DonGobbi Einsprechungen


1997

Jesus Christus ist der einzige Erlöser

 

 

Mailand, 1.Januar 1997

Hochfest der Gottesmutter Maria Weltfriedenstag

JESUS CHRISTUS IST DER EINZIGE ERLÖSER

 

»Heute beginnt ihr das neue Jahr, indem ihr das Fest eurer himmlischen Mutter feiert, und ihr betrachtet mich im Geheimnis meiner Gottesmutterschaft.

 

Ich bin wahrhaft Mutter Gottes, weil der Sohn, dem ich durch seine menschliche Empfängnis Fleisch und Blut gegeben habe, das ewige Wort des Vaters, wahrer Gott ist.

 

Im Anfang war das Wort, das heißt seit Ewigkeit.

Das Wort ist im Schoß des Vaters als sein eingeborener Sohn, gezeugt nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater.

Er ist allmächtiger, allwissender, ewiger Gott.

 

Das Wort war bei Gott, als sein vollkommenes Abbild, Abglanz seiner Herrlichkeit, ewiges und in sich selbst bestehendes Wort, Sohn, an dem der Vater für immer sein Wohlgefallen hat.

 

Das Wort war Gott. Durch ihn wurde alles geschaffen; alles, was im Weltall existiert, trägt seinen unauslöschlichen Stempel.

 

Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Ich bin zur Mutter erwählt worden, um dem Wort die menschliche Natur zu schenken: So bin ich wahre Mutter Gottes geworden.

 

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Mein Sohn Jesus hat mich einige Augenblicke vor seinem Sterben euch allen zur Mutter gegeben.

 

Meine mütterliche Aufgabe euch gegenüber übe ich aus, indem ich euch dahin führe, das Geheimnis seiner göttlichen Person zu begreifen.

 

- Jesus Christus ist der einzige Erlöser.

 

- Er ist Gott mit uns.

 

Im Geheimnis der heiligen Weihnacht begreift ihr, welches Maß an Erniedrigung Gott gewählt hat, um mit euch allen eins zu werden.

 

Er hat die menschliche Natur angenommen; er hat sich der Begrenztheit von Raum und Zeit unterworfen; er ist geboren worden wie jeder andere Mensch; er wurde in eine Futterkrippe gelegt, hat nach dem Lebensrhythmus jedes menschlichen Wesens gelebt.

 

Er ist ein Kind gewesen wie ihr; er ist herangewachsen als Jugendlicher, er hat dieselben Gefühle wie ihr empfunden. Er war empfindsam für die Liebe und wurde verletzt durch den Schmerz.

 

Durch die Freunde wurde er erfreut, durch die Feinde hat er gelitten.

 

- Er ist Gott für uns.

 

Er wollte, aufgrund der Liebe, die Gott zu seinen Geschöpfen hegt, mit uns in allem solidarisch sein, außer der Sünde.

 

Als Gott ist er Mensch geworden, um der einzige Erlöser des Menschen zu werden.

Und so wurde ich berufen, die Mutter des Erlösers zu sein, auf besondere Weise mit ihm vereint im schmerzvollen Werk eurer Rettung.

 

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- Er ist Gott in uns.

 

Die kostbare Frucht seines Erlösungswerkes ist die Rückkehr des Menschen zu einer vollen Lebensgemeinschaft mit Gott.

 

Gott kann mit seiner Liebe, seiner Gnade und sogar mit seinem eigenen Leben in euch leben. Gott ist Mensch geworden, um im Leben jedes Menschen zu leben.

 

So wird die Menschheit zu einer vollen Gemeinschaft mit seinem Schöpfer und Erlöser zurückgebracht.

 

Meine mütterliche Aufgabe ist es, euch alle zu Jesus Christus, eurem Gott und eurem Erlöser, hinzuführen.

 

Nur so wird die Menschheit sich am unschätzbaren Gut des Friedens erfreuen können.

 

Jesus ist euer Friede.

 

Friede zwischen Gott und der Menschheit. Friede unter euch allen, die ihr berufen seid, Kinder Gottes zu sein und eine einzige Familie zu bilden.

 

Der Friede ist Frucht der Liebe.

Der Friede geht aus dem guten Willen hervor.

Der Friede führt zur Harmonie und zur Verbrüderung aller.

 

Um den wahren Frieden aufzubauen, ist es daher notwendig, Jesus Christus aufzunehmen, der der König des Friedens ist.

 

>Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches,

 

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nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind< (Joh 1,12f).

 

Während dieses Jahres, in dem ihr die geistliche Vorbereitung des großen Jubiläums beginnt, lade ich euch ein, mir auf dem Weg eines tieferen Verständnisses des Geheimnisses Jesu Christi zu folgen, des wahren Gottes und des Königs der ewigen Herrlichkeit.

 

- Jesus Christus ist der einzige Erlöser.

 

Sein Wort, enthalten im Evangelium, führt euch zur Rettung, weil es Wort der Wahrheit und des Lebens ist.

 

Ich werde euch zum vollen Verständnis seines göttlichen Wortes hinführen; ich werde bewirken, daß ihr das Evangelium meines Sohnes Jesus liebt und lebt.

 

Ich will euch dahin führen, daß ihr Jesus mit meinem eigenen Mutterherzen liebt: Deshalb bitte ich euch, daß ihr euch meinem Unbefleckten Herzen weiht.

 

So werdet ihr von mir vorbereitet, Jesus Christus mit Freude zu empfangen, wenn er im Glanz seiner Herrlichkeit wiederkehren wird.

 

Dann werdet auch ihr, meine kleinen Söhne, "seine Herrlichkeit schauen können, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll Gnade und Wahrheit" (Joh 1,14).

 

An diesem Tag blicke ich mit besonderer mütterlicher Liebe auf euch und segne euch alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

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Vacallo (Schweiz), 2. Februar 1997

Darstellung des Jesuskindes im Tempel und Vorabend meiner Reise nach Südamerika

AUF DEM WEG DER SELIGKEITEN

 

»Betrachtet mich im Augenblick, da ich das Jesuskind im Tempel von Jerusalem darstelle.

Es ist so klein, zart und schwach: es sind erst vierzig Tage her, seit es geboren wurde. Ich trage es auf meinen Armen; ich drücke es mit Liebe an mein Herz, ich bewundere entzückt seine Augen, die auf mich blicken und mich mit ihrem göttlichen Licht umfangen.

 

So werde ich selbst von ihm auf den Weg der Seligkeiten getragen.

 

Selig die Armen im Geiste.

Der Herr, der allmächtige und allwissende Gott, ist ganz anwesend und gleichsam fast vernichtet unter dem Erscheinungsbild dieses meines kleinen Sohnes.

Geboren wird er in großer Armut in einem Stall; er wird in eine Futterkrippe gelegt; seine ersten Lebenstage verbringt er in einer armen und schmucklosen Wohnung.

Nun trage ich ihn zum Tempel des Herrn, unterstützt von meinem keuschesten Gemahl Josef, und wir opfern, um ihn loszukaufen, zwei kleine Tauben, welches der für die armen Leute festgelegte Preis ist.

 

Selig die Trauernden.

Als mir mein Kind vom Priester zurückgegeben und in meine Arme gelegt wird, enthüllt der greise Simeon meiner Seele, vom Geist des Herrn erleuchtet, daß sein Plan vor allem mit großem Leid verbunden sein wird: >Siehe, er ist dazu bestimmt, daß in Israel viele durch ihn zu Fall kommen

 

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und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen< (Lk 2,33).

 

So werde ich ihm als Mutter auf dem Weg der Betrübnis beigesellt.

 

Selig die Sanftmütigen.

Betrachtet in diesem meinem Kind den Widerschein der Sanftmut und der Güte.

Seine Hände öffnen sich wie eine göttliche Liebkosung für Jedes menschliche Leiden; seine Augen lassen Licht auf jeden Schatten der Sünde und des Bösen fallen; seine Füße formen sich, um auf trockenen und unsicheren Straßen zu gehen, nach Fernstehenden zu suchen und Verirrte zu finden, Bedürftigen zu helfen, Kranke zu heilen, Sünder aufzunehmen und allen Hoffnung und Rettung zu schenken. Sein Herz pocht im Rhythmus göttlicher Liebe, um alle Herzen zu Sanftmut und Mitleid heranzubilden.

 

Selig die Barmherzigen.

Seht im Kind, das ich zum Tempel seiner Herrlichkeit hintrage, die menschgewordene, barmherzige Liebe des Vaters.

 

So sehr hat der Vater die Welt geliebt, daß er seinen eingebornen Sohn für sie hingab, damit sie durch ihn gerettet werde.

 

Betrachtet also im zerbrechlichen Erscheinungsbild dieses Kindes das auserwählte und vorbereitete Opferlamm, das für eure Rettung dargebracht werden muß.

 

Er ist es, der die barmherzige Liebe des Vaters in die Welt hineinträgt. Er ist die barmherzige Liebe, die die Herzen aller erneuert.

 

Selig, die reinen Herzens sind.

Gott ist in meinem Jesuskind gegenwärtig.

Sein Herz ist das Herz eines Gottes. Von mir hat er die menschliche Natur angenommen, aber seine Person ist göttlich. So ist das Herz, das in diesem Kinde schlägt, das Herz Gottes selbst.

 

Seht Gott im Sohne, den ich auf meinen mütterlichen Armen trage.

 

Hört in seinem pochenden Herzen das Schlagen des Herzens Gottes und lernt zu lieben.

 

Die Reinheit des Herzens geht aus der Vollkommenheit der Liebe hervor.

 

Darum kann nur der Liebende zur Herzensreinheit gelangen, und nur wer reinen Herzens ist, vermag Gott zu schauen.

 

Selig die Friedensstifter:

Seht, für euch ist das Kind da, das der Friede selber ist.

Sein Name ist Friede. Seine Sendung ist es, Frieden zwischen Gott und der Menschheit zu stiften. Sein Plan ist es, die ganze Welt zu befrieden.

 

Er allein kann den Frieden bringen und die Herzen aller, die gerufen sind, einer einzigen Familie von Kindern Gottes anzugehören, friedfertig stimmen.

 

Wenn die Welt ihn zurückweist, wird sie den Frieden nie kennenlernen.

 

Selig, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten.

Seht in diesem Kind das Opferlamm, das berufen ist, die Straße der Ablehnung und der Verfolgung zu gehen.

 

Als Kind muß es in die Verbannung fliehen, weil Herodes befiehlt, daß es getötet wird. In seiner Jugend lebt es in einem ärmlichen Haus und unterwirft sich niedriger und beschwerlicher Arbeit. Während seiner öffentlichen Sen-

 

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dung werden ihm Hindernisse in den Weg gelegt, er wird ausgegrenzt und bedroht, schließlich gefangengenommen, gerichtet und zum Tode verurteilt. Und er, der Verfolgte und Geschlagene bringt allen die Heilung.

 

Deshalb schaue ich heute, während ich ihn auf meinen Armen zum Tempel seiner Herrlichkeit trage, in seine Augen, aus denen das Licht einer unermeßlichen Seligkeit strahlt.

 

Er ist die einzige Seligkeit für euch.

 

Er ist es, der euch den Weg der Seligkeiten weist, den jeder beschreiten muß, um Rettung und Frieden zu erlangen.

