DonGobbi Einsprechungen

 

1990

 

MUTTER DES

ZWEITEN ADVENTS

 

 

Rubbio (Vicenza), l. Januar 1990

Hochfest der Gottesmutter Maria

 

MUTTER DES ZWEITEN ADVENTS

»Vielgeliebte Söhne, beginnt dieses neue Jahr im unbefleckten

Licht meiner göttlichen Mutterschaft.

 

Durch den Willen meines Sohnes Jesus bin ich auch eure Mutter.

 

Und als Mutter will ich euch an der Hand nehmen und

euch aut der Schwelle dieses Jahrzehnts begleiten, das ihr gerade an diesem Tag

beginnt.

 

Es ist ein sehr wichtiges Jahrzehnt.

 

Es ist eine Zeitperiode, die besonders durch eine starke Gegenwart des Herrn unter euch gekennzeichnet ist.

 

Im letzten Jahrzehnt eures Jahrhunderts werden die Ereignisse, die ich euch

vorausgesagt habe, in Erfüllung gehen.

 

Es ist nun notwendig, daß ihr euch alle

von meinem mütterlichen Wirken heranbilden laßt.

 

- Ich forme euch innerhalb

eurer Herzen, um euch zur Umkehr zu bringen und euch für eine neue

Liebesfähigkeit zu offnen. So heile ich euch von der Krankheit des Egoismus

und der Trockenheit.

 

- Ich forme euch innerhalb eurer Seelen, indem ich euch

unterstütze, in ihnen das große Geschenk der göttlichen Gnade, der Reinheit und

der Liebe erblühen zu lassen.

 

Und wie in einem himmlischen Garten lasse ich

die Blumen aller Tugenden hervorsprießen, die euch in der Heiligkeit wachsen

lassen.

 

So entferne ich von euch den Schatten des Bösen, das Eis der Sünde und

die Wüste der Unreinheit.

 

937

 

           Ich forme euch innerhalb eures Leibes, indem ich bewirke, daß in ihm das

Licht des Geistes aufleuchtet, der in euch wie in seinem eigenen

lebendigen Tempel wohnt.

 

So führe ich euch auf dem Weg der Reinheit,

der Schönheit, der Harmonie, der Freude, des Friedens und der Gemein-

schaft mit dem ganzen Paradies.

 

In diesen Jahren bereite ich euch durch

mein mütterliches Wirken vor, den Herrn, der kommt, zu empfangen.

 

Seht das ist der Grund, warum ich von euch die Weihe an mein

Unbeflecktes Herz verlangt habe:

 

Um euch alle zu dieser inneren

Fügsamkeit heranzubilden, die für mich notwendig ist, um in einem jeden

von euch wirken zu können, indem ich euch zu einer tiefen Umwandlung

bringe, die euch vorbereitet, den Herrn würdig zu empfangen.

 

Ich bin die Mutter des zweiten Advents.

 

 Ich bereite euch auf sein neues Kommen vor.

 

Ich eröffne den Weg zu Jesus, der in Herrlichkeit zu euch kommen

wird.

 

Ebnet die Hügel, die durch den Stolz, den Haß und die Gewalt

entstanden sind.

 

Füllt die Schluchten auf, die durch die Laster, durch die

Leidenschaften und durch die Unreinheit aufgerissen wurden.

 

Entfernt die ausgetrocknete Erde der Sünde und der Zurückweisung Gottes.

 

Als zärtliche und barmherzige Mutter lade ich heute meine Kinder ein, ja, ich

lade die ganze Menschheit ein, um den Weg zum Herrn, der kommt, zu

bereiten.

 

Zu Beginn dieses letzten Jahrzehnts eures Jahrhunderts be-steht

die Aufgabe, die der Herr mir anvertraut hat, darin, sein Kommen unter

euch vorzubereiten.

 

938

 

Deshalb verlange ich von allen, auf dem Weg der Umkehr des Herzens und des

Lebens zum Herrn zurückzukehren, denn das ist noch die günstige Zeit, die der

Herr euch gewährt hat.

 

Ich lade alle ein, sich meinem Unbefleckten Herzen zu

weihen, indem ihr euch mir wie kleine Kinder anvertraut, damit ich euch auf

dem Weg der Heiligkeit führen kann in der freudigen Ausübung aller Tugenden:

des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe, der Klugheit, des Starkmutes, der

Gerechtigkeit' der Mäßigkeit, des Schweigens, der Demut, der Reinheit und der

Barmherzigkeit.

 

Ich bilde euch zum Gebet heran, das ihr immer mit mir ver-

richten sollt.

 

Vervielfältigt in allen Teilen der Welt die Gebetszönakel, die ich

von euch verlangt habe — als brennende Fackeln in der Nacht, als sichere

Ausgangspunkte, als Zufluchtsstätte, die ihr braucht und die euch erwartet.

 

Besonders bitte ich, daß sich die Familienzönakel immer mehr verbreiten, um

euch in der großen Prüfung, die euch nun er-wartet, einen sicheren Wohnort

anzubieten.

 

Ich bin die Mutter des zweiten Advents.

 

Laßt euch also in diesen

Jahren so von mir formen und vor-bereiten, daß ihr bereit sein könnt, Jesus zu

empfangen, der in Herrlichkeit kommen wird, um sein Reich der Liebe, der

Heiligkeit, der Gerechtigkeit und des Friedens unter euch zu errichten

 

939

 

 

Jaurù (Mato Grosso do Sul), Brasilien, 2. Februar 1990

Darstellung des Jesuskindes im Tempel

 

NUR IM HERZEN DER KLEINEN

»Schau dir alle diese meine Kinder an: sie sind einfach, sie sind klein, sie sind

so sehr durch das Leiden und durch die Armut geprüft.

 

Und doch siehst du, wie

sie mit Hochherzigkeit meiner Auf-forderung zur Weihe und zum Gebet

entsprochen haben.

 

Diese Antwort ist mir von den kleinen Kindern gegeben

worden, die mich lieben und mich mit kindlicher Zärtlichkeit umgeben und sich

in Zönakeln des Gebetes vereinigen. Sie beten zusammen mit mir und erneuern

gemeinsam ihren Akt der Weihe an mein Unbeflecktes Herz.

 

Die hochherzige Antwort von den Kleinen gibt meinem Unbefleckten Herzen so viel Freude und

bildet beim eucharistischen Herzen Jesu eine große Kraft der Fürsprache und

der Sühne.

 

Ich verlange, daß sich in allen Teilen der Welt die Zönakel der

kleinen Kinder vervielfältigen, denn ich rufe sie zu einem Kreuzzug des

Gebetes und der Weihe für die Rettung der Welt auf.

 

— Diese Antwort ist mir von den Jugendlichen gegeben worden, die in großer Zahl in ihrem Leben die

Verpflichtung der Weihe an mein Unbeflecktes Herz angenommen haben und

sie zu leben suchen, indem sie sich bemühen, die Sünde zu meiden, die

heiligmachende Gnade zu bewahren und die christlichen Tugenden, besonders

jene der Reinheit, zu praktizieren.

 

Sie versammeln sich in Zönakeln, um mit

mir zu beten und mein Wort zu betrachten, das euch sanft dahin bringt, das

 

940

 

Evangelium zu leben. Die Zahl der Jugendlichen wird immer größer werden, die

dem Weg, der von eurer himmlischen Mutter vorgezeichnet wurde, folgen.

 

Die Antwort ist mir von den Familien gegeben worden, die sich meinem Herzen

geweiht haben und sich in den Familienzönakeln, die von mir gewollt sind und

die ich viele Male von euch gefordert habe, versammeln.

 

So widerstehen die

Familien, die mir geweiht sind, der großen Krankheit der Spaltung und der

Ehescheidung und sie sind vor der Ansteckung des fürchterlichen Geschwürs

der Abtreibung und der Zuhilfenahme aller Mittel, um das Leben zu ver-

hindern, bewahrt.

 

Darum siehst du nirgends wie hier so viele kleine Kinder, die

als das schönste und wertvollste Geschenk angenommen werden, das den

Familien, die noch treu sind, vom Herrn gewährt wird.

 

- Diese Antwort ist mir von der Pfarre gegeben worden in allen ihren Mitgliedern: vom Hirten und von der ihm anvertrauten Herde.

 

Die Pfarrgemeinschaft hat sich meinem

Unbefleckten Herzen geweiht und jeden Tag versammelt sie sich in

Gebetszönakeln mit mir durch das Beten des heiligen Rosenkranzes und indem

sie sich vor dem eucharistischen Jesus, der feierlich auf dem Altar ausgesetzt ist,

in Anbetung niederwirft.

 

So kann Jesus in den Seelen seiner großen

Liebesmacht freien Lauf lassen, und schon jetzt verwirklicht er an diesem armen

und verlorenen Ort den Triumph seiner barmherzigen Liebe im Advent seines

eucharistischen Reiches unter euch.

 

Heute, während ihr mich verehrt im

Augenblick, da ich in meinen Armen das Jesuskind zum Tempel von Jerusalem

 

941

 

 

bringe, verkünde ich euch, daß hier mein Triumph schon be-gonnen hat. Jeden

Tag errichte ich nur im Herzen der Kiemen den größten Triumph meines

Unbefleckten Herzens.«

 

 

Brasilia (Brasilien), 8. Februar 1990

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels. mit den verantwortlichen

Priestern der MPB von Brasilien

 

MUTTER UND KÖNIGIN VON BRASILIEN

 

»Wie sehr freue ich mich, vielgeliebte Söhne, über dieses euer

Zönakel des Gebetes und der Brüderlichkeit, das ihr gemein-sam mit eurer

himmlischen Mutter macht.

 

— Ihr vereinigt euch im Gebet: So betet ihr

gemeinsam das Stundengebet und den heiligen Rosenkranz.

 

Am Abend vereinigt ihr euch alle rund um den eucharisti-schen Jesus, der feierlich auf

dem Altar ausgesetzt ist, zu einer Stunde der Anbetung und der Sühne.

 

Während der Konzelebration der heiligen Messe erneuert ihr immer euren

Weiheakt an mein Unbeflecktes Herz.

 

— Ihr vereinigt euch in der Brüderlichkeit: Wie es im Zönakel von Jerusalem war, so unterstütze ich euch

auch in diesem eurem Zönakel, in der gegenseitigen Liebe zu wachsen.

 

Ihr kennt einander, ihr versteht euch gegenseitig, ihr teilt einander eure

Schwierigkeiten und Probleme mit und als Brüder, die ihr so zahlreich seid,

unterstützt einer den anderen, immer mehr in der Vollkommenheit der Liebe zu

wachsen.

 

So lebt ihr das neue Gebot, das Jesus euch gegeben hat; näm-lich

einander zu lieben, wie er euch geliebt hat.

 

942

 

Und durch euch, die ihr mir geantwortet habt, verwirklicht sich gerade der Plan

meines Unbefleckten Herzens auch für dieses euer Vaterland und für die

Kirche, die hier in Brasilien lebt.

 

Ich bin die Mutter und Königin von Brasilien.

 

Wie ich euch in meiner vorhergehenden Botschaft gesagt habe, bestätige ich

euch, daß die Kirche hier in großer Gefahr ist, Opfer des Abfalls und des

Verlustes des wahren Glaubens zu werden.

Die Gefahren, die sie bedrohen,

sind die Kontestation und die Spaltung, sowie die vielfachen und öffentlichen

Kritiken, die gegen den Papst und sein Lehramt von selten einiger Bischöfe,

Priester, Ordensleute und Gläubige gemacht werden.

 

Kehrt alle auf den Weg

einer vollen, gefügigen, gehorsamen Einheit mit dem Papst zurück, wenn ihr im

wahren Glauben und in der Treue zu Christus und seinem Evangelium ver-

bleiben wollt.

 

Auch euer Vaterland wird immer mehr vom Materialismus und

vom Hedonismus bedroht, und die Spaltung zwischen denjenigen, die sich

vieler materieller Güter erfreuen, und jenen, die auch des Lebensnotwendigsten

entbehren, wird immer noch größer.

