DonGobbi Einsprechungen

 

1996

IN MEINER SICHEREN

ZUFEUCHTSSTÄTTE

 

 

Mailand, 1.Januar 1996

Hochfest der Gottesmutter Maria

 

IN MEINER SICHEREN ZUFEUCHTSSTÄTTE

 

»Heute feiert ihr voll Freude das Fest meiner

göttlichen Mutterschaft, und mit kindlichem Vertrauen schaut ihr auf

mich und erfleht das große Geschenk des Friedens für die Kirche und die

ganze Menschheit.

 

Ich bin die Königin des Friedens.

 

Vom himmlischen Vater wurde ich dazu ausersehen, die Mutter seines Eingeborenen

Sohnes zu werden, der geboren wurde, um der ganzen Menschheit das

kostbare Gut des Friedens zu bringen.

 

Mein göttliches Kind, das in der

Armut einer Höhle geboren und in eine Futterkrippe gelegt wird, ist

selbst der Friede:

 

- der Friede zwischen Gott und der von ihm erlösten

und zu einer neuen Liebes- und Lebensgemeinschaft mit ihrem Herrn

geführten Menschheit;

 

- der Friede unter den Menschen, die alle Brüder

und Schwestern geworden sind, weil sie nun als Kinder Gottes Anteil an

seinen Gaben haben und Glieder derselben Familie sind.

 

Mein Sohn hat

gewollt, daß ich auch eure Mutter sei; so bin ich die Mutter der von ihm

erlösten und geretteten Menschheit geworden.

 

Es ist meine Aufgabe als

Mutter, im Verlauf der Geschichte die Geschicke aller meiner Kinder zu

begleiten. Insbesondere bin ich die Mutter jener, die durch das Sakrament der Taufe und die Gaben des Glaubens und der Gnade zutiefst in das Leben Jesu selbst eingegliedert werden, seinen mystischen Leib bilden und Teil seiner Kirche sind.

 

1309

 

Ich bin die Mutter der Kirche.

 Es ist meine mütterliche Aufgabe, die

Geschicke der Kirche im Laufe ihrer Geschichte zu begleiten.

 

Und in allen Wechselfällen ihrer schmerzensreichen Pilgerschaft habe ich der

Kirche immer die sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten

Herzens gewährt. Mein Unbeflecktes Herz birgt all meine

jungfräuliche und mütterliche Liebe für euch.

 

Mein Unbeflecktes Herz

öffnet sich, um euch Hilfe, Trost und Schutz zu gewähren.

 

Mein Unbeflecktes Herz wird für einen jeden von euch zur sichersten

Zufluchtsstätte und zum Weg, der euch zum Gott des Heiles und des

Friedens führt.

 

Zu Beginn dieses neuen Jahres, das voll bedeutender

und schmerzlicher Ereignisse für diese arme Menschheit ist, die sich

nunmehr in der Gewalt der entfesselten Mächte des Bösen befindet,

lade ich nochmals alle ein, in die sichere Zufluchtsstätte meines

Unbefleckten Herzens einzutreten.

 

- In meine sichere Zufluchtsstätte

treten jene ein, die berufen sind, für den Herrn ein blutiges Zeugnis

abzulegen. Angefangen vom Erzmartyrer Stephanus, den ich nach

seinem Tode in meine mütterlichen Arme genommen habe, bis zu

jenen, die auch heute noch ihr Leben hingeben, tritt die große Schar

der Märtyrer in die Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens ein,

um neue Kraft und Mut in der Stunde ihrer Hingabe zu empfangen. -

 

- In meiner sicheren Zufluchtsstätte versammelt sich die unzählbare

Schar der Bekenner des Glaubens, um Erleuchtung und den Geist der

Weisheit zu empfangen, der

 

1310

 

sie befähigt, das Evangelium zu verstehen, zu leben und allen zu

verkündigen.

 

- In meiner sicheren Zufluchtsstätte wird das strahlende

Heer der Jungfrauen herangebildet, wo es von meiner jungfräulichen

Mutterschaft lernt, nur für Jesus zu leben, den sie zum einzigen

Bräutigam ihres Lebens erwählt haben, und - bekleidet mit seinem

unbefleckten Eicht - folgen sie dem Lamm, wohin immer es geht.

 

- In meiner sicheren Zufluchtsstätte suchen jene Zuflucht und Schutz, die

berufen sind, sich dem Herrn zu weihen, indem sie ihm auf dem Weg

der evangelischen Räte folgen. Ich selbst werde diese duftenden,

kostbaren Blumen pflegen, die im Garten meines Unbefleckten

Herzens wachsen.

 

- In meiner sicheren Zufluchtsstätte bilde ich mit

Sorgfalt und Umsicht alle mir von Jesus anvertrauten Priester her-an,

die ich ganz besonders liebe. Hier werden sie von mir getröstet,

ermutigt und befähigt, Jesus zu folgen, ihn nachzuahmen und ihn in

ihrem ganzen Leben sichtbar werden zu lassen.

 

- In meiner sicheren Zufluchtsstätte suchen die christlichen Familien Schutz und

Geborgenheit, um vor so vielen Gefahren und vor den schrecklichen

Übeln, die sie bedrohen, beschützt zu sein.

 

- In meine sichere Zufluchtsstätte rufe ich die Kinder, damit sie die Atmosphäre der

Reinheit und des Gebetes at-men; die Jugendlichen, damit ihnen

geholfen wird, in der Gnade, in der Liebe und der Heiligkeit zu

wachsen; die

 

1311

 

Sünder, damit sie Barmherzigkeit und Verzeihung finden; die

Kranken, damit sie die Gesundheit erlangen; die Sterbenden, damit

sie von der Erde durch die himmlische Pforte meines Unbefleckten

Herzens ins Paradies eintreten können.

 

- In meine sichere Zufluchtsstätte müßt vor allem ihr, meine Kinder, euch alle begeben,

damit ich euch jetzt, da ihr in die abschließende Zeit der Reinigung

und der großen Drangsal eintretet, verteidigen und beschützen kann.

 

Nun werden die Ereignisse in rascher Folge ihrer Vollendung

entgegengehen.

 

Meine Geheimnisse werden euch von den Ereignissen

selbst enthüllt, die zu erleben ihr berufen seid.

 

Weil ich mit mütterlicher Besorgnis all das sehe, was euch nun erwartet, lade ich

die Kirche und die ganze Menschheit nochmals ein, in die sichere

Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens einzutreten.

 

Dort allein werdet ihr von mir selbst beschützt und getröstet. Dort allein werdet

ihr den Frieden finden und voll Freude die lichtvolle Schwelle der

Hoffnung überschreiten. Denn in der sicheren Zufluchtsstätte meines

Unbefleckten Herzens, das euch die Heiligste Dreieinigkeit in diesen

letzten Zeiten als Arche des Heiles anbietet, könnt ihr in Vertrauen

und Gebet die Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit erwarten, der sein

Reich in der Welt errichten und alles neu machen wird.

 

In der Erwartung der Erfüllung der seligen Hoffnung auf das glorreiche

Kommen meines Sohnes Jesus segne ich zu

 

1312

 

Beginn dieses neuen Jahres euch alle im Namen des Vaters und des

Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

 

Mailand, 19. Januar 1996

Vorabend meiner Reise in dreizehn LänderLateinamerikas

 

EIN WERK DER LIEBE UND BARMHERZIGKEIT

 

»Mein vielgeliebter Sohn, du stehst wieder am Vorabend einer langen,

schweren und anstrengenden Reise, die du auf meine Bitte hin in

dreizehn Länder Lateinamerikas unternimmst, um eine große Anzahl

meiner Kinder in die sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten

Herzens zu führen.

 

Fürchte dich nicht, denn ich bin immer bei dir.

 

Ich führe dich bei jedem Schritt auf diesem deinem Weg, und ich trage dich

auf meinen Armen. Dort wirst du den Trost und die Ruhe finden, die die

himmlische Mutter für dich bereitet hat. Ich habe es eilig und muß so

schnell wie möglich mein großes Werk der Liebe und Barmherzigkeit

vollenden.

 

- Es ist mein großes Werk der Liebe, weil ich durch dieses

Werk allen die Hilfe anbiete, die die himmlische Mutter euch schenken

möchte, damit ihr die unaussprechlichen Leiden dieser letzten Zeiten

ertragen könnt.

 

Die Hilfe, die ich euch mit meiner Marianischen Priester-bewegung anbiete, ist mein Unbeflecktes Herz.

 

Mein Unbeflecktes Herz ist der kostbare Garten, der alle Liebe enthält, die eure himmlische

Mutter zu ihren Kindern hat.

 

1313

 

In mein Unbeflecktes Herz müßt ihr alle eintreten, um die Stärke und

Zärtlichkeit meiner mütterlichen Liebe verspüren zu können.

 

Durch eure Weihe an mein Unbeflecktes Herz tretet ihr ein in die sichere

Zufluchtsstätte, die die himmlische Mutter für euch in den

schmerzensreichen Stunden der großen Drangsal geschaffen hat.

 

Durch die Stimme dieses meines kleinen Sohnes, den ich abermals an

weit entfernte Orte führe, lade ich alle Bischöfe, Priester und

Gläubigen ein, sich meinem Unbefleckten Herzen zu weihen.

 

So tut ihr das, worum ich euch in Fatima für die Rettung dieser armen

Menschheit gebeten habe, die unter der Last ihrer hartnäckigen

Ablehnung Gottes daniederliegt und unter der finsteren

Sklavenherrschaft Satans seufzt, der den Gipfel seiner Macht erreicht

hat.

 

Wie könnt ihr euch in den schmerzlichen Stunden der großen
Prüfung schützen, die nunmehr für die Kirche und für die Menschheit

gekommen ist?

 

Wo könnt ihr Zuflucht finden in dem schrecklichen

Sturm, der Himmel und Erde erschüttert wegen des Hasses, der sich

verbreitet, wegen der immer hemmungsloseren Anwendung von

Gewalt, wegen des Bösen, das man tut, wegen der Sünde, die

verherrlicht wird, wegen der Unreinheit, die die ganze Welt

überflutet?

 

Alle seid ihr berufen, Hilfe und Schutz im himmlischen

Garten meiner mütterlichen Liebe zu finden.

 

Deshalb wird die Kirche

und die Welt immer klarer erkennen, daß mein Unbeflecktes Herz

die sichere Zufluchtsstätte ist, die die Heiligste Dreieinigkeit für die

Stunde, in der die Gerechtigkeit sich in ihrer ganzen göttlichen

Macht zeigen wird, zu eurem Heil vorbereitet hat.

 

1314

 

- Es ist mein großes Werk der Barmherzigkeit, denn die barmherzige

Liebe Jesu möchte sich euch auf dem mütterlichen Weg meines

Unbefleckten Herzens offenbaren. Mir ist von Jesus die Aufgabe

anvertraut, auf die Suche nach meinen verirrten Kindern zu gehen, die

Sünder auf den Weg des Guten und die Fernstehenden zum Herrn zu

führen, den Kranken Heilung, den Verzweifelten Vertrauen, den

Bedrängten Erleichterung und den Verlorenen das Heil zu bringen.

 

Ich bin die Mutter der Liebe und der Barmherzigkeit.

 

In der Stunde, da die Welt vom Bösen befreit und die Erde durch die schmerzliche Prüfung,

die euch auf vielerlei Weise schon vorausgesagt wurde, gereinigt sein

wird, wird mein Unbeflecktes Herz der Ort sein, wo alle sehen werden,

wie sich das größte Wunder der göttlichen Barmherzigkeit vollzieht.

 

So wird der Heilige Geist sein zweites Pfingsten der Gnade und des Feuers

über die Welt ausgießen, um Kirche und Menschheit auf die

Wiederkunft Jesu im Glänze seiner göttlichen Herrlichkeit

vorzubereiten, bei der er alles neu machen wird.

 

Verstehe also, mein kleiner Sohn, den großen Plan, den ich mit dir habe!

 

Gehe mit Vertrauen und Freude deinen mühevollen Weg, und setze dich in jedem

Augenblick für mein großes Werk der Liebe und Barmherzigkeit ein.

 

Auch wenn du Last und Mühe der Reise jetzt mehr verspürst, so wirst

du doch wie noch nie den Triumph deiner himmlischen Mutter erleben,

die immer an deiner Seite ist und dich jeden Schritt geleitet.

 

1315

 

Außergewöhnliche Gnaden werden auf meine Kinder herabkommen,

die an den Zönakeln teilnehmen, und alle werden besondere Zeichen

meiner Liebe und meiner mütterlichen Gegenwart erhalten.

 

Meine Engel des Lichtes tragen dich jeden Augenblick und verteidigen dich

gegen alle heimtückischen Nachstellungen, die mein Widersacher dir

bereitet.

 

Und du wirst überall mit Rührung und Freude den Triumph

meines Unbefleckten Herzens im Herzen und im Leben meiner kleinen

Kinder schauen, die mir mit Ja antworten und die von mir berufen sind,

an diesem meinem großen Werk der Liebe und Barmherzigkeit

teilzuhaben

 

 

San Salvador (El Salvador), 24. Januar 1996

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit den Bischöfen und Priestern der MPB

Lateinamerikas

 

GEHT IN MEINEM NAMEN

 

»Mit welcher Liebe heiße ich euch in diesem Zönakel willkommen, ihr Bischöfe und

Priester meiner Bewegung, die ihr aus so vielen Nationen

Lateinamerikas gekommen seid, diesem Kontinent, der von meinem

Widersacher so angegriffen, von eurer himmlischen Mutter jedoch so

geliebt und beschützt wird.

 

Ich vereinige mich immer mit eurem

Gebet; ich helfe euch, in der gegenseitigen Liebe zu wachsen; ich tröste

euch in euren zahlreichen Leiden und trage mit euch die Last eures

schwierigen Dienstes.

 

In diesen Tagen erwirke ich euch die Gabe des

Heiligen Geistes, der auf dieses Zönakel herabkommt, wie er auf jenes

in Jerusalem herabkam.

 

1316

 

Und der Heilige Geist wird die Herzen und Seelen für das Verständnis der

wichtigen und besonderen Sendung öffnen, die ich euch anvertraue.

 

- Geht in meinem Namen auf die Straßen dieses Kontinentes, und bringt

allen das Licht meiner mütterlichen, barmherzigen Gegenwart.

 

- Geht in meinem Namen, und sucht meine auf den schmerzvollen Straßen der

Sünde und des Bösen verirrten Kinder. Seht, wie eure Gesellschaft wieder

heidnisch geworden ist, ein Opfer des Materialismus, einer verbissenen

Vergnügungssucht, eines zügellosen Egoismus, der Gewalt, der

Ungerechtigkeit und der Unreinheit.

