Das Ende der Zeiten...........

S.AG. IM Vaterunser bitten wir Gott, dass Sein Reich komme. Seinen Willen erbitten wir auch auf Erden" wo vorläufig der Fürst dieser Welt noch herrschen darf. Auf Erden wird seine Braut, die Kirche, wie sein Sohn abgelehnt. Sie ist berufen, Golgotha zu besteigen und IHM bis in den Tod zu folgen. Dann wird sie Auferstehung im neuen Kleid feiern.

Könnte die Gottesstadt des himmlischen Jerusalem von Offb 21 damit gemeint sein? Die Vermengung der Begriffe Ende der Zeiten und Ende der Welt hat den Blick getrübt, so dass beide nicht als ein Nacheinander gesehen werden.
1. Die große Parusie-Rede Jesu (Parusie = zweite Ankunft) wird den drei Synoptikern überliefert.
2. Die Rede vom Letzten Gericht (= Ende der
Welt ) dagegen findet  sich nur bei Matthäus. Jesus verkündigte, dass mit IHM das Reich GOTTES gekommen ist.

Wir wissen: Es ist noch verborgen. Jesus Christus wird noch nicht von allen Menschen anerkannt; nicht alle glauben; nicht alle lieben den Vater im Himmel  nicht alle sind auf dem Wege zu IHM. Es naht aber ein Tag, wo das Reich GOTTES nicht mehr verborgen ist. Dann wird Jesus Christus von allen Menschen als König anerkannt werden. Was an diesem Tag geschieht, hat Jesus verkündigt.

Schon die Gläubigen des Alten und des Neuen Bundes erwarteten, dass die Gestalt dieser Welt vergeht (1 Kor 7,31). Unsere jetzige sichtbare Welt wird ein Ende haben, sagt die Offenbarung.

Nicht als ob sie ins Nichts zurücksinken könnte, aus dem sie von GOTT erschaffen wurde, sondern der jetzige Zustand der Welt wird aufgehoben und in einen neuen Himmel und eine neue Erde verwandelt (Je 65, 17; Offb 21, 1).- Biblische Vorüberlegungen: Mt 24,29f+25,31f, Mk 13,24f; Lk 21,25f.

Jesus verkündet seine Wiederkunft

Bald wissen alle Völker, dass ER schon einmal da war. ER kam verborgen als Mensch auf die Erde, wurde aber nur von wenigen erkannt (von seiner Mutter, vom Hl. Joseph, von den Hirten, von Simeon und den Weisen aus dem Morgenland ... ) .

Und später? Jesus lebte unter den Menschen wie einer von uns. Er wirkte Wunder, Zeichen seiner großen Macht. Aber nicht alle glaubten an IHN. Viele verstanden seine Zeichen und Wunder nicht, erkannten IHN nicht als den Messias. Und jene, die nicht zum Volk Israel gehörten, haben von Jesus Christus nichts gehört.

Heute ist das genauso. Es wissen viele Menschen nicht, wer Jesus Christus ist. Viele glauben nicht an IHN. GOTT hat einen Heilsplan für alle Menschen. Wenn sich Jesus Christus allen Menschen offenbaren wird, erkennen sie, dass ER der Sohn GOTTES.

Überraschend - aber nicht unangemeldet!

ER wird nicht unbemerkt kommen. Vorher geschieht etwas, woran die Menschen erkennen, dass ER kommt. Zahlreiche Prophetensprüche beginnen so: (,Am Ende der Tage, da wird's geschehen». Was aber lehrt Jesus vom Ende der Tage, dem Ende der Zeiten? Nach einer Zeit großer Drangsale, in der den bösen Mächten freie Hand gelassen ist, gerät die Natur in Aufruhr. Durch Katastrophen werden die Kräfte des Himmels erbeben (Mk 13, 25). Jesus spricht vom Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Schon in der alten Kirche dachte man dabei an das Kreuz. Vielleicht ist mit diesem Zeichen der Menschensohn selbst gemeint, dessen Wieder-Kommen vom Neuen Testament für das Ende der Zeiten verheißen ist.

Der Herr wird kommen, um allen Menschen zu verkündigen: Nun ist das Reich GOTTES in seiner ganzen Herrlichkeit da. SEIN zweites Kommen wird anders sein: Nicht arm und klein, sondern mit Macht und Herrlichkeit! ER kommt auf den Wolken des Himmels, nicht verborgen. ER kommt in strahlendem Licht, nicht wie in Bethlehem in dunkler Nacht.
Alle Menschen sehen IHN, nicht nur wenige wie bei
am Ende der Zeiten.