 

Es ist von der Plage der Ehescheidung und

der Abtreibung bedroht und davon, daß man auf alle Mittel zurückgreift, die

das Leben verhindern, sowie von der Unmoral und der Unreinheit, die durch

die Medien der sozialen Kommunikation, ganz besonders des Fernsehens,

verbreitet wird.

 

Aber wie ich euch versprochen habe, bin ich eingeschritten und

ich schreite jeden Tag ein, um euer Vaterland und eure Kirche auf den Weg der

Einheit, der Rettung und des Friedens zu bringen.

 

943

 

Ich bin die Mutter und Königin von Brasilien.

 

Heute teile ich euch

meine mütterliche Genugtuung mit, daß ihr die Einladung, die ich an

euch gestellt habe, die Familienzönakel als ein großes Netz der

Rettung zu verbreiten, angenommen habt.

 

Ihr habt auf meine Bitte

geantwortet, und ich habe mein Versprechen gehalten.

 

Jetzt, da ihr in das letzte Jahrzehnt dieses Jahrhunderts eintretet, in dem sich die

entscheidenden Ereignisse erfüllen werden, die euch zum Triumph

meines Unbefleckten Herzens bringen, verlange ich von euch, daß sich

die Zönakel unter den Priestern, die Zönakel unter den Laien und

besonders die Familienzönakel noch mehr verbreiten.

 

Besonders verlange ich, daß überall die Zönakel der kleinen Kinder gebildet

werden als ein Kreuzzug des unschuldigen Gebetes, der einen großen

Damm gegen die Verbreitung des Übels und der Sünde zu bilden

vermag. Und er würde es Gott und eurer himmlischen Mutter

gewähren, den Sieg des Guten und der Liebe zu erlangen.

 

Kehrt in Frieden nach Hause zurück und werdet in ganz Brasilien die Apostel

dieser meiner Bewegung.

 

Ich begleite euch mit meiner mütterlichen

Liebe und ich versichere euch, immer bei jedem von euch zu sein, und

ich segne euch

 

 

Sao Paulo (Brasilien), 13. März 1990

 

WENN DER MENSCHENSOHN ZURÜCKKEHREN WIRD

 

»Ihr lest im Evangelium: ,Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der

Erde noch Glauben vorfinden?

 

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Heute will ich euch einladen, diese Worte zu betrachten, die von meinem Sohn

Jesus ausgesprochen worden sind.

 

Es sind schwerwiegende Worte, die die

Zeiten, in denen ihr lebt, widerspiegeln lassen und imstande sind, euch diese

ver-ständlich zu machen.

 

Besonders könnt ihr euch die Frage stellen, warum

sie Jesus ausgesprochen hat. Um euch aufsein zweites Kommen vorzu-bereiten

und um euch einen Umstand zu beschreiben, der auf die Nähe seiner

herrlichen Wiederkunft hinweisen wird.

 

Dieser Umstand ist der Verlust des Glaubens.

 

Auch in einem anderen Teil der Heiligen Schrift, im 2. Brief des

heiligen Paulus an die Thessalonicher, wird klar angekün-digt, daß sich vor der

herrlichen Wiederkunft Christi ein großer Abfall verwirklichen muß.

 

Der Verlust des Glaubens ist ein wahrer Abfall.

 

Die Verbreitung des Abfalls ist also das Zeichen, das anzeigt, daß nun das zweite Kommen Christi nahe ist.

 

— In Fatima habe ich euch vorausgesagt, daß eine Zeit kommen werden wird, in

der man den wahren Glauben verlieren wird.

 

Das sind die Zeiten.

 

Eure Tage sind von dieser schmerzhaften und bezeichnenden Situation, die euch in der

Heiligen Schrift vorausgesagt wird, gekennzeichnet: Der wahre Glaube ist

daran, bei einer immer größeren Zahl meiner Kinder verlorenzugehen.

 

Die Ursachen des Glaubensverlustes sind:

 

1.: Die Verbreitung der Irrtümer, die propagiert und oft von Theologieprofessoren in den Seminaren und in den katholischen Schulen gelehrt werden und die auf diese Weise einen

 

945

 

gewissen Charakter von Wahrhaftigkeit und Legitimität gewinnen.

 

2.: Die offene und öffentliche Rebellion gegen das authentische Lehramt der Kirche,

besonders gegen das des Papstes, der von Christus die Aufgabe bekommen hat,

die ganze Kirche in der Wahrheit des katholischen Glaubens zu bewahren.

 

3.: Das schlechte Beispiel, das von jenen Hirten gegeben wird, die sich vom Geist

der Welt ganz in Besitz haben nehmen lassen und die eher Propagatoren von

politischen und sozialen Ideologien werden als Verkünder von Jesus Christus

und sei-nem Evangelium, weil sie den Auftrag, den sie von ihm empfangen

haben, vergessen: ,Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das

Evangelium allen Geschöpfen!

 

So verbreitet sich in diesen euren Tagen immer

mehr der Abfall so vieler meiner armen Kinder.

 

Wenn der Menschensohn zurückkehren wird.. .

 

Wenn seine Rückkehr nahe ist, wird auch mein

mütterliches Wirken viel besorgter und stärker, damit ich allen meinen

Kindern helfen kann, immer in der Wahrheit des Glaubens zu bleiben.

 

Das ist der Grund, warum ich von euch verlangt habe, euch meinem Unbefleckten

Herzen zu weihen.

 

Das ist der Grund, warum ich in diesen euren Zeiten überall

meine Marianische Priesterbewegung ausgebreitet habe.

 

Um meine kleine Herde zu bilden, vereinigt auch betend in den Zönakeln und wacht in der

Erwartung.

 

So wird die von mir gesammelte und gebildete Herde immer den

wahren Glauben bewahren.

 

Wenn der Menschensohn zurückkehren wird, so

wird er auf der Erde noch den Glauben in allen jenen vorfinden, die sich mir

geweiht und sich im himmlischen Garten meines Unbefleckten Herzens

sammeln lassen haben

 

946

 

 

Rubbio (Vicenza), 12. April 1990

Gründonnerstag

 

ER ERWIES IHNEN SEINE LIEBE BIS ZUR VOLLENDUNG

 

»Vielgeliebte Söhne, die ihr im Zönakel meines Unbefleckten

Herzens versammelt seid, lebt diesen Gründonnerstag mit mir.

 

Es ist der Tag eures Paschafestes.

 

Es ist der Tag eures Priestertums.

 

Heute erinnert ihr euch daran, die ihr in der Konzelebration der Eucharistie um eure Bischöfe

versammelt seid, um die Versprechen, die ihr am Tag eurer Priesterweihe

gemacht habt, zu erneuern.

 

Es sind die Versprechen eurer Treue zu Christus

und zu seiner Kirche.

 

Es sind die Versprechen eurer Verfügbarkeit und eures

Gehorsams.

 

Es sind die Versprechen eurer totalen und exklusiven Liebe, die

euch verpflichtet, Jesus und die Seelen, die er euch anvertraut hat, zu lieben.

 

Es sind alle Versprechen eures Lebens.

 

Es sind alle Verpflichtungen der Liebe.

 

,Da Jesus die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe

bis zur Vollendung': So führt Johannes, der bevorzugt geliebte Apostel, in

seinem Evangelium die Erzählung der Einsetzung der Eucharistie, des neuen

Opfers und des neuen Priestertums, ein.

 

Jesus erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.

 

Er erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung, das heißt bis

zum Ende seines Lebens, denn das letzte Abendmahl ent-spricht auch dem

letzten Abend seines menschlichen Daseins,

 

947

 

das er unter euch gelebt hat: ,Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem

Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen.'

 

Er erwies ihnen seine Liebe bis

zur Vollendung, das heißt bis zum Höhepunkt seiner höchstmöglichen Liebe,

weil Jesus heute sein ein einziges Mal auf Kaivaria für die Rettung aller

Menschen vollzogenes Opfer verewigt. ,Es gibt keine größere Liebe, also wenn

einer sein Leben für seine Freunde hingibt.'

 

Er erwies ihnen seine Liebe bis zur

Vollendung, das heißt bis zur äußersten von der Liebe auferlegten Forderung,

die die Gegenwart der geliebten Person will, weil in der Eucharistie Jesus

immer mit euch bleibt — wirklich gegenwärtig mit seinem verherrlichten Leib

und mit seiner Gottheit, so wie er im Paradies ist, auch wenn er unter dem

Schleier der eucharistischen Gestalten verborgen ist. ,Ich bin bei euch alle

Tage bis zum Ende der Welt.'

 

Er erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung,

das heißt bis an die Grenze eurer Erbärmlichkeit und eurer Armseligkeit, weil

sich Jesus im Sakrament der Eucharistie zu einer einzigen Einheit mit euch

macht; er wird Fleisch von eurem eigenen Fleisch und Blut von eurem eigenen

Blut, um euch irdische Geschöpfe das wertvolle Geschenk seines göttlichen

Lebens mitzuteilen. ,Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel

herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, wird leben, und ich werde ihn

auferwecken am Letzten Tag.' Er erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung,

das heißt bis ans Ende der Zeiten, denn die Gegenwart Christi unter euch im

Zustand des Opfers in jedem Tabernakel der Erde schenkt euch Sicherheit und

Vertrauen, Freude und Hoffnung auf seine herrliche Wiederkunft. ,Deinen Tod,

o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in

Herrlichkeit.'

 

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Heute ist der Tag des neuen Opfers und des neuen Priestertums.

 

Heute ist der große Tag der Liebe. Sein göttliches Herz öffnet sich, um euch sein neues Gebot

zu schenken: .Ein neues Ge-bot gebe ich euch: Liebt einander, so wie ich euch

geliebt habe.'

 

An diesem Tag, vielgeliebte Söhne, verlange ich von euch, eure

Verpflichtung der Liebe zu Jesus, der in der Eucharistie gegen-wärtig ist, zu

erneuern.

 

Macht aus der heiligen Messe das Zentrum eurer ganzen Frömmigkeit,

den Höhepunkt eures priesterlichen Tages, das Herz eures apostolischen

Wirkens. Feiert sie mit Liebe, unter genauer Beobachtung der liturgischen

Gesetze; lebt sie, indem ihr am Opfer, das Jesus durch euch erneuert, persönlich

teilnehmt.

 

Umgebt den Tabernakel, wo der eucharistische Jesus aufbewahrt

wird, mit Lichtern und Blumen. Kommt oft vor den Tabernakel zu euren

persönlichen Liebesbegegnungen mit Jesus, der euch erwartet. Er möge für euch

der einzige und wertvolle Schatz werden, der wie ein Magnet euer priesterliches

Herz an sich zieht. Setzt Jesus in der Eucharistie auf dem Altar immer wieder für

feierliche und öffentliche Stunden der Anbetung und der Sühne aus, denn das

Aufblühen der neuen Ära wird zu einem allgemeinen Wiederaufleben des

eucharistischen Kultes in der ganzen Kirche führen.

 

Tatsächlich wird das

Kommen des herrlichen Reiches Christi mit dem größten Aufstrahlen seines

eucharistischen Reiches unter euch zusammenfallen.

 

Der eucharistische Jesus

wird die ganze Macht seiner Liebe verströmen, die die Seelen, die Kirche und

die ganze Menschheit umwandeln wird.

 

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So wird die Eucharistie das Zeichen Jesu, der euch noch heute seine Liebe bis

zur Vollendung erweist, weil er euch bis zum Ende dieser eurer Zeit leitet, um

euch in die neue Ära der Heiligkeit und der Gnade einzuführen, zu der ihr alle

aufge-brochen seid und die in dem Augenblick beginnen wird, da Jesus sein

herrliches Reich unter euch aufgerichtet haben wird

 

 

Rubbio (Vicenza), 13. April 1990

Karfreitag

 

DER SOHN UND DIE MUTTER

 

»Lebt heute neben mir, eurer

schmerzhaften Mutter, die schmerzensreichen Stunden des Leidens und des

Todes meines Sohnes Jesus.