 

Er ist das ewige Wort des Vaters unter dem Erscheinungsbild dieses kleinen Kindes, das euch den Weg der Wahrheit und des Lebens zeigt.

 

Er ist der eingeborene Sohn, an dem der Vater seit Ewigkeit sein Wohlgefallen gefunden hat.

 

Er ist der Sohn der jungfräulichen Mutter, den ich heute zum Tempel seiner Herrlichkeit hinauftrage. Und euch allen wiederhole ich: Auf ihn sollt ihr hören!

 

Mein kleiner Sohn, du bist noch am Vorabend einer langen, ermüdenden Reise, die du für mich in einige Nationen Lateinamerikas machen sollst. Fürchte dich nicht vor dem beschwerlichen Programm, das man für dich vorbereitet hat. Meine Engel des Lichtes stehen dir jeden Augenblick zur Seite, und in deiner eigenen Schwachheit wird sich die Macht deiner himmlischen Mutter um so stärker kundtun. Bringe alle in den Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens, damit ich euch helfen kann, den schwierigen Weg eurer Seligkeiten zu gehen

 

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Caracas (Venezuela), 11. Februar 1997

Gedächtnis der Erscheinung in Lourdes

DIE UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS

 

»Heute gedenkt ihr mit einem großen Zönakel, das ihr im Stadion dieser Stadt haltet, des Jahrestages meiner Erscheinung in Lourdes.

 

Ich bin als die Unbefleckte Empfängnis erschienen.

 

Ich wollte mit meinen Worten das große Privileg bestätigen, das der Herr mir gewährt hat, indem er mich vom Augenblick meiner Empfängnis an der Macht Satans und der Sünde entzog.

So wurde ich ohne Erbsünde empfangen.

 

- Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.

Der Vater spiegelt in mir den vollkommenen Plan wider, den er zum Zeitpunkt der Erschaffung des ganzen Weltalls gehabt hat.

 

Der Sohn nimmt von mir Fleisch und Blut für seine menschliche Geburt, wobei er eine Natur annahm, die nicht einen einzigen Augenblick der Macht des Bösen unterworfen war.

 

Der Heilige Geist befruchtet diesen mütterlichen und jungfräulichen Garten mit der Fülle all seiner Gaben.

 

Die Heiligste Dreieinigkeit spiegelt sich mit Wohlgefallen in mir wider.

 

- Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.

 

Ich bin es für euch, meine armen Söhne. Wie haben euch doch die Sünde und das Böse niedergestreckt, mein und

 

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euer Widersacher euch geschlagen und verwundet und euch dem finsteren Joch seiner Knechtschaft unterworfen.

 

Deshalb lade ich euch heute ein, mir auf dem Weg der Unschuld und der Liebe, des Gebetes und der Abtötung, der Reinheit und der Heiligkeit zu folgen.

 

Seht, wie die ganze Welt nun zu einer unermeßlichen Wüste geworden ist. In ihr sprießt das verheerende Unkraut der Sünde und der Ichsucht, des Hochmuts und des Hasses, der Vergnügungssucht und der Unkeuschheit heran.

 

Die Unkeuschheit wird gepriesen und mit allen Mitteln der Werbung verbreitet. So beginnt man der Unschuld der Kinder nachzustellen, um sodann die Reinheit in den jugendlichen und die Keuschheit im Familienleben zu zerstören.

 

Auf dieser Welt herrscht der Teufel der Wollust, und es gelingt ihm, alle Nationen der Erde mit dem Becher der Lust zu verführen.

 

- Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.

 

Meine mütterliche Aufgabe ist es, alle meine Söhne auf den Weg des Gebetes und der Abtötung der Sinne, der Reinheit und der Nächstenliebe zu führen.

Nur so könnt ihr in das Geheimnis der Liebe meines Sohnes eindringen. Jesus hat eine Vorliebe für die Reinheit.

 

Nur denen, die reinen Herzens sind, enthüllt Jesus die Geheimnisse seines göttlichen Herzens. Den kleinen Kindern reinen Herzens offenbart er die Pläne seiner barmherzigen Liebe, die alles reinigt und verwandelt.

 

1388

 

Um in das Geheimnis des Lebens Jesu und seines Evangeliums der Rettung einzudringen, müßt ihr die Tugend der Reinheit leben.

 

Heute befindest du dich, mein kleiner Sohn, in dieser großen Nation von Venezuela, der mein Widersacher so heftig nachstellt, die aber von eurer himmlischen Mutter so sehr geliebt und beschützt wird.

 

Wie viele meiner Söhne versucht man hier durch das Gift der Korruption, der Unkeuschheit, des Irrtums, der Gewalt und des Hasses zu verderben.

 

Aber eure himmlische Mutter wird immer stärker von so vielen ihrer Kinder dieser großen Nation geliebt, angerufen und verherrlicht.

 

Darum verspreche ich euch, alle unter meinen mütterlichen Mantel im sicheren Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens zu versammeln.

 

Groß ist meine Freude, wenn ich sehe, wie hier meine Marianische Priesterbewegung verbreitet ist.

 

Ihre Stärke wird von den Kleinen, den Armen, den Einfachen, von denen gebildet, die meiner Einladung großherzig gefolgt sind und überall die Gebetszönakel verbreiten, um die ich euch gebeten habe.

 

Ich verspreche, euch nie zu verlassen und immer eure sichere Verteidigung und eure göttliche Hirtin zu sein.

 

Ich segne euch alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

1389

 

 

Capoliveri (Livorno), 27. März 1997

Gründonnerstag

IM ZÖNAKEL SEINER GÖTTLICHEN LIEBE

 

»Tretet in das Zönakel des göttlichen Herzens Jesu ein, meine vielgeliebten Söhne.

Heute ist euer Festtag. Heute ist euer Osterfest.

Erinnert euch an die Einsetzung des neuen Opfers und des neuen Priestertums.

 

Tretet mit mir in das Zönakel seiner göttlichen Liebe ein. >Mit glühendem Verlangen habe ich mich danach gesehnt, dieses Paschamahl mit euch zu essen vor meinem Leiden< (Lk 22,15).

 

Mit glühendem Verlangen habe ich mich danach gesehnt.

 

Sein ganzes Leben war immer auf diesen unaussprechlichen Augenblick ausgerichtet.

Jesus hatte sich mit seinem Denken und mit seinem Sehnen nach dem Gipfel dieses heiligen Sionsberges ausgestreckt, wo er sein Paschamahl vollenden sollte:

 

>Ich habe danach verlangt, dieses Paschamahl mit euch zu essen.<

 

Tretet in das Zönakel seiner göttlichen Liebe ein, um die ganze Süße dieses Letzten Abendmahles zu verkosten.

 

Jesus schenkt seinen Leib und sein Blut als geistliche Speise und geistlichen Trank für euer neues Leben. So will er sich innig mit einem jeden vereinen, um ganz eins mit euch zu werden.

 

Die Liebe verlangt die Gemeinschaft; die Liebe führt zur Einheit.

 

1390

 

Jesus bewirkt eine so tiefe Einheit mit euch, daß er sogar Fleisch von eurem Fleisch und Blut von eurem Blut wird. Wie Jesus im Vater ist und der Vater in ihm, so seid ihr durch die eucharistische Kommunion in ihm und ist er in euch.

 

Tretet in das Zönakel seiner göttlichen Liebe ein um zu begreifen, wie Jesus die Liebe ist, die sich verschenkt, die Liebe ist, die sich für euch hinopfert.

 

Auf das mit den Aposteln vollzogene Paschamahl folgt die Todesangst am Ölberg, der Verrat des Judas, das Imstichgelassenwerden durch die Jünger, die Verleugnung durch Petrus, die Schmähung und Mißhandlung durch die Diener des Hohenpriesters.

 

Niemand liebt mit größerer Liebe, als wer sein Leben für jene hingibt, die er liebt.

Jesus opfert sein Leben aus Liebe zu euch.

 

Vielgeliebte Söhne, dankt Jesus mit mir für diese seine große Gabe.

 

Lindert seinen großen Schmerz mit eurer priesterlichen Liebe; küßt jede seiner Wunden; bewahrt jedes seiner Worte im Herzen; antwortet mit Großmut auf eure Berufung.

Euer Priestertum ist ein Teil dieser seiner Gabe; euer Amt taucht in die Tiefe seines Geheimnisses der Liebe ein.

 

- Im Zönakel seiner göttlichen Liebe lernt ihr zu dienen. Die Liebe, die sich verschenkt, die Liebe, die sich hinopfert, ist auch die Liebe, die sich für den Dienst einsetzt.

 

So wäscht Jesus seinen Jüngern die Füße.

 

Der Schöpfer stellt sich in den Dienst des Geschöpfs; der Erste wird zum Letzten; der Herr macht sich zum Knecht.

 

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Meine vielgeliebten Priester, stellt euch in den Dienst aller.

 

Ihr sollt Jesu Hände sein, welche die Wunden schließen, die Kranken heilen, den Sündern vergeben, die Gefallenen aufheben, die Schwachen stützen, die Verzweifelten trösten, die Verirrten führen und allen Frieden und Rettung schenken.

 

- Im Zönakel seiner göttlichen Liebe lebt ihr im Geist der Dankbarkeit und der Freude euer Priestertum.

 

Ihr seid berufen, die Diener der Liebe Jesu zu sein.

 

Laßt euch in Brand stecken von der Flamme seiner göttlichen Liebe, um sanftmütig und demütig von Herzen zu werden.

 

Seid glaubenstreue Priester.

 

Deshalb lade ich euch ein, euch meinem Unbefleckten Herzen zu weihen.

 

Als Mutter kann ich euch zu Priestern nach dem Herzen Christi, zu Dienern seiner Liebe und seiner Heiligkeit heranbilden.

 

So kann Jesus durch euch jeden Tag sein Paschamahl weiterhin mit euch halten bis zur Vollendung der Zeiten

 

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Capoliveri (Livorno), 28. März 1997

Karfreitag

ICH WERDE ALLE AN MICH ZIEHEN

 

»Wenn ich von der Erde erhöht sein werde, werde ich alle an mich ziehen« (Joh 12,32).

 

Vielgeliebte Söhne, lebt mit mir diesen Tag des Leidens und des Sterbens meines Sohnes Jesus.

 

- Wenn ich von der Erde erhöht sein werde. - (Joh 12,32)

 

Deshalb ist das Wort des Vaters in meinen jungfräulichen Schoß herabgestiegen; deshalb ist er in meinem mütterlichen Schoß während neun Monaten herangebildet worden; deshalb wurde er in einer armen und schmucklosen Grotte aus mir geboren; dazu hat er die Tage seiner Kindheit, die voller Nachstellungen war, durchlebt, die Tage seiner Jugend und des Heranwachsens zum Mann, über die tägliche Arbeit gebeugt.

 

Während ich ihn in der Schönheit seines göttlichen Leibes heranwachsen sah, wanderten meine Gedanken oft mit großer Angst an den Ort, wo er als vom Vater vorbereitetes und erwartetes Opferlamm hingeopfert werden sollte. Und mit Jesus richteten wir unsere Blicke auf jenen Gipfel von Golgota, wo er nun sein blutiges Opfer vollendet.

 

- Ich werde alle an mich ziehen. (Joh 12,32)

 

Der Vater hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit die Welt durch ihn gerettet werde.

