DonGobbi Einsprechungen

 

1988

(Marianisches Jahr)

Erleuchtet die Erde

 

 

Dongo (Como), 1. Jänner 1988

Hochfest Mariens, der Mutter Gottes

ERLEUCHTET DIE ERDE

 

»Betrachtet heute eure himmlische Mutter und ruft sie alle an,

um das große Geschenk des Friedens zu erlangen.

 

Mit dem Hochfest meiner göttlichen Mutterschaft beginnt ihr dieses neue Jahr, das für meine besondere Verehrung bestimmt ist, weil es mir geweiht wurde.

 

Einen großen Wunsch meines Unbefleckten Herzens will ich euch heute offenbaren, meine ganz kleinen Kinder, die ihr mir durch eure Weihe vollkommen anvertraut seid.

 

- Vor allem vertraue ich euch meinen tiefen Schmerz an, weil ich sehen muß, wie bis jetzt von vielen Kindern der Kirche dieses Marianische Jahr in der größten Trockenheit verbracht wurde.

Ich bin meinem Papst Johannes Paul II. sehr dankbar für die Art und Weise, mit der er alle an das Geschenk dieses Jahres, das mir geweiht ist, erinnert, ich muß aber auch mein inneres

Leiden angesichts der Haltung vollkommener Gleichgültigkeit  die von Seiten so vieler Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubigen eingenommen wird, zum Ausdruck bringen.

 

In wie vielen Diözesen hat man noch nichts von dem unternommen, was festgesetzt wurde, um dieses mir geweihte Jahr gut zu leben, nämlich die Übungen der Frömmigkeit mir gegenüber zu intensivieren und die Begegnung in meinen Heiligtümern, wo es möglich ist, auch den besonderen Jubiläumsablaß zu gewinnen, zu fördern.

 

Mein Widersacher, der sich in diesen Tagen mit besonderer Heftigkeit entfesselt hat, unternimmt alles, um zu verhindern, daß dieses Jahr zu einer allgemeinen Erneuerung meiner Ver-

ehrung und des Gebetes zu mir hinführt.

 

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Die Kräfte des Atheismus und der Freimaurerei, die sich bis  in die Spitzen der Kirche einschlichen, haben sich verbündet, um auf listige und verborgene Weise dieses Marianische Jahr
zu boykottieren. Ein Schleier der Dunkelheit hat sich auf die Kirche herabgesenkt, und das Wort meines Papstes fällt immer mehr in eine unermeßliche Wüste.

 

-Dann vertraue ich euch meinen mütterlichen Willen an, daß ihr meine gelehrigen und gehorsamen Kinder seid, damit ihr meine Stimme hört und einen Teil meiner siegreichen Heerschar bildet.

 

Ich verlange von euch, die Gleichgültigkeit wie auch das überaus mangelhafte Entsprechen von so vielen meiner Kinder wiedergutzumachen, indem ihr mit größerer Hochherzigkeit und mit einem besonderen Eifer die zweite Hälfte dieses Marianischen Jahres lebt.

 

Ich bitte euch, meinem erneuerten Verlangen nach der Weihe zu entsprechen.

 

Macht sie oft und besonders lebt diese Weihe an mein Unbeflecktes Herz.

 

Bringt die größtmögliche Zahl von Priestern, Ordensleuten und Laien dazu, diese von mir gewünschte und oftmals auch in euren Tagen geforderte Weihe abzulegen.

 

Vermehrt eure Gebetszönakel. Betet mehr; betet mit mir; betet, indem ihr den heiligen Rosenkranz betet.

 

Ich wünsche, daß sich die christlichen Familien meinem Unbefleckten Herzen weihen und zu Zönakeln des Gebets, der Liebe und des Lebens mit mir werden.

 

Die Priester meiner Bewegung mögen die Gläubigen, die ihnen anvertraut sind, in Gebetszönakeln versammeln, weil ich während dieses Jahres eine große Kraft der Fürbitte und der Sühne brauche, um den Plan, den die Heiligste Dreieinigkeit meinem Unbefleckten Herzen anvertraut hat, zu erfüllen.

 

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Schließlich verspreche ich euch, euren kindlichen Ehrenerweis anzunehmen und diese Zeit, die mir anvertraut ist, zu segnen.

 

Während dieses Jahres werdet ihr fühlen, wie sich meine Gegenwart stärker und außergewöhnlicher zeigt. Es werden sich die großen Ereignisse zu erfüllen beginnen, für die ich euch vorbereitet habe. Darum lade ich euch heute ein, euch vom Geheimnis meiner göttlichen und universalen Mutterschaft durchdringen zu lassen. Geht voll Zuversicht und Hoffnung voran.

 

Die himmlische Mutter bringt euch dazu, innerhalb des Herzens des Lebens Gottes zu leben, und

sie macht euch zu Werkzeugen seines Friedens.

 

So seid ihr für die Aufgabe, die ich euch anvertraue, bereit: Geht und erleuchtet die Erde in diesen

Tagen dichter Finsternis. Dann wird durch euch der große Regenbogen der Versöhnung der

Menschheit mit Gott aufsteigen und die ganze Welt mit einem neuen Licht einhüllen können

 

 

Porto Alegre (Brasilien), 2. Februar 1988

Darstellung des Jesuskindes im Tempel

ICH WERDE IN EUCH VERHERRLICHT

 

»Geht mit mir, vielgeliebte Söhne, während ich in meinen Armen das Jesuskind zum Tempel seines

Lichtes und seiner Herrlichkeit bringe.

 

Laßt euch - auch ihr - in meinen mütterlichen Armen mit Demut, Fügsamkeit und Sanftmut tragen.

 

Ich führe euch hin zum Tempel des Herrn.

 

Ich bringe euch zur vollen Offenbarung seines Lichtes und seiner Herrlichkeit.

 

Dies ist die Zeit eurer vollen Offenbarung.

 

Die Tage eures öffentlichen Zeugnisgebens sind gekommen.

 

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Zeigt euch allen als ganz kleine Kinder, die mir geweiht sind, und als die großen Apostel eurer himmlischen Mutter in die sen letzten Zeiten.

 

Es ist die Stunde gekommen, in der ich in euch vor den Augen der Kirche und der Welt verherrlicht werden will.

 

Ich verherrliche mich in euch, wenn ihr mit mir im Lichte des Glaubens wandelt.

 

Nehmt mit Demut das Wort Gottes an; betrachtet es im Geist;bewahrt es im Herzen; lebt es im täglichen Leben.

 

Die göttliche Schrift, besonders das Evangelium Jesu, sei das

einzige Licht, das euch in dieser Zeit der Dunkelheit leuchte.

Glaubt an das Evangelium; lebt das Evangelium; verkündet

das Evangelium in seiner Ganzheit.

 

Gegen die Irrtümer, die sich verbreiten; gegen den großen Verrat, der von so vielen meiner Kinder begangen wird, die das Evangelium Jesu durch menschliche, rationalistische und

naturalistische Deutungen zerfleischt haben, möget ihr heute, meine Vielgeliebten, allein das gelebte und das nach dem Wortlaut verkündete Evangelium sein.

 

So wird durch euch das Licht des Glaubens wieder leuchten, und ich werde in euch verherrlicht.

 

- Ich verherrliche mich in euch, wenn ihr mit mir im Lichte der Liehe wandelt.

 

Liebt mit dem Schlag meines Unbefleckten Herzens die Heiligste und Göttliche Dreieinigkeit.

 

Liebt den Vater, der euch mit seiner Zärtlichkeit umgibt, der euch in seinen Armen trägt und immer mit seiner Vorsehung beisteht.

 

Liebt den Sohn, der sich zu eurem Bruder gemacht und euch ein neues Herz und einen neuen Geist geschenkt hat, damit

 

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ihr selbst gelebter Ausdruck seiner göttlichen Liebe werden könnt. Jesus erwartet von euch nur

Liebe.

 

Liebt den Heiligen Geist, der in euch weilt, um euch zur Vollkommenheit der Liebe zu führen, der

sich euch mit seinen sieben heiligen Gaben mitteilt, damit ihr heute starke Zeugen der Liebe

werden könnt.

 

Dann liebt mit dem Herzen Jesu selbst alle eure Brüder, besonders die Ärmsten, die Sünder, die

Fernen, die Kranken, die Verwundeten, die Geschlagenen, die an den Rand Gestellten, die

Schwachen, die Kleinsten.

 

Dann bewirkt ihr in diesen Tagen der Gewalt und des Hasses, des entfesselten Egoismus und der

Trockenheit, daß der himmlische Tau der göttlichen Barmherzigkeit auf die große Wüste der Welt

herabsteigt.

 

So wird durch euch erneut das Licht der Liebe erstrahlen und ich werde in euch verherrlicht.

 

Ich verherrliche mich in euch, wenn ihr mit mir im Lichte der Heiligkeit wandelt.

 

Durchlauft den Weg der Verachtung der Welt und von euch selbst, des unaufhörlichen Gebetes, der

Abtötung der Sinne und der Buße.

 

Widersetzt euch dem Geist der Welt, der überallhin das moralische Nachgeben, das Sich-Ausleben

aller Leidenschaften, den gesuchten und gewollten Genuß und die bewußt und in offener

Verachtung des heiligen Gesetzes des Herrn begangene Sünde verbreitet.

