DonGobbi Einsprechungen

 

 

1991

DIE ANKÜNDIGUNG DER  NEUEN ÄRA

 

 

Rubbio (Vicenza), l. Januar 1991

Hochfest der Gottesmutter Maria

 

DIE ANKÜNDIGUNG DER NEUEN ÄRA

»Im Licht

meiner göttlichen Mutterschaft beginnt ihr dieses neue Jahr im Gebet und im Vertrauen.

 

Ich bin wahre Muttergottes.

 

Derjenige, der in der heiligen Nacht von Weihnachten von

mir geboren und mit so viel Liebe in die Wiege gelegt wird — umgeben von so viel

Elend und von einer so großen Armut —, ist der wahre Sohn Gottes, das Wort des

Vaters, das in meinem jungfräulichen Schoß Mensch geworden ist, das Abbild seines

Wesens, der Abglanz seiner Herrlichkeit.

 

Aufgrund des Willens meines Sohnes Jesus bin ich auch eure Mutter geworden.

 

— Als Mutter bin ich neben einem jeden von euch,

um euch zu helfen, in der euch gewährten Zeit den Plan eures himmlischen Vaters zu

verwirklichen. Dieser Plan besteht darin, daß sein göttlicher Wille von euch erfüllt wird.

 

Und sein göttlicher Wille besteht darin, daß ihr heilig werdet.

 

Ich helfe euch daher, auf

dem Weg der Heiligkeit zu gehen, damit der göttliche Wille von euch auf vollkommene

Weise verwirklicht wird, und daß ihr so in eurem Leben der Heiligsten Dreieinigkeit

die größte Verherrlichung zuteil werden lassen könnt.

 

 — Als Mutter bin ich bei der

Kirche, meiner geliebtesten Tochter. In diesen Zeiten ist die Kirche berufen, die

Stunden des Todeskampfes von Getsemani zu durchleben, die Stunden der erlösenden

Passion, die Stunden ihrer blutigen Aufopferung auf Kalvaria.

 

993

 

Zu Beginn dieses neuen Jahres begegne ich auf dem Weg nach

Kalvaria allen meinen Kindern: dem Papst, der von mir besonders

geliebt, geführt und verteidigt wird, den Bischöfen, den Priestern, den

Ordensleuten und den Gläubigen.

 

Welch schweres Kreuz müssen heute diese meine geliebtesten Kinder tragen!

 

Das Kreuz des Abfalls und des Glaubensverlustes, das Kreuz der Sünden und der

unzähligen Sakrilegien, das Kreuz der Verlassenheit und der

Zurückweisung, das Kreuz der Verurteilung und der Kreuzigung.

 

Für meine Kirche ist der Augenblick des Blutvergießens und ihrer blutigen

Aufopferung nahe.

 

Besonders in diesen Zeiten bin ich immer dieser

meiner leidenden und im Todeskampf liegenden Tochter nahe, wie

ich unter dem Kreuze gestanden bin, an dem Jesus für unsere Erlösung geopfert wurde.

 

- Als Mutter bin ich bei dieser armen Menschheit, die krank ist und unter dem Gewicht ihrer hartnäckigen Zurückweisung Gottes und seines Gesetzes der Liebe erdruckt ist.

 

Wie sehr hat sie sich vom Herrn entfernt!

 

Man hat eine atheistische und materialistische Zivilisation er-richten

wollen. Es wurden neue Werte angepriesen, die aut der

Befriedigung aller Leidenschaften, auf der Sucht nach allen

Genüssen und auf der Legitimierung jeder moralischen Un-ordnung

errichtet sind.

 

So ist anstatt der Liebe der Egoismus und der Haß, anstatt des

Glaubens der Stolz und die Ungläubigkeit, anstatt der Hoffnung der

Geiz und der Luxus, anstatt der Ehrlichkeit der Betrug und die

Täuschung und anstatt der Güte die Schlechtigkeit und die

Herzenshärte getreten.

 

994

 

Satan hat seinen Sieg schon besungen, weil er die Sünde in die Seelen und

die Spaltung in die Familien und in die Gesellschaft, ja sogar in die

Nationen und unter die Nationen gebracht hat.

 

 So ist der Friede noch nie so bedroht gewesen wie in euren Tagen.

 

Ihr beginnt dieses neue Jahr unter der großen Bedrohung eines Konfliktes, der der auslösende Funke für den Ausbruch des furchtbaren dritten Weltkrieges sein könnte.

 

Betet, vielgeliebte Söhne, tut Buße, denn nun seid ihr in die Zeit des großen Strafgerichtes

eingetreten, das der Herr für die Reinigung der Erde senden wird.

 

Verbreitet überall die Gebetszönakel, die ich seit so langer Zeit von euch gefordert

habe, und laßt euch nicht von der Angst und von der Entmutigung erfassen.

 

Habt großes Vertrauen in das mächtige Werk der Fürbitte und der

Mittlerschaft eurer himmlischen Mutter.

 

Das große Leiden, das euch erwartet, dient dazu, euch auf die Geburt der neuen Ära vorzubereiten, die daran ist, auf die Welt zu kommen.

 

Lebt dieses neue Jahr in meinem Unbefleckten Herzen: Es ist die Zufluchtstätte, die ich euch für die Zeit bereitet habe, die voll von Leiden für die einzelnen und für die Völker ist.

 

Dann werdet ihr keine Angst haben.

 

Euer Leiden wird sich mit der Vermehrung der Prüfung, die bereits begonnen hat, vergrößern.

 

Ich bin die Ankündigung der neuen Ära.

 

In der tiefen Finsternis dieser eurer Zeit

werdet ihr, wenn ihr sie mit mir durchlebt, schon das Aufleuchten der neuen

Zeiten, die euch erwarten, erahnen können. Schaut auf dieses Licht und lebt

im Frieden des Herzens und in der Hoffnung.

 

995

 

Wenn ihr immer in meinem Unbefleckten Herzen verbleibt, meine vielgeliebten

und mir geweihten Kinder, könnt ihr schon von diesen Augenblicken an die

neue Ära der Heiligkeit und der Gnade, des Lichtes und der Reinheit, der Liebe

und des Friedens beginnen.

 

So werdet ihr in der Stunde der großen Prüfung allen das

Charisma meiner mütterlichen Gegenwart schenken und ihr werdet der süße

und erwartete Balsam für so viele offene und blutende Wunden sein.

 

Zu Beginn dieses neuen Jahres, das das Tor zum letzten Jahr-zehnt dieses

Jahrhunderts öffnet und das von schwerwiegenden und entscheidenden

Ereignissen gekennzeichnet sein wird, schließe ich euch in der Tiefe meines

Unbefleckten Herzens ein und segne euch im Namen des Vaters und des

Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

 

Mailand, 2. Februar 1991

Erster Monatssamstag

Darstellung des Jesuskindes im Tempel

 

DER WEG, DER ZUR NEUEN ÄRA FÜHRT

»Betrachtet mich heute im Geheimnis der Darstellung meines göttlichen

Kindes im Tempel.

 

Mit wie viel Fügsamkeit und kindlicher Hingabe läßt sich

Jesus in meinen mütterlichen Armen tragen, während ich mit meinem

keuschesten Bräutigam Josef zum Tempel von Jerusalem hinaufgehe, um der

Vorschrift des heiligen Gesetzes des

Herrn nachzukommen.

 

Ich vertraue das Kind den Händen des Priesters an und so wird es dem Vater

als Opfergabe und Hinopferung für unseren Loskauf dargebracht.

 

996

 

Jesus tritt in die Herrlichkeit seines Tempels ein, als Licht, das jeden Menschen

erleuchtet, für die Rettung aller Völker.

 

Das Geheimnis, das von ewigen Zeiten her in

der Verborgenheit des Vaters verhüllt war, wird in diesem Augenblick offen-kundig.

 

Nicht den Großen und den Weisen, nicht den Mächtigen und Intelligenten, nicht den

Ersten und den Wichtigsten.

 

Es wird den Kleinen, den Armen, den Einfachen, den Letzten und denen, die reinen Herzens sind, offenbart.

 

So können eine einfache Frau und ein armer alter Mann, die offen sind, die Gabe des Geistes zu empfangen, als erste in das Verständnis dieses großen Geheimnisses eindringen.

 

- Nun läßt du, Herr, deinen Knecht in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben den Retter gesehen, das Licht zur Erleuchtung der Heiden und Herrlichkeit für dein Volk Israel. —

 

Es ist ein Geheimnis der Liebe und des Schmerzes, des Lichtes und der Finsternis, der Freude

und des Leidens, des Todes und des Lebens.

 

- Er wird als Zeichen des Widerspruches für die Rettung und für den Fall vieler gesetzt werden. —

 

Und ich werde zuinnerst mit dem Ablauf dieser seiner göttlichen Sendung verbunden: — Dir,

o Mutter, wird ein Schwert die Seele durchbohren. —

 

Laßt auch euch, meine vielgeliebten und meinem Herzen geweihten Kinder, in meinen mütterlichen Armen tragen. Es ist der Augenblick eures Lichtes und eures Zeugnisgebens gekommen.

 

Daher lade ich euch alle ein, in den Tempel meines Unbefleckten Herzens

einzutreten.

 

997

 

Hier werdet ihr zur Verherrlichung des Vaters aufgeopfert, hier werdet ihr zur

Nachahmung des Sohnes herangebildet, hier werdet ihr vom mächtigen Wirken

des Heiligen Geistes umgewandelt.

 

Eure priesterliche Aufopferung ist notwendig für die Rettung aller Völker.

 

Ihr seid in die abschließende Periode der großen Bedrängnis eingetreten, und es ist nun für euch die Stunde der großen Prüfung gekommen, die ich euch seit so vielen Jahren angekündigt

habe.

 

Es ist eine so große und schmerzhafte Prüfung, die ihr euch nicht im

entferntesten vorstellen könnt, aber die für die Kirche und für die gesamte

Menschheit notwendig ist, damit die neue Ära, die neue Welt, die Versöhnung

der Menschheit mit ihrem Herrn zu euch kommen kann.

 

In diesen Tagen ist Jesus daran, in ganz starker Weise in jedem Teil der Welt zu wirken, um den

Plan seiner barmherzigen Liebe zu verwirklichen.

 

Dieser Plan ist jetzt verborgen und im Geheimnis seines göttlichen Herzens eingeschlossen.

 

Er wird heute weiterhin nur den Kleinen, den Einfachen, den Armen und denen,

die reinen Herzens sind, offenbart.

 

Mit diesen Kleinen, die Jesus von allen Seiten der Erde zu sammeln im Begriff ist, wird er schnell sein Reich der Herrlichkeit aufrichten.

 

Dies ist der Weg, der zur neuen Ära führt.

 

Heute verehrt ihr mich in diesem Augenblick, da ich das Jesuskind im Tempel zu

Jerusalem darstelle, und so lade ich euch alle ein, in den geistigen Tempel

meines Unbefleckten Herzens einzutreten, damit ich euch zur Verherrlichung

des Herrn aufopfern und euch zur Einfachheit und zur Kleinheit, zur Armut

und zur Reinheit heranbilden kann.

 

998

 

Nur so könnt ihr selbst der Weg werden, der zu seinem Reich führt, und ihr werdet

ein ganz starkes Licht sein, das der ge-samten armen Menschheit den Weg weist, der

zu den neuenZeiten führt, die euch erwarten

 

 

Brasilia (Brasilien), 26. Februar 1991

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Bischöfen und Priestern der

MPB aus ganz Brasilien

 

NICHT NUR VON BROT

»In diesen Tagen wird mein Unbeflecktes Herz getröstet, weil es sieht, wie zahlreich

ihr bei diesem dauernden Zönakel des Gebetes und der Brüderlichkeit versammelt seid.

 

Ihr seid von ganz Brasilien gekommen, von diesem Land, das von mir so sehr geliebt

und von meinem Widersacher immer mehr bedrängt wird.

 

Im Garten meines Unbefleckten Herzens nehme ich heute die

Kirche, die hier lebt und leidet, auf und euer ganzes Vaterland, das noch Augenblicke

großer Schwierigkeiten und Gefahren durchmacht.

 

Ich lade alle meine Kinder ein, sich meinem Unbefleckten

Herzen zu weihen, damit sie ganz schnell in die sichere Zufluchtstätte eintreten, die

ich euch für diese Zeit der Reinigung und der großen Bedrängnis bereitet habe.

 

Ich bin eine zärtliche und eine für euch alle verständnisvolle Mutter.

 

Ich will euch auf den Weg des Friedens, des Gebetes, der Heiligkeit führen und zu

eurer tieferen Einheit mit Jesus, unseremErlöser und unserem Heiland.

 

Ich sehe euren Eifer im Apostolat, ich kenne eure großen

Schwierigkeiten, ich trage das Gewicht eurer täglichen Leiden

 

999

 

mit euch. Besonders schaue ich mit Liebe auf euren Einsatz für die

Ärmsten, für die an den Rand Gedrängten und für die Geringsten und

wie ihr euch dabei anstrengt, sie von der Knechtschaft der Armut und

des Elends zu befreien. Aber als eure Mutter nehme ich euch an der

Hand und führe euch zum Verständnis der ganzen vollen Wahrheit.

