DonGobbi Einsprechungen

 

 

1993

 

DIE ZEIT

DER GROSSENPRÜFUNG

 

 

Rubbio (Vicenza), l. Januar 1993

Hochfest der Gottesmutter Maria

 

DIE ZEIT DER GROSSEN PRÜFUNG

«Meine vielgeliebten und meinem Unbefleckten Herzen

geweihten Söhne, heute seid ihr bei der Feier des liturgischen

Hochfestes meiner göttlichen Mutterschaft in geistiger Weise vereint.

 

Ich bin die wahre Mutter Gottes.

 

In meinem jungfräulichen Schoß hat

das Wort des Vaters die menschliche Natur angenommen und ist euer

Bruder geworden.

 

Einige Augenblicke vor seinem Sterben hat mir

Jesus am Kreuz die von ihm erlöste und gerettete Menschheit anver-

traut.

 

So bin ich die Mutter der ganzen Menschheit geworden.

 

Gerade wegen meiner Funktion als Mutter Gottes und als Mutter der

Menschheit trete ich in eurem Leben — wie auch im Leben der

Kirche und im Leben der ganzen Menschheit — in Erscheinung, um

euch zu helfen, den Plan des ewigen Vaters zu verwirklichen, indem

ihr auf das Geschenk, das euch mein Sohn Jesus gemacht hat,

Antwort gebt und dem Wirken des Heiligen Geistes mit Fügsamkeit

entsprecht.

 

Als Mutter bin ich immer bei euch, bei der Kirche und bei

der Menschheit, um euch auf dem Weg der Verwirklichung des

Willens des Vaters, der Nachahmung des Sohnes und der

Gemeinschaft mit dem Geist der Liebe zu führen, so daß die Heiligste

und göttliche Dreieinigkeit immer mehr verherrlicht wird.

 

In der vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit findet

sich der Quell eurer Freude und eures Friedens.

 

1117

 

Der Friede wird euch vom Vater geschenkt, vom Sohn zugeteilt und

vom Heiligen Geist mitgeteilt.

 

Der Vater hat in der Tat die Welt so

sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab. Der Sohn ist selber

der Friede, welcher der Welt mitgeteilt wird. Und der Heilige Geist

führt euch zur Liebe, aus welcher allein der Friede entstehen kann.

 

Der Böse, der Satan, die alte Schlange, der große Drache ist immer

aktiv gewesen und treibt auf jede Weise sein Unwesen, um euch, der

Kirche und der Menschheit das wertvolle Gut des Friedens zu rauben.

 

Es gehört also zu meiner Funktion als Mutter, euch alle zu einer

großen Lebensgemeinschaft mit Gott zu bringen, damit ihr dahin

gelangen könnt, die süße Erfahrung der Liebe und des Friedens zu

machen.

 

Noch nie wie gerade in euren Tagen war der Friede so sehr

bedroht, weil der Kampf meines Widersachers gegen Gott immer

stärker, hinterlistiger und dauernder wird und sich universal

ausbreitet.

 

Ihr seid so in die Zeit der großen Prüfung eingetreten.

 

— Die große Prüfung ist für euch alle gekommen, meine armen Kinder,

die ihr so sehr von Satan bedroht und von den bösen Geistern

getroffen seid.

 

Die Gefahr, die euch droht, besteht darin, die Gnade

und die Lebensgemeinschaft mit Gott zu verlieren, die euch mein

Sohn Jesus im Augenblick der Erlösung, als er euch der Sklaverei

des Bösen entriß und von der Sünde befreite, erworben hat.

 

Nun wird die Sünde nicht mehr als ein Übel betrachtet, sondern sie wird —

ganz im Gegenteil — oft als etwas Wertvolles und Gutes

hochgespielt. Unter dem falschen Einfluß der Kommunikationsmittel

kommt man schrittweise dahin, das

 

1118

 

Bewußtsein, daß die Sünde etwas Böses ist, zu verlieren. So wird sie

immer mehr begangen, gerechtfertigt und nicht mehr gebeichtet.

 

Wenn ihr in der Sünde lebt, kehrt ihr unter die Sklaverei Satans zurück und seid

seiner unheilvollen Macht unterworfen. Und so wird das Geschenk der

Erlösung, die Jesus für euch vollbracht hat, unwirksam gemacht. So

schwindet der Friede aus euren Herzen, aus euren Seelen und aus eurem

Leben.

 

Meine so sehr bedrohten und so kranken Kinder, nehmt meine

mütterliche Einladung an, zum Herrn auf dem Weg der Bekehrung und

der Buße zurückzukehren.

 

Erkennt die Sünde als das größte Übel, als die

Quelle aller individuellen und sozialen Übel. Lebt nicht mehr in der

Sünde. Wenn es euch wegen eurer menschlichen Schwäche oder durch

die hinterlistigen Versuchungen des Bösen zustoßen sollte, eine Sünde

zu begehen, dann eilt sofort zur Beichte.

 

Die häufige Beichte sei das Heilmittel, dessen ihr euch gegen
die Verbreitung der Sünde und des Bösen bedienen sollt.

 

Dann lebt ihr in einer großen Gemeinschaft der

Liebe und des Lebens mit der Heiligsten Dreieinigkeit, die in euch ihre

Wohnung nimmt und die von euch immer mehr verherrlicht wird.

 

— Die große Prüfung ist für die Kirche gekommen, die von den bösen Geistern

so sehr verwundet und in ihrer Einheit so zerrissen sowie in ihrer

Heiligkeit so geschwächt ist. Seht, wie sich der Irrtum in ihr ausweitet,

der sie zum Verlust des wahren Glaubens führt. Der Abfall verbreitet sich

überall. Ein besonderes Geschenk meines Unbefleckten Herzens für diese

eure Zeiten ist der Katechismus der katholischen Kirche,

 

1119

 

den mein Papst gleichsam als sein leuchtendes und höchstes Testament

veröffentlicht hat.

 

Aber wie zahlreich sind die Hirten, die im Dunkeln

herumtappen, die stumm geworden sind — aus Angst oder aus Kom-

promiß — und die ihre Herde vor den reißenden Wölfen nicht mehr

verteidigen!

 

Das Leben vieler Priester und Ordensleute ist von der

Unreinheit ausgedorrt und von den Genüssen und der Sucht nach

Bequemlichkeit und Wohlstand verführt worden.

 

Die Gläubigen werden

von den Fallstricken der heidnisch gewordenen Welt oder von den

unzähligen, sich immer mehr verbreitenden Sekten angezogen.

 

Besonders für die Kirche ist die Stunde ihrer großen Prüfung

gekommen, denn sie wird vom Mangel an Glauben zerrüttet, vom

Abfall verdunkelt, vom Verrat verwundet, von ihren Kindern verlassen,

von den Schismen gespalten und von der Freimaurerei besessen und

beherrscht werden und so wird sie eine Erde werden, die dazu bereit

geworden ist, daß aus ihr der schlechte Baum des ruchlosen Menschen,

des Antichrists, hervorsprießt, der sein Reich in ihr Inneres

einschleusen wird.

 

— Die große Prüfung ist für die ganze Menschheit gekommen,
die von der sich verbreitenden Gewalttätigkeit, vom

zerstörenden Haß und von den sich auf furchtbare Weise ausdehnenden

Kriegen, sowie von den großen Übeln, die man nicht mehr heilen kann,

zerrissen wird.

 

Bei Anbruch dieses neuen Jahres wird die Gefahr eines

furchtbaren dritten Weltkrieges stärker und besorgniserregender. Wie

viele müssen die Geißel des Hungers, der Teuerung, des Streites und

der Bruderkämpfe, die so viel Blut auf euren Straßen vergießen werden,

erleiden.

 

1120

 

— Wenn die 'Zeit der großen Prüfung gekommen ist, dann ist auch der

Augenblick gekommen, da alle in die sichere Zufluchtsstätte meines

Unbefleckten Herzens eilen müssen.

 

Verliert nicht den Mut.

 

 Seid stark in der Hoffnung und im Vertrauen.

 

Ich habe euch die Zeiten, diese

schmerzhaften und schwierigen Zeiten, die euch erwarten, gerade

deswegen vorhergesagt, um euch zu helfen, in der Hoffnung und in

einem großen Vertrauen auf eure himmlische Mutter zu leben.

 

Je mehr ihr in die Zeit der großen Prüfung eintretet, um so stärker werdet ihr in

außergewöhnlicher Weise meine Gegenwart als Mutter bei euch

erfahren. Sie wird euch helfen und verteidigen, euch schützen und

trösten und euch neue Tage der Heiterkeit und des Friedens bereiten.

 

Nach der Zeit der großen Prüfung erwartet euch am Ende die Zeit des

großen Friedens und der großen Freude, der großen Helligkeit und des

größten Triumphes Gottes unter euch.

 

Betet mit mir an diesem meinem

Tag und lebt in dieser Erwartung, die die Bitterkeit eures täglichen

Leidens versüßt.

 

Heute breite ich meinen Mantel über euch aus, um euch

zu schützen, so wie eine Henne ihre Kücken unter ihre Flügel nimmt,

und ich segne euch alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des

Heiligen Geistes.«

 

 

Jauru (Mato Grosso - Brasilien), 2. Februar 1993

Darstellung des Jesuskindes im Tempel

 

IM TEMPEL MEINES UNBEFLECKTEN HERZENS

»Vielgeliebte Söhne, laßt euch wie

neugeborene Kinder auf meinen mütterlichen Armen in den geistigen

Tempel meines Unbefleckten Herzens tragen.

 

1121

 

— Im Tempel meines Unbefleckten Herzens opfere ich euch zur

vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten und göttlichen

Dreieinigkeit auf.

 

Ich opfere euch zur Verherrlichung des Vaters auf,

der sein Wohlgefallen auf euch herabsenkt, und führe euch jeden

Augenblick eures Daseins, damit ihr seinen göttlichen Willen mit

Liebe und Gefügigkeit und mit kindlicher Hingabe erfüllt.

 

So wird

der himmlische Vater verherrlicht und sein Name wird angebetet und

geheiligt, wie im Himmel so auch auf dieser Erde.

 

Ich opfere euch

zur Verherrlichung des Sohnes auf, der auf euch den Strom seiner

göttlichen Barmherzigkeit ausgießt, um in euren Seelen jede Trübung

des Bösen und der Sünde zu beheben, und der euch auch sein Abbild

als eingeborener Sohn des Vaters eindrückt und seinen göttlichen

Glanz mit euch verbindet, um euch so selber zum Licht zur

Erleuchtung aller Völker zu machen.

 

Deshalb führe ich euch mit

zarter Stärke auf dem Weg des Glaubens und der Reinheit, der

Hoffnung und der Abtötung, der Liebe und einer immer größeren

Heiligkeit.

 

Ich opfere euch zur Verherrlichung des Heiligen Geistes

auf, der sich euch in unerschöpflicher Überfülle schenkt, um euch in

das Herz seines eigenen Planes der Liebe zum Vater und zum Sohn

zu führen und um euch so zu brennenden Zeugen seiner göttlichen

Liebe zu machen.

 

Deshalb erlange ich euch seine sieben heiligen

Gaben, die euch Kraft und Beständigkeit, Mut und Stärke, Eifer und

Ausdauer in der Erfüllung der Mission, die euch anvertraut ist,

geben.

 

Während im Tempel des geschaffenen Universums Gott ge-

leugnet, verspottet und gelästert wird, empfängt die Heiligste

 

1122

 

und göttliche Dreieinigkeit im Tempel meines Unbefleckten Herzens

heute noch ihr Lob und ihre vollkommene Verherrlichung aus dem

Mund meiner kleinen Kinder.

 

— Im Tempel meines Unbefleckten Herzens
bilde ich euch für den größten Glanz der Kirche, des neuen

Israels Gottes, heran.

 

In der Zeit der großen Prüfung für die Kirche

werdet ihr zu der von ihr heiß ersehnten Hilfe, die ihr mein Unbeflecktes

Herz für diese blutigen Augenblicke der großen Bedrängnis schenkt.

 

So bringe ich euch zum heroischen Zeugnis für Christus und sein

Evangelium, indem ich euch zu mutigen Verkündern aller Wahrheiten

des katholischen Glaubens mache, damit ihr die tiefe Finsternis dieser

Zeiten des großen Abfalls mit eurem Licht erhellen könnt.

 

Durch euch wird die Kirche immer mehr erhellt und sie wird das Vertrauen und die

Kraft wiederfinden, um den Auftrag der zweiten Evangelisierung, zu der

sie stark vom Geist gedrängt wird, erfüllen zu können.

 

— Im Tempel meines Unbefleckten Herzens schenke ich der ganzen Menschheit für

diese Zeiten der großen Prüfung, die nun gekommen sind, die erflehte

und erwartete Zufluchtsstätte.

 

In diesen Jahren werdet ihr sehen, wie

viele meiner hungrigen und verzweifelten, geschlagenen und

verwundeten Kinder herbeieilen, um Schutz und Rettung im Tempel

meines Unbefleckten Herzens zu suchen.

 

Ich wünsche, daß der Auftrag,

der meiner Marianischen Priesterbewegung anvertraut ist, in kürzester

Zeit ausgeführt wird und daß alle schnellstens die Weihe an mein

Unbeflecktes Herz machen, die ich für diese Tage der großen Prüfung

von euch gefordert habe.

