DonGobbi Einsprechungen

 

1989

 

KOMM, HERR JESUS

 

 

Dongo (Como), l. Januar 1989

Hochfest der Gottesmutter Maria

 

KOMM, HERR JESUS

»Ich bin eure unbefleckte Mutter, die euch zu Jesus führt und euch den Frieden bringt.

 

Heute freut sich die ganze Kirche und betrachtet das unaussprechliche Geheimnis meiner göttlichen und allumfassenden Mutterschaft.

 

Zu Beginn dieses neuen Jahres, das von einer

Aufeinanderfolge schwerwiegender und bedeutungsvoller Ereignisse gekennzeichnet sein

wird, richtet ihr euer Augenmerk besonders auf mich als die Mutter der Hoffnung und die

Königin des Friedens.

 

In der Zeit der großen Bedrängnis, die ihr nun durchlebt, wird

meine mütterliche Anwesenheit immer stärker und außer-ordentlicher werden.

 

Je größer und allumfassender die Herrschaft meines Widersachers, des feuerroten Drachens,

werden wird, desto größer und allumfassender wird auch die siegreiche Anwesenheit der

mit der Sonne bekleideten Frau werden.

 

Daher seid ihr nun in eine Zeitperiode eingetreten,

die von meiner starken Gegenwart unter euch gekennzeichnet ist und durch

außerordentliche Ereignisse allen offenkundig werden wird.

 

Ich bin eure zartfühlende Mutter, die die Aufgabe hat, euch zu Jesus, eurem Herrn und eurem Erlöser, zu führen.

 

In diesen Jahren, die euch noch vom Ende dieses Jahrhunderts trennen, werde ich auf jede

erdenkliche Weise wirken, damit das Reich Jesu unter euch errichtet und der Herr Jesus

von allen geliebt und verherrlicht werden kann.

 

871

 

- Komm, Herr Jesus, durch die göttliche Gnade, die Liebe und     ^ die Heiligkeit in

das Leben jedes einzelnen.

 

Ich werde auf sehr starke Weise wirken, um euch alle,

die ihr meinem Unbefleckten Herzen geweiht seid, zu einer großen Heiligkeit zu

bringen, damit Jesus in eurem Leben immer     ( mehr leben, aktiv werden und

leuchten kann.

 

- Komm, Herr Jesus, in die Familien, um ihnen zu helfen, den     j

Weg der Gemeinsamkeit, der gegenseitigen Liebe, der voll-     j kommenen Einheit

und einer gänzlichen Verfügbarkeit für    \ das Geschenk des Lebens

wiederzuentdecken.

 

- Komm, Herr Jesus, in die Nationen, die es so nötig haben, zu

einer Gemeinschaft zurückzukehren, die für das geistige und materielle Wohl aller,

besonders der Kleinen, der Bedürftigen, der Kranken, der Armen und der

Ausgestoßenen offen ist.

 

Das Kommen des Reiches Jesu, der euch in eine neue Ära

der großen Brüderlichkeit und des Friedens einführen wird, bereitet sich für euch

vor.

 

Darum lade ich euch alle heute am Anfang eines sehr wichtigen Zeitabschnittes

ein, weil sich in diesem ein von mir selbst entworfener und fertiggestellter Plan

verwirklichen wird, euch mit dem Gebet zu verbinden, das eure himmlische Mutter

— vereint mit dem Heiligen Geist, ihrem göttlichen Bräutigam — jeden Tag an den

Vater richtet: ,Komm, Herr Jesus.

 

Erst wenn Jesus sein Reich unter euch gebracht

haben wird, wird sich die ganze Menschheit endlich des großen Geschenkes des

Friedens erfreuen können

 

872

 

 

Mailand, 2. Februar 1989

Darstellung des Jesuskindes im Tempel

 

ICH BRINGE EUCH ZU JESUS

»Vielgeliebte Söhne, lebt mit Freude das Geheimnis der Darstellung des

Jesuskindes im Tempel von Jerusalem und laßt euch mit Fügsamkeit auf

meinen Mutterarmen tragen.

 

Vierzig Tage nach seiner Geburt gehe ich,

die Vorschrift des Gesetzes erfüllend, zusammen mit meinem keuschesten

Bräutigam Josef zum Tempel hinauf, um meinen erstgeborenen Sohn

dem Herrn darzustellen und die Opfervorschrift für seinen Loskauf zu

erfüllen.

 

Mit welcher Liebe schließe ich das Jesuskind in meine mütter-

lichen Arme! Und mit welcher Gefügigkeit und kindlichem Vertrauen läßt

sich das kleine Kind von mir tragen, während ich es mit unermeßlicher

Zartheit an mein Herz drücke.

 

Und von seiner Mutter getragen,

aufgeopfert und dargebracht, tritt Jesus in die Herrlichkeit seines Tempels

ein.

 

Jesus tritt in den Tempel von Jerusalem ein, denn für ihn, den

Messias, den Herrn und Erlöser, ist er erbaut und geheiligt worden.

 

Jesus

kommt in der Pracht seiner Herrlichkeit und nimmt seine göttliche

Wohnung in Besitz.

 

Jesus zeigt sich im Glanz seines Lichtes zur

Erleuchtung aller Völker.

 

Jesus ist als Zeichen des Widerspruches, zur

Rettung und zum Verderben vieler in Israel angekündigt.

 

Jesus ist von den

Armen des greisen Simeon als der seit Jahr-hunderten erwartete Messias

und als Erlöser seines Volkes auf-genommen worden.

 

Und im Geheimnis seiner Mission ist zutiefst der Ablauf

 

873

 

meiner mütterlichen Aufgabe eingefügt: ,Dir, o Mutter, wird ein

Schwert durch die Seele dringen.'

 

Denn es ist meine Aufgabe als

Mutter, Jesus zu euch und euch alle zu Jesus zu bringen.

 

Ich bin der Weg, den ihr gehen müßt, wenn ihr zu eurem Herrn und Erlöser

gelangen wollt.

 

Ich bringe euch zu Jesus.

 

- Ich bringe euch zu Jesus, eurer Wahrheit.

 

Das ist der Grund, warum ich in dieser Zeit, in der sich

viele vom Glauben entfernen, um den Irrtümern zu folgen, mit meinen

zahlreichen und außerordentlichen Offenbarungen eingreife, um euch

alle zur vollen Wahrheit des Evangeliums zu führen. Seid nur gelebtes

Evangelium, damit auch ihr das Licht der Wahrheit weitergeben könnt.

 

- Ich bringe euch zu Jesus, eurem Leben.

 

Das ist der Grund, warum

ich euch in der heutigen Zeit, in der viele in die Finsternis der Sünde

und des Todes fallen, mit meiner starken Gegenwart unter euch helfe,

in der Gnade Gottes zu leben, damit auch ihr am Leben des Herrn Jesus

selber teilnehmen könnt.

 

In dieser finsteren Zeit der großen Bedrängnis

könnt ihr euch schwerlich den arglistigen Fallen entziehen, die mein

Wider-sacher euch stellt, wenn ihr euch nicht von meinen Armen mit

kindlicher Hingabe und großer Fügsamkeit tragen laßt.

 

Seine Verführungen sind derart gefährlich und scharfsinnig, daß man ihnen

fast nicht mehr entkommen kann. Ihr lauft große Gefahr, in die

Verführung zu fallen, die euch mein Widersacher bereitet, um euch von

Jesus und von mir zu entfernen.

 

Alle können seinem Betrug verfallen.

 

874

 

Da fallen die Priester und auch die Bischöfe.

Da fallen die Gläubigen und auch die Gottgeweihten.

Da fallen die Einfachen und auch die Gelehrten.

Da fallen die Schüler und auch die Lehrer.

Niemals fallen aber jene, die — wie kleine Kinder —

sich meinem Unbefleckten Herzen weihen und sich auf meinen mütterlichen

Armen tragen lassen. Jetzt wird der Kirche und der Welt immer klarer erscheinen,

daß die kleine Herde, die in diesen Jahren des großen Abfalls Jesus und seinem

Evangelium treu bleiben wird, ganz im mütterlichen Gehege meines Unbefleckten

Herzens behütet sein wird.

 

- Ich bringe euch zu Jesus, eurem Weg.

 

So werdet ihr von ihm zu eurem himmlischen Vater geführt. Jesus ist das vollkommene Ebenbild

des Vaters; er ist sein ein-geborener Sohn, er ist das mit ihm wesensgleiche Wort;

er ist der Widerschein seiner Schönheit; er ist die Offenbarung sei-ner Liebe.

 

Jesus und der Vater sind eins.

 

Vom Vater ist euch durch den Sohn als Geschenk der Geist

der Liebe gegeben, damit auch ihr in das wundervolle Geheimnis dieser göttlichen

Einheit eindringen könnt.

 

Wenn Jesus euer Weg wird, gelangt ihr in die Arme

seines und eures himmlischen Vaters.

 

Wenn ihr mit Jesus geht, verwirklicht ihr mit

jener Liebe und Fügsamkeit, mit der Jesus immer den Willen des Vaters getan hat,

den göttlichen Willen in eurem Leben.

 

Und so lebt ihr mit dem Vertrauen und der

Hingabe der kleinen Kinder, die sich alles erwarten und jede Sache als Geschenk

der Liebe ihres Vaters, der im Himmel ist, annehmen.

 

875

 

Dann kann ich, eure himmlische Mutter, euch jeden Tag auf dem Altar meines

Unbefleckten Herzens zum Tempel der Herrlichkeit und des Lichtes des Herrn

bringen.

 

So kann ich euch im Leben zur vollkommenen Verherrlichung der

Heiligsten Dreieinigkeit darbringen und durch euch überall das Licht ihres

göttlichen Glanzes verbreiten.

 

Wenn dieses Licht die ganze Welt erleuchtet und

umgewandelt haben wird, wird Jesus in Herrlichkeit zu euch kommen, um sein

Reich zu errichten

 

 

Dongo (Como), 23. März 1989

Gründonnerstag

 

JESUS KOMMT

 

»Vielgeliebte Söhne, heute ist euer Ostern.

 

Lebt es in der Vertrautheit des Lebens mit Jesus, eurem Bruder, der euch

persönlich an der Ausübung seines höchsten und ewigen Priestertums beteiligt

hat.

 

Lebt ihr in der Liebe zu ihm?

 

Wie sehr hat euch Jesus geliebt!

 

— ,Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur

Vollendung.'

 

— ,Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses

Paschamahl mit euch zu essen.'

 

Wie sehr liebt euch Jesus!

 

Noch immer erneuert er jeden Tag das Geschenk seines letzten Abendmahles,
seines auf Kalvaria vollendeten Opfers.

 

Ihr seid ein wichtiger Teil dieses seines Liebesplanes. Heute

seid ihr um eure Bischöfe vereint, um die Versprechen zu erneuern, die ihr im

Augenblick der Priesterweihe gemacht habt. 876

 

Erneuert sie mit Freude und Vertrauen.

 

Erneuert sie mit Liebe zum Zeichen tiefer Dankbarkeit zu dem, der euch

erwählt hat.

 

Jesus kommt jeden Tag durch euch, seine Priester und Söhne meiner

mütterlichen Vorliebe.

 

—Jesus kommt durch euer Wort, das die Worte seines Evange-liums der

Rettung in jeder Sprache und zu allen Menschen wiederholt:

 

,Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evan-gelium allen

Geschöpfen.'

 

—Jesus kommt durch euer priesterliches Wirken, das darin be-steht, alle zu

ihm, eurem Erlöser und Heiland, zu führen.

 

,Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet.' .     

 

— Jesus kommt durch das

eucharistische Opfer, das das von ihm auf Kaivaria vollbrachte Opfer

erneuert, um heute weiter-hin mit seinem göttlichen Blut alle Sünde und alles

Böse derWelt abzuwaschen.

 

,Tut dies zu meinem Gedächtnis.'

 

—Jesus kommt durch das Sakrament der Versöhnung, das alle

Sünder in das Haus seiner barmherzigen Liebe zurückbringt.

 

Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben.'

 

—Jesus kommt durch die Sakramente, deren Diener ihr seid, und durch eure

Person, die das Licht seiner dauernden Gegen-wart widerspiegeln muß.

 

,Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.'

 

An diesem eurem Tag, dem Gründonnerstag, bitte ich jeden einzelnen von

euch, allen die Freude seiner göttlichen Gegen-wart unter euch zu schenken.

 

877

 

Dann erleuchtet ihr die Erde in der unermeßlichen Finsternis, die noch alles

einhüllt, mit dem Licht Jesu Christi, der durch euch heute noch kommt

 

 

Dongo (Como), 24. März 1989

Karfreitag

BLEIBT MIT JESUS AM KREUZ

 

»Ich bin hier mit dem Apostel

Johannes, der euch alle verkörpert, meine vielgeliebten Söhne, unter dem Kreuz,

auf dem nun mein Sohn Jesus die blutigen Stunden seines entsetzlichen

Todeskampfes durchlebt.

 

Jedesmal durchdringt sein schmerzvolles Stöhnen wie

ein Schwert meine schmerzerfüllte Seele.

 

Jeder Tropfen seines Leidens wird im

offenen Kelch meines Unbefleckten Herzens gesammelt.

 

Ich bin hier, ein wenig Liebe und Mitleid zu suchen, um es aufzuopfern,
den großen Durst Jesu, der mit

dem Tod ringt, zu erleichtern.

Ich bitte um ein wenig Liebe, aber rings um uns gibt

es nur unmenschliche Bosheit, abgrundtiefen Haß, Schreien und

Gotteslästerungen, die aus dem Herzen und von den Lippen derer kommen, die bei

seiner Hinrichtung zugegen sind.

 

Und dazwischen ein Schrei, der mein Herz

durchdringt, der es verwundet und es aus unsagbarem Schmerz bluten läßt.

 

,Steig herab vom Kreuz!

 

Wenn du Gottes Sohn bist, hilf dir selbst. Steig herab vom

Kreuz und wir werden an dich glauben.'

 

Doch mein Sohn ist geboren worden, ist

aufgewachsen und hat gelebt, um dieses Kreuz zu besteigen; um das gefügige

Lamm zu werden, das zahm zur Schlachtung geführt wird.

 

878

 

Er ist das wahre Lamm Gottes, das alle Sünden der Welt hinwegnimmt.

 

Ich muß ihm heute mit meiner Anwesenheit als Mutter helfen, am Kreuz zu bleiben,

damit sich der Wille des Vaters vollzieht und ihr durch ihn erlöst und gerettet

werden könnt.