 

Tretet ein in die Tiefe seines göttlichen Herzens,

um an der Intensität all seines Leidens teilzunehmen:

 

Während des Urteils des

religiösen Gerichtes, in dem Jesus verspottet, mißhandelt und schließlich

verurteilt wird, weil er die Wahrheit bezeugt und er verkündigt hat, der Sohn

Gottes zu sein.

 

Während des Prozesses, den er vor dem Zivilgericht auf sich

genommen hat, wo er, nachdem er als unschuldig gegenüber allen Anklagen,

die man gegen ihn vorgebracht hatte, anerkannt wurde, der furchtbaren Strafe

der Geißelung und der Dornenkrönung unterworfen und schließlich zum Tod

am Kreuze verurteilt wird.

 

Heute begegne ich meinem Sohn wie einem sanften

Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, ohne ein Wort des Hasses, ohne

eine Klage, unter der Last des Kreuzes erdrückt, das der himmlische Vater ihm

gibt, und wie er den Kalvarienberg besteigt.

 

950

 

Sein Angesicht weist keine Ähnlichkeit mit einem Menschen auf, so sehr ist es

vom Blut und von Schlägen entstellt. Durch die Geißelung ist sein Leib zu

einer einzigen lebendigen Wunde gemacht worden, aus der Blutströme hervor-

quellen.

 

Die Kräfte halten ihn nicht mehr aufrecht und er stürzt; das Fieber

verzehrt ihn; das Leben entflieht ihm, er fällt unter der Last seines Galgens; er

liegt hier hingestreckt auf der Erde, zertreten wie ein Wurm und nicht mehr

fähig sich zu erheben.

 

Und in diesem Augenblick schenkt ihm der himmlische

Vater die Stärkung durch seine Mutter.

 

Von diesem Augenblick an leben wir

gemeinsam das Geheimnis seiner erlösenden Passion.

 

Der Sohn und die Mutter.

 

Gemeinsam legen wir die letzte Strecke dieses furchtbaren Weges

zurück: Er mit dem unendlichen Gewicht seines Leidens, das ihn niederdrückt,

ich mit dem schmerzhaften Schwert, das in mein Unbeflecktes Herz eindringt,

es verwundet und zum Bluten bringt.

 

Der Sohn und die Mutter: Gemeinsam

gehen wir zum Kalvarienberg hinauf, wobei wir beide das Kreuz des ein und

des-selben Schmerzes tragen.

 

Die Blutstropfen, die ihm vom Haupt

herunterfließen, ver-einigen sich mit den zahlreichen Tränen, die aus meinen

mütterlichen Augen hervorquellen.

 

Die Dornenkrone, die ihm das Haupt

umgibt, bildet ein scharfes Schwert, das mein Herz durchbohrt.

 

Sein verwundeter Leib ist Spiegel meiner durchbohrten und zerrissenen Seele.

 

951

 

Der Sohn und die Mutter.

 

Gemeinsam erreichen wir den Gipfel von Golgota;

gemeinsam werden wir auf das Leidensholz aufgehängt; gemeinsam werden

wir von den Nägeln durchbohrt; gemeinsam leben wir die schmerzhaften

Stunden des Todeskampfes; gemeinsam hören wir das böse Geschrei jener,

die schmähen und lästern; gemeinsam verzeihen wir den Scharfrichtern;

gemeinsam beten wir und lieben wir; gemeinsam fühlen wir das Verlassen-

sem vom Vater; gemeinsam vertrauen wir und empfehlen wir uns ihm an;

schließlich sterben wir gemeinsam: Jesus stirbt dem Leibe nach, ich, seine

Mutter, im Herzen.

 

Auf wunderbare Weise verbleibe ich noch am Leben, weil

ich als Mutter meinem Sohn sterben helfen muß.

 

Jetzt begreift ihr die tiefe

Bedeutung seines letzten Geschenkes: ,Siehe, deine Mutter'. Ich bin die

Mutter für ihn und für euch.

 

Der Sohn und die Mutter. Die Kinder und die Mutter.

 

Hier unter dem Kreuze bin ich auf wunderbare Weise noch lebendig,

weil ich als Mutter euch allen helfen muß, in ihm und für ihn geboren zu

werden und zu leben.

 

Alle von Jesus erlösten Menschen sind von heute an

auch meine Kinder.

 

Ich bin die Mutter der Menschen aller Zeiten bis zum

Ende der Zeiten, wenn Jesus in Herrlichkeit wiederkommen wird, und erst

dann wird schließlich meine geistige Mutterschaft vollendet und erfüllt sein

 

952

 

 

Rubbio (Vicenza), 14. April 1990

Karsamstag

 

WACHT MIT MIR IN DER ERWARTUNG

»Vielgeliebte Söhne, heute wacht mit mir in der Erwartung

 

Es ist Karsamstag.

 

Es ist der Tag meiner sicheren Hoffnung.

 

Es ist der Tag meines unerschütterlichen Glaubens und meines unbefleckten Schmerzes.

 

Jesus liegt nun tot in seinem neuen Grab.

 

Von dem Augenblick an, als ich mich mit

Johannes und den frommen Frauen entfernt habe, nachdem das Grab verschlos-

sen worden war, indem man davor einen großen Stein gewälzt hatte, ist für mich,

die schmerzhafte und gekreuzigte Mutter, die Zeit gleichsam stehen geblieben.

 

Ich habe mich in einem ununterbrochenen Gebet gesammelt, während im

dauernden Weinen die Tränen von meinen Augen herabgeflossen sind und mein

mütterliches Herz gleichsam eine Wiege der Liebe und der Erwartung der neuen

und herrlichen Geburt meines Sohnes Jesus gebildet hat.

 

Der Glaube an sein

göttliches Wort, das mich während seines menschlichen Daseins immer aufrecht

gehalten hat und das in den Stunden seiner schmerzhaften Passion die einzige und

sichere Unterstützung meines unsagbaren Schmerzes geworden war, verwandelt

sich nun in eine absolute Sicherseit seiner nahen Auferstehung.

 

Und ich lebe verwundet und beruhigt, weinend und getröstet, schmerzhaft und zufrieden, denn

ich weiß, daß Jesus, der zerfleischt und auf eine so grausame Weise getötet

wurde, nun sehr bald aufzuerstehen wird.

 

Und mit welcher Liebe und kindlicher Zartheit nähert sich Jesus Christus mir beim Morgengrauen des ersten Tages nach

 

953

 

 

dem Sabbat im Glanz seines verherrlichten Leibes, nimmt mich in seine Arme,

umgibt mich mit seinem ganz starken Licht und sagt mir göttliche Worte der

Stärkung.

 

Vielgeliebte Söhne. Wacht mit mir in der Erwartung an diesem

langen und schmerzhaften Karsamstag, der von seiner Auferstehung bis zu

seiner herrlichen Wiederkunft reicht.

 

Wacht mit mir in der Erwartung und seid

stark im Glauben an ihn in diesen Zeiten, da sich der Verrat und das Verlassen-

werden von den Seinen wiederholen und durch die Verbreitung der listigsten

und hinterhältigsten Irrtümer der Glaube der wahren Jünger einer harten

Prüfung unterworfen wird.

 

Wacht mit mir in der Erwartung und seid sicher in

der Hoffnung, daß Jesus auf den Wolken des Himmels im Glanz seines

herrlichen Leibes wiederkommen wird, wie er es vor dem Gericht des Kaiphas

vorausverkündet hat. Er wollte damit ein sicheres Zeichen für seine Gottheit in

diesen Zeiten geben, da sich die Zweifel an seiner göttlichen Natur und an der

Verwirklichung seiner Versprechen verbreiten.

 

Wacht mit mir in der Erwartung und brennt aus Liebe in diesen Zeiten, in welchen diese Liebe in

den Herzen der Menschen erkaltet ist und die Menschheit zu einer Wüste ohne

Leben und Liebe wurde und immer mehr vom Egoismus, von der Gewalt, vom

Hunger und vom Krieg verzehrt und bedroht wird.

 

Wacht mit mir in der Erwartung in diesen letzten Zeiten eures so langen Karsamstags, weil der

Augenblick nahe ist, da mein Sohn Jesus auf den Wolken des Himmels im

Glanz seiner göttlichen Herrlichkeit wiederkommen wird

 

954

 

 

Rubbio (Vicenza), 15. April 1990

Ostersonntag

 

DAS ZWEITE OSTERN IN HERRLICHKEIT

 

»An diesem Ostertag sei euer Herz voll der Freude und des Friedens, vielgeliebte Söhne.

 

Mein geschmähter und beleidigter, gegeißelter und verurteilter und auf dem

Kreuz getöteter Sohn Jesus ersteht heute von den Toten durch die Macht seiner

Gottheit und im Glanz seines herrlichen Leibes.

 

In der göttlichen Kraft dieser

seiner neuen und herrlichen Geburt verwandelt sich der Schatten des Grabes in

stärkstes Licht, der schwere und versiegelte Fels wird von einem unvor-

hergesehenen Erdbeben entfernt, die zur Wache aufgestellten Wächter werden

durch die unbegrenzte Macht ohnmächtig, die Engel verneigen sich anbetend bei

seinem leuchtenden Vorbeigehen, die umliegende Natur singt voll Freude,

durchdrungen vom Schauer eines erneuerten Lebens.

 

Der auferstandene

Christus kommt aus dem Grab hervor im göttlichen Glanz seines herrlichen

Leibes.

 

Es ist sein Auferstehungsostern.

 

Es ist der Anfang der neuen, von ihm erlösten und erworbenen Menschheit.

 

Es ist die Morgenröte seines neuen Reiches.

 

Es ist der erste Tag seines königlichen Triumphes.

 

Euer Herz sei voll Freude, vielgeliebte Söhne, weil sich für euch das zweite Ostern in Herrlichkeit

vorbereitet.

 

Ein dunkles und eisiges Grab bildet diese arme Menschheit, die in

der Finsternis der Zurückweisung Gottes einhergeht, sie wird vom heftigen

Wind der Leidenschaften verzehrt, sie wird von der Sünde, vom Egoismus, vom

Haß und von der Unrein-heit getötet.

 

955

 

Es scheint, daß jetzt nur der Tod in der Welt triumphiert.

 

Habt jedoch Vertrauen und Hoffnung. Der auferstandene Christus ist lebendig unter euch.

Der lebendige Christus ist euer großer Sieg.

 

Nahe ist das zweite Ostern in Herrlichkeit.

 

Bald wird sich das Tor dieses unermeßlichen Grabes, in dem die

ganze Menschheit liegt, öffnen.

 

Jesus Christus wird - umgeben vom Chor der

Engel - auf den Wolken des Himmels, die zu seinen Füßen einen königlichen

Thron bilden, im Glanz seiner Gottheit zurückkehren, um die Menschheit zu

einem neuen Leben zu führen, die Seele zur Gnade und zur Liebe und die

Kirche zu ihrem höchsten Gipfel an Heiligkeit. Und so wird er sein Reich der

Herrlichkeit in der Welt aufrichten

 

 

Fatima (Portugal), 13. Mai 1990

Jahrestag der ersten Erscheinung in Fatima

 

ICH STEIGE VOM HIMMEL HERAB

 

»Ich bin vor 73 Jahren in diese Cova da Iria vom Himmel her-

abgestiegen, um euch den Weg zu zeigen, der im Laufe dieses eures

schwierigen Jahrhunderts zu durchlaufen ist.

 

Die so schmerzhaften

Wechselfälle, die aufeinander folgten, haben sich so entwickelt, daß sie die

Worte meiner Prophe-zeiung voll verwirklicht haben.

 

— Die Menschheit hat

meine mütterliche Einladung, zum Herrn auf dem Weg der Bekehrung des

Herzens und des Lebens, des Gebetes und der Buße zurückzukehren, nicht an-

genommen.

 

956

 

So hat sie die furchtbaren Jahre des zweiten Weltkrieges kennengelernt, der

Dutzende von Millionen Toten mit sich gebracht hat, weitverbreitete

Vernichtungen von Völkern und Nationen.