 

1123

 

Gerade deshalb befindest du dich, mein kleiner Sohn, heute neuerlich

an einem so sehr entfernten Ort, wo ich verherrlicht werde und wo

Jesus von einer großen Zahl meiner kleinen, armen, demütigen und

einfachen Kinder angebetet wird, die die Forderungen eurer

himmlischen Mutter treu und fügsam annehmen.

 

Im Herzen aller meiner kleinen Kinder nehme ich meine Wohnung, in die ich mich

selber flüchte, um von eurer zarten und kindlichen Liebe getröstet zu

werden und um jene große Sühne zu erlangen, die ich von euch erbeten

habe und die ich brauche, um die großen Leiden dieser eurer Tage

abzukürzen

 

 

Sao Paulo (Brasilien), 11. Februar 1993

Jahrestag der Erscheinung in Lourdes

 

DIE GEFAHREN, DIE EUCH DROHEN

»Schaut heute auf den Glanz eurer himmlischen Mutter, die

in Lourdes als Unbefleckte Empfängnis erschienen ist.

 

Ich bin erschienen, um euch anzukündigen, daß ihr in die Zeit meiner vollen

Offenbarung eingetreten seid.

 

Ich bin erschienen, um euch den Weg zu

zeigen, den ihr in diesen euren letzten Zeiten gehen müßt.

 

Ich bin erschienen, um meine Aufgabe als Mutter an euch, meine Kinder, zu

erfüllen, die ihr so sehr unter den Nachstellungen von meinem und

eurem Widersacher leidet.

 

In der Zeit der großen Prüfung zeige ich euch die Gefahren, die euch drohen.

 

— Die größte Gefahr besteht darin,

der Verführung der Welt, in der ihr lebt, zu erliegen, Opfer der Sünde

und des Bösen zu werden und in die Sklaverei Satans und seiner

diabolischen Macht zurückzukehren.

 

1124

 

Damals habe ich mich euch als die Unbefleckte Empfängnis offenbart,

das heißt als das einzige Geschöpf, das nie den Schatten einer Sünde

gekannt hat, nicht einmal den der Erbsünde, die sich jede Person im

Augenblick ihrer menschlichen Empfängnis zuzieht.

 

Ich habe an euch meine mütterliche Einladung gerichtet, auf dem Weg des Guten und der

Gnade, der Reinheit und der Demut, der Liebe und einer immer größeren

Heiligkeit zu gehen.

 

Ich habe auch von euch gefordert, jene Mittel zu

gebrauchen, die unentbehrlich sind, um diesen schwierigen Weg zu

gehen: die Buße und das Sakrament der Versöhnung.

 

— Eine andere Gefahr, die euch droht, besteht darin, sich von einer ungeordneten

Aktivität ganz in Anspruch nehmen zu lassen und dabei die mächtige

Kraft, die das Gebet hat, um die Gnade der Bekehrung für so viele meiner

armen, sündigen Kinder zu erlangen, zu vergessen.

 

Damals habe ich euch

eingeladen, viel für die Bekehrung der Sünder zu beten, indem ich euch

durch meine kleine Tochter Bernadette zeigte, daß das wirksamste und

von mir bevorzugte Gebet das des heiligen Rosenkranzes ist.

 

 — Schließlich besteht die dauernde Gefahr, daß ihr krank werdet, daß ihr

euch von der Entmutigung und dem Mißtrauen ergreifen laßt, so daß ihr

von einem wahren geistigen Unvermögen erfaßt werdet.

 

Damals habe ich mich euch auch als Medizin für eure Übel, als Hilfe für eure Nöte, als

Unterstützung für eure menschliche Schwäche offenbaren wollen.

 

Ich habe euch eingeladen, zur Quelle zu gehen und euch mit jenem Wasser zu

waschen, das ich auf wunderbare Weise aus dem Felsen, auf dem ich

erschienen bin, entspringen habe lassen.

 

1125

 

Heute, da die Zeit der großen Prüfung gekommen ist, wiederhole ich

euch meine mütterliche Einladung, mir auf dem Weg der Gnade und

der Reinheit, der Buße und des Gebets zu folgen, um das Geschenk

der Heilung und der Rettung zu er-langen.«

 

 

Fatima (Portugal), 15. März 1993

 

ICH HABE DICH HIER GEWOLLT

»Heute lade ich euch ein, geistigerweise hierher zu

kommen, meine vielgeliebten Söhne, in die arme Cova da Iria in

Fatima, wo ich erschienen bin, um in diesem Zeitabschnitt, den ihr

gerade durchlebt, Licht auf eurem Weg zu sein.

 

Ich habe dich deshalb noch einmal hier gewollt, mein kleiner Sohn, hier zu meinen Füßen, an

demselben Ort, wo ich dieses große Liebeswerk meiner Marianischen

Priesterbewegung entstehen habe lassen.

 

Ich habe dich hier gewollt,

um aus deinen Händen dieses mein Werk anzunehmen, das sich nun in

der ganzen Welt verbreitet hat und wodurch mir die Verehrung meiner

vielgeliebten Priester und meiner Kinder, die sich meinem

Unbefleckten Herzen weihen, von überall her zuteil wird.

 

Diese hochherzige Antwort, die ich besonders von den Kleinen, den Armen,

den Einfachen und den Demütigen empfange, schenkt meinem

mütterlichen Herzen so viel Freude und lindert meinen großen

Schmerz.

 

Ich habe dich hier gewollt, um dir zu sagen, daß ihr nun alle

schnellstens in die sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten

Herzens eintreten müßt.

 

1126

 

Wie Noach im Namen des Herrn jene, die vor der Sintflut bewahrt werden

sollten, einlud, in die Arche einzutreten, so mußt nun du, mein kleinster

Sohn, im Namen der himmlischen Mutter jene einladen, in die

Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens einzutreten, die vor der

großen Prüfung, die nun für die Kirche und für die ganze Menschheit

gekommen ist, geschützt, verteidigt und gerettet werden sollen.

 

Ich habe dich hier gewollt, weil du allen mitteilen mußt, daß ihr nun, von diesem

Jahr an, in die von mir vorausgesagten Ereignisse kommt, die im dritten

Teil des Geheimnisses enthalten sind, der euch noch nicht offenbart

worden ist. J

 

Jetzt wird dieser durch die Ereignisse selbst, die daran sind,

sich m der Kirche und in der Welt zu verwirklichen, offenbar werden.

 

Meine Kirche wird vom heftigen Sturm des Abfalls und des Unglaubens

erschüttert werden, und jener, der sich Christus widersetzt, wird in ihr

Inneres eindringen und so den unheilvollen Greuel, der euch von der

Heiligen Schrift vorausgesagt worden ist, auf die Spitze treiben.

 

Die Menschheit wird die blutige Stunde ihrer Bestrafung kennenlernen: Sie

wird von der Geißel der Epidemien, des Hungers und des Feuers

geschlagen werden; viel Blut wird auf euren Straßen vergossen werden;

der Krieg wird sich überallhin ausbreiten und über die Welt eine

unermeßliche Verwüstung bringen.

 

Ihr alle, meine armen Kinder, müßt

das Gewicht großer Leiden und unsagbarer Schmerzen tragen, damit sich

allen das große Wunder der göttlichen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit

offenbaren kann.

 

1127

 

 

 

Deshalb wiederhole ich heute von meinem Heiligtum von Fatima aus

die dringende Einladung, euch durch eure Weihe an mein Unbeflecktes

Herz zu mir zu flüchten und überall die Gebetszönakel zu verbreiten,

die ich von euch unter Priestern, Kindern und Jugendlichen und in den

Familien gefordert habe.

 

Habt keine Angst.

 

Laßt euch nicht von der Entmutigung befallen.

 

Ich bin immer mit euch.

 

Ich habe dich hier gewollt, weil du allen verkünden mußt, daß die Zeit gekommen ist, in

der ich mich auf außergewöhnliche Weise all jenen offenbaren werde,

die sich mir geweiht haben und einen Teil meiner siegreichen Schar

bilden.

 

Von diesem Ort, wo ich als die mit der Sonne bekleidete Frau

erschienen bin, um euer Licht in diesen finsteren Jahren der großen

Bedrängnis zu sein, segne ich euch alle im Namen des Vaters und des

Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

 

Rubbio (Vicenza), 8. April 1993

Gründonnerstag

 

EIN DIENST DER LIEBE

»Vielgeliebte Söhne, es ist

euer Fest, es ist euer Ostern. Heute erinnert ihr euch an die Einsetzung

des neuen Opfers und des neuen Priestertums, die im Letzten

Abendmahl geschah.

 

Vereint um die Bischöfe erneuert ihr in der

Konzelebration eure Versprechen der Treue zu Jesus und zur Kirche.

 

Ihr seid seine Diener, ihr seid seine Helfer.

 

Euer priesterliches Dienstamt sei ein Dienst der Liebe.

 

1128

 

— Liebt Jesus, der euch erwählt, berufen und geweiht hat, um in der Zeit

sein Opfer zu verewigen, das er auf dem Kreuz für die Rettung der Welt

vollbracht hat.

 

Jesus verlangt von euch, seinen Priestern, nur, daß er

geliebt wird.

 

Er bittet euch darum mit dem Flehen eines Verdurstenden,

der lechzend einen Tropfen Wasser erwartet; mit dem Verlangen eines

Verhungernden, der die Hand ausstreckt, um ein Stück Brot zu

bekommen; mit der Sehnsucht eines Verliebten, der innigst danach

verlangt, von der Person, die er liebt, Liebe zu empfangen.

 

Meine vielgeliebten Söhne, öffnet euer priesterliches Herz für die vollkommene

Liebe zu meinem Sohn Jesus.

 

Eure Liebe sei Balsam für sein Herz, der die

Bitterkeit versüßt, sich in diesen Zeiten so wenig geliebt zu fühlen, da die

Herzen der Menschen eisig, kalt und von Egoismus und einer großen

Trockenheit verschlossen sind.

 

Mehr denn je wird heute die Liebe nicht geliebt.

 

Ihr, seine Priester, liebt Jesus, der von einer großen Kälte und von

einer allgemeinen Gleichgültigkeit umgeben ist.

 

Euer priesterliches Dienstamt sei ein Dienst der Liebe für ihn.

 

Liebkost sein so vielfach

entstelltes Antlitz; verbindet sein Haupt, das von tiefen Dornen durchbohrt

ist; küßt seine Lippen, um die Bitterkeit seines Kelches auszukosten; salbt

seinen von Schweiß und Blut bedeckten Leib mit Balsam; sühnt mit eurer

Gegenwart seine Verlassenheit, die sich unzählige Male wiederholt;

schenkt ihm euer Leben als eine liebevolle Entschädigung für den Verrat,

der dauernd geschieht.

 

Tretet mit Jesus in Getsemani ein und erlebt mit

ihm die schmerzhaften Stunden seines inneren Todeskampfes.

 

1129

 

— Liebt seine und eure Brüder mit der unendlichen Zärtlichkeit

seiner göttlichen Liebe.

 

Lernt von Jesus, der gütig und von Herzen demütig ist.

 

Lernt von Jesus zu lieben.

 

Gürtet auch euch mit dem

Leinentuch, um euch in den Dienst des Nächsten zu stellen.

 

Euer priesterliches Dienstamt sei ein Dienst der Liebe für alle.

 

Gewährt, daß es Jesus selbst in euch sei, der liebt:

 

Schenkt den Armen seinen Reichtum, den Reichen seine Armut, den Gesunden seine Schwäche,

den Kranken seine Kraft, den Sündern sein Heil, den Sterbenden sein

Paradies, den Hungrigen seinen Leib, den Durstigen sein Blut, den

Schwachen seine Unterstützung, den Kleinen seine Verteidigung,

allen seine göttliche Zärtlichkeit.

 

An diesem Gründonnerstag, vielgeliebte Söhne, lernt von Jesus zu lieben.

 

Deshalb lade ich euch heute ein, alle in das Getsemani seiner göttlichen Liebe einzutreten

und es niemals mehr zu verlassen.«

 

 

Rubbio (Vicenza), 9. April 1993

Karfreitag

 SEINE SCHMERZHAFTE PASSION ERNEUERT SICH

 

»Vielgeliebte Söhne, kommt mit mir auf den Kalvarienberg, um die

schmerzhaften Stunden der Passion und des Todes meines Sohnes

Jesus zu erleben.

 

Mit wieviel Mühe legt er den Weg nach Golgota

zurück und trägt dabei die Last seines Marterpfahles auf seinen

wunden Schultern.

 

1130

 

Wie weit entfernt sind die Rufe seines Triumphes: .Hosanna dem Sohn

Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.'

 

Anstatt der Palm- und Olivenzweige sind es hier die Lanzen der römischen Soldaten,

anstatt der Hosannarufe der Menge die Schreie und Beschimpfungen der

Schergen, anstatt des Freudengesangs der kleinen Kinder das Weinen der

getreuen Frauen und anstelle des majestätischen und königlichen

Schreitens Jesu sein langsames Vorankommen mit dem Kreuz auf seinen

Schultern.

 

Hier gibt es keine von Jesus mit seinem Brot gesättigten

Menschenmengen, keine von ihm geheilten Kranken, keine Sünder, die er

auf den Weg des Guten geführt hat, und keine Apostel, die von ihm zu

seinen Zeugen erwählt worden sind.

 

Aber hier ist seine Mutter und daneben der geliebte Johannes,
der euch alle, meine vielgeliebten Söhne, vertritt.