 

Der Mensch lebt nicht nur von Brot.

 

Der Mensch lebt auch von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt, um den Hunger seines Geistes zu stillen.

 

Neben der Armut an materiellen Gütern gibt es eine größere

Armut an geistigen Gütern.

 

Wie viele meiner Kinder sind es, die unter dem Joch dieser geistigen Sklaverei leben!

 

Es sind diejenigen, die das Opfer von falschen, auf der Leugnung Gottes begründeten Ideologien

werden.

 

Wie sehr verbreitet sich der Irrtum des theoretischen und

praktischen Atheismus, der viele dazu bringt, ein Leben ohne Gott zu führen.

 

Es sind diejenigen, die sich von der Kirche entfernen, um ver-

schiedenen Sekten anzuhängen, die sich hier immer mehr verbreiten.

 

Das kommt daher, weil der hungernde Geist so vieler meiner Kinder

nicht mehr mit dem Brot des Wortes Gottes gespeist wird.

 

Ich fordere euch auf, diese geistige Speise in Überfluß zu spenden, und besonders

bitte ich euch, meine vielgeliebten und mir geweihten Kinder, daß ihr

euch noch mehr anstrengt, allen das Licht des Evangeliums mitzuteilen.

 

Predigt das Evangelium mit Mut und ohne Angst. Schenkt es in der

Klarheit seiner Ganzheit. Verkündet es mit der gleichen Kraft, mit der

mein Sohn Jesus es euch gepredigt hat.

 

1000

 

So werdet ihr allen helfen, auf dem Weg des wahren Glaubens zu gehen, im größten

Gehorsam zum Lehramt des Papstes und der mit ihm vereinten Bischöfe.

 

Der Mensch lebt nicht nur von Brot.

 

Der Mensch lebt auch von der göttlichen Gnade, die ihm Jesus geschenkt hat, um den

Hunger seiner Seele zu stillen.

 

Neben der Armut an materiellen Gütern gibt es eine noch größere und gefährlichere

moralische Armut, die im drückenden Joch besteht, das so viele meiner Kinder zu

Sklaven desBösen und der Sünde, der ungeordneten Leidenschaften, be-sonders der Unreinheit,

macht.

 

Wie groß ist diese Plage unter euch!

 

Wie listig ist der Hinterhalt meines Widersachers, der euch oft dazu verführt, allen

euren priesterlichen Einsatz darauf zu verwenden, die Wunden der Armen und derer,

die keinen Erfolg haben, zu heilen, so daß ihr vergeßt, besonders auf die tiefen

Wunden der Sünder und der Schlechten zu achten.

 

Gebt die Speise der Gnade Gottes diesen Seelen, die vor Hunger sterben. Daher müßt

ihr den Sündern helfen, zur Quelle der göttlichen Barmherzigkeit zurückzukehren,

indem ihr euch ihnen im Sakrament der Buße und der Versöhnung zur

Verfügung stellt.

 

Das ist die günstige Zeit für euch. Das ist die Zeit der Bekehrung und der Rückkehr

zum Herrn.

 

Vielgeliebte Söhne, werdet ihr selbst die besorgten Diener der

Buße und der Versöhnung für die Rettung so vieler Seelen, die Gefahr laufen, verloren

zu gehen.

 

Der Mensch lebt nicht nur von Brot.

 

Der Mensch lebt auch vom lebendigen Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, um

den Hunger seines Herzens zu stillen.

 

1001

 

Wie viele leben heute unter der furchtbaren Sklaverei des Stolzes, des

entfesselten Egoismus, des Geizes, des Hasses, der Gewalt und einer großen

Liebesunfähigkeit.

 

Der Weg, der euch zur Rettung führt, ist allein der Weg der Gemeinschaft und der Liebe.

 

Daher hat euch Jesus das unschätzbare Geschenk der heilig-sten Eucharistie gemacht.

 

Jesus setzt sich in der Eucharistie gegenwärtig, um die Speise eures geistigen Lebens zu sein und

euch zu einer wahren Liebesfähigkeit heranzubilden.

 

Jesus schenkt sich euch in der Eucharistie, um in euch, mit euch und durch euch zu lieben.

 

Der

eucharistische Jesus ist das lebendige Brot, das vom Himmel

herabgekommen ist, die Speise, die man essen muß, um nicht mehr zu

hungern, das Wasser, das man trinken muß, um nicht mehr Durst zu haben.

 

Der eucharistische Jesus will heute für eure so sehr gespaltene und leidende

Kirche und für euer so krankes und bedrohtes Vaterland der gute Samariter

werden.

 

Der eucharistische Jesus will euch alle auf den Weg der Liebe, der

Versöhnung, der Gemeinschaft, des Friedens, der Barm-herzigkeit und der

Rettung führen.

 

Lernt von ihm, der gütig und von Herzen demütig ist, und so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

 

Dieses Jahr feiert Brasilien seinen Eucharistischen National-kongreß.

 

Möge sich eure Kirche und euer Vaterland in einem Akt tiefer Anbetung vor dem eucharistischen Jesus niederwerfen.

 

Heute fordere ich alle auf, die Tore für Jesus Christus, der kommt, weit zu öffnen.

 

1002

 

Ich bin die Mutter des zweiten Advents und das Tor, das sich für die neue Ära öffnet.

Diese neue Ära wird mit dem größten

Triumph des eucharistischen Reiches Jesu zusammenfallen.

 

Darum lade ich euch in diesem außergewöhnlichen Jahr ein,

überall hin die religiöse Ausübung der Anbetung, der Sühne und der Liebe zur

heiligsten Eucharistie aufblühen zu lassen.

 

Kehrt dazu zurück, das allerheiligste Sakrament für die feier-lichen Stunden der

öffentlichen Anbetung in euren Kirchen auszusetzen.

 

Die Eucharistie möge das Zentrum eures Gebetes, eures

Lebens, eurer Verehrung und eurer kirchlichen Versammlun-gen werden.

 

So wird heute weiterhin der eucharistische Jesus mit seinem

Wort den Hunger eures Geistes stillen und mit seiner Gnade den Hunger eurer Seele

und mit seiner Liebe den Hunger eurer Herzen.

 

Und es wird der eucharistische Jesus sein, der euch schließlich das große Geschenk der

wahren Befreiung von jeder Form physischer, spiritueller und moralischer Sklaverei

schenken wird.

 

Dann wird in euch allen die große Würde der Kinder Gottes, die von ihm geschaffen,

geliebt, erlöst, geheiligt und gerettet sind, aufleuchten.

Verlaßt nun dieses euer Zönakel und werdet die Apostel dieser neuen Evangelisierung

in ganz Brasilien.

 

ch begleite euch mit meiner unbefleckten Liebe und ich halte euch mit meinem

mütterlichen Segen aufrecht.«

 

1003

 

Rubbio (Vicenza). 28. März 1991

Gründonnerstag

 

DAS PASCHAFEST DER LIEBE UND DES SCHMERZES

»Vielgeliebte Söhne, heute ist euer Fest, denn es ist der

Tag der Geburt eures Priestertums.

 

Beim Letzten Abendmahl hat Jesus mit den Worten .Nehmt und eßt alle davon, das ist mein Leib; trinkt alle daraus, das ist der Kelch meines Blutes', das neue Opfer eingesetzt

und den neuen und ewigen Bund besiegelt.

 

Und mit den Worten, die er an die Apostel richtet: Tut dies zu meinem Gedächtnis', setzt er sein

neues Priestertum ein.

 

Mit diesem neuen und ewigen Priestertum Christi seid auch ihr, meine vielgeliebten Söhne, verbunden worden. Ihr habt an dem unauslöschlichen Zeichen des priesterlichen Charak-

ters am Tag eurer Priesterweihe Anteil bekommen.

 

Und heute erinnert ihr euch an dieses Geschenk und erneuert eure volle Dienstbereitschaft

für Christus und die Brüder, wobei ihr um eure Bischöfe während der

Konzelebration der heiligen Chrisammesse versammelt seid, die euch

gestattet, auf so tiefe und sichtbare Weise eure Einheit untereinander,

mit dem Bischof und mit Christus auszudrücken.

 

An diesem Tag fordere ich euch auf, euren Akt der vollkommenen und totalen Liebe

zu Jesus zu erneuern.

 

Lebt die Augenblicke seines so großen Leidens.

Tretet mit ihm in den Ölgarten ein, um seine eigene Todesangst in

Getsemani zu erleben.

 

Wie sehr hat Jesus diesen Tag erwartet!

 

,Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl

mit euch zu essen.'

 

1004

 

Es ist das Paschafest der Liebe.

 

Es ist das Paschafest der Einsetzung des Opfers der Liebe, es ist das Paschafest des Sakramentes der Liebe, des neuen Gebotes der Liebe und des Dienstes, der als vollkommener Akt der Liebe

vollzogen wird, und es ist das Paschafest des Gebetes für die Einheit unter

euch allen als Vollendung der Liebe.

 

Es ist das Paschafest des Schmerzes.

 

Seht, gleich nachdem Jesus in den Ölgarten eingetreten ist, ergreift ihn eine

tiefe Angst und sie lahmt ihn fast. Er fühlt sich als unschuldige Opfergabe,

als unbeflecktes Lamm, als aufgeopferte Hostie, auf der die ganze Sünde der

Welt aufgeladen ist.

 

In einem Augenblick hat er die klare Vision jeder Einzelheit seiner schmerzhaften und schmachvollen Passion.

 

Dann vertraut er sich mit einer Stimme, die ganz aus der Tiefe seiner göttlichen Person kommt, dem Vater an:

 

,Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch

an mir vorüber.'

 

Er wirft sich zur Erde nieder, betet, seufzt, weint, und ein

tiefes Schaudern schüttelt seinen ganzen Leib, der beginnt, reichlich

Schweißtropfen, die sich in Blutstropfen verwandeln, zu vergießen.

 

Er braucht Stärkung.

Er erbittet sie von den drei besonders geliebten Jüngern:

Petrus, Jakobus und Johannes. Dreimal geht er zu ihnen, erdrückt von so viel

Leiden, dreimal trifft er sie schlafend an.

 

Ich bin meinem Sohn leiblich gesehen fern, jedoch mit meiner Seele und mit meinem Herzen bin ich immer bei ihm. Und so kommt es, daß das einzige irdische Geschöpf, das ihm auch

in diesen Momenten des angstvollen Todeskampfes beisteht, seine Mutter ist.

 

1005

 

Gestärkt durch diese meine geistige und mütterliche Hilfe opfert sich

Jesus in einem Akt vollkommener Hingabe auf: Vater, nicht mein,

sondern dein Wille soll geschehen.'

 

Dann wird ihm vom Vater der Engel mit dem Kelch der liebevollen Stärkung des göttlichen

Trostes gesandt, um ihm Mut zu schenken, für die Begegnung mit

dem Verräter, der nun bereits angekommen ist, bereit zu sein.

 

,Seht der Verräter, der mich ausliefert, ist da.'

 

Vielgeliebte Söhne, in eurem Priesterleben muß sich das große Geheimnis der Liebe und

des Schmerzes eures göttlichen Bruders Jesus erneuern.

 

Auch ihr seid gerufen, in das Getsemani dieser letzten Zeiten einzutreten, die

euch auf eure priesterliche Hinopferung für die neue Ära, die euch

erwartet, vorbereiten.

 

Wie viele Male erdrückt euch das Gewicht der

Leiden, lahmen euch die Kräfte des Bösen, läßt das

Unverstandensein seine Spuren in euch zurück, bringen euch die

Widerstände zum Stehen, bedrücken euch die Sünden dieser

Menschheit und wirft euch der Verrat zu Boden.

 

Vater, wenn es möglich ist, gehe an uns dieser Kelch vorüber.'

 

Vielgeliebte Söhne, sucht nicht menschlichen Trost und ober-flächliche Stärkung.

 

Es ist meine mütterliche Aufgabe, euch den Kelch der Stär-kung zu

reichen, den der himmlische Vater euch bereitet hat.

 

So werdet ihr von mir unterstützt, heute nur den Willen des Vaters zu erfüllen.

 

Vertraut euch alle meinem Unbefleckten Herzen an, damit ich euch

auf dem Weg des göttlichen Willens führen kann.

 

Und lebt mit mir im Getsemani dieser letzten Zeiten euer Paschafest der Liebe und des

Schmerzes in Erwartung der neuen Ära, die euch nun bevorsteht.«

 

1006

 

 

Rubbio (Vicenza), 29. März 1991

Karfreitag

 

DER MENSCH ALLER ZEITEN

»Sammelt euch im Garten meines Unbefleckten Herzens, vielgeliebte Söhne, um zusammen mit Jesus die furchtbaren Stunden seiner schmerzhaften Passion zu durchleben.

 

Es ist Karfreitag.

 

Es ist der Tag seiner Verurteilung und seines Todes am Kreuze.

 

Nachdem Jesus die ganze Nacht unter den Beschimpfungen und

Schmähungen der Mitglieder und Diener des Hohen Rates verbracht hat,

wird er am frühen Morgen vor Pilatus geführt.