 

— Bleib, o mein Sohn, am Kreuz: ich bin hier, um dir zu helfen,

dich auf deinem Galgen hinzustrecken, zu leiden und zu sterben.

 

— Bleib, o mein Sohn, am Kreuz: nur so rettest du uns; nur so ziehst du die ganze Welt an

dich.

 

Deshalb bist du aus dem Schoß des Vaters in meinen jungfräulichen,

mütterlichen Schoß herabgekommen.

 

Deshalb habe ich dich neun Monate in

meinem Schoß getragen und dir Fleisch und Blut für deine menschliche Geburt

geschenkt.

 

Deshalb bist du von mir in Betlehem geboren worden und bist wie

jeder Mensch im Rhythmus deiner menschlichen Entwicklung gewachsen.

 

Deshalb hast du dich während deiner Kindheit wie eine Blume geöffnet und dich

in der Kraft deiner Jugend geformt.

 

Deshalb hast du die Last der täglichen Arbeit

in dem armen Haus in Nazaret getragen und bist täglich von mir, deiner zärt-

lichen Mutter, mit der wertvollen Hilfe deines gesetzlichen Vaters Josef betreut

worden.

 

Deshalb hast du die drei mühevollen Jahre deines öffentlichen Lebens

verbracht, das Evangelium der Rettung verkündet, die Kranken geheilt, den

Sündern vergeben und die Tore des Reiches den Armen, den Kleinen, den

Demütigen und den Unterdrückten geöffnet.

 

Deshalb hast du das Urteil und die Verurteilung des religiösen

 

879

 

Gerichtes ertragen. Pilatus hat sie bestätigt und dich auch dem Kreuz ausgeliefert.

 

Heute bist du nun auf dem Thron deiner Herrlichkeit hingestreckt, den der

himmlische Vater für dich bereitet hat, seinen eingeborenen Sohn, das süße und

göttliche Lamm, das von der Welt alle Sünde, das Böse, den Haß, die Unreinheit

und den Tod hinwegnimmt.

 

 0 kostbares und fruchtbares Kreuz, das du auf deinen

Armen den Retter der Welt trägst.

 

0 süßes und heilsames Holz, an dem der Preis unseres Loskaufes hängt.

 

0 Kreuz, gesegnet und geheiligt von dem Pascha-Opfer,

das sich heute auf dir im einzigen Opfer, das alle erlöst und rettet, darbringt.

 

Vielgeliebte Söhne, gestattet, daß ich an diesem Karfreitag auch für euch

wiederhole: Bleibt mit Jesus am Kreuz.

 

Gebt nicht den heimtückischen Versuchungen meines Widersachers nach, den leichtsinnigen Verführungen der Welt, den Stimmen derjenigen, die auch heute euch wiederholen: Steigt vom Kreuz herab!

 

Nein! Auch ihr müßt wie Jesus den göttlichen Plan eurer persönlichen

priesterlichen Hinopferung verstehen.

 

Sagt auch ihr Ja zum Willen des Vaters und

öffnet euch für die Worte des Gebetes und der Vergebung.

 

Denn auch ihr müßt wie Jesus heute für die Rettung der Welt hingeopfert werden

 

880

 

 

Dongo (Como), 25. März 1989

Karsamstag

 

IM NEUEN GRAB

 

»Im neuen Grab ruht heute der Leib

meines Sohnes Jesus im Todesschlaf.

 

In meinem jungfräulichen Schoß,

wo sich nach dem Jawort, das ich im Augenblick der Verkündigung

gegeben hatte, das Wort des Vaters niederließ, läßt sich nun sein Geist

nieder.

 

Und ich fühle mich als schmerzhafte und zufriedene Mutter,

verwundet und ruhig, in einem Meer des Schmerzes versüß ken und

eingehüllt in einen Mantel des Friedens, vom Weinen bewegt und in

eine innere und göttliche Seligkeit versetzt.

 

Nun ist alles vollbracht.

 

Jetzt wache ich in einem ununterbrochenen Gebetsakt, während sich

mein Herz für die Gewißheit der Auferstehung meines Sohnes Jesus

öffnet und mein Geist sich am Licht seiner Prophezeiung erhellt und

meine Person in Erwartung dieses seines herrlichen Augenblickes ganz

angespannt ist.

 

Es ist der Tag meiner mütterlichen Einsamkeit.

 

Es ist der Tag meines unermeßlichen Schmerzes.

 

Es ist der fruchtbare Tag meiner sicheren Hoffnung.

 

Es ist der erste Tag meiner neuen und geistlichen Mutterschaft.

 

Vielgeliebte Söhne, tretet in die Wiege

meines Unbefleckten Herzens ein und bereitet auch ihr euch auf den

Augenblick eurer neuen Geburt vor.

 

Im neuen Grab, wo der Leib

meines Sohnes Jesus nur für diesen Tag ohne Leben ruht, legt den

Menschen ab, der in euch sterben muß.

 

881

 

Legt ab den Menschen der Sünde und des Lasters, des Hasses und des Egoismus,

des Geizes und der Unzucht, der Hoffart und des Stolzes, der Zwietracht und der

Ungläubigkeit.

 

Möge heute in euch all das sterben, was ihr vom ersten Men-

schen geerbt habt.

 

Und möge schließlich der neue Mensch, der im neuen Grab

geboren wird, aus dem Christus im ruhmreichen Glanz seiner Gottheit

auferstanden ist, ans Licht kommen.

 

Der neue Mensch der Gnade und der Heiligkeit.

 

Der neue Mensch der Liebe und der Gemeinschaft.

 

Der neue Mensch

der Barmherzigkeit und der Reinheit.

 

Der neue Mensch der Demut und der

Liebe. Der neue Mensch der Fügsamkeit und des Gehorsams.

 

Der neue Mensch

des Lichtes und der Heiligkeit.

 

Der neue Mensch, der im neuen Grab geformt

und im freudigen Augenblick der Auferstehung Christi lebendig wird.

 

Diese eure neue Geburt ereignet sich in der Wiege meines Un-befleckten Herzens, bei

mir, eurer zärtlichen Mutter, die ich so die neue Aufgabe meiner geistigen und

allumfassenden Mutterschaft beginne.

 

Nur dieser neue Mensch, der im

Ostergeheimnis Christi geboren wird, kann das Tor des Grabes, in dem die

ganze Menschheit heute noch tot liegt, aufreißen, um sie zur Auferstehung zu

einer neuen Ära der Gnade und der Heiligkeit zu bringen, die der auferstandene

Christus euch im Augenblick seines Sieges über die Sünde und den Tod

gebracht hat

 

882

 

 

Dongo (Como), 26. März 1989

Ostersonntag

 

IN ERWARTUNG SEINER HERRLICHEN WIEDERKUNFT

 

»Vielgeliebte Söhne, lebt in der Freude des Osterfestes.

Jesus Christus, der gegeißelt und mit Dornen gekrönt verachtet und zum Kreuz geführt, wie ein

Übeltäter gekreuzigt und hingerichtet wurde, ist auferstanden.

 

Mit der Macht, die ihm von der Person und von der göttlichen Natur zukommt, hat er seine

menschliche Natur aus dem Tod zurückgerufen und ist im Glanz seiner

Herrlichkeit siegreich aus dem Grab hervorgegangen.

 

Der auferstandene Christus lebt unter euch.

 

Fürchtet euch nicht: Er lenkt die Ereignisse der Menschheits-

geschichte zur Verwirklichung des Willens des himmlischen Vaters und seines

großen Rettungsplanes.

 

Der auferstandene Christus sitzt jetzt auf seinem Thron der

Herrlichkeit im Himmel zur Rechten des Vaters.

 

Ihm ist alles unterworfen.

 

Alle seine Feinde werden unter dem Schemel seiner Füße gedemutigt und besiegt sein.

 

Von diesem Tag an öffnet sich die Menschheitsgeschichte der vollen

Verherrlichung des auferstandenen Christus.

 

Der auferstandene Christus wird zu euch im vollen Glanz seiner Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels wiederkommen.

 

Lebt heute in Erwartung seiner herrlichen Wiederkunft.

 

Laßt euch nicht durch den momentanen Triumph des Bösen und der Sünde entmutigen.

 

883

 

Der derzeitige Sieg der hartnäckigen Ablehnung Gottes, der

Auflehnung gegen sein Gesetz der Liebe und einer so all-umfassenden

Gottlosigkeit in der Welt möge euch nicht betrüben.

 

Laßt euch nicht

einmal von Zweifel und Mißtrauen befallen, wenn ihr die Kirche so

sehr verwundet und geschlagen, bedroht und verraten seht.

 

Die Osterfreude sei größer als jeder menschliche Grund zu Angst und

Traurigkeit.

 

Der auferstandene Christus lebt unter euch. Der auferstan-

dene Christus kennzeichnet mit seinem Sieg die Ereignisse der Welt

und der Geschichte.

 

Der auferstandene Christus will sein Reich unter

euch errichten, damit er vom ganzen erschaffenen Universum

gepriesen werden kann.

 

Lebt immer in der Freude und in einer sicheren Hoffnung, in Erwartung seiner herrlichen Wiederkunft

 

 

Sant' Omero (Teramo), 6. Mai 1989

l. Monatssamstag

 

DIE ZWEI FLÜGEL DES GROSSEN ADLERS

 

»Meine vielgeliebten Söhne,

heute, am ersten Samstag dieses Monats Mai, der mir von euch

besonders geweiht wird, verehrt ihr mich auf besondere Weise.

 

Ihr vereinigt euch in Zönakeln der Brüderlichkeit und des Gebetes mit

eurer himmlischen Mutter.

 

Wie viel Trost gebt ihr mir in meinem tiefen

Schmerz; wie viel Freude bereitet ihr meinem Unbefleckten Herzen!

 

Denn durch euch, die ihr mir geantwortet habt, beginnt nun die

Andacht zu mir in der ganzen Kirche wieder aufzublühen.

 

884

 

So kann ich in dieser eurer Zeit die große Macht ausüben, die mir von der

Heiligsten Dreieinigkeit gegeben worden ist, um den Angriff unschädlich zu

machen, den mein Widersacher, der feuerrote Drache, gegen mich entfesselt hat,

indem er einen Strom von Wasser aus seinem Rachen ausspie, um mich zu

ertränken.

 

Der Strom von Wasser wird von der Gesamtheit aller neuen

theologischen Lehren gebildet, die versucht haben, die Gestalt eurer himmlischen

Mutter zu verdunkeln, meine Privilegien zu leugnen, die Andacht zu mir zu

verringern und alle meine Gläubigen lächerlich zu machen.

 

Auf Grund dieser Angriffe des Drachens ist in diesen Jahren die Frömmigkeit zu mir bei so vielen

Gläubigen geschmälert worden und an einigen Orten sogar verschwunden.

 

Doch eurer himmlischen Mutter sind die zwei Flügel des großen Adlers zu Hilfe

gekommen.

 

 Der große Adler ist das Wort Gottes, vor allem das im Evangelium

meines Sohnes Jesus enthaltene Wort.

 

Unter den vier Evangelien zeigt der Adler

auf jenes des heiligen Johannes, weil dieser von allen höher fliegt und in das Herz

der Heiligsten Dreieinigkeit selbst eintritt und mit Kraft die Gottheit, die Ewigkeit

und die Wesensgleichheit des Wortes und die Gottheit Jesu Christi kraftvoll

darlegt.

 

Die zwei Flügel des Adlers sind das mit dem Glauben angenommene,

geliebte und bewahrte Wort Gottes und das mit der Gnade und mit der Liebe

gelebte Wort Gottes.

 

Die zwei Flügel des Glaubens und der Liebe — das heißt das

von mir angenommene und gelebte Wort Gottes — haben mir erlaubt, über den

Strom des Wassers aller gegen mich getriebenen Angriffe zu fliegen, weil sie der

Welt meine wahre Größe gezeigt haben.

 

885

 

Dann habe ich mir meinen Zufluchtsort in der Wüste gesucht. Die Wüste, in

der ich meine dauernde Wohnung aufgeschla-gen habe, wird von den Herzen

und den Seelen all jener Kinder gebildet, die mich aufnehmen, auf mich

hören, sich mir vollständig anvertrauen und sich meinem Unbefleckten

Herzen weihen.

 

In der Wüste, in der ich mich befinde, wirke ich heute meine

größten Wunder. Diese wirke ich im Herzen und in der Seele, das heißt im

Leben, aller meiner kleinsten Kinder.

 

So führe ich sie, mir auf dem Weg des

Glaubens und der Liebe zu folgen, indem ich bewirke, daß sie das Wort

Gottes annehmen, lieben und bewahren, und ihnen helfe, es jeden Tag mit

Geradlinigkeit und Mut zu leben.

 

In der Stille und im Verborgenen, das heißt

in der Wüste, in der ich mich befinde, wirke ich kräftig, damit die mir

geweihten Kinder heute an das Evangelium glauben, sich nur von der

Weisheit des Evangeliums führen lassen und immer gelebtes Evangelium

sind.

 

Das ist die Aufgabe, die ich für die Schar vorbereitet habe, die ich mir

in jedem Teil der Welt mit meiner Marianischen Priesterbewegung gebildet

habe: sich mit mir auf den zwei Flügeln des großen Adlers tragen lassen, das

heißt, auf den Flügeln des Glaubens und der Liebe in dieser eurer Zeit allein

nur das Wort Gottes mit Liebe annehmen und es leben.

 

Die großen Wunder, die ich heute in der Wüste, in der ich mich befinde, vollbringe,
bestehen darin, das Leben meiner kleinen Kinder völlig umzuformen, damit sie mutige

Zeugen des Glaubens und leuchtende Vorbilder an Heiligkeit werden.

 

 Auf diese Weise bereite ich in der Stille und in der Verborgenheit jeden Tag

meinen großen Sieg über den Drachen im Triumph meines Unbefleckten

Herzens in der Welt vor.«

 

886

 

Heiligtum von Tindari (Sizilien), 14. Mai 1989

Pfingstfest

 

DER GROSSE FEUERROTE DRACHE

 

»Vielgeliebte Söhne, heute betet und fleht ihr den Heiligen Geist an,
der zu Pfingsten auf die mit mir im Zönakel von Jerusalem vereinten Apostel und Jünger herabgekommen ist.

