Warum gerade das Rosenkranzgebet ? Ist es besser als andere Gebete?  

Gebete sind Erhebungen des Herzens zu Gott. Gebete sind ein Sprechen mit Gott, dem Dreifaltigen; mit Jesus, dem Sohne Gottes; mit Maria, seiner Mutter, und mit allen Engeln und Heiligen. Nur das Gebet aus dem Herzen findet Erhörung bei Gott!

Mt 6,7 "Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen." Viel heißt nicht gut! Darum sprachen die Apostel: Lk 11:1 Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat. 11:2 Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. 11:3 Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. 11:4 Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung. Darum ist das Vater-Unser das klassische Vorbild jeden Betens. Dieses Gebet muss mit dem Herzen gesprochen werden.

Rosenkranz
Das Rosenkranzgebet enthält alle Grundgebete, die uns Jesus, Maria und die Kirche gelehrt haben. Dazu betrachten wir die einzelnen Stationen unserer Erlösung, angefangen von der Verkündigung der Menschwerdung bis zum Himmelfahrt und die Vollendung Mariens. Dazu können alle Texte der Hl.Schrift als Einfügungen genommen werden.

1. Das "Kreuzzeichen": Wir beten im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit, wir segnen uns vor dem Beten.

2. Der "Glaube an Gott": Er ist die Kurzfassung all dessen, was wir glauben und was die ganze Kirche immer geglaubt hat.

3. Die "Drei göttlichen Tugenden": Sie bilden die Grundpfeiler des vollen Glaubens, sie vermögen unser Herz zu Gott zu erheben. Aus eigener Kraft geht nichts.

4. Das "Ehre sein dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist". Ihnen gebührt alle Ehre, Verherrlichung und Anbetung.

5. Das "Vater-Unser": Es gibt uns die Wichtigkeit aller Gebetsanliegen und Gebetsintentionen an: Gott ist unser Vater. Auf ihn muss sich jedes Gebet richten. Sei Name, sein Wesen, das "Sein- in- sich", der "Ich-bin," umfaßt alles SEIN der Schöpfung. Gottes alles in Allem. Alle Heiligkeit geht von ihm aus und muss wieder zu ihm münden. Sein Reich, das Reich Gott, muss in der Welt sichtbar werden, muss aufleuchten und wird aufleuchten, wenn alles Böse entfernt wird. Auch wenn mit dem Kommen Jesu, das Reich Gottes bereits angebrochen ist, so wird es nach der "Zeit der Heiden" Auferstehung feiern. Wie hätte sonst die Bitte "Dein Reich komme" für einen Sinn, wenn es jetzt schon voll da wäre. Der Wille Gottes wir dann auf Erden so geschehen, wie er im Himmel geschieht.

Dann erst folgen die Bitten für uns; um das tägliche Brot, die Bitte um Vergebung der Schuld, die Bitte um Befreiung von aller Versuchung und um die Erlösung vom dem Urheber alles Bösen, Satan. Die einzelnen Einfügungen können die jeweilige Zeit und die Umstände berücksichtigen. So ist daher versändlich, dass die Grundgebete in ihrer Intention und Aussage, an erster Stelle stehen.

Im Rosenkranz beten wir die Grundgebete, die Gebete, die uns Jesus, Maria und die Kirche vorgegeben hat. In diesen Gebeten, wenn wir sie aus dem Herzen sprechen, sprechen wir im "Namen Gottes", im "Namen Mariens" und im "Namen der Kirche." Möge einer mit eigenen Worten beten, dann ist das gut und lobenswert, aber die Praxis zeigt, dass diese Gebete, auch wenn sie aus dem Herzen kommen, sich erschöpfen, schnell, kleinlich und einseitig werden. Im Vordergrund stehen die Bitten, aber keine Anbetung, kein Lob Gottes, was jedes gute Gebet enthalten muss. Darum beten wir den Rosenkranz, darin ist alles enthalten, was heilig ist und zu Gott führt. Zugleich ist das Rosenkranzgebet das Gebet der Demut. Wir "produzieren" im Rosenkranzgebet nicht eigene Worte, sondern sprechen die Worte wie ein kleines Kind nach, die Eltern dem Kinde gelernt haben. So sprechen wir die Gebete vom Himmel nach.

