Worte zur "Privatoffenbarung"


Aus dem Büchlein:
Medjugorje EINE PROPHETISCHE HERAUSFORDERUNG v. Fridolin Keilhauser. (sehr lesenswert)

Privatoffenbarung ist ein ungeeigneter Ausdruck, das was die Mutter Gottes Menschen anvertraut, zu bezeichnen. Die Offenbarung ist mit den Aposteln abgeschlossen. Privatoffenbarung würde besagen, daß Gott "Privatpersonen" noch etwas offenbart, was die Kirche noch nicht vernommen hat. Sog. "Privatoffenbarungen" sind nicht anderes, mit den Worten Madingers, als Nachhilfestunden im Glauben.
Auch wenn das Wort "Privatoffenbarung" von Rahner stammt, ist es doch mehr als ungeeignet, Botschaften der Gottesmutter so zu benennen.
Auch Dr. Jörg Müller spricht sich gegen das Wort "Privatoffenbarung'' aus.

Propheten sind keine Wahrsager, sondern Herolde Gottes, die den Auftrag haben, zur rechten Zeit das rechte Wort zu sagen!


Das Wort "Privatoffenbarung" ist seit Rahner ein gängiges Wort, aber es verwirrt mehr als es hilft. Das Wort Privatoffenbarung ist ein ganz unglückliches Wort. Jesus Christus ist DIE Offenbarung und ist somit durch ihn und mit ihm und in ihm abgeschlossen. Die Offenbarung Gottes in Jesus Christus ist etwas ganz EINMALIGES und kann mit anderen Wörtern wie PRIVAT nur verdunkelt werden. Das Wort "Privatoffenbarung" drückt eher den Sinn aus: "privat", das geht mich nichts an; eine Botschaft, die nur privaten Charakter hat, darum ist daraus ein unglückliches Wort entstanden.... oder verstärkt - eine Privatoffenarung braucht man nicht glauben usw.

Eigentlich ist das Wort "Privatoffenbarung"  ein Widerspruch in sich selbst. Offenbarung hat immer mit offen zu tun; während privat eher etwas Geheimes ist.

Wir sollten das Wort Privatoffenbarung in Hinkunft nimmer verwenden, sonder statt dessen sagen:
Die Mutter Gottes erinnert...... macht aufmerksam......setzt einen Akzent..... weißt hin, was wir vergessen....... oder vernachlässigt haben ..........Beichte, Busse, Gebet..........oder wie Rahner sagt:
......wie sich die Kirche in einer bestimmten historischen Situation verhalten soll" Sog Privatoffenbarungen bringen nie etwas Neues.

Was sagt Papst Benedikt XVI. zu Privatoffenbarungen

APOSTOLISCHES  SCHREIBEN  VERBUM  DOMINI

vom 30. Sept. 2010, Kap. 14, Teil b


Folglich hat die Synode empfohlen, »den Gläubigen zu helfen, das Wort Gottes von Privatoffenbarungen zu unterscheiden«. Diese »sind nicht dazu da, die endgültige Offenbarung Christi … zu „vervollständigen“, sondern sollen helfen, in einem bestimmten Zeitalter tiefer aus ihr zu leben«. Der Wert der Privatoffenbarungen ist wesentlich unterschieden von der einer öffentlichen Offenbarung: Diese fordert unseren Glauben an, denn in ihr spricht durch Menschenworte und durch die Vermittlung der lebendigen Gemeinschaft der Kirche hindurch Gott selbst zu uns. Der Maßstab für die Wahrheit einer Privatoffenbarung ist ihre Hinordnung auf Christus selbst. Wenn sie uns von ihm wegführt, dann kommt sie sicher nicht vom Heiligen Geist, der uns in das Evangelium hinein- und nicht aus ihm herausführt. Die Privatoffenbarung ist eine Hilfe zu diesem Glauben, und sie erweist sich gerade dadurch als glaubwürdig, dass sie auf die eine öffentliche Offenbarung verweist. Die kirchliche Approbation einer Privatoffenbarung zeigt daher im wesentlichen an, dass die entsprechende Botschaft nichts enthält, was dem Glauben und den guten Sitten entgegensteht; es ist erlaubt, sie zu veröffentlichen, und den Gläubigen ist es gestattet, ihr in kluger Weise ihre Zustimmung zu schenken. Eine Privatoffenbarung kann neue Akzente setzen, neue Weisen der Frömmigkeit herausstellen oder alte vertiefen. Sie kann einen gewissen prophetischen Charakter besitzen (vgl. 1Thess 5,19-21) und eine wertvolle Hilfe sein, das Evangelium in der jeweils gegenwärtigen Stunde besser zu verstehen und zu leben; deshalb soll man sie nicht achtlos beiseite schieben. Sie ist eine Hilfe, die angeboten wird, aber von der man nicht Gebrauch machen muss. Auf jeden Fall muss es darum gehen, dass sie Glaube, Hoffnung und Liebe nährt, die der bleibende Weg des Heils für alle sind.

Weiteres...