 

Ihr ruft ihn weiter in dieser eurer Zeit mit Vertrauen und Beharrlichkeit an, die ihr mit

mir in den Zönakeln des Gebetes vereint seid, die nun in allen Teilen der Erde

verbreitet sind.

 

Mit meiner Marianischen Priesterbewegung lade ich heute alle

Kinder der Kirche ein, sich in einem dauernden Zönakel des Gebetes mit mir,

eurer himmlischen Mutter, zu vereinigen. Ich lade alle Bischöfe, Priester,

Ordensleute und Gläubigen ein.

 

Mein Unbeflecktes Herz ist der Ort dieses neuen,

geistigen und allumfassenden Zönakels.

 

Ihr müßt in dieses Zönakel mit eurem

Weiheakt eintreten, der euch für immer mir anvertraut, damit ich meine Stimme

mit eurer vereinen kann, um das Geschenk eines zweiten Pfingsten auf die

Kirche und die ganze Menschheit herabzuflehen.

 

Nur der Geist des Herrn kann die Menschheit zur vollkommenen
Verherrlichung Gottes zurückbringen.

 

Nur der Geist des Herrn kann die Kirche mit dem Glanz ihrer Einheit und Heiligkeit

erneuern.

 

Nur der Geist des Herrn kann die Macht und die siegreiche Stärke des

großen feuerroten Drachens besiegen, der sich in diesem eurem Jahrhundert

überall in schrecklicher Weise entfesselt hat, um die ganze Menschheit zu

verführen und zu betrügen.

 

887

 

Der große feuerrote Drache ist der atheistische Kommunismus, der in

allen Teilen den Irrtum der Leugnung und der hartnäckigen

Zurückweisung Gottes verbreitet hat.

 

Der große feuerrote Drachen der marxistische Atheismus,
der sich mit zehn Hörnern zeigt, nämlich mit der

Macht seiner Kommunikationsmittel, um die Menschheit zum

Nichtbefolgen der zehn Gebote zu verleiten,
und mit sieben Köpfen, auf jedem von ihnen ein Diadem,
Zeichen der Macht und der Herrschaft.

 

Die gekrönten Köpfe zeigen die Nationen an, in denen der atheistische

Kommunismus errichtet ist und mit der Kraft seiner ideologischen,

politischen und militärischen Macht herrscht.

 

Die Größe des Drachens

zeigt klar das Ausmaß der von der unangefochtenen Herrschaft des

kommunistischen Atheismus besetzten Erde.

 

Seine Farbe ist feuerrot, weil er Kriege und Blut als Werkzeuge
seiner zahlreichen Eroberungen gebraucht.

 

Der große feuerrote Drache hat es in diesen Jahren erreicht,

die Menschheit durch den Irrtum des theoretischen und prakti-schen

Atheismus zu erobern, der nun alle Nationen der Erde verführt hat.

 

So wurde erreicht, eine neue Zivilisation ohne Gott, eine materialistische,

egoistische, genußsüchtige, trockene und kalte Zivilisation zu errichten,

die den Keim der Verwesung und des Todes in sich trägt.

 

Der große feuerrote Drache hat die teuflische Aufgabe, die ganze Menschheit der

Herrschaft Gottes, der Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit und

der vollen Verwirklichung des Planes des Vaters, der sie durch den Sohn

zu seinem Ruhm geschaffen hat, zu entreißen.

 

888

 

Der Herr hat mich mit seinem Licht und der Heilige Geist mit seiner göttlichen

Macht bekleidet. So erscheine ich als ein großes Zeichen am Himmel, die mit

der Sonne bekleidete Frau, weil ich die Aufgabe habe, die Menschheit der Herr-

schaft des großen feuerroten Drachens zu entreißen und sie zur Gänze zur vollen

Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit zurückzubringen.

 

Deshalb bilde ich

mir in jedem Teil der Welt die Schar meiner kleinsten Kinder und von ihnen

verlange ich, daß sie sich mei-nem Unbefleckten Herzen weihen. So führe ich

sie, durch den Glauben und die Liebe nur zur Verherrlichung Gottes zu leben,

und ich selbst pflege sie eifrig in meinem himmlischen Garten.

 

So erscheine ich jeden Tag vor dem Thron meines Herrn in einem Akt tiefer Anbetung, öffne das

goldene Tor meines Unbefleckten Herzens und biete auf meinen Armen alle

diese meine Kinder dar und sage: .

 

Heiligste und göttliche Dreieinigkeit, im Zeitpunkt deiner allgemeinen Leugnung biete ich dir die Huldigung meiner mütterlichen Sühne durch alle diese meine Kleinen dar, die ich jeden Tag zu

deiner größten Verherrlichung heranbilde.'

 

So empfängt der Herr heute weiterhin aus dem Mund der kleinsten Kinder und Säuglinge seinen

vollkommenen Lobpreis.«

 

 

Mailand, 3. Juni 1989

Erster Samstag und Fest des Unbefleckten Herzens Manens

 

DAS TIER, DAS EINEM PANTHER GLEICHT

»Vielgeliebte Söhne, heute vereinigt ihr euch in

den Zönakeln des Gebetes, um das Fest des Unbefleckten Herzens eurer

himmlischen Mutter zu feiern.

 

889

 

Von allen Teilen der Welt habe ich euch gerufen, euch meinem Unbefleckten

Herzen zu weihen, und ihr habt mit kindlicher Liebe und Hochherzigkeit

geantwortet.

 

Nun habe ich mir meine Schar mit jenen Kindern gebildet, die

meine Einladung angenommen und auf meine Stimme ge-hört haben.

 

Die Zeit

ist gekommen, in der mein Unbeflecktes Herz von der Kirche und von der

ganzen Menschheit verherrlicht werden muß.

 

Denn in dieser Zeit des Abfalls,
der Läuterung und der großen Bedrängnis ist mein Unbeflecktes Herz die

einzige Zuflucht und der Weg, der euch zum Gott der Rettung und des Frie-

dens führt.

 

Vor allem wird heute mein Unbeflecktes Herz zum Zeichen meines

sicheren Sieges im großen Kampf, der zwischen den Anhängern des großen

feuerroten Drachens und den Anhän-gern der mit der Sonne bekleideten Frau

ausgetragen wird.

 

In dieser schrecklichen Schlacht steigt aus dem Meer ein

Tier, das einem Panther gleicht, dem Drachen zu Hilfe.

 

Wenn der feuerrote

Drache der marxistische Atheismus ist, dann ist das schwarze Tier die

Freimaurerei.

 

Der Drache zeigt sich in der Stärke seiner Macht; das schwarze

Tier indessen agiert im Schatten, es verbirgt und versteckt sich, um so in alle

Bereiche einzudringen.

 

Es hat die Tatzen eines Bären und das Maul eines

Löwen, weil es überall mit Verschlagenheit und den gesellschaftlichen

Kommunikationsmitteln, das heißt der Werbung, wirkt.

 

Die sieben Köpfe

zeigen die verschiedenen Freimaurerlogen an, die überall auf heimtückische

und gefährliche Weise agieren.

 

Dieses schwarze Tier hat zehn Hörner und auf den Hörnern

 

890

 

zehn Diademe, die Zeichen der Herrschaft und des Königtums sind.

 

Die Freimaurerei herrscht und regiert in der ganzen Welt durch die

zehn Hörner.

 

Das Hörn ist in der biblischen Welt immer ein Werkzeug

der Verstärkung gewesen, eine Weise, die eigene Stimme stärker

hörbar zu machen, ein starkes Mittel der Kommunikation.

 

Deshalb hat Gott seinen Willen durch zehn Hörner seinem Volk mitgeteilt, die sein

Gesetz bekannt gemacht haben: die zehn Gebote.

 

Wer sie annimmt und

befolgt, geht im Leben auf dem Weg des göttlichen Willens, der

Freude und des Friedens.

 

Wer den Willen des Vaters erfüllt, nimmt das

Wort seines Sohnes an und hat Anteil an der von ihm vollzogenen Er-

lösung. Jesus schenkt den Seelen das göttliche Leben selber durch die

Gnade, die er uns mit seinem auf Kaivaria vollbrach-ten Opfer verdient

hat.

 

Die Gnade der Erlösung wird durch die sieben Sakramente

mitgeteilt. Mit der Gnade werden in die Seele die Keime des

übernatürlichen Lebens, welche die Tugenden sind, eingefügt Unter

diesen sind die wichtigsten die drei theologischen Tugenden und die

vier Kardinaltugenden: Glaube, Hoffnung, Liebe; Klugheit, Starkmut,

Gerechtigkeit und Mäßigkeit.

 

An der göttlichen Sonne der sieben

Gaben des Heiligen Geistes sprießen diese Tugenden, wachsen heran

und entwickeln sich immer mehr und führen so die Seelen auf den

leuchtenden Weg der Liebe und Heiligkeit.

 

Aufgabe des schwarzen

Tieres, das heißt der Freimaurerei, ist es, in heimtückischer, aber zäher

Weise zu kämpfen, um die Seelen zu hindern, den vom Vater und vom

Sohn aufgezeigten und durch die Gaben des Geistes erleuchteten Weg

zu gehen.

 

891

 

In der Tat, wenn der feuerrote Drache agiert, um die ganze Menschheit dazu zu

verleiten, auf Gott zu verzichten, Gott zu leugnen und daher den Irrtum des

Atheismus verbreitet, so besteht das Ziel der Freimaurerei nicht darin, Gott zu

leugnen, sondern ihn zu lästern.

 

Das Tier öffnet das Maul, um Lästerungen

gegen Gott auszusprechen, um seinen Namen zu lästern, seine Wohnung und

alle, die im Himmel wohnen.

 

Die größte Lästerung ist es, dem einzigen Gott die

ihm gebührende Anbetung zu verweigern und sie den Geschöpfen und Satan

selbst zu erweisen.

 

Das ist der Grund, warum sich in dieser Zeit hinter der ver-

derbten Tätigkeit der Freimaurerei die schwarzen Messen und der Satanskult

überall ausbreiten.

 

Außerdem agiert die Freimaurerei mit jedem Mittel, um zu

verhindern, daß die Seelen gerettet werden, und ist auf diese Weise bestrebt, das

von Christus vollbrachte Werk der Erlösung vergeblich zu machen.

 

Wenn der Herr sein Gesetz durch die zehn Gebote mitgeteilt hat, so verbreitet die

Freimaurerei überall mit der Macht ihrer zehn Hörner ein Gesetz, das dem

Gesetz Gottes vollständig entgegengesetzt ist.

 

Dem Gebot des Herrn: — ,Du sollst neben mir keine anderen Götter haben' — stellt sie andere, falsche Idole entgegen, vor denen sich heute viele in Anbetung niederwerfen.

 

Dem Gebot: — ,Du sollst den Namen Gottes nicht mißbrauchen' — widersetzt sie sich, indem

sie Gott und seinen Christus lästert, auf so viele heimtückische und teuflische

Arten, bis zur Herabwürdigung seines Namens zu einer ungebührlichen

Verkaufsmarke und bis zur Herstellung sakrilegischer Filme über sein Leben

und seine göttliche Person.

 

Bezüglich des Gebotes: — ,Gedenke des Tags des

Herrn: Halte

 

892

 

ihn heilig' - gestaltet sie den Sonntag in ein Wochenende um. in einen Tag des

Sports, der Wettkämpfe und der Unterhaltung gen.

 

Dem Gebot: — ,Ehre deinen Vater und deine Mutter' — setzt sie ein neues

Modell der Familie entgegen, gegründet auf freies Zusammenleben, sogar

zwischen Homosexuellen.

 

Dem Gebot gegenüber — ,Du sollst nicht töten' - ist

es ihr gelungen durchzusetzen, daß überall die Abtreibung legitimiert und die

Euthanasie angenommen wird und daß die gebührende Achtung vor dem Wert

des menschlichen Lebens fast verschwunden ist.

 

Dem Gebot gegenüber - ,Du sollst nichts Unkeusches tun' -rechtfertigt,
preist und propagiert sie jede Art der

Unreinheit, bis zur Rechtfertigung der Handlungen wider die Natur.

 

Dem Gebot entgegengesetzt — ,Du sollst nicht stehlen' — wirkt sie dahin, daß sich die

Diebstähle immer mehr ausbreiten, die Gewalttätigkeit, die Entführungen und

die Raubüberrälle.

 

Dem Gebot gegenüber — ,Du sollst kein falsches Zeugnis

ge-ben' — agiert sie dahin, daß sich immer mehr das Gesetz des Betruges, der

Lüge und der Doppelzüngigkeit verbreitet.

 

Dem Gebot gegenüber — ,Du sollst nicht begehren die Sachen und die Frau des anderen' -
wirkt sie dahin, um in der Tiefe das Gewissen zu verderben, indem sie den Verstand und das Herz des Menschen irreführt. Auf diese Weise werden die Seelen auf die perverse und

böse Straße des Ungehorsams gegen das Gesetz des Herrn gestoßen, sie werden

von der Sünde überflutet und sind so daran gehindert, das Geschenk der Gnade

und des göttlichen Lebens zu empfangen.

 

- Den sieben Tugenden, den

theologischen und den Kardinaltugenden, die die Frucht des Lebens in der

Gnade Gottes sind,

 

893

 

setzt die Freimaurerei die Verbreitung der sieben Hauptsünden entgegen, die

die Frucht des gewohnheitsmäßigen Lebens im Stand der Sünde sind.

 

Dem Glauben stellt sie die Hoffart entgegen; der Hoffnung die Unkeuschheit; der

Liebe den Geiz; der Klugheit den Zorn; dem Starkmut die Trägheit; der

Gerechtigkeit den Neid; der Mäßigkeit die Unmäßigkeit.

 

Derjenige, der ein Opfer der sieben Hauptsünden wird, wird allmählich verleitet, die Anbetung,

die allein Gott gebührt, diesem zu entziehen, um sie falschen Gottheiten zu

geben, die die Personifizierung all dieser Laster selber sind.

 

Und darin besteht die größte und entsetzlichste Lästerung.

 

Das ist der Grund, warum auf jedem

Kopf des Tieres ein gotteslästerlicher Name geschrieben ist.

 

Jede Freimaurerloge hat die Aufgabe, eine andere falsche Gottheit, einen anderen

Götzen anbeten zu lassen.

 

Der erste Kopf trägt den gotteslästerlichen Namen

der Hoffart, die sich der Tugend des Glaubens entgegenstellt, und führt zur

Anbetung des Götzen der menschlichen Vernunft und des Stolzes, der Technik

und des Fortschritts.