ER zeigt sich allen Völkern als König der Könige. Bei seinem Anblick werden alle Völker wehklagen. Das bedeutet: die gottfeindliche Welt wird in laute Klage ausbrechen in der Erwartung der Strafen.

GOTT greift ein

Klare Hinweise dazu finden sich in charismatischen Aussagen, z. B. Don Gobbi (24. 4. 1996): «Der

Triumph meines Unbefleckten Herzens (Mariens) wird sich in einer Neugeburt Jesu in den Herzen und den Seelen meiner armen verirrten Kinder vollziehen.» Mit diesem Schlüssel dürften sich auch frühere Botschaften erschließen. Dieses Kommen des Herrn könnte im Zusammenhang mit seiner Gegenwart in der Hlst. Eucharistie gesehen werden.

In Garabandal (Nr EWIG 3+4 1996) sagt die Muttergottes umstürzende Ereignisse voraus. Die erwachsen gewordene Menschheit ist in eine Entscheidung hineingestellt, die jener der Engel am Anfang der Zeit gleichkommt. Sie hat durch die Wissenschaften eine Erkenntnisstufe erreicht, die sie jener der Engel annähert. Wo der Feind gewonnen zu haben glaubt, greift GOTT selbst ein und vernichtet alle Macht. Nach einer angesagten Warnung wird zu gegebener Zeit jeder Mensch sich vor GOTT erkennen (analog dem persönlichen Gericht beim Hinscheiden). Im Anschluss daran wird ein Wunder gegeben. Erst nach dieser Erkenntnisgnade bricht das Strafgericht GOTTES herein.

Nicht nur die Macht des Bösen muss überwunden werden. Das Reich GOTTES MUSS in aller Reinheit auf Erden aufgebaut und sichtbar werden. Der Mensch muss gewandelt, die Schöpfung heimgeholt werden: ("Wenn ich erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen" (Joh 3,14). Die Naherwartung des Kommens des Herrn zieht sich über Paulus bis in unsere Zeit. Sie hat liturgisch nach dem Vatikanum II in der Hl. Messe ihren Ausdruck gefunden:

"Deinen Tod, o Herr verkünden wir und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du wiederkommst in Herrlichkeit."

..... und das Reich Christi auf Erden

Die zweite Wiederkunft des Herrn ist nicht das Ende der Welt. Sie bringt nach einer Reinigung der gesamten Schöpfung die -theologisch noch ungeklärten- 1000 Jahre der Herrschaft GOTTES auf Erden. Diese ist in Kapitel 20 der Geheimen Offenbarung von Johannes angedeutet  und ist in vielen Stellen des Alten Testamentes grundgelegt, wie z. B. in Psalm 7 1: «und herrschen wird ER von Meer zu Meer, vom großen Strom bis an die Enden der Erde».

Die 1000 Jahre von Offb. 20 sprechen von drei Tatsachen:

1. Fesselung des Bösen (Offb 20,1-3), wodurch ihm die Macht genommen wird, «die Völker zu verführen».

2 Erste Auferstehung (Offb 20, 6), womit die Bekenner und Martyrer gemeint sind (- Dan 7, 9 + 22, 27; Weish 3,3 +7; Ez 37)

3. Nach den 1000 Jahren ein letztes Aufbäumen des Bösen vor der endgültigen Fesselung. Die Zeit des Friedens folgt auf eine kurze Verfolgung (Offb 11,2 +12,6 + 13,5; - Ez 20,5).

Wichtig ! Tag und Stunde weiß nur Gott allein! Wer eine Stunde, Tag, Jahr angibt, stammt von Sekten!
Wir können nach den Worten Jesus all das nur in den Zeichen der Zeit erkennen! Mt 16, 2; Lk 12, 56

Wer nur an die Ankunft am Ende der Welt zum Gericht glaubt, dessen Glaube ist verkürzt oder gar verstümmelt!

 

1.und 2. Auferstehung

Auch in außerbiblischen Apokalypsen wird das Intermezzo einer vorläufigen Fesselung Satan erwähnt (4 Esdras 7,28f; Henoch-Buch 93 + 91,12-19; Apk des Baruch 40,3). Das messianische Reich galt im - 1.Jh. als Vorsabbat des ewigen Sabbats: Man unterschied eine erste, teilweise Auferstehung von einer zweiten, allgemeinen Totenerweckung zum Weltgericht («... sie wurde wieder lebendig und herrschten mit Christus tausend Jahre. Die übrigen Toten wurden nicht lebendig... Dies ist die erste Auferstehung - Offb 20,4f). Berufen zur ersten Auferstehung werden also nur die Martyrer und die Gottesbekenner. Wer an der ersten Auferstehung teilgenommen hat, braucht den zweiten Tod nicht zu fürchten (er wird nicht mehr sterben und ist vor der ewigen Verdammnis bewahrt Die Kirche der Märtyrer wird am Ende der Zeiten zur triumphierenden Kirche. Die fleischliche Kirche wird ersetzt durch die Geistkirche, die Petruskirche wird zur Johanneskirche. Das Priesterkönigtum des Melchisedek wird verwirklicht in einer von Christus geführten Menschheit.