 

Gemeinsam küssen wir seine Wunden, sammeln sein Blut,

schließen seine tiefen Verwundungen, ordnen seine blut-getränkten Haare,

trocknen sein angespucktes und von Schlägen gezeichnetes Antlitz,

waschen seinen von schmählichen Mißhandlungen entstellten und

gemarterten Leib rein und trinken das Blut und das Wasser, das aus

seinem durchbohrten Herzen herausfließt.

 

Und wir erleben für immer in der Seele seine schmerzhafte Passion.

 

Diese seine schmerzhafte Passion erneuert sich in diesen letzten Zeiten, in denen die große Prüfung für alle gekommen ist.

 

Seine schmerzhafte Passion erneuert sich für seinen

geheimnisvollen Leib, die Kirche. Auch sie ist berufen, in das Getsemani

ihres Todeskampfes einzutreten; auch sie kennt den Kuß des

 

1131

 

Verrates, die Verleugnung und das Verlassenwerden von selten der Ihren;

auch sie muß die ganze Bitterkeit ihres Kelches auskosten; auch sie wird

verspottet, gegeißelt und mit Dornen gekrönt; auch sie lernt die Verurteilung

und die Schmähung durch viele kennen; auch sie wird gekreuzigt und

hingeopfert, damit sich der Plan des himmlischen Vaters erfüllt.

 

Seine schmerzhafte Passion erneuert sich für euch, meine vielgeliebten Söhne.

Deshalb habe ich euch seit so langer Zeit berufen, mit eurer Weihe in das

Getsemani meines Unbefleckten Herzens einzutreten, um euch zu eurer

priesterlichen Hinopferung heranzubilden und euch die Kraft zu schenken,

ohne Furcht auf den Kalvarienberg eures Martyriums hinaufzusteigen —

neben mir, eurer schmerzhaften Mutter, die euch unter dem Kreuz, auf dem

mein Sohn Jesus getötet worden ist, zum Leben gebracht hat.

 

Die Zeit eurer schmerzhaften Passion ist nun gekommen.

 

Auch ihr werdet verfolgt und

geschlagen, zurückgewiesen und verurteilt, eingesperrt und getötet werden.

 

Laßt euch aber nicht von der Furcht und der Angst ergreifen.

 

Ich bin euch so nahe, wie ich unter dem Kreuze gestanden bin.

 

Ich bin euch nahe in der Stunde eurer schmerzhaften Passion, die sich für euch, meine vielgeliebten

Söhne, erneuert, damit ich auch heute unter eurem Kreuz meine Funktion als

Mutter der neuen Zeit erfüllen kann, die aus euren schmerzhaften Leiden

entstehen wird

 

1132

 

Rubbio (Vicenza), 10. April 1993

Karsamstag

 

BEI JEDEM GRAB

»Lebt mit mir im Gebet, im Schweigen

und in der Erwartung bei dem Grab, wo der entseelte Leib meines Sohnes

Jesus ruht.

 

Vielgeliebte Söhne, lebt mit mir zusammen an diesem Tag

meines unbefleckten Schmerzes. Es ist der Tag meiner neuen und

geistigen Mutterschaft.

 

Es ist der einzige Tag, an dem ich ohne meinen

Sohn geblieben bin.

 

Es ist der erste Tag, an dem ich mich berufen fühle,

als Mutter für euch, für die Kirche und für die ganze Menschheit zu

handeln.

 

Als Mutter bin ich von heute an bei jedem Grab, in das jedes

einzelne meiner neuen Kinder gelegt wird.

 

Ich bin bei dem Grab, wo

Millionen von unschuldigen Kindern ruhen, die nie auf die Welt kamen,

weil sie im Mutterleib getötet wurden. Ich sehe alle diese zahllosen Gräber

zusammen innerhalb des neuen Grabes, wo der Leib meines Sohnes

bestattet ist, und reiche Tränen fließen vom Antlitz einer Mutter herab,

die alle ihre kleinen Kinder beweint, die auf so un-menschliche und

grausame Weise getötet wurden.

 

Ich bin bei dem Grab, wo all die Opfer

des Hasses, der Gewalttätigkeit und der Kriege bestattet sind und die in

Massengräbern ohne irgendeine Geste menschlicher Pietät verscharrt

wurden.

 

Ich bin bei dem Grab, wo alle meine sündigen, armen, kranken,

ausgestoßenen, verfolgten, unterdrückten und zertretenen Kinder im

Schlaf des Todes ruhen.

 

1133

 

Ich bin bei dem Grab, das die sterbliche Hülle meiner Priestersöhne, der

Ordensleute und jener, die ihr Leben dem Dienst meines Sohnes Jesus geweiht

haben, aufbewahrt.

 

Bei jedem Grab will ich heute zusammen mit euch, meine

vielgeliebten Söhne, im Schmerz und im Gebet wachen.

 

Seit jenem Karsamstag

strömen tagtäglich viele Tränen von meinen mütterlichen und barmherzigen

Augen, um jedes meiner Kinder zu beweinen, das zu Grabe getragen wird.

 

Bei jedem Grab aber wache ich vor allem in Hoffnung und Erwartung.

 

Seitdem mein Sohn Jesus als Sieger über Tod und Unterwelt seinem Grab wieder

lebendig entstieg, erwarte ich mit Vertrauen den Augenblick, da auch alle

meine Kinder aus ihren Gräbern hervorkommen werden, um für immer am

unsterblichen Leben teilzunehmen, das euch Jesus durch seinen Tod und seine

Auferstehung erworben hat

 

 

Rubbio (Vicenza), 11. April 1993

Ostersonntag

 

DAS OSTERN DER NEUEN ZEITEN

»Vielgeliebte Söhne,

freut euch mit mir, der freudenreichen Mutter der Auferstehung.

 

Die Herzen von euch, ihr neugeborenen Kinder, die ihr wie kleine, weiße Knospen im

blutigen Sturm von Kalvaria erblüht seid, mögen sich in reinstem Osterjubel

freuen.

 

1134

 

Jesus, der beschimpft, gegeißelt, mit Dornen gekrönt, zum Kreuzestod

verurteilt, gekreuzigt, getötet und begraben worden ist, entsteigt heute im

Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit siegreich seinem Grab.

 

Jesus lebt; Jesus ist der Heilige; Jesus ist unsterblich; Jesus ist Gott!

 

Im Licht seines auferstandenen Leibes verbreitet Jesus Christus den Glanz des Vaters,

den Widerschein seiner Herrlichkeit und den Abdruck und Stempel

seines göttlichen Wesens auf die Welt und auf das ganze Universum.

 

Und Friede kommt in eure Seelen, die von der Sklaverei Satans und der Sünde

befreit sind; in eure Herzen, die von der Kraft seiner Liebe gereinigt sind;

in euren Verstand, der sich für das Geschenk seines Wortes des Lebens

geöffnet hat; in euren Geist, auf den sich sanft sein Geist selbst senkt; auf

eure Augen, die aufgefordert sind, sein so lebendiges Licht

widerzuspiegeln; auf euren Leib, der dazu berufen ist, die neue Erfahrung

der göttlichen Unsterblichkeit kennenzulernen.

 

Ja, Jesus Christus hat den

Tod besiegt, er hat Satan, den alten Widersacher, zu seinem Sklaven

gemacht; er nimmt euch an der Hand und führt euch in das wunderbare

Reich seiner Freiheit.

 

Werdet nicht traurig über die Stunde eines neuen

Getsemani, die die Menschheit gerade erlebt; laßt euch nicht entmutigen,

daß das Böse heute in der Welt überhandnimmt; laßt euch nicht

erschrecken, daß Satan auf dem Höhepunkt seiner diabolischen Herrschaft

angekommen ist.

 

Noch liegt die Menschheit in ihrem Grab des Todes, der

Sünde, der Unreinheit — zerrissen vom Sturmwind der Gewalttätigkeit

und des Hasses.

 

1135

 

Bald wird auch sie aus diesem ihrem riesigen Grab herauskommen, um

das Ostern der neuen Zeiten zu erleben, wenn Jesus in Herrlichkeit

wiederkommen wird, um sein Reich der Liebe und des Lebens zu

errichten.

 

Macht euch bereit, das Ostern der neuen Zeiten zu leben.

 

Es ist das Ostern, das für euch bereitet ist.

 

Es ist das Ostern, das euch am

Ende der finsteren Periode der Reinigung und der großen Bedrängnis,

die ihr nun gerade durchlebt, erwartet.

 

In einer großen Hoffnung und in

dieser sicheren Erwartung müßt ihr die Zeit der großen Prüfung, die für

alle gekommen ist, durchleben.

 

Zu Ostern 1993 lade ich euch alle ein,

auf Jesus Christus zu schauen; ,er ist der treue Zeuge, der Erstgeborene

der Toten, der Herrscher über die Könige der Erde.

 

Er liebt uns und hat

uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut; er hat uns zu Königen

gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater. Ihm sei die

Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen.

 

Siehe, er kommt mit

den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch alle, die ihn

durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden seinetwegen

jammern und klagen. Ja, amen' (Offb l, 5-7).

 

Vielgeliebte Söhne, in der

Osterfreude dieser Ankündigung, die euch den Frieden bringt, segne ich

euch heute alle mit meinem auferstandenen Sohn — im Namen des

Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

1136

 

Sant'Omero (Teramo), l. Mai 1993

Erster Samstag

 

MEINE MÜTTERLICHE GEGENWART

»Vielgeliebte Söhne, heute lade ich euch ein, mit besonderem Eifer eure Weihe an mein

Unbeflecktes Herz zu leben.

 

Das ist die beste Weise, mir diesen Monat Mai, der ja

von der Kirche zu meiner besonderen Verehrung bestimmt worden ist, aufzuopfern.

 

In diesem Monat bin ich euch ganz besonders nahe und wünsche, einem jeden von

euch meine mütterliche Gegenwart spüren zu lassen.

 

Ihr könnt meine Gegenwart als

Mutter bei euch fühlen, wenn ihr euch wie ganz kleine Kinder daran gewöhnt, alles

mit mir zusammen zu machen.

 

Betet mit mir, arbeitet mit mir, liebt mit mir, leidet

und opfert mit mir und schweigt mit mir.

 

Das Schweigen muß für euch das Zeichen meiner mütterlichen Gegenwart werden.

 

Euer Schweigen sei ein äußeres Schweigen, das euch vor dem betäubenden Lärm von Stimmen und Bildern, die ohne Unterbrechung den Ablauf eurer Tage erfüllen, schützen möge.

 

Entzieht euch der so leicht möglichen Verführung durch Presse und Fernsehen. Diese sind

fürchterliche Mittel, die von meinem Widersacher gebraucht werden, um euch von

mir und meinem Sohn Jesus zu entfernen.

 

Euer Schweigen sei ein inneres

Schweigen, das euch dazu führen möge, mit Liebe und Glauben nur auf das Wort

Gottes zu hören.

 

Dringt in das tiefe Geheimnis der Wahrheit und der Schönheit ein,

das euch im Evangelium offenbart wird.

 

1137

 

Das Evangelium Jesu sei das einzige Wort des Lebens, das von euch

gesucht, angenommen, geliebt und gelebt werden möge.

 

Euer Schweigen

sei jenes innere Schweigen, das euch zur Kontemplation und zum Gebet

führen soll.

 

Euer Gebet möge intensiver werden. Es sei ein

echtes Gebet des Herzens, das ihr mit mir und durch mich verrichten

sollt.

 

Deshalb mögen überall die Gebetszönakel erblühen, die ich von

euch verlangt habe, gleichsam als duftende Blumen, die in der Wüste

einer großen Trockenheit und einer allgemeinen Zerstreuung

hervorsprießen.

 

Beherrscht eure Sinne.

 

Eure Zunge löse sich nur für

Worte der Weisheit und der Güte. Euer Mund öffne sich niemals, um

Verurteilungen, Kritiken, Beleidigungen, Auflehnungen,

Verleumdungen, Zweideutiges und Unwahrhaftes auszusprechen.

 

Eure Augen mögen sich öffnen, um die tiefen Wunden der Kranken,

der Armen, der Kleinen, der Verlassenen, der Geschlagenen, der

Verfolgten, der Unterdrückten und der Getöteten zu sehen.

 

Euer Blick soll sich vor der Unreinheit, vor der Bosheit, vor dem Bösen und der

Schlechtigkeit, vor der Verführung und der Gesetzlosigkeit verschließen.

 

Öffnet eure Hände, um allen zu helfen; geht auf die rauhen und

blutgetränkten Straßen, um meine armen, in die Irre gegangenen Kinder

zu suchen; schenkt mir euer Herz, damit ich in euch und durch euch

lieben kann, so daß alle die Tröstung meiner mütterlichen Gegenwart

empfangen können.

 

Vielgeliebte Söhne, das sind die Blumen, die ich von

euch als Geschenk für mich erbitte, damit ihr mir mit diesem heute

beginnenden Monat Mai mehr Freude bereiten könnt.

 

1138

 

Nur so werdet ihr fühlen, daß ich euch immer nahe bin. Nur so werdet ihr rund um

euch das Charisma meiner mütterlichen Gegenwart verbreiten.

 

Nur so spiegelt ihr

mein Licht der Liebe und der Hoffnung wieder.

 

Nur so lebt ihr die Weihe, die ihr an mich gemacht habt.