 

Der zweite Kopf trägt den gotteslästerlichen Namen der

Unkeuschheit, die sich der Tugend der Hoffnung entgegenstellt, und führt zur

Anbetung des Götzen der Sexualität und der Unreinheit.

 

Der dritte Kopf trägt den gotteslästerlichen Namen des Geizes, der sich der Tugend der Liebe

entgegenstellt, und verbreitet überall den Kult des Götzen des Geldes.

 

Der  vierte Kopf trägt den gotteslästerlichen Namen des Zornes, der sich der

Tugend der Klugheit entgegenstellt, und führt zur Anbetung des Götzen der

Zwietracht und der Spaltung.

 

Der fünfte Kopf trägt den gotteslästerlichen

Namen der Trägheit, die sich der Tugend des Starkmutes widersetzt, und ver-

 

894

 

breitet den Kult des Idols der Angst, der öffentlichen Meinung und der

Ausbeutung.

 

Der sechste Kopf trägt den gotteslästerlichen Namen des

Neides, der sich der Tugend der Gerechtigkeit entgegenstellt und führt zur

Anbetung des Idols der Gewalttätigkeit und des

Krieges.

 

Der siebente Kopf trägt den gotteslästerlichen Namen der Unmäßigkeit entgegenstellt, und fuhrt zur Anbetung des so gepriesenen Idols der Genußsucht, des Materialismus und des

Vergnügens.

 

Die Aufgabe der Freimaurerlogen ist es, heutzutage mit großer
Verschlagenheit zu wirken, um überall die Menschheit dazu zu verleiten, das

heilige Gesetz Gottes zu mißachten, in offenem Gegensatz zu den zehn Geboten

zu handeln, die Gott allem gebührende Anbetung zu entziehen, um sie falschen

Idolen zukommen zu lassen, die von einer immer größeren Anzahl von

Menschen gepriesen und angebetet werden- der Verstand; das Fleisch; das Geld;

die Uneinigkeit; die Herrschaft; die Gewalttätigkeit und das Vergnügen.

 

So werden die Seelen hinabgestürzt in die finstere Sklaverei des Bösen, des Lasters

und der Sünde und im Augenblick des Todes und des Urteils Gottes in den See

des ewigen Feuers der die Hölle ist.

 

Jetzt versteht ihr, wie sehr in dieser Zeit

gegen den entsetzlichen und heimtückischen Angriff des schwarzen Tieres

nämlich der Freimaurerei, mein Unbeflecktes Herz eure Zufluchtsstätte und der

sichere Weg wird, der euch zu Gott führt.

 

In meinem Unbefleckten Herzen

zeichnet sich die von eurer himmlischen Mutter benützte Taktik ab, um die vom

schwarzen Tier benützten hinterlistigen Machenschaften zu be-kämpfen und zu

besiegen.

 

895

 

Deshalb bilde ich alle meine Kinder heran, die zehn Gebote Gottes

zu befolgen, entsprechend den Worten des Evangeliums zu leben

und häufig die Sakramente zu empfangen, besonders jene der Buße

und der eucharistischen Kommunion — als notwendige Hilfen, um in

der Gnade Gottes zu bleiben; ich bilde sie heran, in intensiver Weise

die Tugenden auszuüben, um immer auf dem Weg des Guten, der

Liebe, der Reinheit und der Heiligkeit zu bleiben.

 

So bediene ich mich euer, meine kleinen Kinder, die ihr mir geweiht seid, um alle

diese heimtückischen Fallen zu entlarven, die das schwarze Tier

euch stellt und schließlich den großen Angriff, den die Freimaurerei

heutzutage gegen Christus und seine Kirche unternommen hat,

wirkungslos zu machen.

 

Und am Ende, vor allem in der größten

Niederlage des schwarzen Tieres, wird der Triumph meines

Unbefleckten Herzens in seinem ganzen Glanz in der Welt

erscheinen

 

 

Dongo (Como), 13. Juni 1989

Jahrestag der zweiten Erscheinung in Fatima

 

DAS TIER, DAS EINEM LAMM GLEICHT

 

»Vielgeliebte Söhne, heute gedenkt ihr

meiner zweiten Erscheinung in der armen Cova da Iria in Fatima am

13. Juni 1917.

 

Schon damals habe ich euch vorausgesagt, was ihr in

dieser Zeit gerade erlebt.

 

Ich habe euch die große Schlacht zwischen

mir, der mit der Sonne bekleideten Frau, und dem großen feuerroten

Drachen, der die Menschheit dazu verleitet hat, ohne Gott zu leben,

angekündigt.

 

896

 

Ich habe euch auch die heimtückische und geheime Tätigkeit vorhergesagt, die

von der Freimaurerei betrieben wird um euch von der Befolgung des Gesetzes

Gottes abzubringen und euch so zu Opfern der Sünden und Laster zu machen.

 

Vor allem habe ich euch als Mutter vor der großen Gefahr warnen wollen, die

heute die Kirche wegen der vielen und teuflischen Angriffe bedroht, die man

gegen sie verübt, um sie zu zerstören.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, kommt aus der

Erde herauf ein Tier, das zwei Hörner wie jene eines Lammes hat, dem schwarzen

Tier, das aus dem Meer steigt, zu Hilfe.

 

Das Lamm ist in der Heiligen Schrift

immer das Symbol des Opfers gewesen. In der Nacht des Auszugs aus Ägypten

wird das Lamm geopfert und mit seinem Blut werden die Tür-pfosten an den

Häusern der Hebräer bestrichen, um sie der Strafe zu entziehen, die aber dann alle

Ägypter trifft.

 

Das hebräische Pascha gedenkt dieses Ereignisses jedes Jahr mit

der Darbringung eines Lammes, das geopfert und verzehrt wird.

 

Auf Kalvaria opfert sich Jesus Christus für die Erlösung der Menschheit,
er selbst macht sich zu unserem Pascha und wird das wahre Lamm Gottes,
das alle Sünden der Welt hinwegnimmt.

 

Das Tier trägt auf seinem Kopf zwei Hörner wie jene eines Lammes.

Eng verbunden dem Symbol des Opfers ist jenes des Priestertums: die zwei Hörner.

 

Eine Kopfbedeckung mit zwei Hörnern trug der Hohepriester im Alten Testament.

 

Die Mitra - mit zwei Hörnern tragen die Bischöfe in der Kirche, um die Fülle ihres Priestertums anzuzeigen.

 

897

 

Das schwarze Tier, das einem Panther gleicht, gibt die Freimaurerei an; das

Tier mit den zwei Hörnern, das einem Lamm gleicht, zeigt die in das Innere

der Kirche eingedrungene Freimaurerei an, das ist die kirchliche

Freimaurerei, die sich vor allem unter den Mitgliedern der Hierarchie

ausgebreitet hat.

 

Diese freimaurerische Unterwanderung im Inneren der Kir-

che ist euch schon in Fatima von mir vorausgesagt worden, als ich euch

angekündigt habe, daß Satan sich bis in die Spitze der Kirche einschleichen

würde.

 

Wenn es Aufgabe der Freimaurerei ist, die Seelen ins Verderben zu

bringen, indem sie diese zur Anbetung von Götzen bringt, so ist das Ziel der

kirchlichen Freimaurerei hingegen, Christus und seine Kirche zu zerstören,

indem sie ein neues Idol schafft, das heißt einen falschen Christus und eine

falsche Kirche.

 

 — Jesus Christus ist der Sohn des lebendigen Gottes, er ist

das fleischgewordene Wort, er ist wahrer Gott und wahrer Mensch, da er in

seiner göttlichen Person die menschliche Natur und die göttliche Natur

vereinigt.

 

Jesus hat im Evangelium von sich selbst die vollständigste

Definition gegeben, indem er sagte, die Wahrheit, der Weg und das Leben zu

sein.

 

Jesus ist die Wahrheit, weil er uns den Vater offenbart und uns sein

endgültiges Wort sagt und die ganze göttliche Offenbarung zu ihrer

vollkommenen Erfüllung bringt.

 

— Jesus ist das Leben, weil er uns mit der

von ihm durch die Erlösung verdienten Gnade das göttliche Leben selbst

schenkt und er die Sakramente als wirksame Mittel stiftet, die die Gnade

vermitteln.

 

Jesus ist der Weg, der zum Vater führt, durch das Evan-gelium,

das er uns als den Weg gegeben hat, den man gehen muß, um zum Heil zu

gelangen.

 

898

 

Jesus ist die Wahrheit, weil er — das lebendige Wort — die Quelle und der

Siegel der ganzen göttlichen Offenbarung ist. Die kirchliche Freimaurerei jedoch

trachtet, sein göttliches Wort durch naturalistische und rationalistische

Auslegungen zu verdunkeln, und beim Versuch, es verständnisvoller und

annehmbarer zu machen, entleert sie es von seinem ganzen übernatürlichen Inhalt.

So verbreiten sich die Irrtümer überall selbst in der katho-lischen Kirche. Wegen

der Verbreitung dieser Irrtümer ent-fernen sich heute viele vom wahren Glauben

und verwirk-lichen so die Prophezeiung, die euch in Fatima von mir ge-macht

worden ist: — Es werden Zeiten kommen, in denen viele den wahren Glauben

verlieren werden. — Der Verlust des Glaubens ist Apostasie.

 

Die kirchliche Freimaurerei wirkt auf heimtückische und teuflische Weise, um alle zur Apostasie

zu verleiten.

 

- Jesus ist das Leben, weil er die Gnade schenkt.

 

Ziel der kirchlichen Freimaurerei ist es, die Sünde zu recht-fertigen, sie nicht mehr als

etwas Böses, sondern als einen Wert und ein Gut darzustellen.

 

So empfiehlt man, die Sünde zu begehen, als eine Art, die Be-dürfnisse der eigenen Natur zu

befriedigen, wobei man die Wurzel vernichtet, aus der die Reue entstehen kann.

Und man sagt, daß es nicht mehr notwendig ist, sie zu beichten.

 

Die verderbliche Folge dieses furchtbaren Krebsgeschwüres, das in der ganzen Kirche verbreitet ist, besteht darin, daß die persönliche Beichte überall verschwindet.

 

Die Seelen werden verleitet, in der Sünde zu leben, indem sie das Geschenk des Lebens, das

Jesus uns angeboten hat, zurück-weisen.

 

Jesus ist der Weg, der durch das Evangelium zum Vater führt.

 

899

 

 

Die kirchliche Freimaurerei fördert diejenigen Exegesen, die durch

Anwendung verschiedener literarischer Gattungen das Evangelium

rationalistisch und naturalistisch interpretieren, so daß es in allen seinen

Teilen zerrissen wird.

 

Am Ende kommt man zur Leugnung der

geschichtlichen Realität der Wunder und der Auferstehung Christi und man

bezweifelt selbst die Gottheit Jesu und seine rettende Mission.

 

— Nachdem es den historischen Christus vernichtet hat, trachtet das Tier mit zwei

Hörnern, das einem Lamm gleicht, den mystischen Christus, der die Kirche

ist, zu zerstören.

 

Die von Christus gestiftete Kirche ist eine einzige: die

heilige, katholische, apostolische, eine und auf Petrus aufgebaute.

 

Wie Jesus ist auch die von ihm gestiftete Kirche, die seinen mystischen Leib bildet, die

Wahrheit, das Leben und der Weg.

 

Die Kirche ist die Wahrheit, weil Jesus

nur ihr es anvertraut hat, den gesamten Glaubensschatz in seiner

Vollständigkeit zu hüten. Er hat ihn der hierarchischen Kirche anvertraut, das

heißt dem Papst und den mit ihm vereinten Bischöfen.

 

Die kirchliche Freimaurerei sucht diese Wirklichkeit durch den falschen Ökumenismus zu

zerstören, der dazu führt, alle christlichen Kirchen anzunehmen, indem

behauptet wird, daß jede von ihnen einen Teil der Wahrheit besitzt.

 

Sie betreibt den Plan, eine allgemeine ökumenische Kirche zu gründen, die aus

dem Zusammenschluß aller christlichen Konfessionen gebildet wird, unter

ihnen die katholische Kirche.

 

— Die Kirche ist das Leben, weil sie die

Gnade schenkt und sie allein die wirksamen Mittel der Gnade besitzt, die

sieben Sakramente. Vor allem ist sie Leben, weil ihr allein die Macht

gegeben

 

900

 

wurde, die Eucharistie durch das dienstamtliche und hierar-chische Priestertum

zum Leben zu bringen.

 

In der Eucharistie ist Jesus Christus mit seinem

glorreichen Leib und seiner Gottheit wahrhaftig gegenwärtig.

 

Die kirchliche

Freimaurerei versucht jedoch auf so viele und heimtückische Arten, die

kirchliche Frömmigkeit in Bezug auf das Sakrament der Eucharistie

anzugreifen.

 

Man hebt von ihr nur den Aspekt des Mahles hervor, trachtet

seinen Opferwert zu bagatellisieren und sucht die wirk-liche und persönliche

Gegenwart Jesu in den konsekrienen Hostien zu leugnen.

 

Deshalb sind

allmählich alle äußeren Zeichen abgeschafft wor-den, die den Glauben an die

tatsächliche Gegenwart Jesu in der Eucharistie angezeigt haben, wie

Kniebeugen, öffentliche Anbetungsstunden und die heilige Gepflogenheit, den

Tabernakel mit Licht und Blumen zu umgeben.

 

 — Die Kirche ist der Weg,

weil sie durch den Sohn im Heiligen Geist auf dem Weg der vollkommenen

Einheit zum Vater führt.

 

Wie der Vater und der Sohn eins sind, so sollt auch ihr

untereinander eins sein.

 

Jesus wollte, daß seine Kirche das Zeichen und das

Werkzeug der Einheit des ganzen Menschengeschlechtes ist.

 

Die Kirche kann geeint sein, weil sie auf dem Eckstein ihrer Einheit erbaut worden ist: auf Petrus

und auf den Papst, der dem Charisma des Petrus nachfolgt.

 

Die kirchliche Freimaurerei jedoch versucht mit dem heim-tückischen und arglistigen Angriff

auf den Papst das Fundament der Einheit der Kirche zu zerstören.

 

Sie stiftet die Intrigen zum Widerspruch und Protest gegen den Papst an; sie unterstützt und

belohnt jene, die ihn schmä-

 

901

 

hen und ihm nicht gehorchen, sie verbreitet die Kritik und Opposition von

Bischöfen und Theologen.