 

Dann werdet ihr in diesen Tagen der Gottlosigkeit und einer so großen Unmoral den Duft der

Heiligkeit verbreiten.

 

So wird durch euch das Licht der Reinheit und der göttlichen Gnade wieder aufleuchten, und ich

werde in euch verherrlicht.

 

In euch werde ich verherrlicht, wenn ihr demütig, arm, klein, rein und

barmherzig seid.

 

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Ich verherrliche mich in euch, wenn ihr im Licht des Glauens der Liebe und der Heiligkeit wandelt. Dann werdet ihr meine Herrlichkeit verbreiten. Ihr werdet meinen Triumph vorausnehmen, ihr werdet die Strahlen des Lichtes, die von meinem Unbefleckten Herzen herabströmen, sein, um die

Erde in diesen Tagen tiefer Dunkelheit zu erleuchten.

 

Heute bringe ich euch alle mit Freude in den heiligen Tempel der neuen Ära, die nun daran ist, auf die Welt zu kommen

 

 

 

Manaus - Amazonas (Brasilien), 11. Februar 1988

Jahrestag der Erscheinung in Lourdes

 

DER HERR SENDET MICH ZU EUCH

»Heute gedenkt ihr meiner Erscheinung in der armen Grotte von Massabielle an meine kleine

Tochter Bernadette.

 

Seit damals habe ich in den Zeiten und an den Orten meine außergewöhnlichen Erscheinungen

vervielfältigt.

 

Dieses Jahrhundert ist von meiner starken Gegenwart mitten unter euch gekennzeichnet und, um sie

allen wahrnehmbar zu machen, habe ich überall meine wunderbaren Offenbarungen vervielfältigt.

Warum mache ich mich in dieser Zeit unter euch in einer neuen, dauernden und außergewöhnlichen

Weise gegenwärtig?

 

Weil das die Zeit der Herrschaft meines Gegners, des roten Drachens, des Satans, der alten

Schlange ist, der ich den Kopf zertreten werde.

 

Unter der Last seiner Herrschaft vermehren sich für euch die Prüfungen und die Leiden, die

Wunden und das Fallen, und so wird für alle die Gefahr, verloren zu gehen, größer.

Da zeige ich mich euch in außergewöhnlicher Weise, um euch zum Vertrauen und zur Hoffnung

einzuladen und auch dazu,

 

814

 

euch durch euren Akt der Weihe an mein Unbeflecktes Herz in mich hineinzuflüchten.

Nun wird meine Gegenwart noch stärker, je mehr sich mein Sieg in der endgültigen Niederlage

Satans nähert.

 

Deshalb lade ich alle ein, auf mich mit Vertrauen und mit großer Hoffnung zu schauen.

 

Der Herr sendet mich zu euch, um euch seine Rettung zu bringen. Dankt ihm für dieses Geschenk

und nehmt es mit Demut und Dankbarkeit an.

 

Ich komme als Ankündigung seines Sieges.

 

Ich bin gesandt, um den Weg für die glorreiche Wiederkunft Jesu vorzubereiten.

 

Wandelt in meinem Licht und werdet die Apostel eurer himmlischen Mutter in diesen letzten

Zeiten.

 

Verbreitet überall den Duft meiner Gegenwart und meiner mütterlichen Zärtlichkeit. Mit Freude

segne ich euch alle

 

 

Recife, Pernambuco (Brasilien), 17. Februar 1988

Aschermittwoch, Anfang der Fastenzeit

 

BEKEHRT EUCH UND KEHRT ZUM HERRN ZURÜCK

»Von diesem Land, das von meinem Widersacher so sehr angegriffen wird, wo besonders in diesen letzten Tagen viele meiner Kinder Werkzeuge der Herrschaft Satans geworden sind, der alle Nationen der Erde mit dem Becher des Schmutzes und der Wollust verführt, richte ich an euch meinen erneuten, besorgten Aufruf zur Bekehrung.

 

Bekehrt euch und kehrt zum Herrn zurück auf dem Weg der ehrlichen Reue und beichtet den

Priestern persönlich eure Sünden.

 

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Bekehrt euch und kehrt zum Herrn zurück auf dem Weg eines bewußten und ernsten Vorsatzes, die Sünde zu fliehen und euch von jeder Gelegenheit fernzuhalten, die euch dazu bringen kann, in die Sünde zu fallen.

 

Bekehrt euch und kehrt zum Herrn zurück auf dem Weg der Abtötung der Sinne, der Buße und des Fastens.

 

Es beginnt heute die Fastenzeit dieses Marianischen Jahres: eine Periode, in der die Kirche alle

einlädt, Werke der Caritas und der Buße zu verrichten.

 

Ich, eure himmlische Mutter, lade euch heute ein, diese Fastenzeit dieses mir geweihten Jahres gut

zu leben.

 

Der Abschluß der Zeitperiode, die vom Herrn der Menschheit für ihre Bekehrung gewährt wurde,

ist nun gekommen. Entsprecht daher meiner besorgten Stimme, die euch einlädt, das zu machen,

was ich jetzt von euch für die Rettung der gesamten Menschheit verlange.

 

- Vor allem will ich, daß sich jeder von euch mehr einsetzt, in der Gnade Gottes zu leben, indem

man Satan und seinen bösen Werken, der Welt und allen ihren vielfachen Verführungen widersagt.

Wandelt immer auf dem Weg der Reinheit, der Liebe und einer größeren Heiligkeit.

 

- Dann verlange ich von euch persönliche Werke der Abtötung und der Buße. Bringt meinem

Unbefleckten Herzen jeden Tag einen Kranz aus so vielen kleinen und verborgenen Abtötungen

dar, die ihr für die Rettung so vieler eurer Brüder und Schwestern macht, die gewohnheitsmäßig in

der Sünde leben und sich in der Sklaverei Satans befinden.

 

- Schließlich erbitte ich von euch, daß ihr euch von allem fernhaltet, was die Reinheit eures

Herzens und die Keuschheit eures Lebens beflecken kann.

 

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Nehmt nicht an profanen Schauspielen teil.

Verliert keine Zeit mit dem Fernsehen, das das stärkste Werkzeug in der Hand meines

Widersachers ist, um überall die Finsternis der Sünde und der Unreinheit zu verbreiten.

 

Das Fernsehen ist das Standbild, von dem die Offenbarung spricht: Es ist errichtet, um von allen

Nationen der Erde angebetet zu werden, und ihm gibt der Böse Form und Bewegung, damit es in

seinen Händen zu einem furchtbaren Werkzeug der Verführung und der Perversion wird.

 

Wenn ihr macht, was ich heute von euch fordere, legt ihr eine mächtige Waffe der Fürbitte und der

Sühne in meine Hände. So kann ich vor dem Thron des großen und furchtbaren, des gerechten und

heiligen Herrn erscheinen, um für euch seine göttliche Barmherzigkeit zu erflehen: - Verzeih, o

Herr, das Vergehen deines Volkes, das du dir mit dem Preis deines Kostbarsten Blutes erworben

hast -.

 

Und bevor die Zeit, die euch für die Bekehrung gewährt ist, beendet sein wird, werdet ihr schon die

Zeichen des Triumphes der barmherzigen Liebe Jesu in den ersten außergewöhnlichen Eingriffen

des Unbefleckten Herzens eurer himmlischen Mutter sehen können

 

 

Sao Paulo - Itaici (Brasilien), 25. Februar 1988

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern und Gläubigen der MPB aus ganz Brasilien

 

MEINE MÜTTERLICHE BOTSCHAFT

 

»Wie sehr wird mein so schmerzenreiches Herz in diesen Tagen von euch, meine Vielgeliebten und

mir geweihten Kinder, getröstet, die ihr von allen Teilen dieser so großen Nation gekommen seid!

 

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Ich bin immer unter euch gegenwärtig, wie ich es bei den Aposteln und den Jüngern im

Abendmahlsaal von Jerusalem war.

 

Ich vereinige mich mit eurem Gebet.

 

Ich nehme an den Augenblicken eurer Brüderlichkeit teil.

 

Von diesem Zönakel will ich heute meine mütterliche Botschaft an ganz Brasilien richten, an

dieses Land, das von meinem Widersacher so sehr angegriffen wird, aber von eurer himmlischen Mutter so sehr geliebt und beschützt wird.

 

- Mein Herz ist von großem Schmerz betrübt wegen der Situation, in der sich meine Kirche hier befindet.

 

Sie ist innerlich geteilt; sie wird vom Verlust des wahren Glaubens bedroht; viele Irrtümer verbreiten sich in ihrem Inneren.

 

Ursache dieser Situation sind die Hirten, die nicht mehr mit dem Papst geeint sind.

 

Ihre einzige Sorge ist ausschließlich auf die sozialen Probleme hingewendet, und man vergißt, daß Jesus am Kreuz gestorben und auferstanden ist, um euch das große Geschenk der Erlö

sung zu erwerben und die Seelen zu retten.

 

So wird immer mehr die Befreiungstheologie gelehrt, die ein wahrer Verrat Christi und seines Evangeliums ist.

 

Bischöfe und Priester der heiligen Kirche Gottes, kehrt zu einer vollen Einheit mit dem Papst zurück! Kehrt zurück, um die Wahrheit, die Jesus euch offenbart hat, mit Mut und Treue

zu verkünden.

 

Predigt das Evangelium in seiner Vollständigkeit und sorgt euch für die Herde, die euch anvertraut ist.