 

Und dann werdet ihr es sein, die bewirken, daß eure himm-

lische Mutter immer mehr angefleht und angenommen wird und daß man ihr

nachfolgt und ihr Leben lebt - und so wird mein Unbeflecktes Herz seinen größten

Triumph erlangen

 

 

Heiligtum von Caravaggio, 13. Mai 1993

Jahrestag der ersten Erscheinung in Fatima

 

DIE BLUTIGEN JAHRE DES KAMPFES

»Ihr Priester und Laien meiner Bewegung aus dem Gebiet der

Lombardei, in diesem ehrwürdigen Heiligtum denkt ihr heute in einem ganztägigen

Zönakel an den Jahrestag meiner ersten Erscheinung, die in Fatima, in der armen

Cova da Iria, statt-gefunden hat.

 

Ihr seid noch in der Zeit dieser meiner Erscheinung.

 

Ihr seid besonders im Herzen dieser meiner Botschaft.

 

Der Kampf zwischen der mit der Sonne bekleideten Frau und dem feuerroten Drachen hat in

diesen Jahren seinen Höhepunkt erreicht.

 

Satan hat sein Reich in der Welt errichtet.

 

Nun beherrscht er euch als sicherer Sieger. Die Mächte, die die

menschlichen Ereignisse gemäß ihren verkehrten Plänen vorbereiten und leiten,

sind dunkle und teuflische Mächte des Bösen.

 

1139

 

Sie haben es erreicht, die ganze Menschheit dazu zu bringen, ohne Gott

zu leben; sie haben den Irrtum des theoretischen und praktischen

Atheismus überallhin verbreitet; sie haben neue Idole errichtet, vor

denen sich die Menschheit in Anbetung niederwirft: den Genuß, das

Geld, den Stolz, die Unkeuschheit, die Überheblichkeit und die

Gesetzlosigkeit.

 

So hat sich in diesen euren Jahren die Gewalttat immer

mehr verbreitet und der Egoismus hat die Herzen der Menschen hart

und gefühllos gemacht; der Haß ist wie ein verzehrendes Feuer

aufgelodert; die Kriege haben sich in allen Teilen der Welt

vervielfältigt, und ihr lebt nun in der Gefahr eines neuen, furchtbaren

Weltkrieges, der auf die Vernichtung von Völkern und Nationen

hinzielt und aus dem niemand als Sieger hervorgehen wird.

 

Satan hat es zuwege gebracht, in die Kirche einzudringen, in das neue Israel

Gottes.

 

Er ist hier eingedrungen mit dem Rauch des Irrtums und der

Sünde, des Glaubensverlustes, des Abfalls, des Kompromisses mit der

Welt und der Genußsucht.

 

In diesen Jahren ist es ihm gelungen,

Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubige zu verführen.

 

Die freimaurerischen Mächte sind auf hinterlistige und verborgene Weise

in die Kirche eingedrungen und haben ihren Stützpunkt an demselben

Platz aufgeschlagen, wo der Stellvertreter meines Sohnes Jesus lebt

und wirkt.

 

Ihr erlebt die blutigen Jahre des Kampfes, denn die große

Prüfung hat nun für alle begonnen.

 

Es verwirklicht sich nun gerade das,

was im dritten Teil meiner Botschaft enthalten ist, die euch noch nicht

enthüllt wurde, die jedoch nun durch die Ereignisse selbst, die ihr

gerade durchlebt, bekannt wird.

 

1140

 

Um euch darauf vorzubereiten, habe ich in allen Teilen der Welt mein

Werk der Marianischen Priesterbewegung entstehen lassen.

 

Und so habe

ich diesen meinen kleinsten und ärmsten Sohn auserkoren und ihn als

Werkzeug meines mütterlichen Planes der Rettung und der

Barmherzigkeit überall hingebracht.

 

Durch ihn habe ich euch von überall

her gerufen, euch meinem Unbefleckten Herzen zu weihen, damit ihr

alle in die sichere Zufluchtsstätte, die euch die himmlische Mutter be-

reitet hat, kommt und ihr die Gebetszönakel als Blitzableiter verbreitet,

die euch vor dem Feuer des Strafgerichtes beschützen.

 

Wie viele von euch haben mir mit kindlicher Liebe und mit großer Hochherzigkeit

geantwortet.

 

Nun ist mein Plan daran, sich zu verwirklichen, und die

Aufgabe, die ich diesem meinem kleinen Sohn anvertraut habe, wird

nun bald vollendet.

 

Deshalb schaue ich heute auf euch mit dem

besonderen Wohl-gefallen einer Mutter, die von euch getröstet und

verherrlicht wird.

 

Ich lade euch ein, diese blutigen Jahre des Kampfes

ohne Angst, ja sogar mit großem Vertrauen und großer Hoffnung zu

leben.

 

Aus dem Kelch von bisher noch nie erlebten Leiden wird die

göttliche Sonne einer von der Menschheit bis jetzt noch nicht gekannten

neuen Ära der Gnade und Heiligkeit, der Liebe und Gerechtigkeit, der

Freude und des Friedens heraufsteigen

 

1141

 

Notre Dame de Laus (Gap - Frankreich), 30. Mai 1993

Hochfest von Pfingsten

 

STÄRKUNG IM LEID

»In diesem ehrwürdigen Heiligtum beendest du heute die Reise, die du durch ganz

Frankreich unternommen hast. Innerhalb von zwei Wochen hast du gut

zwanzig Zönakel gehalten, an denen Bischöfe, Priester und eine sehr

große Zahl von Gläubigen meiner Bewegung teilgenommen haben.

 

Überall wart ihr mit mir zusammen im Gebet vor dem eucharistischen

Jesus versammelt, der feierlich auf dem Altar ausgesetzt war, und ihr

habt eure Weihe an mein Unbeflecktes Herz erneuert.

 

Überall hast du

die Wunder der Liebe, der Gnade und der Barmherzigkeit deiner

himmlischen Mutter betrachtet.

 

Heute, am Hochfest von Pfingsten,

beendest du diese deine außergewöhnliche Reise.

 

Das ist ein Zeichen,

das ich dir gebe, um dich verstehen zu lassen, daß im Garten meines

Unbefleckten Herzens nun die gereinigte, geheiligte und vom Heiligen

Geist vollkommen wiederhergestellte neue Kirche und Menschheit für

ihre Geburt bereit ist.

 

Diese abschließende Zeit der Reinigung und der

großen Be-drängnis ist die Zeit des Heiligen Geistes.

 

Deshalb erneuere ich heute meine Einladung, die von mir mit solch mütterlichem

Drängen geforderten Gebetszönakel zu vervielfältigen.

 

Diese Zönakel mögen sich unter den Priestern, meinen vielgeliebten Söhnen,

verbreiten. Überlaßt mir eure Sorgen und die unzähligen

Beschäftigungen; gebt der leichten Möglichkeit zur Verführung durch

die Welt nicht nach; kehrt zum Geist

 

1142

 

der Einfachheit, der Demut und der Kleinheit zurück; sammelt euch

betend im Zönakel meines Unbefleckten Herzens und dann werdet ihr mit

euren Augen das Wunder des zweiten Pfingsten sehen können.

 

Die Kinder mögen sich in Zönakeln versammeln, weil ihr unschuldiges Gebet —

vereint mit dem meinen — heute eine große Kraft der Fürbitte und der

Sühne hat. Wie viele Übel sind euch durch das Gebet dieser meiner ganz

kleinen Kinder noch erspart geblieben.

 

In den Zönakeln will ich die

Jugendlichen versammelt sehen, damit sie meine Gegenwart als eine sie

liebende Mutter erfahren, die sie vor den großen Gefahren, denen sie

ausgesetzt sind, beschützt und die sie mit sanfter Festigkeit auf dem Weg

des Guten, der Liebe, der Reinheit und der Heiligkeit führt.

 

Für die Familien sind die Zönakel, die ich von ihnen erbitte, ein wertvolles

Geschenk: Denn in den Zönakeln verkosten sie die Freude meiner

Gegenwart, die Stärkung meines Beistandes und die Hilfe, die ihnen

gegen die großen Übel, die ihre Existenz selbst bedrohen, angeboten wird.

 

In diesen Zönakeln wird der Heilige Geist herabkommen, um euch zum

zweiten Pfingsten zu führen.

 

Vor allem ist es in diesen letzten Zeiten

notwendig, daß sich die Kirche und die ganze Menschheit mit mir in einem

dauernden Zönakel des Gebets vereinigt.

 

Dann wird der Heilige Geist als Stärkung im Leid eurer Tage herabkommen,
in denen nun die große Prüfung begonnen hat.

 

Im Leid einer Menschheit ohne Gott wird die

Stärkung des Heiligen Geistes herabkommen, der die ganze Welt zur voll-

kommenen Verherrlichung des himmlischen Vaters bringen

 

1143

 

wird, indem er eine neue Brautschaft der Liebe zwischen der erneuerten

Menschheit und ihrem Herrn, der sie geschaffen, erlöst und gerettet hat,

bewirken wird.

 

Im Leid einer Kirche, die gespalten, verdunkelt und verwundet

ist, wird sie die Stärkung des Heiligen Geistes spüren, der sie mit Starkmut

und Weisheit, Gnade und Heiligkeit, Liebe und Licht erfüllen wird, so daß sie

ihr volles Zeugnis für Jesus, der in ihr bis zum Ende der Welt lebt, geben kann.

 

Im Leid der Seelen, die zu Sklaven Satans wurden und im Schatten der Sünde

und des Todes versunken sind, wird die Stärkung des Heiligen Geistes

herabkommen, der das Licht der Gegenwart Gottes, das Leben der göttlichen

Gnade und das Feuer der Liebe schenken wird, so daß die Heiligste und

göttliche Dreieinigkeit ihre dauernde Wohnung in ihnen nehmen können wird.

 

Im Leid der großen Prüfung wird die Stärkung durch die göttliche Gegenwart

des Geistes des Herrn herabkommen, der euch dahin führen wird, daß ihr die

Ereignisse, die euch erwarten, mit Vertrauen, Mut, Hoffnung, Heiterkeit und

mit Liebe durchlebt.

 

Dann werdet ihr in der Glut seine Kühlung spüren, in der

Kälte seine Wärme, in der Finsternis sein Licht, im Leid seine Stärkung, in der

Angst seinen Mut, in der Schwachheit seine Kraft und im großen Schmerz

seinen göttlichen Trost.

 

Deshalb lade ich euch heute ein, euer Gebet mit dem

meinen zu vereinen, damit der Geist des Herrn mit allen seinen Gaben auf

euch herabsteigen kann.

 

Komm, o Heiliger Geist. Komm und erneuere das Angesicht der Erde.

 

Komm schnell. Komm in diesen letzten Zeiten.

 

1144

 

Komm, jetzt, da die große Prüfung da ist.

 

Komm und bringe uns dein

zweites Pfingsten, damit unsere Augen dein größtes Wunder des neuen

Himmels und der neuen Erde bestaunen können

 

 

Kloster von Bouveret (Wallis - Schweiz), 19. Juni 1993

Fest des Unbefleckten Herzens Mariens

 

MEIN WERK

»Mit einem großen Zönakel von Priestern und Gläubigen meiner Bewegung der französischen

Schweiz feiert ihr heute das liturgische Gedenken meines Unbefleckten

Herzens.

 

Du beendest nun die Reise, die du durch die ganze Schweiz

unternommen hast, die von meinem Widersacher so sehr angegriffen und

getroffen worden ist, aber die von eurer himmlischen Mutter so sehr

geliebt und beschützt wird.

 

Hier, wo mein Widersacher seine große Macht

durch Genußsucht, moralische Freizügigkeit und Unreinheit ausübt und er

den Glanz meiner Kirche durch Spaltung und Verbreitung der Irrtümer, die

viele vom wahren Glauben entfernen, sowie durch Ungehorsam und

Kontestation gegen den Papst verdunkelt, wirke ich in starker Weise, um

überall mein großes Werk der Liebe und der Rettung zu verbreiten.

 

Es ist mein Werk, das ich in diesen letzten Zeiten in allen Teilen der Welt

vollbringe.

 

Es ist mein Werk, das ich überall für den Triumph meines

Unbefleckten Herzens erwecke.

 

1145

 

Es ist mein Werk, das ich gerade selbst aufbaue, um von überall den

kleinen Rest zu sammeln, der Jesus und seinem Evangelium, dem

Papst und der mit ihm vereinten Kirche treu bleiben wird.

 

Es ist mein Werk, denn ich selbst vollbringe es und verbreite es auf verborgene

und stille Weise.

 

Gegen dieses Werk können Satan und alle

diabolischen Geister nichts ausrichten. Es ist ihnen vom Herrn

verboten, ihm zu schaden.

 

Die Mächte des Bösen und die dunklen und

satanischen Kräfte und die verborgenen Gewalten des Freimaurertums

können gegen dieses Werk nichts erreichen, weil es von mir

beschützt, bewahrt und verteidigt wird.

 

Es ist mein Werk, das ich gerade in allen Teilen der Welt errichte, um Satan in dem großen

Kampf gegen alle bösen Geister zu besiegen, damit schließlich mein

Unbeflecktes Herz triumphiert.

 

Es ist mein Werk, das ich durchführe,

um in diesen Zeiten des großen Abfalls die Wahrheit zu verbreiten;

um euch in diesen Tagen der Spaltung und der weitverbreiteten

Rebellion zur größten Einheit mit dem Papst zu bringen; und um euch

in der allgemeinen Verbreitung der Sünde und der Unkeuschheit auf

dem Weg der Gnade und der Heiligkeit zu führen.