 

 Rußland ist mir durch den Papst mit allen Bischöfen nicht geweiht worden und so hat es die Gnade der Bekehrung nicht gehabt und hat seine Irrtümer in allen Teilen der Welt verbreitet, indem es Kriege, Gewalttaten, blutige Revolutionen, Ver-folgungen der

Kirche und des Heiligen Vaters hervorgebracht hat.

 

— Satan ist der unangefochtene Beherrscher über die Geschehnisse dieses eures Jahrhunderts

gewesen, indem er die gesamte Menschheit zur Zurückweisung Gottes und

seines Gesetzes der Liebe verführt hat, überall die Spaltung und den Haß, die

Unmoral und die Schlechtigkeit verbreitet hat und der es zuwege gebracht hat,

überall die Ehescheidung, die Abtreibung, die Obszönität und die

Homosexualität und die Zuhilfenahme von allen Mitteln, um das Leben zu

vernichten, zu legitimieren.

 

Nun beginnt ihr das letzte Jahrzehnt dieses eures Jahrhunderts.

 

Ich steige vom Himmel herab, damit euch die letzten Geheim-

nisse offenbart werden mögen und ich euch so auf all das, was ihr nun für die

Reinigung der Erde erleben müßt, vorbereiten kann.

 

Mein drittes Geheimnis, das ich hier den drei Kindern, denen ich erschienen bin, offenbart habe und das euch bis jetzt noch nicht enthüllt worden ist, wird durch den Ablauf der Ereig-

nisse allen von selbst offenkundig werden.

 

Die Kirche wird die Stunde ihres größten Abfalls kennenlernen, der Mensch der Gesetzwidrigkeit wird sich in ihr Inne-res einschleichen und wird sich sogar in den Tempel Gottes

 

957

 

setzen, während der kleine Rest, der treu bleiben wird, den größten Prüfungen

und Verfolgungen unterworfen werden wird.

 

Die Menschheit wird den

Augenblick ihrer größten Züchtigung erleben und so wird sie vorbereitet

werden, den Herrn Jesus, der zu euch in Herrlichkeit wiederkommen wird,

anzunehmen.

 

Deshalb steige ich besonders heute noch vom Himmel herab

durch meine zahlreichen Erscheinungen, mit den Botschaf-ten, die ich

schenke, mit diesem außerordentlichen Werk mei-ner Marianischen

Priesterbewegung, um euch zu bereiten, die Ereignisse zu leben, die nun daran

sind sich zu erfüllen, um euch an der Hand zu führen, um die schwerste und

schmerzlichste Wegstrecke dieses eures zweiten Advents zurückzu-legen und

um den Geist und das Herz aller vorzubereiten, Jesus im nahen Augenblick

seiner herrlichen Wiederkunft aufzunehmen

 

 

Vacallo (Schweiz), 3. Juni 1990

Pfingsten

 

DIE ZEIT DES HEILIGEN GEISTES

»Im Zönakel meines Unbefleckten Herzens erfleht ihr, vielgeliebte Söhne, heute zusammen mit

eurer himmlischen Mutter das Geschenk des Heiligen Geistes.

 

— Komm, Heiliger Geist, komm durch die mächtige Fürsprache des Unbefleckten

Herzens Mariens, deiner so geliebten Braut. —

 

Wiederholt häufig diese Anrufung.

 

958

 

Sie möge euer ständiges Gebet während dieser Jahre werden, die euch noch vom

großen Jubiläum des Jahres 2000 trennen während ihr die abschließenden Zeiten

dieses zweiten Advents lebt.

 

Ihr nähert euch dem Augenblick, da sich das große

Wunder des zweiten Pfingstens erfüllen wird.

 

Allein der Geist der Liebe kann die ganze Welt erneuern.

 

Allein der Geist der Liebe kann einen neuen Himmel und

eine neue Erde bilden.

 

Allei der Geist der Liebe kann die Herzen, die Seelen, die

Kirche und die ganze Menschheit vorbereiten, Jesus, der zu euch in Herrlichkeit

wiederkommen wird, aufzunehmen.

 

Und so kommt ihr nun in die Zeiten, in

denen sich das gött-liche Wirken des Heiligen Geistes immer stärker erfüllen

wird.

 

In diesen Zeiten hat der Heilige Geist die Aufgabe, euch zur

Verwirklichung des Planes des himmlischen Vaters in der voll-kommenen und

universalen Verherrlichung seines Sohnes Jesus Christus zu führen.

 

So erfüllt der Heilige Geist seine göttliche Sendung, ein vollständiges Zeugnis für den Sohn zu

geben, und er wird euch zur Erkenntnis der ganzen vollen Wahrheit führen.

 

Der Heilige Geist hat die Aufgabe, euch heute zu mutigen Zeugen der Wahrheit zu

machen und euch zum heroischen Zeugnis des Glaubens an Jesus zu bringen.

 

Der Heilige Geist hat die Aufgabe, eure Seelen mit dem Licht der göttlichen Gnade zu

erleuchten und euch auf dem Weg der Heiligkeit zu führen.

 

Deshalb gießt er auf

euch seine sieben heiligen Gaben und auf diese Weise verleiht er allen

theologischen und moralischen Tugenden, die euer Leben verwandeln in jenen

blühenden

 

959

 

Garten, in dem die Heiligste Dreieinigkeit ihren Wohnsitz aufschlägt, Kraft und

Wachstum.

 

Der Heilige Geist hat die Aufgabe, eure Herzen zur Voll-

kommenheit der Liebe heranzubilden und so verbrennt er m euch jede Form des

Egoismus und reinigt euch im Schmelztiegel zahlloser Leiden.

 

Der Heilige Geist hat die Aufgabe, die Kirche zu ihrem größten Glanz zu führen, so daß sie

in Nachahmung eurer himmlischen Mutter ganz schön, ohne Makel und

Flecken werden wird und sie das Licht Christi auf alle Nationen der Erde aus-

breiten können wird.

 

Der Heilige Geist hat die Aufgabe, die ganze Menschheit

zu verwandeln und das Antlitz der Erde zu erneuern, damit sie ein neues

irdisches Paradies werden kann, in dem sich alle an Gott erfreuen, ihn lieben

und ihn verherrlichen.

 

Der Heilige Geist öffnet und schließt die Tore des

zweiten Advents.

 

Deshalb ist die ganze Periode des zweiten Advents, den ihr zu

erleben im Begriffe seid, die Zeit des Heiligen Geistes. Ihr lebt in seiner Zeit.

 

Ich lade euch ein, überall die Gebetszönakel mit mir zu vervielfältigen. Die

ganze Kirche muß in das geistige Zönakel meines Unbefleckten Herzens

eintreten und sich in dauern-dem Gebet mit eurer himmlischen Mutter

versammeln.

 

Denn mein Unbeflecktes Herz ist das goldene Tor, durch das der

Heilige Geist kommt, um zu euch zu gelangen und euch zum zweiten Pfingsten

zu bringen

 

960

 

 

Rubbio (Vicenza), 23. Juni 1990

Fest des Unbefleckten Herzens Mariens

 

MEIN UNBEFLECKTES HERZ WIRD VERHERRLICHT

»Vielgeliebte Söhne, heute feiert die Kirche das

liturgische Gedächtnis meines Unbefleckten Herzens.

 

Dieses Fest wird von

allen Mitgliedern meiner Marianischen Priesterbewegung mit besonderer

Feierlichkeit verbracht.

 

Ihr tretet in meine Zeit ein. Es zeichnen sich gerade die

geheimnisvollen und starken Ereignisse ab, die ich euch voraus-gesagt habe.

 

Daher ist der Augenblick gekommen, da mein Unbeflecktes Herz vor der

Kirche und vor der ganzen Menschheit verherrlicht werden muß.

 

Ihr seid erwählt, die kleinsten Kinder, die mir geweiht und mir vollkommen anvertraut

sind, zu sein. Ihr seid herangebildet, um meinen mütterlichen Triumph im

herrlichen Triumph meines Sohnes Jesus vorzubereiten und zu verwirklichen.

 

Ihr seid berufen, die Apostel dieser letzten Zeiten zu sein.

 

Euch kommt also

die Aufgabe zu, in allen Teilen der Erde die Liebe und die Herrlichkeit eurer

himmlischen Mutter zu verkünden.

 

Daher wird in euch mein Unbeflecktes Herz verherrlicht.

 

Mein Unbeflecktes Herz wird von euch verherrlicht, wenn

ihr euch mit Gefügigkeit auf dem Weg der Reinheit, der Liebe und der

Heiligkeit führen laßt.

 

961

 

Mein Unbeflecktes Herz wird von euch verherrlicht, wenn ihr allen ein

tägliches Zeugnis der heroischen Treue zu Christus und zu seinem

Evangelium schenkt und dabei heute mutige Zeugen des Glaubens werdet.

 

Mein Unbeflecktes Herz wird von euch verherrlicht, wenn ihr für die

starke Einheit mit dem Papst und für den vollkommenen Gehorsam

seinem Lehramt gegenüber ein Beispiel gebt

 

Mein Unbeflecktes Herz wird von euch verherrlicht, wenn ih euch total zur vollen Verfügung für

die geistigen Nöte de Seelen stellt, und dabei besonders euer

priesterliches Dienstamt im Sakrament der Versöhnung und der Buße

dauernd ausübt.

 

Mein Unbeflecktes Herz wird von euch verherrlicht,

wenn ih brennende Flammen der Liebe und des Eifers für Jesus, de in der

Eucharistie gegenwärtig ist, werdet, wenn ihr all Seelen, die euch

anvertraut sind, zu ihm bringt und wenn ih die feierlichen Stunden der

Anbetung und der Sühne vervielfältigt, indem ihr das Heiligste Sakrament

auf dem Altar au: setzt und es mit Lichtern und Blumen als Kennzeichen

eure Frömmigkeit umgebt.

 

Mein Unbeflecktes Herz wird von euch verherrlicht, wenn ihr überall die Gebetszönakel, die zusammen mit mir gehalten werden und die ich von euch erbeten habe, vervielfältigt unter den

Priestern, unter den Gläubigen, den Jugendlichen, und unter den Kindern

und in den Familien.

 

So bereitet ihr die Zeit des zweiten Pfingstens für die Kirche und für die ganze Welt vor.

 

Mit dem zweiten Pfingsten wird der Heilige Geist sein vollkommenes Zeugnis für den Sohn geben und er wird auf d Erde sein herrliches Reich der Liebe bringen, damit Jesus

 

962

 

Christus von einer vollkommen erneuerten Menschheit geliebt, angebetet und

verherrlicht werden kann. Nur dann wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren

 

 

Valdragone di San Marino, 28. Juni 1990

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit den verantwortlichen

Priestern der MPB von Amerika und Europa

 

DAS ZWEITE PFINGSTEN

»Vielgeliebte Söhne, auch dieses Jahr habe ich euch hier herauf gerufen, auf

diesen Berg, um Tage der Brüderlichkeit und des Gebetes in einem dauernden

Zönakel, wie es jenes von Jerusa-lem war, mit mir zu leben.

 

Ihr tretet in das

letzte Jahrzehnt dieses eures Jahrhunderts ein, in dem sich die von mir

vorausgesagten Ereignisse erfüllen, und euch meine Geheimnisse zur

Enthüllung gebracht werden.

 

Ihr tretet in die Zeit des Triumphes meines

Unbefleckten Herzens ein.

 

Ihr seid nun dem zweiten Pfingsten nahe.

 

Das zweite Pfingsten wird kommen, weil sich nun in jedem Teil der Welt die

Zönakel des Gebetes verbreitet haben, die ich mehrmals und mit immer

größerer Eindringlichkeit von euch verlangt habe.

 

Ihr seid hier, damit ihr selber die liebliche und starke Erfahrung des Zönakels macht, wobei ich mich unter euch besonders gegenwärtig mache, damit ihr die Apostel der Zönakel

in allen Teilen der Welt werden könnt.

 

963

 

Mein Unbeflecktes Herz ist das neue und geistige Zönakel, in das die ganze

Kirche eintreten muß, um das Geschenk des neuen Pfingstens zu erlangen.