 

Die Spaltung und der Abfall bedrohen heute die Kirche in eurem Lande.

 

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- Mein Herz ist von Schmerz erfüllt wegen der großen Gefahr, die euer Vaterland durch die

Verbreitung von Gewalt und Haß, von Schlechtigkeit und Unreinheit bedroht.

 

Im Namen einer falschen Weise, die Freiheit zu verstehen, werden heute sogar die größten

moralischen Entgleisungen erlaubt und gerechtfertigt.

 

Die Unreinheit wird angepriesen und durch die Mittel der sozialen Kommunikation verbreitet, und

so hat sich ein Schleier der Dunkelheit herabgesenkt, um die Seelen so vieler meiner Kinder zu

verdunkeln.

 

Wenn es hier nicht eine allgemeine Rückkehr zum Herrn auf dem Wege der Bekehrung und der

Buße geben wird, könnte diese eure Nation schnell ein großes Strafgericht treffen.

 

- Ich will euch sagen, daß heute mein Unbeflecktes Herz von der Antwort eurer Weihe und eures

Gebetes getröstet wird. Bringt den größten Teil meiner Kinder zu der von mir gewollten und

geforderten Weihe an mein Unbeflecktes Herz.

 

Ihr, die ihr an diesem Zönakel teilgenommen habt, werdet die Apostel der Weihe an mein

Unbeflecktes Herz in ganz Brasilien.

 

Vervielfältigt die Zönakel des Gebetes.

 

Verbreitet besonders die Familienzönakel als ein großes Rettungsnetz.

So werdet ihr die Lichtstrahlen werden, die von meinem Herzen herabströmen, um ganz Brasilien

in diesen Tagen dichter Finsternis zu erleuchten.

 

Ihr werdet die Zeichen meines mütterlichen Triumphes werden. Ihr seid die Werkzeuge meines

Sieges.

 

Und durch euch, die ihr mir geantwortet habt, wird die himmlische Mutter eurer Kirche und eurem

Vaterland das Geschenk der Rettung und des Friedens bringen

 

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San Marco (Udine), 22. März 1988

DIE VERHERRLICHUNG MARIENS

 

»Mit welcher Freude habe ich deinen Weiheakt an mein Un-beflecktes Herz

an diesem deinem Geburtstag entgegengenommen!

 

Ich habe dein Herz genommen und es noch weiter hinein in meinen mütterlichen Garten

gebracht und es im brennenden Feuerofen der Liebe des göttlichen Herzens

meines Sohnes Jesus niedergelegt.

 

Dieses dein Herz gehört nun schon ganz  uns, und wir wollen aus ihm ein vollkommenes Werkzeug unserer reinsten Liebe machen.

 

Ich fordere von dir, immer mehr zu lieben.

 

Liebe jeden Tag, in jedem Augenblick deines Lebens.

 

Nichts soll die Reinheit und die Intensität deiner Liebe verwirren.

 

Liebe die Heiligste und Göttliche Dreieinigkeit, indem du den Vater verherrlichst, den Sohn nachahmst und das Geschenk des Geistes annimmst.

 

Liebe mit dem göttlichen Herzen Jesu alle  deine Brüder, besonders die Kleinsten, die Ärmsten, die Letzten, die Verzweifelten, die an den Rand Gestellten, die Sünder.

 

Sei du der leuchtende Strahl meiner mütterlichen und barmherzigen Liebe.

 

Liebe deine Mitbrüder, besonders die Schwächsten, die Gebrechlichsten, jene, die fallen, jene, die  durch die Ketten der Leidenschaften, besonders des Stolzes und der Unreinheit, gefangen sind.

 

Opfere dich für sie jeden Tag im Schweigen, in der Verborgenheit, in der Demut, in der Fügsamkeit.

 

Werde das süße und sanfte Schlachtopfer, das von mir für das Wohl und die Rettung aller Priester

hingeopfert wird.

 

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Liebe immer, ohne dich je dabei zu ermüden

Alles soll von dir allein aus Liebe vollbracht werden

Den Weg, den du für mich machen mußt, aus Liebe

Das Kreuz, das du tragen mußt, aus Liebe

Die schwierige Arbeit, die du vollbringen mußt, aus Liebe.

Die Zönakel, die du hältst, aus Liebe.

Die Länder, die du durchreist, aus Liebe

Die fernen Kontinente, die du erreichst, aus Liebe

Das intensive Gebet, das ich von dir erbitte, aus Liebe

Das Leiden, das ich jeden Tag von dir erbitte, aus Liebe

Die Ermüdung, die dich erfaßt, aus Liebe

Die Erschöpfung, die dich hinstreckt, aus Liebe

Deine Begrenztheit, die dich abtötet, aus Liebe

Die Fehler, die dich begleiten, aus Liebe

Dein ganzes Leben, das du mir schenkst, aus Liebe

Nur so wirst du hier auf Erden die Verherrlichung Mariens sein.

Nur so wirst du die Mission erfüllen können- die ich dir anvertraut habe, und du wirst in

deiner Person, in deinem Leben und in deinen Werken den Garten meiner größten und außer ordentlichsten Wundertaten zum Blühen bringen.

Mit meinem Papst, mit allen meinen vielgeliebten Priestern mit den Kindern, die mir geweiht sind, segne ich dich mit Liebe und mit Freude.

 

 

Dongo (Como), 31. März 1988

Gründonnerstag

 

SEID EIN JOHANNES DES EUCHARISTISCHEN JESUS

^Meine vielgeliebten Priester, heute ist euer Festtag!

Es ist der Tag, der an das letzte Abendmahl, an die Einsetzung

 

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der Eucharistie und des neuen Priestertums im Abendmahlsaal von Jerusalem erinnert.

 

Es ist euer Festtag, weil auch ihr, denen das Dienstpriestertum Jesu mitgeteilt worden ist,

geistigerweise im Abendmahlsaal gegenwärtig wart.

 

Ich bin die Mutter von euch Priestern, weil ihr mir von Jesus in besonderer Weise in der Person

eures Bruders Johannes anvertraut worden seid. Tretet heute ein in das Zönakel meines

Unbefleckten Herzens.

 

Öffnet mir das Tor eures priesterlichen Heimes, damit ich dort als Mutter, die euch liebt, euch

heranbildet und euch führt, eintreten kann, indem ihr auch dem Wunsch entsprecht, den euch heute

mein Papst, der erste Sohn meiner mütterlichen Vorliebe, durch seinen Brief mitgeteilt hat.

 

Das ist die schönste Art und Weise, den Gründonnerstag des -Marianischen Jahres, das mir geweiht

ist, zu leben.

 

Dann führe ich euch dazu, das Geheimnis der Liebe eures Priestertums voll zu verwirklichen; ich

helfe euch, den Verpflichtungen, die ihr auf euch genommen habt, treu zu sein, besonders der

Verpflichtung des Zölibats; ich zeige euch den Weg, den ihr durchlaufen müßt, um auf ein so

großes Geschenk, das euch von meinem Sohn Jesus gemacht worden ist, zu antworten.

 

Ich bringe euch dazu, Priester nach seinem göttlichen und barmherzigen Herzen zu sein.

 

- Darum lasse ich euch in einer innigen Verbundenheit des Lebens mit mir auf eine einfache und

spontane Weise wachsen, so daß ich mit euch in der Wohnstätte eures priesterlichen Lebens ebenso

leben kann, wie ich mit dem Apostel Johannes in seinem Haus gelebt habe.

 

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Schaut, wie sich die kleinen Kinder von der Mutter führen lassen, ihren Anweisungen folgen, auf

ihre Lehren hören und alles von ihr erwarten.

 

Macht auch ihr es so.

 

Gewöhnt euch daran, alles mit mir zu tun: Wenn ihr aufsteht, betet, die heilige Messe zelebriert, das Stundengebet verrichtet, wenn ihr von eurer apostolischen Tätigkeit voll beansprucht seid.

 

Auch wenn ihr das Gotteshaus verschönert, neue Pläne verwirklichen wollt, macht es mit mir, im

Geiste kindlicher Vertrautheit und dauernder Abhängigkeit.

Dann wird nichts mehr den Frieden eures Herzens stören. Wenn mein Widersacher alles

unternehmen wird, um euch in Verwirrung zu bringen, wird er rund um euch einen

undurchdringlichen Panzer finden, und ihr werdet immer in einen dauernden Frieden versunken

sein; ihr werdet zum höchsten Gipfel der inneren Ruhe und der Betrachtung geführt werden.

 

- Ich führe euch auch zu einer tiefen Vertrautheit des Lebens, der Liebe, der Anbetung, der

Danksagung und der Sühne Jesus gegenüber, der in der Eucharistie gegenwärtig ist.

 

Mit dem Schwung des Glaubens, der euch erleuchtet, mit der Flamme der Liebe, die euch verzehrt,

mit der Kraft wahrhaft Liebender, wachsamer Wächter, müßt ihr das äußere Erscheinungsbild

überschreiten, um in der Seele die Gegenwart Jesu in der Eucharistie zu erfahren, denn unter dem

weißen Schleier jeder verwandelten Hostie ist Jesus wirklich unter euch gegenwärtig.