 

Päpste

Besonders die Päpste des letzten Jahrhunderts haben als oberste Lehrer der Kirche immer wieder das Rosenkranzgebet empfohlen und selber gebetet. Leo XIII hat hingewiesen: "Das Rosenkranzgebet ist die Schule des innerlichen Menschen." Denn der innerliche Mensch, der gottliebende Mensch wird dieses Gebet auch bei der Arbeit als "Hintergrundgebet" beten. Die Anzahl der Gegrüßet seist .... spielen dabei keine Rolle mehr. PiusXI.: "Der Rosenkranz ist ein Abriß der religiösen Wahrheiten.''
"Der Rosenkranz ist letzte Waffe im Kampf gegen den Kommunismus, auch gegen die Sattheit des Westens. In den Familien und bei den Völkern, die den Rosenkranz in Ehren halten, sind der Irrtum und das Gift christusfeindlicher Weltanschauungen machtlos." Pius XII: "Durch den täglichen Rosenkranz wird die Familie eine irdische Heimstätte der Heiligkeit. Der Rosenkranz wird eine Schule des Lebens. Der Rosenkranz führt in die Tiefen des Evangeliums". Johannes XXIII.: ''Für mich sind die l5 Geheimnisse des Rosenkranzes 15 Fenster, durch die ich von Gott das Licht erhalte, alles zu sehen, was in der Welt vor sich geht". Paul Vl. : "Der Rosenkranz ist ein Abriß des ganzen Evangeliums.'' Johannes Paul II.: ''Der Rosenkranz ist unser Lieblingsgebet, das wir an Maria richten." ''Im Leben eines jeden Christen, in jeder Familie, soll das Rosenkranzgebet wie ein tägliches Atemholen sein."

Maria

Maria sagt: "Dieses Gebet liebe ich, diese Gebete erhöre ich," diese Gebete heilen euch. Er ist das Heilmittel für diese Zeit. Die Mutter Gottes kam vom Himmel und hat all dies, was die Päpste gelehrt hatten, bestärkt und dringend gewünscht. Betet den Rosenkranz! Betet täglich den Rosenkranz! Betet womöglich den ganzen Rosenkranz (Psalter). In Fatima bezeichnete sich Maria als die "Rosenkranzkönigin". Maria weiß, warum sie so darauf besteht, die Menschen mögen doch den Rosenkranz beten. Er enthält alle "Heilmittel", um ganz heil zu werden. Bei Heilmittel kommt es nicht darauf an "ob's schmecken, sondern ob's heilen!" Der Rosenkranz enthält alle "wichtigen Spurenelemente" für ein christliches Leben. Er ist rein von allen menschlichen Gedanken und Zusätzen. Er ist das Gebet vom Himmel. Wenn wir den Rosenkranz beten, betet Maria selber mit. Denn es ist ihr Wunsch, dass sich die Menschen mit dieser Kette voller "Rosen" zum Himmel ziehen lassen; gleichzeitig bildet der Rosenkranz das Sicherungsseil gegen den Abgrund. Die einzelnen "Gegrüßet seist du Maria...." bilden die Pflöcke, die das Seil zum Abgrund der Hölle befestigen. Er ist die Straße zum Himmel! "Steil und schmal (für viele nicht gangbar), unansehnlich und wiederholend und doch ist es der Aufstieg, der zum Himmel führt. Bei einer Bergtour schaut man nicht so sehr auf die Beschaffenheit des Weges, sondern darauf ob er zum Gipfel führt.

An den vielen Marienerscheinungsorten der Welt bittet die Mutter Gottes immer wieder und immer eindringlicher den Rosenkranz zu beten. In Lourdes kam sie mit dem Rosenkranz in der Hand zu Bernadette. In Fatima war der Rosenkranz Mittelpunkt ihrer Botschaft :"Betet den Rosenkranz!" Aber was ist der Erfolg ihrer Bitten? Nur wenige Menschen beten den Rosenkranz. Er sagt ihnen nichts. Die Menschen kommen nicht auf den Geschmack. Der Rosenkranz ist das Lebens- und Heilmittel für allen geistigen und körperlichen Gebrechen. Wie oft hat Maria, unsere Mutter, bei ihren Erscheinungen, gesagt: "Das Gebet, das ich am meisten liebe, ist der heilige Rosenkranz." "Ich vereinige mich mit denen, die den hl. Rosenkranz beten.

Warum ist das Gebet des heiligen Rosenkranzes so wirkungsvoll?