 

1393

 

Jesus opfert sich als Lösepreis für euch.

 

Jesus opfert sich zu eurer Rettung.

 

Jesus wird gekreuzigt, damit das Geschenk der Erlösung die ganze Menschheit erreicht.

 

Seht im gekreuzigten Jesus die lebende Ikone des göttlichen Erbarmens des Vaters.

 

Die Barmherzigkeit ist es, die den Vater drängt, euch seinen eingeborenen Sohn zu schenken.

 

Die Barmherzigkeit ist es, die Jesus bewegt, sich am Kreuz für euch hinzuopfern.

 

Die Barmherzigkeit ist es, die es zuläßt, daß auf seinen göttlichen Leib alle Schläge, Beleidigungen und Schmähungen dieses Tages hereinbrechen.

 

Seht zusammen mit mir, wie aus seinem hingeschlachteten Leib neue Schößlinge der göttlichen Barmherzigkeit hervorsprießen.

 

Beugt euch mit mir nieder, um die nach seinem Erbarmen duftenden Blüten zu küssen, die wie Knospen aus all seinem Leiden erblühen.

 

Küssen wir seinen Leib, der zu einer einzigen Wunde gemacht wurde; küssen wir sein Haupt, tief durchbohrt von Dornen; küssen wir sein entstelltes und zerschlagenes Antlitz; küssen wir seine von den Nägeln durchbohrten Hände und Füße; küssen wir sein von der Lanze durchstoßenes Herz.

 

1394

 

Küssen wir mit Liebe und Schmerz das wahre Lamm Gottes, hingeschlachtet zu unserer Rettung am Kreuz.

 

- Ich werde alle an mich ziehen. (Joh 12,32)

 

Die ganze Menschheit wird in seine Liebe als Heiland und Erlöser hineingezogen.

 

Aus ihm wird die neue Menschheit geboren, die zur vollen Lebensgemeinschaft mit ihrem himmlischen Vater gebracht wird.

 

Aus seinem durchbohrten Herzen steigt mit dem Wasser und dem Blut die göttliche Barmherzigkeit hernieder: Aus ihm wird die Kirche geboren und entspringen die Sakramente eures Heiles.

 

So wird die göttliche Barmherzigkeit zur Verteidigung für die Unschuld der Kleinen, zur Stärke der Lebenskraft der Jugendlichen, zur Stütze der Schwäche der Großen, zum Trost für den Schmerz der Armen, zur Verzeihung der Schuld der Sünder, zur Hoffnung für die Angst der Sterbenden, zur Rettung und zum Leben für alle.

 

In Jesus, für euch von der Erde am Kreuz erhöht, seht ihr den Triumph der göttlichen Barmherzigkeit über die ganze von ihm erlöste und gerettete Menschheit.

 

- Ich werde alle an mich ziehen. (Joh 12,32)

 

Als Mutter nehme ich an diesem seinem Rettungsplan teil.

 

Deshalb befinde ich mich heute neben meinem gekreuzigten Sohn und blicke, während er von der Erde erhöht wird, mit tiefem Mitleid auf ihn.

 

1395

 

Ich teile sein ganzes Leiden mit ihm; ich fühle auf mir die Last seines Kreuzes; die Nägel dringen mir durch die Seele; die Lanze des römischen Soldaten durchbohrt auch mein Mutterherz.

 

Und so nehme ich als Miterlöserin teil am Werk eurer Erlösung.

 

Ich vereine meinen mütterlichen Schmerz mit dem ganzen Leiden meines Sohnes, weil ich berufen wurde, die Mutter der göttlichen Barmherzigkeit zu sein.

 

Deshalb wird die erlöste Menschheit von meinem Sohn auch meiner mütterlichen Liebe anvertraut.

 

Jesus hat mich der ganzen Menschheit als wahre Mutter geschenkt.

 

Laßt euch alle in die Wiege dieser meiner neuen geistlichen Mutterschaft ziehen.

Tretet ein in den sicheren Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens.

 

Mit seinem von mir in Fatima vorhergesagten Triumph werdet ihr das größte Wunder der göttlichen Barmherzigkeit für die Welt sich erfüllen sehen

 

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Capoliveri (Livorno), 29. März 1997

Karsamstag

MUTTER DES ERLÖSERS

 

»Wacht mit mir, vielgeliebte Söhne, an diesem Tag, an dem ich ohne meinen Sohn zurückgeblieben bin.

 

- Ich bin die Mutter des Erlösers.

 

Seine Sendung ist erfüllt.

 

Sein Leib, grausam mißachtet, geschändet und gekreuzigt, ruht nun in seinem neuen Grab.

 

Das Opferlamm ist geschlachtet.

 

Das Opfer des neuen und ewigen Bundes ist dargebracht worden.

 

Die neue Menschheit, mit Gott versöhnt, ist in der Wiege eines maßlosen Leidens geboren.

 

Die Mutter ist noch im Leben zurückgeblieben.

 

Ich wache im Schmerz, der mich ganz erfaßt und umhüllt, und ich fahre fort, ihn dem himmlischen Vater in einem fortwährenden Gebet aufzuopfern, in einem sicheren Glauben und in einer Hoffnung, die bald Gewißheit wird.

 

Mein Sohn Jesus, am Kreuz getötet und ins Grab gelegt, bereitet sich auf die Auferstehung im Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit vor.

 

Der Urheber des Lebens kann nicht im Tod verbleiben.

 

Der das Licht der Welt ist, kann nicht der Finsternis erliegen.

 

1397

 

Es kann nicht die Folge der Sünde an sich tragen, der euch für immer von ihrer schlimmen Knechtschaft befreit hat.

 

- Ich bin die Mutter des Erlösers.

 

Dieser Tag meines großen Schmerzes bereitet der ganzen Menschheit das Morgenrot der größten Freude. Denn mein Sohn, der heute entseelt im Grabe liegt, ist euer einziger Retter, ist euer alleiniger Erlöser.

 

Verbringt also diesen Tag zusammen mit mir, eurer unbefleckten und schmerzensreichen Mutter.

 

Lebt ihn im Glauben an seine Gottheit.

 

Verbringt ihn in der Hoffnung auf seinen endgültigen Sieg.

 

Lebt ihn in der Liebe und in der Gnade, die er euch gegeben hat.

 

Heute ist der erste Tag meiner neuen und universalen Mutterschaft.

 

Ich bin die Mutter auch für die ganze Menschheit geworden.

 

Das Grab, das die sterbliche Hülle meines Sohnes aufnimmt, wird zur Wiege für eure neue Geburt.

 

Tretet ein in das neue Grab meines Unbefleckten Herzens.

 

Das ist die Wiege, in die ich alle meine Kinder legen will.

 

Hier helfe ich euch, den alten Menschen der Sünde und des Bösen, der Ichsucht und des Hochmuts, der Schlechtigkeit und der Unkeuschheit abzulegen.

 

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Hier bilde ich in euch den neuen Menschen der Gnade und der Güte, der Liebe und der Demut, der Heiligkeit und der Reinheit heran.

 

Unterstützt mein mütterliches Wirken, das euch zu einer immer vollkommeneren Ähnlichkeit mit eurem göttlichen Bruder Jesus führt.

 

Dann sieht Jesus mit Freude die mit dem Duft seines Leidens durchtränkten Blüten sich öffnen und kann die kostbaren Früchte seiner Erlösung in euch ernten.

 

Vielgeliebte Söhne, verbringt mit mir diesen Karsamstag.

 

Nehmt Anteil an meinem mütterlichen Schmerz.

 

Teilt mit mir meine starke Hoffnung. Mein fester Glaube stärke euch.

 

Er, der heute im Grabe liegt, bereitet sich auf seinen größten Sieg vor: im Augenblick, da er im Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit aus dem Grab hervorgehen wird

 

 

Capoliveri (Livorno), 30. März 1997

Ostern der Auferstehung

ZEUGIN SEINER AUFERSTEHUNG

 

»Erlebt zusammen mit eurer himmlischen Mutter die tiefe Freude dieses Ostertages.

Christus lebt.

Christus ist auferstanden!

Als Jesus mir im Licht seines verherrlichten Leibes in seinem ganzen göttlichen Glanz erschien und er sich als Sohn

 

1399

 

niederbeugte, um jede Wunde meines mütterlichen Schmerzes zu schließen, wurde mein Herz von der Fülle der österlichen Freude überwältigt.

 

- Christus ist auferstanden. Christus lebt für immer!

 

Ich wurde die erste und stille Zeugin seiner Auferstehung.

Die erste Zeugin, weil Jesus vor allem seine Mutter an der Erstlingsfrucht dieser österlichen Freude teilnehmen lassen wollte.

 

Ich bin jedoch die verschwiegene Zeugin, denn die Aufgabe, dieses überwältigende göttliche Wunder zu verkünden, ist den frommen Frauen und den Jüngern anvertraut worden.

 

Ich bin Zeugin seiner Auferstehung.

 

Meine Aufgabe war es, den Glauben in jenen zu stützen und zu fördern, die an ihn geglaubt hatten.

 

Ich habe jenen neuen Mut gegeben, die der Meinung waren, alles wäre nun zu Ende. Die frommen Frauen bat ich, eilig zum Grab zu gehen, von dem ich nun wußte, daß es leer war. Ich habe den Glauben der Apostel gestärkt, indem ich ihnen sagte, wie sich Jesus zuerst mir im Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit zeigte.

 

Die Evangelien haben davon nicht gesprochen, denn meine Aufgabe als Mutter ist es, die schweigende Zeugin der Auferstehung zu sein.

 

Wie ich stillschweigende Gegenwart bei dem Wort war, das er während der Jahre seiner öffentlichen Sendung ver

 

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kündete, so sollte ich noch einmal schweigende Gegenwart bei dem Wort sein, das von nun an die Kirche laut verkünden sollte.

 

Aber der Mutter wurde der freudenvolle Auftrag anvertraut, im Leben Zeugnis zu geben, daß mein Sohn Jesus Christus auferstanden ist und zur Rechten seines himmlischen Vaters sitzt in der Herrlichkeit des Paradieses.

 

Ich bin heute Zeugin seiner Auferstehung.

 

In diesen Zeiten, in denen von vielen Leuten die historische Tatsache seiner Auferstehung geleugnet oder in Zweifel gezogen wird, beauftrage ich euch, meine Vielgeliebten, das wunderbare Ereignis des auferstandenen Christus kraftvoll zu verkünden und mutig zu bezeugen.

 

Wenn Christus nicht auferstanden wäre, wäre euer Glaube vergebens.

 

Wenn Christus nicht auferstanden wäre, wäre die Verkündigung seiner Frohbotschaft nutzlos.

 

Wenn Christus nicht auferstanden wäre, gäbe es keinen Grund, noch an die Wahrheit seines Wortes zu glauben.

 

- Christus ist auferstanden, weil er Gott ist.

 

- Christus ist auferstanden, weil er es vorhergesagt hat.

 

- Christus ist auferstanden, und er ist den von ihm im voraus erwählten Zeugen im göttlichen Glanz seiner Herrlichkeit erschienen.

 

- Christus ist auferstanden, und hat sich zuerst seiner Mutter gezeigt.