 

Ihr könnt ihn nicht sehen; es ist gleichsam so, als wenn ihr diesseits einer verschlossenen Türe

wäret und er wäre jenseits. Es ist allein diese dünne Scheidewand, die euch daran hindert,

ihn mit den Augen zu sehen, mit den Ohren zu hören und

 

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mit ihm durch die leiblichen Sinne in Verbindung zu sein. Ihr müßt jedoch das äußere

Erscheinungsbild überschreiten, um durch die Kräfte der Seele mit ihm eine Einheit zu bilden.

Die Kraft des Verstandes läßt euch Jesus im Glanz seines verherrlichten Leibes schauen,

wie er mir nach seiner Auferstehung erschienen ist, ganz Licht, mit seinem verklärten Antlitz, m

verherrlichter Gestalt, mit leuchtenden Wunden an seinen Füßen, die für euch soviel gewandert

sind; mit dem Lächeln unendlicher Güte und mit seinem durchbohrten Herzen, aus dem eine

leuchtende Quelle der Liebe und der Gnade hervorströmt.

 

Schaut ihn mit dem Licht des Verstandes im Glanz seiner Gottheit.

 

Jesus wird sich euch noch mehr offenbaren, er wird sich euch noch mehr mitteilen, und so werdet ihr ihn in einer schöneren Weise erkennen' als ihr ihn e mit den Sinnen des Leibes sehen

 

Die Kraft des Willens weist euch den Weg, immer seinen göttlichen Willen zu tun.

 

Wie der Kompaß zum Nordpol zeigt, wird euer Wille unwiderstehlich von seinem Willen angezogen.

Wenn ihr manchmal von diesem Willen abweicht, ist in euch

- fast ohne daß ihr euch dessen bewußt werdet - eine Kraft, die euch in die rechte Richtung leitet, damit euer Wille von   seinem göttlichen Willen aufgefangen werden kann.

 

Euer Geist wird dann immer mehr erleuchtet, damit ihr denkt, wie Jesus denkt, das wollt, was er will. So lebt ihr in einer Vertrautheit des Lebens mit Jesus, der in eurer priesterlichen Existenz noch heute seine göttliche Mission erfüllt, den Willen des Vaters zu tun: ,Siehe, o Gott, ich komme, deinen Willen zu tun. -Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.“

 

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Mit der Kraft der Liebe werdet ihr unwiderstehlich von seinem göttlichen und barmherzigen

Herzen angezogen.

 

Meine kleinen Kinder, euer Herz soll sich ganz versenken in sein eucharistisches Herz, damit ihr in

eine persönliche Lebensgemeinschaft mit Jesus eintretet.

 

Jesus wird euer kleines Herz ergreifen, es öffnen, es weit machen, es mit seiner Liebe erfüllen. Er

liebt in euch und ihr liebt in ihm. So werdet ihr immer mehr im staunenswerten Strom seiner

göttlichen, vollkommenen Liebe versinken.

 

Jeder von euch wird ein neuer Johannes sein. Denn der Lieblingsjünger war berufen zu einer tiefen

Vertrautheit im Umgang mit Jesus, als er noch in seinem irdischen Leib lebte. Als ein neuer

Johannes seid ihr nunmehr zu einer tiefen Vertrautheit des Lebens mit seinem verherrlichten Leib

berufen. Es ist ein Leib, der im Zustand des Opfers und verborgen unter der Gestalt des Brotes

wahrhaft gegenwärtig ist im Tabernakel.

 

Vielgeliebte Söhne, sucht Jesus, um euren Durst nach Glückseligkeit zu stillen; geht zu ihm, um euer großes Verlangen nach Liebe zu sättigen; legt auch ihr das Haupt an sein Herz, um seinen Schlag zu fühlen; lebt immer mit ihm. Ihr seid berufen, ein Johannes des eucharistischen Jesus zu sein.

 

- Ich vertraue euch meinen mütterlichen Wunsch an: Der eucharistische Jesus möge in euren

Kirchen eine königliche Wohnstätte finden, wo er von den Gläubigen verehrt und angebetet wird,

wo er auch dauernd von unzählbaren Scharen von Engeln, Heiligen und Armen Seelen umgeben

ist.

 

Laßt das allerheiligste Sakrament schmücken mit Blumen und Kerzen als Zeichen eurer Liebe und

Frömmigkeit. Setzt das Allerheiligste oft zur Verehrung der Gläubigen aus; vervielfältigt die

öffentlichen Anbetungsstunden, um die Gleichgültigkeit, die Schmähungen und die zahllosen

Sakrilegien zu sühnen. Sühnt vor allem die furchtbare Profanierung, denen es

 

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während der schwarzen Messen in einem diabolischen und gotteslästerlichen Kult ausgeliefert ist. Er verbreitet sich immer mehr und hat als Höhepunkt nicht aussprechbare und obszöne Akte gegen die Heiligste Eucharistie.

 

Darum ist die Welt in tiefste Nacht getaucht, in die Nacht der Sünde und der Unreinheit, des Egoismus und des Hasses, des Geizes und der Gottlosigkeit. Und es scheint nun, daß hier

nichts mehr fähig ist, sie zurückzuhalten, in einen Abgrund ohne Ende hinabzustürzen.

 

Aber jetzt ist die große Stunde der Gerechtigkeit und der göttlichen Barmherzigkeit gekommen.

 

Ihr, meine vielgeliebten Priester, seid berufen, das Licht der Welt zu sein und habt die Aufgabe, die Welt in diesen Tagen   dichter Finsternis zu erleuchten.

 

Darum verlange ich von euch heute, mich in das Haus eures  priesterlichen Lebens eintreten zu lassen, denn es ist auch die Stunde, in der das Unbefleckte Herz eurer himmlischen Mutter in euch triumphiert

 

 

 

Dongo (Como), 1. April 1988

Karfreitag

 

SIEHE, DEINE MUTTER

»Vielgeliebte Söhne, nehmt heute das höchste Geschenk meines Sohnes Jesus an, der daran ist, am Kreuz zu sterben.

 

Siehe, deine Mutter.

 

In diesem Augenblick befinde ich mich unter seinem Kreuz,

durchbohrt von einem Schwert des Schmerzes.

 

Ich habe meinen Sohn die steile Anhöhe von Kalvaria ersteigen sehen - erdrückt unter der Last des Kreuzes; das Haupt von

 

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der Dornenkrone verwundet; der Leib durch die Geißelung zu einer einzigen Wunde

zerschunden; das Angesicht von Blut und von Schmerz entstellt; seine Augen vom Weinen

verhüllt; sein Herz von der Last der Undankbarkeit und des Mangels an Liebe erdrückt.

 

Ich habe das Annageln der Nägel gefühlt, die ihm Hände und Füße durchbohrten; den starken

Aufprall des Kreuzes in der Erde, der bewirkte, daß er vor Schmerz aufschrie; die Seufzer seines

gekreuzigten Leibes in den letzten Stunden seines blutigen Todeskampfes.

 

Nun stehe ich unter dem Kreuz und bin erdrückt von dem Gewicht der Lästerungen und der

Ausbrüche des Hasses und von der unmenschlichen Bosheit jener, die seiner Hinrichtung

beiwohnen.

 

Ich sammle im mütterlichen Kelch meines Unbefleckten Herzens jeden Tropfen seines Leidens,

seines großen Durstes, die Verzeihung dem reuigen Schächer gegenüber, das Gebet für die, die ihn

kreuzigen, sein sich auch von Gott VerlassenFühlen und die Gebärde seiner kindlichen Hingabe an

den Willen des himmlischen Vaters.

 

Aber ein paar Augenblicke, bevor sich sein göttliches Herz dem irdischen Leben verschließt, öffnet

es sich für sein letztes Geschenk: Siehe, deine Mutter.

 

So bin ich die Mutter der ganzen von meinem Sohn erlösten Menschheit geworden.

 

Ich bin wahre Mutter von euch allen.

 

Das neue Grab, das ihn nun als Toten aufnimmt, verwandelt sich in die Wiege, in der ihr alle zum

Leben geboren werdet.

 

Nehmt dieses sein letztes Geschenk mit Liebe an, vielgeliebte Söhne, weil

neben der Wiege, in der ihr wiedergeboren wurdet, auch die Gegenwart der Mutter ist, die Jesus

euch geschenkt hat.

 

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Nehmt mich in euer Leben auf, damit ich euch unterstützen kann, denselben Weg zu durchlaufen,

auf dem Jesus euch vorausgegangen ist.

 

Öffnet mir die Pforten eures priesterlichen Hauses, damit ich es verschönern und mit Heiligkeit und

Reinheit schmücken kann.

 

Lebt jeden Tag zusammen mit mir, damit ihr bestärkt werdet, euer Kreuz zu tragen und Jesus bis

auf Kalvaria zu folgen.

 

Laßt euch von mir heranbilden, wenn ihr wollt, daß euer priesterliches Leben durch und durch vom

Erblühen aller Tugenden duftet.

 

Versteht am Karfreitag dieses Marianischen Jahres den ganzen Wert des Geschenkes, das Jesus

euch gemacht hat, als er sich auftat, um euch jene Worte zu sagen, die ihr nie mehr vergessen dürft:

 

SIEHE, DEINE MUTTER.

 

Und lebt immer in der Dankbarkeit Jesus gegenüber, weil er euch dieses sein letztes Geschenk

gemacht hat

 

 

Dongo (Como), 2. April 1988

Karsamstag

IM SCHMERZ MEINER TIEFEN BETRÜBNIS

»Es ist Karsamstag.