 

Es ist mein Werk,

das ich durch meine Marianische Priesterbewegung aufbaue. Deshalb

habe ich diesen meinen kleinen Sohn erwählt und ihn zum Werkzeug

meiner größten Wundertaten in allen Teilen der Welt gemacht.

 

Satan hat auf so vielfache Weise versucht, dieses Werk zu zerstören, indem

er dagegen Widerstände und Kritiken, Verfol-

 

1146

 

gungen und Hindernisse und heimtückische Hinterhalte durch falsche

Seher und durch falsche Botschaften erweckt hat, die es nun zustande

gebracht haben, eine große Zahl meiner armen Kinder zu verführen.

 

Aber ich habe auf außergewöhnliche Weise persönlich eingegriffen, um zu

verhindern, daß meinem Werk geschadet wird, denn über dieses wache ich

eifersüchtig mit der Eifersucht Gottes.

 

Denn mit diesem Werk will ich den

Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt verwirklichen.

 

Deshalb, da nun die große Prüfung gekommen ist, muß dieses Werk in

einem immer stärkeren Licht aufstrahlen, weil die Zeiten angebrochen

sind, in denen mein Unbeflecktes Herz von der ganzen Kirche und der

ganzen Menschheit verherrlicht werden muß

 

 

Valdragone (Republik San Marino), l. Juli 1993

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Bischöfen und Priestern

der MPB von Amerika und Europa

 

DIE MISSION, DIE ICH EUCH ANVERTRAUE

»Wie viele Freude macht ihr, meine vielgeliebten Söhne,

meinem Unbefleckten Herzen in diesen Tagen. Und wie sehr wird mein

Schmerz durch euch gelinden.

 

Ihr seid von den entfernten Ländern

Amerikas und aus ganz Europa gekommen und seid jetzt, Bischöfe und

Priester meiner Bewegung, in einem dauernden Zönakel vereint. Eure

himmlische Mutter ist in einer außergewöhnlichen Weise gegenwärtig, um

mit euch zu beten und euch in der Liebe und in der Einheit wachsen zu

lassen und um euch das Geschenk des Heiligen Geistes zu erbitten, daß er

euch in eurer Berufung

 

1147

 

bestärken und euch in eurem Apostolat Mut geben und eurem

Herzen Freude und Frieden bringen möge.

 

In euch wird eure himmlische Mutter verherrlicht. Durch euch erfüllt sich der Triumph

meines Unbefleckten Herzens.

 

Deswegen habe ich euch noch

einmal hier herauf gerufen, auf diesen Berg, und ihr habt mit

Großzügigkeit geantwortet.

 

Deshalb habe ich in starker Weise mein

mütterliches Handeln in euren Herzen und euren Seelen ausgeübt,

denn ihr müßt nun für die Mission, die ich euch anvertraue, bereit

sein.

 

Die Mission, die ich euch anvertraue, besteht darin, überall

hinzugehen, um das Licht der Wahrheit in diese Zeiten zu bringen,

in welchen sich die Finsternis des Irrtums überall ausbreitet.

 

Seht, wie sich der Mangel an Glauben ausbreitet, wie die Apostasie

täglich größer wird.

 

Ihr sollt das Licht sein, das in der Nacht brennt.

Seid die Apostel, die dem Evangelium, das von euch gelebt und

wörtlich verkündet werden muß, treu sind.

 

Laßt euch nicht von

falschen Lehrern, die heute so zahlreich geworden sind, verführen.

Laßt euch nicht von neuen Lehrmeinungen, auch wenn sie

allgemein befolgt werden, täuschen.

 

Denn wie Christus stets

derselbe ist, so ist es auch seine Wahrheit — gestern, heute und

immer. Dann wird in diesen Tagen euer Licht vor den Menschen

leuchten, die euren himmlischen Vater verherrlichen werden. Ihr

werdet den Weg weisen, den man in dieser Neuevangelisierung

gehen muß, und ihr werdet die Apostel dieser letzten Zeiten sein.

 

Die Mission, die ich euch anvertraue, besteht darin, überall hin-

zugehen, um das Heil Christi einer Menschheit zu bringen, die fast

2000 Jahre nach der ersten Verkündigung des Evangeliums zum

Heidentum zurückgekehrt ist.

 

1148

 

Schenkt der Welt von heute Jesus, den einzigen Erlöser, den einzigen

Retter. Schenkt ihn in der treuen Ausübung eures Priestertums, das euch

durch die Spendung der Sakramente, die euch anvertraut worden ist, in

den Dienst der Seelen stellt. Seid vor allem eifrig im Gebet, bemüht im

Apostolat, glühend vor Liebe bei der Feier der Eucharistie, fleißig und

verfügbar im Sakrament der Versöhnung, welches heute von einem

großen Teil meiner Priestersöhne so sehr vernachlässigt wird.

 

So helft ihr den Gläubigen, die eurer Sorge anvertraut sind, auf dem Weg der

Heiligkeit, der Gnade Gottes, der Liebe, der Reinheit und der Ausübung

aller Tugenden zu gehen.

 

Die Mission, die ich euch anvertraue, besteht

darin, überall hinzugehen, um das Feuer der Liebe einer Menschheit zu

bringen, die vom Egoismus verhärtet, vom Haß verdunkelt, durch Gewalt

verletzt und vom Krieg bedroht ist. Seht, wie zahlreich meine armen

Kinder sind, die täglich der Last dieser allgemeinen Unfähigkeit zu

lieben, erliegen.

 

Jetzt, da die große Prüfung gekommen ist, sollt ihr in

jeden Teil der Welt hinausgehen, um meine verirrten Kinder zu suchen.

Nehmt sie in eure priesterlichen Arme und tragt sie in die sichere

Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens.

 

Stützt die Schwachen, stärkt die Verängstigten, bekehrt die Sünder und bringt die Entfernten

zum Hause des Vaters. Heilt die Kranken, tröstet die Sterbenden, gebt

allen den himmlischen Tau meiner mütterlichen und barmherzigen

Liebe.

 

Ab diesem Jahr werden die Ereignisse in der Kirche und der Welt

schlimmer werden, denn ihr tretet nun in die Zeiten ein, die euch von mir

in der Botschaft, die ich euch in Fatima gegeben habe, vorausgesagt

wurden. Bisher ist euch diese Botschaft noch nicht enthüllt worden.

 

1149

 

Nun aber wird sie euch durch die Ereignisse selbst, die ihr gerade

durchlebt, offenbar werden.

 

Deshalb besteht die Mission, die ich

euch anvertraue, darin, überall hinzugehen, um das Licht der

Wahrheit, das Heil Jesu und die Zärtlichkeit meiner mütterlichen

Liebe zu bringen. So werdet ihr die Werkzeuge des Triumphes

meines Unbefleckten Herzens in der Welt.

 

Verlaßt dieses Zönakel in der Freude. Der Friede des Herzens sei das Zeichen meiner täglichen

Gegenwart bei euch. Lebt im Vertrauen und in einer großen

Hoffnung und werdet für alle, die ihr auf eurem Weg begegnen

werdet, ein Zeichen des Trostes.

 

Ich segne euch zusammen mit euren

Lieben und mit allen, die euch anvertraut sind, im Namen des Vaters

und des Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

 

Rubbio (Vicenza), 15. August 1993

Hochfest der Aufnahme Marions in den Himmel

 

BEI EUCH ALLEN

»Vielgeliebte Söhne, schaut heute mit Freude auf den Glanz

meines verherrlichten Leibes, der in die Glorie des Paradieses

aufgenommen worden ist.

 

Die Heiligste und göttliche Dreieinigkeit

wird heute von eurer himmlischen Mutter verherrlicht.

 

Der Vater betrachtet in mir das Meisterwerk seiner Schöpfung und findet sein

Wohlgefallen daran, mich vom Glanz seiner Herrlichkeit und seiner

göttlichen Macht umgeben zu sehen.

 

1150

 

Der Sohn sieht mich mit Freude an seiner Seite und verbindet mich mit

seiner über das ganze Universum reichenden königlichen Macht.

 

Der Heilige Geist wird von seiner Braut verherrlicht, die über alle irdischen

und himmlischen Geschöpfe erhoben ist.

 

An diesem Tag spiegle ich die

Strahlen meines Glanzes auf euch wieder und ich fordere euch auf, daß ihr

im Licht meiner mütterlichen Gegenwart an der Seite von euch allen

voranschreitet.

 

Gerade wegen des Privilegs meiner leiblichen Aufnahme

in den Himmel kann ich immer bei euch allen sein, meine armen Kinder,

die ihr noch Pilger auf dieser Erde seid.

 

Ich bin bei meiner Kirche, die

leidet und gespalten ist, gekreuzigt und aufgeopfert wird und die die

schmerzhaften Stunden ihres Martyriums und ihres Kalvarienberges

erlebt.

 

Ich bin bei der ganzen Menschheit, die von Jesus erlöst worden ist,

die sich aber nun so sehr von ihrem Herrn entfernt hat und auf der

schlechten Straße des Bösen und der Sünde, des Hasses und der

Ungerechtigkeit geht.

 

Ich bin bei meinen in die Irre gegangenen Kindern,

um sie auf den Weg der Umkehr und der Rückkehr zum Herrn zu führen;

bei den Kranken, um ihnen Stärkung und Heilung zu schenken; bei allen

Fernen, um sie zum Haus des himmlischen Vaters, der sie mit so viel

Liebe erwartet, zu bringen; bei den Verzweifelten, um ihnen Hoffnung

und Vertrauen zu geben und bei den Sterbenden, um ihnen die Pforte der

ewigen Glückseligkeit zu öffnen.

 

Ich bin ganz besonders bei meinem

Papst, der von mir selber geführt, geleitet und geopfert wird; bei den

Bischöfen und Priestern, um ihnen Mut und Kraft zu geben, auf dem Weg

des heroischen Zeugnisses für Jesus und sein Evangelium zu

 

1151

 

gehen; bei den Ordensleuten, um ihnen zu helfen, dem gehorsamen,

armen und keuschen Jesus bis auf den Kalvarienberg zu folgen; bei

allen Gläubigen, um ihnen die Gnade zu schenken, in jeder Situation

ihre Taufversprechen zu halten.

 

Nun, da die große Prüfung gekommen

ist, werdet ihr mich auf außergewöhnliche Weise bei euch allen spüren,

um für euch das große Zeichen des Trostes und der sicheren Hoffnung

in diesen letzten Zeiten der Reinigung und der großen Bedrängnis zu

sein

 

 

Beppu - Oita (Japan), 8. September 1993

Geburt der allerseligsten Jungfrau Maria

 

AUF DEM WEG DER DEMUT

»Vielgeliebte Söhne, schaut heute auf eure Mutter als kleines

Kind und legt einen duftenden Kranz der Liebe und der Demut rund

um die Wiege nieder, in der ihr mich im Augenblick meiner irdischen

Geburt verehrt.

 

Ich bin eure Mutter, die euch auf dem Weg der Demut

und der Kleinheit, der Fügsamkeit und des Gehorsams, der Abtötung

und der Reinheit führt.

 

Folgt mir jeden Tag auf dem Weg der Demut,

denn ihr seid berufen, in diesen letzten Zeiten die größten Wundertaten

des Herrn zu sehen.

 

Wie der Herr auf die Demut seiner Magd geschaut

hat, so schaut der Herr heute auf die Demut aller meiner kleinen

Kinder.

 

Lernt auf dem Weg der Demut klein zu sein.

 

1152

 

Heute, da mein Widersacher es fertig bringt, alle mit dem Ungeist des

Stolzes und des Hochmuts zu täuschen, sollt ihr immer in der Wahrheit

bleiben und sie mutig in ihrer Ganzheit verkünden.

 

So schenkt ihr allen das Licht des Evangeliums in diesen Zeiten der großen Finsternis.

 

Und so werdet ihr die Stimme Gottes selber, der weiterhin durch euch spricht und

durch das Schweigen meiner kleinen Kinder seinen größten Sieg über die

Mächtigen und seine starken Widersacher erlangt.

 

Lernt auf dem Weg der Demut fügsam zu sein.

 

In diesen Zeiten, in denen mein Widersacher es

fertig bringt, viele mit dem Ungeist der Selbstbehauptung und der Rebel-

lion zu verführen, gebt ihr das gute Beispiel eines demütigen und mutigen

Gehorsams.

 

Seid dem Papst und den mit ihm verbundenen Bischöfen ge-

horsam; seid allen Regeln, die euer priesterliches Leben ordnen, gehorsam

und seid dem Willen Gottes gehorsam, der euch immer mehr offenbart

wird, damit euer Vater im Himmel jeden Tag durch die vollkommene

Erfüllung seines heiligen Willens von euch verherrlicht wird.

 

Lernt auf dem Weg der Demut keusch zu sein.

 

In diesen euren Tagen, in denen es

meinem Widersacher gelingt, alle mit der Finsternis der Sünde und der

Unreinheit zu verführen, sollt ihr in der Reinheit bleiben und ein gutes

Beispiel eines heiligen und untadeligen priesterlichen Lebens geben.

 

Gebt vor allem Zeugnis einer freudigen Treue gegenüber eurer Verpflichtung

zum Zölibat, denn euer priesterlicher Leib muß ein für die Welt und all

ihre Verrührungen gekreuzigter Leib sein.