 

Wie viele meiner Kinder leiden und tragen schwer an der Last dieser Herzenshärte,
die die Erde zu einer unermeßlichen Wüste ohne Liebe macht.

 

 - Geht in meinem Namen, und

bringt allen die Zärtlichkeit meiner mütterlichen Liebe. Sucht die

Verirrten, stützt die Schwachen, führt die Verunsicherten, vergebt den

Sündern, widmet euch den Fernstehenden, heilt die Kranken, schenkt eure

priesterliche Hilfe den Armen und Kleinen, neigt euch herab, und gießt

Balsam auf die offenen Wunden der Zerschlagenen und der Opfer von

Gewalt und Haß, nehmt sie auf eure Arme, und bringt sie alle in die sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens.

 

 - Geht in meinem Namen, und bringt meinen mütterlichen Trost der Kirche, die hier so

leidet und dem Kalvarienberg ihrer Hinopferung entgegengeht. Mein

Widersacher hat sie in diesen Jahren schwer getroffen, indem er Hirten

und Herde geschlagen hat.

 

1317

 

Wie viele Schmerzen hat die Kirche in euren Ländern ertragen,

wieviel Abtrünnigkeit mußte sie erdulden, welche Bitterkeit hat sie aus

dem Kelch ihrer täglichen Treue zu Christus und seinem Evangelium

getrunken.

 

Ich stand ihr immer zur Seite wie unter dem Kreuz mei-

nem Sohn Jesus, und auf diesem Weg der Schmerzen hat die Kirche in

Lateinamerika den Trost und die Hilfe eurer himmlischen Mutter

erfahren.

 

Deshalb hat in euren Ländern die mir dargebrachte Ver-

ehrung niemals abgenommen; sie ist vielmehr von Tag zu Tag überall

stärker und größer geworden.

 

So kommt es, daß ich hier besonders

geliebt und verherrlicht werde und daß Lateinamerika im Garten

meines Un-befleckten Herzens einen bevorzugten Platz einnimmt. -

 

 

-Geht in meinem Namen, und bringt das Licht meines Glaubens, meine

Einladung zur Hoffnung und die Glut meiner Liebe zu denen, die

eurem priesterlichen Dienst anvertraut sind.

 

Meine vielgeliebten Söhne, schreitet mutig voran auf dem schmerzvollen Weg dieser

letzten Zeiten. Ich bin immer bei euch. Fühlt euch nicht verlassen.

Auch wenn ihr das Kreuz des Unverständnisses, der Verlassenheit und

des Widerspruchs tragen müßt, so werde ich immer an eurer Seite sein.

 

Ich bin bei euch in jedem Augenblick und helfe euch, das Kreuz zu

tragen, das der Herr von euch zur Rettung de-rer verlangt, die euch

anvertraut sind.

 

In der sicheren Zufluchtsstätte meines Unbefleckten

Herzens werdet ihr euren Frieden finden und jene Freude verkosten,

die nur Jesus euch geben kann.

 

Verlaßt dieses Zönakel als Apostel

meiner Bewegung in ganz Lateinamerika. Verbreitet überall die

Zönakel, die ich von euch erbitte: unter den Priestern, den Kindern,

den

 

1318

 

Jugendlichen und besonders in den Familien, damit sie vor den großen

Gefahren, die sie bedrohen, beschützt und verteidigt werden.

 

Dann werdet ihr zu kostbaren Werkzeugen des Triumphes meines

Unbefleckten Herzens und verspürt mit Freuden den Trost meiner

mütterlichen Gegenwart.

 

Mit euren Lieben und mit jenen, die eurem

Dienst anvertraut sind, segne ich euch im Namen des Vaters und des

Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

 

Managua (Nicaragua), 2. Februar 1996

Darstellung des Jesuskindes im Tempel IM GEISTEICHEN TEMPEL

 

IM GEISTLICHEN TEMPEL

»Mein kleiner Sohn, du befindest dich in dieser von meinem

Widersacher bedrängten und geschlagenen, von eurer himmlischen

Mutter aber geliebten und in der sicheren Zufluchtsstätte ihres

Unbefleckten Herzens geborgenen Nation.

 

Ich habe ihr die Gnade der

Befreiung von der kommunistischen Sklaverei und das kostbare

Geschenk des Friedens erwirkt.

 

Auch die hier lebende und leidende

Kirche hat das Kreuz der Verfolgung und des Verrates einiger ihrer

Kinder tragen müssen.

 

Doch weil sie meinem Unbefleckten Herzen

geweiht worden ist, bin ich zu ihrer Verteidigung und zu ihrem Schutz

eingeschritten. - In den geistlichen Tempel meines Unbefleckten Herzens

müssen nun die Kirche und die ganze Menschheit eintreten.

 

1319

 

- In diesem geistlichen Tempel führe ich die Kirche zur

vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit.

 

In ihr - der Kirche - betrachtet sich der himmlische Vater mit Wohlgefallen;

m ihr möchte Jesus wiederum leben, um dem Vater die volle

Zustimmung zu seinem Willen zu geben; in sie ergießt sich der

Heilige Geist, um in ihr die Fülle seines göttlichen Glanzes

widerzuspiegeln.

 

Deshalb reinige ich die Kirche und führe sie auf den

Weg nach Kalvaria, wo sie noch ihr volles Zeugnis für meinen Sohn

Jesus geben wird.

 

- In diesen geistlichen Tempel bringe ich die ganze

Gott so ferne Menschheit, die vom Irrtum verführt und vom Bösen,

von entfesselten Leidenschaften und der Sünde versklavt, nunmehr

unfähig ist zu lieben.

 

Über sie hat Satan nun seine Herrschaft errichtet.

 

Im geistlichen Tempel meines Unbefleckten Herzens be-

reite ich die volle Rückkehr der Menschheit zum Herrn auf dem Weg

der Bekehrung und der Buße, der Änderung des Herzens und des

Lebens vor.

 

- In diesem geistlichen Tempel mache ich aus allen

Völkern eine einzige Familie. So bereite ich die neuen Zeiten einer

universalen Befriedung der Völker, um sie so bereit zu machen, den

Herrn Jesus aufzunehmen, der nun im Glanz seiner göttlichen

Herrlichkeit wiederkehren wird. Macht euch bereit, ihn aufzunehmen.

Deshalb lade ich alle Nationen der Erde ein, die Pforten für Jesus

Christus, der kommt, weit zu öffnen.

 

- In diesen geistlichen Tempel

bringe ich auf meinen Ar-men alle meine kleinen Kinder, die sich

durch ihren Akt

 

1320

 

der Weihe an mein Unbeflecktes Herz mir völlig anvertraut haben.

 

Sie erfahren die Sicherheit, in den Armen der Mutter zu ruhen, und die

Mutter ist voll Freude, daß sie von ihren Kindern geliebt und

verherrlicht wird.

 

Die Stunde meines und eures Triumphes ist gekommen.

 

Deshalb lade ich euch alle ein, in die sichere Zufluchts-

stätte zu eilen, die die himmlische Mutter in den letzten Zeiten der

großen Drangsal euch bereitet hat.

 

Hier in meinen Armen werdet ihr

getröstet werden. Wie eine Mutter ihr Kind liebkost, so will ich euch

liebkosen. Denn im geistlichen Tempel meines Unbefleckten Herzens

habe ich euch schon den Altar bereitet, auf dem auch ihr für das Heil der

Welt geopfert werdet

 

 

Cuzco (Peru), 22. Februar 1996

Fest der Kathedra des hl. Petrus

 

DIE MÄCHTE DER HÖLLE WERDEN SIE NICHT ÜBERWÄETIGEN

 

»Mein kleiner Sohn, wie mühevoll ist doch diese Reise in dreizehn Eänder und zweiundfünfzig

Städte, um die ich dich bitte, um außergewöhnliche Zönakel mit den

Prie-stern und Gläubigen meiner Bewegung zu halten.

 

Heute weilst du hier in dieser fast viertausend Meter hoch gelegenen Stadt,
inmitten der großen Bergkette der peruanischen Anden.

 

Mit einem großen Zönakel im Stadion feiert ihr das Fest der Kathedra des hl. Petrus.

 

Jesus hat seine Kirche auf den sicheren Felsen des Apostels Petrus gegründet.

 

1321

 

Jesus hat dem Petrus die Aufgabe anvertraut, Fundament der Kirche

zu sein und ihre ganze Wahrheit zu bewahren. Für Petrus hat Jesus

gebetet, daß sein Glaube im Verlauf der ganzen Geschichte der

Menschheit nicht wanke. Petrus hat er die sichere Verheißung ihres

Sieges gegeben: die Mächte der Hölle werden sie nicht überwältigen.

 

- Die Mächte der Hölle werden sie nicht überwältigen. Die Petrus

anvertraute Aufgabe wird auf seine Nachfolger übertragen.

 

So wird der Papst heute zum Fundament, auf dem die Kirche steht, zum

Zentrum, dem sich ihre Liebe zuwendet, und zur Garantie für die

immerwährende Reinerhaltung des Glaubensgutes.

 

- Die Mächte der Hölle werden sie nicht überwältigen, obwohl Satan gegen sie wütet,

indem er Zwietracht und Schismen verursacht, tiefe Risse, die die

Einheit der Kirche, des mystischen Leibes meines Sohnes Jesus,

zerstört haben.

 

All die verschiedenen christlichen Konfessionen, die

sich im Laufe der Jahrhunderte von der katholischen Kirche getrennt

haben, bedeuten einen Sieg des Widersachers über die von Christus

gewollte und so glühend vom Vater erflehte Einheit der Kirche.

 

Nun bemüht man sich, all diese Irrtümer auf dem Wege der

Wiederversöhnung und des Ökumenismus zu beseitigen. Doch die

Wiederzusammenfügung aller christlichen Konfessionen in der

katholischen Kirche kommt erst mit dem Triumph meines

Unbefleckten Herzens in der Welt.

 

- Die Mächte der Hölle werden sie nicht überwältigen, auch wenn mein Widersacher gegen euch wütet

um zu bewirken, daß ihr das Band der Liebe zerreißt.

 

1322

 

Deshalb greift er so heftig den Papst an, der dem gesamten Liebesbund

der Kirche vorsteht. Und so ist es zu einer Spaltung in der Kirche selbst

gekommen. Vor allem durch die Spaltung, bei der sich oft Bischöfe

gegen Bischöfe, Priester gegen Priester und Gläubige gegen Gläubige

stellen, ist es Satan gelungen, seinen Triumph zu feiern.

 

Aber die Mächte der Hölle werden sie nicht überwältigen, weil die Kirche nach der

schmerzvollen Zeit der Reinigung und großen Drangsal in ihrem ganzen

Licht der Liebe, der Einheit und der Heiligkeit erstrahlen wird.

 

Und dies wird eine der größten Wohltaten sein, die meine Mutterliebe der Kirche

erweisen wird.

 

 - Die Mächte der Hölle werden sie nicht überwältigen,

auch wenn man heute so weit gekommen ist, dem Papst zu

widersprechen, sich ihm offen zu widersetzen und sein Lehramt

abzulehnen. So verbreiten sich die Irrtümer, die viele vom wahren

Glauben abbringen, und so greifen die Sekten um sich, die so viele

Kinder der Kirche an sich ziehen. In Lateinamerika bedeutet - wie

nirgendwo sonst -die große Verbreitung der Sekten einen Sieg der

Mächte der Hölle, die scheinbar die Oberhand gewonnen haben. Ich aber

rufe alle meine Söhne zu größter Treue zur katholischen Kirche auf; ich

teile ihnen die Liebe zur Kirche mit, den Eifer für ihre Einheit, die

Leidenschaft für ihre Heiligkeit und die Kraft für ihre Evangelisierung.

 

Und so vereitle ich durch jene, die sich meinem Unbefleckten Herzen

weihen, alle Anstrengungen, die Satan unternimmt, um so viele meiner

Kinder der einzigen von meinem Sohn Jesus gestifteten Kirche zu

entreißen.

 

Und durch mein außerordentliches mütterliches Eingreifen

werden die Mächte der Hölle nicht erneut die Vorherrschaft erringen.

 

1323

 

Die Macht Christi wird offenbar, wenn er sein Reich der

Herrlichkeit in der Kirche errichten wird; dann werden al-le Mächte

der Hölle gefesselt werden, so daß sie der Welt nicht weiter schaden

können. Dann kann die heilige Kirche Gottes auf alle Völker der

Erde den herrlichen Glanz ihrer Wahrheit und Heiligkeit

ausstrahlen

 

 

Montevideo (Uruguay), 7. März 1996

 

DIE AUFGABE, DIE ICH DIR ANVERTRAUT HABE


»Setze diese deine so mühevolle

Reise fort, um in zahlreichen Städten dieses Kontinentes

Lateinamerika, wo die himmlische Mutter geliebt und immer mehr

verherrlicht wird, Zönakel zu halten. Sieh, wie der Triumph meines

Unbefleckten Herzens hier wunderbare Wirklichkeit wird. Was du

vollbringst, ist menschlich unmöglich; ich stütze und führe dich; ich

gebe dir Kraft und Ermutigung, denn die Zeiten meines Tri-

umphes sind gekommen, und du mußt die Aufgabe, die ich dir

aufgetragen habe, alle in die sichere Zufluchtsstätte meines

Unbefleckten Herzens zu führen, erfüllen.

 

 - Die Aufgabe, die ich dir anvertraut habe, besteht darin, die Kinder in meinen

mütterlichen Garten zu bringen, denn sie sind vielen Gefahren

ausgesetzt, häufiger Gewalttätigkeit ausgeliefert, unterwegs auf

den schmerzvollen Straßen der Sünde und der Unreinheit. Diese

entartete und böse Generation stellt jeden Tag diesen Kleinen nach,

die Jesus im Hort seiner göttlichen Lie-

 

1324

 

be beschützt und denen er die Geheimnisse seines Himmlischen Vaters

offenbart.

 

 - Die Aufgabe, die ich dir anvertraut habe, besteht darin, die

Jugendlichen zur Weihe an mein Unbeflecktes Herz zu führen, um sie

der großen Gefahr zu entreißen, sich von Jesus und von mir zu

entfernen. Wie verführt doch die verdorbene Welt, in der ihr lebt, die

jungen Menschen, indem sie ihnen das vergiftete Brot der Sünde und

des Bösen, der Vergnügungen und der Unreinheit, der Aus-

schweifungen und der Droge anbietet! Ich führe die Jugendlichen in

die sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens, damit sie -

vor allen Gefahren beschützt und von mir verteidigt - auf dem Weg der

Liebe und der Heiligkeit, der Abtötung und Reinheit, der Buße und des

Gebetes geformt und geführt werden.

So bilde ich mir die Schar meiner Jugendlichen heran, die berufen sind, in die neuen

Zeiten einzutreten, die die himmlische Mutter für die Kirche und für die ganze Menschheit

vorbereitet.