Es ist der Tag meines großen Schmerzes.

Es ist der Tag meines unaufhörlichen Gebetes.

 

Während dieses Marianischen Jahres, das mir geweiht ist, fällt dieser Tag mit dem ersten Samstag des Monats zusammen.

 

Ich bin vom Himmel gekommen, um von euch zu verlangen, mir die fünf ersten Monatssamstage

aufzuopfern. Ich habe das von meiner Tochter Schwester Lucia erbeten, als sie sich am 10.

Dezember 1925 im Konvent von Pontevedra befand.

 

828

 

 

Ich habe gebeten, diesen Tag im Geist der Sühne für die Beleidigungen zu verbringen, die eurer

himmlischen Mutter angetan werden.

Warum habe ich von euch gefordert, mir unter allen Tagen der Woche den Samstag aufzuopfern?

 

Um an die schmerzhaften Stunden zu erinnern, die ich während des einzigen Tages, an dem ich

ohne meinen Sohn zurückblieb, durchlitten habe.

 

Der Leib Jesu liegt tot da, er ist in sein neues Grab gelegt, und ich wache, dauernd gesammelt in meinem jungfräulichen Schmerz und in inniger Vereinigung des  Glaubens, der Liebe und der Hoffnung mit dem himmlischen Vater, der sich auf die Wunden

meiner unaussprechlichen Erwartung mit dem Kuß seiner göttlichen Stärkung herabneigt.

 

Heute will ich euch alle neben mir, der schmerzhaften Mutter, haben, um von euch getröstet zu

werden und euch zu lehren, mit Vertrauen zu beten, mit Fügsamkeit zu leiden, mit der Reinheit des

Herzens zu lieben, mit unerschütterlicher Gewißheit zu glauben und mit Heroismus zu hoffen, auch

gegen allen Anschein.

 

Es ist der Tag, an dem ich euch im Schmerz meiner tiefen Betrübnis berge und euch das Tor öffne,

damit ihr alle in die sichere Heimstätte meiner geistigen Mutterschaft eintreten könnt.

 

Es ist der Tag, der wie eine Blüte auf dem Heroismus meiner Liebe, meines Schmerzes, meines

Glaubens und meiner sicheren Hoffnung ersprossen ist.

 

Es ist der Tag eurer neuen Ruhe.

 

Deshalb lade ich euch ein, ihn mir aufzuopfern, indem ihr den heiligen Rosenkranz betet, seine

Geheimnisse betrachtet,

 

829

 

beichtet, die Sühnekommunion empfangt und euren Weihe

akt an mein Unbeflecktes Herz erneuert.

Auf diese Weise könnt ihr die Beleidigungen wiedergut

machen, die mir angetan werden und die mein Herz so sehr

leiden machen.

Unter den Irrtümern, die sich heute verbreiten, sind auch jene,

die die Person und die Ehre eurer himmlischen Mutter an

greifen.

 

Von einigen wird meine Unbefleckte Empfängnis und meine

Gnadenfülle geleugnet; andere glauben nicht mehr an das

große Privileg meiner immerwährenden Jungfräulichkeit und

meiner göttlichen und universalen Mutterschaft.

 

Es werden jene Kinder von mir entfernt, die mich in besonde

rer Weise brauchen, wie die Heranwachsenden, die Kleinen,

die Armen, die Einfachen, die Sünder.

 

Außerdem werden auch meine Bilder oft von den Kultstätten

weggeschafft.

 

Um diese Beleidigungen zu sühnen, die dem Unbefleckten

Herzen eurer himmlischen Mutter angetan werden, fordere

ich euch auf, auch heute weiterhin die Andacht der fünf ersten

Monatssamstage zu verbreiten.

 

Ich habe sie während der ersten Periode dieses eures Jahrhun

 gefordert; ich kehre heute zurück, um sie zu erbitten,

während sich dieses Jahrhundert seinem schmerzhaftesten

Ende zubewegt.

 

Wenn ihr macht, was ich von euch verlange, wird sich die Ver

ehrung mir gegenüber immer mehr verbreiten; dann werde

ich die große Macht, die mir von der Heiligsten Dreieinigkeit

gewährt worden ist, ausüben können.

 

So werde ich für die ganze Menschheit die neue Ära ihrer voll

kommenen Erneuerung im herrlichen Triumph meines

Sohnes Jesus vorbereiten können

 

830

Dongo (Como), 3. April 1988

Ostersonntag

FREUT EUCH MIT MIR

 

»Jesus, den ich mit unaussprechlicher Liebe in meinem jungfräulichen Schoß trug und neun

Monate lang Fleisch und Blut schenkte, um ihn auf seine menschliche Geburt vorzubereiten, ist auferstanden.

 

Freut euch mit mir.

 

Jesus, den ich als Kind in meinen Armen hielt und die ersten Schritte machen lehrte, den ich erzog

und heranwachsen half als liebevolle und aufmerksame Mutter, ist auferstanden.

 

Freut euch mit mir.

 

Jesus, den ich in seiner Kindheit betrachtete und sah, wie er sich nach dem Rhythmus seines

menschlichen Wachsens entwickelte und während seines Wachstumsalters zum Jüngling

heranreifte, ist auferstanden.

 

Freut euch mit mir.

 

Jesus, der das Unverständnis, das an den Rand Gestelltwerden und die dauernde Zurückweisung

von den religiösen Autoritäten auf sich nahm, während er immer mehr von den Kleinen, von den

Armen, den Kranken und den Sündern angenommen wurde und Gefolgschaft erhielt, ist

auferstanden.

 

Freut euch mit mir.

 

Jesus, der von seinen Jüngern verlassen, verleugnet, ausgeliefert, zum Tod durch das religiöse

Gericht verurteilt wurde, vor Pilatus gebracht, gegeißelt, mit Dornen gekrönt, zum Galgen

abgeführt und gekreuzigt wurde, ist auferstanden.

 

Freut euch mit mir.

 

Jesus, der am Kreuz getötet und in das Grab gelegt wurde, ist auferstanden.

 

831

 

Vielgeliebte Söhne, an diesem Ostertag freut euch mit mir.

 

Nehmt teil an meiner unaussprechlichen Freude, die mein Unbeflecktes Herz empfunden hat, als

vor meinen Augen, die noch mit Tränen benetzt waren, mir mein Sohn Jesus im göttlichen Glanz

seines verherrlichten Leibes sichtbar wurde.

 

In jenem Augenblick hat sich für die gesamte Menschheit der Schmerz in Freude verwandelt, die

Finsternis in Licht, die Bosheit in Güte, die Sünde in Gnade, der Haß in Liebe, der Tod in das

Leben, die Gerechtigkeit in den Triumph der göttlichen Barmherzigkeit.

 

Freut euch mit mir, vielgeliebte Söhne, indem ihr zusammen das freudenreiche Geheimnis dieses

Ostern des Marianischen Jahres, das mir geweiht ist, lebt.

 

Auch heute ist diese arme Menschheit, die noch im eisigen Grab der Sünde, der Zurückweisung

Gottes, des Hasses, der Gewalt, des Krieges, der Unreinheit und der Bosheit eingeschlossen ist,

aufgerufen, aus ihrem Grab der Finsternis und des Todes herauszukommen.

 

Freut euch alle mit mir, denn an diesem Tag seines Ostern verkünde ich euch, daß der

auferstandene Jesus im göttlichen Glanz seiner Majestät und seiner Herrlichkeit wiederkommen

wird.«

 

 

Dongo (Como), 1. Mai 1988

BRINGT MIR DIE DUFTENDEN BLUMEN DAR

»Ihr beginnt heute den Monat Mai dieses Marianischen Jahres, das mir geweiht ist.

Ich lade euch ein, ihn mit mir in einer intensiveren Gemeinschaft des Lebens mit eurer

himmlischen Mutter zu verbringen.

 

832

Meine Zeit ist gekommen, und nun bin ich daran, aus der Wüste, in der ich mich befinde,

herauszukommen, um meine großen Wundertaten zu vollbringen und meinen angekündigten Sieg

zu erlangen.

 

Deshalb brauche ich euch heute, vielgeliebte Söhne.

 

Ich will auf die ganze Welt das Licht meines Unbefleckten Herzens durch euch, die ihr mir durch

den Akt eurer vollkommenen Weihe gänzlich anvertraut seid, widerspiegeln.

 

Ich will durch euch handeln.

 

Ich will durch euch lieben und retten.

 

Ich will mich durch euch allen offenbaren und den Triumph meines Unbefleckten Herzens

vollziehen.

 

Ich bitte euch, diesen Monat in einer tiefen Vertrautheit des Lebens mit mir zu verbringen.

 

Bringt mir die duftenden Blumen eures Gebetes dar.

 

Betet mehr; betet mit Liebe und mit Ausdauer; betet mit dem Herzen.

 

Sammelt wieder rund um euch die Gläubigen, die euch anvertraut worden sind, um mit eurer

himmlischen Mutter ein wahres Zönakel dauernden Gebetes zu bilden, das auf die Kirche und die

Welt das Geschenk eines zweiten Pfingsten herabziehen kann.

 

Bringt mir die duftenden Blumen eures Vertrauens dar.

 

Mein Widersacher prüft euch mit der Versuchung des Zweifels und der Entmutigung.