 

Das zweite Pfingsten wird wie ein Strom der Gnade und der Barmherzigkeit

kommen, der die Kirche reinigen, sie arm und keusch, demütig und stark

machen wird, ohne Flecken und Falten, ganz schön in Nachahmung eurer

himmlischen Mutter.

 

Ihr seid hier, um von mir herangebildet zu werden, das

neue Herz dieser Kirche, die ganz vom Geist erneuert sein wird, zu werden.

 

Daher müßt ihr euch von mir formen lassen, um zu einer voll-kommenen

Herzensänderung zu gelangen.

 

Euer Herz soll sanft und demütig, lieb und barmherzig, empfindsam und rein werden.

 

Euer Herz sei ein Kelch voll des süßesten Balsams, der überfließt und herabströmt, um offene und blutende Wunden zu schließen und um Leiden und Schmerzen ohne Zahl zu lin-dern

und auch um den Verzweifelten Hoffnung zu schenken, den Sündern Gnade,

den Kranken Stärkung, den Bedürftigen Hilfe, den Betrübten Frieden und den

Entmutigten Mut.

 

Das zweite Pfingsten wird wie Tau auf die Welt kommen

und wird die Wüste in einen Garten verwandeln, in dem die ganze Menschheit

dem Herrn wie eine Braut in einem erneuerten Liebesbund mit ihm

entgegeneilt. So wird die Heiligste Dreieinigkeit ihre große Verherrlichung

empfangen und Jesus wird sein herrliches Reich der Liebe unter euch

errichten.

 

Deshalb müßt ihr die stillen und mutigen Baumeister dieser

allgemeinen Erneuerung werden.

 

Nehmt diese arme, kranke Menschheit in

eure priesterlichen Arme und bringt sie in die mütterliche Klinik meines Unbe-

 

964

 

fleckten Herzens, damit sie von eurer himmlischen Mutter geheilt werden

kann.

 

Ihr macht das, wenn ihr alle, Priester, Gläubige, Kinder, Jugendliche und

Familien zur Weihe an mein Unbeflecktes Herz führt.

 

Mut, meine Vielgeliebten.

 

In diesen außergewöhnlichen Tagen des Zönakels habe ich euch

Stärkung und Trost, Gnade und Liebe, Reinheit und Heiligkeit geschenkt.

 

Ihr geht aus diesem Zönakel vollkommen erneuert hervor, weil der Heilige Geist

— durch mich angerufen — sich euch mit seinen sieben heiligen Gaben

mitgeteilt hat, die Kraft und Stärke für die Entwicklung aller Tugenden in euch

geben.

 

Geht nun von hier weg als mutige Apostel dieser letzten Zeiten und geht

in alle Teile der Erde, um in diese Zeiten der Finsternis das Licht Christi zu

bringen und den Tau seiner göttlichen Liebe in diese Tage der großen Dürre. So

bereitet ihr die Herzen und die Seelen vor, Christus, der kommt, mit Freude zu

empfangen.

 

Mit euren Lieben, mit den Seelen, die euch anvertraut sind, segne

ich euch mit der Freude einer Mutter, die von euch so sehr getröstet worden

ist.«

 

 

Rubbio (Vicenza), 15. August 1990

Hochfest der Aufnahme Marions in den Himmel

 

DER WEG DES LICHTES

»Schaut heute auf den Glanz eurer himmlischen Mutter, viel-geliebte Söhne,

damit ihr in den schwierigen Augenblicken, die ihr erlebt, getröstet werdet und

in diesem abschließenden Teil eures zweiten Advents auf meinem Weg gehen

könnt.

 

965

 

Es ist der Weg des Lichtes.

 

Es ist der Weg, den ich euch in diesen Jahren

gewiesen habe, um euch alle zur Kirche des Lichtes zu führen.

 

Jesus ist nun daran, diese seine Kirche mit Hilfe der mächtigen Wirkkraft des Heiligen

Geistes und im Garten des Unbefleckten Herzens eurer himmlischen Mutter

zu bilden.

 

Es ist die neue Kirche des Lichtes, die einen größeren Glanz als

tausend Sonnen zusammengenommen hat.

 

Sie wird im Herzen der Einfachen,

der Kleinen, der Reinen, der Armen gebildet, jener, die es verstehen, Jesus

anzunehmen und ihm mit vollkommener Fügsamkeit zu folgen, ohne dabei

irgendeinen Kompromiß mit dem Geist der Welt zu machen.

 

Jesus baut diese seine neue Kirche auf unsichtbare und ganz und gar geheimnisvolle Weise

auf: im Schweigen, in der Verborgenheit, im Gebet und in der Einfachheit.

 

Deshalb lade ich heute alle meine vielgeliebten und meinem Unbefleckten

Herzen geweihten Kinder ein, den Weg des Lichtes zu gehen, um zum

Abschluß des zweiten Advents, den ihr nun durchlebt, zu gelangen.

 

— Auf diesem Weg des Lichtes seid ihr vom mächtigen Glanz eures himmlischen

Vaters eingehüllt, der in euch seine Liebe wiederspiegelt, euch in seine Arme

nimmt und euch immer mehr dazu bringt, das Geheimnis seiner göttlichen

Vaterschaft zu begreifen.

 

So werdet ihr selber zur Wiederspiegelung der Herrlichkeit des Vaters werden.

 

— Auf diesem Weg des Lichtes werdet ihr zuinnerst vom Licht Christi selbst durchdrungen. Christus bringt euch dazu, euch stark der Finsternis der Sünde, des Irrtums und des Bösen zu

widersetzen. So geht ihr im Glanz seinen göttlichen Wortes, das auf euer

Leben die lichtvollen Strahlen der Freude, der

 

966

 

Reinheit, der Liebe, der Schönheit und der Heiligkeit herabsteigen läßt.

 

So werdet ihr selber zur Wiederspiegelung des Glanzes des Sohnes werden.

 

Auf diesem Weg des Lichtes werdet ihr zuinnerst vom äußerst starken Feuer des

Heiligen Geistes umgewandelt, das euch wie eine verbrennende Flamme

verzehrt und euch von allem, was in euch unrein und unvollkommen ist,

reinigt. So macht er euch fähig, in die innerste Liebesbeziehung, die zwischen

Vater und Sohn besteht, einzudringen, so daß in euch der Vater vollkommen

verherrlicht und der Sohn von euch immer mehr geliebt und nachgeahmt wird.

 

So werdet ihr selber zur Wiederspiegelung der Liebe des Heiligen Geistes

werden.

 

Heute, während ihr auf den Glanz meines verherrlichten, in den

Himmel aufgenommenen Leibes schaut, lade ich euch alle ein, auf dem Weg

des Lichtes zu gehen, den ich euch gewiesen habe, um euer Leben zur

vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit aufzuopfern und

um die letzten Zeiten dieses zweiten Advents gut zu leben, damit ihr bereit

seid, mit brennenden Lampen den Herrn, der kommt, zu empfangen

 

 

Budapest (Ungarn), 22. August 1990

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB von

Ungarn

 

KÖNIGIN DER LIEBE

»Ich bin eure Mutter und Königin. Heute

feiert ihr das liturgische Gedächtnis meiner mütter-lichen Königsherrschaft.

 

967

 

 

Und ihr habt euch hier eingefunden, vielgeliebte Söhne von Ungarn, um eure

geistlichen Exerzitien in Form eines dauernden Zönakels zu machen, wie es

jenes von Jerusalem war.

 

Ich vereinige mich mit eurem unablässigen Gebet,

um für euch das Geschenk des Heiligen Geistes zu empfangen: Er möge euch

in eurer Berufung stärken.

 

Ich bewirke eine größere Brüderlichkeit unter

euch und als Mutter bringe ich euch dazu, daß ihr einander kennenlernt,

versteht, helft und liebt, damit von euch immer mehr das neue Gebot, das

euch mein Sohn Jesus geschenkt hat, gelebt werden kann.

 

Ich zeige euch den

Weg, den ihr durchlaufen müßt, um jeden Tag die an mein Unbeflecktes

Herz abgelegte Weihe zu leben, so daß ihr die Lichtstrahlen werden könnt,

die in der Mitte von so viel Finsternis aufleuchten, um den nahen Triumph

meines Unbefleckten Herzens in der Welt zu verkünden.

 

Ich bin die Königin der Liebe.

 

Ihr seid aus einer schwierigen und schmerzhaften Zeitperiode

herausgekommen, in der mein Widersacher seine Herrschaft in starker Weise

über euch ausgeübt hat.

 

So habt ihr die Augenblicke großer Betrübnis kennengelernt. Die Ablehnung Gottes und seines Gesetzes der Liebe ist unter euch verbreitet worden. Ihr habt die Bitterkeit des Egoismus, des Hasses, der Spaltung, der Angst und einer großen Trocken-heit ausgekostet.

 

Aber ich bin euch als eure Mutter und Königin zu Hilfe ge-kommen. Denn dieses Land ist

mir von eurem Patron, dem heiligen König Stefan, geweiht worden. Und in

diesen Jahren will ich meine mütterliche Königsherr-schaft immer stärker

ausüben.

 

968

 

Ich bin die Königin der Liebe.

 

Deshalb rufe ich heute euch Priester auf und durch

euch auch alle Gläubigen, sich meinem Unbefleckten Herzen zu weihen.

 

So kann ich von eurem Dasein wahrhaftig Besitz ergreifen und euch zu Werkzeugen des

Triumphes meines Unbefleckten Herzens in der Welt machen. Ihr seid die Strahlen

des Lichtes, die von meinem Unbefleckten Herzen auf diese Erde von Ungarn, auf

dieses Land, das so sehr geprüft wurde, herableuchten.

 

Verbreitet überall das Licht meines Herzens, denn die Finsternis, die euch umgibt, ist weiterhin dicht und groß sind die Gefahren, die euch bedrohen.

 

Öffnet die Herzen aller, um das Geschenk meiner mütterlichen Königsherrschaft zu empfangen.

 

Ich bin die Königin der Liebe, und das Herz meiner Kinder ist der bevorzugte Teil meines

Reiches.

 

Wenn ihr auf dem Weg geht, den ich euch gewiesen habe, werdet ihr es

zustande bringen, alle Widerstände, die euch mein Widersacher noch stellt, zu

überwinden: Ihr werdet neue Tage des Friedens vorbereiten und auf diese Weise

vielen meiner in die Irre gegangenen Kinder helfen, sich zu bekehren und zum

Herrn zurückzukehren, der sie mit großer väterlicher Liebe erwartet.

 

Ich segne euch mit allen Seelen, die euch anvertraut sind, ich versichere euch meines

mütterlichen Schutzes und verlange von euch, in diese Länder des Ostens

überallhin mein Wort der Hoffnung, des Trostes und des Friedens zu bringen

 

969

 

 

Mailand, 8. September 1990

Geburt der seligen Jungfrau Maria

 

DIE AUFGABE, DIE ICH DIR ANVERTRAUT HABE

 

»Vielgeliebte Söhne, heute nehmt ihr Anteil

an der Freude der ganzen himmlischen und irdischen Kirche, die über

eure himmlische Mutter im Augenblick ihrer Geburt nachsinnt. Ich bin

die Morgenröte, die emporsteigt, um die Geburt der ewigen Sonne

meines Sohnes Jesus, unseres Erlösers und Heilands, anzukündigen.

 

Deshalb hat mich der Herr vom Augenblick meiner menschlichen

Empfängnis an unbefleckt gemacht.

 

Er hat mich ganz schön gewollt,

voll der Gnade und mit Heiligkeit bekleidet.

 

So betrachtet ihr mich heute am Fest meiner Geburt als die Morgenröte, die emporsteigt,

schön wie der Mond, leuchtend wie die Sonne und furchtbar wie ein

Heer in Schlachtbereitschaft.

 

— Ich bin die Morgenröte, die das

staunenswerte Ereignis eurer Rettung verkündet und die euch alle auf

die Ankunft des großen Tages des Herrn vorbereitet.

 

— Ich bin schön wie der Mond, der durch das Licht leuchtet, das er von der Sonne

wiederspiegelt. Denn meine Schönheit ist die Schönheit der Heiligsten

Dreieinigkeit selber, die mich einhüllt, und die mich umwandelnde

Fülle der Gnade Gottes ist seine göttliche Heiligkeit, die mich umhüllt.