 

 - Die Aufgabe, die ich dir anvertraut habe, besteht darin, die

christlichen Familien in den lichten Hort meines Unbefleckten Herzens

zu führen, damit ich ihnen helfe, in Einheit und Treue, im Gebet und in

der Liebe zu leben, bereit für das Geschenk des Lebens, das immer

angenommen, beschützt und sorgsam gehütet werden muß. - Die

Aufgabe, die ich dir anvertraut habe, besteht darin, die Priester, die die

Söhne meiner mütterlichen Vorliebe sind, in die sichere Zufluchtsstätte

meines Unbefleckten Herzens zu führen, damit sie von mir getröstet

und er-mutigt werden und damit ich ihnen helfen kann, eifrige

 

1325

 

Diener Jesu zu werden, den sie in ihrem Leben abermals leben und

den sie in seinem Evangelium getreu verkünden sollen.

 

- Die Aufgabe, die ich dir anvertraut habe, besteht darin, diesen ganzen

großen Kontinent Lateinamerika, der mir gehört und den ich mit

mütterlicher Eifersucht hüte, in mein Unbeflecktes Herz zu führen.

 

Gehe noch für kurze Zeit, mein kleines Kind, auf allen Straßen der

Welt zu so fernen Völkern und Nationen, zu denen ich dich mit Liebe

und Freude führe. Nun mußt du in die zweite Phase deines Lebens

eintreten und dich vorbereiten, das zu leben, was ich Großes an Lie-be

und Schmerz von dir verlange, damit deine Sendung sich vollende

und du so die Aufgabe, die ich dir anvertraut habe, zu Ende führen

kannst

 

 

San Luis (Argentinien), 19. März 1996

Hochfest des hl. Josef

 

BESCHÜTZER UND VERTEIDIGER


»Heute beendest du deine Reise durch ganz Argentinien mit einem großen

Zönakel mit den Priestern und so vielen Seminaristen meiner

Bewegung.

 

So feiert ihr das liturgische Hochfest meines keuschesten

Bräutigams Josef.

 

Du hast gesehen, wie ich in dieser großen Nation

von so vielen meiner Kinder geliebt und verherrlicht werde. Dieses

Land wird von mir besonders geliebt und beschützt, und ich forme es

in der sicheren Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens mit

besonderer Sorgfalt.

 

1326

 

Ich wünsche, daß sich hier meine Marianische Priesterbewegung noch

mehr verbreitet. Ich bitte darum, daß sich überall die Familienzönakel

vervielfältigen, die ich euch als mächtige Hilfe anbiete, um die

christliche Familie aus den großen Gefahren zu erretten, die sie

bedrohen. Ver-traut euch dem mächtigen Schutz meines keuschesten

Bräutigams Josef an. Ahmt sein tätiges Schweigen, sein Gebet, seine

Demut, sein Vertrauen und seine Arbeitsam-keit nach. Auch in euch

finde sich sein fügsames und kost-bares Mitwirken mit dem Plan des

himmlischen Vaters, wodurch er seinem göttlichen Sohn Jesus Hilfe und

Schutz, Liebe und Unterstützung bot. Vertraut ihm jetzt, da ihr in die

schmerzvollen und entscheidenden Zeiten eintretet, auch meine

Bewegung an.

 

Er ist der Beschützer und Verteidiger dieses meines Wer-

kes der Liebe und Barmherzigkeit:

 

Beschützer und Verteidiger in den schmerzlichen Ereignissen, die euch erwarten;

 

Beschützer und Verteidiger gegen die vielen hinterhältigen und gefährlichen

Nachstellungen, die euch mein und euer Widersacher immer häufiger

bereitet;

 

Beschützer und Verteidiger in den Augenblicken der großen

Prüfung, die euch nun in den letzten Zeiten der Reinigung und der

großen Drangsal erwartet.

 

Während ich dieser Nation Argentinien für

die Huldigung der Liebe und der Gebete, die ich überall empfing,

meinen Dank ausspreche, segne ich euch mit Jesus und meinem

keuschesten Bräutigam Josef im Namen des Va-ters und des Sohnes und

des Heiligen Geistes.«

 

1327

 

 

Capoliveri (Livorno), 4. April 1996

Gründonnerstag

 

DER KELCH DES TROSTES

»Vielgeliebte Söhne, lebt diesen Gründonnerstag in der sicheren Zufluchtsstätte meines

Unbefleckten Herzens.

 

Es ist euer Fest. Es ist euer Pascha.

 

Versammelt um die Bischöfe erneuert ihr heute die Verpflichtungen

und die Versprechen, die ihr am Tage eurer Priesterweihe auf euch

genommen habt. Und ihr erinnert euch in Freude und Dankbarkeit der

Einsetzung des neuen Priestertums und des neuen Opfers beim Letzten

Abendmahl.

 

Es ist das Abendmahl der Liebe: 'Jesus, der die Seinen

liebte, die in der Welt waren, liebte sie bis zur Vollendung' (Joh.

13,1).

 

Es ist das Abendmahl der Einsetzung des Sakramentes der

Liebe: 'Jesus nahm das Brot, segnete es, brach es und gab es seinen

Jüngern mit den Worten: 'Nehmt hin und eßt: Das ist mein Leib. Dann

nahm er einen Kelch, sagte Dank und reichte ihn den Jüngern mit den

Worten: Trinket alle daraus, denn das ist mein Blut, das für viele

vergossen wird zur Vergebung der Sünden' (Mt. 26, 26-28).

 

Es ist das Abendmahl des neuen Gebotes der Liebe: 'Ein neues Gebot gebe ich

euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr

einander lieben' (Joh. 13,34). Es ist das Abendmahl eines aus Liebe

erwiesenen Dienstes: 'Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die

Füße gewaschen habe, dann sollt auch ihr einander die Füße waschen'

(Joh.13,14).

 

Aber es ist auch das Abendmahl, das in das schmerzliche

Geheimnis seines Leidens mündet. Und so kommt der Augenblick

seines Todeskampfes in Getsemani, des Blut-

 

1328

 

Schweißes, der Tränen und der Todesangst, der Augen-blick, da er von

den Jüngern verlassen, von Petrus ver-leugnet und von Judas verraten

wird.

 

Vielgeliebte Söhne, durchlebt die Schmerzensstunden von

Getsemani in meinem Unbefleckten Herzen.

 

Wie gerne wollte ich an Jesu Seite sein, um ihn in den Augenblicken seines inneren

Todeskampfes zu trösten, doch die Abwesenheit der Mutter war vom

himmlischen Vater verfügt, damit der Todeskampf des Sohnes noch

schmerzvoller wäre.

 

Seht Jesus, beladen mit allen Sünden der Welt;

auf seinem geschwächten Leib lasten die Auflehnungen, die Gewalt-

taten, die Ungerechtigkeiten, die Unreinheit und alle Bos-heit der

Menschen.

 

Er fühlt sich zerdrückt von der Kelter der göttlichen Ge-

rechtigkeit, und aus seinem Leib beginnen Tropfen von Blut und

Schweiß hervorzuquellen.

 

Er sucht Trost bei den drei Aposteln - und

findet sie schlafend. Da schickt ihm der Vater den Engel mit dem

Kelch seines Trostes, den Jesus mit grenzenloser Dankbarkeit trinkt. In

diesen Kelch habe ich die ganze Liebe, das Gebet, das Leiden und die

Zärtlichkeit meines Unbefleckten Herzens gelegt.

 

Und so wird Jesus auf dem Gipfel seiner Verlassenheit durch die geistliche Gegenwart der

Mutter getröstet.

 

Heute wird mein Unbeflecktes Herz zum Kelch des

Trostes, den ich der Kirche und allen meinen Kindern in den

Augenblicken ihres größten Leidens anbiete.

 

Darum lade ich euch ein, durch euren Weiheakt in die sichere Zufluchtsstätte meines

Unbefleckten Herzens ein-zutreten.

 

1329

 

Denn ich möchte heute aus euch, meinen vielgeliebten Söhnen,

meinen Kelch des Trostes machen:

 

- Den Kelch des Trostes für Jesus, der sein ganzes Leiden in seinem mystischen Leib von

neuem durchlebt.

 

Wie viele sind es heute, auch unter seinen

Dienern, die ihn verlassen, die ihn verleugnen und ihn verraten. Im

schmerzlichen Getsemani eurer Zeit sollt ihr, vielgeliebte Söhne,

der Kelch des Trostes sein, den die Mutter ihrem Sohn Jesus

anbieten will. Legt in diesen Kelch all eure Lie-be, eure Treue,

euren Eifer, euer Apostolat und die kost-baren Tropfen eures

priesterlichen Leidens.

 

 - Den Kelch des Trostes für die Kirche, die heute in ihrem schmerzlichen Getsemani dieser letzten Zeiten die gleichen Stunden des Todeskampfes durchlebt wie Jesus. Wie ist

die Kirche geschlagen und getreten, verlassen und verraten,

mißhandelt und gekreuzigt im Todeskampf ihrer großen Drangsal!

 

Legt in diesen Kelch den Trost eurer priesterlichen Treue; seid

eifrige Diener des göttlichen Wortes und der Sakramente; wandelt

mutig auf dem Schmerzensweg der Liebe und der Heiligkeit.

 

 

- Den Kelch des Trostes für meinen Papst, der nun bald sein Opfer auf

dem Kalvanenberg eines unermeßlichen Leidens vollenden wird;

 

für die Bischöfe, die so sehr der Liebe und der Hilfe ihrer Priester

bedürfen, um in ihrem schweren und schmerzensreichen Dienst

gestärkt zu werden;

 

für eure priesterlichen Mitbrüder, die ihr

lieben, denen ihr helfen, die ihr bei der Hand nehmen und deren er-

drückende Last ihr teilen müßt. Wie vielen Gefahren und

heimtückischen Nachstellungen sind in diesen letzten Zei-

 

1330

 

ten so viele Priester in ihrem Leben täglich ausgesetzt, die doch die

Söhne meiner mütterlichen Vorliebe sind!

 

- Den Kelch des Trostes für diese ganze arme Menschheit, die krank und so fern von Gott ist,

zermalmt unter der Last der Sünde und des Bösen, des Hasses und der

Gewalt, der Ungerechtigkeit und der Unreinheit.

 

So werdet ihr im Getsemani dieser letzten Zeiten zum Kelch des Trostes, den die

himmlische Mutter heute der Kirche und der Menschheit darbietet,

damit sie im Ver-trauen und in großer Hoffnung die jetzt gekommene

Stunde des schmerzlichen Leidens leben kann

 

 

Capoliveri (Livorno), 5. April 1996

Karfreitag

 

SEINE WUNDEN


»Vielgeliebte Söhne, besteigt heute mit

mir den Kalvarienberg, um für meinen zum Kreuzestod verurteilten

Sohn Jesus Hilfe, Trost und Stärkung zu sein.

 

Geführt von Johannes, der mich wie ein Sohn stützt, begegne ich Jesus, da er ganz erschöpft

mit Mühe zum Gipfel von Golgotha emporsteigt.

 

In diesem Augenblick wird mein Herz vom Schwert eines übergroßen Leides

durchbohrt, unter dem ich nicht zusammenbreche, denn als Mutter

muß ich meinem Sohn auch die letzte Hilfe schenken.

 

Jesus ist durch die Geißelung zu einer einzigen Wunde geworden.

 

Die schrecklichen römischen Geißeln haben tiefe Wunden in seinen Leib gerissen, aus

denen frisches Blut quillt, das ihn ganz bedeckt.

 

1331

 

Die Dornenkrone hat überall in sein Haupt Wunden ge-rissen, aus

denen Rinnsale von Blut hervorquellen und sein ganzes Antlitz

bedecken.

 

Auf Golgotha werden seine Hände und Füße von den

Nägeln durchbohrt, und die Erschütterung beim Auf-richten und

Einrammen des Kreuzes ins Erdreich bereitet Jesus unsagbare

Schmerzen und läßt fortwährend neues Blut aus seinen aufgerissenen

Wunden fließen.

 

Schaut alle heute auf den, den sie durchbohrt haben.

Betrachtet heute meinen Sohn Jesus, der nun zu einer ein-zigen

blutigen Wunde geworden ist.

 

- Seine offenen, blutenden Wunden

sind das Zeichen seiner Liebe zu euch. Sie sind der Lösepreis für

euch. Sie sind die Blüten eines neuen Frühlings des Lebens.

 

Sie sind das kostbare Geschenk der göttlichen Barmherzigkeit, das euch allen

die Osterfreude der Erlösung und des Heiles bringt.

 

- Vielgeliebte Söhne, bedeckt mit mir, der schmerzhaften Mutter des Leidens und

der betrübten Mutter der Kreuzigung, seine Wunden mit Liebe und

Küssen. Tretet mit kindlicher Liebe heran, und drückt auf jede seiner

Wunden den Kuß eurer übergroßen Dankbarkeit:

 

auf die von der Dornenkrone geöffneten Wunden des Hauptes, auf jede von der

Geißelung verursachte Wunde seines makellosen Fleisches, auf die

Wunden an Händen und Füßen, die von den Nägeln herrühren, die

ihn ans Marterholz hefteten. Jeder seiner Wunden werde die Hul-

digung eures Kusses der Liebe dargebracht, die wenigstens zum Teil

das Verhalten jener sühnt, die ihn verraten, verleugnet, verlassen,

geschmäht und gekreuzigt haben.

 

1332

 

- Seine Wunden sind für euch die sichere Stätte, in die ihr euch vor

dem Sturm der Sünde und des Bösen flüchten könnt.

 

In seinen Wunden findet ihr eure sichere Wohnstätte, das neue Haus, das der

Himmlische Vater für euch gebaut hat: das neue Haus der

Gemeinschaft mit Gott und das Haus des Heiles, das neue Haus der

Reinheit und der Heiligkeit, das neue Haus der Liebe und des

Gebetes, das neue Haus des Vertrauens und der Hoffnung.

 

Bergt euch in seinen Wunden vor der Welt und ihren Verführungen, vor dem

Bösen und seinen Versuchungen, um in süßer Vertrautheit des

Lebens mit eurem göttlichen Bruder Jesus zu weilen, der heute für

euch geopfert wird.

 

- Seine Wunden werden zum Quell lebendigen Wassers, das sprudelt für das ewige Leben.

 

Wascht euch in der Quelle der Gnade und der göttlichen Barmherzigkeit, die den offenen

und blutenden Wunden meines Sohnes Jesus entsprungen ist, der

heute am Kreuz erhöht wurde und für euch gestorben ist.

 

So werdet ihr reingewaschen von allem Makel, befreit von jeder Versklavung,

erlöst von aller Sünde, der Herrschaft Satans entrissen, zur vollen

Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater geführt, für die Liebe und

die Güte geöffnet, von Gnade und Reinheit erhellt und erneuert im

Quell der göttlichen Barmherzigkeit.