 

Das ist der listige Hinterhalt, den er immer gebraucht, um euch auf dem Weg des totalen

Vertrauens auf mich zum Stehen zu bringen.

 

Wie viele von euch sind wegen des Zweifels, der Unsicherheit und des Unglaubens stehen

geblieben!

 

833

Kehrt zurück, um auf mich mit der Reinheit der kleinen Kinder zu hören.

Kehrt zurück, um an mich mit der Einfachheit der Armen zu glauben.

Kehrt zurück, um mir mit der Hingabe der Kinder zu folgen.

Bringt mir die duftenden Blumen eurer Liebe dar.

 

Liebt mehr. Liebt mit größerer Intensität.

 

Seid allen ein Beispiel, um das neue Gebot meines Sohnes Jesus zu leben: ,Liebet einander, wie ich

euch geliebt habe:

 

Richtet nicht; kritisiert nicht; verurteilt nicht.

 

Seid gut, zartfühlend und barmherzig mit allen.

 

Seid der Tau meiner mütterlichen Zartheit, der auf die Wüste des Egoismus und des Hasses, des

Mangels an Liebe und der Trockenheit herabsteigt.

 

In dieser Zeit stellt Satan auch diesem meinem Werk der Liebe sehr nach, indem er versucht, die

Spaltung unter euch zu säen.

 

Deshalb lade ich euch alle ein, diesem meinem kleinen Sohn gegenüber fügsamer, demütiger und

mit ihm mehr vereint zu sein. Ich habe ihn als Werkzeug für die Verbreitung der Marianischen

Priesterbewegung in allen Teilen der Welt erwählt.

 

Dann werden die duftenden Blumen des Gebetes, des Vertrauens und der Liebe, die ihr mir im

Monat Mai dieses Marianischen Jahres aufopfert, von mir als der angenehmste Ehrenerweis von

eurer Seite angenommen werden, ihr meine kleinen Kinder und mutigen Apostel, die ich für den

Triumph meines Unbefleckten Herzens erwählt habe

 

834

 

 

Marienfried (Deutschland), 13. Mai 1988

Jahrestag der ersten Erscheinung in Fatima

DAS IST DIE ZEIT

»Vielgeliebte Söhne, lebt in meinem Frieden.

Heute gedenkt ihr meiner ersten Erscheinung, die in der armen Cova da Iria in Fatima stattgefunden

hat.

Ich bin vom Himmel als eure Mutter und Königin herabgestiegen.

Ich habe mich euch im Glanz meines unbefleckten Lichtes offenbart.

Ich bin als die mit der Sonne bekleidete Frau erschienen, die den Auftrag hat, sich ihre Heerschar

für die entscheidenden Augenblicke des Kampfes heranzubilden.

Das ist die Zeit meines großes Lichtes.

 

Das ist die Zeit des Gebetes und der Buße.

Ich fordere euch heute weiterhin auf, besonders für die Bekehrung der armen Sünder, der Atheisten

und der Fernstehenden zu beten.

Betet immer den heiligen Rosenkranz.

Bringt Gebete und Opfer für die Rettung der Seelen dar, weil - ich wiederhole es heute noch - viele

in die Hölle kommen, weil niemand da ist, der für sie betet und sich für sie opfert.

Es ist die Zeit der Bekehrung und der Rückkefir zum Hers . _ . kommen.

Als Mutter nehme ich euch an der Hand und führe euch auf den Weg des Guten, der Liebe und der

Heiligkeit.

Ich erlange euch die Gnade der Reue, damit ihr fern von der Sünde, des Bösen und des Egoismus

leben könnt.

 

835

Jeden Tag möge die Zahl meiner Kinder größer werden, die der Sünde widersagen, um auf dem

Weg der Gnade Gottes gehen zu können.

Das Gesetz des Herrn möge immer mehr beobachtet und praktiziert werden.

Dann werden euch viele eurer Brüder und Schwestern auf dem Weg der Rückkehr zum Herrn und

der Rettung folgen.

 

Das ist die Zeit meines Friedens.

 

Den Kindern, die auf mich hören und sich meinem Unbefleckten Herzen weihen, mache ich das

Geschenk meines Friedens.

 

Ich bringe euch dazu, im Frieden des Herzens und der Seele zu leben.

 

Ich bewirke, daß ihr auch inmitten großer Verwirrung in der Heiterkeit bleibt.

 

Ihr erfahrt meine mütterliche Gegenwart, besonders in den Augenblicken der Gefahr und der Prüfung.

 

Ich zeichne euch mit meinem Siegel, damit ihr überallhin das Licht des Glaubens, der Heiligkeit und der Liebe in diesen Tagen dichter Dunkelheit verbreiten könnt.

 

Das ist die Zeit der großen Barmherzigkeit.

 

Das Herz Jesu ist daran, die Ströme seiner göttlichen und barmherzigen Liebe auszugießen.

 

Es ist für die Welt die Stunde der großen Barmherzigkeit gekommen.

 

Sie wird wie Tau auf jede Wunde herabsteigen; sie wird die härtesten Herzen öffnen; sie wird die

Seelen, die in der Sünde versunken sind, reinigen; sie wird die Sünder zur Bekehrung bringen und

allen die Gnade einer vollkommenen Erneuerung schenken.

 

836

 

An diesem Tag des Marianischen Jahres, das mir geweiht ist, lade ich euch ein, euch alle von

meinem unbefleckten Licht durchdringen zu lassen, damit ihr selber meine Strahlen werden könnt, die die Erde, die in die tiefste Finsternis eingehüllt ist, mit der Sonne der Reinheit und der Liebe erleuchten

 

 

Heede (Deutschland), 22. Mai 1988

Pfingstfest

DER HEILIGE GEIST WIRD KOMMEN

 

»Vielgeliebte Söhne, versammelt euch von allen Teilen der Erde, um diesen Tag im Zönakel

meines Unbefleckten Herzens zu leben.

Dieser Tag erinnert euch an die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel, die im Gebet

mit mir im Zönakel von Jerusalem versammelt waren.

 

An diesem Pfingsttag des Marianischen Jahres, das mir geweiht ist, lade ich euch ein, euer Gebet

mit jenem eurer himmlischen Mutter zu vereinigen, um das große Geschenk des zweiten Pfingsten

zu erlangen.

 

Die Zeit des zweiten Pfingsten ist gekommen.

Der Heilige Geist wird kommen wie ein himmlischer Tau der Gnade und des Feuers, der die ganze

Welt erneuert.

 

Unter seinem unwiderstehlichen Walten der Liebe wird sich die Kirche öffnen, um die neue Ara

ihrer größten Heiligkeit zu leben. Und sie wird in einem so starken Lieht erstrahlen, daß sie alle

Nationen der Erde an sich ziehen wird.

 

Der Heilige Geist wird kommen, damit sich der Wille des

himmlischen Vaters erfüllen und die gesamte Schöpfung erneut seine große Herrlichkeit

widerstrahlen kann.

 

837

Der Heilige Geist wird kommen, um das herrliche Reich Christi aufzurichten, und es wird ein

Reich der Gnade, der Heiligkeit, der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens sein. Mit seiner

 

erleuchten.

 

Jeder Mensch wird sich selber im brennenden Feuer der göttlichen Wahrheit sehen. Es wird wie ein

Gericht im Kleinen (Warnung) sein. Dann wird Jesus Christus sein herrliches Reich in die Welt bringen.

 

Der Heilige Geist wird kommen durch den Triumph meines Unbefleckten Herzens. Darum lade ich

euch heute alle ein; in das Zönakel meines Herzens einzutreten.

 

So werdet ihr vorbereitet sein, das Geschenk des Heiligen Geistes zu empfangen. Er wird euch

umwandeln und euch zu Werkzeugen machen, mit denen Jesus sein Reich errichten wird

 

 

Kloster von Le Bouveret (Wallis, Schweiz), 11. Juni 1988

Fest des Unbefleckten Herzens Mariens

DER GROSSE ABFALL

»Am Fest meines Unbefleckten Herzens dieses Marianischen Jahres, das mir geweiht ist, rufe ich

euch alle, vielgeliebte Söhne, in den himmlischen Garten einzutreten, den ich für euch in diesen

schmerzhaften und blutigen Augenblicken der Reinigung vorbereitet habe.

 

Die Stunde des großen Abfalls ist gekommen.

 

Es verwirklicht sich nun das, was von der göttlichen Schrift im zweiten Brief des hl. Paulus an die

Tessalonicher vorausgesagt worden ist.

 

838

 

Satan, meinem Widersacher, ist es gelungen, durch Täuschung und seine subtile Verführung

überallhin die Irrtümer zu verbreiten in Form von neuen und mehr auf den heutigen Stand

gebrachten Auslegungen der Wahrheit. Es ist ihm auch gelungen, viele zu verführen, bewußt die

Sünde zu wählen und in ihr zu leben - in der täuschenden Überzeugung, daß das nicht mehr ein

Übel ist, sondern vielmehr ein Wert und ein Gut.

 

Die Zeit der allgemeinen Verwirrung und des großen Durcheinanders der Geister ist gekommen.

 

Die Verwirrung ist in die Seelen und in das Leben so vieler meiner Kinder eingedrungen.

 

Dieser große Abfall verbreitet sich immer mehr auch im Innern der katholischen Kirche.