 

— Ich bin leuchtend wie die Sonne, denn ich bin berufen worden, die

Mutter Jesu Christi zu werden, der der ewige Abglanz des Vaters ist.

 

970

 

 

— Ich bin furchtbar wie ein Heer in Schlachtbereitschaft, weil die Aufgabe,

die mir vom Herrn anvertraut worden ist, darin besteht, Satan zu besiegen,

den Kopf der alten Schlange zu zer-treten, den großen feuerroten Drachen

zu fesseln und ihn in den feurigen Abgrund hinabzustürzen und jenen, der

sich Christus widersetzt, nämlich den Antichrist, zu bekämpfen und zu

besiegen, um das zweite Kommen Jesu vorzubereiten, der sein herrliches

Reich unter euch errichten wird.

 

Das ist mein Plan.

 

Je mehr sich meine Gegenwart unter euch verstärkt, um so mehr entfernt sich von euch die

Finsternis des Bösen, der Sünde, des Hasses und der Unreinheit, weil Satan

immer mehr gefangengenommen und vernichtet wird.

 

Eure himmlische Mutter, die schön ist wie der Mond, leuchtend wie die Sonne, furchtbar wie

ein Heer in Schlachtbereitschaft, hat in diesen euren letzten Zeiten die

Aufgabe, zu verkünden, daß der große Tag des Herrn im Kommen ist.

 

An diesem Tag meiner Geburt bist du nun, mein kleiner, von mir so sehr

geliebter Sohn, am Vorabend einer langen und ermüdenden Reise, die du

weiterhin für mich in so viele Nationen eines anderen Kontinents machen

mußt.

 

Das ist die Aufgabe, die ich dir anvertraut habe: in jeden Teil der

Welt meine mütterliche Verkündigung zu bringen und alle meine Kinder zu

rufen, mit ihrem Weiheakt in die leuchtende und sichere Zufluchtstätte

meines Unbefleckten Herzens einzutreten.

 

Denn die Prüfung, die gerade

auf euch zukommt, ist so groß, und ihr seid alle berufen, mit mir zu leiden.

Aber euer Leid ist wie das Leid einer Mutter, die ihr Kind zur Welt bringen

muß.

 

971

 

Tatsächlich bereitet der unermeßliche Schmerz dieser eurer letzten

Zeiten die Geburt einer neuen Ära vor, der neuen Zeit, in der Jesus im

Glanz seiner Herrlichkeit kommen und sein Reich in der Welt

aufrichten wird.

 

Dann wird die ganze von der Knechtschaft der Sünde

und des Todes befreite Schöpfung den Glanz eines zweiten irdischen

Paradieses kennenlernen, in dem Gott bei euch sein und jede Träne

trocknen wird. Und es wird hier weder Tag noch Nacht sein, denn was

früher war, ist vergangen, und euer Licht wird jenes des Lammes und

des neuen Jerusalems sein, das aus dem Himmel auf die Erde

herabkam — bereit wie eine Braut für ihren Bräutigam

 

 

St. David, Maine (USA), 15. September 1990

Fest der schmerzhaften Muttergottes

 

DER SCHMERZ DER NEUEN GEBURT

»Vielgeliebte Söhne, heute vereinige ich euch mit dem

großen Schmerz eurer unbefleckten Mutter.

 

Ihr seid die Söhne meiner mütterlichen Vorliebe.

 

Ihr seid von mir erwählt worden, einen Teil meiner siegreichen Heerschar zu bilden.

 

Von meinem Plan als Mittlerin und als Miterlöserin seid ihr ein wichtiger Teil.

 

Mein Sohn Jesus wollte, daß ich unter dem Kreuz stehe, um meinen unbefleckten

Schmerz mit seinem ganzen göttlichen Leiden zu verbinden.

 

Er hat mein menschliches Leiden mit seinem vereinen wollen und mich

zuinnerst mit dem Geheimnis der Erlösung verbunden.

 

972

 

Er hat mich auf diese Weise berufen, wahre Miterlöserin zu sein.

 

Die Frucht meiner Miterlöserschaft ist meine geistige Mutterschaft.

 

Weil mein Sohn Jesus es gewollt hatte, bin ich unter dem

Kreuz in der Wiege eines so großen Leidens eure Mutter ge-worden, die

Mutter aller Erlösten, die Mutter der Kirche und der gesamten Menschheit.

 

Und diese mütterliche Funktion habe ich dadurch erfüllt, daß ich als wahre

Mutter während der ganzen irdischen mensch-lichen Geschichte immer bei

allen meinen Kindern war.

 

Keinen habe ich allein oder im Stich gelassen; keiner ist von mir

zurückgewiesen oder entfernt worden.

 

Allen bin ich immer als liebevolle und schmerzhafte Mutter i      nahe gewesen.

 

Ich habe die Leiden aller in meinem Herzen getragen.

 

Ich habe die Leiden der ganzen Kirche in meinem Herzen ge-tragen.

 

Ich habe die unermeßlichen Schmerzen der Armen und der an den Rand

Gedrängten, der Sünder und der Verzweifelten, der Fernstehenden und der

Atheisten, der Guten und der Schlechten, der Großen und der Kleinen, der Priester und der

Gläubigen, der Leidenden und der Kranken, der im Todes-kampf Liegenden

und der Sterbenden geteilt.

 

Ich bin die Mutter aller Schmerzen geworden.

 

In diesen Tagen der Reinigung und der großen Bedrängnis ist es meine

mütterliche Aufgabe, die großen Leiden der Kirche und der gesamten

Menschheit zu teilen.

 

Diese Leiden sind es, die die neuen Zeiten, das Entstehen der neuen Ära

vorbereiten.

 

973

 

Daher gibt es den Schmerz der neuen Geburt.

 

Und als Mutter bin ich heute zur Aufgabe berufen, im Schmerz die neue Menschheit hervorzubringen, die bereit ist, ihrem Herrn, der zu euch in Herrlichkeit wiederkommen "wird, zu begegnen.

 

Daher, mein kleiner Sohn, habe ich gewollt, daß du erneut hier in den

Vereinigten Staaten von Amerika bist und eine lange und mühsame Reise in viele

Länder beginnst, um Zönakel meiner Bewegung zu halten und alle in die sichere

Zufluchtstätte meines Unbefleckten Herzens zu bringen.

 

Auf diese Weise will ich dich mit meinem mütterlichen Werk der Miterlösung verbinden und lasse

dich immer mehr an meinen großen Schmerzen teilnehmen.

 

Sei daher du das Zeichen meiner mütterlichen Gegenwart und gib allen das Charisma meines

süßen Balsams.

 

Schenke den Fernen Hilfe, den Kranken Stärkung, den Schwachen Mut, den Kleinen Unterstützung, den Sündern Gnade, den Priestern Liebe, den Gläubigen Licht, den Entmutigten Hoffnung und allen großes Vertrauen.

 

Du wirst überall die größten Wundertaten sehen, denn die Zeit meiner mütterlichen

Miterlösung ist gekommen

 

 

St. Albert, Alberta (Kanada), 29. September 1990

Fest der Erzengel Gabriel, Raphael und Michael

 

DIE STUNDE DER MÄCHTIGEN ENGEL

 

»Ihr feiert heute das Fest der Erzengel Gabriel, Raphael

und Michael und ruft ihren Schutz an. In diesen Zeiten der großen Bedrängnis

lade ich euch ein, euer Leben in Einheit mit den Engeln des Herrn zu leben.

 

974

 

Heute haben sie euch gegenüber eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.

 

— Sie erleuchten euch den Weg, den ihr durchlaufen müßt, um der Weihe, die ihr an

mich gemacht habt, treu zu sein.

 

Es ist ein schwieriger und schmerzhafter Weg,

der von so vielen Widerständen gezeichnet ist und von vielen Hinterhalten

meines Widersachers bedroht wird.

 

Die Engel nehmen euch an der Hand und

führen euch auf dem Weg des Lichtes, der Liebe und der Heiligkeit.

 

— Sie geben euch Mut und Stärkung in so vielen Schwierigkeiten, die ihr ertragen müßt, und

sie unterstützen euch in eurer menschlichen Schwachheit.

 

Sie sind euch als wahre Brüder nahe, die sich euer menschliches Sein und euer Leben zu Herzen gehen lassen.

 

 — Sie verteidigen euch gegen die dauernden Angriffe des Satans, gegen

seine zahlreichen Hinterhalte, gegen die Widerstände, die er euch in den Weg

stellt.

 

Die große Schlacht, die nun gerade gekämpft wird, spielt sich vor allem auf

der Ebene der Geister ab: die bösen Geister gegen die guten Geister, die Engel.

 

Ihr seid in den Kampf, der sich zwischen Himmel und Erde, zwischen den

Engeln und Dämonen, zwischen dem heiligen Erzengel Michael und Luzifer

abspielt, verwickelt.

 

Den Engeln des Herrn ist die Aufgabe anvertraut, euer

menschliches Sein, das Leben der Kirche und das Wohl der ganzen Menschheit

zu verteidigen.

 

In dieser großen Nation, wo du dich gerade befindest, um

Zönakel zu halten, siehst du, wie die Menschheit, getäuscht von falschen

Geistern, auf der Straße des Bösen und einer großen Unmoral geht und wie selbst

die Kirche immer mehr

 

975

 

von den Irrtümern und den Sünden ausgehöhlt wird und Ge-fahr läuft,

den wahren Glauben wegen ihrer Trennung vom Papst und ihrer

Opposition gegen sein Lehramt zu verlieren. In diesen bösen Zeiten

müßt ihr viel zu den Engeln des Herrn beten.

 

Dies ist die Stunde der mächtigen Engel.

 

Es sind die mächtigen Engel, die alle meine Kinder im

ent-scheidenden Kampf zur endgültigen Niederlage Satans und für das

Kommen des herrlichen Reiches Christi im Triumph meines

Unbefleckten Herzens in der Welt geleiten

 

 

Quebec (Kanada), 7. Oktober 1990

Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz

 

MEIN GRÖSSTER SIEG

»An diesem Tag, an dem man das Datum eines meiner Siege feiert, der

mit der mächtigen Waffe des heiligen Rosenkranzes errungen wurde,

bist du daran, die Provinzen dieses von mir so geliebten Landes Kanada

zu besuchen und in diesem von meinem Widersacher so sehr bedrohten

und verwundeten Land die Priester und die Gläubigen, die mir geweiht

sind, in den Zönakeln des Gebetes und der Brüderlichkeit zu sammeln.

 

Heute will ich durch dich ein Wort des Vertrauens und der Hoffnung an

so viele meiner Kinder, die in dieser großen Nation leben, schenken.

 

— Mein Widersacher hat dieses Land auf sehr heftige Weise verletzt,

indem er so viele meiner armen Kinder auf die Straße des

Materialismus, der erbitterten Suche nach Genuß und Geld, des

Egoismus, des Stolzes und der Unreinheit gebracht hat.

 

976

 

Die Obszönität und die Unmoral verbreiten sich überall, besonders durch die

Presse und das Fernsehen, und so werden die Seelen der Kleinen und

Einfachen verdorben.

 

— Auch die Kirche ist hier durch die Verbreitung der Irrtümer, die zum

Verlust des wahren Glaubens führen, in besonderer Weise bedroht.

 

Die Hirten sind für diese schmerzhafte Situation verantwortlich, weil viele von

ihnen nicht mit Mut die Wahrheit verteidigen, oft schweigen und Mißbräuche

jeder Art zulassen, und so wird die Vollständigkeit des katholischen Glaubens

immer mehr bedroht.

 

Alle Bischöfe und Priester müssen zu einer größerer Einheit mit dem Papst

zurückkehren, zu ihm, den Christus als Fundament der Kirche und als unfehlbaren

Wächter seiner Wahrheit eingesetzt hat.