 

Vielgeliebte Söhne, eilt heute alle zu Jesus dem Gekreuzigten, und küßt mit mir, eurer

schmerzensreichen Mutter, mit Liebe und Dankbarkeit seine

Wunden; verbergt euch in der sicheren Zufluchtsstätte seiner

Wunden, wascht euch in der Quelle lebendigen Wassers, die nun für

immer aus den offenen und blutenden Wunden meines Sohnes Jesus

fließt.

 

1333

 

Und mit der ganzen streitenden, leidenden und trium-phierenden

Kirche steige von der Erde, vom Fegfeuer und vom Himmel unsere

Huldigung tiefer Anbetung und übergroßer Dankbarkeit zu Jesus

empor: 'Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn

durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst, und durch dei-ne

heiligen Wunden sind wir geheilt'

 

Capoliveri (Livorno), 6. April 1996

Karsamstag

 

LINDERT MEINEN SCHMERZ

»Vielgeliebte Söhne, bleibt an diesem einzigen Tag, an dem ich ohne meinen Sohn war, an

der Seite eurer schmerzensreichen Mutter.

 

Sein eilig für das Begräbnis bereiteter und von reinstem Linnen Bedeckter Leib ruht

entseelt in seinem neuen Grab.

 

Ich wache voll Schmerz und im Gebet, mit Vertrauen und Hoffnung, in der sicheren Erwartung seiner Auferstehung.

 

- Lindert meinen Schmerz

Seht, ob ein Schmerz meinem Schmerze gleicht. Meine Augen sehen erneut mit Entsetzen

die ganze Grausamkeit, die Bosheit, die unmenschliche Wut bei der

Kreuzigung und beim Sterben Jesu am Kreuz. Und in Gedanken

kehre ich zurück zum freudigen Augenblick der Verkündigung, zu

den himmlischen Gesängen der Engel und der frohen Ankündigung

seiner Geburt in einer Grotte an die Kleinen und Armen; ich denke an

die glückliche Zeit seiner Kindheit trotz Verfolgung, an seine

Knaben- und Jugendzeit, als er über die Arbeit gebeugt

 

1334

 

war; an die kurzen und ereignisreichen Jahre seines öffentlichen

Wirkens, als er allen die Frohe Botschaft verkündete und die

Kleinen, die Armen, die Kranken und die Sünder ihm folgten und auf

ihn hörten. Immer war mein Leben geprägt von der Gegenwart mei-

nes Sohnes Jesus an meiner Seite.

 

- Lindert meinen Schmerz.

Um mir in meiner Einsamkeit liebevolle Gesellschaft zu leisten, hat sich seit

den Anfängen der Kirche der fromme Brauch verbreitet, den Samstag

der besonderen Verehrung eurer himmlischen Mutter zu weihen.

 

Und in Fatima habe ich darum gebeten, mir die fünf ersten

Monatssamstage zum Zeichen kindlicher und liebender Sühne zu

schenken.

Durch meine Marianische Priesterbewegung wird dieser

Bitte nun in allen Teilen der Welt entsprochen.

Und dies lindert sehr den Schmerz meines Unbefleckten Herzens.

 

- Lindert meinen Schmerz.

Dies ist auch der erste Tag meiner neuen geistlichen Mut-

terschaft.

 

Daher schaue ich auf alle meine Kinder, die Jesus mir am

Kreuz anvertraut hat, und rufe sie auf, in ihrem eigenen Leben das

kostbare Geschenk seiner Erlösung anzunehmen.

 

Wie viele weisen heute abermals dieses Geschenk zurück und wandeln auf den Straßen

der Sünde und des Bösen, der Gewalt und des Hasses, der Genußsucht

und der Unreinheit.

 

Wie groß ist deshalb mein Schmerz, da ich sehe,

daß Jesus umsonst gelitten hat, weil viele sein Blut, das er für euer

Heil vergossen hat, mit Füßen treten.

 

1335

 

- Lindert meinen Schmerz.

 

Ich bitte euch, alle Fernstehenden, die

Gottlosen, die Sün-der, die Sklaven der Sünde und des Bösen - jene,

die durch die hinterlistigen Nachstellungen meines und eures Wi-

dersachers verführt wurden - in die sichere Zufluchtsstät-te meines

Unbefleckten Herzens zu führen.

 

Deshalb möchte ich euch heute, an

dem einzigen Tag, da ich ohne meinen Sohn Jesus war, alle bei mir

haben.

 

Lernt von mir, zu glauben, zu hoffen und zu lieben. Lernt von

mir, euch mit festem Vertrauen der Wahrheit des Wortes Gottes zu

überlassen. Erbittet von mir in den Augenblicken des Zweifels und

der Dunkelheit Hilfe, um im Gebet und in Erwartung wachsam sein

zu können. Wenn Jesus im Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit wie-

derkehren wird, dann wird diese arme sündige und ver-wundete

Menschheit, die im Grab des Verfalls und des To-des ruht,

hervorkommen, um nun die neue Zeit ihres neu-en Lebens zu

beginnen.«

 

 

Capoliveri (Livorno), 7. April 1996

Ostersonntag

 

SEINE GLORREICHE WIEDERKUNFT

»An dem Tag, da mein Unbeflecktes Mutterherz mit einer solchen Fülle von

Seligkeit erfüllt wurde, daß auch die letzte Spur all seiner Leiden

getilgt war, mögen sich eure Herzen der Freude öffnen.

 

Erlebt auch ihr, vielgeliebte Söhne, den Augenblick, in dem mein Sohn Jesus sich

mir im strahlenden Glanz seines glorreichen Leibes gezeigt, mich in

sein blendendes Licht eingehüllt, mich mit kindlicher Zärtlichkeit

umarmt, seinen Kuß auf mein verwundetes Herz gedrückt und

 

1336

 

mich an der Hand in das himmlische Reich seiner göttlichen

Herrlichkeit geführt hat.

 

So bin ich zur ersten mütterlich-stillen Künderin seiner Auferstehung geworden. Und so war ich die erste lebende Zeugin seiner glorreichen Rückkehr zum Leben. Deshalb lade ich euch heute ein, mit Vertrauen und unerschütterlicher

Hoffnung auf seine glorreiche Wiederkunft zu blicken.

 

- Seine glorreiche Wiederkunft gibt der ganzen zwar erlösten, aber den

schrecklichen Nachstellungen dessen aus-gelieferten Menschheit, der

der Mörder von Anbeginn ist und der noch immer Sünde und Tod in

der Welt verbreiten will, neue Lebenskraft. –

 

- Seine glorreiche Wiederkunft gibt der Kirche, die im Grab, aus dem Christus siegreich

erstand, geboren wurde und die auf dem schmerzensreichen Weg ihrer

entscheidenden Begegnung mit ihrem Herrn und Meister wandelt,

Stärkung und Trost.

 

- Seine glorreiche Wiederkunft gibt euch allen,

meinen armen Kindern, die ihr den schmerzlichen und schrecklichen

Erfahrungen dieser letzten Zeiten der Reinigung und der großen

Drangsal unterworfen seid, neues Licht der Gnade.

 

Diese einzigartige Wahrheit des Osterfestes zu leben war nie notwendiger als in euren

Tagen: Der auferstandene Christus lebt in eurer Mitte und führt die

Geschicke der einzelnen und der Völker zu ihrer letzten Vollendung.

 

Richtet heute euren Blick auf den, der von den Toten erstanden ist,

um euch alle in sein Reich des Lebens zu führen.

 

1337

 

 

 

Richtet heute euren Blick auf eure himmlische Mutter, die vom Licht

der reinsten Osterfreude umflossen ist und nun für euch zur

mütterlich-stillen Künderin seiner glorreichen Wiederkunft wird

 

 

Heiligtum von Caravaggio (Bergamo), 13. Mai 1996

Jahrestag der ersten Erscheinung in Fatima

 

DER SICHERE WEG

»Priester und Gläubige meiner Bewegung in der Lombardei, ihr

versammelt euch heute in diesem ehrwürdigen Heiligtum zu einem

großen Zönakel des Gebetes und der Brüderlichkeit, um so des

Jahrestages meiner ersten Erscheinung in der Cova da Iria in Fatima

am 13. Mai 1917 zu gedenken.

 

Ich bin vom Himmel herabgekommen, um euch den Weg zu zeigen, den ihr in diesem

Jahrhundert gehen müßt, um zum Frieden zu gelangen: den Weg der

Bekehrung und der Rückkehr zum Herrn durch Gebet und Buße.

 

Ich bin vom Himmel herabgestiegen, um euch mein Unbeflecktes Herz

als Zufluchtsstätte zu schenken, in die ihr euch flüchten könnt, und

als sicheren Weg, der euch zum Gott des Heiles und des Friedens

führt.

 

- Der sichere Weg in diesen Zeiten, in denen sich viele andere,

viel bequemere Wege anbieten, die von vielen eingeschlagen

werden, die aber unsicher sind und nicht zur Begegnung mit dem

Gott des Heiles und dem Vater der göttlichen Barmherzigkeit führen.

 

- Der sichere Weg, der euch dahin führt, die ganze im Evangelium

meines Sohnes Jesus enthaltene Wahrheit anzunehmen.

 

1338

 

Auf diesem von mir vorgezeichneten Weg werdet ihr vom Glanz der

Wahrheit angezogen und von der Gnade, die den göttlichen

Wohlgeruch der Heiligkeit in euer Leben bringt, im Innersten

umgewandelt.

 

So werdet ihr zu leuchtenden Beispielen eines gelebten

Evangeliums und zu mutigen Zeugen Christi, der euch bewegt, ihm

in der täglichen Verwirklichung seines göttlichen Wortes zu folgen.

 

- Der sichere Weg, der euch dahin führt, der Sünde und dem Bösen von

Grund auf zu widersagen, damit ihr das lebendige Wirken der

Gnade, der Liebe und der Reinheit, erfahrt. In der heidnischen, von

Materialismus und Hedonismus, von zügelloser Vergnügungssucht

und Unreinheit überschwemmten Welt, in der ihr lebt, verbreitet ihr

das Licht der Heiligkeit und der Reinheit, der Abtötung der Sinne und

der Buße und bietet so allen die Hilfe an, die mein Un-beflecktes

Herz euch schenkt, um zur Lebensgemeinschaft mit Gott, eurem

Erlöser und Heiland, zu gelangen.

 

- Der sichere Weg, der sich auftut zur vollen Gemeinschaft der Liebe unter euch allen, die ihr zu

Brüdern geworden seid durch das Band, das euch eint als Kinder ein

und des-selben Vaters, die ihr erlöst seid durch ein und denselben

Sohn, geheiligt durch ein und denselben Geist und die ihr alle zu

Kindern ein und derselben Mutter geworden seid. Mein Unbeflecktes

Herz wird vor allem in diesen Zeiten zum sicheren Weg, der euch zur

Gemeinschaft untereinander, zum gegenseitigen Verstehen, zur

Ablehnung des Egoismus und jeder Spaltung führt, so daß endlich

das neue Gebot Wirklichkeit werden kann, das euch mein Sohn Jesus

gegeben hat: 'Liebt einander, wie ich euch geliebt habe'.

 

1339

Während ihr heute dieses große Zönakel der Marianischen

Priesterbewegung in dieser Region haltet, von wo aus sie sich in alle

Teile der Welt verbreitet hat, und ihr meiner ersten Erscheinung in

Fatima gedenkt, wo sie geboren wurde, möchte ich euch erneut

mein Unbeflecktes Herz als eure Zufluchtsstätte und sicheren Weg

anbieten, der euch zu Gott führt.

 

Es ist der sichere Weg, der euch zum Gott des Heiles und des Friedens,
zum Gott der Wahrheit und der Heiligkeit, zum Gott der Gemeinschaft und der Einheit führt.

Geht alle mit mir auf diesem sicheren Weg mit Vertrauen und

unerschütterlicher Hoffnung, in freudiger Erwartung des größten

Triumphes Gottes, der zusammen mit dem Triumph meines

Unbefleckten Herzens in der Welt kommen wird

 

 

Madrid (Spanien), 22. Mai 1996

DIE ZEIT DES ZÖNAKELS

 

Mein kleiner Sohn, seit einer Woche hältst du mit den Priestern und

Gläubigen meiner Bewegung wunderbare Zönakel in den

wichtigsten Städten Spaniens - eines Landes, das von meinem

Feind in besonderer Weise verfolgt und angegriffen, von mir aber

beschützt und in der sicheren Zufluchtsstätte meines Unbefleckten

Herzens behütet wird.

 

Ihr lebt so mit besonderer Innigkeit den

liturgischen Zeitraum zwischen den Hochfesten Christi

Himmelfahrt und Pfingsten, der die Zeit des Zönakels ist.

 

Ihr gedenkt jener Tage, die ich zusammen mit den Aposteln im

Zönakel in Jerusalem verbracht habe, vereint im

 

1340

 

Gebet und in glühender Erwartung, daß das wunderbare

Pfingstereignis geschehe.

 

Mit welcher Freude habe ich die Herabkunft

des Heiligen Geistes in Gestalt der Feuerzungen betrachtet, die sich

auf jeden der Anwesenden herabließen und das Wunder ihrer

vollkommenen und gänzlichen Umwandlung bewirkten.

 

Dies ist für die Kirche und die ganze Menschheit die Zeit des Zönakels.

 

Es ist die Zeit des Zönakels für die Kirche, die von mir ein-geladen ist, in das

Zönakel meines Unbefleckten Herzens einzutreten.

 

In dieses neue, geistliche Zönakel müssen nun alle Bischöfe eintreten, damit sie

durch inständiges Gebet mit mir und durch mich eine besondere

Ausgießung des Heiligen Geistes erlangen, die den Geist und das Herz

zum Empfang der Gabe der göttlichen Weisheit öffnet, und damit sie

so zum vollkommenen Verständnis der gesamten Wahrheit gelangen

und ihr uneingeschränktes Zeugnis für meinen Sohn Jesus ablegen

können.

 

In dieses neue, geistliche Zönakel müssen die Priester ein-

treten, auf daß sie vom Heiligen Geist in ihrer Berufung bestärkt

werden. Durch das mit mir und durch mich ver-richtete Gebet sollen

sie Kraft, Sicherheit und Mut erhal-ten, das Evangelium Jesu

ungeschmälert zu verkünden und es buchstäblich - mit der Einfachheit

der Kleinen - zu leben, die sich mit Freude von jedem Wort nähren,

das aus dem Munde Gottes kommt.

 

In dieses neue, geistliche Zönakel

müssen alle Gläubigen eintreten, damit ihnen geholfen wird, ihre

Taufe zu leben, und damit sie vom Heiligen Geist Licht und Stärkung

auf ihrem täglichen Weg zur Heiligkeit erhalten.

