Es ist wahr:
Alle ernsten, furchtbaren Prophezeiungen sind bedingt. Gott kann sie ändern.

"Wenn Du uns Sünder strafen wolltest, so ist alles wider uns bereit"

"Der größte Sünder hat das größte Recht auf Meine abgrundtiefe Liebe."
(Jesus an die heilige Schwester Faustine)

Es ist wahr: Alle ernsten, furchtbaren Prophezeiungen sind bedingt. Gott kann sie ändern.

Sagt aber nun nicht: Die Prophezeiungen sind ja nur bedingt; es wird schon anders kommen!

Sagt auch nicht: "Also wollen wir Vorsorge treffen, wollen Vorräte anlegen, damit wir das Prophezeite überstehen, damit uns nichts passiert! Das würde unser Herz am meisten von Gott wegführen, und es wäre das Dümmste"

"Eure Schutzräume werden zu euren Gräbern werden, oder andere werden sie besetzen. Eure Vorräte werden ungenießbar werden, oder andere werden sie aufzehren. Die Erde wird sich gegen euch empören, und es wird keine Luft mehr geben zum Atmen."

Sagt vielmehr: Die Prophezeiungen sind doch bedingt, also auch vom Verhalten von uns Menschen abhängig. Also wollen wir sofort anfangen und nicht nachlassen, uns mit allen Kräften zu bekehren!

Denn diese Bekehrung ist ja die Bedingung, dass Gott der voll Liebe, aber gerecht zugleich ist das Prophezeite abändem kann, vor allem um unseres ewigen Heiles willen, aber auch zu unserem Besten hier auf Erden.

Unsere Antwort auf Gottes Wort, auf Gottes Prophezeiungen, muss lauten: "Dank Dir, o Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, für Deine drohenden Prophezeiungen. Wir danken Dir für die Liebe, mit der Du sie uns gibst. Wir wollen von ganzem Herzen gottesfürchtig werden und beten; uns ohne zu zögern und täglich von neuem bekehren und Dich und einander lieben.

Weihen wir uns Maria, Ihrem Unbefleckten Herzen! Sie ist die Mutter Gottes, und Sie ist unsere Mutter.

Sie hat als Mutter Christi Macht über das Herz Gottes. Sie hat dann aber auch Macht über unser Herz, das Sie mit Gnade beschenken kann und will.

Aber auch die Mittlerin aller Gnaden, Maria, kann uns nur unter einer Bedingung mit Gnaden beschenkert: Wir müssen uns bekehren. Wir müssen sofort beginnen, Gott und einander wirklich zu lieben, besonders die Schwierigsten und die Ärmsten.

Ohne zu beten, können wir das aber nicht.

Darum hat Jesus gesagt: "Ihr sollt allzeit beten!"

Das verlangt von uns:
+ Buße tun, also ganz nach dem Evangelium leben und beichten;
+ Jesus im Allerheiligsten Altarsakrament lieben und anbeten;
+ auf den Papst hören und ihm folgen;
+ mit Maria sein und sich Ihrem Unbefleckten Herzen weihen.

Wie dankbar wird Jesus dafür sein! Dann sind das Herz Jesu und das Herz Seiner und unserer Mutter gemeinsam voll Freude über uns, und Gott kann noch alles ändern, denn der Himmel ruft: Wir lieben euch, wir lieben euch sehr!
Aber es ist keine Zeit mehr...

(Aus dem Gebet und Gesangbuch des Bistums Trier, 1955, Nr. 757)