Weil es alle Demut und Schlichtheit in sich trägt; weil es die Herzen zur Demut und Sanftmut führt. Das Rosenkranzgebet ist gerade das Gegenteil des Hochmutes. Es bildet in seiner Schlichtheit, eine dünne Schnur, mit dem die Mutter Gottes Satan fesseln will. Das Rosenkranzgebet ist dann am wirksamsten, wenn Maria dazu eingeladen wird mitzubeten. Ihre Stimme wird unsere Stimme. Ihr Gebet wird unser Gebet. Ihre Gedanken unsere Gedanken. Maria verbindet uns mit dieser "Telefon-Schnur" mit dem Himmel. Unsere Bitten gelangen sicher zu Jesus. Sie verstärkt unsere Bitten und legt sie Christus dar. Zu diesen Bitten kann Jesus niemals Nein sagen. Maria ist ja die fürbittende Allmacht am Throne des Allerhöchsten. Auf dieser Schnur des Hl. Rosenkranzes fädelt sie alle unsere Gebete, unsere Bitten, unseren Dank zusammen und zieht uns an das Herz Gottes. Darum ist das Rosenkranzgebet niemals ein rein privates Gebet. Maria betet mit uns. Aber sie will, dass wir sie dazu jedes mal einladen. Darum soll der Rosenkranz immer nur betrachtend (langsam) gebetet werden. Gerade die Betrachtung der Geheimnisse lässt uns alles verstehen, was Jesus in seiner Erlösung für uns getan hat. Die Einfügungen werden im Herzen entfaltet zu einer gewaltigen Schau des Erlösungsplanes. Wir erkennen auf einmal den "Schatz im Acker" und die "Perle", die wir schon immer gesucht haben. Alle, die mit Maria den Hl. Rosenkranz beten, verherrlichen den Vater, bringen dem Sohn die höchste Ehre und werden im Hl. Geist zum Lob und Ruhm der Heiligsten Dreifaltigkeit zur Heiligkeit herangebildet. Jede Wiederholung vermehrt den Ruhm und die Ehre des Dreifaltigen Gottes. So wird der Rosenkranz zur Kampfesmittel gegen den "Lügner von Anbeginn." Alle gebeteten Rosenkränze bilden die Kette, die endgültig Satan in der Hölle fesseln wird. (vgl. Off 20,1)

In der Familie, in der regelmässig der Rosenkranz (oder wenigstens ein oder mehrere Gesäzchen) gebetet wird, kann das Böse nicht aufkommen, der schlechte Einfluss nicht Fuss fassen, die Kinder erhalten neue geistige Luft, die durch das Rosenkranzgebet gereinigt worden ist. Diejenigen, die den Rosenkranz beten haben eine Schleuder in der Hand wie David, um den Riesen Goliath zu besiegen. Die einzelnen "Gegrüßet seist..."bilden die Steinchen, die den Satan auf der stolzen Stirne treffen.

Wer meint den Rosenkranz nicht beten zu können, der möge einfach damit anfangen, täglich mehrere "Gegrüßet seist..." zu beten und persönliche Einfügungen einflechten; z. B. ....Leibes Jesus, "ich liebe dich, ich bete dich an", heilige Maria...... Wer guten Willens ist, dem wird die Rosenkranzkönigin schon helfen, zur Vollreife im Gebet zu gelangen.

Königin des Hl. Rosenkranzes, bitte für uns.


    


VATIKAN, 9. Oktober 2002 (ZENIT.org).-

Der Heilige Vater hat vor allem den Jugendlichen das Rosenkranzgebet zum Abschluss der traditionellen Generalaudienz am Mittwoch empfohlen, an der wieder 16.000 Pilger teilnahmen.

Bevor sich der alte Pontifex von den Gläubigen verabschiedete, wollte er ihnen aber einen persönlichen Rat mit nach Hause geben.

"Ich denke ganz besonders an die Jugendlichen, die Kranken und Neuvermählten", so der Papst angesichts der unzähligen Rollstuhlfahrer und junger Brautpaare, die aus aller Herren Länder nach Rom gereist waren, um im Hochzeitsgewand an der Papstaudienz teilzunehmen.

"Oktober ist der Rosenkranzmonat, und wir sollen dieses der Christenheit in der Vergangenheit so teure Gebet auch immer mehr schätzen lernen", so der Heilige Vater, der übrigens in Kürze ein Schreiben über das Gebet veröffentlichen wird.

"Euch, liebe Jugendliche, lade ich ein, ihn jeden Tag zu beten, und ich ermutige euch, meine lieben Kranken, euch vertrauensvoll Maria zu überantworten und sie unermüdlich durch den heiligen Rosenkranz anzurufen".

"Und ich rufe euch, liebe Neuvermählte, auf, niemals diese Gebetsmeditation über die Geheimnisse Christi aus der Sicht Mariens gesehen zu vernachlässigen".

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