 

Jedoch mein großer Schmerz wird von einer immer größeren

Zahl meiner Kinder gelindert, die meine mütterliche Einladung annehmen,

Buße zu tun, sich meinem Unbefleckten Herzen zu weihen und überall die Zönakel des Gebetes, die mit mir zusammen durch das Beten des heiligen Rosenkranzes gehalten werden, zu verbreiten.

Verbreitet überall diese Zönakel als Strahlen des Lichtes, die herabsteigen, um

die Erde in diesen Tagen der großen Dunkelheit zu erleuchten.

 

Vermehrt vor allem die Familienzönakel als starke Verteidi-gung gegen alle

Übel, die heute die Familien zu zerstören i     drohen, wie die Spaltung, die

Ehescheidung, der Rückgriff auf die Mittel, um das Leben zu verhindern, und

die Abtreibungen, die immer mehr zunehmen und die vor dem Angesichte !    

Gottes nach Rache schreien.

 

Das geistige Zönakel meines Unbefleckten Herzens ist die Zufluchtstätte, in die ihr alle eintreten müßt, um das Geschenk des zweiten Pfingstens zu erlangen.

 

977

 

So könnt ihr mit der mächtigen Waffe des heiligen Rosenkran-zes noch

heute meinen größten Sieg in der Geschichte der Kirche und der ganzen

Menschheit erlangen

 

 

Mexikostadt (Mexiko), 13. Oktober 1990

Jahrestag der letzten Erscheinung in Fatima

 

ICH OFFENBARE MEIN GEHEIMNIS

 

»Heute gedenkt ihr meiner letzten Erscheinung, die in

Fatima an eben diesem Tag des Jahres 1917 stattfand und die durch das

Sonnenwunder bestätigt wurde.

 

Heute verkünde ich euch, daß die neue Kirche des Lichtes im Begriff ist, geboren zu werden, diese Kirche, die sich mein Sohn Jesus in allen Teilen der Welt heranbildet, damit sie be-

reit sei, ihn mit Glauben und Freude im nahen Augenblick seines

zweiten Kommens zu empfangen.

 

Das herrliche Reich Christi, das sich unter euch mit dem zweiten Kommen Jesu in die Welt errichten wird, ist nahe.

 

Es ist seine Wiederkunft in Herrlichkeit.

 

Es ist seine herrliche Wiederkunft, um unter euch sein Reich aufzurichten und die ganze

Menschheit, die mit seinem Kostbarsten Blut erlöst worden ist, in den

Stand ihres neuen irdischen Paradieses zurückzuführen.

 

Was sich vorbereitet, ist etwas so Großes, wie es seit der Schöpfung der Welt

noch nie da gewesen ist.

 

Bereitet euch mit Demut, mit Glauben und intensivem Gebet darauf vor.

 

Bereitet euch vor, indem ihr euch alle im geistigen Zönakel meines Unbefleckten Herzens sammelt.

 

Bereitet euch im Schweigen und in der Erwartung vor.

 

978

 

Ich offenbare mein Geheimnis nur dem Herzen der Kleinen, der Einfachen und

der Armen, weil diese es annehmen und daran glauben.

 

Darum ist Jesus im Begriff, in dieser Zeit machtvoll zu wirken, um seine Ankunft im Leben der

Einfachen, der Armen, der Reinen und der Kleinen vorzubereiten.

 

Mit einer kleinen Zahl dieser kleinen Kinder wird der Herr auf der Erde sein herrliches

Reich der Liebe, der Heiligkeit und des Friedens schnell errichten.«

 

 

Dallas, Texas (USA), l. November 1990

Fest Allerheiligen

 

DAS PARADIES WIRD SICH MIT DER ERDE VEREINEN

»Schaut heute auf das Paradies, wo so viele eurer Brüder und

Schwestern angekommen sind, um an der Freude ohne Ende in der seligen

Ewigkeit teilzunehmen.

 

Dieses Fest muß für euch Grund zur Freude, zur Hoffnung und zur Stärkung sein.

 

 — Eine Freude sei für euch die Sicherheit, daß

die Heiligen des Himmels das Licht ihrer Glückseligkeit auf euch strahlen

lassen, um euch zu helfen, auf der Erde zur vollkommenen Verherrlichung der

Heiligsten Dreieinigkeit zu leben.

 

Auf diese Weise — auch wenn ihr noch hier auf der Erde seid — nehmt ihr an der Erfahrung der Heiligen selbst teil. Und so lebt ihr mit dem Herzen und der Seele im Paradies und er-freut euch an dieser paradiesischen Glückseligkeit in kleinem Ausmaß.

 

979

 

— Grund zur Hoffnung muß für euch die Tatsache sein, daß euch viele in das

himmlische Reich vorausgegangen sind, nachdem sie den gleichen Weg wie ihr

gegangen sind, die gleichen Leiden ertragen und die gleichen Schwierigkeiten

wie ihr erfahren haben.

 

 Geht also nun mit Kraft voran, und laßt euch niemals auf

eurem Weg der vollkommenen Beobachtung des Gesetzes Gottes, der Ausübung

aller christlichen Tugenden und eurer täglichen Lebensgemeinschaft mit dem

euchanstischen Jesus, der euch auf dem Weg der Heiligkeit führt, entmutigen.

 

— Eine große Stärkung sei für euch alle die Sicherheit, daß die Heiligen euch

mit ihren Gebeten unterstützen und euch nahe sind, um euch in den

Betrübnissen zu trösten, euch Kraft in den Schwierigkeiten zu geben und auch,

um die Widerstände, die ihr auf eurem Weg vorfindet, zu entfernen und euch

schließlich die Hinterhalte, die euch mein und euer Widersacher stellt,

überwinden zu helfen.

 

In der Stunde der großen Bedrängnis wird sich das

Paradies mit der Erde vereinen. Bis zu dem Augenblick, da sich das leuchtende

Tor öffnen wird, um die herrliche Gegenwart Christi auf die Welt herabsteigen

zu lassen. Christus wird sein Reich aufrichten, wo der göttliche Wille wie im

Himmel, so auf Erden, auf vollkommene Weise erfüllt werden wird

 

 

Malvern, Pennsylvania (USA), 15. November 1990

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit drei Bischöfen und 250 Priestern der MPB

von den USA und Kanada

 

DIE STUNDE DER GROSSEN PRÜFUNG

»Vielgeliebte Söhne, heute will ich euch mitteilen, welche Freude und Stärkung

mein Unbeflecktes Herz empfindet, wenn ich sehe, wie ihr in diesen euren

geistlichen Exerzitien,

 

980

 

die ihr in Form eines dauernden Zönakels macht, so zahlreich versammelt seid.

 

Ihr seid von fast allen Staaten dieser eurer Nation gekommen, von Kanada und

von ändern Ländern in Lateinamerika.

 

Ihr vereinigt euch im Gebet, das ihr mit

mir verrichtet: Ihr betet den ganzen Rosenkranz, ihr hört auf meine Worte, ihr

haltet feierlich die Stunde der eucharistischen Anbetung und konzelebriert die

heilige Messe, die immer von einem Bischof präsidiert wird. Dabei erneuert ihr

euren Weiheakt an mein Unbeflecktes Herz.

 

Ihr wolltet auch eure Liebe und Sühne gegenüber Jesus, der in der heiligsten Eucharistie gegenwärtig ist, mit eurer nächtlichen Anbetung intensivieren, die mir so sehr gefällt und von mir

gesegnet ist, weil sie dem eucharistischen und priesterlichen Herzen Jesu so viel Stärkung und Freude gibt.

 

Nun verkündige ich euch, daß jetzt die Stunde der großen Prüfung gekommen ist.

 

- Die große Prüfung ist für eure Nation gekommen.

Wie viele Male habe ich als besorgte und schmerzensreiche Mutter

meine Kinder einladen wollen, den Weg der Bekehrung und der Rückkehr zum

Herrn zu gehen.

 

Man hat auf mich nicht gehört.

 

Ihr seid auf der Straße der Zurückweisung Gottes und seines Gesetzes der Liebe weitergegangen. Die Sünden der Unreinheit haben sich immer mehr verbreitet und die Unmoral hat

sich wie ein Meer, das alles bedeckt, ausgeweitet. Man hat die unkeusche, gegen

die Natur gerichtete Sünde der Homosexualität gerechtfertigt. Man hat den

Zurückgriff auf die Mittel, um das Leben zu verhindern, verallgemeinert, und die

Abtreibungen, diese Tötungen von unschuldigen Kindern, die vor dem

Angesichte Gottes nach Rache schreien und in jedem Teil dieses eures

Vaterlandes ausgeführt werden, verbreitet.

 

981

 

Der Augenblick der göttlichen Gerechtigkeit und der großen Barmherzigkeit

ist nun gekommen.

 

Ihr werdet die Stunde der Schwäche und der Armut

kennenlernen, die Stunde des Leidens und der Niederlage, die reini-gende

Stunde des großen Strafgerichtes.

 

— Die große Prüfung ist für eure Kirche

gekommen. Man hat weiterhin die Irrtümer verbreitet, die zum Verlust des

Glaubens geführt haben. Viele Hirten waren weder aufmerksam noch

wachsam und haben es zugelassen, daß sich so viele als Lämmer verkleidete

reißende Wölfe in die Herde eingeschlichen haben, um Unordnung und

Zerstörung zu bringen.

 

Wie groß ist eure Verantwortung, ihr Hirten der

heiligen Kirche Gottes!

 

Man geht weiterhin auf der Straße der Abspaltung vom Papst und der Zurückweisung seines Lehramtes, ja man bereitet sogar auf verborgene Weise ein wahres Schisma vor, das schnell offenkundig und ausgerufen werden könnte.

 

Dann wird nur mehr ein kleiner treuer Rest verbleiben, den ich im Garten meines Unbefleckten Herzens bewachen werde.

 

- Die große Prüfung ist für die ganze Menschheit gekommen.

 

Das von mir in Fatima vorausgesagte Strafgericht ist daran zu kommen. Es ist in jenem Teil

des Geheimnisses enthalten, das euch noch nicht enthüllt worden ist.

 

Der große Augenblick der göttlichen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit ist über

die Welt gekommen.

 

Deshalb habe ich gewollt, daß ihr hier seid.

 

Ihr müßt die Apostel dieser letzten Zeiten sein.

 

Geht überall hin und verkündet mit Stärke und Mut das Evangelium Jesu.

 

982

 

Geht auf dem Weg der Geringschätzung der Welt und von euch selbst.

 

Erleuchtet die Erde in dieser Zeit der großen Finsternis. Laßt den Lichtstrahl

eures Glaubens, eurer Heiligkeit und eurer

Liebe auf die Welt leuchten.

 

Ihr seid auserwählt worden, um mit Mut gegen die Stärke des-jenigen zu

kämpfen, der sich Christus widersetzt, um am

Ende meinen größten Sieg zu erreichen.

 

Verlaßt dieses Zönakel mit Vertrauen. Geht mit Freude und in einer großen

Hoffnung.

 

Ich bin mit euch.

 

Ich offenbare mich durch euch.

 

Ich werde Wunder in euch vollbringen, damit alle mein Licht sehen und meine mütterliche Gegenwart wahrnehmen können.

 

Mit euren Lieben, mit den Seelen, die euch anvertraut sind

segne ich euch alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

 

Sao Paolo (Brasilien), 8. Dezember 1990

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

 

ÖFFNET DIE HERZEN FÜR DIE HOFFNUNG

 

»Betrachtet mich heute im Glanz meiner Unbefleckten Empfängnis

Laßt euch vom Licht meiner Gnade, meiner Heiligkeit und meiner jungfräulichen

Schönheit einhüllen.

 

Meine vielgeliebten und mir geweihten Kinder, entsprecht

meinem Plan und tretet alle schnellstens in das geistige Zönakel meines

Unbefleckten Herzens ein.

 

983

 

 

—Mein Unbeflecktes Herz ist der himmlische Garten, in dem ich

euch sammeln will, um euch zur vollkommenen Verherr-

lichung der Heiligsten Dreieinigkeit in diesen Zeiten des Ab-

falls aufzuopfern.