Solche Gnadengaben, ob sie nun von besonderer Leuchtkraft oder aber schlichter und allgemeiner verbreitet sind, müssen mit Dank und Trost angenommen werden, da sie den Nöten der Kirche besonders angepasst und nützlich sind… Das Urteil über ihre Echtheit und ihren geordneten Gebrauch steht bei jenen, die in der Kirche die Leitung haben und denen es zukommt, den Geist nicht auszulöschen sondern alles zu prüfen und das Gute zu behalten:"
(Vatikanum II, Konstitution über die Kirche 12)

Seine Heiligkeit Papst Paul VI. hat am 14. Oktober 1966 das Dekret der Heiligen Kongregation für die Verbreitung des Glaubens bestätigt (Nr. 58/59 A.A.S.), das die Erlaubnis zur Veröffentlichung von Schriften erteilt, die sich auf übernatürliche Erscheinungen beziehen, auch wenn das „Nihil obstat“ der kirchlichen Autorität nicht vorhanden ist. Mit der vorliegenden Veröffentlichung soll in keiner Weise dem Urteil der Kirche (Ortsbischof) vorgegriffen werden.
Papst Paul VI

Noch besser:
"Himmlische Mitteilungen"; "Himmlische Weisungen"; "Göttliches Eingreifen"; "Eingreifen des Himmels" usw.

Oder statt Privatoffenberung sollten wir wieder mehr das Wort Prophezeiung, oder besser Prophetenwort an die Kirche sagen, das uns erinnert, das und hinweist usw.........Denn jedes Prophetenwort bringt uns nie etwas Neues an Offenbarung! Und wenn es uns ganz neu vorkommt, dann haben wir noch viel zu wenig die hl. Schrift gelesen oder die Überlieferung der Kirche studiert.

Das Wort PRIVATOFFENRUNG wird noch negativ verstärkt durch die Beifügung: Das braucht man nicht glauben! Oder "angebliche Botschaften"......Wenn nun ein Prophetenwort an die Menschen ergeht, dann sind das immer Inhalte der Offenbarung und müssen geglaubt werden. Was wurde doch mit dem Ausspruch, das braucht man eh nicht glauben, vieles in den Herzen der Menschen zerstört, bis z.B. Fatima, Amsterdam usw. anerkannt worden sind. Hätte man damals schon vor einem Prophetenwort gesprochen und dazu gesagt: Buße, Umkehr, Gebet des Rosenkranzes ist Glaubensgut der Kirche und somit echt;alles andere muß noch untersucht werden, dann wäre vieles besser gelaufen.
Was hat man getan, man hat sofort alles ins "Privateck" gestellt. Tragisch, tragisch......

Bei einer Offenbarung Gottes ist jeder Christ verpflichtet zu glauben oder es ist keine Offenbarung. Ein Zwischending gibt es nicht!

Wenn z.B. Jesus oder die Mutter Gottes den Kindern etwas Persönliches oder Privates sagte, dann hat man immer von GEHEIMNISSEN gesprochen.

In Jesus Christus ist alles voll offenbart! Diese Offenbarung kann aber ständig besser erkannt, vertieft und klarer erkannt werden. Jesus sagte: Der Hl.Geist wird euch in die volle Wahrheit (Offenbarung) einführen.

Propheten gehören zur Kirche! Sie arbeiten immer im Auftrag Gottes!
Maria ist die Königin der Propheten.

Jesus sagt:
Mt 23 37 Jerusalem, Jerusalem! Du mordest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt; aber ihr habt nicht gewollt. *

Könnte man heute nicht so saggen: Kirche, Kirche! Du nimmst die heutigen Propheten nicht ernst und sagst sofort, das kommt nicht vom Himmel, die zu dir gesandt sind! Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt; aber ihr habt nicht gewollt. *


Maria Valtorta: "Der Gottmensch"— Jesus über die Propheten

(Auszug)

Aber denen, die die Propheten für unnütz halten, antworte ich: „Wer kann dem höchsten Herrn Grenzen setzen?“ Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, es wird immer Propheten geben, solange es Menschen gibt.
Sie sind die Leuchte in der Finsternis der Welt.
Sie sind das Feuer in der Kälte der Welt.
Sie sind die Posaunenstöße, die die Schläfrigen aufwecken.
Sie sind die Stimmen, die an Gott erinnern, an seine mit der Zeit in Vergessenheit geratenen und vernachlässigten Wahrheiten, die die an die Menschen gerichtete Stimme Gottes hörbar machen und Schauer der Erregung in den vergeßlichen, in den apathischen Kindern der Menschen hervorrufen. 

Sie werden andere Namen haben, aber ihre Aufgabe wird dieselbe sein, ebenso wie ihr menschlicher Schmerz und ihre übermenschliche Freude. Wehe, wenn es nicht solche Seelen gäbe, die die Welt haßt, die aber Gott über alles liebt! Wehe wenn es sie nicht gäbe, um zu leiden und zu verzeihen, zu lieben und zu handeln im Gehorsam gegen den Herrn! Die Welt würde untergehen in der Finsternis, in der Kälte, in einem tödlichen Schlaf, in der Trunkenheit und in einer wilden und tierischen Unwissenheit.