 

Auf diese Weise vernichtet man das Fundament

der Einheit der Kirche selbst und so wird sie immer mehr zerrissen und

geteilt.

 

— Vielgeliebte Söhne, ich habe euch eingeladen, euch meinem

Unbefleckten Herzen zu weihen und in diesen mütterlichen Zufluchtsort

einzutreten, vor allem, um vor diesem entsetz-lichen Hinterhalt bewahrt und

gegen ihn verteidigt zu werden.

 

Deshalb habe ich euch im Weiheakt meiner

Bewegung gebeten, auf jedes Streben nach eigener beruflicher Ehre zu ver-

zichten. So könnt ihr euch der stärksten und gefährlichsten Verlockung

entziehen, die von der Freimaurerei benützt wird, um so viele meiner

vielgeliebten Söhne zu ihrer geheimen Sekte zu bringen.

 

Ich bringe euch zu

einer großen Liebe zu Jesus, der die Wahrheit ist, indem ich euch zu

mutigen Zeugen des Glaubens mache; zu Jesus, der das Leben ist, indem ich

euch zu großer Heiligkeit bringe; zu Jesus, der der Weg ist, indem ich euch

bitte, im Leben nur gelebtes und wahrheitsgemäß verkündetes Evangelium zu

sein.

 

Dann führe ich euch zur größten Liebe zur Kirche.

 

Ich bringe euch dazu, daß ihr die Kirche, die die Wahrheit ist, liebt, indem ich euch zu starken

Verkündern aller katho-lischen Glaubenswahrheiten mache und ihr euch mit

Kraft und Mut allen Irrtümern entgegenstellt.

 

Ich mache euch zu Dienern der Kirche, die das Leben ist, indem ich euch helfe, treue und heilige Priester zu sein. Seid immer für die Nöte der Seelen verfügbar, gebt euch mit groß-

mütiger Opferbereitschaft für den Dienst der Versöhnung her und seid

brennende Flammen der Liebe und des Eifers Jesus gegenüber, der in der

Eucharistie gegenwärtig ist.

 

902

 

 

 

In euren Kirchen mögen wieder häufig Stunden der öffentlichen Anbetung

des Heiligsten Altarsakramentes und der Sühne gehalten werden.

 

— Ich wandle euch um zu Zeugen der Kirche, die der Weg ist, und mache euch zu

wertvollen Werkzeugen ihrer Einheit. Deshalb habe ich euch als zweite

Verpflichtung meiner Bewegung eine besondere Einheit mit dem Papst

gegeben.

 

Durch eure Liebe und Treue wird der göttliche Plan der voll-

kommenen Einheit der Kirche wieder in seinem ganzen Glanz erstrahlen.

 

So setze ich der finsteren Macht, die heute die kirchliche Freimaurerei ausübt,

um Christus und seine Kirche zu zerstören, den starken Glanz der Schar

meiner Priester und Gläubigen entgegen, damit Christus von allen geliebt,

angehört und nachgeahmt und seine Kirche immer mehr geliebt, verteidigt und

geheiligt wird.

 

Darin erstrahlt vor allem der Sieg der mit der Sonne bekleide-

ten Frau, und mein Unbeflecktes Herz erhält dadurch seinen leuchtendsten

Triumph.«

 

 

Mailand, 17. Juni 1989

Samstag

 

DIE ZAHL DES TIERES: 666 (siehe vor allem unten Kapitel 13 !!)

 

»Vielgeliebte Söhne, versteht jetzt den

Plan eurer himmlischen Mutter, der mit der Sonne bekleideten Frau, die mit

ihrer Schar in der großen Schlacht gegen alle Kräfte des Bösen kämpft, um

ihren Sieg in der vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit zu

erringen.

 

Kämpft mit mir, ihr kleinen Kinder, gegen den Drachen, der trachtet,

die ganze Menschheit gegen Gott aufzuwiegeln.

 

903

 

Kämpft mit mir, ihr kleinen Kinder, gegen das schwarze Tier, die Freimaurerei,

die die Seelen ins Verderben bringen will. Kämpft mit mir, ihr kleinen Kinder,

gegen das Tier, das einem Lamm gleicht und das die in das Innere des

kirchlichen Lebens eingedrungene Freimaurerei ist, um Christus und seine

Kirche zu zerstören.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, will das Tier, das einem

Lamm gleicht, ein neues Idol errichten, nämlich einen falschen Chri-stus und

eine falsche Kirche.

 

— Die kirchliche Freimaurerei erhält Aufträge und Macht

von den verschiedenen Freimaurerlogen und wirkt, um im gehei-men alle zu

verleiten, diesen geheimen Sekten beizutreten.

 

So wirbt sie um die Ehrgeizigen mit der Aussicht auf leichte Karriere; sie überhäuft die Geldgierigen mit Gütern; sie hilft ihren Mitgliedern, die erste Stelle einzunehmen und die wich-tigsten Posten zu besetzen, während sie alle jene, die es ablehnen, an ihrem Plan

teilzunehmen, auf heimtückische, aber entschiedene Art an den Rand drängt.

 

Tatsächlich übt das Tier, das einem Lamm gleicht, die ganze Macht des ersten

Tieres in seiner Gegenwart aus und bringt die Erde und ihre Bewohner dazu, das

erste Tier anzubeten.

 

Die kirchliche Freimaurerei erreicht schließlich auf direktem Weg,
ein Standbild zu Ehren des Tieres zu errichten, und zwingt alle,

dieses Standbild anzubeten.

 

Doch nach dem ersten Gebot des heiligen Gesetzes

des Herrn darf man nur GOTT anbeten und es darf nur ihm jede Form des Kults

erwiesen werden.

 

So ersetzt man GOTT durch ein mächtiges, starkes und be-

herrschendes IDOL.

 

Ein so mächtiges Idol, das bewirkt, daß alle getötet werden,

die das Standbild des Tieres nicht anbeten.

 

904

 

Ein so starkes und beherrschendes Idol, daß es alle, die Kleinen und die

Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Sklaven, zwingt, auf

ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anbringen zu lassen, und

daß niemand kaufen oder verkaufen kann, ohne dieses Kennzeichen zu haben,

das heißt, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.

 

Dieses große Idol, das errichtet ist, um von allen angebetet und bedient zu werden, ist, wie

ich euch schon in der vorhergehen-den Botschaft offenbart habe, ein falscher

Christus und eine falsche Kirche.

 

Aber wie lautet sein Name?

 

 — Im Kapitel 13

der Offenbarung steht geschrieben: .Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand

hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines

Menschennamens; seine Zahl ist 666 (sechshundertsechsundsechzig)'.

 

Mit dem Verstand, vom Licht der göttlichen Weisheit erleuchtet, kann man aus der

Zahl 666 den Namen eines Menschen entschlüsseln, und dieser Name, von

dieser Zahl angezeigt, ist jener des Antichrists.

 

Luzifer, die alte Schlange, der Teufel oder Satan, der feuerrote Drache, wird in diesen letzten Zeiten der Antichrist.

 

Schon der Apostel Johannes erklärte, daß jeder, der leugnet, daß

Jesus Christus Gott ist, der Antichrist ist.

 

Das Standbild oder das Idol, das zur Ehre des Tieres errichtet wird, um von allen Menschen angebetet zu werden, ist der Antichrist. Berechnet jetzt seine Zahl 666, um zu verstehen, daß sie den Namen eines Menschen angibt.

 

Die Zahl 333 gibt die Gottheit an.

 

Luzifer widersetzt sich Gott aus Stolz, weil er sich über Gott stellen will.

 

905

 

333 ist die Zahl, die das Geheimnis Gottes angibt. Derjenige, der sich

über Gott stellen will, trägt das Zeichen 666, und des-halb gibt diese

Zahl den Namen Luzifers, Satans, an, das ist derjenige, der sich gegen

Christus stellt, der Antichrist.

 

333 einmal angegeben drückt das Geheimnis der Einheit Gottes aus.

 

333 zweimal angegeben gibt die zwei Naturen an, die göttliche und die menschliche, die in der

göttlichen Person Jesu Christi vereint sind.

 

333 dreimal angegeben gibt das Geheimnis der drei göttlichen Personen an, das heißt, es

drückt das Geheimnis der Heiligsten Dreieinigkeit aus.

 

Also drückt die Zahl 333, einmal, zweimal und dreimal wiedergegeben, die

Hauptgeheimnisse des katholischen Glaubens aus, die sind:

 

1.: Die Einheit und die Dreieinigkeit Gottes.

 

2.: Die Menschwerdung, das Leiden, der Tod und die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus.

 

Wenn 333 die Zahl ist, die die Gottheit angibt, so wird der, der sich

über Gott selbst stellen will, mit der Zahl 666 angegeben.

 

666 einmal angegeben, das ist mal l, drückt das Jahr 666,
sechshundertsechsundsechzig, aus.

 

In dieser historischen Periode manifestiert sich der Antichrist
im Phänomen des Islams, der direkt

das Geheimnis der göttlichen Dreieinigkeit und die Gottheit unseres

Herrn Jesus Christus leugnet.

 

Der Islam mit seiner militärischen

Stärke entfesselt sich überall und zerstört alle antiken christlichen

Gemeinden, fällt in Europa ein, und nur durch mein mütterliches und

außer-

 

906

 

ordentliches Eingreifen, das stark vom Heiligen Vater erfleht wird, gelingt es

ihm nicht, die Christenheit völlig zu zerstören.

 

666 zweimal angegeben, das

heißt mal 2, drückt das Jahr 1332, tausenddreihundertzweiunddreißig, aus.

 

In dieser historischen Periode manifestiert sich der Antichrist mit einem radikalen

Angriff auf den Glauben an das Wort Gottes.

 

Durch die Philosophen, die

anfangen, ausschließlich der Wis-senschaft einen Wert zu geben und dann der

Vernunft, strebt man allmählich an, den menschlichen Verstand allein zum

einzigen Kriterium der Wahrheit zu machen. Die großen philosophischen

Irrtümer, die durch Jahrhunderte bis in unsere Tage fortdauern, werden

geboren.

 

Die der Vernunft als dem ausschließlichen Kriterium der Wahrheit

zugeschriebene übertriebene Wichtigkeit führt notwendigerweise zur

Zerstörung des Glaubens an das Wort Gottes.

 

In der Tat, mit der

protestantischen Reform weist man die Überlieferung als Quelle der göttlichen

Offenbarung zurück und anerkennt nur die Heilige Schrift.

 

Aber auch diese

muß durch die Vernunft interpretiert werden, und starrsinnig weist man das

authentische Lehramt der hierarchischen Kirche, dem Christus es anvertraut

hat, den Glaubensschatz zu hüten, zurück.

 

Jeder ist frei, die Heilige Schrift zu lesen und nach seiner persönlichen Auslegung zu verstehen.

 

Auf diese Weise wird der Glaube an das Wort Gottes zerstört.

 

Das Werk des Antichrists in

dieser historischen Periode ist die Spaltung der Kirche und die sich daraus

ergebende Bildung neuer und zahlreicher christlicher Konfessionen, die allmäh-

lich zu einem immer umfassenderen Verlust des wahren Glaubens an das Wort

Gottes gedrängt werden.

 

907

 

666 dreimal angegeben, das ist mal 3, druckt das Jahr 1998,

tausendneunhundertachtundneunzig, aus.

 

In dieser historischen Periode wird die

Freimaurerei, unterstützt von der kirchlichen, ihr großes Ziel erreichen: ein Idol

zu errichten, um es an die Stelle Christi und seiner Kirche zu setzen.

 

Ein falscher Christus und eine falsche Kirche. Deshalb ist das Standbild, das zu

Ehren des ersten Tieres errichtet wurde, um von allen Bewohnern der Erde

angebetet zu werden, und das mit seinem Kennzeichen alle jene bezeichnen

wird, die kaufen oder verkaufen wollen, jenes des Antichrists.

 

So seid ihr am

Höhepunkt der Läuterung, der großen Bedrängnis und des Abfalls angelangt.

 

Die Apostasie wird nun allgemein sein, weil fast alle dem falschen Christus und

der falschen Kirche folgen werden.

 

Dann wird das Tor geöffnet sein für das

Erscheinen des Menschen oder der Person des Antichrists selbst!

 

Das ist der Grund, vielgeliebte Söhne, warum ich euch die Seiten der Offenbarung erklären

wollte, die sich auf die Zeit, in der ihr lebt, beziehen.

 

Das geschieht deshalb, um euch mit mir auf den schmerzlichsten und entscheidendsten Teil der großen Schlacht vorzubereiten, die gerade zwischen eurer himmlischen Mutter und

allen Kräften des Bösen, die entfesselt sind, ausgetragen wird.

 

Mut! Seid stark,

meine kleinen Kinder. Euch fällt in diesen schwierigen Jahren die Aufgabe zu,

im Glauben an Christus und seine Kirche treu zu bleiben und Feindschaft,

Kämpfe und Verfolgungen auf euch zu nehmen. Aber ihr seid ein wertvoller

Teil der kleinen Herde, die die Aufgabe hat, zu kämpfen und am Ende die

mächtige Kraft des Antichrists zu besiegen.

 

Ich bilde euch alle heran, ich verteidige euch und ich segne euch

 

908

 

Valdragone di San Marino, 28. Juni 1989

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB von

Amerika und Europa

 

HALTET FEST AN DEM ZEUGNIS FÜR JESUS

»Vielgeliebte Söhne, mit welcher Liebe blicke ich auf euch, und wie sehr ist

mein schmerzenreiches Herz durch dieses euer dauerndes Zönakel getröstet,

das hier das Zönakel von Jerusalem wahrhaft wiederholt.

 

Ihr versammelt euch

in einem dauernden, intensiven und mit mir zusammen verrichteten Gebet.

 

Wie sehr erfreut mich euer Beten des Stundengebetes, eures Psalters, den ihr

betet, die eucharistische Anbetung und die feierliche Konzelebration der

Messe, die das Herz des ganzen Zönakels bildet.

 

Ihr vereinigt euch wie Brüder,

die einander lieben, die sich gegenseitig unterstützen, um gemeinsam das

Gewicht der Schwierigkeiten, die ihr vorfindet, zu tragen.

 

Ihr erneuert jeden

Tag euren Weiheakt an mein Unbeflecktes Herz in verschiedenen Sprachen,

und so vereinigt ihr euch wirklich mit allen euren Brüdern meiner Bewegung,

die in alle Teile der Welt verstreut leben.