 

Hier vollzieht sich ein zweiter und noch demütigenderer Prozeß.

 

Vor der großen Menschenmenge, die gegen ihn aufgehetzt worden ist, und vor den religiösen Führern, die ihn der Lästerung und des Gottesraubes beschuldigen, stellt sich Jesus, sanft

wie ein Lamm, das sich stumm zur Schlachtbank führen läßt, in erhabenem

Schweigen dem ganzen Ablauf der Geschehnisse.

 

Die anfängliche Rechtschaffenheit des Pilatus, der keine Schuld gegen ihn vorfindet; ,Wenn

er kein Übeltäter wäre, hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert'; die beginnende

Angst vor der Menge; der Zweifel über die Wirklichkeit seines Wortes:

,Bist du ein König?'; der Versuch, ihn zu retten, indem er seine Befreiung

anstelle des Barabbas anbietet; die Angst vor den Schreien des Volkes; der

Schrecken vor dem Gericht in Rom: ,Wenn du ihn freiläßt, bist du kein

Freund des Kaisers': Und so unterschreibt Pilatus aus Feigheit das

Todesurteil Jesu.

 

Er übergibt Jesus den Soldaten, damit er gegeißelt werde.

 

1007

 

Gestärkt durch diese meine geistige und mütterliche Hilfe opfert

sich Jesus in einem Akt vollkommener Hingabe auf: ,Vater, nicht

mein, sondern dein Wille soll geschehen.'

 

Dann wird ihm vom Vater der Engel mit dem Kelch der liebe-vollen Stärkung des göttlichen

Trostes gesandt, um ihm Mut zu schenken, für die Begegnung mit

dem Verräter, der nun bereits angekommen ist, bereit zu sein.

 

,Seht der Verräter, der mich ausliefert, ist da.'

 

Vielgeliebte Söhne, in eurem Priesterleben muß sich das große Geheimnis der Liebe und

des Schmerzes eures göttlichen Bruders Jesus erneuern.

 

Auch ihr seid gerufen, in das Getsemani dieser letzten Zeiten einzutreten, die

euch auf eure priesterliche Hinopferung für die neue Ära, die euch

erwartet, vorbereiten.

 

Wie viele Male erdrückt euch das Gewicht der Leiden, lahmen euch die Kräfte des Bösen, läßt das

Unverstandensein seine Spuren in euch zurück, bringen euch die Widerstände zum Stehen, bedrücken euch die Sünden dieser Menschheit und wirft euch der Verrat zu Boden.

 

,Vater, wenn es möglich ist, gehe an uns dieser Kelch vorüber.'

 

Vielgeliebte Söhne, sucht nicht menschlichen Trost und oberflächliche Stärkung.

 

Es ist meine mütterliche Aufgabe, euch den Kelch der Stärkung zu

reichen, den der himmlische Vater euch bereitet hat.

 

So werdet ihr von mir unterstützt, heute nur den Willen des Vaters zu erfüllen.

 

Vertraut euch alle meinem Unbefleckten Herzen an, damit ich euch

auf dem Weg des göttlichen Willens führen kann.

 

Und lebt mit mir im Getsemani dieser letzten Zeiten euer Paschafest der Liebe und

des Schmerzes in Erwartung der neuen Ära, die euch nun

bevorsteht

 

1006

 

 

Rubbio (Vicenza), 29. März 1991

Karfreitag

 

DER MENSCH ALLER ZEITEN

»Sammelt euch im Garten meines Unbefleckten Herzens, vielgeliebte Söhne, um zusammen mit Jesus die furchtbaren Stunden seiner schmerzhaften Passion zu durchleben.

 

Es ist Karfreitag.

 

Es ist der Tag seiner Verurteilung und seines Todes am Kreuze.

 

Nachdem Jesus die ganze Nacht unter den Beschimpfungen und

Schmähungen der Mitglieder und Diener des Hohen Rates verbracht hat,

wird er am frühen Morgen vor Pilatus geführt.

 

Hier vollzieht sich ein zweiter und noch demütigenderer Prozeß.

 

Vor der großen Menschenmenge, die gegen ihn aufgehetzt worden ist, und vor den

religiösen Führern, die ihn der Lästerung und des Gottesraubes

beschuldigen, stellt sich Jesus, sanft wie ein Lamm, das sich stumm zur

Schlachtbank führen läßt, in erhabenem Schweigen dem ganzen Ablauf der

Geschehnisse.

 

Die anfängliche Rechtschaffenheit des Pilatus, der keine Schuld gegen ihn vorfindet; ,Wenn er kein Übeltäter wäre, hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert'; die beginnende Angst vor der Menge; der Zweifel über die Wirklichkeit seines Wortes: ,Bist du ein König?'; der Versuch,

ihn zu retten, indem er seine Befreiung anstelle des Barabbas anbietet; die

Angst vor den Schreien des Volkes; der Schrecken vor dem Gericht in

Rom: ,Wenn du ihn freiläßt, bist du kein Freund des Kaisers': Und so

unterschreibt Pilatus aus Feigheit das Todesurteil Jesu.

 

Er übergibt Jesus den Soldaten, damit er gegeißelt werde.

 

1007

 

Sein Leib wird durch die Risse, die die furchtbaren römischen Geißelhiebe in

sein unbeflecktes Fleisch einschneiden, ganz und gar zu einer lebendigen und

tiefen Wunde.

 

Dann wird er mit Dornen gekrönt.

 

Die Dornen öffnen ihm Blutströme, die von seinem Haupt herabfließen und sein Antlitz entstellen. Und die Soldaten schlagen ihn und bedecken ihn mit Spucke und Beschimpfun-gen.

,Wir haben ihn geschlagen und gedemütigt gesehen. Sein Angesicht hat kein

menschliches Aussehen mehr.'

 

Der schlechteste und grausamste Einfall: Sie bekleiden ihn mit einem scharlachroten Lappen, gleichsam als wäre es Purpur; sie geben ein Rohr in seine Hände gleichsam als Zepter und sie führen ihn zu Pilatus, der ihn der Menge vorstellt:

 

,Seht da ist der Mensch!'

 

Seht den Menschen aller Zeiten.

 

Auf ihn wurden in Getsemani alle Sünden der Welt

herabgesenkt, ihm wurden im Prätorium die Schmerzen, die Verdemütigungen,

die Beschimpfungen, die Ausbeutungen und die Sklaverei aller Menschen

aufgebürdet.

 

Er ist der Mensch aller Zeiten.

 

Die Menschen, die vor ihm waren, lebten in der Hoffnung, diesen seinen Tag zu sehen, und fanden in ihm ihre Rettung.

 

Er ist derjenige, der schon in Abel getötet wurde, dem in Isaak die

Füße gebunden wurden, der in Jakob als Pilger herumirrte, der in Josef verkauft

wurde, und in Mose auf dem Wasser ausgesetzt und im Paschalamm getötet

wurde, der in David verfolgt und in den Propheten entehrt wurde.

 

Er ist der Mensch aller Zeiten.

 

Durch das Geschenk seiner Erlösung sind alle Menschen, die nach ihm zur Welt gekommen sind, berufen, in Lebensgemeinschaft mit Gott zu leben.

 

1008

 

Er hat an seinem Leib die Leiden aller Opfer des Hasses, der Gewalttat und der

Kriege getragen.

 

Er hat das Blut, das von Millionen von unschuldigen Kindern vergossen wurde, die noch im Schoß ihrer Mütter getötet wurden, in seine Wunden eingeschlossen.

 

Er wurde von allen Schmerzen, von den Krankheiten, besonders

von den sich ausweitenden unheilbaren Übeln gegeißelt. Er wurde in jenen, die den

falschen Ideologien, den Irrtümern, die so weit vom Glauben entfernen, dem Stolz

und dem menschlichen Hochmut erliegen, mit Dornen gekrönt.

 

Er wurde in den Kleinen, in den Armen, in den an den Rand Gedrängten, in den Geringsten und in

den Ausgebeuteten beschimpft. Man hat ihm in den Zurückgewiesenen und Ver-

zweifelten ins Gesicht gespuckt. Er wurde dem Gespött derer ausgesetzt, die die

Würde ihres eigenen Leibes als Ware anpreisen.

 

Seht den Menschen.

 

Nun trägt er auf sich das Holz der Verurteilung, er steigt zum Kalvarienberg hinauf, er

begegnet mir, seiner durchbohnen Mutter, er wird an das Marterholz angenagelt

und am Kreuze erhöht.

 

Dann die drei angstvollen Stunden seines Todeskampfes

neben mir, seiner Mutter, und neben Johannes, dem besonders geliebten Apostel.

 

Schließlich sein Akt der vollen Hingabe an den Vater und sein Tod am Kreuz

ungefähr um 15 Uhr dieses Tages.

 

Seht, das ist wahrhaftig der Mensch aller Zeiten.

 

In ihm lebt jeder Mensch und jeder Mensch wurde in ihm er-löst und

gerettet, vom ersten Menschen Adam bis zum letzten, der sich auf der Erde am

Ende der Zeiten befinden wird.

 

1009

 

Mit der Hilfe Johannes, Josefs aus Arimathäa und der frommen Frauen

bringe ich ihn zum Grab, wo er bis zur Morgenröte des ersten Tages

nach dem Sabbat beigesetzt wird. Seine göttliche Auferstehung ist der

größte Beweis, daß er allein der Mensch aller Zeiten ist.

 

Er ist der Mensch der neuen leiten.

 

Denn nur in ihm werden alle Menschen, die lebten, starben, begraben wurden und in trockenem Staub endeten, auferstehen.

 

Nun, lebt mit mir auch in der großen Wüste eurer Zeit diese

Stunden seiner Passion und seines Todes am Kreuz.

 

Lebt sie in der Stille, in der inneren Sammlung, im Gebet und in der zarten Vertrautheit des

Lebens mit eurem göttlichen gekreuzigten Bruder.

 

Denn allein in ihm werden sich die neuen Zeiten erfüllen, die euch erwarten, wenn er zu

euch in Herrlichkeit zurückkehren wird und sich vor ihm alle Mächte des

Himmels, der Erde und unter der Erde zur vollkommenen Verherrlichung

Gottes des Vaters niederwerfen werden

 

 

Rubbio (Vicenza), 30. März 1991

Karsamstag

 

AM LANGEN KARSAMSTAG

»Vielgeliebte Söhne, leben wir zusammen diesen Karsamstag. Jesus ruht entseelt im neuen Grab, wo er beigesetzt wurde. Ich wache im Vertrauen, im Gebet, in der Hoffnung

und in der Erwartung.

 

Es ist der Tag eurer geistigen Ruhe.

 

Es ist der erste Tag meiner geistigen Mutterschaft.

 

1010

 

In diesen letzten Zeiten möge euer Einsatz, in Lebenseinheit mit eurer

schmerzhaften Mutter zu leben, stärker werden.

 

Es ist ein langer Karsamstag, der nun im Begriff ist, zu Ende zu gehen.

 

Nun soll euer Gebet intensiver werden.

 

Laßt euch von der Aktivität und von der

übertriebenen Sorge weder in Anspruch nehmen noch erfassen.

 

Im Augenblick des Leidens, in den Schmerzen der letzten Zei-ten, die ihr

durchlebt, lade ich euch ein, mit mir im dauernden Gebet zu wachen.

 

Am langen Karsamstag, den ihr gerade durchlebt, wacht im Vertrauen und in der Hoffnung mit mir.

 

Im Grab eures langen Karsamstags wird für immer die Gottlosigkeit und das menschliche Elend begraben, es werden das Böse und die Sünde, der Stolz und der Haß, die Unreinheit und die

Überheblichkeit und jede Form der Zerstörung und des Todes abgelegt.

 

Am langen Karsamstag dieser eurer letzten Zeiten müßt ihr besonders

mit mir in der Erwartung wachen.

 

Das, was mir den großen Schmerz dieses Tages leichter gemacht hat, war die Sicherheit, daß Jesus

glorreich auferstehen wird. Dem Samstag des Grabes wird der erste Tag der Auferstehung folgen.

 

Auch wenn ihr noch im Schmerz, in der Ermüdung, im Leiden, im Tode dieses langen Karsamstags lebt, sollt ihr mit mir in der Erwartung leben.

 

Jesus wird auf den Wolken des Himmels wiederkommen, um sein Reich der Herrlichkeit aufzurichten und alles neu zu machen.

 

Vielgeliebte Söhne, lebt mit mir heute in der Erwartung dieser seiner Wiederkunft

 

1011

 

 


 

1012

 

Der auferstandene und unter euch lebende Christus lenkt alle Ereignisse

zur Erfüllung seines göttlichen Planes hin und bestimmt alles im

vorhinein, damit sein Reich der Herrlichkeit schnell zu euch kommen

kann

 

 

Mailand, 4. Mai. 1991

Erster Monatssamstag

 

DIE ZEIT EURES ZEUGNISGEBENS

»Mit diesem ersten Samstag des Maimonats beginnt ihr den Zeitabschnitt, der

meiner besonderen Verehrung geweiht ist.