 

Die Irrtümer werden gelehrt und verbreitet und gleichzeitig leugnet man mit so großer

Leichtfertigkeit die fundamentalen Wahrheiten des Glaubens, die das authentische Lehramt der

Kirche immer gelehrt und energisch gegen jedwede häretische Abweichung verteidigt hat.

 

Die Episkopate bewahren ein sonderbares Stillschweigen und reagieren rocht immer.

Wenn mein Papst mit Mut spricht und die Wahrheiten des katholischen Glaubens mit Kraft erneut bestätigt, wird er kaum mehr angehört, sondern öffentlich kritisiert und ausgelacht.

 

Das ist eine subtile und teuflische Taktik, die geheim von der Freimaurerei eingefädelt wurde und

die man heute in den Konfrontationen mit dem Heiligen Vater gebraucht, um seine Person und sein

Werk lächerlich zu machen und sein Lehramt im Sand verlaufen zu lassen.

 

Opfer dieses großen Abfalls sind meine Kinder, die sich oft unbewußt von dieser Woge der

Irrtümer und des Bösen überfluten lassen.

 

839

Opfer dieses großen Abfalls sind viele Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubige.

In dieser Zeit wird in der katholischen Kirche ein kleiner Rest bleiben, der Christus, dem

Evangelium und all seiner Wahrheit treu sein wird.

Der kleine Rest wird eine kleine Herde bilden, die in der Tiefe meines Unbefleckten Herzens

ganz beschützt sein wird.

 

Diese kleine Herde wird von jenen Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Gläubigen gebildet

werden, die mit dem Papst fest vereint bleiben werden und die alle im Zönakel meines

Unbefleckten Herzens in einem Akt dauernden Gebetes, immerwährender Hinopferung und eines

sich totalen Aufopferns versammelt sind, um so den schmerzhaften Weg zur zweiten und herrlichen

Wiederkunft meines Sohnes Jesus vorzubereiten.

 

An diesem meinem Fest des Marianischen Jahres richte ich an all jene, die in der kleinen Herde

sein wollen, meinen mütterlichen Aufruf, sich meinem Herzen zu weihen, in der Vertrautheit des

Lebens mit mir zu leben und meine mutigen Apostel in diesen letzten Zeiten zu werden. Denn es ist

der Augenblick gekommen, in dem mein Unbeflecktes Herz vor der Kirche und der gesamten

Menschheit verherrlicht werden muß

 

 

Heiligtum von Knock (Irland), 29. Juni 1988

Hochfest der hl. Apostel Petrus und Paulus

MIT DEM GLAUBEN DES PETRUS

 

»Vielgeliebte Söhne, erleuchtet die Erde mit dem Licht Christi. Mit dem Glauben des Petrus sollt

ihr, meine vielgeliebten Söhne, die Menschen zu Christus bringen.

840

Allein auf Petrus hat Christus seine Kirche gegründet.

Allein für Petrus hat Jesus gebetet, damit sein Glaube immer unversehrt erhalten bleibe.

 

Allein dem Petrus hat der Herr die Aufgabe anvertraut, die Bruder im Glauben zu stärken.

 

Heute feiert ihr das Hochfest der heiligen Apostel Petrus und Paulus in diesem Marianischen Jahr,

das mir geweiht ist.

 

Als schmerzensreiche und besorgte Mutter lade ich euch alle ein, heute auf den Nachfolger des

Petrus, auf Papst Johannes Paul IL, zu schauen.

 

Er ist mein Papst.

 

Er ist der Papst, der von mir in der Tiefe meines Unbefleckten Herzens herangebildet worden ist.

 

Er ist der Papst meines großen Lichtes in dieser Zeit der großen Dunkelheit.

 

Mit dem Glauben des Petrus erleuchtet er die Erde und bestärkt die gesamte Kirche in der

Wahrheit.

 

Wie ein neuer Petrus predigt heute der Papst den unverkürzten Glauben an Christus, den Sohn

Gottes, und wie ein neuer Paulus geht er in alle Teile der Welt, um mit Mut seine Frohbotschaft der

Rettung zu verkünden.

 

Unterstützt den Papst mit eurer kindlichen Einheit.

 

Betet für ihn, leidet mit ihm, liebt ihn, umgebt ihn mit einer mächtigen Kraft demütigen und

mutigen Gehorsams.

 

Das Herz des Papstes blutet heute wegen eines Bischofs der heiligen Kirche Gottes: dieser Bischof

eröffnet nämlich mit einer willkürlichen Bischofsweihe, die er gegen den Willen des Papstes

unternimmt, ein schmerzhaftes Schisma in der katholischen Kirche.

 

Aber das ist erst der Anfang.

 

841

Tatsächlich sind nun viele Bischöfe nicht mehr mit dem Papst geeint und gehen einen Weg, der

entgegengesetzt ist zu dem von ihm angezeigten.

 

Und das ist eine größere und gefährlichere Spaltung - auch wenn sie noch nicht sichtbar geworden

ist -, die meinem Mutterherzen Schmerz bereitet und es bluten macht und die meinen Papst unter

dem Gewicht eines zu schweren Kreuzes gleichsam zum Fallen bringt.

 

Ich habe euch vorbereitet, damit ihr ihn unterstützen könnt, sein großes Kreuz zu tragen.

 

Deshalb ist die Stunde gekommen, in der in all seiner Stärke und in all seinem Glanz das große

Heer erscheinen muß, das ich mir in diesen Jahren in der Stille und in der Verborgenheit in allen

Teilen der Welt mit meiner Marianischen Priesterbewegung zur Verteidigung und zur starken

Unterstützung des Papstes vorbereitet habe.

 

So beginnt sich der Plan der kleinen Herde klar abzuzeichnen, die Christus und seiner Kirche treu

bleiben wird - ganz beschützt im Garten meines Unbefleckten Herzens

 

 

Rubbio (Vicenza), 15. August 1988

Aufnahme Mariens in den Himmel und feierliche Schließung des Marianischen Jahres

ICH GRIFF MÄCHTIG EIN

»Vielgeliebte Söhne, lebt in meinem Frieden. Heute schaut ihr auf mich, die mit der Sonne

bekleidete Frau, an dem Tag, da die ganze Kirche das Privileg meiner leiblichen Aufnahme in den

Himmel feiert. Mein Papst hat dieses Hochfest gewählt, um offiziell den Zeitraum abzuschließen,

der mir mit einem speziellen Mariani-

 

842

schen Jahr zu meiner Ehre geweiht wurde und der am Pfingsttag des vergangenen Jahres begann.

Auch wenn es nicht entsprechend den Erwartungen und Wünschen meines Unbefleckten Herzens

gelebt wurde, habe ich dennoch dieses besondere Anerbieten, das mir mein Papst machen wollte,

im Namen der gesamten Kirche angenommen.

 

In diesem Marianischen Jahr, das heute den Augenblick seines Abschlusses erlebt, griff ich im

Leben der Kirche und der Menschheit mächtig ein.

 

In diesem Marianischen Jahr konnte ich meinen mütterlichen Einfluß im Herzen, in der Seele und

im Leben so vieler meiner Kinder, die mir das Tor ihrer Existenz geöffnet haben, wirksam ausüben.

 

Besonders konnte ich meine große Macht im Leben aller jener Kinder ausüben, die sich mir mit

ihrem Weiheakt an mein Unbeflecktes Herz vollkommen anvertraut haben.

 

In diesem meinem himmlischen Garten bereitete ich zahlreiche Sprossen großer Heiligkeit für die

neue Ara vor, die bereits vor der Tür steht.

 

In diesem Marianischen Jahr griff ich auch im Leben der Kirche mächtig ein.

 

Nun bedrängen sie die dunklen Mächte des Bösen von allen Teilen: die dunklen Komplotte, die von

der Freimaurerei eingefädelt wurden, von ihren zahlreichen Anhängern, die sich bis zum Gipfel der

Kirche einschlichen, brachten es zuwege, das Handeln der Kirche zu lähmen und ihren

apostolischen Eifer auszulöschen.

 

Viele, auch selbst unter den Hirten, sind durch Trockenheit und durch Lauheit krank, während

diese meine Beliebteste Tochter die Stunde ihres Todeskampfes durchlebt.

 

843

 

Ich stelle mich neben die Kirche, meine Tochter, um mit ihr die schmerzhaften Augenblicke ihres

Todeskampfes und ihrer großen Verlassenheit zu leben, um die Bitterkeit ihres Kelches

auszukosten, um ihr Leiden mitzuleiden und um an allen ihren tiefen Wunden teilzuhaben.

 

In diesem Marianischen Jahr griff ich mächtig ein, um diese arme verlorene Menschheit zu retten.

 

Leider ist meine Einladung zur Bekehrung nicht angenommen worden.

 

Man geht weiter auf der Straße des Abfalls, der Rebellion gegen Gott, der Sünde, des sozialen

Übels, der Gotteslästerung, des Hasses und der Unreinheit.

 

Nun habe ich all jene Kinder, die auf mich hören und mir folgen, angeregt, sich in Zönakeln des Gebetes und der Buße zu versammeln, um von Jesus das große Geschenk seiner göttlichen Barmherzigkeit zu erlangen.

 

Wie viel Trost hat mein schmerzenreiches Herz erfahren, als es sah, daß diese Zönakel sich überall

verbreiteten und sich in diesem Marianischen Jahr an Zahl und Großmut vervielfältigt haben!