 

Ihr gehört zu meiner Heerschar. Ihr

seid ein wertvoller Teil meiner mütterlichen Erbschaft.

 

Ihr haltet fest an dem Zeugnis für Jesus und gehorcht den Geboten Gottes.

Satan wütet gegen euch, weil ihr meine Ferse bildet, das heißt den schwächsten und gebrechlichsten Teil von mir selbst, und weil ihr meine Nachkommenschaft seid.

 

So stellt er euch heute in heftiger Weise nach und entfacht gegen euch jede Art von

Versuchungen und Verfolgungen.

 

909

 

Bleibt heiter. Habt Vertrauen auf mich.

 

Das ist die Zeit des Kampfes, und ihr müßt für meinen Sieg kämpfen.

 

Deshalb lade ich euch heute ein, daß ihr alle an

dem Zeugnis für Jesus festhaltet.

 

Haltet fest an dem Zeugnis für Jesus in dieser

Zeit der Reinigung, um auf dem Weg der Treue zu Christus und zu seiner

Kirche und einer immer größeren Heiligkeit zu gehen.

 

So werdet ihr in der

Sicherheit und im Frieden, im Vertrauen und in der kindlichen Hingabe an

mich verbleiben.

 

Haltet fest an dem Zeugnis für Jesus in dieser Zeit des Abfalls, um starke und mutige Zeugen des Glaubens zu sein.

 

Deshalb lade ich euch ein, immer mehr mit dem Papst vereint zu sein, ihn mit eurem Gebet und

eurer Liebe zu unterstützen, sein Lehramt anzunehmen und zu verbreiten: So

weist ihr den Seelen den sicheren Weg, den man gehen muß, um im wahren

Glauben zu bleiben.

 

Bewahrt das Zeugnis für Jesus in dieser Zeit der großen Bedrängnis.

 

Es sind die Tage gekommen, die vom Evangelium und von der

Offenbarung vorausgesagt sind. Die Kräfte des Bösen, zusammen mit der

Macht dessen, der sich Christus widersetzt, werden große Wunder am Himmel

und auf der Erde wirken, um so einen Großteil der Menschheit zu verführen.

 

Bleibt fest in eurem heroischen Zeugnis für Jesus und kämpft mit mir gegen die

mächtige Kraft dessen, der sich als der Feind Christi offenbart.

 

Schließlich werdet ihr mit Freude meinen großen Sieg im glorreichen Triumph Christi

erleben können.

 

910

 

Ich segne euch alle mit euren Lieben, die Seelen, die euch

anvertraut sind, und euer priesterliches Dienstamt und nehme alle

Intentionen des Guten, die euch am Herzen liegen, in meine

Hände.«

 

 

Rubbio (Vicenza), 15. August 1989

Mariens Aufnahme in den Himmel

 

HIER MUSS SICH DIE STANDHAFTIGKEIT DER HEILIGEN BEWÄHREN

»Schaut heute auf mich, eure himmlische Mutter, im Glanz meines

glorreichen Leibes, der mit meiner Seele in die Herrlichkeit des

Paradieses aufgenommen worden ist.

 

Ich bin die mit der Sonne bekleidete Frau.

 

Ich bin eure himmlische Heerführerin.

 

Ich bin die Königin aller Heiligen.

 

Schaut auf mich als Zeichen der sicheren

Hoffnung und des Trostes in dieser Zeit der Reinigung, des Abfalls

und der Be-drängnis. Die Zeit des Kampfes und der größten

Eroberung des Drachens, des Tieres, das aus der Erde heraufkommt,

und des Tieres, das aus dem Meer kommt, ist angebrochen.

 

Es ist daher die Zeit, in der man eine Zivilisation ohne Gott aufbaut, und

die ganze Menschheit ist dazu verführt, ohne ihn zu leben.

 

Es ist die Zeit, in der Satan und die teuflischen Mächte sich von einer immer

größeren Anzahl von Menschen anbeten lassen, und so wird die

Verbreitung des Satanskultes, der Sekten und der schwarzen Messen

immer größer.

 

Es ist die Zeit, in der man ein Idol errichtet, um es an

die Stelle des wahren Gottes und der wahren Kirche zu stellen. Und

die-ses Idol ist ein falscher Christus und eine falsche Kirche.

 

911

 

Es ist die Zeit, in der alle jene, die diesem Idol folgen werden, mit

seinem Kennzeichen auf der Stirn und auf der Hand bezeichnet

werden.

 

Es ist die Zeit, in der die treuen Jünger des Lammes der

Ausstoßung, den Verfolgungen, der Gefangenschaft und dem Tod

ausgesetzt sein werden.

 

Es ist daher die Zeit eurer Standhaftigkeit.

Hier muß sich die Standhaftigkeit der Heiligen bewähren.

 

Hier muß sich die Standhaftigkeit jener bewähren, die dem Herrn

angehören, die die Gebote Gottes in die Praxis umsetzen und Jesus

treu bleiben.

 

Hier muß sich die Standhaftigkeit jener bewähren,

die verfolgt und zum Martyrium geführt werden, weil jene selig

sind, die im Herrn sterben, von ihren Mühen ausruhen und die von

den Werken, die sie getan haben, begleitet werden.

 

Hier muß sich die Standhaftigkeit jener bewähren, die das Tier nicht anbeten und

sich mit seinem teuflischen Kennzeichen nicht bezeichnen lassen.

 

Jene aber, die das Tier und sein Standbild anbeten und sein

Kennzeichen auf Stirn und Hand annehmen werden, werden den

Wein des Zornes Gottes trinken, der in den Becher seines furchtbaren

Strafgerichtes geschüttet werden wird, und sie werden in der

Gegenwart des Lammes und der heiligen Engel mit Feuer und

Schwefel gequält "werden.

 

Hier muß sich die Standhaftigkeit jener bewähren,
die den Namen des Lammes und den Namen seines Vaters
auf die Stirn geschrieben tragen, weil sie ihren Gott nicht

verleugnet haben, sich in ihrem Mund keinerlei Lüge gefunden hat,

und sie dem Lamm folgen, wohin es geht.

 

Hier mußsich die Standhaftigkeit aller meiner kleinen Kin-der bewähren, die ich rufe,

sich meinem Unbefleckten Herzen zu weihen, um mit mir die

abschließenden Augenblicke des

 

912

 

Kampfes und des Sturzes Babylons zu erleben, wenn der Wein-stock

der Erde abgeerntet werden wird und die Trauben in die Kelter

geworfen sein werden, was das große Strafgericht Gottes darstellt.

 

Deshalb lade ich euch heute alle ein, auf mich, eure himm-lische

Mutter, im Glanz meines glorreichen Leibes zu schauen, damit mein

Licht euch erleuchtet, mein Unbeflecktes Herz euch in sich birgt und

meine mütterliche Liebe euch beisteht, um in dieser Zeit vor der Kirche

und der gesamten Menschheit mutige Zeugen der Standhaftigkeit zu

sein.«

 

 

Dongo (Como), 8. September 1989

Maria Geburt

 

DAS KENNZEICHEN AUF DER STIRN UND AUF DER HAND

»Heute ist das Fest der Geburt eurer himmlischen Mutter,

meine Vielgeliebten und meinem Unbefleckten Herzen ge-weihte

Kinder.

 

Lebt es in Freude und Frieden, in Stille und Gebet, in Ver-

trauen und in kindlicher Hingabe.

 

Ihr seid die kleinen Kinder eurer Mutter als Kleinkind.

 

Ihr seid Teil meiner Nachkommenschaft und ein kraftvoller Punkt meines siegreichen Planes.

 

Ihr bildet eine kostbare Krone der Reinheit, der Liebe und der Demut rings um die Wiege, in

die ich gelegt bin.

 

Laßt euch von mir ernähren und formen; laßt euch mit Fügsamkeit von mir führen.

 

Laßt euch von mir mit meinem mütterlichen Siegel kennzeichnen.

 

913

 

Dies ist die Zeit, in der die Anhänger desjenigen, der sich Chri-stus

entgegenstellt, mit seinem Kennzeichen auf der Stirn und auf der Hand

bezeichnet werden.

 

Das Kennzeichen auf der Stirn und auf der Hand ist

Ausdruck einer totalen Abhängigkeit desjenigen, der mit diesem Zeichen

gekennzeichnet wird.

 

Das Zeichen gibt jenen an, der ein Feind Christi ist,

nämlich das Zeichen des Antichrists, und sein Kennzeichen, das einge-prägt

wird, bedeutet die völlige Zugehörigkeit der bezeichne-ten Person zu der

Schar desjenigen, der sich Christus ent-gegenstellt und gegen seine göttliche

und königliche Herr-schaft kämpft.

 

Das Kennzeichen ist auf der Stirn und auf der Hand eingeprägt.

 

Die Stirn gibt den Verstand an, denn der Geist ist der

Sitz der menschlichen Vernunft.

 

Die Hand drückt die menschliche
Tätigkeit aus, denn der Mensch handelt und arbeitet mit seinen Händen.

Dennoch ist es die Person, die in ihrem Verstand und ihrem Willen mit dem

Kennzeichen des Antichrists bezeichnet wird.

 

Wer sich mit dem Kennzeichen auf der Stirn bezeichnen läßt, wird zur Annahme der Lehre der Verleugnung Gottes, der Zurückweisung seines Gesetzes und des Atheismus verleitet, der

in dieser Zeit immer mehr verbreitet und propagiert wird.

 

Er wird so gedrängt, den Ideologien, die heute in Mode sind, zu folgen und ein

Propagandist für alle Irrtümer zu werden.

 

Wer sich mit dem Kennzeichen auf der Hand bezeichnen läßt,
wird verpflichtet, in selbständiger und von Gott

unabhängiger Weise zu handeln und die eigene Aktivität zur Suche eines nur

materiellen und irdischen Gutes hinzuordnen.

 

914

 

So entzieht er seine Tätigkeit dem Plan des Vaters, der ihn mit seiner göttlichen

Vorsehung erleuchten und beschützen will; der Liebe des Sohnes, der die

menschliche Mühe zu einem wertvollen Mittel für seine eigene Erlösung und

Heiligung macht; der Kraft des Geistes, der überall wirkt, um jedes Ge-schöpf

innerlich zu erneuern.

 

— Wer mit dem Kennzeichen auf der Hand bezeichnet

ist, arbeitet für sich selbst, um materielle Güter anzuhäufen, er macht das Geld

zu seinem Götzen und wird Opfer des Materialismus.

 

— Wer mit dem Kennzeichen auf der Hand bezeichnet ist, handelt nur für die Befriedigung

seiner eigenen sinnlichen Begierden, um nach Wohlhabenheit und Vergnügen

zu streben, um alle seine Leidenschaften voll zu befriedigen, besonders die der

Unreinheit, und wird Opfer der Genußsucht.

 

— Wer mit dem Kennzeichen auf der Hand bezeichnet ist, macht aus dem eigenen Ich den Mittelpunkt all seines Handelns, betrachtet die anderen als Gegenstände, um sie für den eigenen

Vorteil zu gebrauchen und auszunützen, und so wird er Opfer des zügellosen

Egoismus und des Mangels an Liebe.

 

Wenn mein Widersacher alle seine Anhänger mit seinem Kennzeichen bezeichnet, ist die Zeit gekommen, in der auch ich, eure himmlische Heerführerin, mit meinem mütterlichen Siegel alle

jene bezeichne, die sich meinem Unbefleckten Herzen geweiht haben und zu

meiner Schar gehören.

 

Ich präge eurer Stirn mein Siegel mit dem heiligsten

Zeichen des Kreuzes meines Sohnes Jesus ein.

 

So öffne ich den menschlichen Verstand, um sein göttliches Wort anzunehmen; es zu lieben und es zu leben, ich führe euch zur völligen Übergabe an Jesus, der es euch geoffenbart hat, und

ich mache euch heute zu mutigen Zeugen des Glaubens.

 

915

 

 

Den auf der Stirn mit dem gotteslästerlichen Kennzeichen Be-

zeichneten stelle ich meine mit dem Kreuz Jesu Christi bezeichneten

Kinder entgegen.

 

Dann richte ich eure ganze Tätigkeit zur

vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit aus.

 

Deshalb präge ich eurer Hand mein Siegel ein, das das Zeichen des

Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes ist.

 

Mit dem Zeichen des Vaters wird eure menschliche Tätigkeit zu einer vollkommenen

Zusammenarbeit mit dem Plan seiner göttlichen Vorsehung

hingelenkt, die heute noch alles zu eurem Wohl fügt.

 

Mit dem Zeichen des Sohnes wird jede eurer Handlungen tief in das

Geheimnis seiner göttlichen Erlösung eingegliedert.

 

Mit dem Zeichen des Heiligen Geistes wird alles, was ihr tut, für seine mächtige Kraft

zur Heiligung offen, die wie ein kraft-volles Feuer überall lodert, um

die ganze Welt von Grund auf zu erneuern.

 

Meine vielgeliebten Söhne, laßt euch alle an diesem Tag, an dem ihr in Liebe um meine

Wiege versammelt seid und das Fest der irdischen Geburt eurer

himmlischen Mutter feiert, auf der Stirn und auf der Hand mit

meinem mütterlichen Siegel kennzeichnen

 

 

Fatima (Portugal), 15. September 1989

Gedächtnis der Schmerzen Mariens

 

GROSS IST MEIN SCHMERZ

»Nehmt Anteil an meinem Schmerz, vielgeliebte Söhne. Ich bin eure

Schmerzensmutter.

 

916

 

Mein Unbeflecktes Herz wird von zahlreichen und schmerzhaften Dornen

durchbohrt.

 

Die Herrschaft meines Widersachers ist jeden Tag größer ge-

worden und seine Macht verbreitet sich in den Herzen und in den Seelen.

 

Eine dichte Finsternis ist nun über die Welt gekommen.

 

Es ist die Finsternis der hartnäckigen Zurückweisung Gottes.

 

Es ist die Finsternis der begangenen, gerechtfertigten und nicht mehr gebeichteten Sünden.

 

Es ist die Finsternis der Wollust und der Unreinheit.

 

Es ist die Finsternis des zügellosen Egoismus und

des Hasses, der Zwietracht und des Krieges.

 

Es ist die Finsternis des Glaubensverlustes und der Apostasie, des Abfalls vom Glauben.

 

Im Kelch meines Unbefleckten Herzens sammle ich noch heute den ganzen Schmerz

meines Sohnes Jesus, der geheimnisvoll die blutigen Stunden seines

Todeskampfes wieder erlebt.