 

In diesem Monat Mai will ich euch noch mehr mit mir verbunden haben, um zu bewirken, daß ihr in eurem Leben der Weihe bis zur vollen Reife wachst.

 

Die Zeit eurer Reife ist gekommen.

 

Das ist die Zeit eures Zeugnisgebens.

 

Gebt allen das Zeugnis, mir geweiht zu sein.

 

Eurer Leben sei von meiner mütterlichen Gegenwart erleuchtet, und verbreitet rund um euch das

Charisma meiner Heiligkeit, meiner Reinheit, meiner Barmherzigkeit,

meiner Liebe und meiner Zärtlichkeit.

 

Wer euch sieht, muß die Macht meines Lichtes sehen, und wer euch begegnet, muß den süßen Balsam meiner Barmherzigkeit finden.

 

Schenkt meine Hilfe den Fernen, den Armen, den Kranken, den Sündern und den Verzweifelten.

 

Geht mit mir, eurer mütterlichen Hirtin, auf die Suche nach so vielen Schafen, die in

die Irre gegangen sind und Gefahr laufen, vor Hunger und Kälte zu

sterben.

 

1013

 

Gebt allen das Zeugnis, mit mir auf dem Weg des Glaubens zu gehen.

 

In diesen Zeiten verbreiten sich die Irrtümer in einer so ausge-

dehnten tiefen Weise, daß ihr euch das nicht einmal vorstellen könnt.

 

Viele verlieren den Glauben, und der Abfall verbreitet sich in der

Kirche immer mehr — wie ein furchtbarer Krebs, der sich auf alle

ihre Glieder erstreckt hat.

 

Ihr seid berufen, mir auf dem Weg des heroischen und reinen Glaubens zu folgen. Ich mache euch das Geschenk, daß ihr euch immer die vollständige Fülle des Glaubens

bewahrt, damit ihr in diesen Zeiten der großen Finsternis meine

Kinder erleuchten könnt. Deshalb verlange ich von euch, mit dem

Papst ganz stark vereint zu sein, der von Jesus die große Aufgabe

erhalten hat, alle in der Wahrheit des katholischen Glaubens zu

bestärken.

 

Gebt allen das Zeugnis, mit mir auf dem Weg des Gebetes zu gehen.

 

Das Gebet ist die Stärke der Kirche; das Gebet ist für eure Rettung notwendig.

 

Das mit mir verrichtete Gebet kann euch das Geschenk des zweiten Pfingstens erlangen.

 

Allein mit dem Gebet könnt ihr in die neue Ära, die euch erwartet, eintreten.

 

So lade ich euch ein, alle zum Gebet aufzurufen.

 

Vervielfältigt die Zönakel des Gebetes, die ich von euch gefordert habe.

 

Ich will, daß ihr Priester die ersten seid, um das Beispiel für die Teilnahme an diesen

Zönakeln zu geben. Dann verlange ich, daß in diesen entscheidenden

Zeiten sich überall die Zöna-kel unter den Kindern, unter den

Jugendlichen und in den

 

1014

 

Familien verbreiten. Es ist die Stunde gekommen, in der die ganze Kirche

sich mit mir im Gebet im geistigen Zönakel meines Unbefleckten Herzens

versammeln muß.

 

Gebt allen das Zeugnis, mit mir auf dem Weg der Heiligkeit zu gehen.

 

Mein Unbeflecktes Herz muß von der Kirche und von

der ganzen Menschheit geehrt und verherrlicht werden.

 

Deshalb will ich

euch zu einer großen Heiligkeit bringen.

 

So wird durch euch, ihr meine

mir geweihten kleinen Kinder, die ganze Kirche von der Heiligkeit eurer

himmlischen Mutter selbst erleuchtet und umgewandelt werden können.

 

Ich bringe euch auf den Weg der vollkommenen Nachahmung Jesu, der

Kleinheit und der Demut, der Geringschätzung der Welt und von euch

selbst, der heroischen Ausübung aller Tugenden und einer großen Liebe

zur heiligsten Eucharistie.

 

Ihr seid nun inmitten der entscheidenden Zeiten, die euch zur neuen Ära führen. Ihr seid inmitten meiner Zeiten.

 

In diesen Tagen großer Finsternis wird euer Licht immer stärker leuchten,

bis es die Seelen, die Kirche und die ganze Menschheit mit seinen

Strahlen einhüllt und erleuchtet

 

 

Salzburg, Maria Plain, 13. Mai 1991

Jahrestag der ersten Erscheinung in Fatima

 

DER PAPST MEINES GEHEIMNISSES

»Heute seid ihr hier in diesem meinem verehrten

Heiligtum in einem Zönakel versammelt, zu dem sich so zahlreiche Priester und Laien meiner Marianischen Priesterbewegung eingefunden

haben.

 

1015

 

Ihr denkt dabei an den Jahrestag meiner ersten Erscheinung, die sich

in Fatima am 13. Mai 1917 ereignet hat.

 

Geistig fühlt ihr euch ganz

mit Johannes Paul II. vereint, mit meinem Papst, dem wertvollen

Geschenk, das euch mein Un-beflecktes Herz gemacht hat. Er

befindet sich in diesen Augenblicken im Gebet in der Cova da Iria,

um mir für mei-nen mütterlichen und außergewöhnlichen Schutz zu

danken, den ich ihm gewährt habe, als ich ihm in seiner Lage des

bluti-gen Attentats auf ihn, das sich vor 10 Jahren auf dem Peters-

platz zugetragen hat, das Leben gerettet habe.

 

Heute bestätige ich euch, daß dieser der Papst meines Geheimnisses ist, der Papst, über

den ich zu den Kindern während der Erscheinungen gesprochen habe,

der Papst meiner Liebe und meines Schmerzes.

 

Mit wie viel Mut und übermenschlicher Stärke geht er in alle Teile der Welt, wobei er

weder Ermüdung noch die zahllosen Gefahren scheut, um alle im

Glauben zu bestärken, und so erfüllt er sein apostolisches Dienstamt

als Nachfolger Petri, als Stellvertreter Christi und als universaler

Hirte der heiligen katholischen Kirche, die von meinem Sohn Jesus

auf dem Felsen gegründet wurde.

 

Der Papst schenkt in diesen Zeiten großer Finsternis allen das Licht Christi.

 

Er stärkt in diesen Zeiten des allgemeinen Abfalls seine Brüder mit Kraft in den

Glaubenswahrheiten.

 

Er lädt alle ein, in diesen Zeiten der Gewalttat, des Hasses, der Unordnungen und der Kriege auf dem Weg der Liebe und des Friedens zu gehen.

 

Mein Unbeflecktes Herz wird verwundet, wenn es sieht, wie sich Leere und Gleichgültigkeit rund um ihn ausbreiten, sowie die Kontestation von einigen meiner armen Kinder, von

 

1016

 

Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Gläubigen, und auch das stolze

Sich-Auflehnen gegen sein Lehramt.

 

Daher ist meine Kirche heute durch eine tiefe Spaltung ver-wundet, vom Verlust des wahren Glaubens bedroht und durchdrungen von einer Untreue, die immer größer wird.

 

Wenn dieser

Papst die Aufgabe erfüllt haben wird, die ihm Jesus anvertraut hat, und ich

vom Himmel herabsteigen werde, um sein Opfer aufzunehmen, werdet ihr

alle von einer dichten Finsternis des Abfalls eingehüllt sein, die dann

allge-mein geworden sein wird.

 

Es wird nur jener kleine Rest treu bleiben,

der in diesen Jahren meine mütterliche Einladung angenommen hat und

sich in die sichere Zufluchtstätte meines Unbefleckten Herzens ein-

schließen hat lassen.

 

Und es wird dieser von mir vorbereitete und

herangebildete kleine treue Rest sein, der die Aufgabe haben wird,

Christus, der zu euch in Herrlichkeit wiederkommen wird, aufzuneh-men

und so den Auftakt für die neue Ära, die euch erwartet, zu machen.«

 

 

Berlin, 19. Mai 1991

Hochfest von Pfingsten

 

DAS VERSTÄNDNIS DER GANZEN VOLLEN WAHRHEIT

»Heute befindet ihr euch hier, um das liturgische Hochfest

von Pfingsten in einem dauernden Zönakel der Brüderlichkeit und des

Gebetes zu feiern. Euer Gebet verrichtet ihr mit mir und durch mich.

 

So erneuert sich dieselbe Wirklichkeit wie im Zönakel von Jerusalem, als der

Heilige Geist in Form von Feuerzungen

 

1017

 

auf die Apostel herabkam, die im Gebet mit eurer himmlischen Mutter

versammelt waren.

 

Es war das erste Pfingsten.

 

Es war der Anfang des irdischen Weges der Kirche in der Menschheitsgeschichte.

 

Der Geist des Herrn verwandelte mit der außergewöhnlichen Fülle seiner

Charismen die Apostel auf vollständige Weise von zaghaften und

furchtsamen in mutige Zeugen Jesu und seines Evangeliums.

 

Mit der mächtigen Kraft seines göttlichen Wirkens hat er sie zum Verständnis

der ganzen vollen Wahrheit geführt und sie zu vollkommenen Zeugen

Jesu bis zum Blutvergießen gemacht.

 

Nun seid ihr in die Zeiten des zweiten Pfingsten eingetreten. Darum müssen sich diese Zönakel in

allen Teilen der Welt vervielfältigen.

 

 Ich verlange, daß sich die ganze Kirche im geistigen Zönakel meines Unbefleckten Herzens

versammelt.

 

Dann wird euch der Heilige Geist zum Verständnis der ganzen vollen Wahrheit führen.

 

Er wird euch in das Geheimnis des Wortes Gottes einführen und er wird euch das Licht der Weisheit schenken, damit ihr das Evangelium und alles, was darin über die

Zeiten, die ihr durchlebt, geschrieben ist, versteht.

 

Der Heilige Geist wird euch die Zeichen eurer Zeit verstehen lassen.

 

Es sind die Zeiten, die in der Heiligen Schrift als die Zeiten des großen Abfalls und des

Kommens des Antichrists vorausgesagt sind.

 

Es sind die Zeiten der großen Bedrängnis und unzähliger Leiden für alle, die euch dazu

bringen werden, die letzten

 

1018

 

Geschehnisse in Vorbereitung auf das zweite Kommen Jesu in

Herrlichkeit zu leben.

 

Der Heilige Geist gibt sein vollkommenes

Zeugnis von Jesus und verkündigt ihn als den eingeborenen Sohn, der

dem Vater gleich ewig und eines Wesens mit ihm ist, und als

denjenigen, durch den alles geschaffen worden ist, als das Fleisch

gewordene Wort und als den König des ganzen Universums, der in

Herrlichkeit wiederkommen muß, um in der Welt sein Reich

aufzurichten.

 

Der Heilige Geist bereitet die Herzen und die Seelen für das zweite Kommen Jesu vor.

 

Darum gießt er heute seine Charismen auf eine noch stärkere und außergewöhnlichere Weise aus als zur Zeit der Anfänge der Kirche.

 

Darum seid ihr nun in die letzten Zeiten eingetreten, die euch zur neuen Ära führen werden.

 

Aufgabe des Geistes ist es, die Menschheit auf ihre vollkommene Umwandlung

vorzubereiten und das Angesicht der Schöpfung zu erneuern und auch

den neuen Himmel und die neue Erde zu bilden.

 

Darum fordere ich euch auf, in der Treue zu den Zönakeln, die ich von euch verlangt

habe, auszuharren.

 

Und laßt es zu, daß der Heilige Geist euch mit seinem sanften und starken Liebeswirken formt.

 

Nur so könnt ihr für den großen Plan, der euch erwartet, bereit sein

 

1019

 

 

Dongo (Como), 8. Juni 1991

Fest des Unbefleckten Herzens Mariens

 

APOSTEL DER LETZTEN ZEITEN

 

»Heute feien ihr das liturgische Gedächtnis meines Unbefleckten Herzens.

 

Es ist euer Fest, meine vielgeliebten und mir geweihten Kinder.

 

Ihr seid von mir erwählt und berufen worden, an meiner siegreichen Schar teilzunehmen.

 

Ihr macht einen Teil meines Eigentums aus.

 

Ich habe einen großen Plan mit euch.

 

Dieser mein Plan ist euch in jeder Einzelheit offenbart worden.

 

Nun muß er der Kirche und der Menschheit in all seinem Glanz erscheinen, denn das sind die

Zeiten eurer Reife und eures öffentlichen Zeugnisgebens.

 

Zeigt euch allen als meine mir Geweihten, als die Apostel dieser letzten Zeiten.

 

Als Apostel der letzten Zeiten müßt ihr mit Mut alle Wahrheiten des

katholischen Glaubens verkünden, mit Kraft das Evangelium predigen,

mit Entschiedenheit die gefährlichen Heräsien entlarven, die sich als

Wahrheiten verkleiden, um so den Geist der Menschen besser zu

täuschen und eine große Zahl meiner Kinder vom wahren Glauben

abspenstig zu machen.