 

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Ich habe ihn geschaut strahlender als die Sonne, weiß wie der Schnee, und seine göttliche Schönheit hat sich meinem Leben so eingeprägt, daß ich von jenem Augenblick an begonnen habe, das Paradies hier unten zu erleben.

 

Deshalb lade ich euch alle, meine Vielgeliebten, besonders in euren Tagen ein, mit Mut seinen Tod zu verkünden, mit Kraft seine Auferstehung zu preisen und mit Gewißheit sein Kommen in Herrlichkeit zu erwarten

 

 

Fatima (Portugal), 8. Mai 1997

25. Jahrestag der Entstehung

der Marianischen Priesterbewegung

DIE BOTSCHAFT VON FATIMA GEHT IN ERFÜLLUNG

 

»Mit Freude nehme ich die Huldigung der Marianischen Priesterbewegung entgegen, die sie mir an diesem Tag darbringt, der an den 25. Jahrestag ihres Entstehens erinnert.

 

Du befindest dich hier vor der Erscheinungskapelle an demselben Ort, an dem ich deinem Herzen den großen Plan der Liebe und des Erbarmens meines Unbefleckten Herzens enthüllt habe.

 

Dich, mein kleines armes Kind, habe ich erwählt, damit du das Werkzeug für diesen meinen Plan seiest.

 

So habe ich dich in diesen Jahren in alle Teile der Welt geführt. Unter zahllosen Mühen und Beschwerden hast du mehrere Male so viele Nationen in den fünf Erdteilen besucht.

 

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Nun ist mein Plan nahe daran, sich zu erfüllen.

 

Mit meiner Marianischen Priesterbewegung habe ich alle meine Söhne aufgerufen, sich meinem Unbefleckten Herzen zu weihen.

 

- Es ist die Botschaft von Fatima, die in Erfüllung geht und sich überall durch das barmherzige Wirken eurer himmlischen Mutter verwirklicht.

 

Mit ihr habe ich um die Weihe an mein Unbeflecktes Herz gebeten, als sicheres Mittel, um die Bekehrung des Herzens und des Lebens zu erlangen und die Menschheit auf den Weg ihrer vollen Umkehr zum Herrn zu führen.

 

Durch meine Marianische Priesterbewegung wird diese von mir gewollte und geforderte Weihe nunmehr überall auf der Welt vollzogen.

 

So habe ich mir die Schar meiner kleinen Kinder formen können, mit der ich meinen größten Sieg erringen werde.

 

- Es ist die Botschaft von Fatima, die in Erfüllung geht durch die nun weltweite Ausbreitung der Zönakel, die ich von euch verlangt habe, um euch im Gebet, das ihr mit mir und durch mich verrichtet, zu versammeln.

 

Mit großer Freude nehme ich heute aus deinen Händen, mein kleiner Sohn, das Geschenk dieser Zönakel entgegen, die sich überall bei Priestern und Gläubigen, bei Kindern, Jugendlichen und vor allem in den Familien vermehrt haben.

 

Mit diesen Zönakeln könnt ihr die Gnade der Bekehrung für so viele arme Sünder erlangen, vor allem für jene, die der göttlichen Barmherzigkeit am meisten bedürfen.

 

1403

 

Mit diesen Zönakeln bietet ihr eurer himmlischen Mutter, die mehrmals auf außerordentliche Weise eingegriffen hat, um die schmerzvolle Zeit der großen reinigenden Prüfung abzukürzen, eine große Kraft der Fürsprache und der Wiedergutmachung an.

 

Mit diesen Zönakeln ruft ihr das Geschenk des zweiten Pfingsten herab, das nun herannaht, denn mein Unbeflecktes Herz ist zum neuen geistlichen Zönakel geworden, in dem sich dieses göttliche Wunder für die Kirche und für die ganze Menschheit erfüllen wird.

 

- Es ist die Botschaft von Fatima, die sich erfüllt durch euren Eifer in der Liebe, im Gebet und in der Einheit mit dem Papst und der mit ihm vereinten Kirche.

 

Hier habe ich den kleinen Kindern, denen ich erschienen bin, die Leiden, die Widerstände und die blutigen Prüfungen des Papstes vorhergesagt und in Visionen gezeigt.

 

Diese meine Prophezeiungen haben sich vor allem an diesem meinem Papst Johannes Paul II. erfüllt. Er ist das in meinem Unbefleckten Herzen geformte Meisterwerk.

 

Durch eure Liebe und euer Gebet seid ihr im Augenblick seines größten Opfers seine Stärkung und sein Trost.

 

Durch eure Fügsamkeit und euren Gehorsam werdet ihr seine stärkste Hilfe, damit sein Lehramt überall gehört, angenommen und befolgt wird.

 

Durch eure Einheit mit ihm werdet ihr bestärkt, im wahren Glauben zu bleiben in diesen Zeiten, die ich hier vorhergesagt habe, in denen viele meiner Söhne infolge der Irrtümer, die gelehrt und immer mehr verbreitet werden, den Glauben verlieren.

 

1404

 

Hier habe ich vor nunmehr 25 Jahren meine Marianische Priesterbewegung entstehen lassen, damit die Botschaft von Fatima, die oft angefochten und von vielen abgelehnt wird, sich in euren Tagen voll erfüllt.

 

Diese ihre Erfüllung ist notwendig für euch, meine Söhne, die ihr so bedroht und heimgesucht seid, damit ihr das Heil erlangen könnt.

 

Diese ihre Erfüllung ist notwendig für die Kirche, die so verwundet und gekreuzigt wird, damit sie aus ihrer schmerzhaften und blutigen Prüfung ganz schön, ohne Makel und Runzeln, nach dem Vorbild ihrer himmlischen Mutter, hervorgehen kann.

 

Diese ihre Erfüllung ist notwendig für die ganze Menschheit, damit sie in die Arme ihres Vaters zurückkehren und die neuen Zeiten ihrer vollen Gemeinschaft der Liebe und des Lebens mit ihrem Gott und Herrn erleben kann.

 

Nunmehr steht mit dem Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt die Erfüllung dieses meines Planes bevor.

 

Ich segne dich, mein kleiner Sohn, zusammen mit meinem Papst, den Bischöfen, den Priestern, den Gläubigen meiner Bewegung, die über die ganze Welt verstreut sind.

 

Ich segne dich mit Liebe und Freude.

 

Ich segne dich mit der Dankbarkeit einer Mutter, auf die du gehört hast, der du gefolgt bist, die du getröstet hast und die von dir verherrlicht worden ist

 

1405

 

 

Marseille (Frankreich), 18. Mai 1997

Hochfest von Pfingsten

IM LICHTE SEINER WAHRHEIT

 

»Mein kleiner Sohn, setze diese mühselige Reise durch ganz Frankreich fort, um überall außerordentliche Zönakel mit den Priestern und Gläubigen meiner Bewegung zu halten.

Das ist meine Stunde.

Es ist die Stunde, in der ich euch alle im geistlichen Zönakel meines Unbefleckten Herzens versammeln will.

Hier wird bald das Wunder des zweiten Pfingsten für die Kirche und für die ganze Menschheit geschehen.

 

Der Heilige Geist wird sein vollendetes Zeugnis geben.

 

Es ist das Zeugnis des Geistes, der die Welt der Sünde überführen wird.

 

- Im Lichte seiner Wahrheit wird die Menschheit den Abgrund erkennen, in den sie sich durch Satan hat hineinführen lassen, der in ihr und durch sie die stolze Geste seiner Ablehnung Gottes und seines Gesetzes wiederholen wollte.

 

So ist die Menschheit dahin gelangt, eine Zivilisation ohne Gott aufzubauen.

 

Sie hat sich eine Sittenlehre gegeben, die seinem Gesetz widerspricht und jede Form des Bösen und der Sünde rechtfertigt; sie hat sich vom Materialismus, vom Haß, von der Gewalt und der Unkeuschheit verführen lassen.

 

1406

 

Durch das göttliche Feuer des Heiligen Geistes wird sie vollständig gereinigt werden, damit sie in den neuen Garten zurückkehren kann, in dem die Heiligste Dreieinigkeit ihre höchste Verherrlichung empfangen wird.

 

Das Zeugnis des Heiligen Geistes wird die Kirche tief erneuern.

 

- Im Lichte seiner Wahrheit wird die Kirche sich selbst in ihrer ganzen menschlichen Schwäche sehen. Sie wird von ihrer Glaubenskrise geheilt und von der Bedrängnis durch die Irrtümer, die in ihr die tiefe Wunde des Abfalls und der Untreue bewirkt haben, befreit werden.

 

Erneuert durch das göttliche Feuer des Heiligen Geistes, wird die ganze Kirche die Herrlichkeit ihres Herrn widerspiegeln und wieder die treue und keusche Braut werden, ganz schön, ohne Makel und Runzeln, nach dem Bild ihrer himmlischen Mutter.

 

Das Zeugnis des Geistes wird euch zum Verständnis der ganzen Wahrheit führen.

 

- Im Lichte seiner Wahrheit wird allen die heilbringende Kraft des Evangeliums Jesu aufleuchten, das überall seinen göttlichen Lichtglanz verbreiten wird.

 

So wird Jesus mit seinem Wort Gehör finden, man wird ihm nachfolgen auf dem von ihm gezeigten Weg. Man wird ihn in seinem Leben nachahmen und in seiner Person verherrlichen.

 

Die Stunde ist gekommen, in der mein Sohn Jesus von allen verherrlicht werden muß.

 

1407

 

Durch das Wunder des zweiten Pfingsten wird die Menschheit Jesus Christus als ihren Erlöser und als ihren einzigen Retter anerkennen.

 

Dann wird der Heilige Geist die Herzen und die Seelen öffnen, damit sie Christus aufnehmen, der zu euch im Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit zurückkehren wird.

 

So wird schließlich mein Unbeflecktes Herz seinen größten Triumph erfahren

 

 

Valdragone (San Marino), 24. Juni 1997

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels

mit 28 Bischöfen und 300 Priestern der MPB

von Europa, Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien.

JESUS CHRISTUS IST DER EINZIGE ERLÖSER

 

»Auch dieses Jahr seid ihr auf diesen Berg gekommen, um diese Tage in einem dauernden Zönakel des Gebetes und des Brüderlichkeit mit eurer himmlischen Mutter zu verbringen.

 

Ihr seid so zahlreich erschienen, ihr Bischöfe und Priester meiner Bewegung, aus allen Teilen der Erde.

 

Ich blicke auf euch mit dem Wohlgefallen einer Mutter, der ihr zuhört, der ihr folgt und die ihr verherrlicht.

 

Ich vereine mich mit eurem Gebet, das ich in meinen Händen sammle, um es vor den Thron der Heiligsten und göttlichen Dreieinigkeit zu tragen.

 

Ich helfe euch, einander wie Brüder zu lieben, damit Jesus sich freuen kann, wenn er sieht, wie sein neues Gebot unter euch gelebt wird.

 

1408

 

Ich lasse in eure Seelen den himmlischen Tau der Gnade, des Erbarmens, der Stärkung, der Freude und des Friedens niedersteigen.

 

Folgt mir auf dem Weg, der euch zum großen Jubiläum führt auf der Spur, die euch mein Papst Johannes Paul II. gezeigt hat.

 

Laßt euch in meinem Unbefleckten Herzen zur Begegnung mit Jesus Christus, eurem Erlöser und eurem einzigen Retter, tragen.

