Die Gottesstadt - Das  Paradies auf Erden

S.AG. In wem schlummert nicht die Sehnsucht nach einem neuen irdischen Paradies, einer von Leid und Sünde gereinigten Welt, einem Königreich der Bergpredigt? 

Die Zeit ist ideal für Milleniumspropheten mit Weltuntergangstheorien, die nicht vom biblischen Ende der Zeiten zu unterscheiden wissen.
Wenn in diesem Heft Sympathien für einen gemäßigten Chiliasmus (griech. chilioi =1000 [Jahre]) auszumachen sind, wird weder Pius XII. widersprochen, der ihn (den Chiliasmus) 1944 als
«nicht sicher» einstufte, noch der nahe Weltuntergang prophezeit.


Christus erscheint inmitten der himmlischen Heerscharen (Fra Angelico cci. 1430)

Zu uns komme Sein Reich!

In Krisenzeiten sprach man von apokalyptischen Zeiten, heute für Umweltszenarien missbraucht. Alle soziologischen und physikalischen Zukunftsmodelle sind Fehlkalkulationen, wenn sie die Wiederkunft Christ! als Ziel der Weltgeschichte ausklammern. Dagegen kämpfen bekanntlich andere Kräfte. Waren die Mächte der Finsternis je so greifbar wie heute? Wird der Menschensohn noch Glauben finden auf Erden, wenn ER wiederkommt? (Lk 18,8)


Wann wird der letzte Schlag gegen die hl. Kirche geführt? Was steckt hinter dem weltpolitischen Credo der Neuen Weltordnung, den Zeichen der Zeit? Viele Fragen... 

Die zweite Vaterunserbitte erfleht die Aufrichtung des Reiches GOTTES  in der Welt. Nur symbolisch oder in unseren Seelen? Kaum, sonst spräche die Bibel nicht von einer Neuen Erde (Offb 21), um deren Vollendung wir im Vaterunser flehen, damit Sein Wille auch auf Erden geschehe! GOTT hält Wort, wenn ER ein Neues Jerusalem vom Himmel verspricht, und ER im Zeit unter den Menschen wohnen will (Offb21,2f). ER will den Anfang neu setzen, wenn die Zerstörer seiner gut geschaffenen Schöpfung gerichtet sind 
( Offb 20,10-15; vergl. Gen
1,31 und Offb 21,2!).

 

 

Warum ist die Apokalypse tabu?

Sie sei zu schwierig für Ungebildete und würde nur verwirren. Will der Ungebildete sich bilden, so merkt er, dass die Geheime Offenbarung für die Gebildeten ein mit sieben Siegeln versiegeltes Buch (Offb22,10). Zahlreiche Privatoffenbarungen legen das letzte und so schwierige Buch der Bibel für unsere Zeit aus. Aber da stellt sich für viele Gebildete ein neues Problem: Privatoffenbarungen sind für sie tabu.

Woher kommen wir - wohin gehen wir? Petrus unterschied drei Weltzeiten (2. Petr):

* Himmel und Erde, die vorzeiten waren (3,5).
* Himmel und Erde, die jetzt sind (3,7).
* Himmel und Erde, auf die wir warten (3,13).


Johannes Paul II, versetzt die Kirche in Tertio millennio adveniente (m-S.43) im Hinblick auf das 3. Jahrtausend in Alarmbereitschaft.

Die biblischen Zeichen der Zeit sollen im Zusammenhang mit dem letzten Buch der Hl. Schrift, der Geheimen Offenbarung des Johannes gesehen worden. «Dies sind wahrhaftige Worte GOTTES» (Offb 19,9). «Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!» (Offb 21,5), spricht der Herr zu Johannes. Auf dem Bild sieht der Evangelist und Prophet von Patmos die hl. Stadt, das Himmlische Jerusalem. In ihrem Bild ist die christliche Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit unter dem Schutz GOTTES. Sie ist Zeichen für eine Welt, in der die Menschen leben können, wie es ihnen von GOTT zugedacht ist... auf dieser Erde.... und in Ewigkeit.


Büro geschlossen!
Wohin gehen wir? Dieser brennen den Urfrage stellen sich heute Sekten, esoterische Workshops, Kurse in Bildungshäusern und Klöstern, alles im Dämmerlicht freier Marktwirtschaft. Und die Antwort der Kirche? Die Herde fühlt sich in der Flut der Angebote allein gelassen. Sie steht mit der Urfrage vor geschlossener Tür. Das Problem wird mit medienwirksamer Betriebsamkeit überspielt. Die Botschaft der Apokalypse bleibt im Hals der Theologen, Prediger und Religionslehrer. Dafür hat das Pendel auf die andere Seite ausgeschlagen: von mittelalterlicher Vertröstung auf ein besseres Jenseits zur humanen Weltgestaltung durch politisch-soziale Menschen. Ob dieses Motto -ausgeheckt in einer Unzahl von Kommissionen auf allen Ebenen- die Sendung der Kirche ist?

Wen stört der Missbrauch der Sonntagslesungen im Advent nicht, die vom Kommen des Menschensohnes handeln
( Mt 24,29-44)? Die [Laien-] Prediger (Pfarrassistenten ?) surfen im Evangelium als eine Welt von Symbolen, die nur in Bildern zu uns sprächen und nicht wörtlich zu verstehen seien. Wie endet die Hl. Schrift? «Wer etwas zu den prophetischen Worten hinzufügt oder hinwegnimmt, dem wird GOTT seinen Anteil wegnehmen» (Offb 22,180.

«Versiegle nicht die prophetischer Worte dieses Buches, denn die Zeit ist nahe!» (Offb 22,10) Wie lange noch werden die Warnschilder GOTTES noch übersehen, wie Iange die Warnrufe der Muttergottes überhört..

Aus: Zeitschrift "Ewig"   Assisi-Verlag CH -6044 Udlingenswil --
Abdruck inkl. Auszüge bei Quellenangabe erwünscht ( 1Beleg-Ex.)