 

Als Apostel der letzten Zeiten müßt ihr euch mit

der Macht der Kleinen der stolzen Kraft der Großen und der Gelehrten

widersetzen, die — verführt von einer falschen Wissenschaft und von

der Ruhmsucht — das Evangelium Jesu zerstückelt haben, indem sie

eine rationalistische, rein menschliche und ganz irrige Auslegung

davon anbieten.

 

1020

 

Es sind die vom heiligen Paulus vorausgesagten Zeiten gekommen,

da viele Menschen falsche und ausgeklügelte Lehren verkünden,

und auf diese Weise folgt man diesen Fabeleien und entfernt sich von

der Wahrheit des Evangeliums.

 

Als Apostel der letzten Zeiten müßt ihr Jesus auf dem Weg der Geringschätzung der Welt und von euch selbst, der Demut, des Gebetes, der Armut, des Schweigens, der Abtötung, der

Liebe und einer ganz tiefen Einheit mit Gott folgen.

 

Ihr werdet von der Welt und von allen, die euch umgeben, verkannt

und verachtet werden und oft wird man euch Hindernisse bereiten

und euch auf die Seite stellen und verfolgen, denn dieses Leiden ist

für die Fruchtbarkeit eurer Mission selbst notwendig.

 

Als Apostel der letzten Zeiten müßt ihr nun die Erde mit dem Licht Christi erleuchten.

 

Zeigt euch allen als meine Kinder, denn ich bin immer mit euch. Der

Glaube sei das Licht, das euch in diesen Tagen des Abfalls und der

großen Finsternis erleuchtet, und in diesen Zeiten einer so weit

verbreiteten Untreue möge euch nur der Eifer für die Verherrlichung

meines Sohnes Jesus verzehren.

 

Als Apostel der letzten Zeiten kommt euch die Aufgabe zu, die

zweite Evangelisierung durchzuführen, die so sehr von meinem

Papst Johannes Paul II. gefordert wird.

 

Evangelisiert die Kirche, die sich vom Geist Christi entfernt und sich

vom Geist der Welt, der sich tief in sie eingeschlichen und alles

durchdrungen hat, verführen hat lassen.

 

Evangelisiert die Menschheit, die nach fast 2000 Jahren seit der ersten Verkündigung

des Evangeliums zum Heidentum zurückgekehrt ist.

 

1021

 

Evangelisiert alle Menschen, die Opfer des Irrtums, des Bösen und

der Sünde geworden sind und sich vom heftigen Sturm aller falschen

Ideologien mitreißen lassen.

 

Evangelisiert die Völker und Nationen

der Erde, die in der Finsternis der praktischen Verneinung Gottes

versunken sind, während sie sich der Verherrlichung der Lust, des

Geldes, der Gewalt, des Stolzes und der Unreinheit verschreiben.

 

Es sind eure Zeiten gekommen, und ich habe euch in diesen Jahren

herangebildet, damit ihr nun euer starkes Zeugnis als treue Schüler

Jesu bis zum Vergießen eures eigenen Blutes geben könnt.

 

Wenn ihr alle, meine kleinen Kinder, dann in jedem Teil der Welt dieses

Zeugnis als Apostel der letzten Zeiten geben werdet, dann wird mein

Unbeflecktes Herz seinen größten Triumph feiern

 

 

Valdragone (San Marino), 26. Juni 1991

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB

von Europa und Amerika

 

IN EUCH OFFENBARE ICH MICH

»Vielgeliebte Söhne, auch dieses Jahr habe ich euch hier auf diesen

Berg heraufgerufen, damit ihr zusammen mit mir eine Woche in

einem dauernden Zönakel verbringt.

 

Und ihr habt in so hochherziger Weise geantwortet.

 

Ihr seid von allen Teilen Europas und von vielen

Nationen Amerikas gekommen und habt mir die Last der langen und

beschwerlichen Reisen aufgeopfert.

 

Ich bin immer mit euch. Ich vereinige mich mit eurem Gebet; ich bewirke eine vollkommenere

Brüderlichkeit unter euch.

 

1022

 

Ich unterstütze euch, einander kennenzulernen, euch gegenseitig zu

verstehen und einander zu lieben und gemeinsam auf dem

schmerzhaften Weg dieser letzten Zeiten voranzuschreiten.

 

Warum wollte ich, daß ihr noch einmal hier seid?

 

Weil die Zeit gekommen ist, da ich mich durch euch der Kirche und der ganzen Menschheit

offenbaren will.

 

In euch offenbare ich mich als Heerführerin meiner

Schar, die von mir in allen Teilen der Welt herangebildet worden ist, um

gegen das große Heer der Feinde Gottes anzukämpfen, das demjenigen

zu Diensten steht, der sich Christus widersetzt — nämlich dem

Antichrist.

 

Meine Heerschar wird von den Kleinen, den Armen, den

demütigen Dienern des Herrn gebildet, die ich berufe, in das Zönakel

meines Unbefleckten Herzens einzutreten, damit sie das Geschenk des

Heiligen Geistes in Fülle empfangen können.

 

In diesen Jahren verwirkliche ich meine größten Wunder im Herzen und in der Seele der

Kleinsten.

 

Deshalb wollte ich, daß ihr noch einmal hier seid: Um euch

alle zur Kleinheit, zur geistigen Kindheit, zur Armut und zur Demut

heranzubilden, denn mit der Schwachheit der Kleinen werde ich die

stolze Kraft der Großen besiegen.

 

In euch offenbare ich mich als

Königin, denn durch euch verwirkliche ich jeden Tag den Triumph

meines Unbefleckten Herzens in der Welt.

 

Öffnet die Tore eures Seins, damit ich in euch herrschen und den Weg für das herrliche Reich Christi vorbereiten kann.

 

Ich bin die Morgenröte, die die Ankunft des großen

Tages des Herrn ankündigt.

 

In euch offenbare ich mich als Prophetin dieser letzten Zeiten.

 

1023

 

Darum spreche ich zu euch.

 

Denn ich weiß, daß ihr, meine Kinder, mich anhört, mir gehorcht und mir folgt.

 

So offenbare ich mich weiterhin durch die Botschaften, die ich dem Herzen dieses meines

kleinsten Sohnes schenke.

 

Glaubt an mein Wort.

 

Nehmt diese meine Botschaften mit Fügsamkeit an, denn in ihnen ist euch nun alles

gesagt worden, was euch erwartet.

 

In euch offenbare ich mich als zärtliche und barmherzige Mutter
in diesen schmerzhaften Stunden der Reinigung und der großen Bedrängnis.

 

Ihr seid berufen, die Werkzeuge meiner mütterlichen, liebevollen Zärtlichkeit zu sein.

 

Liebt alle mit meinem Mutterherzen!

 

Deshalb will ich mich in euch immer mehr offenbaren.

 

Denn in euch will ich denjenigen trösten, der

leidet; den stärken, der schwach ist; den aufheben, der gefallen ist;

den zum Herrn zurückbringen, der sich entfernt hat; die Sünder be-

kehren und die Kranken heilen und allen Hoffnung geben, die

entmutigt sind.

 

Ihr sollt der süße Balsam sein, der herabfließt, um die

großen Leiden so vieler meiner Kinder zu lindern.

 

Geht auf dem Weg, den ich euch in diesen Jahren gewiesen habe.

 

Zeigt euch allen als meine mir geweihten Kinder, denn ich bin immer mit euch.

 

Lebt so, daß ihr die Welt und euch selbst geringschätzt.

 

Der Glaube sei das einzige Licht, das euch in diesen Zeiten der großen Finsternis

erleuchtet.

 

Nur der Eifer für die Verherrlichung Gottes möge euch in

diesen Tagen einer so weit verbreiteten Dürre verzehren.

 

1024

 

Ihr seid berufen, das neue Herz der neuen Kirche zu sein, die sich Jesus

gerade auf ganz geheimnisvolle Weise im himmlischen Garten meines

Unbefleckten Herzens heranbildet.

 

Ich danke euch, daß ihr in diesen

Tagen den großen Schmerz meines Unbefleckten Herzens lindert.

 

Zusammen mit allen euren Lieben, mit den Seelen, die euch anvertraut

sind, segne ich euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des

Heiligen Geistes.«

 

 

Rubbio (Vicenza), 15. August 1991

Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel

 

DIE NEUE ÄRA

»Heute, vielgeliebte Söhne, betrachtet ihr mich im Glanz meines

verherrlichten Leibes, der in die Herrlichkeit des Paradieses

aufgenommen ist.

 

Lebt die letzten Zeiten dieses eures zweiten Advents

in der Freude und im Vertrauen, indem ihr auf mich als das Zeichen der

sicheren Hoffnung und des Trostes schaut.

 

Die neue Ära, die euch

erwartet, entspricht einer besonderen Begegnung der Liebe, des Lichtes

und des Lebens zwischen dem Paradies, wo ich mich in vollkommener

Glückseligkeit mit den Engeln und Heiligen befinde, und der Erde, auf

der ihr, meine Kinder, inmitten von so vielen Gefahren und zahl-

reichen Betrübnissen lebt.

 

Es ist das himmlische Jerusalem, das aus

dem Himmel auf die Erde herabkommt, um sie völlig umzuwandeln

und um so den neuen Himmel und die neue Erde heranzubilden.

 

1025

 

Die neue Ära, auf deren Weg ihr euch begeben habt, bringt alles

Geschaffene zur vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten

Dreieinigkeit.

 

Der Vater erhält seine größte Verherrlichung von jedem

Geschöpf, das sein Licht, seine Liebe und seinen göttlichen Glanz

wiederstrahlt.

 

Der Sohn richtet sein Reich der Gnade und der

Heiligkeit auf, indem er alles Geschaffene von der Knechtschaft des

Bösen und der Sünde befreit.

 

Der Heilige Geist ergießt sich in Fülle

mit seinen heiligen Gaben, führt zum Verständnis aller Wahrheit und

erneuert das Angesicht der Erde.

 

Die neue Ära, die ich euch

ankündige, fällt mit der vollen Erfüllung des göttlichen Willens

zusammen, so daß sich schließlich das verwirklicht, was Jesus euch

gelehrt hat, den himmlischen Vater zu bitten: ,Dein Wille geschehe,

wie im Himmel so auf Erden.

 

Es ist die Zeit, in der die Geschöpfe

den göttlichen Willen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen

Geistes erfüllen.

 

Durch die vollkommene Erfüllung des göttlichen

Willens wird die ganze Welt erneuert, damit euch Gott als seinen

neuen Garten von Eden vorfindet, wo er in liebevoller Part-nerschaft

mit seinen Geschöpfen wohnen kann.

 

Die neue Ära, die nun im

Begriff ist zu kommen, bringt euch zu einer vollen

Lebensgemeinschaft mit jenen, die euch vor-ausgegangen sind und

die sich hier im Paradies einer vollkommenen Glückseligkeit

erfreuen.

 

Schaut auf den Glanz der himmlischen Hierarchie, verbindet

euch mit den Heiligen des Paradieses und erleichtert die reinigenden

Leiden der Seelen, die sich noch im Fegefeuer befinden.

 

1026

 

Erlebt die tröstliche Wahrheit der Gemeinschaft der Heiligen in starker

und sichtbarer Weise.

 

Die neue Ära, die ich euch vorbereite, fällt mit

der Niederlage Satans und seiner universalen Herrschaft zusammen.

 

Seine ganze Macht wird zerstört werden. Er wird mit allen bösen

Geistern gefesselt und in die Hölle eingeschlossen werden, aus

welcher er nicht herauskommen kann, um der Welt zu schaden.

 

In dieser Welt herrscht Christus im Glanz seines verherrlichten Leibes

und es triumphiert das Unbefleckte Herz eurer himmlischen Mutter im

Licht ihres in die Herrlichkeit des Paradieses aufgenommenen Leibes.

 

Dieses mein Fest, das euch einlädt, auf eure in den Himmel

aufgenommene Mutter zu schauen, wird so für euch der Grund zur

tiefen Freude und großen Zuversicht.

 

Inmitten der zahllosen Leiden

der Zeiten, die ihr durchlebt, schaut auf mich als Zeichen der sicheren

Hoffnung und des Trostes, denn ich bin das leuchtende Tor, das sich

über der neuen Ära öffnet, die von der Heiligsten Dreieinigkeit für

euch vorbereitet worden ist

 

 

Olmütz (Mähren), 3. September 1991

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB

der Tschechoslowakei

 

APOSTEL DER NEUEN ÄRA

 

»Wie freue ich mich, vielgeliebte Söhne, euch so zahlreich bei diesen geistlichen

Exerzitien zu sehen, die ihr in Form eines dauernden Zönakels haltet.

 

1027

 

Ihr seid von Mähren, von Böhmen und von der Slowakei gekommen,

um Tage des intensiven Gebets und einer echten Brüderlichkeit in

Gemeinschaft mit eurer himmlischen Mutter zu leben.

 

Ich bin immer mit euch.

 

Wie es im Zönakel von Jerusalem war, so vereinige ich mich

auch in diesem eurem Zönakel mit eurem Gebet, ich bewirke unter

euch eine größere Fähigkeit einander zu verstehen, ich helfe euch, auf

dem Weg eurer gegenseitigen Liebe zu gehen, damit das neue Gebot

immer mehr von euch gelebt werde, das euch mein Sohn Jesus

gegeben hat: 'Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.'