 

-Jesus Christus ist der einzige Erlöser, weil er das ewige Wort des Vaters ist, Fleisch in meinem jungfräulichen Schoß annahm, geboren wurde, herangewachsen und am Kreuz für eure Erlösung und zu eurer Rettung gestorben ist.

 

- Jesus Christus ist der einzige Erlöser, weil er die Wahrheit ist.

 

Als das vollkommene Abbild des Vaters, sein ewiges Wort, bringt er euch das Geschenk der göttlichen Wahrheit.

 

Seine Wahrheit ist im Evangelium enthalten.

 

Vielgeliebte Söhne, seid treue und mutige Verkünder des Evangeliums.

 

Seht, wie die im Evangelium enthaltene Wahrheit durch den Rationalismus verdunkelt, von den Irrtümern, die sich immer mehr verbreiten, zerrissen wird. Darum entfernen sich viele vom wahren Glauben.

 

Lebt das Evangelium meines Sohnes Jesus wortgetreu.

 

Verkündet das von euch gelebte Evangelium wortgetreu.

 

Hört nicht auf, in dieser Welt, die von der Finsternis des Irrtums und der Apostasie durchdrungen ist, das Licht der Wahrheit zu verbreiten.

 

1409

 

Seid die Apostel der Neuevangelisierung in einer Welt, die fast zweitausend Jahre nach der ersten Verkündigung des Evangeliums heidnisch geworden ist.

 

- Jesus Christus ist der einzige Erlöser, weil er das Leben ist.

 

Das Leben ist sein Besitz, weil er Gott ist.

 

Von ihm wird allen das Leben geschenkt, weil er es euch erlangt hat, als er sich für euch am Kreuz opferte.

 

Das Leben gelangt zu euch mit der Gnade, die euch an der göttlichen Natur Anteil gibt.

 

Vielgeliebte Söhne, werdet Ausspender der Gnade und Bringer des Lebens.

 

Deshalb bitte ich euch, besorgt zu sein um die Spendung der Sakramente, die euch Jesus anvertraut hat.

 

Vor allem seid verfügbar für die Spendung des Sakramentes der Versöhnung, das heute in vielen Teilen der Kirche so sehr vernachlässigt wird.

 

Seid die Ausspender der göttlichen Barmherzigkeit.

 

Durch euch, meine mir geweihten Priester, soll meine mütterliche Zärtlichkeit auf alle herabkommen. Sucht die Fernstehenden auf, unterstützt die Schwachen, verzeiht den Sündern, tröstet die Betrübten, bringt den Kranken Stärkung, geleitet die Unsicheren, beschützt die Kleinen.

 

Nehmt alle auf eure priesterlichen Arme und bringt sie in den sicheren Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens.

 

-Jesus Christus ist der einzige Erlöser, weil er der Weg ist.

 

Er führt euch in seinem Geist der Liebe zum Vater.

 

Er bringt euch auf den Weg der vollkommenen und ewigen Seligkeit.

 

1410

 

Er bereitet für euch den ersehnten und letzten Augenblick eurer Begegnung im Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit vor.

 

Jesus Christus ist der einzige Weg, der euch ins Paradies führt.

 

Es gibt für euch keinen anderen Namen unter dem Himmel, in dem ihr das Heil finden könnt.

 

Die Menschheit schreitet auf dem Weg ihrer Begegnung mit ihm, die sein wird, wenn Jesus in Herrlichkeit wiederkommt, um seine Königsherrschaft in die Welt zu bringen.

 

Geht diesen Weg in der freudvollen Erwartung seines Kommens.

Überschreitet die Schwelle der Hoffnung und lebt im Frieden, in Freude, in Heiterkeit und Vertrauen und in kindlicher Hingabe.

 

In diesen Tagen des Zönakels ist der Geist des Herrn auf jeden von euch herniedergestiegen und hat in eure Herzen und in eure Seelen das Charisma seiner Gaben gelegt.

 

Der Heilige Geist hat euch in eurer Berufung gefestigt und euch Licht und Kraft zur Erfüllung eures priesterlichen Dienstes geschenkt.

 

Seid treue Verkünder der Wahrheit; seid treubesorgte Bringer des Lebens; seid Licht der Hoffnung und des Vertrauens für alle.

 

In diesen Tagen habe ich so viele Wunden verheilen lassen,

Balsam der Stärkung auf viele Bitterkeiten gelegt, verborgene Tränen getrocknet, gute Vorsätze eingegeben und die Herzen umgewandelt.

 

1411

 

Vielgeliebte Söhne, verläßt dieses Zönakel im Frieden und in der Freude. Werdet überall in der Welt zu Werkzeugen meines Friedens.

 

Ich bin immer mit euch.

 

Durch euch tue ich mich der Kirche und der Menschheit kund.

 

Durch euch erfüllt sich täglich der Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt.

 

Zusammen mit euren Lieben, mit jenen, die eurem priesterlichen Dienst anvertraut sind, segne ich euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

 

Rubbio (Vicenza), 6.August 1997

Fest der Verklärung des Herrn

KÖNIG DER EWIGEN HERRLICHKEIT

 

»Steigt mit mir auf den heiligen Berg der Gnade und der Heiligkeit, um vom herrlichen Licht meines Sohnes Jesus erleuchtet und verklärt zu werden.

 

Er ist der eingeborene Sohn des Vaters.

 

Er ist das ewig aus dem Vater gezeugte Wort, eines Wesens in ihm, sein vollkommenes Abbild und der Widerschein seines göttlichen Lichtglanzes.

 

Er ist der König der ewigen Herrlichkeit.

 

Wie er vor den drei Aposteln Petrus, Johannes und Jakobus auf dem Berg Tabor verklärt wurde, so offenbart er sich euch im Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit, wenn ihr mit mir auf den heiligen Berg der Demut und der

 

1412

 

Kleinheit, der Liebe und der Reinheit, der Stille und des Gebetes hinaufsteigt.

 

Der Vater offenbart seine Geheimnisse nur den Kindern und den Kleinen, während er sie den Großen und Weisen verbirgt.

 

Der Sohn offenbart seinen göttlichen Glanz euch, ihr kleinen Söhne, die ihr von mir geformt und mit großer mütterlicher Sorge auf den Gipfel der Heiligkeit geführt werdet.

 

- König der ewigen Herrlichkeit.

 

Als das Wort in meinem jungfräulichen Schoß Fleisch geworden ist, wurde sein göttlicher Glanz von der angenommenen Menschheit vollständig verhüllt. So wurde seine Gottheit von seiner Menschheit verborgen.

 

Betrachtet das Kind, das unmittelbar nach seiner Geburt in eine Futterkrippe gelegt wird, in allem hilfsbedürftig; betrachtet den Jugendlichen im Rhythmus seiner menschlichen Entwicklung, den Heranwachsenden bei seiner täglichen Arbeit, den Mann der Schmerzen, der die Last der Schwäche, die Ablehnung durch die Seinen, die schmachvolle Verurteilung, die Geißelung, die Dornenkrönung, die Kreuzigung und den Tod am Kreuz auf sich nimmt!

 

Seht, wie seine Gottheit durch die schmerzliche Begrenzung in seiner Menschheit wie vernichtet erscheint.

 

Und doch habe ich in meinem Sohn Jesus mit einem unaufhörlichen und heroischen Glaubensakt meinen Gott angebetet und ihn mit der Seele immer im Glanz seiner Gottheit betrachtet.

 

1413

 

- König der ewigen Herrlichkeit.

 

Im Augenblick der Auferstehung zeigt sich seine Gottheit in ihrem ganzen strahlenden Glanz, so daß sie auch seine Menschheit in sich aufnimmt.

 

Im auferstandenen Jesus wird seine Menschheit vergöttlicht, weil sein Leib nunmehr ein verherrlichter ist, so wie er den drei Aposteln auf dem Berg Tabor erschienen war.

 

»Und er wurde vor ihren Augen verwandelt. Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden blendend weiß«. (Mt 17,2)

 

Nun sitzt Jesus im Paradies im Lichtglanz seiner Gottheit zur Rechten des Vaters.

 

Heute müßt ihr mehr auf die ewige Herrlichkeit Jesu Christi schauen.

 

Viele zweifeln an seiner göttlichen Natur; sie zerpflücken sein Wort; sie leugnen die geschichtliche Tatsache seiner Auferstehung.

 

Vielgeliebte Söhne, verkündet mutig allen die Gottheit meines Sohnes Jesus. Laßt euch einhüllen vom Glanz seiner Wahrheit. Erinnert an seinen Tod, verkündet laut seine Auferstehung in der Erwartung seines Kommens in Herrlichkeit.

 

- König der ewigen Herrlichkeit.

 

Wenn Jesus in seiner göttlichen Herrlichkeit wiederkommen und der ganzen Menschheit erscheinen wird, wird jeder aufgerufen sein, dieselbe Erfahrung zu machen, die Pe-

 

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trus, Jakobus und Johannes auf dem Berg Tabor gemacht haben.

 

Denn Jesus wird sich in seinem Lichtglanz offenbaren und seine Menschheit wird vom blendenden

Licht seiner Gottheit ganz verklärt sein.

 

Dann wird das ganze Weltall Jesus Christus laut als den Sohn Gottes bekennen, als das vollkommene Abbild des Vaters, als das menschgewordene Wort, den alleinigen und einzigen Retter, als den, durch den alles entstanden ist und der die Vollmacht hat, sich alles zu unterwerfen.

 

Jesus wird seine glorreiche Königsherrschaft in die Welt bringen, und es wird ein Reich der Heiligkeit und der Gnade, ein Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens sein.

 

Vielgeliebte Söhne, lebt in der freudvollen Erwartung seiner herrlichen Wiederkunft.

 

Deshalb lade ich euch ein, mit mir auf dem Weg der Kleinheit und der Demut zu wandeln.

 

So wird euch der Vater das Geheimnis seines Sohnes offenbaren; der Heilige Geist wird euch zum Verständnis der ganzen Wahrheit führen; Jesus Christus wird sich euch im Lichtglanz seiner göttlichen Person offenbaren, damit er von allen als der König der ewigen Herrlichkeit angebetet, geliebt und verherrlicht wird.«

 

1415

 

 

Dongo (Como), 15. August 1997

Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel

DIE KÖNIGIN ERSTRAHLT ZU DEINER RECHTEN

 

»Vielgeliebte Söhne, blickt heute mit Vertrauen und mit sicherer Hoffnung auf eure himmlische Mutter, die mit Seele und Leib in die Herrlichkeit des Paradieses aufgenommen ist.

 

Alle Scharen der himmlischen Geister werfen sich in tiefer Verehrung vor ihrer Königin nieder, während ich in die höchste Höhe des Himmels erhoben und zur Rechten meines Sohnes Jesus gesetzt werde.

 

Das Paradies mit den süßesten Harmonien von Licht und Gesängen, die zu hören niemandem hienieden möglich ist, lobpreist und verkündet mich laut: Die Königin, o Herr, erstrahlt zu deiner Rechten.

 

- Die Königin erstrahlt zu deiner Rechten!

 

An die eigene Rechte setzt man eine Person, die besonderer Ehre würdig ist.