 

1341

 

Nur so können sie heute mutige Zeugen Jesu sein, der auf-erstanden ist

und in eurer Mitte lebt.

 

Es ist die Zeit des Zönakels für diese arme

Menschheit, die so sehr von den bösen Geistern besessen und auf die

Straße des Vergnügens und des Stolzes, der Sünde und der Unreinheit,

des Egoismus und des Unheils getrieben ist. Die Menschheit muß nun

in das Zönakel meines Unbefleckten Herzens eintreten: hier werde ich

sie als Mutter lehren, zu beten und zu bereuen, ich werde sie zu Buße

und Bekehrung, zur Änderung des Herzens und des Lebens führen.

 

In diesem neuen, geistlichen Zönakel bereite ich sie vor, das Geschenk

des zweiten Pfingsten zu empfangen, das das Antlitz der Erde erneuern

wird.

 

Deshalb bitte ich heute darum, daß die Kirche und die

Menschheit in das Zönakel eintreten mögen, das eure himmlische

Mutter für euch bereitet hat.

 

Die Tage der Reinigung und der großen

Drangsal, die ihr durchlebt, müssen für euch die Zeit des Zönakels sein.

 

Tretet alle in das neue, geistliche Zönakel meines Unbefleckten

Herzens ein, um euch mit mir, eurer himmlischen Mutter, in tiefem und

beständigem Gebet zu sammeln in der Erwartung, daß das große

Wunder des nun schon nahen zweiten Pfingsten geschieht

 

 

Heiligtum von Latas, Santander (Spanien), 26. Mai 1996

Pfingstfest

 

DAS ZWEITE PFINGSTEN

»Mit einem außerordentlichen Zönakel des Gebetes und der Brüderlichkeit feiert ihr heute das

hochheilige Pfingstfest.

 

1342

 

Ihr gedenkt des wunderbaren Ereignisses der Herabkunft des Heiligen

Geistes in Gestalt von Feuerzungen im Abendmahlssaal zu Jerusalem,

wo die Apostel mit mir, eurer himmlischen Mutter, im Gebet

versammelt waren.

 

Auch ihr seid heute im Gebet im geistlichen

Zönakel meines Unbefleckten Herzens versammelt und bereitet euch

vor, das wunderbare Geschenk des zweiten Pfingsten zu empfangen. -

 

- Das zweite Pfingsten wird kommen, um diese wieder heidnisch

gewordene Menschheit, die unter dem mächti-gen Einfluß des Bösen

steht, zu ihrer vollen Lebensgemeinschaft mit ihrem Herrn

zurückzuführen, der sie erschaffen, erlöst und gerettet hat.

 

Feurige Zungen, geistlich und wunderbar, werden die Herzen und die Seelen

aller reinigen, die sich im Lichte Gottes, vom scharfen Schwert seiner

göttlichen Wahrheit durchbohrt, selbst erkennen werden.

 

- Das zweite Pfingsten wird kommen, um die ganze Kirche in schönstem Glanz

erstrahlen zu lassen.

 

Der Geist der Weisheit wird sie zu vollkommener

Treue zum Evangelium führen; der Geist des Rates wird ihr beistehen

und sie in all ihren Drangsalen trösten; der Geist des Starkmutes wird

sie zu einem täglichen heroischen Zeugnis für Jesus befähigen.

 

Vor allem aber wird der Heilige Geist der Kirche die kostbare Gabe ihrer

vollkommenen Einheit und ihrer größten Heiligkeit schenken.

 

Erst dann wird Jesus sein Reich der Herrlichkeit in ihr errichten.

 

- Das zweite Pfingsten wird in die Herzen herabkommen und sie umformen,

um sie empfänglich und offen zu ma-

 

1343

 

chen für die Liebe, demütig und barmherzig, frei von al-lem

Egoismus und jeder Bosheit.

 

Dann wird der Geist des Herrn die

Herzen aus Stein in Herzen aus Fleisch verwandeln.

 

- Das zweite Pfingsten wird die Sünden, die die Schönheit eurer Seelen entstellen,

im Feuer seiner göttlichen Liebe verbrennen.

 

So werden sie zur vollen Lebensgemeinschaft mit Gott zurückkehren, sie werden der

bevorzugte Garten seiner Gegenwart sein. In diesem lichten Garten

werden alle Tu-genden erblühen und von mir, eurer himmlischen

Gärtnerin, mit größter Sorgfalt gepflegt werden.

 

So wird der Heilige Geist die Gabe seiner göttlichen Heiligkeit auf die Erde ausgießen. -

 

- Das zweite Pfingsten wird auf alle Nationen herabkommen, die so

sehr durch Egoismen und Eigeninteressen gespalten sind, durch

Gegensätze, die oft die einen gegen die anderen aufbringen, wodurch

sich überall Kriege und brudermörderische Kämpfe ausgebreitet

haben, durch die so viel Blut auf euren Straßen vergossen wurde.

 

Dann werden die Nationen Teil einer einzigen großen Familie sein,

zusammengeführt und gesegnet durch die Gegenwart des Herrn unter

euch.

 

Heute lade ich euch ein, in das Zönakel meines Unbefleckten

Herzens einzutreten, um euch im Gebet mit mir, eurer himmlischen

Mutter, zu sammeln.

 

So erflehen wir gemeinsam die Gabe des

Heiligen Geistes, und wir erwarten gemeinsam die Herabkunft des

zweiten Pfingsten, das die Welt erneuern und das Angesicht der Erde

verändern wird

 

1344

 

 

Valdragone (Republik San Marino), 27. Juni 1996

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit25 Bischöfen und 300 Priestern der MPB aus

Europa, Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien

 

MEIN MÜTTERLICHER PLAN

»Wie freue ich mich, euch hier in einem andauernden Zönakel des

Gebetes und der Brüderlichkeit versammelt zu sehen, Bischöfe und

Priester meiner Bewegung, die ihr nunmehr aus allen Teilen der Welt

hierhergekommen seid. Noch nie war eure Beteiligung so groß wie in

diesem Jahr; noch nie war eure Antwort auf die Bitte eurer himmli-schen

Mutter so hochherzig wie in diesem Jahr.

 

Jetzt schaue ich auf euch mit

dem Wohlgefallen einer Mutter, die fühlt, daß ihre Kinder auf sie hören

und ihr folgen.

 

Ich vereinige mich mit eurem Gebet und vertiefe die Ein-

heit unter euch Priestern. Als Mutter helfe ich euch, einander zu

begegnen, euch kennenzulernen, euch zu lieben, und bewirke eine immer

größere Brüderlichkeit unter euch. So werdet ihr von mir herangebildet, in

vollkommener Weise auf meinen mütterlichen Plan zu antworten.

 

- Mein mütterlicher Plan besteht darin, euch auf den Weg der Heiligkeit und der

Hinopferung zu führen.

 

Deshalb helfe ich euch, euch von der Sünde und

dem Bösen, das in euch ist, zu befreien. Deshalb führe ich euch auf den

Weg der Reinheit, der Liebe und der Heiligkeit.

 

Meine Aufgabe ist es,

euch die hinterhältigen Nachstellungen meines und eures Widersachers

zu enthüllen, der euch verführt, um euch auf die Straße des Bösen und der

Sünde, der Unreinheit und der Untreue zu führen.

 

1345

 

Daher komme ich vom Himmel herab, um mich mit euch auf den

Weg zu machen auf allen Straßen der Welt. Und ich rufe euch alle

auf, in die sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens

einzutreten. Hier werdet ihr von mir zu einer großen Heiligkeit

herangebildet.

 

- Mein mütterlicher Plan besteht darin, euch in eurem

Schmerz zu trösten, Balsam auf jede Wunde zu gießen, euch in der

Mutlosigkeit Vertrauen und große Hoffnung zu schenken. Wie

schwierig sind die Tage, in denen ihr lebt! Es ist die abschließende

Zeit der Reinigung und der großen Trübsal. Daher ist die ganze

Menschheit von den Geistern des Bösen besessen und meine Kirche

vom Sturmwind der Irrtümer, der Spaltungen, des Unglaubens und

der Apostasie geschüttelt.

 

Ihr müßt die schmerzliche Last dieser

Situation tragen. Ihr seid berufen, das Kreuz der ganzen Kirche zu

tragen. Dar-um seid ihr ausersehen, wie nie zuvor den süßen Trost

meiner mütterlichen Zärtlichkeit zu erfahren: auf meinen Armen

werdet ihr von mir liebkost und getröstet.

 

Deshalb bitte ich euch, für

immer in die Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens

einzutreten.

 

- Mein mütterlicher Plan besteht darin, der Kirche auf

dem schmerzvollen Weg der Kreuzigung und ihres Martyri-ums

beizustehen. Und ich bediene mich euer, meine klei-nen Söhne, die

ich seit Jahren durch die Worte der Bot-schaften, die meinem

Unbefleckten Herzen entsprungen sind, gerufen und herangebildet

habe.

 

Ihr sollt meine mütterliche, barmherzige Gegenwart in der

Kirche sein. Schließt jede ihrer Wunden; stillt jeden Schmerz;

sammelt die Tropfen ihres kostbaren Blutes;

 

1346

 

drückt euren priesterlichen Kuß auf jede offene und blu-tende Wunde.

 

Ich bitte euch, den Papst zu lieben und zu trösten, der die schmerzliche

Stunde seiner Hinopferung durchlebt. Un-terstützt wie Söhne die

Bischöfe durch eure Liebe und Fügsamkeit. Seid all euren priesterlichen

Mitbrüdern na-he, vor allem denen, die unter der Last der Prüfung, die

nun ihren schmerzlichen Höhepunkt erreicht, zusam-menbrechen. Darum

sollt ihr euch jetzt in die sichere Zu-fluchtsstätte meines Unbefleckten

Herzens flüchten.

 

- Mein mütterlicher Plan besteht darin, die ganze

Menschheit in der schmerzvollen Zeit ihrer Rettung zu beschützen. Die

Stunde ist nahe, da sich die Gerechtigkeit mit der göttlichen

Barmherzigkeit vermählt, um die Erde zu reinigen. Bereitet euch alle

vor, den Schmerz der großen Prüfung und Reinigung zu ertragen. Ihr

seid die Strahlen der Liebe, die aus meinem Unbefleckten Herzen

kommen, um die schmerzvollen Stunden der barmherzigen Züchti-gung

zu erhellen.

 

Erleuchtet mit meinem mütterlichen und barmherzigen Licht

die Stunden der Dunkelheit und der großen Fin-sternis, die über die Welt

hereingebrochen sind. Schenkt den Balsam meiner mütterlichen

Zärtlichkeit den Kleinen, den Armen, den Sündern, den Kranken, den

Fernstehenden.

 

Ich möchte in euch leben und durch euch handeln. Das

Heilmittel, das ich euch für die Rettung aller schenke, wenn die große

Prüfung ihren Höhepunkt erreicht, bin ich selbst: Ich werde mich allen in

Kirche und Welt durch euch, meine kleinen Kinder, offenbaren, die ihr

von mir für diese große Aufgabe, die ich euch nun anvertraue, be-rufen

und herangebildet worden seid.

 

1347

 

Tretet also alle in die sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens

ein, und verlaßt sie nie mehr.

 

Verlaßt dieses Zönakel in der Freude und in einer großen Hoffnung. Die Gnaden, die ihr hier empfangen habt, waren groß, und ihr werdet sie bald verstehen.

 

Die Heiligste Dreieinigkeit hat sich wohlgefällig zu euch herabgeneigt, und Gott hat euch das Geschenk des Herzenstausches gemacht. An die Stelle eurer kleinen Herzen voller Sünden habe

ich mein Unbeflecktes Herz gesetzt. Seid nun das neue Herz der neuen

Kirche, die Jesus sich täglich im Garten seiner göttlichen und barmherzigen

Liebe heranbildet.

 

Steigt im Frieden von diesem Berg herab, und werdet in

allen Teilen der Welt Werkzeuge meines Friedens.

 

Mit euren Lieben und mit

denen, die eurem priesterlichen Amt anvertraut sind, segne ich euch alle im

Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

 

Dongo (Como), 15. August 1996

Hochfest der Aufnahme Marions in den Himmel

 

SCHAUT ZUM HIMMEL EMPOR

»Vielgeliebte Söhne, lebt heute mit mir im Paradies, wohin ich mit

Leib und Seele aufgenommen wurde, um auf vollkommene Weise an der

Herrlichkeit meines Sohnes Jesus Anteil zu haben.

 

- Schaut zum Himmel empor! Eure himmlische Mutter wurde in demselben Augenblick in den

Himmel aufgenommen, da sie die Augen für ihr irdisches Leben schloß.

 

1348

 

Umgeben von einer großen Schar von Engeln, die mich verherrlichten

und als ihre Königin priesen, wurde ich in die Herrlichkeit des

Paradieses erhoben.

 

Mit Wohlgefallen und durch mich verherrlicht,

neigte sich mir die Heiligste Dreieinigkeit zu. Sie hat in mir die Strah-len

ihres ewigen göttlichen Glanzes widergespiegelt.

 

Mein Sohn Jesus -

bereits in den Himmel aufgefahren und zur Rechten des Vaters sitzend -

empfing mich mit kind-licher Liebe und Freude. Er wollte mich an seiner

Seite, damit ich teilhabe an seiner Königsmacht, mit der er sich alles

unterwirft.

 

 So wurde ich Königin, weil die Heiligste Dreieinigkeit mich

in meiner glorreichen Stellung als vielgeliebte Tochter des Vaters, als

Mutter des Sohnes und als Braut des Heiligen Geistes bestätigt hat. -

 

- Schaut zum Himmel empor! Im Paradies übe ich meine mütterliche

Macht voll aus.

Ich bin an der Seite Jesu, um als Mutter für euch

einzutreten. Aus meinem Unbefleckten Herzen lasse ich die Gnaden

herabfließen, die ihr braucht, um mit mir auf dem schmerzlichen Weg

dieser letzten Zeiten zu gehen. So könnt auch ihr hierher ins Paradies

gelangen, wo eure himmlische Mutter euch mit Jesus erwartet.

 

Ich bin an der Seite Jesu, um der Heiligsten Göttlichen Dreieinigkeit mein

mütterliches Werk der Sühne darzubieten.

 

Deshalb sammle ich alle eure Leiden, die großen Schmerzen der ganzen Menschheit in der Zeit ihrer großen Drangsal im Kelch meines Unbefleckten Herzens und schenke

sie Jesus zum Zeichen der Wiedergutmachung für alle Sünden, die jeden

Tag in der Welt begangen werden.

 

1349

 

So ist es mir abermals gelungen, das von der göttlichen Ge-

rechtigkeit festgesetzte Strafgericht für eine Menschheit, die

schlimmer geworden ist als jene zur Zeit der Sintflut,

hinauszuschieben.