 

 — Mein Unbeflecktes Herz ist die sichere

Zufluchtstätte, die ich für euch bereitet habe, damit ihr in

Heiterkeit die schmerzhaften Augenblicke der großen

Bedrängnis leben könnt.

 

— Mein Unbeflecktes Herz ist der

leuchtende Weg, der euch zur freudigen Begegnung mit Jesus

führt, der daran ist, in Herrlichkeit zu euch wiederzukommen.

 

Entsprecht also meiner drängenden Aufforderung, die ich an

euch ergehen lasse, sowohl durch mein Werk der Marianischen

Priesterbewegung als auch durch diesen meinen kleinen Sohn,

den ich weiterhin in alle Teile der Welt führe, um alle zur

Weihe an mein Unbeflecktes Herz zu bringen.

 

Nehmt auf diese Weise an meinem mütterlichen Plan teil, der darin besteht, die

Herzen und die Seelen zu bereiten, um den Herrn, der kommt,

zu empfangen.

 

— Ich bin von der Heiligsten Dreieinigkeit

erwählt worden, die Mutter des Wortes zu werden, das in

meinem jungfräulichen Leib Mensch geworden ist, und so

habe ich euch meinen Sohn Jesus geschenkt.

 

Sein erster Advent unter euch hat sich in der Armut, in der Demut und im Leiden

abgespielt, denn Jesus hat die Begrenztheit, das Elend und die

Schwäche eurer menschlichen Natur annehmen wollen.

 

Damals hat sich mein mütterliches Wirken in der Stille, im Gebet, in der

Verborgenheit und in der Demut erfüllt.

 

984

 

— Ich bin von der Heiligsten Dreieinigkeit erwählt worden, die Mutter des

zweiten Advents zu werden, und so besteht meine mütterliche Aufgabe darin,

die Kirche und die ganze Menschheit vorzubereiten, um Jesus, der zu euch in

Herrlichkeit wiederkommt, aufzunehmen.

 

Dieses sein zweites Kommen wird

im Licht seiner Gottheit geschehen, weil Jesus im Glanz seines Königtums auf

den Wolken des Himmels wiederkommen und sich die Völker und Nationen

der Erde untenan machen wird, und alle seine Fein-de unter dem Thron seiner

universalen Herrschaft zunichte gemacht sein werden.

 

So wird sich mein mütterliches Wirken in diesen letzten Zeiten in offenkundiger und immer

stärkerer Weise vollziehen und mein Licht wird in allen Teilen der Erde

leuchten. Daher offenbare ich mich heute überall durch meine zahlreichen

Erscheinungen und meine außergewöhnlichen Kundgebungen.

 

Mein Reich der Liebe, das ich in den Herzen und in den Seelen errichte, ist der Weg, der das

herrliche Reich Christi vorbereitet.

 

Der Triumph meines Unbefleckten Herzens

wird mit dem zweiten Kommen Jesu in Herrlichkeit zusammenfallen und er

wird alles neu machen.

 

So hört alle auf meine Stimme und folgt dem unbefleckten Licht meiner jungfräulichen Schönheit für die Begegnung mit dem göttlichen Glanz Christi.

 

 Öffnet die Herzen für die Hoffnung.

 

Das zweite Kommen Christi ist nahe.

 

Die Zeichen, die er selbst euch gegeben hat, um euch

darauf vorzubereiten, ihn in diesen euren Zeiten zu empfangen, sind alle im

Begriff, sich zu verwirklichen.

 

985

 

Öffnet die Herzen für die Hoffnung.

 

Lebt im Frieden des Herzens und im Gebet.

 

Lebt im Glauben und in der Freude.

 

Lebt in der Gnade und in der Reinheit.

 

Lebt in der Liebe und in der Heiligkeit, denn Jesus Christus, unser

Erlöser, unser Heiland und unser König, ist daran, zu euch in der Herrlichkeit

seines verherrlichten Leibes zu kommen.«

 

 

Dongo (Como), 24. Dezember 1990

Heilige Nacht

 

NEHMT DIE PROPHETISCHEN ANKÜNDIGUNGEN AN

 

»Lebt mit mir, vielgeliebte Söhne, die wertvollen Stunden, die der Geburt

meines göttlichen Kindes vorangehen.

 

Es ist Heilige Nacht.

 

Verbringt sie mit mir: in der Stille, in der Betrachtung, im Gebet und im Frieden.

 

Nehmt teil an der Freude meines Unbefleckten Herzens, das sich öffnet, um der Welt den

Erlöser und Heiland zu schenken.

 

Seit wie vielen Jahrhunderten wurde dieses Ereignis erwartet! Die Verheißung seines Kommens stieg wie eine Fackel herab, um den dunklen Ablauf der Zeit und der Geschichte zu er-leuchten.

 

Die Propheten sagten diesen Augenblick voraus; die Gerech-ten erwarteten ihn mit

Glauben; die Armen erhofften ihn mit brennender Erwartung; der Geist bereitete

die Herzen und die Seelen auf seine Ankunft vor.

 

986

 

Im Erflehen dieses unaussprechlichen Momentes starben alle

Heiligen und Gerechten Israels.

 

In dieser Heiligen Nacht wird die Erwartung der Jahrhun-derte abgeschlossen,

denn das ewige Wort des Vaters wird -wahrend das Schweigen alles umhüllt -

in seiner Menschheit geboren und es wird unser Bruder.

 

Er wird unter so viel Armut in einer Grotte geboren von allen zurückgewiesen,

und von mir, seiner jungfräulichen Mutter und von memem relnsten Bräutigam

Josef wird er mit Liebe und Zärtlichkeit aufgenommen und durch die

himmlischen Stimmen der Engel und durch die Gegenwart der Kleinen der

Armen, der Einfachen und jener, die reinen Herzens sind wird er erfreut.                                      

 

Vielgeliebte Söhne, lebt auch ihr mit mir das freudenreiche Geheimnis dieser

Weihnacht.

 

Umgebt die schmucklose Krippe mit eurer priesterlichen Liebe.

 

Sühnt die Zurückweisung der vielen Menschen mit der Fülle der Heiligkeit und des treuen

Zeugnisgebens. Küßt mit mir seine zarten Glieder und danken wir zusammen dem

himmlischen Vater für seinen eingeborenen Sohn, der uns allen heute geschenkt

wird.

 

Und bereitet euch alle auf seine zweite Weihnacht vor.

 

Noch bedeckt das Eis der Sünde das Leben der Menschen und der Völker. Die Finsternis der Irrtümer durchzieht die ganze Welt. Die Zurückweisung Gottes und seines Gesetzes der

Liebe wird zur Norm des menschlichen Lebens erhoben.

 

Der Haß die Unreinheit, der Egoismus, die Entzweiung und die Gefahr eines neuen und furchtbaren

Krieges, die gerade heute konkreter wird und näher kommt, verbreiten sich.

 

987

 

Ihr seid in die Zeit eingetreten, die euch vorausgesagt worden ist. Ihr seid in

die letzten Zeiten eingetreten.

 

Nehmt nun die prophetischen Ankündigungen an, die euch diese seine zweite Weihnacht auf vielerlei Weise als nah bevorstehend aufgezeigt haben.

 

Öffnet eure Seelen für das Vertrauen und für die

Hoffnung und hört mit Freude meine prophetische Ankündigung, auch wenn

noch die tiefe Nacht auf die Welt herabgesunken ist und so viel Eis die Herzen

der Menschen ausgetrocknet hat.

 

Als Mutter des zweiten Advents bereite ich euch auf seine neue Weihnacht vor. Daher bin ich daran, in allen Teilen der Welt die Heerschar der Kleinen, der Armen, der Demütigen und derer, die

reinen Herzens sind, heranzubilden, um auf diese Weise eine wertvolle Wiege

für Jesus, der zu euch in Herrlichkeit wiederkommen wird, vorzubereiten.«

 

 

Rubbio (Vicenza), 31. Dezember 1990

Letzte Nacht des Jahres

 

DIE TROPFEN MEINER TRÄNEN

»Vereinigt euch

mit mir im Gebet der Anbetung und der Sühne, um die letzten Stunden dieses

Jahres, das nun zu Ende geht, in einem Akt tiefer Fürbitte zu verbringen.

 

Betet, um die Rettung dieser Welt zu erbitten, die nun den Boden der

Gottlosigkeit und Unreinheit, der Ungerechtigkeit und des Egoismus, des

Hasses und der Gewalt, der Sünde und des Bösen berührt hat.

 

Wie viele Male und auf wie vielerlei Weise bin ich persönlich eingeschritten, um euch zur

Bekehrung und zur Rückkehr zum Herrn eures Friedens und eurer Freude

einzuladen.

 

988

 

Das ist der Grund meiner zahlreichen Erscheinungen und der Botschaften, die ich

euch durch diesen meinen kleinen Sohn und durch mein Werk der Marianischen

Priesterbewegung, die ich selbst in jedem Teil der Welt verbreitet habe, schenke.

 

Als Mutter habe ich euch wiederholt den Weg gewiesen, den ihr durchlaufen

müßt, um zu eurer Rettung zu gelangen.

 

Aber man hat auf mich nicht gehört.

 

Man geht weiterhin auf der Straße der Zurückweisung Gottes und seines Gesetzes der

Liebe.

 

Die zehn Gebote des Herrn werden dauernd und öffentlich verletzt.

 

Man respektiert nicht mehr den Tag des Herrn, und sein heiligster Name wird immer

mehr verhöhnt.

 

Das Gebot der Nächstenliebe wird jeden Tag verletzt: durch den

Egoismus, Haß und Gewalttätigkeit und durch die Spaltung, die in die Familien

und in die Gesellschaft eingedrungen ist, und durch die heftigen und blutigen

Kriege zwischen den Völkern der Erde.

 

Die Würde des Menschen, der ein freies Geschöpf Gottes ist, wird von den Ketten einer inneren Sklaverei erdrosselt, die ihn zum Opfer der ungeordneten Leidenschaften, der Sünden und der Unreinheit macht.

 

Für diese Welt ist nun der Augenblick ihrer Züchtigung gekommen. Ihr

seid in die intensiven Zeiten der Reinigung und der Leiden, die für alle zunehmen

werden müssen, eingetreten. Auch meine Kirche muß von den Übeln gereinigt

werden, die sie getroffen haben und sie die Augenblicke des Todeskampfes und

ihres schmerzhaften Leidens erleben lassen.

 

989

 

Wie sehr hat der Abfall wegen der Irrtümer, die sich nun verbreitet haben und

vom größten Teil der Menschen ohne irgend einen Widerstand angenommen

werden, um sich gegriffen.

 

Der Glaube vieler ist erloschen.

 

Die begangene, gerechtfertigte und nicht mehr gebeichtete Sünde macht die Seelen zu Sklaven

des Bösen und des Satans.

 

In welch erbärmlichen Zustand ist diese meine geliebteste Tochter herabgesunken!

 

Betet mit mir in diesen letzten Stunden des Jahres, das nun zu Ende geht. Während seines Verlaufes bin ich noch viele Male eingeschritten, um vom Herrn die Gabe seiner göttlichen Barmherzigkeit

zu erlangen.

 

Jedoch die Zeit, die euch erwartet, ist jene, in der sich die

Barmherzigkeit mit der göttlichen Gerechtigkeit für die Reinigung der Erde

vereinigen wird.

 

Erwartet das neue Jahr nicht mit Getöse, mit Schreien und

Freudenrufen.

 

Erwartet es in dem intensiven Gebet desjenigen, der noch das

ganze Böse und die Sünde der Welt sühnen will.

 

Die Stunden, die ihr zu erleben im Begriff seid, zählen zu den schwersten und schmerzhaftesten.

 

Betet, leidet, opfert und sühnt zusammen mit mir, die ich die Mutter der Fürsprache und der

Sühne bin.

 

So werdet ihr, meine vielgeliebten und meinem Herzen geweihten

Kinder, in diesen letzten Stunden des Jahres die Tropfen meiner Tränen werden,

die auf die unermeßlichen Schmerzen der Kirche und der ganzen Menschheit

herabfließen, während ihr in die intensive Zeit der Reinigung und der großen

Bedrängnis eintretet

 

990

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