Paradiesisches Jerusalem

nach der 7. Vision darf Johannes die Braut des Lammes, das Neue Jerusalem schauen. Es ist das Gegenstück der von der gottlosen Menschheit gebauten endzeitlichen Weltstadt Babylon. Diese wird vom Seher unter dem Bild einer lasterhaften Frau gesehen. Sie sitzt auf einem scharlachroten Tier als Sinnbild von Schamlosigkeit, Götzendienst und Blutrausch. Nun darf er die Braut des Lammes schauen: «Und er brachte mich im Geiste auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die hl. Stadt Jerusalem, die aus dem Himmel von GOTT hernieder steigt und die Herrlichkeit GOTTES an sich trägt» (Offb 21,10). «Einen Tempel sah ich nicht in ihr. Denn der Herr, GOTT der Allmächtige, ist ihr Tempel und das Lamm. Und die Stadt hat keine Sonne nötig... denn die Herrlichkeit GOTTES erleuchtet sie, und ihr Licht ist das Lamm. Die Herrlichkeit und die Ehre der Völker wird man in sie hineintragen. Niemals wird irgend etwas Unreines in sie eingehen und kein FrevIer und Lügner, sondern nur die, die geschrieben stehen im Lebensbuch des Lammes» (21,22f).

Adam und Eva wurden nach dem Sündenfall aus dem irdischen Paradies vertrieben. Damit ihre Nachkommen nicht zum Baum des Lebens zurückkehren konnten, stellte GOTT die Cherubim mit dem Flammenschwert auf (Gen 3,24). ER verschloss das Paradies aber nicht für immer. ER liebt uns undwill, dass wir ewig leben (Gen 3,22). Die geliebte Stadt des Johannes könnte paradiesisches Jerusalem genannt werden, als Vorstufe zum himmlischen Jerusalem.

Prophetisches

«Das glorreiche Reich Christi ist nahe, das sich unter euch errichten wird beim 2. Kommen Jesu in die Welt. Es will die gesamte Menschheit aufnehmen in sein neues irdisches Paradies. Was sich vorbereitet ist so gross, dass es nie etwas Ähnliches gab seit Anbeginn der Welt» (Don Gobbi).

«Die gegenwärtige Welt wird verschwunden sein. Ich, euer Retter werde euch erneuern. Meine Gabe wird vom Himmel herabsteigen, ein neues leuchtendes Jerusalem, eine erneuerte Kirche, denn ICH, der war und ist und kommen wird, lebe in ihrem Schoss und in ihrer eigenen Seele. ICH werde dann unter euch sein und über euch mit ewiger Liebe herrschen. ICH werde euer GOTT sein und ihr die Meinen» (Vassula).

Ezechiel weissagte: «Und von jenem Tage an soll ihr Name lauten: Wohnung des Herrn» (48,35). So lebt die geliebte Stadt im Hl. Geiste mit Christus und durch IHN mit dem Vater. So wird der Gegensatz zwischen Gotteswelt und Menschenwelt aufgehoben, so wird die Not der Menschheit, die Suche nach GOTT, überwunden. Die Gottesferne war die Wurzel alles irdischen Leides. Die Gegenwart GOTTES lässt kein Leid mehr aufkommen. Es gibt keinen Tod und somit keine Todesangst. Was die Propheten verheißen, was die Apostel im Neuen Testament verkündet, kommt in der neuen Gottesstadt zur Erfüllung. Die Welt wird vollendet, aber nicht aus menschlicher Kraft, sondern als Geschenk GOTTES.

Die hL. Stadt und der Baum des Lebens: «Ich werde aus jedem von euch eine strahlende Stadt machen... Mein Hl. Geist wird seine Wohnstatt in euch aufschlagen und euch umgestalten, auf dass ihr eine hl. Stadt, sein Heiligtum seid» (Vassula - Offb 21,1-3).

Aus: Zeitschrift "Ewig"   Assisi-Verlag CH -6044 Udlingenswil --
Abdruck inkl. Auszüge bei Quellenangabe erwünscht ( 1Beleg-Ex.)