 

- Schaut zum Himmel empor!

Vom Himmel her werdet ihr meinen Sohn Jesus auf den Wolken im Glanz seiner

göttlichen Herrlichkeit wiederkommen sehen.

 

Dann endlich wird

der Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt Wirklichkeit

werden.

 

Um dieses göttliche Wunder vorzubereiten, möchte ich

meinen mütterlichen Triumph in den Herzen und Seelen aller meiner

Kinder begründen.

 

Deshalb habe ich meine Marianische

Priesterbewegung in der Kirche entstehen lassen und meinen kleinen

Sohn in alle Teile der Welt geführt und mich in ihm und durch ihn

allen offenbart.

 

Deshalb bitte ich ihn weiterhin, sich an entlegene und

ferne Orte zu begeben, um euch zu helfen, durch eure Wei-he in die

sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens einzutreten.

 

Dann lebt auch ihr mit der Seele und dem Herzen im Pa-radies, wo

ich bin, selbst wenn ihr mit dem Leib noch auf dieser Erde seid.

 

So nehmt auch ihr an meiner mütterlichen Herrlichkeit teil.

 

So vereint auch ihr euch mit meinem Werk der Fürbitte und der Sühne und

bereitet im Gebet, im Schweigen und im Leiden den so erwarteten

und erhofften Augenblick des Triumphes meines Unbefleckten

Herzens vor im größten und glorreichsten Triumph meines Sohnes

Jesus.«

 

1350

 

Prag (Tschechische Republik), 2. September 1996

 

DAS ÜBEL EURES JAHRHUNDERTS

»Du bist wieder hier, mein kleiner Sohn, um in

diesen Ländern Osteuropas, die viele Jahre unter der Schreckens-

herrschaft des Kommunismus gelebt und durch ein außer-ordentliches

Eingreifen meines Unbefleckten Herzens ihre Freiheit erlangt haben,

Zönakel mit Bischöfen, Priestern und Gläubigen meiner Bewegung zu

halten.

 

Wie viele Verfolgungen, Unterdrückungen und Leiden haben

diese meine Kinder ertragen müssen!

 

Auch meine Kirche ist hier unterdrückt und verfolgt, ihrer Güter beraubt, gekreuzigt und zum

Martyrium geführt worden.

 

Jetzt aber werdet ihr von einer noch

schlimmeren und heimtückischeren Gefahr bedroht.

 

Es ist der praktische Atheismus, der das Übel eures Jahrhunderts ist:

 

- Der praktische Atheismus, verbreitet von falschen Ideologien, Sekten,

irrigen Lehren, die sich immer mehr auch im Innern der Kirche

ausbreiten.

 

- Der praktische Atheismus hat die Menschheit dazu ge-

führt, eine Zivilisation ohne Gott zu errichten, die gekennzeichnet ist

durch eine hemmungslose Jagd nach materiellen Gütern, nach Genuß

und Vergnügen sowie durch den Kult des Geldes mit seiner großen

Macht.

 

- Der praktische Atheismus hat in vielen die Sehnsucht nach

Gott ausgelöscht. Er hat sie dazu gebracht, Gott die ihm geschuldete

Verehrung vermessentlich zu entziehen,

 

1351

 

um sie den Geschöpfen, ja sogar Satan zu gewähren und so zu leben,

als existiere Gott nicht.

 

- Der praktische Atheismus hat überall die

Plage des zügellosen Egoismus, der Gewalt, des Hasses und der Un-

reinheit verbreitet.

 

Die Unreinheit wird als ein Wert und ein Gut

vorgestellt und durch die Massenmedien verbreitet. Die Sünden gegen

die Reinheit werden als eine Art Verwirklichung der persönlichen

Freiheit dargestellt, und die Sünden der Unreinheit wider die Natur,

die vor dem Angesicht Gottes nach Rache schreien, werden

gerechtfertigt und sogar noch verherrlicht.

 

Die Welt ist nunmehr zu einer ganz von Schmutz bedeckten riesigen Wüste geworden.

 

Ihr lebt unter dem Joch dieser schrecklichen Knechtschaft. Deshalb kann nur

der Schmerz des barmherzigen Strafgerichtes diese arme Menschheit

vom großen Übel des überall verbreiteten praktischen Atheismus

befreien.

 

Meine mütterliche Aufgabe ist es, euch in den Stunden der

großen reinigenden Prüfung beizustehen.

 

Als Mutter bin ich an eurer Seite, um euch zu schützen und zu helfen, auch weil mein Werk, das

ich in diesen Nationen begonnen habe, von mir zur vollen

Verwirklichung gebracht werden muß.

 

Und es wird dann verwirklicht,

wenn ihr durch den Triumph meines Unbefleckten Herzens in der

Welt vollkommen von jeder Form des praktischen Atheismus befreit

werdet, der das größte Übel eures Jahrhunderts gewesen ist

 

1352

 

 

Bratislava (Slowakei), 8. September 1996

Geburt der allerseligsten Jungfrau Maria

 

MIT DER STÄRKE DER KLEINEN

»Versammelt euch wie duftende Blumen der Liebe und

Reinheit um die Wiege, in die ich im Augenblick meiner Geburt gelegt

wurde.

Weil ich klein war, gefiel ich dem Herrn.

Weil ich klein war,

wurde ich von meinem Gott dazu ausersehen, die Heerschar seiner

Kinder gegen das schreckliche Heer Satans, der rebellischen Geister

und ihres mächtigen Anhangs zu führen.

 

Mit meinen kleinen Kindern werde ich am Ende meinen größten Sieg erringen.

 

- Mit der Stärke der Kleinen werde ich die große Macht Satans besiegen, der sein Reich in

der Welt errichtet und mit dem Becher der Wollust und Unzucht alle

Nationen der Erde verführt hat. Deshalb sammle ich von überallher

meine kleinen Kinder in meiner Marianischen Priesterbewegung, und

voll Freu-de sehe ich, wie sie mir mit Großmut und in immer größe-rer

Zahl antworten.

 

- Mit der Stärke der Kleinen werde ich diese arme, von

falschen Ideologien irregeleitete und verführte und vor al-lem durch den

großen Irrtum des Atheismus gefährdete Menschheit zu Gott

zurückführen.

 

Mit ihm wollte Luzifer, die alte Schlange, wollte Satan

seine stolze Herausforderung an Gott erneuern, indem er die

Menschheit zu verleiten sucht, seinen Akt der Auflehnung gegen den

Herrn zu wiederholen: 'Non serviam - ich werde ihm nicht dienen'.

 

1353

 

Daher sammle ich die große Schar meiner kleinen Kinder im Garten

meines Unbefleckten Herzens und führe sie zur vollkommenen

Erfüllung des Willens des himmlischen Vaters.

 

So wiederhole ich

in ihnen und durch sie meinen Akt demütiger und vollkommener

Bereitschaft seinem Willen gegenüber und wiederhole nochmals

mein Fiat: 'Es geschehe dein heiliger göttlicher Wille'.

 

- Mit der Stärke der Kleinen werde ich diese kranke, von der Sünde, dem

Stolz, der Gewalt und der Unreinheit verwundete Menschheit

heilen. Deshalb führe ich alle meine kleinen Kinder mit sanfter

Festigkeit auf den Weg der Heiligkeit, der Demut, der Liebe und der

Reinheit.

 

Dann wird diese Welt wiederum der Garten sein, in dem

der Herr erneut geliebt und vollkommen verherrlicht wird, wo man

ihm dient und sich an ihm erfreuen kann. So wird sich der große,

von der Heiligen Schrift vorhergesagte und besungene Sieg

vollziehen: 'Durch den Mund der Kinder und Säuglinge hast du dir

Lob bereitet, deinen Gegnern zum Trotz, um Feinde und

Widersacher verstummen zu lassen' (PS. 8,3).

 

Ich segne diese kleine Nation, die in diesen Tagen meinem
Unbefleckten Herzen so viel Freude und Trost bereitet hat.

 

Du hast gesehen, mein kleiner Sohn, mit welcher Begeisterung
Priester und Gläubige meiner

Einladung zur Teilnahme an den Zönakeln gefolgt sind. Wie viele

Gnaden sind auf so viele Kinder dieser Nation herabgekommen, in

der eure himmlische Mutter eine so außergewöhnlich hochherzige

Antwort auf ihre Einladung bekommen hat, sich der Marianischen

Priesterbewegung anzuschließen, um der siegreichen Heerschar

meiner kleinen Kinder anzugehören

 

1354

 

 

Debrecen (Ungarn), 15. September 1996

Fest der Schmerzhaften Mutter

 

TEILT MEINEN SCHMERZ

»Vielgeliebte Söhne, teilt meinen Schmerz.

Unaufhörlich wird die Seele eurer himmlischen Mutter von einem Schwert durchbohrt. Den

Kindern, denen ich in Fatima erschienen bin, wollte ich mein von

einer Dornenkrone umgebenes Unbeflecktes Herz zeigen, um ihnen

verständlich zu machen, wie zahlreich und schmerzvoll die Wunden

sind, die mein Mutterherz bluten lassen.

 

- Teilt meinen Schmerz, ihr, die ihr durch euren Weiheakt berufen seid, immer mehr in die

Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens einzutreten.

 

- Teilt meinen Schmerz über die große Verbreitung des Materialismus und

Hedonismus in diesen Nationen, die jahrzehntelang unter der bitteren

Knechtschaft des atheistischen Kommunismus gelebt haben.

 

Mein Unbeflecktes Herz hat ihnen die große Gnade ihrer Befreiung erlangt.

 

Doch die teuflischen und freimaurerischen Kräfte haben sich

entfesselt und errreicht, daß jetzt auch hier jene Übel eingedrungen

sind, die inzwischen die ganze Welt vergiftet haben, wie der

Materialismus, das gierige Streben nach Genuß und Geld, zügellose

und schamlose Zerstreuungen, Pornographie und Prostitution.

 

Und so sind diese meine armen Kinder jetzt noch stärker bedroht und

laufen noch größere Gefahr verlorenzugehen.

 

1355

- Teilt meinen Schmerz über die Verbreitung eines heim-tückischen

und hinterhältigen Antiklerikalismus.

 

Die Kirche ist hier Jahre

hindurch verfolgt, eingekerkert, gekreuzigt und zum Martyrium

geführt worden. Vor allem möchte ich an meinen vielgeliebten

Sohn Josef Kardinal Mindszenty erinnern, der zum Symbol und

kostbaren Opfer dieser blutigen Verfolgung wurde.

 

Heute ist die Kirche dem Anschein nach frei, doch wird sie noch immer an der

Erfüllung ihres Auftrags gehindert durch die Ausbreitung des

praktischen Atheismus, der Sekten, des Indifferentismus und des

Nihilismus unter der Jugend. So kommt es, daß viele von ihnen der

Religion den Rücken kehren und daß es so sehr an neuen

Berufungen zum religiösen und priesterlichen Leben mangelt. -

 

- Teilt meinen Schmerz, weil hier die Freimaurerei mit ihrer

geheimen Macht herrscht und zum Verfall der guten Sitten verführt,

zum Verlust des moralischen Empfindens, zur Verherrlichung der

sexuellen Freiheit und zur Zerstörung der Familie durch

Scheidung, Empfängnisverhü-tung und durch die Abtreibungen, die

immer mehr über-handnehmen und sogar legitimiert werden.

 

So versteht ihr, daß der Fall des Kommunismus, zu dem es hier im

Jahre 1989 durch ein besonderes Eingreifen meines Unbefleckten

Herzens gekommen ist, nur Zeichen und Vorspiel meines größeren

und vollständigen Sieges ist.

 

Dieser Sieg fällt zusammen mit dem

Fall des praktischen Atheismus in der ganzen Welt, mit der

Niederlage der freimaurerischen und satanischen Kräfte, mit der

Vernichtung der großen Macht des Bösen und dem vollen Tri-

umph Gottes in einer dann vom großen, barmherzigen Strafgericht

vollständig gereinigten Welt.

 

1356

 

Deshalb lade ich euch zu kindlicher Hingabe, Vertrauen und zu einer

großen Hoffnung ein.

 

Mein Unbeflecktes Herz ist eure sichere

Zufluchtsstätte, in der ihr von mir getröstet und verteidigt, behütet und

vorbereitet werdet, die sehnlichst erwarteten Stunden des Triumphes

der göttlichen Barmherzigkeit in der Welt zu erleben

 

 

Zagreb (Kroatien), 20. September 1996

 

FÜRCHTE DICH NICHT, DU KLEINE HERDE

»Wie bin ich mit dem Zönakel zufrieden, das

du hier unter dem Vorsitz des Kardinal-Erzbischofs, den ich sehr lie-

be und beschütze, mit den Priestern und Gläubigen meiner

Bewegung gehalten hast.

 

In dieser Nation hat mein Widersacher

gewütet und die schmerzliche Prüfung der Gewalt und des Krieges in

sie hineingetragen.

 

Wie viele Leiden mußten diese meine Kinder

ertragen!

 

Ich habe eingegriffen, um ihnen das große GeschenK ihrer

Befreiung und des Friedens zu erwirken.

 

Nun aber erwarten euch noch größere Drangsale.

 

- Fürchte dich nicht, du kleine Herde. Es hat

dem himmlischen Vater gefallen, euch das Reich meines Unbefleck-

ten Herzens zu schenken.

 

Ich habe mich euch offenbart, und ihr habt

mich mit der Hochherzigkeit meiner kleinen Kinder aufgenommen.

 

Nun kann ich euch auf den Weg der Reinheit, der Liebe und der

Heiligkeit durch die Übung aller Tugenden führen, die ich als

himmlische Gärtnerin im strahlenden Garten eurer Seelen erblühen

lasse.

 

1357

 

So vermag ich es, euch täglich der Gerechtigkeit Gottes als Sühnopfer

anzubieten, damit er die reinigende Gnade seiner göttlichen

Barmherzigkeit auf die Welt ausgießen kann.

 

- Fürchte dich nicht, du kleine Herde. Eure himmlische Mutter hat euch das Geschenk

gemacht, euch von überallher in ihrer siegreichen Schar zu vereinen.

 

Die Stunde der entscheidenden Schlacht ist gekommen. Satan ist

nunmehr auf dem Gipfel seiner Macht angelangt, und nun vollbringt

er auch in der Kirche alles, was der Herr ihm zu ihrer überaus

schmerzvollen Reinigung gestattet hat.

 

Die Stunden, die ihr jetzt durchlebt, gehören zu den wichtigsten, denn alle euch von mir

vorhergesagten Ereignisse werden sich erfüllen.

 

- Fürchte dich nicht, du kleine Herde. Jesus hat euch im himmlischen Gehege seiner

göttlichen Liebe versammelt. Er führt euch zur vollkommenen

Erfüllung des Willens des Vaters.