 

Für Jesus ist es ein neues Getsemani, seine Kirche

heute so entweiht und verlassen zu sehen, wo der größte Teil der Hirten in

Gleichgültigkeit und Lauheit schläft, während andere die Handlung des Judas

wiederholen und die Kirche aus Gier nach Macht und Geld verraten.

 

Der Drache frohlockt über das Ausmaß seiner Eroberung mit Hilfe des schwarzen

Tieres und des Tieres, das einem Lamm gleicht, in diesen euren Tagen, in denen

der Teufel sich gegen euch entfesselt hat, weil er weiß, daß ihm nur noch eine

kurze Frist bleibt.

 

Daher sind auch die Tage meines großen Schmerzes gekommen.

 

917

 

— Groß ist mein Schmerz, wenn ich sehen muß, wie mein Sohn weiterhin

geschmäht und gegeißelt wird in seinem Wort, das aus Stolz

zurückgewiesen und von menschlichen und rationalistischen

Auslegungen zerstückelt wird.

 

— Groß ist mein Schmerz, wenn ich ansehen muß, wie Jesus, der wirklich in der Eucharistie gegenwärtig ist, immer mehr vergessen, verlassen, beleidigt und mit Füßen getreten wird.

 

— Groß ist mein Schmerz, wenn ich sehen muß, wie meine Kirche

gespalten, verraten, entblößt und gekreuzigt wird.

 

— Groß ist mein Schmerz, wenn ich sehen muß, wie mein Papst dem Gewicht eines

äußerst schweren Kreuzes erliegt und von Bischöfen, Priestern und

Gläubigen mit völliger Gleichgültigkeit umgeben wird.

 

— Groß ist mein

Schmerz wegen einer immer größeren Zahl meiner armen Kinder, die die

Straße des Bösen und der Sünde, des Lasters und der Unreinheit, des

Egoismus und des Hasses durchlaufen mit der großen Gefahr, ewig in der

Hölle verlorenzugehen.

 

Nun verlange ich heute von euch, ihr meinem

Unbefleckten Herzen geweihte Kinder, was ich an diesem Ort im Mai

1917 von meinen drei kleinen Kindern Lucia, Jacinta und Fran-cisco,

denen ich erschienen bin, verlangt habe.

 

- Wollt auch ihr euch dem Herrn als Opfer anbieten auf dem Altar meines Unbefleckten Herzens für die Rettung aller mei-ner armen sündigen Kinder?

 

Wenn ihr diese meine Bitte annehmt, müßt ihr tun, was ich jetzt von euch verlange.

 

Betet immer mehr, besonders den heiligen Rosenkranz.

 

Haltet häufig eucharistische Anbetungs- und Sühnestunden.

 

918

 

Nehmt mit Liebe alle Leiden an, die der Herr euch schickt. Verbreitet ohne

Angst die Botschaften, die ich euch als himmlische Prophetin dieser eurer

letzten Zeiten gebe.

 

Ob ihr dann noch immer die Tür eurer Herzen der angst-

erfüllten Stimme eurer himmlischen Mutter verschließen würdet, wenn ihr die

Züchtigung, die euch erwartet, begreifen könntet ?

 

Denn das göttliche Herz meines Sohnes Jesus hat meinem Unbefleckten Herzen den letzten und

äußersten Versuch anvertraut, euch alle zum Heil zu führen

 

 

Dongo (Como), 13. Oktober 1989

Jahrestag der letzten Erscheinung in Fatima

 

DER ENGEL DER ERSTEN PLAGE

 

»Ihr erinnert euch heute an meine letzte Erscheinung am 13. Oktober

1917 in Fatima, die durch das Sonnenwunder be-kräftigt "wurde.

 

Schaut immer mehr auf die mit der Sonne bekleidete Frau, die die Aufgabe hat, die

Kirche und die Menschheit auf das Kommen des großen Tages des Herrn

vorzubereiten.

 

Die Zeit der entscheidenden Schlacht ist gekommen.

 

Die Stunde der großen Bedrängnis ist über die Weh gekom-men, denn die Engel

des Herrn sind mit ihren Plagen gesandt worden, die Erde zu züchtigen.

 

Wie viele Male habe ich euch eingeladen, auf dem Weg der Abtötung der Sinne,

der Bezähmung der Leidenschaften, der Bescheidenheit, des guten Beispiels,

der Reinheit und der Heiligkeit zu gehen.

 

919

 

Aber die Menschheit hat nicht auf meine Einladung gehört und hat fortgesetzt,

nicht das sechste Gebot des Gesetzes des Herrn zu befolgen, das vorschreibt,

unreine Handlungen nicht zu begehen.

 

Im Gegenteil, man hat danach getrachtet,

solch eine Zuwider-handlung zu preisen und sie als die Errungenschaft eines

menschlichen Wertes und eine neue Art, die eigene persön-liche Freiheit

auszuüben, hinzustellen.

 

So hat man heute erreicht, alle Sünden der Unreinheit

als etwas Gutes für legitim zu erklären.

 

Man hat begonnen, das Gewissen der

Kinder und der Jugend-lichen zu verderben, indem man sie zur Überzeugung ge-

bracht hat, daß die allein begangenen unreinen Handlungen nicht mehr Sünde

sind, daß der Geschlechtsverkehr vor der Ehe zwischen Verlobten erlaubt und

gut ist, daß die Familien sich frei verhalten und auch die Mittel zur

Empfängnisver-hütung anwenden dürfen.

 

Man ist zur Rechtfertigung und Verherrlichung der unreinen Handlungen wider die Natur gelangt und sogar zu Gesetzesvorschlägen, die das Zusammenleben von Homosexuellen der Familie

gleichstellen.

 

Niemals ist die Unmoral, die Unreinheit und die Schlüpfrigkeit

durch die Presse und alle Massenmedien so ununterbrochen verbreitet worden

wie heute.

 

Vor allem ist das Fernsehen das verderbte Werkzeug einer täglichen

Bombardierung mit unanständigen Bildern geworden, die darauf ausgerichtet

sind, die Reinheit des Geistes und der Herzen aller zu verderben.

 

Die Unterhaltungslokale — besonders die Kinos und Diskotheken — sind Orte der

öffentlichen Entweihung der eigenen menschlichen und christlichen Würde

geworden.

 

Es ist die Zeit, in der der Herr, unser Gott, ununterbrochen und

öffentlich durch die Fleischessünden beleidigt wird.

 

920

 

Schon die Heilige Schrift hat euch gewarnt, daß der, der durch das Fleisch

sündigt, in demselben Fleisch seine gerechte Strafe findet.

 

So ist die Zeit

gekommen, in der der Engel der ersten Plage über die Erde geht, damit sie nach

dem Willen Gottes gezüch-tigt werde.

 

Der Engel der ersten Plage schneidet

in das Fleisch derer, die sich das Kennzeichen des Ungeheuers auf der Stirn und

auf der Hand anbringen ließen und sein Standbild anbeteten, eine schmerzhafte

und bösartige Wunde, die jene vor Verzweiflung zum Schreien bringt, die

davon betroffen sind.

 

Diese Wunde stellt die physischen Schmerzen dar, die den

Körper wegen schwerer und unheilbarer Krankheiten treffen.

 

Die schmerzhafte und bösartige Wunde ist eine Plage für die ganze Menschheit, die heute so

verdorben ist, daß sie eine atheistische und materialistische Zivilisation

geschaffen hat und die Vergnügungssucht zum obersten Ziel des mensch-lichen

Lebens macht.

 

Einige meiner armen Kinder sind wegen ihrer Sünden der Un-

reinheit und ihrer moralischen Unordnung davon betroffen und tragen in sich

selbst das Gewicht des Bösen, das sie getan haben.

 

Andere dagegen werden betroffen, auch wenn sie gut und un-schuldig sind; dann dient ihr Leiden zur Rettung vieler Schlechter im Hinblick auf die Solidarität, die euch alle vereinigt.

 

Die erste Plage sind die bösartigen Geschwüre und jede Art Krebs,

gegen den die Wissenschaft — trotz ihrem Fortschritt auf jedem Gebiet —

nichts machen kann, Krankheiten, die sich immer weiter ausbreiten und den

menschlichen Körper treffen, indem sie ihn durch die schmerzhaftesten und

bös-artigen Wunden zerstören.

 

921

 

Vielgeliebte Söhne, denkt an die Verbreitung dieser unheil-baren Krankheiten

in allen Teilen der Welt und an die Millio-nen Tote, die sie verursachen.

 

Die erste Plage ist die neue Krankheit AIDS, die vor allem meine armen Kinder

trifft, die Opfer der Drogen, der Laster und der Unreinheitssünden wider die

Natur sind.

 

Eure himmlische Mutter will für alle Hilfe, Stütze, Trost und

Hoffnung sein in dieser Zeit, in der die Menschheit mit dieser ersten Plage

geschlagen ist.

 

Deshalb lade ich euch ein, auf dem Weg des Fastens, der Ab-

tötung und der Buße zu gehen.

 

Von den kleinen Kindern verlange ich, daß

sie in der Tugend der Reinheit wachsen und sie sollen auf diesem schwierigen

Weg von den Eltern und Erziehern unterstützt werden.

 

Von den Jugendlichen verlange ich, daß sie sich zur Beherrschung der Leidenschaften

durch das Gebet und durch ihr Leben in Vereinigung mit mir heranbilden und

daß sie verzichten, in die Kinos und Diskotheken zu gehen, wo die große und

dauernde Gefahr besteht, diese Tugend zu verletzen, die für mein Unbeflecktes

Herz so wertvoll ist.

 

 — Von den Verlobten verlange ich, daß sie sich jedes Geschlechtsverkehres vor der Ehe enthalten.

 

Von den christlichen Familien verlange ich, daß sie sich zur Ausübung der ehelichen Keuschheit heranbilden und niemals künstliche Mittel zur Verhütung des Lebens benützen nach der

Lehre Christi, die die Kirche heute noch immer in einsichtiger Weise vorlegt.

 

— Wie sehr wünsche ich von den Priestern die gewissenhafte

 

922

 

Beobachtung des Zölibates und von den Ordensleuten die treue und strenge

Praxis ihres Gelübdes der Keuschheit!

 

Meinen armen Kindern, die von der

ersten Plage der schmerzhaften und bösartigen Wunde getroffen sind, zeige

ich mich als barmherzige Mutter, die aufrichtet und tröstet, die zur Hoffnung

und zum Frieden führt.

 

Und diese bitte ich, daß sie ihre Leiden im Geist der

Sühne, der Reinigung und der Heiligung anbieten.

 

Vor allem wird für sie mein Unbeflecktes Herz der einladendste Zufluchtsort und der sichere Weg

werden, der sie zum Gott der Rettung und der Freude bringt.

 

In diesem meinem himmlischen Garten werden alle getröstet und ermutigt werden und

ich selbst nehme liebevoll die Pflege auf mich, um Erleichterung im Leiden zu

geben, und, wenn es im Willen des Herrn ist, das Geschenk der Heilung anzu-

bieten.

 

Deswegen lade ich euch alle in dieser Zeit, in der die Menschheit von

der ersten Plage getroffen wird, ein, auf mich, eure himmlische Mutter, zu

schauen, um getröstet und unterstützt zu werden

 

 

Dongo (Como), l. November 1989

Fest Allerheiligen

 

DAS NEUE JERUSALEM

 

»Heute ist das Fest Allerheiligen und morgen gedenkt ihr so vieler, die gerettet sind, aber noch im

reinigenden Leiden des Fegefeuers eingetaucht sind. In dieser Zeit der großen

Bedrängnis muß von euch die Gemeinschaft der Heiligen kraftvoll gelebt

werden.

 

923

 

Ich bin die Königin aller Heiligen.

 

Ich bin die Führerin einer einzigen Schar.

 

— Die Engel des Herrn haben von mir die Aufgabe erhalten, auf alle Fallen,

die der Drache, das schwarze Tier, das Tier, das einem Lamm gleicht, sowie

die bösen Geister euch jeden Tag stellen, mit Stärke und Macht zu antworten.

 

Wie groß ist heute ihre himmlische Macht, weil sie von mir gesandt sind, die

Taktik meines Widersachers zu bekämpfen, die darin besteht, so viele meiner

armen Kinder von der unserem Gott gebührenden Anbetung durch die

immer weitere Verbreitung des satanischen Kultes und der schwarzen

Messen zu entfernen.

 

Auf diese verderbte und gotteslästerliche Aktion der

Dämonen antworten die Engel mit ihrem ewigen, tiefen und un-

unterbrochenen Akt der Anbetung und Verherrlichung des Herrn.

 

— Die Heiligen des Paradieses antworten auf die Gefahren, die die Bösen euch in

dieser Zeit ausbreiten, indem sie trachten, euch Hindernisse, Schwierigkeiten

und heimtückische Widersprüche auf dem Weg, den ihr gehen müßt, zu

bereiten, mit ihrem mächtigen Beistand und ihrer Fürsprache.

 

Die geheimen und dunklen Machenschaften, die die Freimaurerei gegen euch anzettelt, um

euch in ihr Netz fallen zu lassen, werden von den Heiligen aufgedeckt und

zerstört, die vom Paradies ein starkes Licht herabkommen lassen, das euch

umhüllt, damit euer ganzes Dasein nach Glaube, Hoffnung, Liebe, Reinheit

und Heiligkeit duftet.

 

Die Gemeinschaft des Lebens mit den Heiligen des

Paradieses ist das Mittel, das ich euch gegen die heimtückischen und so sehr

verfänglichen Gefahren schenke, die euch heutzutage das schwarze Tier der

Freimaurerei bereitet.

 

924

 

— Gegen die Schwierigkeiten, die Verspottungen und das an den Rand

Gestelltwerden, die das Tier, das einem Lamm gleicht, gegen euch, meine

vielgeliebten Kinder, ausübt, sollt ihr auf die Gemeinschaft des Gebetes mit den

heiligen Seelen des Fegefeuers zurückgreifen.

 

Diese Gebetsgemeinschaft mit

den büßenden Seelen schenkt ihnen das Licht und die Tröstung, die Zeit ihrer

Reinigung ab-zukürzen, und gewährt euch die Sicherheit und den Mut, mei-nen

Plan in eurem Leben zu verwirklichen, der darin besteht, euch zu helfen, in

jedem Augenblick den göttlichen Willen des Herrn zu erfüllen.