 

Als mein Sohn Jesus, nachdem er sich dem Tod ausgeliefert hatte, um euch eine ewige Erlösung zu erlangen, im Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit auferstand und zum Himmel auffuhr, setzt ihn der himmlische Vater an seine Rechte.

 

- Zur Rechten des Vaters, weil ihm die Ehre zuteil wird, die ihm allein als seinem eingeborenen Sohn zusteht.

 

- Zur Rechten des Vaters, weil Jesus durch sein vollbrachtes Erlösungswerk die ganze Menschheit, die eine Sklavin

 

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der Sünde geworden war, zur vollen Lebensgemeinschaft mit Gott zurückgebracht hat.

 

- Zur Rechten des Vaters, weil Jesus der alleinige Sieger über den Teufel, die Sünde, das Böse und den Tod ist.

 

- Zur Rechten des Vaters, weil durch ihn das Weltall erschaffen wurde, und er allein die Vollmacht besitzt, nachdem er seine Feinde besiegt und vernichtet hat, sich alles zu unterwerfen.

 

»Spruch des Herrn zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße (Ps 109)

 

Indem der himmlische Vater Jesus Christus zu seiner Rechten setzt, erweist er ihm so die höchste Ehre, die seinem eingeborenen Sohn zukommt, dem fleischgewordenen Wort, dem Erlöser, dem einzigen Retter und dem König des ganzen Weltalls.

 

- Die Königin erstrahlt zu deiner Rechten!

 

Als ich in die Herrlichkeit des Paradieses aufgenommen wurde, durfte ich den Platz zur Rechten meines Sohnes einnehmen.

 

Jesus erweist mir damit die höchste Ehre, die mir als seiner jungfräulichen Mutter gebührt, die innigst mit ihm im Erlösungswerk verbunden ist, die an all seinen Schmerzen teilhatte, und nun berufen ist, mit ihm seine göttliche Macht in der Herrlichkeit zu teilen.

 

- Zur Rechten des Sohnes, weil ich ihm mit meinem Ja die Zustimmung gegeben habe, dass er in meinem reinsten Schoß die menschliche Natur annimmt.

 

1417

 

- Zur Rechten des Sohnes, weil ich ihm in jedem Augenblick seines Daseins zur Seite stand und mit ihm den Kelch vieler Bitternisse getrunken habe.

 

- Zur Rechten des Sohnes, weil ich unter dem Kreuz mit meinem reinen und mütterlichen Schmerz wahre Miterlöserin geworden bin, indem ich dem Vater meinen Sohn Jesus als Lösegeld für euch dargebracht habe.

 

- Zur Rechten des Sohnes, weil ich in ihm und durch ihn über den Teufel, die Sünde und den Tod, der als Strafe für die von den Stammeltern begangene Sünde in die Welt gekommen ist, gesiegt habe.

 

- Zur Rechten des Sohnes, weil ich nun an seiner göttlichen Vollmacht, sich alles zu unterwerfen, teilhabe.

 

- Zur Rechten des Sohnes, damit ich neben ihm meine geistliche Aufgabe als Mutter der Kirche und der ganzen Menschheit ausüben kann.

 

- Zur Rechten des Sohnes bitte ich für euch, lege Fürsprache für euch ein, stehe euch bei und helfe euch im furchtbaren Kampf gegen Satan und alle bösen Geister, gegen das Böse und die Sünde, damit Christus eines Tages die Macht, die der Tod noch immer über euch hat, besiegen kann.

 

So werdet auch ihr, meine Söhne, am Ende der Welt, wenn Jesus euch für sein Jüngstes Gericht auferwecken wird, hier ins Paradies aufsteigen können, und werdet dann zur Rechten des Sohnes und eurer himmlischen Mutter sitzen, um euch mit ihnen für immer an der vollendeten und ewigen Seligkeit zu erfreuen.«

 

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Mailand, 8. September 1997

Fest Mariä Geburt

RINGS UM MEINE WIEGE

 

»Vielgeliebte Söhne, feiert mit Liebe und Vertrauen das Fest meiner Geburt und nehmt an der Freude der ganzen Kirche teil, die sich in tiefer Verehrung um die Wiege schart, in die ich nach meiner Geburt gelegt wurde.

 

Laßt euch von meinem süßen und himmlischen Wohlgeruch anziehen.

 

- Rings um meine Wiege sammelt sich jubelnd das ganze Paradies, weil die Heiligste Dreieinigkeit ihre höchste Verherrlichung empfängt.

 

Der himmlische Vater betrachtet mit Wohlgefallen das Meisterwerk seiner Liebe, das er seit Ewigkeit im Ratschluß seiner göttlichen Weisheit beschlossen hat.

 

Das Wort freut sich, weil es schließlich jenes Geschöpf sehen darf, das er selber sich für seine Geburt in der Zeit zur Mutter bereitet hat.

 

Der Heilige Geist jubelt, weil ich von ihm durch seinen göttlichen Ratschluß als sein heiliger unversehrter Tempel in Besitz genommen werde.

 

- Rings um meine Wiege sammeln sich alle himmlischen Geister, damit sie im soeben geborenen kleinen Kind jene betrachten, die dazu bestimmt ist, ihre Königin zu werden.

 

Und sie verfassen süßeste Harmonien aus Gesängen und Lichtern, die meine Seele mit Freude erfüllen und mein

 

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Herz erzittern lassen, das kaum begonnen hat, aus Liebe zu schlagen.

 

- Rings um meine Wiege vereint ihr euch heute alle, ihr meine Söhne, die ihr von mir berufen seid, euch meinem Unbefleckten Herzen zu weihen, um meiner siegreichen Schar anzugehören.

Lernt von mir, klein zu sein.

 

Laßt euch von mir formen, um Diener zu werden.

 

Kommt in meine Wiege, damit ihr mit mir die Schönheit und Lieblichkeit des Kleinseins und der Demut empfinden könnt.

 

Heute müßt ihr alle auf dem Weg des Kleinseins gehen.

 

Satan ist auf dem Gipfel seiner großen Macht und fühlt sich nunmehr als sicherer Sieger.

 

Jetzt kann er nur noch von der Demut und der Kleinheit der Kinder besiegt werden, die meinem Unbefleckten Herzen geweiht sind.

 

Deshalb führe ich euch auf den Weg der Demut, der Kleinheit, der Einfachheit, der Unschuld, des Vertrauens und eurer kindlichen und vollkommenen Hingabe.

 

-An meiner Wiege, in die ich euch heute alle lege, erfährt Jesus die große Freude, daß ihr ihn anhört, liebt und ihm folgt.

 

Er weiß, daß allein die Kleinen und jene, die reinen Herzens sind, seinen Worten fügsam zuhören und diese in die Tat umsetzen können.

 

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Im kostbaren Garten seiner göttlichen Liebe versammelt er die Demütigen, die Armen, die Einfachen, die Schwachen.

 

Er sieht, daß ihm meine kleinen Kinder, die im Geist und an Gütern arm sind, immer treu folgen, und mit ihnen bildet er sich seine Jünger heran, die auch heute bis ans Ende bei ihm bleiben.

 

- Ringsum meine Wiege, leuchten heute kraftvolle Strahlen des Vertrauens und der sicheren Hoffnung, die die schmerzvollen Tage erhellen, die ihr gerade erlebt. So will ich euch in den Schmerzen und in dem großen Leiden dieser letzten Zeiten meinen mütterlichen Trost zuteil werden lassen.

 

Laßt euch von meinem Licht umhüllen. Empfangt die Worte, die ich euch schenke, mit Liebe und Gelehrigkeit, denn durch sie führe ich euch auf den Weg des Guten und der Heiligkeit.

 

Durch euch werde ich getröstet und verherrlicht, weil ich aufgrund der Antwort, die ihr mir überall gegeben habt, nunmehr das Morgenrot der neuen Zeiten für die Kirche und für die ganze Menschheit herannahen sehe

 

 

Sale (Alexandria), 1. Oktober 1997

Heilige Theresia vom Kinde Jesu

DIE BARMHERZIGE LIEBE

 

»Vielgeliebte Söhne, tretet in das geistliche Zönakel meines Unbefleckten Herzens ein, damit ich euch in das gött-

 

1421

 

liche Geheimnis der barmherzigen Liebe meines Sohnes Jesus eindringen lassen kann.

 

- Jesus ist die barmherzige Liebe, weil sich in ihm die Barmherzigkeit des Vaters widerspiegelt, der die Welt so sehr geliebt hat, daß er seinen eingeborenen Sohn zu ihrer Rettung gesandt hat.

 

Jesus personifiziert die Barmherzigkeit des Vaters und verwirklicht sie in seinem Plan der Erlösung.

 

Durch ihn läßt der Vater seine Vergebung auf die Menschheit, die sich durch die Sünde entfernt hatte, niedersteigen und bringt sie zurück zu einer vollen Liebes- und Lebensgemeinschaft mit ihrem Schöpfer und ihrem Herrn.

 

- Jesus ist die barmherzige Liebe, weil er, indem er Mensch wird, die Hinfälligkeit, die Schwachheit und die Leiden der ganzen Menschheit auf sich nimmt.

 

Als Kind trägt er in seinem Herzen das Wimmern und Seufzen aller Kinder der Welt. Als Jugendlicher erlebt er die Wechselfälle und die Schwierigkeiten der Jugend, die so zerbrechlich und dem heftigen Sturm der Leidenschaften ausgesetzt ist. Zur Mannesreife gelangt, trägt er in seiner göttlichen Person die Probleme, Ängste und Schmerzen aller.

 

Er beugt sich über die Armen, um ihnen die Frohbotschaft der Rettung zu verkünden; er verkündet den Gefangenen die Befreiung; er tröstet und stärkt die Verlassenen, vergibt den Sündern, heilt die Kranken, tröstet die Betrübten und vertreibt Satan aus denen, die er beherrscht hat.

geborenen Sohn zu ihrer

 

1422

 

- Jesus ist die barmherzige Liebe, weil er sanftmütig und demütig von Herzen ist. Lasst euch von seiner Samtmut anziehen.

 

Seht, wie mild, feinfühlig und mitleidsvoll er gegen alle ist; von seinen Feinden läßt er sich gefügig und sanftmütig wegführen wie ein Lamm, das zu seiner blutigen Aufopferung gebracht wird.

 

Laßt euch in Besitz nehmen von seiner Demut.

 

Der Erste macht sich zum Letzten; der Meister wird zum Schüler; der Herr stellt sich in den Dienst aller.

 

Die Fülle seiner Gottheit verbirgt er unter dem menschlichen Schleier seiner Demut.

 

>Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen<.

 

- Jesus ist die barmherzige Liebe, weil er alle in den Feuerofen seiner göttlichen Liebe hineinziehen will.

 

Laßt euch von ihm anziehen.

 

Widersteht seinem Rufen nicht!

 

Wandert mit mir auf dem Weg seiner göttlichen Liebe.

 

Vielgeliebte Söhne, auch ihr sollt die süße Erfahrung der Liebe Jesu machen.

 

Heute feiert ihr das liturgische Gedächtnis der heiligen Theresia vom Kinde Jesu, ihren hundertsten Geburtstag für den Himmel.

 

Heute schenke ich sie euch allen als eure kleine Schwester. Sie hat sich Jesus als Opferlamm der barmherzigen Liebe geweiht.