 

Jesus will von euch verherrlicht werden.

 

Die Stunde ist gekommen, in der Jesus von euch voll-

kommen verherrlicht werden wird. Ihr seid ihm Trost in seiner

Verlassenheit; ihr seid die tiefe Freude seines göttlichen Herzens. -

 

- Fürchte dich nicht, du kleine Herde.

Ihr seid meine kleinen Kinder, die ich aus allen Teilen
der Welt für die große Schlacht zwischen Gott

und Satan, zwischen den Mächten des Guten und des Bösen

zusammengeführt habe.

 

Der Herr wird durch mich, seine kleine Dienerin, siegen;
ich aber werde durch euch, meine kleinen Kinder, siegen.

 

1358

 

Was in dieser Nation geschehen ist, wird zum Zeichen für alle.

 

Wegen ihrer Treue zu Jesus und zu eurer himmlischen Mutter, zur Kirche und

zum Papst wütet Satan gegen sie und versucht, sie zu zerstören. Zu

diesem Zweck haben sich alle satanischen und freimaurerischen Kräfte

verbündet.

 

Ich selbst habe jedoch die Stunde ihrer Niederlage bestimmt.

 

So wird es für die ganze Menschheit geschehen.

 

Deshalb lade ich euch zum Vertrauen und zu einer großen Hoffnung ein.

 

- Fürchte dich nicht, du kleine Herde.
Euch ist die Aufgabe anvertraut, den

Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt zur Vollendung zu

führen

 

Tokio (Japan), 13. Oktober 1996

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern der

M P B in Japan

 

EIN GROSSES ZEICHEN

Mit großer Freude blicke ich auf euch, Priester meiner Bewegung in Japan, die ihr

hierhergekommen seid, um mit mir diese Tage in einem andauernden

Zönakel des Gebetes und der Brüderlichkeit zu verbringen.

 

Ihr beendet euer Zönakel heute, da ihr den Jahrestag meiner letzten

Erscheinung in Fatima begeht, die durch das Sonnenwunder bestätigt

wurde.

 

Ein großes reichen erschien am Himmel: Signum Magnum.

 

1359

 

Ich bin das große, am Himmel erschienene Zeichen: Ich bin die Frau,

mit der Sonne bekleidet, den Mond unter meinen Füßen und eine

Krone von zwölf Sternen auf meinem Haupt.

 

- Ein großes Zeichen im schrecklichen Kampf gegen alle Mächte des Bösen, die sich

zusammengetan haben gegen Gott und seinen Christus.

 

Deshalb

erscheint neben dem großen Zeichen der mit der Sonne bekleideten

Frau auch jenes des roten Drachen, der alten Schlange, Satans, der

sich nun in seiner ganzen außerordentlichen Macht zeigt.

 

Es scheint, als habe der rote Drache seinen Sieg errungen, weil er die Menschheit

dazu gebracht hat, eine Zivilisation ohne Gott zu errichten; überall

hat er den Kult des Geldes und des Vergnügens verbreitet; er hat die

Geister durch Hochmut und Irrtum verführt; er hat die Seelen durch

die Sünde und das Böse geschändet; er hat die Herzen durch

Egoismus und Haß verhärtet; er hat alle Nationen der Erde mit dem

Becher der Wollust und der Unreinheit verdorben.

 

Es ist Satan gelungen, seine Herrschaft des Bösen über die ganze Welt

auszubreiten.

 

Aber in dem erbitterten Kampf dieser letzten Zeiten

zwischen Himmel und Erde, zwischen den Geistern des Himmels

und den Dämonen, zwischen der Frau und dem Drachen erscheine

ich als großes Zeichen meines vollständigen Sieges.

 

- Ein großes Zeichen des Sieges Gottes über jede Art des theoretischen und

praktischen Atheismus, des Guten über jede Art des Bösen und der

Sünde, der Liebe über jede Art

 

1360

 

von Gewalt und Haß, der Wahrheit über jede Art von Irrtum und

Lüge.

 

Für diesen großen Sieg habe ich mir aus allen meinen klei-nen

Kindern, die mir in jedem Teil der Welt mit Ja geant-wortet haben,

eine Heerschar geschaffen.

 

Durch meine Marianische Priesterbewegung ist meine Einladung bis an die Enden der Erde

ergangen, und so habe ich mir mein siegreiches Heer gebildet.

 

Auch

in dieser großen, fast ganz heidnischen Nation ha-ben mir meine

kleinen Kinder mit Freude und großer Hochherzigkeit geantwortet.

 

Und mein Mutterherz zittert vor Liebe und Zärtlichkeit zu ihnen.

 

Ich öffne auch ihnen den Weg des Heiles, und mit dem Tri-umph meines

Unbefleckten Herzens werden sie sich der einen Herde anschließen,

deren guter Hirt mein Sohn Jesus ist.

 

- Ein großes Zeichen des Lichtes in diesen Zeiten dichter Finsternis.

 

Deshalb lade ich euch ein, auf dem Weg des Gebetes und der Buße, des Vertrauens und der

vollkommenen Hingabe zu wandeln.

 

Noch einmal habe ich euch diesen meinen kleinen Sohn gesandt, um euch das Geschenk meiner

mütterlichen Zärtlichkeit zu bringen.

 

Durch ihn biete ich eurer Kirche

und eurem Vaterland ein sicheres Zeichen meines Beistandes und

meines mütterlichen Schutzes an.

 

Mit euren Lieben und allen, die

eurem priesterlichen Dienst anvertraut sind, segne ich euch im Namen

des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

1361

 

 

Nagasaki Japan), 18. Oktober 1996

 

IN DIESER STADT

»Heute beendest du hier deine Reise durch ganz Japan, wo du die Wunder

der Liebe und der Barmherzigkeit meines Unbefleckten Herzens

sehen konntest. Und du beendest sie gerade in dieser Stadt, die eure

himmlische Mutter ganz besonders liebt.

 

- In dieser Stadt hat das Werk der Evangelisierung durch den hl. Franz Xaver begonnen, den

großen Apostel und Missionar, der der ersten Verkündigung des

Evangeliums in diesem so weit entfernten Kontinent den Weg

gebahnt hat.

 

- In dieser Stadt wurden 26 meiner Söhne zum Martyri-

um geführt - heroische Zeugen Christi, dem sie ihr Leben auf dem

Altar meines Unbefleckten Herzens dargebracht haben. Du hast auch

in dem Heiligtum, das sich am Ort ihrer schrecklichen Hinrichtung

erhebt, die heilige Messe gefeiert.

 

- In dieser Stadt lebte mein Sohn,

der hl. Maximilian Kolbe, der hier die Stadt der Immaculata

erbaute, die noch heute vielen meiner japanischen Kinder, die mich

so lieben und ehren, meine lichtvolle Gegenwart schenkt.

 

- In dieser Stadt ist auch die Atombombe explodiert, die in wenigen

Augenblicken Zehntausende von Toten verursachte, eine Strafe und

ein schrecklicher Hinweis auf das, wozu der Mensch fähig ist, wenn

er sich von Gott entfernt

 

1362

 

und unfähig wird für die Liebe, das Mitleid und die Barmherzigkeit.

 

So könnte es mit der ganzen Welt geschehen, wenn man meine Einladung zur

Bekehrung und zur Rückkehr zum Herrn nicht annimmt. Von diesem Ort aus

erneuere ich meinen angsterfüllten Aufruf an alle Nationen der Erde.

 

- In dieser Stadt offenbare ich mein mütterliches Werk der Rettung und der

Barmherzigkeit.

 

Ich lade erneut alle meine Kinder ein, auf dem Weg zu ge-

hen, den ich euch in diesen Jahren mit den Botschaften vorgezeichnet habe, die

ich dem Herzen dieses meines kleinen Sohnes gegeben habe.

 

Deshalb wollte ich dich wieder hier haben, damit ich dieser Stadt und ganz Japan die sichere

Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens anbieten kann. Tretet alle in

diese Zufluchtsstätte ein.

 

Dann werdet ihr, wenn der große und schreckliche

Tag des Herrn anbricht, von mir verteidigt und beschützt

 

 

Seoul (Korea), 31. Oktober 1996

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit den Bischöfen und

Priestern der Marianischen Priesterbewegung Koreas

 

GESEGNETES UND BEDROHTES LAND

»Wie werde ich von euch, meine vielgeliebten

Söhne, getröstet, wenn ich euch, die ihr aus so vielen Teilen Koreas

gekommen seid, hier versammelt sehe, um unter dem wohlgefälligen Blick

eurer himmlischen Mutter diese Ta-

 

1363

 

ge eines andauernden Zönakels des Gebetes und der Brüderlichkeit

zu verbringen.

 

Ich vereinige mich mit eurem Gebet und verstärke die

Bande eurer priesterlichen Einheit.

 

Liebt einander, wie Jesus euch

geliebt hat. Verwirklicht sein neues Gebot, untereinander eins zu

werden; so bereitet ihr dem durchbohrten Herzen meines Sohnes

Jesus Freude und Trost.

 

Nehmt die Nöte, Ängste und Sorgen eurer Kirche und eures Vaterlandes
Korea in euer Herz und in euer Gebet hinein, dieses Landes,
das von mir gesegnet, aber so sehr bedroht ist.

 

- Ein gesegnetes Land, weil hier meine Kirche blüht und sich

durch das Blut der Märtyrer ausbreitet, das zum fruchtbaren Samen

vieler neuer Christen geworden ist. - Ein gesegnetes Land, weil die

Gläubigen glühend im Glauben, eifrig im Gebet und mit ihren Hirten

eins sind. Hier werde ich in ganz besonderer Weise geliebt, angeru-

fen und verherrlicht, vor allem von den Kleinen, den Ein-fachen, den

Armen und den Demütigen.

 

Und unter ihnen wachsen zahlreiche

Berufungen zum Ordensleben und zum Priestertum.

 

- Ein bedrohtes Land, weil auch hier der Irrtum um sich greift, der vom wahren

Glauben wegführt, und sich auch hier die Sekten sehr verbreiten, die

für viele Gläubige eine ernste Bedrohung darstellen.

 

Deshalb lade ich euch, meine vielgeliebten Priester, zu einer großen Einheit mit

dem Papst und den mit ihm verbundenen Bischöfen ein.

 

Hört auf das hierarchische Lehramt der Kirche und folgt ihm, damit ihr den

hinterhältigen Nachstellungen des Irrtums und der Untreue

widerstehen könnt.

 

1364

 

Verbreitet mit Mut die Worte des Evangeliums, und fördert das

Wachstum im Glauben bei den Gläubigen durch eine eifrige Katechese,

die heute so notwendig ist für die Kirche in Korea.

 

Vor allem aber bitte

ich euch, meine Vielgeliebten, in eurem priesterlichen Dienst eifrig zu

sein, ausdauernd im Gebet, glühend in der Liebe zum eucharistischen

Jesus, der das Zentrum eures Apostolates und die große Liebe eures

Lebens werden muß. Seid offen für die Nöte der Ar-men, der Demütigen

und der Kleinen, vor allem für die Nöte meiner Kinder, die im Dunkel

des Heidentums leben und das Licht der Wahrheit und des Heiles, das

euch mein Sohn Jesus geschenkt hat, noch nicht kennen.

 

- Ein in seinem Frieden und in seiner Einheit bedrohtes Land.

 

Dieses Volk wurde in der

Tat getrennt und geteilt. Es hat die Last und die blutige Heimsuchung

eines Bruderkrieges getragen, und auch heute noch bedrohen große Ge-

fahren seine Ruhe und seinen Frieden.

 

Seid ihr meinem Unbefleckten

Herzen geweihten Priester die Werkzeuge meines Friedens und meines

mütterlichen Beistandes für diese Nation, von der ich so geliebt, ange-

rufen und verherrlicht werde.

 

Korea ist ein von mir besonders geliebtes

und beschütztes Land; es ist der Garten, in dem eure himmlische Mutter

außergewöhnliche Zeichen ihrer dauernden Gegenwart unter euch gibt.

 

Ich führe euch auf den Weg der Einheit und des Friedens. Die Einheit

und der Friede werden eurer Kirche und eurem Vaterland als besonderes

Geschenk meines Unbefleckten Herzens gegeben werden.

 

Verlaßt dieses Zönakel in der Freude, und verbreitet überall meine Einladung,

euch meinem Unbefleckten Herzen

 

1365

 

zu weihen, um im Vertrauen und in großer Hoffnung zu leben.

 

Durch euch gelange der Trost meiner mütterlichen Gegenwart auch zu meinen

Kindern in Nordkorea, in China, in Vietnam und diesem ganzen

unermeßlichen Kontinent Asien, der großenteils noch heidnisch ist, den

eure himmlische Mutter aber auf den Weg der Wahrheit und des Heiles

führt.

 

Mit euren Lieben, mit allen, die eurem priesterlichen Dienst

anvertraut sind, segne ich euch im Namen des Va-ters und des Sohnes

und des Heiligen Geistes.«

 

 

Mailand, 8. Dezember 1996

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

 

MIT FREUDE UND GRENZENLOSER HOFFNUNG

 

»Schaut heute mit Freude und grenzenloser Hoffnung auf eure Unbefleckte Mutter.

 

 Mit Freude, weil ich die Ursache eurer Freude bin. So ruft ihr mich in dem mir so

wohlgefälligen Gebet der Lauretanischen Litanei an.

 

An diesem Tag lade ich euch ein, mit Freude zu mir aufzuschauen.

 

- Mit Freude betrachtet ihr mich im Licht meiner Unbefleckten Empfängnis.

 

Weil ich von Ewigkeit her dazu bestimmt war, Mutter des fleischgewordenen

Wortes zu werden, hat die Heiligste Dreieinigkeit mich vor jeder Sünde

bewahrt, auch vor der Erbsünde, die sich jedes Kind im Augenblick

seiner menschlichen Empfängnis zuzieht.

 

1366

 

So seht ihr den ursprünglichen Plan des Vaters, gemäß dem er den

Menschen nach seinem Ebenbild und zu seiner vollkommensten

Verherrlichung geschaffen hat, in mir sich widerspiegeln. Und der

himmlische Vater neigt sich mir mit besonderem Wohlgefallen zu. -

 

-Mit Freude seht ihr mich die jungfräuliche Mutter des Wortes werden,

das in meinem reinsten Schoß Mensch wird. Mein Sohn Jesus wird von

mir geboren, um euer Heiland und Erlöser zu werden. In ihm allein hat

die ganze Menschheit die Möglichkeit, von der Knechtschaft der Sünde

befreit zu werden und zu einer Lebens- und Liebesgemeinschaft mit

dem himmlischen Vater zu gelangen.

