stigmatisiert. Seine Botschaften werden immer nach Prüfung durch den Bischof von Laibach veröffentlicht. Der Seher erhielt am 24.September 1998 seine letzte öffentliche Botschaft. Kurescec ist eng mit Medjugorje verbunden, das oft als Wallfahrtsort der Charismatischen Erneuerung genannt wird. Medjugorje ist von der Kirche unabhängig vom Urteil über die Erscheinungen -offiziell als Wallfahrtstort anerkannt worden. Viele haben sich an die Monatsbotschaften gewöhnt, wie sich manche auch an Bilder und prophetische Worte gewöhnt haben. Welches Geschenk uns dadurch gegeben ist, werden wir erst erfahren, wenn uns dieses Geschenk genommen ist. In Medjugorje zeigen sich wie in Kurescec schon Veränderungen an.

Morgenröte einer neuen Zeit
Der Seher Jacov Colo (Medjugorje) hatte am 14.September seine letzte regelmäßige Erscheinung. Es wurde ihm das 10. Geheimnis. Jacov war sehr traurig und hat geweint. Die Seherin Mirjana hatte ihre monatliche Erscheinung am 2. September. Viele Personen aus unserer Diözese waren bei dieser Erscheinung dabei. Die Muttergottes war besorgt über die Weltlage und hat aufgerufen, besonders für die Ungläubigen zu beten. Mirjana war von der Botschaft sehr erschüttert, und sie weinte lange.
Viele Pilger von Medjugorje sahen in den ersten Zeiten der Erscheinungen Zeichen, vor allem an der Sonne. In den letzten Jahren wurde kaum etwas von Zeichen berichtet. Seit diesem Sommer aber werden wieder vermehrt Zeichen wahrgenommen. Von einer Pilgergruppe aus OÖ. sahen mindestens 20 % außergewöhnliche Phänomene, vor allem an der Sonne.
Der italienische Priester Don Gobbi ist Gründer einer "Marianischen Priesterbewegung", der hunderte Priester, einige Bischöfe und auch Kardinäle angehören. Don Gobbi hatte seit 1973 sogenannte Einsprechungen Mariens. Diese Botschaften haben mit dem 31. Dezember 1997 aufgehört.
Pater Tardiff hat es im September in Salzburg so gesagt: "Wir leben in den letzten Tagen der letzten Zeiten." Sind dies nicht alles Zeichen einer bevorstehenden Wende?

Die Welt erlebt Wirtschaftskrisen von Ost bis West, Kriege in allen Erdteilen und Katastrophen rund um den Erdball. Die einen vermögen die Zeichen der Zeit und jene Zeichen, die Gott schenkt, nicht zu deuten, viele aber ahnen, dass sich in naher Zukunft etwas verändern wird.
Der verstorbene Erzbischof Stimpfle von Augsburg,hat kurz vor seinem Tod gesagt: "Die bösen
Mächte sind deshalb so wütend, weil der Gott der Christen in naher Zukunft etwas Gewaltiges für sein Volk tun wird."
Auf dieses kommende Ereignis warten wir alle: Auf das "Neue Pfingsten", von dem der Heilige Vater spricht und das so viele begnadete Persönlichkeiten wie Marthe Robin prophezeien. Das neue Pfingsten der Liebe steht vor der Tür, wir leben in der Morgenröte einer neuen Zeit.

Der Herr wird kommen
Wenn Priester heute die Gebote Gottes nach eigenem Geschmack verändern, so entsteht daraus keine neue lebendige Kirche. Die erneuerte Kirche wird direkt von Gott kommen. Die Wiederkunft Christi, die wir erwarten, ist nicht die Wiederkunft zum Gericht, sondern die Wiederkunft Jesu im Geist zur Erneuerung seiner Kirche. Wie dies geschehen wird ist derzeit unvorstellbar. Bei dem jetzigen inner- und außerkirchlichen Chaos scheint eine Erneuerung der Kirche unmöglich zu sein -- und doch wird sie kommen! Seien wir wie die "klugen Jungfrauen" und bereiten wir uns auf die Wiederkunft Christi vor. Jesus wird wiederkommen, aber nicht zum Gericht, sondern um uns ein "Neues Pfingsten der Liebe" zu schenken!

Es geht um eine folgenschwere Entscheidung
Im Buch der Sprichwörter lesen wir: "Ohne prophetische Offenbarung verwildert das Volk; wohl ihm, wenn es die Lehre bewahrt." (Spr 29,18) Wenn das Volk ohne prophetische Offenbarung verwildert, dann geschieht dies um so mehr, wenn echte prophetische Offenbarung nicht angenommen und verworfen wird. Die Dichte der Prophetien rund um den Erdball weist uns auf jeden Fall auf eine Dringlichkeit hin. Es geht um die "Rettung der Seelen." Diese Formulierung ist leider aus dem theologischen Sprachgebrauch verschwunden, vielleicht auch deshalb, weil viele "Abschied vom Teufel" nahmen. So gab es auch Bestrebungen, das Fatimagebet nach dem Rosenkranz zu streichen, indem die Formulierung vorkommt: "bewahre uns vordem Feuer der Hölle." Wir beten diesen Zusatz aber entsprechend dem Wunsch der Gottesmutter, weil es die schreckliche Möglichkeit gibt, das ewige Heil zu verlieren. Es gibt die Hölle und auch "die Sünde wider den Heiligen Geist", die in Ewigkeit nicht vergeben wird. Pater Tardiff hat diese Sünde in Salzburg angesprochen und gesagt, es ist jene Sünde, die man als solche erkennt, an der man aber festhält und sie nicht bereut. Ja, noch arger ist es, für die Legalisierung der Sünde einzutreten, wie es z.B. beider Abtreibung geschehen ist.

Betet, betet,betet!
Nach Aussagen mancher Propheten der heutigen Zeit werden wir bald durch ein "Feuer" in dieses "Neue Pfingsten" hinein gehen. In dieser Zeit ist tatsächlich der Aufruf der Muttergottes zum Gebet das Wichtigste. Immer wieder sagt sie: "Betet, betet, betet! Im Gebet wird euch alles klar werden."

Betende Menschen ...
erkennen die Führung Gottes, werden nicht in aussichtslose Angst

verfallen, werden die Freude nie verlieren.

werden das Evangelium im Wort und Leben bezeugen, werden nicht mutlos,

sind immer voll Zuversicht, sind offen für den Anruf Gottes,

erkennen die Zeichen der Zeit, haben den Mut, die Wahrheit zu

verkünden, erkennen das Böse in jeder Gestalt, meiden die Sünde,

sind geborgen in der Hand Gottes!