 

1153

 

Deshalb, mein kleiner Sohn, habe ich dich noch einmal am Tag

meiner Geburt in dieses große, so ferne Land gebracht.

 

Schau auf die vielen Millionen Brüder und Schwestern von dir, die noch in der

Finsternis des Heidentums versunken sind und den Augenblick

ersehnen, in die eine Herde eintreten zu können, um schließlich die

tröstende Stimme des einzigen guten Hirten kennenzulernen.

 

Heute verkünde ich euch, daß dieses große Wunder bald geschehen wird.

 

Mit dem Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt wird

dieses ganze große noch heidnische Volk schließlich der Herde

angehören, deren guter Hirte Jesus Christus selbst ist.

 

Bereitet euch auf diesen Augenblick in Demut und Vertrauen vor, indem ihr mit

Fügsamkeit auf die Stimme eurer himmlischen Mutter hört.

 

Heute segne ich euch und nehme euch bei der Hand, um euch dahin zu

bringen, die schmerzhaften Stunden der großen Prüfung, die nun

gekommen ist, zu leben und die Welt auf die Begegnung mit ihrem

Herrn vorzubereiten, der im Begriff ist, zu euch im Glanz seines

herrlichen Reiches wiederzukommen.«

 

 

Tokio (Japan), 15. September 1993

Fest der schmerzhaften Mutter

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB

von Japan

 

URSACHE MEINES GROSSEN SCHMERZES

»Vielgeliebte Söhne meiner Marianischen Priesterbewegung von

Japan, heute sehe ich euch hier in diesem Zönakel des Gebets und

der Brüderlichkeit versammelt und mein großer Schmerz wird von

euch gelindert.

 

1154

 

Ursache meines großen Schmerzes sind all jene meine armen Kinder, die

noch in der Finsternis des Heidentums versunken sind und die Wahrheit

des Evangeliums noch nicht kennen.

 

In dieser großen Nation sind fast

alle noch entfernt vom Glauben an Jesus Christus, der in die Welt

gekommen ist, um euer einziger Retter und Erlöser zu sein.

 

Auch für all diese Heiden bin ich eine besorgte und um ihre Rettung bemühte Mutter.

 

Ich pflege in ihren Herzen die Samen des Lebens und der Güte; ich helfe

ihnen, jenes Gesetz, das der Herr in das Innerste eines jeden Menschen

eingeprägt hat, zu beachten; ich bringe ihren Geist zur Sehnsucht nach

der Wahrheit und führe sie so liebevoll zur Begegnung mit meinem

Sohn Jesus.

 

Und ihre volle und ganze Annahme des Evangeliums wird

ein außergewöhnliches Werk meines Unbefleckten Herzens sein.

 

Ursache meines großen Schmerzes ist meine Kirche, die in allen Teilen

der Welt durch das schmerzhafte und blutige Getsemani ihrer großen

Bedrängnis geht.

 

Du hast gesehen, mein kleiner Sohn, wie auch hier in

Japan die Kirche vom Verlust des Glaubens durch die sich immer weiter

und hinterhältiger verbreitenden Irrtümer bedroht wird; wie sie in ihrer

Einheit wegen der Kontestation und des Widerspruchs gegen den Papst

und sein universales Lehramt zerrissen und in ihrer Heiligkeit durch die

Verbreitung der Sünden und der Sakrilege verdunkelt wird.

 

So wird sie gleichsam gelähmt und in ihrem Schwung zur Evangelisierung stark

beeinträchtigt.

 

Ursache meines großen Schmerzes ist die Härte eurer

Herzen und die Unfähigkeit, das zu beherzigen, was eure himmlische

Mutter von euch verlangt. Wie viele Male habe ich gesprochen

 

1155

 

und man hat nicht auf mich gehört. Ich habe außergewöhnliche

Zeichen meines mütterlichen Eingreifens gegeben und man hat mir

nicht geglaubt. Wie viele haben die Tür ihres eigenen Herzens

verschlossen und haben mich nicht als Mutter in ihr Leben aufnehmen

wollen!

 

Gerade in dieser Nation habe ich ein außergewöhnliches Zei-

chen gegeben, indem ich mehr als hundert Mal reiche Mengen von

Tränen aus den Augen einer meiner Statuen fließen ließ, in der ich als

schmerzhafte Mutter unter dem Kreuz meines Sohnes Jesus dargestellt

bin.

 

Ich habe euch auch drei Botschaften geschenkt, um euch vor den

großen Gefahren, die euch drohen, zu warnen.

 

Nun verkünde ich euch,

daß die Zeit der großen Prüfung gekommen ist, denn in diesen Jahren

wird sich alles, was ich euch vorausgesagt habe, verwirklichen.

 

Der Abfall und das große Schisma in der Kirche vollzieht sich gerade, und

das große Strafgericht, das ich euch an diesem Ort angekündigt habe,

steht nun vor der Tür. Es wird Feuer vom Himmel fallen, und ein

großer Teil der Menschheit wird vernichtet werden. Die

Überlebenden werden die Toten beneiden, denn überall wird

Verwüstung, Tod und Zerstörung sein.

 

Deshalb habe ich dich noch ein

weiteres Mal hier gewollt, mein kleiner Sohn: Denn du mußt allen

sagen, daß die Stunde des Strafgerichts gekommen ist und daß ihr alle

— um beschützt und gerettet zu werden — schnellstens in die sichere

Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens eintreten müßt.

 

Kehrt nach Hause zurück, meine vielgeliebten Söhne, und bringt allen diese

meine Botschaft als einen dringenden Appell eurer himmlischen

Mutter, die euch alle ruft und euch unter ihrem Mantel sammelt, um so

von ihr während der schmerzhaften Prüfungen dieser eurer letzten

Zeiten getröstet und beschützt zu werden.«

 

1156

 

 

Mailand, 2. Oktober 1993

Erster Monatssamstag und Fest der Schutzengel

 

DIE AUFGABE DER SCHUTZENGEL

»Vielgeliebte Söhne, an diesem ersten Samstag des

Monats vereinigt ihr euch in Zönakeln, um die Weihe an mein Unbe-

flecktes Herz zu erneuern und das liturgische Gedenken eurer

Schutzengel zu feiern.

 

In den Zeiten der großen Prüfung lade ich euch

ein, das Band, das euch mit euren Schutzengeln vereinigt, zu festigen.

 

Sie haben besonders in diesen letzten Zeiten eine außer-gewöhnliche

und wichtige Aufgabe für euch zu erfüllen.

 

— Die Schutzengel haben

vor allem die Aufgabe, Licht auf eurem Weg zu sein.

 

Die Tage, die ihr erlebt, sind von einer großen Dunkelheit gekennzeichnet, die immer

dichter und ausgedehnter wird.

 

Es ist die Finsternis der Irrtümer, die den

Geist der Menschen eingehüllt hat und sie so zu Opfern des großen

Abfalls macht; es ist die Finsternis der Sünden, die die Schönheit und

die Heiligkeit der Seelen verdunkelt; es ist die Finsternis der Un-

reinheit, die den Glanz eures Leibes verunstaltet, der berufen ist, die

Herrlichkeit des lebendigen Gottes wiederzuspiegeln.

 

Wie viele meiner

armen Kinder leben daher heute gleichsam wie Schatten und sind in die

Finsternis des Irrtums, der Sünde und der Unreinheit hineingesunken.

 

Euren Schutzengeln ist die Aufgabe anvertraut, euch vor der großen

Finsternis, die euch einhüllt, zu schützen, damit ihr immer im Licht der

Wahrheit, der Heiligkeit, der Reinheit, der Demut, des Vertrauens und

der Liebe vorangehen könnt.

 

1157

 

- Die Schutzengel haben die Aufgabe, euer Leben zu verteidigen.

 

Wie zahlreich und hinterhältig sind die Fallen, die euch die bösen Geister, die

Dämonen, jeden Tag stellen, die nun die Welt überschwemmt haben und

überall ihr Unwesen treiben, um die Seelen ins ewige Verderben zu bringen.

 

Ihre Aktivitäten sind nun so mächtig geworden, weil sie sich mit der

Ausstrahlungskraft der Kommunikationsmittel von Presse und Fernsehen

zusammengetan haben.

 

Mit betrügerischem Scharfsinn wird das Böse unter

dem Deckmantel des Guten, die Sünde als Ausdruck der eigenen Freiheit

und die Übertretung des Gesetzes Gottes als eine neue Errungenschaft der

armen und verdorbenen Menschheit verbreitet.

 

Wie stark und dauerhaft sind

die Angriffe der bösen Geister, um euch auch in eurem physischen Leben

durch Zusammenstöße, Unglücksfälle, Attentate, Krankheiten, Katastrophen

und durch Ausbrüche von Gewalttaten, Kriegen und Revolutionen zu

treffen.

 

Den Schutzengeln ist die Aufgabe anvertraut, euch vor all diesen

Übeln zu schützen und euch gegen diese Hinterhalte zu verteidigen, damit ihr

im Leben unter ihrem sicheren und mächtigen Schutz geborgen sein könnt.

 

— Die Schutzengel haben schließlich die Aufgabe, mit euch den gleichen

Kampf zu kämpfen, um den gleichen Sieg zu erringen.

 

In der großen Prüfung, die nun gekommen ist, wird der gewaltige Kampf zwischen der mit

der Sonne bekleideten Frau und dem feuerroten Drachen, zwischen den

Kräften des Guten und den Kräften des Bösen, zwischen Christus und dem

Anti-christ noch stärker und blutiger werden.

 

1158

 

Es ist ein Kampf, der sich vor allem auf der Ebene der Geister

abspielt: die guten Geister gegen die bösen Geister, die Engel gegen

die Dämonen, der heilige Erzengel Michael gegen Luzifer.

 

Ihr seid in diesen großen Kampf mit hineingezogen, der euch

unermeßlich übersteigt.

 

Nun müßt ihr besonders mit denjenigen verbunden sein die euch in

dieser großen Schlacht nahe sind, die in diesem Kampf eine gewaltige

Macht haben und die euch kämpfen helfen und euch zum sicheren Sieg

rühren.

 

Mein kleiner Sohn, vertraue die lange und mühsame Reise dem

besonderen Schutz deiner Schutzengel an, diese Reise die du innerhalb

von ein paar Tagen nach Malaysia, Indonesien, Australien, den Fidji-

Inseln und nach Neuseeland machen mußt, um überall die Zönakel mit

den Priestern und Gläubigen meiner Bewegung zu halten.

 

Heute lade ich euch alle ein, noch ausdauernder zu diesen Engeln des Lichtes, die

euch vom Herrn zu eurem Schutz und Schirm gegeben sind, zu beten

und das Band zu ihnen zu starken und eure Liebe zu ihnen zu vertiefen.

 

Zusammen mit ihnen segne ich euch alle im Namen des Vaters und des

Sohnes und des Heiliges Geistes.«

 

 

Djakarta - Cisarua (Indonesien), 21. Oktober 1993

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB

von Indonesien

 

HABT VERTRAUEN UND GROSSE HOFFNUNG

»Wie sehr freue ich mich, euch hier in einem dauernden Zönakel des

Gebets und der Brüderlichkeit vereint zu sehen ihr Priester meiner

Bewegung, die ihr von allen Teilen Indonesiens gekommen seid.

 

1159

 

Ich vereinige mich mit eurem Gebet; ich helfe euch, in der

Brüderlichkeit zu wachsen, und ich erlange euch vom Herrn jene

Gnaden, die euren Dienst fruchtbar und heilig machen.

 

Ich will euch heute eine Botschaft des Vertrauens und der Hoffnung schenken, die

euch auf eurem schwierigen Weg begleiten soll.

 

— Habt Vertrauen auf eure himmlische Mutter, die euch immer nahe ist, um euch Hilfe

und Stärkung in eurem Priestertum zu sein.

 

Ich sehe eure unzähligen Schwierigkeiten; ich sammle alle eure Hilferufe; ich bin

euch nahe, um euch in eurer Einsamkeit zu unterstützen; ich

schenke euch Freude und Trost inmitten so vieler Bitterkeit.

 

Fühlt euch nicht allein.

 

Auch wenn das Feld des Apostolats manchmal

trocken und schwierig ist, auch wenn eure Umwelt eurem

priesterlichen Wirken Hindernisse bereitet, auch wenn das Gewicht

der menschlichen Schwäche euch manchmal zu erdrücken scheint,

sollt ihr niemals den Mut verlieren!

 

Als gute und verständnisvolle

Mutter bin ich immer bei euch und stütze, führe, tröste und ermutige

euch. Ich sammle eure Tränen wie wertvolle Perlen und behüte alle

eure Mühen im Geheimnis meines Unbefleckten Herzens.

 

— Habt große Hoffnung auf den vollen Triumph Gottes über diese arme

Menschheit, die so krank und so fern von ihm ist.

 

Ihr erlebt gerade die schmerzharten Jahre der großen Bedrängnis, und die Leiden

nehmen täglich für alle zu.

 

Verbringt die gegenwärtige Stunde im

Getsemani meines Unbefleckten Herzens und bereitet euch vor, den

Willen eures himmlischen Vaters mit Liebe zu erfüllen.