 

Sie hat sich im glühenden Feuer seiner göttlichen Liebe ganz verzehren lassen.

Ahmt sie nach auf diesem ihrem kleinen Weg.

 

1423

 

Werdet auch ihr klein, einfach, demütig, mild und sanftmütig. Werdet alle zu Kindern, indem ihr den Weg der geistigen Kindschaft geht, den sie euch vorgezeichnet hat.

 

Opfert auch ihr euch als Opferlämmer der barmherzigen Liebe Jesu auf, damit er durch euch bald das große Wunder der göttlichen Barmherzigkeit über die Welt ausgießen kann

 

 

Sale (Alexandria), 21. November 1997

Darstellung Mariens im Tempel

DEM GEKREUZIGTEN JESUS GLEICHGESTALTET

 

»Vielgeliebte Söhne, laßt euch in den himmlischen Tempel meines Unbefleckten Herzens tragen, damit ich euch immer mehr meinem Sohne Jesus gleichgestalten kann.

 

Euer priesterliches Leben muß in allem dem Leben Jesu gleichgestaltet werden.

Er will bis zu seiner Fülle in euch leben.

 

Ihr müßt sein gelebtes und allen mit Mut und Treue verkündigtes Wort werden, so daß das Licht des Evangeliums die dichte Finsternis, die die Welt umhüllt, erleuchten kann.

 

Seine barmherzige Liebe will sich offenbaren und alle Seelen in das brennende Feuer seiner göttlichen Liebe hineinziehen, vor allem die am weitesten entfernten, die Verirrten, jene, die unter der Knechtschaft des Bösen und der Sünde darniederliegen.

 

1424

 

Jesus wirkt das Wunder der göttlichen Barmherzigkeit vor allem durch euer priesterliches Leiden.

 

Darum ist der Zeitpunkt gekommen, in dem ich euch alle dem gekreuzigten Jesus gleichgestalten will.

 

- Dem gekreuzigten Jesus gleichgestaltet in eurem täglichen priesterlichen Dienst.

 

Die Zeiten sind gekommen, in denen ihr, meine vielgeliebten Söhne, den bitteren Kelch, den der himmlische Vater für euch bereitet hat, bis zur Neige austrinken müßt.

 

Die Leiden nehmen zu, verursacht durch eure eigenen Grenzen und menschlichen Armseligkeiten, und ihr spürt die Last eurer so großen Schwäche.

 

Auch euer seelisches Leid nimmt zu, weil ihr von eurer Umgebung oft nicht verstanden und an den Rand gedrängt werdet.

 

Ich bitte euch, daß auch ihr die schmerzliche Stunde von Gethsemani durchkostet.

 

- Dem gekreuzigten Jesus gleichgestaltet, vor allem in euren zahlreichen äußeren Leiden.

 

Ich brauche euer priesterliches Leiden.

 

Auch für jeden von euch habe ich den Augenblick einer persönlichen Kreuzigung vorbereitet.

 

Darum, mein kleiner Sohn, habe ich von dir bei der schmerzhaften Herzoperation, der du dich unterziehen mußtest, so viel Leiden gefordert.

 

1425

 

Du hast mir alles mit so großer Fügsamkeit und kindlicher Hingabe dargebracht, und das hat den Plan meines Unbefleckten Herzens sehr unterstützt.

 

Vor allem durch die von euch fügsam und liebevoll ertragenen physischen Schmerzen, gestalte ich euch meinem gekreuzigten Sohn ähnlich, wobei ich euch mit derselben mütterlichen Sorge zur Seite stehe, mit der ich Jesus in den blutigen Augenblicken seines Leidens und seines Kreuzesopfers nahe war.

 

- Dem gekreuzigten Jesus gleichgestaltet, vielgeliebte Söhne, jetzt, wo ihr euch der Erfüllung meines Planes nähert, wofür ich euch seit Jahren herangebildet und mit Sorge und mütterlicher Eifersucht erzogen habe.

 

Habt Mut! Geht weiter auf dem Weg des Vertrauens und der Hoffnung.

 

Ihr nähert euch Augenblicken der Gnade, in denen ihr Ströme der göttlichen Barmherzigkeit sich über die Welt ergießen sehen werdet.

 

Die Welt wird dann durch dieses göttliche Feuer der Liebe geläutert und vollständig erneuert werden, damit Jesus euch sein Reich der Gnade und der Heiligkeit, der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens bringen kann.

 

Deshalb bitte ich euch, jeden Tag mein mütterliches Wirken anzunehmen, das euch alle immer mehr dem gekreuzigten Jesus gleichgestalten will

 

1426

 

 

Vacallo (Schweiz), B. Dezember 1997

Fest der Unbefleckten Empfängnis

ÖFFNET DIE TORE FÜR CHRISTUS

 

»Blickt heute auf den himmlischen Glanz eurer Unbefleckten Mutter und laßt euch alle vom Duft meines lieblichen Wohlgeruchs anziehen.

 

Ich bin die Unbefleckte Empfängnis. Ich bin die ganz Schöne: tota pulchra. Ich bin der lebendige Tabernakel der Heiligsten Dreieinigkeit, worin der Vater fortwährend verherrlicht, der Sohn vollkommen geliebt und der Heilige Geist vollständig zum Besitz wird.

 

Ich bin die Pforte, die sich für eure Rettung öffnet.

 

Meine mütterliche Aufgabe ist es, euch darauf vorzubereiten, meinen Sohn, der kommt, zu empfangen.

 

- Öffnet die Tore für Christus.

 

Jesus ist am Tage seiner irdischen Geburt durch mich, seine jungfräuliche Mutter, zu euch gekommen, um euer Retter und einziger Erlöser zu werden.

 

Betrachtet ihn mit Herzensreinheit und einem Blick der Liebe im Augenblick, da er aus mir geboren wird. In eine Krippe gelegt, fühlt er die bittere Kälte und das Eis einer Welt, die ihn nicht zur Kenntnis nimmt und ihn ablehnt.

 

Dieses kleine Kind, das da weint, ist Gott mit uns. Es ist der Erlöser der Welt, der einzige Retter. Ohne ihn ist es für den Menschen nicht möglich die Rettung zu finden.

 

1427

 

- Öffnet die Tore für Christus.

 

Öffnet die Tore eures Geistes, um mit Demut und Gelehrigkeit sein göttliches Wort anzunehmen.

In der tiefen Finsternis, die den Geist einer in Irrtümer versunkenen Menschheit umhüllt, bringt euch allein sein Wort das Licht der Wahrheit.

 

Laßt in der Welt die Verkündigung seines Evangeliums aufstrahlen.

 

Erfüllt die Aufgabe einer neuen Evangelisierung, die euch anvertraut wurde.

 

Bringt auch heute noch sein Wort den Armen, den Sündern, den Kranken, den Gefangenen, damit sie alle im Licht der Wahrheit wandeln können.

 

- Öffnet die Tore für Christus.

 

Öffnet die Tore eurer Seele, um ihn im Augenblick, da er sich euch unter den Gestalten der Eucharistie mitteilt, in würdiger Weise zu empfangen.

 

Es ist Jesus in seiner göttlichen Person, mit seinem verherrlichten Leib und seiner Gottheit, den ihr empfangt, wenn ihr zur Heiligen Kommunion hinzutretet.

 

Ihr müßt in euren Seelen eine Wohnung bereiten, die seiner würdig ist.

 

Darum fordere ich euch auf, die Sünde zu meiden, euch nicht von der Sünde in Besitz nehmen zu lassen, um immer in der Gnade und in der Gottesliebe zu leben.

 

1428

 

Solltet ihr je in eine Todsünde fallen, so ist vor dem Empfang der eucharistischen Kommunion die sakramentale Beichte notwendig.

 

Heute blutet mein Herz, wenn ich sehe, wie sich wegen der vielen, die Jesus in der Eucharistie im Stand der Todsünde empfangen, ohne vorher gebeichtet zu haben, die sakrilegischen Kommunionen immer mehr verbreiten.

 

Mögen eure Seelen also von Gnade und Heiligkeit erfüllt sein, damit ihr Jesus, wenn er sich euch im Sakrament seiner Liebe schenkt, würdig empfangt.

 

- Öffnet die Tore für Christus.

 

Öffnet die Tore eures Herzens, so daß ihr ihn mit der Kraft eurer Liebe empfangen könnt.

 

Jesus bringt euch zur Vollendung der Liebe.

 

Er liebt in euch. Durch euch gießt sich seine Liebe über alle aus.

 

Er will jede Person lieben, der ihr auf eurem Weg begegnet. Durch euch weitet sich seine göttliche Nächstenliebe aus, und so werdet ihr zu den Werkzeugen des Triumphes seiner barmherzigen Liebe.

 

- Öffnet die Tore für Christus.

 

Öffnet die Tore eures Lebens für Christus, wenn er im Glanz seiner Herrlichkeit wiederkommen wird.

 

Das christliche Leben soll immer auf diese Erwartung hin ausgerichtet sein.

 

Deshalb lade ich euch ein, im Vertrauen und in einer großen Hoffnung zu leben.

 

1429

 

Laßt euch mit kindlicher Hingabe auf den Armen eures himmlischen Vaters tragen.

 

Dann wird jeder Tag dieser schmerzlichen Zeit von euch in Heiterkeit und in Freude gelebt werden.

 

Denn die Leiden der gegenwärtigen Zeit sind nicht zu vergleichen mit der Herrlichkeit, die euch erwartet, wenn Christus offenbar wird und ihr ihn sehen werdet, wie er ist, im Lichtglanz seiner göttlichen Herrlichkeit«.

 

 

Dongo (Como), 24. Dezember 1997

Heilige Nacht

TRETET MIT MIR EIN

 

»Tretet mit mir ein, vielgeliebte Söhne, in die Grotte, wo in dieser heiligen Nacht mein göttliches Kind geboren wird.

 

Ihr Schmutz soll euch nicht stören; ihre Armut euch nicht abschrecken; ihre Einsamkeit betrübe euch nicht.

 

Sie ist für unsere Müdigkeit süße Hilfe; sie ist eine sichere Zuflucht für unsere Pilgerfahrt. Sie ist eine vom himmlischen Vater erwählte Wiege für die menschliche Geburt seines eingeborenen Sohnes.

 

Tretet mit mir ein in die Grotte, in Stillschweigen und in tiefer Anbetung.

 

Das ewige Wort des Vaters wird zu seinem menschlichen Dasein geboren; es wird in eine Futterkrippe gelegt; es wird von den Engeln verherrlicht, von den Hirten angebetet, gestärkt und geliebt von mir, seiner jungfräulichen Mutter und von meinem keuschesten Bräutigam Josef.

 

Begreift, vielgeliebte Söhne, wie sehr Gott die Welt geliebt hat, daß er seinen eigenen Sohn für sie dahingab.

 

Bewundert staunend die Krippe: der Sohn Gottes wählte, in Armut, in Niedrigkeit, in Einsamkeit, unter Schmerz und Weinen geboren zu werden.

 

Empfindet mit mir das tiefe Verlangen, ihn mit größter Dankbarkeit zu überhäufen. Erwärmt ihn mit dem Kuß eurer priesterlichen Liebe; bekleidet ihn mit den reinen Kleidern eurer Tugenden; trocknet seine Tränen mit dem kostbaren Linnen eurer Aufopferung. Betet ihn mit der Reinheit eures Gebetes zusammen mit den Hirten an. Drückt ihn, als euren einzigen und größten Schatz, an euer Herz.