 

Ihr seid aus einer schmerzhaften und sehr drückenden Prüfung herausgekommen.

 

Nach so vielen Jahren harter kommunistischer Sklaverei habe ich euch

die Gnade eurer Befreiung erlangt, wie ich es euch schon angekündigt

hatte.

 

Nun trage ich euch auf, die Apostel der neuen Ära, die euch

erwartet, zu werden.

 

Deshalb bilde ich euch ein neues Herz, damit ihr

alle mit meiner mütterlichen und barmherzigen Liebe zu lieben

versteht.

 

Schaut nicht auf einige unter euch, die sich aus Schwäche

herabgelassen haben, mit meinem Widersacher, der nun besiegt

worden ist, Kompromisse zu machen. Habt ihnen gegenüber keinen

Groll.

 

Die Vergangenheit ist nunmehr ausgelöscht. Nun seid ihr ge-

rufen, diese neue Zeit zu leben, und neue Aufgaben erwarten euch.

 

Es erwartet euch der Auftrag, die Kirche wieder aufzubauen, hier, wo sie

so sehr verfolgt und von meinem Widersacher verletzt worden ist.

 

1028

 

Darum lade ich euch ein, immer treue Priester und Zeugen der Einheit

und der Liebe zum Papst und zu euren Bischöfen zu sein.

 

Übt euer Dienstamt mit Freude und mit Begeisterung aus; schenkt allen das

Licht Christi und seines Evangeliums; seid Diener der Gnade und der

Heiligkeit.

 

So wird durch euch die Kirche wieder im großen Licht für

alle jene leuchten, die in dieser eurer Nation leben.

 

Es erwartet euch die Aufgabe, diese arme Menschheit zu evangelisieren, die vom Geist

des Bösen getäuscht und verführt worden ist.

 

Denkt an so viele meiner Kinder — besonders an die Jugendlichen, die seit Jahren in der

Schule der Leugnung Gottes und der Zurückweisung seines Gesetzes

der Liebe erzogen worden sind.

 

Es sind Schafe, die der Herde eures

göttlichen Hirten entrissen worden sind und auf die Straße des Bösen,

der Sünde und der Unglückseligkeit abgewichen sind. Nehmt sie in

eure priesterlichen Arme, diese meine in die Irre gegangenen Kinder,

und bringt sie alle in den sicheren Schafstall meines Unbefleckten

Herzens.

 

Seid daher ausdauernd in eurem Dienst der Katechese und

gebt das Licht der Wahrheit weiter, das Christus euch geoffenbart hat,

um allen zu helfen, im wahren Glauben zu verbleiben.

 

So erfüllt ihr den Auftrag dieser zweiten Evangelisierung, die so sehr von meinem

ersten vielgeliebten Sohn, Papst Johannes Paul II., erbeten wird.

 

Es erwartet euch der Auftrag, den süßen Balsam meiner mütterlichen

Zärtlichkeit auf so viele offene und blutende Wunden herabsteigen zu

lassen.

 

1029

 

Schaut, wie zahlreich die Armen, die Fernstehenden, die Sünder, die

Unglücklichen, die Erschütterten, die Zertretenen, die Entmutigten,

die Verlassenen, die Einsamen und die Verzweifelten sind.

 

Ihr sollt der Ausdruck meiner Liebe und meiner mütterlichen Besorgnis sein.

Liebt alle mit der Kraft eures priesterlichen Herzens und mit dem

Licht, das euch von eurer himmlischen Mutter geschenkt wird.

 

Wenn ihr diesen Auftrag, den ich euch heute anvertraue, erfüllt,

werdet ihr wahrhaft die Apostel dieser neuen Ära, die ich hier schon

begonnen habe.

 

Kehrt zurück von diesem Zönakel in Freude, im

Vertrauen und in einer großen Hoffnung. Ich bin immer mit euch. Ihr

seid ein wertvoller Teil meines mütterlichen Eigentums. Mit euren

Lieben, mit den Seelen, die euch anvertraut worden sind, segne ich

euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen

Geistes.«

 

 

Velehrad (Böhmen), 8. September 1991

Geburt der seligen Jungfrau Maria

 

DIE KRONE DER SLAWISCHEN VÖLKER

»Heute habe ich dich hier gewollt, um

den Tag meiner Geburt mit einem Zönakel zu feiern, das du in

diesem wichtigen Heiligtum hältst, wo ich zusammen mit dem

Gedächtnis der zwei großen slawischen Apostel, des hl. Cyrill und

des hl. Methodius, verehrt werde.

 

Du bist mit so vielen Priestern und

Gläubigen zusammen, die auch von ferne gekommen sind, um

diesen Tag im dauernden Gebet mit eurer himmlischen Mutter zu

verbringen und gemeinsam eure Weihe an mein Unbeflecktes Herz

zu erneuern.

 

1030

 

Bring mir die Krone der slawischen Völker als ein kindliches Geschenk

rund um meine Wiege, wo ich am Tag meiner Geburt hineingelegt

wurde.

 

Damit schmücke und erfülle diesen Tag meiner Geburt mit dem

Wohlgeruch von Liebe und Vertrauen.

 

Heute segne ich von diesem

meinem so verehrten Heiligtum euch alle, ihr slawischen Völker, die ihr

von mir in besonderer Weise geliebt und beschützt wart und seid,

besonders in diesen Zeiten, in denen ich euch nahe gewesen bin.

 

Ich bin immer bei euch gewesen in den langen Jahren eurer harten und blutigen

Sklaverei.

 

Der feuerrote Drache hatte über euch seine ganze Macht aus-

geübt und überall mit Tränen und Blut seine grausame Herrschaft

gezeigt.

 

Ich habe jedoch vom Herrn die große Gnade eurer Befreiung

erlangt.

 

Ich bin immer bei euch gewesen in den entscheidenden Augen-

blicken, in denen der Kommunismus von euch für immer vernichtet

worden ist, und ich bin persönlich eingeschritten, damit dieser

Durchgang ohne Bruderkämpfe vorübergehen konnte, ohne

Blutvergießen und ohne weitere Vernichtungen.

 

Ich bin nun in besonderer Weise bei euch, um euch zu helfen, auf dem Weg der

wahren Freiheit zu gehen, in der treuen Erfüllung eurer

Taufversprechen und in einem täglichen Einsatz, Jesus auf dem Weg

der Gnade, der Liebe, der Reinheit, der Gemeinschaft und der

Brüderlichkeit zu folgen.

 

Die Wunden der Vergangenheit mögen für

immer geschlossen sein. Öffnet euch den neuen Zeiten, die euch

erwarten.

 

Ganz Europa muß eine einzige und große Familie werden, in

Treue zu Christus und seiner Kirche, im Bemühen um

 

1031

 

Umkehr und Rückkehr zum Herrn, damit der gefährlichste Feind in

Form des praktischen Atheismus, des Hedonismus, der Unreinheit

und der Gesetzwidrigkeit von euch über-wunden werden kann.

 

Wie eure großen Meister und Schutzpatrone euch die erste

Evangelisierung gebracht haben, so seid ihr alle, meine vielgeliebten

und mir geweihten Söhne, nun berufen, die Apostel dieser zweiten

Evangelisierung zu sein.

 

Bleibt im Frieden und in der Freude; lebt im

Vertrauen und in einer großen Hoffnung.

 

Ich bin immer mit euch.

 

Zusammen mit den Heiligen Cyrill und Methodius segne ich heute

von hier alle slawischen Völker und dieses neue Europa, das ich

jeden Tag im himmlischen Garten meines Unbefleckten Herzens

vollkommen erneuert heranbilde

 

 

Sastin (Slowakei), 12. September 1991

Nationalheiligtum der Slowakei

 

IM NAMEN MARIENS

»Heute, am Fest des verehrungswürdigen Namens deiner himmlischen Mutter,

beendest du, mein so sehr geliebter Sohn, deine Reise, die so

außerordentlich reich an Gnaden war, mit einem großen Zönakel, das

du für die Priester und die Gläubigen in diesem großen

Nationalheiligtum hältst, das dem Gedächtnis meiner Schmerzen

gewidmet ist.

 

Überall hast du eine so hochherzige Antwort auf meine

Bitte nach Gebet und nach der Weihe von allen vorgefunden.

 

Vor allem warst du verwundert, weil du zum ersten Mal hierher

gekommen bist und bemerkt hast, wie sehr sich meine

 

1032

 

Marianische Priesterbewegung verbreitet hat, sie angenommen worden

ist und ihr Folge geleistet wird.

 

Das ist allein mein Werk und ich selber bringe sie in jedem Teil der Welt voran.

 

Denn das sind die Zeiten meines

Triumphes, meines Sieges und eurer Rettung.

 

— Im Namen eurer himmlischen Mutter, ja im Namen Mariens, sind die Türken besiegt

worden, als sie die Stadt Wien belagerten und die ganze christliche Welt

in Besitz zu nehmen und zu zerstören drohten. Sie waren viel größer an

Kraft, an Zahl und an Waffen, und sie glaubten, daß für sie der Sieg

sicher wäre.

 

Ich bin jedoch öffentlich angerufen und um Hilfe gebeten

worden. Mein Name wurde auf die Fahnen geschrieben und von den

Soldaten laut gerufen, und so ist auf meine Fürbitte hin das Wunder

dieses Sieges erreicht worden, das die christliche Welt vor ihrer

Vernichtung gerettet hat.

 

Und dies war der Grund, daß der Papst für

diesen Tag das Fest des Namens Mariens eingesetzt hat.

 

— Im Namen Mariens ist in dieser Nation der marxistische Kommunismus vernichtet

worden, der seit Jahrzehnten seine Herrschaft ausgeübt hat und so viele

meiner armen Kinder unter einer erdrückenden und blutigen

Knechtschaft gehalten hat.

 

Nicht auf Grund von Bewegungen oder

Menschen der Politik, sondern allein durch mein persönliches

Einschreiten ist schließlich diese eure Befreiung zustandegekommen.

 

 

Und es wird auch im Namen Mariens sein, daß ich mein Werk mit der

Vernichtung des Freimaurertums, jeder teuflischen Macht, des

Materialismus, des praktischen Atheismus zur Vollendung bringen

werde, damit die ganze Menschheit zu ihrer Begegnung mit dem Herrn

gelangen kann und so ge-

 

1033

 

reinigt und vollkommen erneuert beim Triumph meines Unbefleckten

Herzens in der Welt sein wird.

 

Und aus diesem Grund wünsche ich,

daß das Fest zu Ehren des Namens Mariens wieder eingesetzt wird,

zu diesem Zeitpunkt da ihr nun in die stärksten Augenblicke des

Kampfes und in den schmerzhaftesten Teil der großen Bedrängnis

eintretet.

 

Von diesem meinem Heiligtum blicke ich mit Liebe auf

jene Nationen, die bis jetzt das Fest des Namens eurer himmlischen

Mutter bewahrt haben, und ich verspreche ihnen meinen besonderen

und mütterlichen Schutz.

 

In besonderer Weise segne ich dieses Land

der Slowakei, wo ich so sehr geliebt, verehrt und immer mehr

verherrlicht werde

 

 

Budapest (Ungarn), 15. September 1991

Fest der schmerzhaften Mutter

 

GROSS IST MEIN SCHMERZ

»Heute befindest du dich hier, um zwei große Zönakel mit den

Priestern und den Gläubigen meiner Bewegung in Ungarn zu

halten. Du siehst die tiefen Wunden, die von einer jahrelangen

harten kommunistischen Unterdrückung übrig-geblieben sind.

 

Du kannst jedoch mit Freude die neuen Knospen betrachten, die aus so

vielem Leid hervorgegangen sind und die du heute in den

himmlischen Garten meines Unbefleckten Herzens einschließt.

 

Schenke allen den Balsam meiner mütterlichen Zärtlichkeit.

Lasse sie fühlen, wie groß meine Liebe als Mutter ihnen gegen-

über ist.

 

1034

 

Hier bin ich persönlich eingeschritten, um diese meine Kinder aus einer

großen Sklaverei auf den Weg ihrer Befreiung zu bringen.

 

Aber groß ist mein Schmerz, wenn ich sehe, daß die ganze Menschheit weiterhin

Sklavin des Materialismus, des praktischen Atheismus, des

Hedonismus, der Rebellion, des Hasses und der Unreinheit ist.

 

Groß ist mein Schmerz, weil meine mütterlichen und besorgten Aufrufe zur

Bekehrung und zur Rückkehr zum Herrn weder angehört noch

ausgeführt werden.

 

Darum richte ich mich weiterhin an euch, meine

vielgeliebten und mir geweihten Kinder, und ich bitte euch, dem Herrn

euer Leben des Gebets und des Leidens im Geist der Liebe und der

Sühne für die Rettung dieser armen Menschheit aufzuopfern, die auf

der Straße ihrer eigenen Zerstörung dahineilt.