 

- Mit Freude offenbare ich mich

euch, ganz erfüllt vom Heiligen Geist, der sich mit meiner Seele durch

ein wahres Band bräutlicher Liebe vermählt, denn allein durch sein

Wirken vollzieht sich in mir die menschliche Empfängnis des

menschgewordenen Gottes und allein durch sein göttliches Wirken

werde ich Mutter Gottes.

 

Als vielgeliebte Tochter des Vaters, Mutter

des Sohnes und Braut des Heiligen Geistes kann ich wahrhaft die Ur-

sache eurer Freude sein. Aber schaut heute auch mit grenzenloser

Hoffnung auf mich.

 

- Mit grenzenloser Hoffnung in diesen Tagen, in

denen die Menschheit die schmerzliche Erfahrung ihrer Gottferne

macht, da sie eine Zivilisation ohne Gott aufgebaut hat, in der sein

Gesetz ständig übertreten und offen zurückgewiesen wird.

 

Für sie sind die Stunden der großen Prüfung und ihrer barmherzigen Züchtigung

gekommen.

 

1367

 

Dann bin ich als Mutter machtvoll und ohne Unterlaß zu-gegen, um

ihr auf ihrem Weg der Bekehrung und der Rückkehr zum Herrn

beizustehen.

 

So öffne ich der ganzen Menschheit das Tor meines Un-

befleckten Herzens, der sicheren Zufluchtsstätte, in die sie zu ihrer

Rettung eintreten muß.

 

- Mit grenzenloser Hoffnung schaut die

Kirche, die jetzt die reinigende Stunde ihrer schwersten Krise

durchlebt, auf mich.

 

Sie wird durchzogen vom Rauch Satans,

zerrissen in ihrer Einheit, verdunkelt in ihrer Heiligkeit und vom

Verlust des Glaubens und einem großen Abfall bedroht.

 

Deshalb offenbare ich mich der Kirche mit der Zärtlichkeit und der

Barmherzigkeit meiner mütterlichen Liebe, leiste ihr Beistand und

stärke sie in den schmerzlichen Augenblicken ihrer großen

Reinigung.

 

Meine Gegenwart in der Kirche wird künftig stärker, an-

dauernder und offenkundiger sein. In der Marianischen

Priesterbewegung wird die ganze Kirche die außerordentliche Hilfe

erkennen, die die himmlische Mutter ihr anbietet, um sie in die

sichere Zufluchtsstätte ihres Unbefleckten Herzens zu führen, wo sie

die leuchtende Stunde ihres zweiten Pfingsten erleben wird.

 

- Schaut auf mich mit grenzenloser Hoffnung, ihr meine kleinen Kinder, die

ihr vom Sturmwind der großen Drangsal so gequält, verwundet und

geschüttelt werdet.

 

Kommt alle zu mir, meine kleinen Kinder.

 

Kommt zu mir, weil ihr es nötig habt, von eurer himmlischen Mutter

getröstet, ermutigt, beschützt, verteidigt und gerettet zu werden.

 

Deswegen habe ich euch die Arche des neuen Bundes erbaut, in die

ihr eintreten müßt, wenn ihr in die neue Zeit, die euch nun erwartet,

gelangen wollt.

 

1368

 

Deshalb lade ich euch heute wiederum alle ein, mit Freude und

grenzenloser Hoffnung in die sichere Zufluchtsstätte meines

Unbefleckten Herzens einzutreten

 

 

Dongo (Como), 24. Dezember 1996

Heilige Nacht

 

DER "GOTT MIT UNS"

»Lebt mit mir in Stille, im

Gebet und in der Erwartung das Geheimnis dieser Heiligen Nacht.

 

Nehmt teil an der tiefen Freude eurer himmlischen Mutter, die sich

vorbereitet, euch ihr göttliches Kind zu schenken.

 

Der von mir geborene Sohn ist auch mein Gott.

 

Jesus ist der Eingeborene Sohn des

Vaters; er ist das Wort, durch das alles geschaffen worden ist; er ist

Licht vom Lichte, Gott von Gott, eines Wesens mit dem Vater. Jesus ist

außerhalb der Zeit: er ist ewig.

 

Als Gott trägt er in sich die Summe aller

Vollkommenheiten; durch mich wird dieser selbe Gott wahrer Mensch.

In meinem jungfräulichen Schoß vollzog sich seine menschliche

Empfängnis.

 

Und in der Heiligen Nacht wird er von mir in einer armen,

unansehnlichen Grotte geboren; er wird in eine kalte Fut-terkrippe

gelegt; er wird von seiner Mutter und seinem ge-setzlichen Vater

angebetet; es umgeben ihn die demütigen Hirten; er wird von den

himmlischen Scharen der Engel verherrlicht, die den Hymnus von der

Ehre Gottes singen und vom Frieden für die Menschen, die von ihm

geliebt und gerettet werden.

 

1369

 

Verneigt euch mit mir, um das soeben geborene Jesuskind

anzubeten: es ist der Immanuel, der 'Gott-mit-uns'.

 

- Er ist der 'Gott mit uns', weil in der göttlichen Person Jesu die göttliche und die

menschliche Natur vereint sind. Im fleischgewordenen Wort

verwirklicht sich die Wesenseinheit der Gottheit und der

Menschheit.

 

Als Gott steht Jesus über Zeit und Raum; er ist unveränderlich, er ist nicht leidensfähig.

 

Als Mensch aber tritt Jesus

in die Zeit ein, er erträgt die Grenzen des Raumes, er unterwirft sich

der ganzen Schwachheit der menschlichen Natur.

 

- Er ist der 'Gott mit uns', der Mensch wird um unseres Heiles willen. In dieser

Heiligen Nacht wird für alle der Retter und Erlöser geboren.

 

Die Schwachheit dieses göttlichen Kindes wird zur Arznei für die ganze

menschliche Schwäche: Sein Weinen ist Linderung für jeden

Schmerz; seine Armut ist Reichtum für jede Not; sein Schmerz ist

Trost für alle Betrübten; sei-ne Sanftmut ist Hoffnung für alle

Sünder; seine Güte wird zur Rettung für alle Verlorenen.

 

- Er ist der 'Gott mit uns', der sich zur Erlösung und zur Zuflucht für die ganze

Menschheit macht.

 

Tretet mit mir in die lichte Grotte seiner göttlichen Liebe ein.

 

Laßt euch von mir in die süße und liebliche

Wiege seines Herzens legen, das soeben erst begonnen hat zu

schlagen. Beugt euch mit mir in Verzückung übermenschlicher Se-

ligkeit hinab, um seine ersten Herzschläge zu hören. Vernehmt die

göttliche Harmonie, die von ihnen ausgeht wie eine himmlische

Melodie der Liebe, der Freude und des Friedens, die die Welt noch

nie vernommen hat.

 

1370

 

Es ist ein Gesang, der immerzu jenen ewigen, süßesten Rhythmus der

Liebe zu jedem Menschen wiederholt: Ich liebe dich, ich liebe dich, ich

liebe dich.

 

Ein jeder seiner Herzschläge ist ein neues Geschenk der

Liebe für alle.

 

Hört mit mir das erste Wimmern seines Weinens. Es ist

das Weinen eines neugeborenen Kindes; es ist der Schmerz eines

Gottes, der allen Schmerz der Welt auf sich genommen hat.

 

- Er ist der 'Gott mit uns', weil Jesus auch in seiner menschlichen Schwachheit

wahrer Gott ist. Jesus Christus ist Gott, er ist außerhalb der Veränderung

der Zeit und der Geschichte: er ist derselbe gestern, heute und in

Ewigkeit. Tretet alle während dieses Jahres, in dem die Kirche euch

einlädt, euch in die Betrachtung des Geheimnisses Christi zu versenken,

in die sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens ein. Als

Mutter führe ich euch zum Verständnis des großen Geschenkes dieser

Heiligen Nacht.

 

Der Vater hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen

Ein-geborenen Sohn zu ihrem Heil dahingab.

 

Der Heilige Geist hat meinen jungfräulichen Schoß fruchtbar gemacht, weil der von mir

geborene Sohn einzig die kostbare Frucht seiner göttlichen Tat der

Liebe ist. Eure himmlische Mutter hat ihre mütterliche Zustimmung

gegeben, damit das göttliche Wunder dieser Heiligen Nacht geschehen

konnte.

 

Vielgeliebte Söhne, beugt euch mit mir hinab, um meinen

soeben geborenen Sohn zu küssen, und liebt und betet an und sagt Dank,

denn dieses schwache Kind ist der menschgewordene Gott, der

Immanuel, der 'Gott mit uns'

 

1371

Mailand, 31. Dezember 1996

Letzte Nacht des Jahres

 

BETET UND SÜHNT

»Ich lade euch ein, die letzten Stunden dieses Jahres zusammen mit

mir im Gebet, in der Stille, im Geist der Fürbitte und der Sühne zu

verbringen.

 

- Betet und sühnt.

 

- Betet, damit ihr durch die

mütterliche Vermittlung meines Unbefleckten Herzens vom Herrn

die Gnaden erlangt, deren ihr in diesen abschließenden Tagen der

Reinigung und der großen Drangsal bedürft.

 

Mit dem kommenden

Jahr tretet ihr in die Zeit der unmittelbaren Vorbereitung auf das

große Jubiläum des Jahres 2000 ein.

 

Diese besondere

Vorbereitung, zu der der Papst euch in seinem Apostolischen

Schreiben 'Tertio millennio adveniente' ('Im Advent des dritten

Jahrtausends') aufruft, soll euch dabei helfen zu verstehen, wie

wichtig und bedeutsam dieses Datum für die Kirche und die ganze

Menschheit ist.

 

Dieses Datum muß für euch deswegen besonders

bedeutsam sein, weil ich euch für dieses Datum den Triumph

meines Unbefleckten Herzens in der Welt angekündigt habe. –

 

 Betet in innigster Vereinigung des Glaubens mit eurer himmlischen

Mutter, die ihre mütterliche Aufgabe der Fürbitte für alle ihre

Kinder erfüllt.

 

Ich erbitte von euch ein unablässiges, demütiges,

ausdau-erndes und vertrauensvolles Gebet. Deshalb erneuere ich

 

1372

 

nochmals meine Bitte, die Zönakel des Gebetes und der Brüderlichkeit

überall zu verbreiten.

 

Diese Zönakel sollen sich unter den Priestern, die

meine vielgeliebten Söhne sind, und unter den Gläubigen aus-breiten.

 

Ich erwarte eine hochherzige Antwort von den Kindern, damit sie von

mir vor dem großen Verderben, das die ganze Welt ergriffen hat,

beschützt und von mir verteidigt werden können. Die Jugendlichen bitte

ich, sich in diesen Zönakeln zu versammeln, damit sie in die neuen

Zeiten ge-langen, die ich für sie vorbereitet habe. Vor allem müssen sich

die christlichen Familien in diesen Zönakeln versam-meln, damit ich

ihnen helfen kann, in vollkommener Ge-meinschaft der Liebe zu leben,

immer offen für das Ge-schenk des Lebens, das bejaht, beschützt und

verteidigt werden muß.

 

- Betet, damit ihr das von euch erflehte und

erwartete große Geschenk des zweiten Pfingsten erhaltet. Der Heilige

Geist wird es sein, der der Welt sein umfassendes und vollkommenes

Zeugnis für Jesus schenken wird.

 

Jesus Christus muß von der ganzen

Menschheit als euer einziger Erlöser und Heiland aufgenommen, geliebt

und angebetet werden; ihm muß sie folgen.

 

Der Heilige Geist wird den

Geist und das Herz aller für den Empfang des Lichtes der Wahrheit

öffnen. Und so wird es zur Bildung einer Herde unter einem Hirten

kommen.

 

- Sühnt für die Sünden dieser armen Menschheit, die sich

ganz in der Gewalt meines Widersachers befindet. Seht, wie sie Gott

zurückgewiesen hat!

 

1373

 

Sie hat eine heidnische Zivilisation errichtet, gegründet auf

verbissenes Suchen nach Genuß und materiellem Wohlergehen.

Das Gesetz des Herrn wird gänzlich umgestürzt und selbst größte

moralische Unordnung wird gerechtfertigt.

 

Hochmut hat den Geist

des Menschen verführt, Unreinheit hat die Herzen verdorben; die

Finsternis der Sünde und des Bösen hat die Seelen verdunkelt. Nun

hat diese arme Menschheit den tiefsten Grund ihres Elendes erreicht.

 

Wenn nicht eine große Barmherzigkeit sie aufrichtet, gelingt es ihr

nicht mehr, sich zu erheben.

 

- Betet, daß das große Wunder der

göttlichen Barmherzigkeit auf die Welt herabkomme.

 

- Sühnt für die Untreue so vieler Kinder der Kirche. Der Mangel an Glauben

greift selbst unter ihren Hirten um sich, und die Herde wird vom

Sturmwind der Apostasie geschüttelt.

 

Irrtümer werden verbreitet,

gelehrt und befolgt; überall breiten sich die Sekten aus.

 

Wer wird noch feststehen im Glauben an Jesus und an seine Kirche?

 

- Sühnt für meine armen sündigen Kinder.

 

Ich erbitte von euch das, was ich

von den drei Kindern erbeten habe, denen ich in Fatima erschienen

bin. Wollt ihr euer Leben im Geist des Gebetes und der Sühne für

die Rettung aller Sünder darbringen, besonders für jene, die der

göttlichen Barmherzigkeit am meisten bedürfen?

 

Dann bildet ihr mit mir ein großes, über die ganze Welt
ausgebreitetes Netz der Liebe und der Rettung.

 

1374

 

Es ist die Arche des neuen Bundes, die sichere Zufluchtsstätte, auf die ihr

wartet, in die die Fernstehenden eintreten müssen, die Gottlosen, die

Sünder, die Armen, die Kranken und die Verzweifelten, damit sich alle

des Lichtes, des Friedens und der Freude erfreuen können, die nur das

Unbefleckte Herz eurer himmlischen Mutter euch schenken kann.

 

In diesen drei Jahren, die euch noch vom großen Jubiläum trennen, wird -

wie nie zuvor - der Kirche und der ganzen Menschheit in immer stärkerer

Weise offenkundig werden, daß mein Unbeflecktes Herz eure sichere

Zufluchtsstätte sein wird.

 

Deshalb bitte ich euch, die letzten Stunden

dieses Jahres nicht mit Zerstreuungen und in Vergnügungen zu ver-

bringen, sondern mit mir in Gebet und Sammlung.

 

Betet und sühnt, meine vielgeliebten Söhne.

 

Eure himmlische Mutter läßt ihre leuchtenden

Strahlen der Reinheit und der Heiligkeit auf euch fallen.

 

Ich bereite euch darauf vor, die neuen Tage, die euch erwarten, als Geschenke der Gnade

und der Barmherzigkeit anzunehmen, weil mein Unbeflecktes Herz durch

euch seinen angekündigten Triumph erlangen will

 

1375

 

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