 

1160

 

Seid Zeugen des Glaubens in diesen Zeiten des großen Abfalls; seid

Zeugen der Heiligkeit in diesen Tagen der großen Verderbnis; seid

Zeugen der Liebe in einer Welt, die vom Egoismus und vom Haß, von

der Gewalttat und von den Kriegen hart und gefühllos, verbraucht und

verdorrt geworden ist.

 

Bringt den Balsam meiner mütterlichen und

barmherzigen Liebe überall hin; nehmt meine Kinder, die in die Irre

ge-gangen sind, in eure priesterlichen Arme — auch die Fernen, die

Armen, die Schwachen, die Kranken und die Sünder — und bringt sie

alle in den sicheren Schafstall meines Unbefleckten Herzens.

 

Verlaßt dieses Zönakel freudig.

 

Kehrt in Frieden heim und werdet in allen

Teilen dieser großen Nation die Apostel meiner Bewegung.

 

Mit euch, mit euren Lieben, mit den Gläubigen, die euch anvertraut sind, segne

ich heute ganz Indonesien und die Kirche, die hier lebt, leidet und

wirkt, damit mein Sohn Jesus allen das Geschenk seiner Liebe, seines

Lebens und seines Friedens bringen kann

 

 

Suva (Fidji-Inseln), 12. November 1993

 

IM HERZEN DER KLEINEN

»Du befindest dich heute hier, mein kleiner Sohn, auf dieser großen

Insel des Pazifiks, um Zönakel mit meinen vielgeliebten Söhnen und

mit den Gläubigen zu halten, die auch von den entferntesten Inseln

gekommen sind.

 

Auch hierher ist meine Stimme gelangt, auch hier

habe ich eine hochherzige Antwort erhalten.

 

Du siehst, wie es besonders die Kleinsten,
die Einfachsten und die Ärmsten sind, die mir Antwort geben.

 

1161

 

Du siehst, wie sie fähig sind, meine Stimme zu verstehen, mein Wort

anzuhören, meinen Forderungen zu gehorchen, mit Ausdauer zu beten und sich

meinem Unbefleckten Herzen mit Freude zu "weihen.

 

- Im Herzen der Kleinen erfahre ich meine große Stärkung.

 

Wie viele unter den Großen, darunter

auch meine vielgeliebten Söhne, verwerfen meine Einladung und verschließen

die Pforte des eigenen Herzens vor meiner mütterlichen Gegenwart.

 

Diese dauernde Zurückweisung ist für mich Ursache eines tiefen Schmerzes.

 

Doch ich werde dadurch getröstet, daß ich eine so hochherzige Antwort von den Kleinen

empfange — sie sind ja der Balsam, den mir der himmlische Vater schenkt und

der sich auf jede neue, sich in meinem mütterlichen Herzen öffnende Wunde

legt.

 

- Im Herzen der Kleinen finde ich meine größte Freude.

 

In ihnen lasse ich mein Licht erstrahlen und in ihnen sehe ich meinen Plan wiedergespiegelt.

 

Weil ich klein bin, habe ich dem Allerhöchsten gefallen.

 

Nur im Herzen der Kleinen findet der Vater sein Wohlgefallen, wird der Sohn verherrlicht und

nimmt der Heilige Geist seine dauernde Wohnung.

 

So kann das Unbefleckte

Herz eurer himmlischen Mutter durch sie sein ewiges Magnifikat wiederholen,

seinen Gesang der Anbetung und des Lobes zur Ehre der göttlichen und

Heiligsten Dreieinigkeit.

 

Im Herzen der Kleinen finde ich meine Wonne,

denn hier kann ich meine Funktion als Mutter vollkommen erfüllen.

 

1162

 

So kann ich sie ernähren, bekleiden, heranbilden und sie sanft auf dem

Weg der Reinheit, der Liebe und der Heiligkeit geleiten.

 

- Im Herzen der Kleinen erreicht mein Unbeflecktes Herz schon seinen Triumph.

 

Durch sie kann ich mein großes Werk der Liebe und Barmherzigkeit für die Rettung

der Welt und für die allergrößte Erneuerung der ganzen Kirche erfüllen.

 

- Im Herzen der Kleinen findest auch du deine Ruhe.

 

Auf einer so schwierigen Reise, unter so großen Mühen, die menschlich gesehen

unmöglich scheinen, ruhe dich im Herzen deiner himmlischen Mutter aus

und freue dich über die Antwort, die du weit und breit von all meinen ganz

kleinen Kindern empfängst

 

 

Sydney (Australien), 21. November 1993

Hochfest Jesu Christi, des Königs des Universums

 

DAS HERRLICHE REICH CHRISTI

»Vielgeliebte Söhne, heute feiert ihr das Hochfest Jesu

Christi, des Königs des Universums, in einem großen Zönakel, an dem

Priester und Laien meiner Bewegung teilnehmen, die auch von anderen

Städten dieser großen Nation gekommen sind.

 

Eure himmlische Mutter will euch alle in die sichere Zufluchtsstätte ihres Unbefleckten Herzens

einschließen, damit sie euch in der Zeit der großen Prüfung beschützen und

euch darauf vorbereiten kann, Jesus zu empfangen, der gerade im Begriff

ist, wiederzukommen, um unter euch sein herrliches Reich zu errichten.

 

1163

 

— Das herrliche Reich Christi wird vor allem in den Herzen und in den

Seelen errichtet werden.

 

Das ist der wertvollste Teil der göttlichen

Königsherrschaft Jesu.

 

Tatsächlich ist deswegen das Wort Mensch

geworden und ist gekommen, um unter uns zu wohnen. Deshalb war

der Sohn dem Vater gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.

 

Mit der Erlösung, die von Jesus auf Kalvaria vollbracht worden ist,

seid ihr der Herrschaft Satans entrissen worden und vom Joch seiner

Knechtschaft, von der Sünde, befreit worden und zu Söhnen Gottes

geworden, denn er hat euch seine Liebe und sein eigenes Leben

mitgeteilt.

 

Die von der Liebe erneuerten Herzen, die von der Gnade ge-

heiligten Seelen bilden daher den wertvollsten Teil der göttlichen

Königsherrschaft Jesu.

 

— Das herrliche Reich Christi wird mit einem

allgemeinen Erblühen von Heiligkeit und Reinheit, Liebe und

Gerechtigkeit, Freude und Frieden einhergehen.

 

Denn die Herzen der

Menschen werden von der mächtigen Kraft des Heiligen Geistes

umgewandelt werden, in die er sich mit dem Wunder seines zweiten

Pfingsten ergießen wird.

 

Und die Seelen werden von der Gegenwart

der Heiligsten Dreieinigkeit erleuchtet werden, die in ihnen eine außer-

gewöhnliche Entfaltung aller Tugenden hervorbringen wird.

 

— Das herrliche Reich Christi wird sich auch in einer neuen Lebensform aller

Menschen wiederspiegeln, denn ihr werdet dazu gebracht werden, nur

zur Verherrlichung des Herrn zu leben. Und der Herr wird verherrlicht,

wenn sein göttlicher Wille von jedem einzelnen von euch vollkommen

erfüllt wird.

 

1164

 

— Das herrliche Reich Christi wird daher mit einer vollkommenen

Erfüllung des Willens Gottes von jedem einzelnen Geschöpf Hand in

Hand gehen, so daß dieser — wie im Himmel, so auch auf Erden —

geschieht.

 

 Aber dies ist nicht möglich, wenn nicht zuerst Satan, der Ver-

führer, der Geist der Lüge, besiegt wird, der immer in der Geschichte

der Menschen dazwischen gekommen ist, um sie zur Rebellion gegen

den Herrn und zum Ungehorsam gegenüber seinem Gesetz zu verleiten.

 

— Das herrliche Reich Christi wird nach der vollkommenen Niederlage

Satans und aller bösen Geister und der Zerstörung seiner teuflischen

Macht errichtet werden.

 

So wird er gebunden und in die Hölle gestoßen

werden, und das Tor des Abgrundes wird verschlossen werden, damit er

daraus nicht mehr entkommen kann, um in der Welt Schaden

anzurichten.

 

In der Welt wird Christus herrschen.

 

 — Das herrliche Reich Christi wird mit dem Triumph des eucharistischen Reiches Jesu

zusammenfallen.

 

Denn in einer gereinigten, geheiligten und von der

Liebe vollkommen erneuerten Welt wird sich Jesus vor allem im

Geheimnis seiner eucharistischen Gegenwart offenbaren.

 

Die Eucharistie wird ihre ganze göttliche Macht verströmen und sie wird die

neue Sonne werden, die ihre leuchtenden Strahlen in den Herzen und in

den Seelen und dann auch im Leben der einzelnen, der Familien und der

Völker wiederspiegeln wird. Aus allen wird sie eine einzige, gefügige

und sanfte Herde bilden, in welcher Jesus der einzige Hirte sein wird.

 

1165

 

Und zu diesem neuen Himmel und dieser neuen Erde führt euch eure

himmlische Mutter, die euch heute von allen Teilen der Welt sammelt, um

euch vorzubereiten, den Herrn, der kommt, zu empfangen

 

 

Sydney (Australien), 23. November 1993

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB

von Ozeanien

 

EUER LICHT WIRD ERSTRAHLEN

»Wie freue ich mich, euch, Priester meiner Bewegung von Australien, in einem

dauernden Zönakel des Gebets und der Brüderlichkeit vereint zu

sehen.

 

Wachst in der Liebe zueinander. Lebt diese Tage mit der

Freude von Brüdern, die einander treffen, kennen und lieben und

sich gegenseitig helfen, gemeinsam auf dem schmerzhaften Weg

dieser Zeiten der großen Bedrängnis zu gehen.

 

Betet mit Ausdauer und Vertrauen.

 

Ich vereinige mich mit eurem Gebet. Ich bin bei

euch, um eurem Gebet Kraft und Stärke zu verleihen, so daß der

Heilige Geist mit seinen sieben Gaben in dieses euer Zönakel

kommen und euch für die Mission, die euch erwartet, bereit machen

kann.

 

Erleuchtet die Erde in diesen Tagen der großen Dunkelheit und

seid Stärkung und Trost für die ganze Kirche in dieser Zeit ihrer

großen Verwüstung.

 

Euer Licht wird immer mehr erstrahlen und sich

auf diesem so weit ausgedehnten Kontinent von Ozeanien verbreiten,

der so sehr von meinem und eurem Widersacher angegriffen und in

Besitz genommen wird.

 

1166

 

— Euer Licht wird erstrahlen durch euer priesterliches Zeugnis des

Glaubens.

 

Seht, wie sich der Abfall vom Glauben überall ausgebreitet

hat; wie die Irrtümer gelehn und verbreitet werden; wie die

Disziplinlosigkeit und Verwirrung zunimmt.

 

Wie viele Hirten wachen

nicht mehr über die ihnen anvertraute Herde, und so dringen viele

reißende Wölfe in Schafspelzen in die Herde meines Sohnes Jesus ein,

um darin Unheil anzurichten.

 

Ihr sollt das Licht sein, das auf dem

Leuchter brennt, um viele meiner armen Kinder, die sich in der

Finsternis des Irrtums befinden und den wahren Glauben verloren

haben, auf den Weg der Wahrheit zu führen.

 

Dann werdet ihr treue

Diener des Evangeliums sein, und durch euch wird die Kirche nach der

schmerzhaften Prüfung, die sie jetzt durchlebt, wieder in all ihrem

Glanz das Licht Christi und seiner Wahrheit verbreiten.

 

—Euer Licht wird erstrahlen durch euer priesterliches Zeugnis der Heiligkeit.

 

Seht, wie der Materialismus und der Hedonismus diese große Nation

bedrohen. Für viele ist die Sucht nach Genuß, nach Geld und

Wohlstand, nach Zerstreuung und Unreinheit das einzige Ideal ihres

Lebens geworden.

 

Und so werden die Kleinen auf die Straße des

Bösen verführt; die Jugendlichen werden vom Laster und von der

Droge angelockt; und die Familien richten sich zugrunde durch die

Ehe-scheidungen und das egoistische Sich-Verschließen vor dem

Geschenk des Lebens.

 

Bringt alle diese meine armen, in die Irre

gegangenen Kinder zum Haus des Vaters zurück. Seid deshalb treue

Diener der Gnade und der Heiligkeit und spendet die euch von Jesus

 

1167

 

anvertrauten Sakramente, besonders das Sakrament der Versöhnung.

 

Stellt euch den Gläubigen zur Verfügung, um sie auf den Weg des

Guten und der Liebe, der Reinheit und der Gnade, des Friedens und

der Rettung zu führen.

 

— Euer Licht wird erstrahlen durch euer

priesterliches Zeugnis der Liebe.

 

Liebt alle mit dem göttlichen

Herzen Jesu und mit der Zärtlichkeit meiner mütterlichen Liebe.

Seht, wie heute die Welt durch Mangel an Liebe zu einer Wüste

geworden ist!

 

Der zügellose Egoismus herrscht; die Gewalttat und

der Haß verbreiten sich; die Gleichgültigkeit nimmt in so vielen

Herzen, die kalt und gefühllos gegenüber den Bedürftigsten

geworden sind, überhand.

 

Ihr, meinem Unbefleckten Herzen

geweihte Priester, sollt der beruhigende Balsam sein, der sich auf

jede offene und blutende Wunde verströmt.

 

Nehmt die Kleinen bei der Hand, stützt die Schwachen, führt die Unsicheren, stärkt die

Kranken, rettet die Verlorenen, bekehrt die Sünder, schenkt den

Verzweifelten Vertrauen, geht den Entfernten entgegen und bringt sie

auf euren priesterlichen Händen in die sichere Zufluchtsstätte

meines Unbefleckten Herzens.