 

- Tretet mit mir ein in diese dunkle Grotte, wenn ihr teilhaben wollt am Lichtglanz seiner göttlichen Wohnung.

 

- Tretet mit mir ein in die Fülle der Zeiten.

 

Diese heilige Nacht bringt die Zeit zu ihrer Fülle.

 

Zur Vorbereitung der menschlichen Geburt des Sohnes wurden die Zeiten von Gott geordnet.

Von Adam bis Noach; von Abraham bis David; von den Patriarchen bis zu den Propheten war die Zeit von einem langen und brennenden Warten auf sein Kommen gekennzeichnet.

 

In dieser heiligen Nacht erfüllt sich die Zeit des ersten Advents.

 

1431

 

 

 

Denn euch wird ein Kind geboren, der Immanuel, der Gott mit uns.

 

Der Sohn Gottes selber nimmt Anteil an der menschlichen Schwachheit, wie es sich in besonderer Weise bei seiner Geburt, bei seinem Heranwachsen, im Kindes-, Jugend und Mannesalter zeigt.

 

Er trägt die Last aller Schmerzen und bringt sich als das sanftmütige Lamm bei seinem blutigen Oper dar für eure Erlösung und für eure Rettung.

 

Die Menschheit wird erlöst, der Mensch wird gerettet. Die Zeit erreicht ihren Höhepunkt, wenn sich der kostbare Augenblick ihrer umfassenden Erlösung kundtut.

 

Mit dieser Nacht beginnt ein neuer Weg für die Menschheit, erleuchtet von der Hoffnung und von der Erwartung seines zweiten Kommens in Herrlichkeit.

 

- Tretet mit mir ein in die Fülle der Zeit, die erreicht sein wird, wenn Jesus wiederkommt im Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit.

 

Dieses sein erstes Kommen erreicht seinen vollen Sinn erst in seinem zweiten Kommen.

 

Diese Heilige Nacht ist hingeordnet auf den strahlenden Tag ohne Sonnenuntergang.

 

Mein göttliches Kind, das ihr jetzt in der Krippe bewundert, weint und zittert vor Kälte. Es wird eines Tages in der Vollmacht seiner göttlichen Herrlichkeit wiederkommen und die Zeit und die Geschichte zur Fülle bringen.

 

Indem er mit seiner göttlichen und herrlichen Gegenwart alles neu machen wird, werden die Zeit und die Geschichte ihre Erfüllung finden.

 

1432

 

Ihr erlebt das Geheimnis dieses zweiten Advents, das euch dazu vorbereitet, Jesus aufzunehmen, wenn er auf den Wolken des Himmels zu euch wiederkommen wird.

 

Erst dann wird der zweite Advent, den ihr soeben durchlebt, seine Erfüllung finden.

 

Dann wird die Zeit ihre Fülle erreichen.

 

Dann wird, im endgültigen und herrlichen Triumph ihres Sohnes Jesus, das Unbefleckte Herz eurer himmlischen Mutter triumphieren.

 

- Tretet mit mir ein in die Fülle der Zeit und bereitet euch darauf vor, das große Jubiläum zu leben, auf das euch mein Papst vorbereitet, indem er das unaussprechliche Licht der göttlichen und heiligsten Dreieinigkeit in die Welt ausstrahlt.«

 

 

Mailand, 31. Dezember 1997

Letzte Nacht des Jahres

ALLES IST EUCH ENTHÜLLT WORDEN

 

»Vielgeliebte Söhne, verbringt mit mir im Schweigen und im Gebet die letzten Stunden dieses nun zu Ende gehenden Jahres.

 

Verbringt sie nicht in Zerstreuung und Vergnügungen, wie so viele meiner Kinder.

 

Dieses Jahr war für meinen Plan besonders wichtig. Jetzt tretet ihr in meine Zeiten ein.

 

1433

 

Dazu habe ich euch einen lichtvollen Weg aufgezeigt, auf dem ihr alle gehen müßt, um die Weihe an mein Unbeflecktes Herz, die ihr vollzogen habt, zu leben.

 

Nun ist euch alles enthüllt worden.

 

- Alles ist euch enthüllt worden: Mein Plan ist euch prophetisch in Fatima angekündigt worden, und in diesen Jahren habe ich ihn durch meine Marianische Priesterbewegung verwirklicht.

 

Er ist euch in seiner langsamen Vorbereitung enthüllt worden.

 

Dieses euer Jahrhundert, das zu Ende geht, stand unter dem Zeichen einer starken Macht, die meinem Widersacher gewährt wurde.

 

So wurde die Menschheit durch den Irrtum des theoretischen und praktischen Materialismus verführt.

 

An Stelle Gottes wurden Götzen errichtet, die alle anbeten: das Vergnügen, das Geld, die Zerstreuung, die Macht, der Stolz und die Unkeuschheit.

 

Satan ist es wirklich gelungen, alle Nationen der Erde mit dem Becher der Wollust zu verführen.

 

An die Stelle der Liebe hat er den Haß treten lassen; an die Stelle der Gemeinschaft die Spaltung; an die Stelle der Gerechtigkeit die vielen Formen der Ungerechtigkeit und an die Stelle des Friedens einen ständigen Krieg.

 

Dieses Jahrhundert verlief tatsächlich ganz im Zeichen grausamer und blutiger Kriege, die Millionen von unschuldigen Opfern gefordert haben.

 

1434

 

Daher hat die Heiligste Dreieinigkeit verfügt, daß euer Jahrhundert unter das Zeichen meiner starken, mütterlichen und außergewöhnlichen Gegenwart gestellt wurde.

 

So habe ich in Fatima den Weg gewiesen, den die Menschheit für ihre Rückkehr zum Herrn gehen sollte: den Weg der Bekehrung, des Gebetes und der Buße.

 

Und ich habe euch mein Unbeflecktes Herz als sicheren Zufluchtsort angeboten.

 

- Alles ist euch enthüllt worden: Mein Plan wurde euch auch in seiner schmerzvollen Verwirklichung gezeigt.

 

Die Menschheit ist Satan und seiner großen Macht zum Opfer gefallen, die durch satanische und freimaurerische Kräfte ausgeübt wird. Meine Kirche ist von seinem Rauch verdunkelt worden, der in sie eingedrungen ist.

 

Irrtümer werden gelehrt und verbreitet, wodurch viele den wahren Glauben an Christus und an sein Evangelium verlieren. Das heilige Gesetz Gottes wird offen übertreten; die Sünde wird begangen und oft noch gerechtfertigt, und so geht das Licht der Gnade und der göttlichen Gegenwart verloren. Die Einheit wird durch die starke Auflehnung gegen das Lehramt, besonders gegen den Papst tiefgreifend verletzt, und die Wunde schmerzlicher Zerrissenheit weitet sich immer mehr aus.

 

Um der leidenden und gekreuzigten Kirche eurer Zeit meine mütterliche Hilfe und eine sichere Zuflucht zu gewähren, habe ich die Marianische Priesterbewegung ins Leben gerufen und sie überall auf der Erde durch dieses mein Buch verbreitet, das euch den Weg zeigt, den ihr gehen müßt, um mein Licht zu verbreiten.

 

1435

 

Mit diesem Buch lehre ich euch, die Weihe an mein Unbeflecktes Herz mit der Einfachheit der Kinder zu leben, im Geist der Demut, der Armut, des Vertrauens und der kindlichen Hingabe.

 

Es sind nunmehr fünfundzwanzig Jahre, daß ich euch mit den Worten führe, die ich zum Herzen dieses meines kleinen Sohnes gesprochen habe, den ich als Werkzeug zur Verwirklichung meines mütterlichen Planes erwählt habe.

 

In diesen Jahren habe ich selbst ihn mehrmals in alle Teile der Welt geführt, und er hat sich fügsam führen lassen, klein und ängstlich, aber gänzlich mir hingegeben wie ein kleines Kind auf dem Arm seiner Mutter.

 

Nun ist euch alles gesagt worden, was ich euch sagen sollte. Damit ist euch alles enthüllt worden.

 

So enden in dieser Nacht die öffentlichen Botschaften, die ich euch seit fünfundzwanzig Jahren gegeben habe: Nun müßt ihr sie betrachten, leben und in die Tat umsetzen.

 

Dann werden die Worte, die ich aus meinem Unbefleckten Herzen wie Tropfen himmlischen Taus auf die Wüste eures so bedrängten Lebens habe herabfallen lassen, Früchte der Gnade und der Heiligkeit hervorbringen.

 

Von nun an werde ich mich durch das Wort, die Person und das Wirken dieses meinen kleinen Sohnes kundtun, den ich erwählt habe, um euch Führer zu sein, und den ich nun zum schmerzvollen Höhepunkt seiner Sendung führe.

 

- Alles ist euch enthüllt worden: Mein Plan ist euch vor allem in seiner wundervollen und siegreichen Erfüllung vorausgesagt worden.

 

Ich habe euch den Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt angekündigt.

 

Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.

 

Das wird im größten Triumph Jesu geschehen, der sein glorreiches Königtum der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt errichten und alles neu machen wird.

 

Öffnet eure Herzen der Hoffnung.

 

Reißt die Tore weit auf für Christus, der in Herrlichkeit zu euch kommt.

 

Lebt die bange Stunde dieser zweiten Ankunft.

 

Werdet so mutige Verkünder dieses seines Triumphes, denn ihr kleinen, mir geweihten Kinder, die ihr in meinem Geist lebt, seid die Apostel dieser letzten Zeiten.

 

Lebt als treue Jünger Jesu in Geringschätzung euer selbst und der Welt in Armut und Demut, in Schweigen und Gebet, in Abtötung, Nächstenliebe und in Vereinigung mit Gott, wobei ihr von der Welt verkannt und verachtet werdet.

 

Die Stunde ist gekommen, aus eurer Verborgenheit herauszutreten, um die Erde zu erleuchten.

 

Zeigt euch allen als meine Kinder, denn ich bin immer mit euch.

 

Der Glaube sei das Licht, das euch in diesen Tagen der Dunkelheit erleuchtet, und allein der Eifer für die Ehre und die Verherrlichung meines Sohnes Jesus soll euch verzehren.

 

1437

 

 

 

Kämpft, ihr Kinder des Lichtes, denn die Stunde meiner Schlacht ist nun gekommen.

 

Im härtesten Winter seid ihr die Knospen, die aus meinem Unbefleckten Herzen hervorsprießen und die ich auf die Zweige der Kirche niederlege, um euch zu sagen, daß nun ihr schönster Frühling anbricht.

 

Es wird für sie das zweite Pfingsten sein.

 

Darum lade ich euch ein, in den Zönakeln oft das Gebet zu wiederholen, das ich von euch erbeten habe:

 

Komm, Heiliger Geist, komm durch die mächtige Fürsprache des
Unbefleckten Herzens Mariens, deiner so geliebten Braut!

(Auch bei Vassula findet man dieses Gebet)

 

Mit der Liebe einer Mutter, auf die ihr in diesen Jahren gehört habt, der ihr nachgefolgt seid und die von euch verherrlicht wurde, segne ich euch alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

1438


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