 

So kann ich durch euch

mein mütterliches Werk der Barmherzigkeit, das ich in diesen Ländern

begonnen habe, voranbringen, dieses Werk, das ich aber in jedem Teil

der Welt für den Triumph meines Unbefleckten Herzens zur Erfüllung

bringen muß

 

Birkenhead — St. Laurence (England), 13. Oktober 1991

Jahrestag der letzten Erscheinung in Fatima

 

DAS GROSSE ZEICHEN AM HIMMEL

»Schaut auf mich, vielgeliebte und mir geweihte Kinder,

in dem großen Kampf, den ihr nach den Anweisungen eurer

himmlischen Heerführerin kämpft.

 

1035

 

Ich bin die mit der Sonne bekleidete Frau.

 

Ich bin das große Zeichen, das am Himmel erscheint.

 

Heute gedenkt ihr meiner letzten Erscheinung, die in Fatima in der Cova da Iria stattfand und die

durch das Sonnenwunder bestätigt wurde.

 

Dieses Wunder zeigt euch auf außergewöhnliche Weise, daß ich die mit der Sonne bekleidete

Frau bin.

 

Dieses Wunder lädt euch ein, auf mich als auf das große

Zeichen, das am Himmel erscheint, zu schauen.

 

Ich bin ein großes Zeichen des Kampfes zwischen mir und mei-nem Widersacher,

zwischen der Frau und dem Drachen, zwischen meiner Schar und

der vom Feind Gottes geführten Schar.

 

Ihr tretet in die entscheidenden Zeiten des Kampfes ein.

 

Ihr bereitet euch vor, die schwierigsten Stunden und die größten Leiden zu durchleben.

 

Ihr müßt alle auf schnellste Weise bereit werden, zu meiner Schar zu

gehören. Deshalb lade ich weiterhin meine Kinder ein, sich meinem

Unbefleckten Herzen zu weihen und sich mir wie kleine Kinder

anzuvertrauen.

 

Heute weite ich diese meine Einladung besonders auf

die Kleinen, auf die Armen, auf die Letzten, auf die Kranken und

auf die Sünder aus.

 

Kommt alle, um unter dem Zeichen eurer

unbefleckten Mutter zu kämpfen, denn es ist die Schwäche der

Kleinen, das Vertrauen der Armen, das Leiden der Kranken, womit

ich heute meine große Schlacht kämpfe.

 

Ich bin ein großes Zeichen des Sieges.

 

Ich bin die siegreiche Frau. Schließlich wird die Macht

Satans zerstört werden, und ich selber werde ihn mit meiner Kette

binden und ihn in seinem

 

1036

 

Reich des Todes und der ewigen Pein einschließen, woraus er nicht

entweichen können wird.

 

In der Welt wird allein der Besieger der

Sünde und des Todes herrschen, der König des ganzen geschaffenen

Universums, Jesus Christus.

 

Laßt euch jetzt mit meinem Siegel kennzeichnen.

 

In diesen Zeiten durcheilen die Engel des Lichtes die

Welt, um mit dem Zeichen des Kreuzes alle jene zu kennzeichnen, die

einen Teil meiner siegreichen Schar ausmachen.

 

Über jene wird der

Stern des Abgrundes keine Macht haben, auch wenn sie zu großen

Leiden berufen sein werden und einige sogar ihr eigenes Blut

vergießen werden müssen.

 

Es werden jedoch die großen Schmerzen

dieser meiner Kinder sein, mit denen ich meinen größten Sieg erlangen

werde.

 

Heute lade ich euch ein, auf mich als das große Zeichen, das am

Himmel erscheint, zu schauen, um im Vertrauen und in der Heiterkeit

zu leben, während ihr von meinem eigenen Licht selber erleuchtet und

mit meinem mütterlichen Siegel gekennzeichnet werdet

 

 

Birmingham (England), 16. Oktober 1991

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit den Priestern der

MPB Irlands und Großbritanniens

 

DAS GESCHENK, DAS ICH DER KIRCHE MACHE

»Ich betrachte euch mit mütterlicher Zärtlichkeit,

meine vielgeliebten Söhne, Priester meiner Bewegung, die ihr aus

allen Teilen Irlands und Großbritanniens gekommen seid, um diese

Tage der geistlichen Exerzitien in Form eines dauernden Zönakels zu

leben.

 

1037

 

 

 

 

Der große Schmerz meines Unbefleckten Herzens wird von euch

gelindert und viele seiner Wunden werden vom süßen Balsam eurer

Sohnesliebe geschlossen.

 

Ich bin immer mit euch. Ich schließe mich

eurem Gebet an; ich erwecke unter euch eine größere Fähigkeit zur

Gemeinschaft und zur gegenseitigen Liebe; ich schenke euch den

Frieden des Herzens und die Freude, heute Priester meines Sohnes

Jesus zu sein.

 

Ich möchte aus euch Werkzeuge meiner mütterlichen

Zärtlichkeit machen, Apostel meines Triumphes und das beschenk,

das ich der Kirche mache in dieser Zeit ihrer Läuterung und ihrer

großen Bedrängnis.

 

Es ist vor allem ein Geschenk der Liebe und der Barmherzigkeit.

 

Seht, meine vielgeliebten Söhne, wie groß ihre

Verlassenheit ist, wie tief ihre Trostlosigkeit.

 

Die Kirche beschreitet heute den Weg zum Kalvarienberg und trägt ein schweres Kreuz.

 

Der Geist der Welt ist in ihr Inneres eingedrungen und hat sich überall

verbreitet.

 

Wie oft ist das Leben von Priestern und Ordensleuten heute durch die

Verweltlichung, die sie völlig in Besitz genommen hat, ausgetrocknet.

 

In vielen von ihnen ist aufgrund der Irrlehren, die immer mehr

dargelegt und befolgt werden, der Glaube erloschen, und das Leben

der Gnade ist unter den Sünden, die begangen, gerechtfertigt und

nicht mehr gebeichtet werden, begraben worden.

 

Ihr Herz ist zum Sklaven so vieler ungeordneter Leidenschaften

geworden und ist nicht mehr fähig, Freude und Frieden zu verspüren.

 

1038

 

Ihr Priester, die ihr meinem Unbefleckten Herzen geweiht seid, mögt ihr doch der

Ausdruck meiner mütterlichen Liebe und meiner großen Barmherzigkeit sein.

 

Liebt diese eure Brüder mit dem guten Beispiel, mit dem Ge-bet, mit eurem Rat

und damit, daß ihr aus Liebe zu ihnen all die Leiden annehmt, die der himmlische

Vater euch schickt.

 

Dann wird die ganze Kirche den Trost spüren, den ihr die

Himmlische Mutter durch euch schenkt, und so wird ihr ge-holfen werden, ihr

großes Kreuz zum Kalvarienberg zu tragen.

 

Es ist auch ein Geschenk des Trostes und der Hoffnung.

 

Durch euch wird die Kirche immer stärker die Gegenwart der

himmlischen Mutter spüren.

 

Und die Gegenwart der Mutter wird der Kirche die

Gnade ihrer totalen Erneuerung bringen, indem sie diese endlich aus der langen

Nacht, in der sie sich befindet, in den glanzvollen Tag der neuen Zeit, die nun

anbricht, heraustreten läßt.

 

So wird die Kirche getröstet werden, wenn sie sieht,

wie überall der Glaube neu aufblüht, sich die Hoffnung erneuert, sich die Liebe

ausweitet und sich eine große Heiligkeit verbreitet.

 

Ihr, geliebte Söhne, sollt die Blüten sein, die auf dem Baum des Lebens eurer Weihe an mein Unbeflecktes Herz erblühen, damit sich der himmlische Tau der Hoffnung und meiner

mütterlichen Tröstung auf die gewaltige Wüste von heute herabsenken kann.

 

Es ist vor allem ein Geschenk der Rettung.

 

Wie viele meiner Kinder laufen heute

Gefahr, verloren zu gehen! Wie zahlreich sind die Fernstehenden, die

Glaubenslosen, die Sünder, die Opfer des Bösen, des Egoismus, der Gewalt und

des Hasses.

 

Blickt auf die Millionen unschuldiger Kinder, die im Schoß ihrer

Mütter getötet werden; auf die Jugend, die zur bösen

 

1039

 

Erfahrung der Unreinheit und der Droge verführt wird; blickt auf die

zerstörten Familien, auf die Kranken, die Armen, die Verlassenen, die

Verzweifelten.

 

Durch eure Vermittlung, meine vielgeliebten Söhne,

soll ihnen allen meine zärtliche und besorgte mütterliche Hilfe zuteil

werden, um sie zu retten.

 

Sammelt mit euren Priesterhänden diese

meine gefallenen, in die Irre gegangenen und verstreuten Kinder und

bringt sie alle in den mütterlichen Schafstall meines Unbefleckten

Herzens.

 

Seid Licht und Sicherheit für alle jene, die anderen christ-

lichen Glaubensgemeinschaften angehören, und zeigt ihnen den Hafen,

in den sie einlaufen müssen, um den Willen meines Sohnes Jesus

Christus zu erfüllen: die heilige katholische Kirche, die den Papst als

Fundament und sicheren Führer hat.

 

Ich versichere euch, daß nach dem

Triumph meines Unbefleckten Herzens in diesen euren Ländern nur

diese wahre und einzige Kirche bleiben wird. Geht mit Freude von

diesem Zönakel. Ich bin mit euch.

 

Tragt überallhin das Charisma meiner Gegenwart und das Licht meiner Herrlichkeit.

 

Mit euren Lieben, mit allen Seelen, die euch anvertraut wor-den sind, segne ich

euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

 

Cagliari (Sardinien), 21. November 1991

Darstellung Marions im Tempel

 

 IM TEMPEL MEINES UNBEFLECKTEN HERZENS

»Vielgeliebte Söhne, lebt heute das

freudenreiche Geheimnis meiner Darstellung im Tempel des Herrn.

 

1040

 

Es ist ein Geheimnis der Stille, der Darbringung, des Gebets und der

persönlichen Aufopferung.

 

Wie ein süßes und unbeflecktes Opfer der

Liebe werde ich dem Dienst meines Herrn dargebracht.

 

Ihm gehöre ich

nunmehr für immer an, freudig widme ich mich seinem Dienst, im

Gebet und in der Stille, zu seiner größten Verherrlichung.

 

Auch für

euch alle, die ihr meine mir geweihten Kinder seid, ist jetzt die Stunde

gekommen, da ihr in den Tempel meines Unbefleckten Herzens

eintreten sollt.

 

Im Tempel meines Unbefleckten Herzens bilde ich euch

immer mehr zu einem tiefen Schweigen heran.

 

In dieser Zeit, da es

meinem Widersacher gelingt, die Menschheit mit Worten zu

verführen, und das laute Durcheinander von Stimmen und Bildern die

Welt zu einem neuen Turm zu Babel macht, seid ihr gerufen, Zeugnis

für die tiefe Stille abzulegen.

 

Stille, um einzig und allein das Wort

Gottes aufzunehmen; Stille, um es im Herzen zu erwägen und es in

Liebe zu bewahren; Stille, um es zu leben und es im Licht seiner

Vollständigkeit an alle weiterzugeben.

 

Dann sprecht ihr mit dem

Leben. Euer Leben wird euer Wort. Und die dürstenden Seelen

nehmen es auf wie himmlischen Tau, der sich herabsenkt, um der

gewaltigen Wüste einer so großen Dürre Licht und Leben zu verleihen.

 

Im Tempel meines Unbefleckten Herzens bereite ich euch auf eure

priesterliche Aufopferung vor.

 

In dieser Zeit der großen Bedrängnis seid ihr berufen, die Last eines sehr drückenden Kreuzes zu tragen.

 

Wie viele Schmerzen stehen euch bevor! So müßt ihr euch auf eure

priesterliche Aufopferung vorbereiten, zur Wiedergut-

 

1041

 

machung und Sühne, für die Rettung meiner vielen armen verlorenen Kinder.

 

Bringt dem Herrn euer ganzes Leben dar: euren Leib, euer Herz, eure Seele,

euren Verstand, euren Willen und eure Freiheit.

 

Dann werdet ihr die

auserwählten, kostbaren und Gott wohlgefälligen Opfer, die ich ihm

darbringen kann, um die Zeit der großen Prüfung abzukürzen.

 

Im Tempel meines Unbefleckten Herzens rufe ich euch zu einem dauernden Gebet.

 

Betet, meine vielgeliebten Söhne. Von euch verlange ich so viel Gebet.

 

Verwandelt euren Tag in einen Akt des unaufhörlichen Gebets.

 

Seid allen ein gutes Vorbild im Beten. Betet mit dem Herzen. Betet mit Hingabe, mit Vertrauen, mit Ausdauer. Es nähern sich so schwierige und gefährliche Augenblicke, daß sich

nur diejenigen retten können, die meine Einladung, immer mit mir zu beten,

annehmen.

 

Im Tempel meines Unbefleckten Herzens bereite ich euch auf eure

priesterliche Hinopferung vor.

 

Es ist dies eine geistige Hinopferung, die ich von allen verlange.

 

Diese wird dadurch herangebildet, daß ihr jede Lage eures

Lebens als Verwirklichung des Willens des himmlischen Vaters mit Liebe

annehmt.