 

Dann werdet ihr die Werkzeuge des

Triumphes meines Unbefleckten Herzens in der Welt sein.

 

Verlaßt dieses Zönakel und geht in alle Teile dieses so aus-gedehnten

Kontinents, um die Erde mit dem Licht eures Glaubens, eurer

Heiligkeit und eurer Liebe zu erleuchten.

 

Ich bin immer mit euch. Als Mutter folge ich euch auf eurem Weg und bin bei euch, um euch

Hilfe und Stärkung zu geben.

 

1168

 

Mit euren Lieben, mit den Menschen, die euch anvertraut sind, segne

ich euch alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen

Geistes.«

 

 

Perth (Australien), 8. Dezember 1993

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

 

DIE JAHRE MEINES TRIUMPHES

»Heute beendest du hier eine lange Reise, die du in

zwei Monaten in viele Nationen Asiens und Ozeaniens gemacht hast.

 

Du hast dreiundsiebzig Zönakel gehalten, an denen Bischöfe, Priester

und Gläubige meiner Bewegung teilgenommen haben.

 

Du, mein von mir so sehr geliebter und beschützter kleiner Sohn, hast in allen

Teilen dieses so ausgedehnten Kontinents die großen Wundertaten

meines Unbefleckten Herzens gesehen.

 

Dies sind die Jahre, in denen

ich mir gerade die neue Kirche und die neue Menschheit im

himmlischen Garten meines Unbefleckten Herzens heranbilde.

 

Dies sind die Jahre meines Triumphes.

 

— Satan hat diese ganze arme

Menschheit getäuscht, indem er sie so weit von Gott entfernt und die

Idole seiner Perversion für sie geschaffen hat: die Lust, das Geld, den

Stolz, den Egoismus, die Zerstreuung und die Unreinheit.

 

Deshalb ist die Menschheit heute so sehr von der Gewalttat, vom Haß, von der

Rebellion und vom Krieg bedroht.

 

In diesen Jahren werdet ihr das

große Strafgericht sehen, mit der die Gerechtigkeit Gottes diese Welt

reinigen wird, die tausendmal schlechter als zur Zeit der Sintflut

geworden und so sehr von den bösen Geistern besessen ist.

 

1169

 

Deshalb sammle ich meine ganz kleinen Kinder aus allen Teilen der Welt

und schließe sie in die sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens

ein, damit sie im Augenblick der großen Prüfung, die nun für alle gekommen

ist, von mir verteidigt und gerettet werden.

 

So wird in den gleichen Jahren, in

denen Satan triumphiert, indem er die Menschheit auf die Straße ihrer

Selbstzerstörung verführt, auch mein Herz triumphieren; ich bin ja die Mutter,

die ihre kleinen Kinder auf den Weg der Rettung und des Friedens geleitet.

 

— Satan ist auch in das Innere der Kirche eingedrungen und es ist ihm

gelungen, ihren Glanz zu verfinstern.

 

Mit der Finsternis der Sünde hat er den

Glanz ihrer Heiligkeit verdunkelt; mit der Wunde der Spaltung hat er einen

Angriff auf die Kraft ihrer Einheit gestartet; mit der Verbreitung der Irrlehren

hat er sie in der Verkündigung der Wahrheit getroffen.

 

Wie arm ist diese meine so kranke Tochter!

 

Daher rufe ich meine kleinen Kinder von überall

her, sich meinem Unbefleckten Herzen zu weihen und sich mir anzu-

vertrauen, so wie es eben kleine Kinder tun.

 

Und so bilde ich mir im Garten

meines Unbefleckten Herzens jeden Tag die neue, heilige und geeinte Kirche

heran, die eine treue Verkünderin des Evangeliums ist und ein vollkommenes

Zeugnis für Jesus gibt.

 

Dies sind die Jahre, in denen Satan als sicherer

Herrscher regiert; dies sind daher auch die Jahre meines Triumphes.

 

Mein Licht wird immer stärker leuchten, je mehr ihr in die entscheidenden

Augenblicke des Kampfes eintreten werdet.

 

1170

 

Am Ende wird der Sieg eurer unbefleckten Mutter gehören, die mit ihrem

jungfräulichen Fuß den Kopf der Schlange zertreten und mit ihren Händen

den großen Drachen binden wird, damit er keine Macht mehr hat und in der

Welt keinen Schaden mehr anrichten kann.

 

Und so wird die Menschheit und

die Kirche die neue Ära kennenlernen, die ihr nun im Vertrauen und im

Gebet, im Leiden und in der Hoffnung erwartet.

 

Deshalb werdet ihr von heute an mein immer stärker werdendes Licht gleichsam als aufsteigende

Morgenröte sehen, bis es die ganze Erde einhüllen wird, die von da an bereit

sein wird, sich für ihren neuen Tag, der mit dem Triumph meines Unbe-

fleckten Herzens in der Welt beginnen wird, zu öffnen

 

 

Dongo (Como), 24. Dezember 1993

Heilige Nacht

 

DIESE HEILIGE NACHT

»Sammelt euch mit mir im Schweigen und in der Erwartung.

 

Vergeßt jede andere Sorge und tretet in die Ruhe meines Gebetes ein.

 

Lebt mit mir zusammen diese wertvollen

Augenblicke, die der Geburt meines göttlichen Kindes vorausgehen.

 

Es ist die Nacht der Liebe und des Lichtes.

 

Es ist die Nacht der Versöhnung und des Friedens.

 

Es ist die Heilige Nacht.

 

Nehmt an der Freude eurer himmlischen

Mutter teil, die nun spürt, daß der Augenblick ihrer jungfräulichen

Mutterschaft gekommen ist.

 

1171

 

Für mich ist alles, was mich umgibt, gleichsam wie weit weg-gerückt:

die Mühe der Reise, um bis nach Betlehem zu gelangen; der Lärm

der großen Karawane; das sorgenvolle Suchen nach einem Ort, an

dem man die Nacht verbringen kann; die schmerzliche Verwunderung

vor jeder Tür, die sich schließt; die vertrauensvolle Hoffnung vor

einer armen Grotte, die sich öffnet und der man sich überläßt.

 

Der zarte und gefühlvolle Beistand meines keuschesten Bräutigams Josef

umfängt mich wie eine Liebkosung.

 

Er ist es, der den Ort freundlicher

zu gestalten trachtet; er ist es, der die Wiege in einer wärmeren

Krippe vorbereitet; er ist es, der einen Schutz vor der Härte der Kälte

sucht; er ist es, der mir beisteht und sich mit meinem großen Gebet

vereint; er ist es, der den Himmel sich öffnen sieht; er ist es, der er-

staunt das Wunder betrachtet und den Gesang der Engel hört und den

Frieden, der vom Himmel kommt, spürt; er ist es, der die Tür für die

Armen und Kleinen öffnet und die einfachen Geschenke der Hirten

entgegennimmt.

 

Ich bin in eine tiefe Ekstase versunken: Das Antlitz

des Vaters zeigt sich mir und ich betrachte das göttliche Geheimnis

seiner barmherzigen Liebe; das Wort, das in meinem jungfräulichen

Schoß Menschengestalt angenommen hat, liegt als neugeborenes Kind

in meinen mütterlichen Armen, und ich überhäufe es mit Küssen und

Tränen; der Heilige Geist betrachtet wohlgefällig seine Frucht.

 

Vielgeliebte Söhne, lebt während dieser Heiligen Nacht mit mir in

dieser tiefen Ekstase.

Es ist die Liebe, die in einer vom Haß erfüllten

Welt geboren wird.

 

Es ist das Licht, das über der langen Zeit der tiefen Finsternis aufgeht.

 

1172

 

 

Es ist die erwartete Versöhnung zwischen der verlorenen Menschheit

und ihrem Herrn, der sie liebt und erlöst.

 

Es ist der Friede, der auf alle

Menschen guten Willens vom Himmel herabsteigt.

 

Kommt mit mir in das Geheimnis dieser Heiligen Nacht.

 

Denn die große Prüfung ist nun für alle gekommen.

 

Die Gewalttat und das Feuer des Hasses bringen den Tod auf die Erde.

 

Eine tiefe Finsternis hüllt diese Menschheit ein,

die kein Licht mehr sieht.

 

Der Pakt des Bundes wird weiterhin von den

Menschen gebrochen, die sich offen ihrem Gott widersetzt haben.

 

Und die Kriege, die Rebellionen und die Zerstörungen erfüllen euren

Weg mit Tränen und Blut.

 

Die Zeit der großen Prüfung ist für euch gekommen.

 

Deshalb lade ich euch noch einmal ein, euch von mir in

das Geheimnis dieser Heiligen Nacht bringen zu lassen.

 

Seid also wie der heilige Josef tatkräftig bestrebt, die Seelen und die Herzen der

Menschen zu öffnen, damit sie Jesus bei seinem zweiten Kommen

annehmen können, und laßt euch nicht von eitlen und unnützen Sorgen

in Beschlag nehmen, sondern wacht mit mir im Gebet und in der

Erwartung seiner schon so nahen Wiederkunft in Herrlichkeit.«

 

1173

 

Mailand, 31. Dezember 1993

Letzte Nacht des Jahres

 

GROSS IST MEINE SORGE

»Vielgeliebte Söhne, verbringt die letzten Stunden dieses zu Ende gehenden Jahres in Gebet und

Sammlung mit mir.

 

Laßt euch von der Zerstreuung, dem Lärm und dem Ver-

gnügen nicht erfassen, mit denen der überwiegende Teil meiner armen Kinder

diese letzten Stunden verbringt.

 

Lest schweigend die Zeichen eurer Zeit und

vereinigt euch mit meiner großen Sorge über das, was euch erwartet.

 

— Groß ist meine Sorge, denn diese so sehr kranke Menschheit verharrt in ihrer

verstockten Haltung, Gott und sein Gesetz der Liebe zurückzuweisen.

 

Auf so viele Arten und mit so vielen Zeichen und durch wiederholtes

außergewöhnliches Eingreifen bin ich während dieses Jahres eingetreten, um

die Menschheit zur Bekehrung und zu ihrer Rückkehr zum Herrn einzuladen.

 

Aber man hat nicht auf mich gehört.

 

Der Name des Herrn wird beschimpft und

sein Tag wird immer mehr entweiht.

 

Der Egoismus erstickt die Herzen der

Menschen, die durch eine große Unfähigkeit zu lieben kalt und verschlossen

wurden.

 

Der Wert des Lebens wird verachtet; die Gewalttaten und die Morde

nehmen überhand; man bedient sich jedes nur möglichen Mittels, um die

Geburt neuer Geschöpfe zu verhindern; die Zahl der gewollten Abtreibungen

nimmt überall zu - diese fürchterlichen Verbrechen, die Tag und Nacht vor

dem Angesicht eures Gottes nach Rache schreien; die Unreinheit verbreitet

sich wie eine Schlammflut, die alles bedeckt.

 

1174

 

Der Kelch der göttlichen Gerechtigkeit ist voll und fließt über.

 

Ich sehe das Strafgericht, mit dem die Barmherzigkeit Gottes diese arme, sündige

Menschheit reinigen und retten will.

 

Wie zahlreich und groß sind die Leiden,

die euch erwarten, meine armen Kinder, die ihr so sehr von Satan, dem Geist

der Lüge, der euch verführt und euch zum Tode bringt, angegriffen und

getäuscht werdet!

 

— Groß ist meine Sorge, denn meine Kirche ist ein Spielball

der Mächte des Bösen, die sie bedrohen und sie von ihrem Inneren her zu

zerstören versuchen.

 

Die Freimaurerei hat mit ihrer teuflischen Macht ihr

Zentrum im Herzen der Kirche selbst, wo der Stellvertreter meines Sohnes

Jesus seinen Sitz hat, aufgeschlagen und verbreitet von da aus ihren schlechten

Einfluß in alle Teile der Welt.

 

Nun wird die Kirche noch von den Ihren

verraten, grausam verfolgt und zur Hinrichtung geführt werden.

 

Ich sehe, daß die blutige Verfolgung nun vor der Tür steht und daß so viele von euch durch

den Sturmwind dieses fürchterlichen Orkans verstreut werden.

 

Nehmt in diesen Stunden an meiner großen Sorge teil und vereinigt euch alle mit meinem Gebet

der Fürbitte und der Sühne.

 

Vervielfältigt überall die Zönakel des Gebets, die

ich von euch als sichere Orte, als Zufluchtsstätten, gefordert habe, in welchen

ihr euch vor dem furchtbaren Sturm, der euch erwartet, schützen könnt.

 

 In den Zönakeln werdet ihr meine außergewöhnliche Gegenwart fühlen.

 

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In den Zönakeln werdet ihr die Sicherheit und den Frieden erfahren,

den euch eure himmlische Mutter schenkt.

 

In den Zönakeln werdet ihr vor den Übeln bewahrt und vor den großen Gefahren, die euch

bedrohen, verteidigt werden.

 

In den Zönakeln werdet ihr von mir zum

Vertrauen und zu einer großen Hoffnung herangebildet werden.

 

Denn das Zönakel ist der Ort eurer Rettung, den die himmlische Mutter in

diesen letzten Zeiten, in denen nun die große Prüfung für alle

gekommen ist, für euch bereitet hat

 

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