 

Heute betrachte

ich euch mit Freude, wie ihr miteinander im himmlischen Garten meines

Unbefleckten Herzens vereint seid, um diese herrliche Wirklichkeit der

Gemeinschaft der Heiligen zu leben, die euch alle vereint, euch hilft und euch

aneifert, für den vollen Triumph Christi im Kommen seines herrlichen Reiches

der Liebe, der Heiligkeit, der Gerechtigkeit und des Friedens auf die Welt zu

kämpfen.

 

So helft ihr schon mit, das neue Jerusalem, die heilige Stadt, zu bilden,

die vom Himmel herabkommen muß wie eine Braut, die sich für ihren Mann

geschmückt hat. Und ihr bildet die Wohnung Gottes unter den Menschen, damit

alle sein Volk werden, wo jede Träne von ihren Augen abgewischt werden wird

und der Tod nicht mehr sein wird, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal.

Denn was früher war, ist vergangen

 

 

Rubbio (Vicenza), 8. Dezember 1989

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

 

EIN KRANZ VON ZWÖLF STERNEN

»Vielgeliebte Söhne, heute schaut ihr auf den unbefleckten Glanz eurer

himmlischen Mutter.

 

925

 

Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.

 

Ich bin das einzige Geschöpf, das frei von jedem Makel der Sünde ist,
auch von dem der Erbsünde.

 

Ich bin ganz schön: tota pulchra.

 

Laßt euch von dem Mantel meiner Schönheit einhüllen, da-mit auch ihr

von meinem himmlischen Glanz, von meinem unbefleckten Licht angestrahlt

werdet.

 

Ich bin ganz schön, weil ich berufen war, die Mutter des Sohnes Gottes

zu sein und das jungfräuliche Pflänzchen zu bilden, aus dem die göttliche Blume

erblühen soll.

 

Deshalb fügt sich mein Plan in das Geheimnis eurer Rettung selbst

ein.

 

Am Anfang bin ich als die Feindin Satans angekündigt, als die-jenige, die

über ihn den vollständigen Sieg erreichen wird. ,Feindschaft setze ich zwischen

dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft

dich am Kopf, und du triffst ihn an der Ferse.

 

Am Ende werde ich als die mit der

Sonne bekleidete Frau gesehen, die die Aufgabe hat, gegen den feuerroten

Drachen und sein mächtiges Heer zu kämpfen, um ihn zu besiegen, ihn zu

fesseln und ihn in sein Reich des Todes zu stoßen, damit Christus allein auf der

Welt herrschen kann.

 

Hier bin ich also von der Heiligen Schrift im Glanz meines

mütterlichen Königtums vorgestellt: ,Dann erschien ein großes Zeichen am

Himmel: Eine Frau, mit der Sonne bekleidet, der Mond war unter ihren Füßen

und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.

 

Um mein Haupt ist also ein Kranz von zwölf Sternen.

 

Der Kranz ist das Zeichen des Königtums.

 

926

 

Er ist aus zwölf Sternen zusammengesetzt, weil er zum Sym-bol meiner

mütterlichen und königlichen Anwesenheit im Herzen des Volkes Gottes selbst

wird.

 

Die zwölf Sterne geben die zwölf Stämme Israels an, die das auserwählte

Volk bilden und vom Herrn ausgesucht und be-rufen sind, das Kommen des

Sohnes Gottes und Erlösers in die Welt vorzubereiten.

 

Weil ich berufen bin, die Mutter des Messias zu werden, ist es mein Ziel, die Erfüllung der Versprechen, der jungfräuliche Sproß, die Ehre und der Ruhm des ganzen Volkes Israels zu

sein.

 

Tatsächlich preist mich die Kirche mit diesen Worten: ,Du Ruhm Jerusalems; Du Freude Israels; Du Ehre unseres Volkes.'

 

Deshalb bilden die Stämme Israels zwölf kostbare Edelsteine des Diadems, das mein Haupt

umgibt, um die Aufgabe meines mütterlichen Königtums anzuzeigen.

 

Die zwölf Sterne bedeuten auch die zwölf Apostel, die das Fundament sind, auf

dem Christus seine Kirche gegründet hat. Ich war während der drei Jahre der

öffentlichen Mission Jesu oft bei ihnen, um sie zu ermutigen, ihm zu folgen und

an ihn zu glauben.

 

An ihrer Stelle stand ich zusammen mit Johannes im Augen-

blick der Kreuzigung, des Todeskampfes und des Todes meines Sohnes Jesus

unter dem Kreuz.

 

Mit ihnen habe ich an der Freude seiner Auferstehung teil-

genommen; vereint im Gebet bei ihnen, bin ich beim herr-lichen Augenblick

des Pfingstfestes dabei gewesen.

 

Während meines irdischen Daseins bin ich mit

meinem Gebet und mit meiner mütterlichen Anwesenheit bei ihnen geblie-ben,

um ihnen zu helfen, sie zu formen, sie zu ermutigen und sie zu bewegen, den

Kelch zu trinken, der vom himmlischen Vater für sie bereitet worden war.

 

927

 

So bin ich Mutter und Königin der Apostel, die rings um mein Haupt zwölf

leuchtende Sterne meines mütterlichen Königtums bilden.

 

Ich bin Mutter und Königin der ganzen Kirche.

 

Die zwölf Sterne bedeuten auch eine neue

Wirklichkeit. Tatsächlich sieht mich die Offenbarung als ein großes Zeichen

am Himmel: Die mit der Sonne bekleidete Frau, die den Drachen und sein

mächtiges Heer des Bösen bekämpft.

 

Dann weisen die Sterne rings um mein

Haupt auf jene hin, die sich meinem Unbefleckten Herzen weihen, an meiner

siegreichen Schar teilnehmen, sich von mir führen lassen, um diese Schlacht zu

kämpfen und am Ende unseren größten Sieg zu erlangen.

 

So sind alle meine Vielgeliebten und meinem Unbefleckten Herzen geweihten Kinder,
die gerufen sind, heute die Apostel der letzten Zeiten zu sein, die leuchtendsten Sterne

meiner Königskrone.

 

Die zwölf Sterne, die den leuchtenden Kranz meines

mütterlichen Königtums bilden, werden von den Stämmen Israels, von den

Aposteln und von den Aposteln dieser eurer letzten Zeiten gebildet.

 

So rufe ich am Fest meiner Unbefleckten Empfängnis euch alle auf, ein kostbarer Teil

meiner Krone zu sein und die leuchtenden Sterne zu werden, die in allen

Teilen der Welt das Licht, die Gnade, die Heiligkeit, die Schönheit und die

Herrlichkeit eurer himmlischen Mutter verbreiten

 

928

 

 

Dongo (Como), 24. Dezember 1989

Heilige Nacht

 

DIE ZEIT IST ERFÜLLT

»Vielgeliebte Söhne, lebt mit mir diese

Stunden der Heiligen Nacht im unaufhörlichen Gebet und in tiefer Andacht.

 

Die Zeit ist erfüllt.

 

Seit Jahrhunderten ist dieses Ereignis erwartet worden: Die

Stimmen der Propheten und der Gesandten Gottes haben die Fackel der

Hoffnung und der Erwartung brennend erhalten. Der Strom der Zeit und der

Geschichte bewegte sich ganz auf diesen außerordentlichen Augenblick zu.

 

In

dieser Heiligen Nacht hat alles seine Erfüllung.

 

Ich, Jungfrau und Mutter, bringe

meinen göttlichen Sohn zur Welt; mein keuschester Bräutigam Josef ist neben

mir und ver-körpert in seiner Person die geistige Anwesenheit aller Armen

Israels; die schmuckose Grotte wird für den Sohn Davids, der berufen ist, auf

seinem Königsthron zu sitzen, zum Königs-palast; die Hirten eilen herbei, um

die Huldigung der Einfa-chen und Armen im Geiste darzubringen; der Chor der

Engel singt und bringt das unschuldige Licht der Kleinkinder, der Kleinen und

derer, die ein reines Herz haben.

 

Mit welch unaussprechlicher Liebe und sanfter

Zartheit lege ich meinen göttlichen Sohn auf die arme Futterkrippe, den

Erstgeborenen des neuen Volkes Israel, den eingeborenen Sohn des Vaters, den

seit Jahrhunderten versprochenen und erwarteten Messias.

 

In dieser Heiligen Nacht verwirklichen sich die Prophezeiungen
— alles hat seine vollkommene Erfüllung.

 

Die Zeit ist erfüllt.

 

Lebt mit Liebe diese Weihnacht, mit Vertrauen

und großer Hoffnung.

 

929

 

Es ist Weihnacht 1989. Es ist die Weihnacht eines Jahres, das sehr wichtig

gewesen ist.

 

Lebt sie mit mir, der Mutter, die euch jeden Tag zu jenem Leben

erweckt, das euch mein kleines Kind mit seinem Kommen zu euch geschenkt

hat.

 

Lebt sie mit meinem Bräutigam Josef, in der Haltung demüti-ger und

gefügiger Mitwirkung am Plan eures himmlischen Vaters.

 

Lebt sie mit den Hirten, die festlich gestimmt herbeieilen, in der Freude, daß auch ihr Zeugen

der Botschaft seid, die heute noch immer den Frieden und die Rettung allen

Menschen verkündet.

 

Lebt sie mit den Kleinen, den Einfachen, den Armen,

die den Königsthron für die Herrschaft meines Sohnes Jesus bilden.

 

Lebt sie mit den Engeln, die göttliche Melodien singen und dieser armen, noch niemals

so bedrohten und bestraften Erde die Liebe anbieten.

 

Lebt diese eure Weihnacht im Geist tiefer Freude.

 

Denn die Zeit ist erfüllt.

 

Ihr tretet nun in die Ereignisse ein, die euch auf seine zweite Weihnacht vorbereiten.

 

Ihr nähert euch dem Augenblick der herrlichen Wiederkunft Christi.

 

Darum laßt euch weder von der Angst erfassen, noch von der Traurigkeit, noch von eitler

Neugierde, noch von unnützen Sorgen.

 

Lebt jeden Augenblick dieses neuen Advents mit der Einfachheit der Kleinen in meinem Unbefleckten Herzen und bemüht euch eifrig, die Tore der Menschen und der Völker für Christus, der kommt, weit aufzureißen.

 

Und öffnet das Herz für die Hoffnung, mit Freude die

 

930

 

Botschaft aufzunehmen, die ich euch heute gebe: Die Zeit sei-ner

herrlichen Wiederkunft ist daran sich zu erfüllen

 

 

Rubbio (Vicenza), 31. Dezember 1989

Letzte Nacht des Jahres

 

ÖFFNET EURE HERZEN

»Von überall in der Welt versammelt ihr euch in einem intensiven und unaufhörlichen

Gebetsakt im Zönakel meines Unbefleckten Herzens, um mit mir

gemeinsam die letzten Stunden dieses Jahres, das nun zu Ende geht, zu

leben.

 

Es ist ein sehr wichtiges Jahr gewesen.

 

Ich habe die Gebete und

Leiden aller meiner Kinder in meinen mütterlichen Händen gesammelt

und sie in den offenen Kelch des göttlichen und barmherzigen Herzens

meines Sohnes Jesus gelegt.

 

So konnte ich in kraftvoller Weise meine

Tätigkeit der Vermittlung zwischen euch und meinem Sohn ausüben

und ich habe mich bei ihm für alle als eure schmerzhafte und barm-

herzige Mutter eingesetzt.

 

— Ich habe sehr viele Gnaden für meine

Priestersöhne erlangt, um ihnen zu helfen, auf dem Weg eines

Zeugnisses für ein immer vollkommeneres Leben zu gehen, damit es

dem Plan Jesu und den großen Erfordernissen der Kirche von heute ent-

spricht.

 

— Ich habe mich an die Seite meiner durch ihren Ordensstand

gottgeweihten Kinder gestellt, um ihnen Mut und Begeisterung zu

schenken, dem keuschen, armen und gehorsamen Jesus bis nach

Kalvaria zu folgen.

 

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— Ich habe für alle meine armen sündigen Kinder gebetet, die Opfer

der Leidenschaften, der Laster, der Sünden, der Unreinheit, des

Egoismus, des Hasses und der Zurückweisung Gottes sind.

 

In meinem Unbefleckten Herzen habe ich für sie die Hilfe vorbereitet,

die sie brauchen, damit sie in die Arme ihres himmlischen Vaters

zurückkehren können, der sie alle erwartet, um sie mit dem Band

seiner göttlichen und barmherzigen Liebe an sich zu ziehen.

 

— Ich habe für die Kranken gebetet, damit sie das Geschenk erlangen, das

Kreuz ihrer Krankheit mit Fügsamkeit und Sanftmut anzunehmen;

ich habe für die getrennten Familien gebetet, für die entgleisten

Jugendlichen, für die unter das Joch der Sklaverei unterdrückten

Nationen und für alle Völker der Erde.

 

Ich habe gebetet, daß die ganze Menschheit das große Geschenk des Friedens erlangt.

 

In diesem meinem Werk der Fürsprache bei meinem Sohn Jesus habt

ihr, meine kleinen Kinder, eurer himmlischen Mutter mit eurem

Gebet eine große Kraft gegeben.

 

Ich danke euch für eure hochherzige Antwort auf meine Wünsche und meine wiederholten

Aufrufe.

 

Durch meine Marianische Priesterbewegung konnte ich

von den Priestern und Gläubigen aus allen Teilen der Welt eine

großartige Antwort auf meine Bitte um die Weihe und um Gebet

erreichen.

 

Überall sind die Zönakel verbreitet, um die ich euch mit

meiner Botschaft vom 17. Januar 1974 gebeten habe.

 

Jetzt kann eure himmlische Mutter ihre große Macht ausüben. Nun habe ich

den kostbaren Schlüssel in Händen, um das

 

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goldene Tor des göttlichen Herzens Jesu zu öffnen, damit es den Ozean seiner

Barmherzigkeit über die Welt ausströmen kann.

 

Das Wasser, das aus dem Heiligsten Herzen Jesu hervorquillt, wird die ganze Welt waschen und reinigen und sie vorbereiten, die neue Ära der Gnade und der Heiligkeit zu leben, die sich

alle erwarten.

 

In diesen Jahren werdet ihr sehen, wie sich das große Wunder der

göttlichen Barmherzigkeit erfüllen wird.

 

Öffnet eure Herzen.

 

Öffnet die Herzen aller Menschen, damit sie Christus aufneh-men können, der im Glanz seines

Lichtes kommt, um alles neu zu machen

 

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