 

Tut immer und in jedem Augenblick nur den göttlichen Willen.

 

Dann wird der Vater Wohlgefallen haben an euch, die ihr dem Sohn die Freude

bereitet, in eurem Leben immer nur den Willen des Vaters zu erfüllen.

 

1042

 

Auch eine körperliche Hinopferung gilt es zu bringen, auf die ich euch

behutsam als Mutter vorbereite, die aus ihrem Unbefleckten Herzen, in

welchem sie euch alle aufnimmt, den Altar macht, auf dem ihr für die

Rettung der Welt hingeopfert werdet.

 

Laßt euch nicht verwirren.

 

Die bedeutungsvolle Zeit der Läuterung, der großen Bedrängnis und des

Abfalls ist angebrochen.

 

So lade ich euch heute alle ein, in den Tempel

meines Unbefleckten Herzens einzutreten, damit ich euch zur

vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit aufopfern

kann

 

 

Mailand, 8. Dezember 1991

Fest der Unbefleckten Empfängnis

 

DIE PFORTE, DIE SICH ÖFFNET

 

»Freut euch, vielgeliebte Söhne, mit dem ganzen Paradies,

das heute im göttlichen Licht der Heiligsten Dreieinigkeit den Glanz

eurer himmlischen Mutter betrachtet.

 

Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.

 

Ich bin der reinste Widerschein des Lichtes, der Liebe

und der Heiligkeit Gottes.

 

Ich bin zur Gänze schön: tota pulchra.

 

Nur so konnte ich bereit sein, meine jungfräuliche und mütterliche

Berufung zu erfüllen, die Pforte des Himmels zu sein: Janua coeh.

 

— Ich bin die Pforte, die sich für die Hoffnung öffnet. In dem gleichen

Augenblick, in dem die ganze Menschheit in der von den Ureltern

begangenen Sünde die Stunde der

 

1043

 

Niederlage und des Todes wegen des Sieges der Schlange er-kennt,

werde ich als die Pforte, die sich öffnet, um auf die Welt die

Hoffnung herabsteigen zu lassen, prophezeit.

 

'Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren

Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.'

 

 — Ich bin die Pforte, die sich für mein größtes Geschenk öffnet, wenn

durch meine mütterliche Mitwirkung der Erlöser zu euch kommt, euer

Retter, im Augenblick, da mein Sohn Jesus geboren wird.

 

Er ist mein siegreicher Nachwuchs, der für immer den Kopf der Schlange

zertreten und seinen entscheidenden Sieg über Satan, das Böse und

den Tod erringen wird.

 

Ich bin die Mutter des ersten Advents, weil ich

die Pforte des Himmels bin, durch welche Jesus geht, um zu euch in

der Gebrechlichkeit und Demut der menschlichen Natur zu kommen.

 

— Ich bin die Pforte, die sich für euer Heil öffnet, weil ihr alle durch

sie gehen müßt, um zu eurer persönlichen Begegnung mit dem Herrn

zu gelangen.

 

Daher hat mich mein Sohn Jesus zur wahren Mutter der

gesamten Menschheit gemacht.

 

Nur wenn ihr durch diese meine

Pforte schreitet, könnt ihr in den himmlischen Garten der Abtötung

und der Buße, des Glaubens und des Gebets, der Demut und der

Reinheit, der Liebe und der Heiligkeit gelangen.

 

Und in diesem

meinem mütterlichen Eigentum erlebt Jesus täglich die große Freude,

euch zu begegnen.

 

Jesus teilt sich euch in seiner Gnade mit, er

erleuchtet euch mit seinem Wort, er paßt euch seiner eucharistischen

Real-präsenz an, er erfüllt eure Seele mit seinem göttlichen Glanz

 

1044

 

und bringt eure Herzen zur Fülle der Freude und des Frie-dens.

 

— Ich bin die Pforte, die sich für eine neue Ära öffnet, die euch erwartet und

jetzt daran ist, auf der Welt anzubrechen. Deshalb bin ich in eurer Zeit

dazu berufen, die Mutter des zweiten Advents zu sein.

 

Wie Jesus

durch mich in der Gebrechlichkeit und Demut seiner menschlichen

Natur zu euch gekommen ist, so wird — abermals durch mich —

Jesus im Glanz seiner Herrlichkeit zu euch wiederkommen, um sein

Reich auf der Welt zu errichten.

 

Meine Anwesenheit unter euch muß

jetzt immer stärker, dauernder und außergewöhnlicher werden.

 

Mit meiner Gegenwart will ich euch verkünden, daß ihr von dem

schweren Joch der großen Bedrängnis, die ihr durchlebt, eure Häupter

erheben sollt, denn eure Erlösung ist nahe.

 

Ich bin die Pforte, die sich für die neue Zeit, die euch erwartet, öffnet.

 

In dieser Zeit eures neuen

Advents sollt ihr alle mit eurer Weihe in mein Unbeflecktes Herz

eintreten. Wacht im Gebet und in Zuversicht und erwartet mit

brennenden Fackeln innerhalb der Pforte des Himmels eurer

himmlischen Mutter die nahe Wiederkunft des Herrn Jesus in

Herrlichkeit.«

 

 

Dongo (Como), 24. Dezember 1991

Heilige Nacht

 

DIE LEUCHTENDE GROTTE

»Lebt mit mir, vielgeliebte Söhne, das Geheimnis der Liebe und des Lichtes dieser

eurer Weihnacht.

 

1045

 

Ich will euch auf den langen Weg, der uns bis nach Betlehem führte,

mitnehmen.

 

Ich war in eine dauernde Ekstase der Liebe zum göttlichen Kind

entrückt, das ich in meinem jungfräulichen Schoß trug, und freute mich über

die wertvolle Unterstützung meines so keuschen Bräutigams Josef, der mit

allen Kräften trachtete, mir die mühselige Reise zu erleichtern.

 

So umgab eine

innere Stille unsere Gegenwart inmitten einer geräuschvollen Karawane.

 

Und ein tiefes Herzensgebet prägte unser langsames Voran-schreiten, das uns dem

Ziel näher brachte.

 

Und ein ruhiger Seelenfrieden senkte sich auf den hellen

Verlauf der Zeit, in einem liebevollen Erkennen des großen Geheimnisses, das

sich nun erfüllen sollte.

 

Als wir in Betlehem ankamen und sich alle Türen vor

unserer Bitte nach Herberge für jene Nacht verschlossen, verwiesen uns Hirten

auf eine ärmliche Grotte, die uns trotz ihrer Armseligkeit Unterkunft gewährte.

 

Es ist Heilige Nacht.

 

Es ist die Nacht, die dem jahrhundertelangen Warten ein Ende setzt.

 

Es ist die Nacht, die sich für das Licht auftut und für immer die

Zeit des ersten Advents beendet.

 

Es ist die Nacht, die den neuen Tag, der keinen Sonnenuntergang kennt, beginnen läßt.

 

In dieser Nacht vereinigt sich der Himmel mit der Erde; der Chor der Engel stimmt in den Gesang der Kleinen, der Armen und der Reinen ein; die Verkündigung ergeht an die Hirten

zur Freude für alle: 'Heute ist euch der Retter geboren.'

 

1046

 

Kniet nieder mit mir, um das Kind mit Küssen und Tränen zu bedecken, mit

Wärme und Liebe, mit süßer, liebevoller Zärtlichkeit.

 

Es ist so klein, kaum

erst geboren. Es weint wegen der strengen Kälte, es seufzt unter dem kalten

Frost, der die ganze Welt umgibt.

 

Bringt auch ihr ihm bescheidene Gaben

wie die Hirten. Euer Priesterherz voll Liebe wird für ihn zum einzigen

großen Trost.

 

Vernehmt auch ihr die Verkündigung der großen Freude, die

euch heute zuteil wird: seine zweite Geburt in Herrlichkeit ist nahe.

 

Auch ihr legt die letzten Schritte eines langen Weges zurück.

 

Auch ihr steht vor dem Abschluß des zweiten Advents.

 

Erlebt daher mit mir und meinem Bräutigam Josef die kostbaren Stunden dieses neuen Vorabends.

 

Eine tiefe Stille möge den lauten Lärm von Worten und Bildern umgeben, der heute die ganze

Welt erfüllt.

 

Das Herzensgebet möge euch zu einem dauernden Gespräch mit

dem Herrn Jesus verhelfen, der gekommen ist, der kommt und der in

Herrlichkeit kommen wird.

 

Ein tiefer Seelenfriede möge den Ablauf eurer

Tage, die so bedrohlich und schmerzvoll für alle sind, begleiten.

 

Schreitet sicher auf den stürmischen Wogen dieser letzten Zeiten der großen

Bedrängnis, ohne euch beunruhigen zu lassen, wenn ihr seht, daß sich

weiterhin die Tore vor Jesus Christus, der kommt, verschließen.

 

Mein Unbeflecktes Herz ist die leuchtende Grotte, die diesem zweiten Advent ein

Ende setzt, weil mit seinem Triumph Jesus zu euch in Herrlichkeit

wiederkommen wird

 

 

1047

 

 

Rubbio (Vicenza), 31. Dezember 1991

Letzte Nacht des Jahres

 

WERFT EUCH MIT MIR NIEDER

»Vielgeliebte Söhne, wacht mit mir im Gebet und in geistiger

Sammlung.

 

Verbringt so die letzten Stunden dieses Jahres, das von

Ereignissen gezeichnet ist, die für das Schicksal der ganzen Mensch-

heit schwerwiegend und bedeutend sind.

 

Werft euch mit mir nieder in inniger Anbetung vor Jesus in der Eucharistie. Seine wirkliche

Gegenwart unter euch in der Eucharistie, die voll Liebe in allen

Tabernakeln der Erde aufbewahrt wird, ist das Licht auf dem Weg,

der Trost in der Ermattung, Balsam auf die Wunden, Freude im

Schmerz, Friede in der Bedrängnis und das Morgenrot, mit dem der

neue Tag eurer menschlichen Existenz anbricht.

 

Werft euch mit mir nieder zum großen Dank für alle Wohltaten, die euch durch die Liebe

und die Vorsehung eures himmlischen Vaters erwiesen worden sind.

 

Der Vater ist es, der für euch jede Minute eures Lebens als Ausdruck

seiner Liebe und seiner göttlichen Barmherzigkeit fügt. Ihr lebt in der

Zeit, um seinen großen Liebesplan zu verwirklichen.

 

Auch wenn ihr euch von ihm entfernt, verläßt er euch niemals, sondern bereitet,

erwartet und vollendet eure Rückkehr.

 

Seine göttliche Barmherzigkeit ist der himmlische Tau, der sich herabsenkt, um die große Dürre

dieser Welt zu befruchten und die Wüste, in der ihr lebt, mit Früchten

der Heiligkeit und des Lebens aufsprießen zu lassen.

 

1048

 

Ihr steht jetzt am Anbruch einer Zeit, in der sich allen das Wunder

der göttlichen Barmherzigkeit offenbaren wird.

 

Seht, wie die Menschheit danieder liegt, verwundet, zerrissen und besiegt, bedroht

und erschüttert, siech und sterbend.

 

Aus eigenen Kräften kann sie sich nicht mehr erheben, es sei denn, die große Barmherzigkeit

Gottes steht ihr bei.

 

Der Augenblick ist nahe, da der himmlische

Vater sie in seine Arme nehmen, sie aus dem Bösen aufnehmen, sie

heilen und sie mit sich in seinen köstlichen Garten bringen wird.

 

Werft euch mit mir nieder in intensiver Wiedergutmachung der

zahllosen Beleidigungen, die gegen den Geist des Vaters und des

Sohnes begangen werden. Dieser Geist tritt für uns ein mit Seufzen,

das wir nicht in Worte fassen können.

 

Wie viele Übeltaten werden noch tagtäglich auf der Welt begangen!

 

Gottes Gesetz wird ganz offen gebrochen, sein Name verflucht und sein Tag entweiht.

 

Der Wert des Lebens wird nicht mehr gewürdigt, die Zahl der

Abtreibungen nimmt ständig zu; Bluttaten und Verbrechen, Haß und

Gewalttätigkeit breiten sich aus; unvorhergesehen brechen Kriege

aus, grausame, blutige Kriege, die den Frieden der ganzen

Menschheit bedrohen.

 

Wie viele Sünden gegen den Heiligen Geist werden täglich begangen!

 

Laßt uns gemeinsam beten, in Demut und

Vertrauen, um das Geschenk des Heiligen Geistes zu erflehen, daß er

wie Tau herabsteigen möge, um die Erde zu reinigen und die ganze

Welt zu erneuern. Verbringt die letzten Stunden dieses Jahres nicht

in Getöse und in Verschwendung.

 

1049

 

Werft euch mit mir nieder im Gebet, um anzubeten, Dank zu sagen und zu

sühnen, um vom Vater, vom Sohn und vom Heiligen Geist zu erbitten, daß

die Zeit der großen Bedräng-nis, die ihr jetzt erleben müßt, abgekürzt

werden kann, damit ihr in die neue Ära eintreten könnt, die für euch

anbricht

 

1050

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