 

Und aufgrund der großen Antwort des Gebetes und der Buße, die von seiten so vieler meiner

Kinder gegeben wurde, habe ich von der göttlichen Gerechtigkeit erlangen können, daß ein großes

Strafgericht, das die ganze Menschheit hätte treffen sollen, noch einmal verhindert wurde.

 

Mit dem Abschluß des Marianischen Jahres geht nun aber auch der Zeitraum, der vom Herrn der

Menschheit für ihre Bekehrung gewährt wurde, seinem Ende entgegen.

 

Nun seid ihr an der Schwelle der Ereignisse, die euch vorausgesagt wurden.

 

844

Deshalb lade ich euch ein, alle auf dem Weg der göttlichen Gnade, der Heiligkeit, der Reinheit und

des Gebetes, des kindlichen Vertrauens und der Zuversicht zu gehen.

Glaubt an das, was ich euch sage, und verbleibt in meinem Frieden und in meinem Licht.

Nur so könnt ihr die Erde in diesen Tagen dichter Dunkelheit erleuchten.

Von diesem heiligen Berg schaue ich mit den Augen der Barmherzigkeit auf euch alle und segne

euch.«

 

 

St. Gabriel, Mödling bei Wien, 31. August 1988

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB von Österreich,

Deutschland, Jugoslawien und Ungarn

 

DIE AUGEN ZU MARIA ERHOBEN

 

»Vielgeliebte Söhne, wie sehr tröstet es mein schmerzenreiches Herz, euch alle hier zusammen in

einem Zönakel, das eine Woche lang dauert, zu sehen.

 

Ich vereinige mich immer mit eurem Gebet, das ihr mit mir und durch mich verrichtet.

 

Ich nehme mit Freude an eurer Fraternität teil und bewirke eine größere Liebe unter euch, ich helfe

euch, einander zu verstehen und auf dem schwierigen Weg eurer Zeit noch mehr vereint

voranzuschreiten.

 

Ich nehme mit Freude euren Weiheakt an mein Unbeflecktes Herz an, den ihr jeden Tag während

der Konzelebration der heiligen Messe erneuert.

 

Ich erlange euch in Überfülle die Gabe des Heiligen Geistes, der euch vom Vater und vom Sohn

durch die mächtige Fürbitte eurer himmlischen Mutter vermittelt wird.

 

845

 

Ihr seid in meine Zeit eingetreten.

 

Ihr seid berufen, meine Apostel in diesen letzten Zeiten zu sein.

 

Das Marianische Jahr, das in diesem Monat offiziell beendet wurde, war von mir als Anfang einer

Zeitperiode gewollt, in der eure himmlische Mutter in einer immer stärkeren Weise

in den Herzen, in den Seelen und im Leben ihrer Kinder wirken wird, um den Triumph des

Unbefleckten Herzens in der Welt zu verwirklichen.

 

Es beginnt nun die Zeit der zu Maria ,erhobenen Acagen;wie

euch mein Papst Johannes Paul II. gesagt hat.

 

Die Augen zu Maria erhoben: so werdet ihr vom jungfräulichen Licht meines Glaubens erleuchtet

werden, das euch dazu bringt, mit Demut das Wort Gottes anzunehmen, es mit Liebe zu bewahren,

mit Geradlinigkeit zu leben und mit Treue zu predigen.

 

Ich erleuchte euch den Weg, den ihr gehen müßt, damit ihr immer im wahren Glauben verbleibt

und selber mutige Zeugen des Glaubens werdet.

 

Wie viele Irrtümer werden in euren Ländern verbreitet, die oft vom stolzen Verhalten von sehen so

vieler Theologen, die nicht mehr das Lehramt der Kirche annehmen, verursacht werden.

 

Und so entfernen sich jeden Tag viele meiner Kinder vom wahren Glauben und fallen in die tiefe

Finsternis der Apostasie.

 

Ihr sollt heute starke Glaubenszeugen sein, indem ihr mit Fügsamkeit all das annehmt, was der

Papst und das authentische Lehramt der Kirche weiterhin lehrt, und indem ihr alle Wahrheiten des

katholischen Glaubens verkündet, besonders jene, über die heute nicht mehr gepredigt wird.

 

846

 

Dann werdet ihr zum Licht für so viele eurer Brüder werden, die in der tiefsten Finsternis wandeln.

Die Augen zu Maria erhoben: so werdet ihr vom jungfräulichen Licht meiner Reinheit und

meiner Heiligkeit erleuchtet werden.

 

Wie viele leben heute eingehüllt in der Finsternis der Sünde, des Bösen, der Unreinheit, des

Stolzes, des Fluchens, des Götzendienstes und der Gottlosigkeit.

 

Ihr müßt mir auf dem Weg der Heiligkeit folgen, die man durch einen starken Einsatz erreicht, die

Sünde in allen ihren hinterlistigen Erscheinungsformen zu bekämpfen, damit ihr in der Gnade

Gottes, in der Liebe, in der Reinheit, in der Mildtätigkeit und in der Ausübung aller Tugenden

leben könnt. Dann tragt ihr dazu bei, die große Wunde des Materialismus zu heilen, der die

Krankheit der Unmoral, der erbitterten Genußsucht, des Wohlstands, des entfesselten Egoismus,

des Geizes und der Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen der Kleinen, der Armen und der

am meisten an den Rand Gedrängten in eure Länder gebracht hat.

 

Die Augen zu Maria erhoben.' so werdet ihr vom jungfräulichen Licht meines Gebetes und meiner

mütterlichen Liebe erleuchtet werden.

 

Vervielfältigt eure Gebetszönakel.

 

Betet immer den heiligen Rosenkranz.

 

Verbreitet in euren Ländern die Familienzönakel als Heilmittel gegen die großen Übel, die eure

Familien mit der Trennung, der Ehescheidung und mit der Legitimierung der Abtreibung und aller

Mittel zur Verhütung des Lebens bedrohen.

 

Eurer Gebet sei immer auf Jesus in der Eucharistie ausgerichtet.

 

847

Es sei ein Gebet der dauernden Anbetung, der Sühne, des Lobes und des Dankes zum

eucharistischen Jesus.

Überall möge die Liebe zu Jesus, der in der Eucharistie gegenwärtig ist, und seine Anbetung neu

erblühen.

 

Das Kommen des herrlichen Reiches Christi wird mit dem Triumph des eucharistischen Reiches

Jesu zusammenfallen. Liebt Jesus, ahmt ihn nach und geht auf dem Weg der Verachtung der Welt

und von euch selbst.

 

Das Licht Christi sei das einzige Licht, das euch im Blickfeld meiner mütterlichen und

barmherzigen Augen im Moment der großen Bedrängnis, den ihr durchlebt, erleuchtet.

 

Mein Licht, das sich wie die Morgenröte erhebt, verbreitet sich vom Osten her und wird immer

stärker, bis es die ganze Welt erleuchtet.

 

Verlaßt dieses Zönakel mit dem Licht Christi und denn Licht eurer unbefleckten Mutter und geht

hinaus, uni die Erde in diesen Tagen tiefer Finsternis zu erleuchten.

 

Zusammen mit Osterreich und Deutschland segne ich von hier aus die benachbarten Länder, die

noch unter dem Joch einer großen Sklaverei sind, und ich verkünde euch heute, daß der Augenblick

ihrer Befreiung nahe ist

 

 

Paris - Basilika des heiligsten Herzens Jesu von Montmartre

(Frankreich), 11. September 1988

Zönakel mit Priestern und Gläubigen der MPB

DIE LIEBE WIRD NICHT GELIEBT

 

»Vielgeliebte Söhne, wie sehr liebt euch Jesus!

Sein göttliches Herz ist ein Glutofen brennendster Liebe zueuch.

848

Aus Liebe zu euch ist das Wort vom Schoß des Vaters in meinen jungfräulichen, mütterlichen

Schoß herabgestiegen und Mensch geworden.

Aus Liebe zu euch hat Jesus ein demütiges, armes und verborgenes Leben gelebt, das er in Gebet

und Arbeit verbracht hat. Aus Liebe zu euch hat Jesus das Leiden, die Verdemütigung und das

Ausgestoßenwerden auf sich genommen.

Aus Liebe zu euch ist Jesus der Schmerzensmann geworden, hat er sich als Ganzopfer am Kreuz

dargebracht.

Aus Liebe zu euch hat er sich verurteilen, verspotten, quälen, kreuzigen und töten lassen.

Aus Liebe zu euch ist er auferstanden und zum Himmel aufgefahren, wo er zur Rechten des Vaters

sitzt.

Aus Liebe zu euch bleibt Jesus immer unter euch im Zustand

des Opfers im Sakrament der Eucharistie gegenwärtig.

Aus Liebe zu euch hat er euch auch seine Mutter geschenkt.

O, ihr meine armen Kinder, die ihr so sehr in dieser Zeit der

großen Bedrängnis geprüft werdet, wenn ihr wüßtet, wie sehr euch das Herz Jesu hebt!

Jesus liebt euch, und von euch empfängt er Undankbarkeit und Gleichgültigkeit und keine

Resonanz.

Jesus liebt euch, und ihr lebt, als ob es ihn nicht gäbe.

Jesus liebt euch und sein Herz schlägt aus Liebe zu euch in der Eucharistie, und ihr laßt ihn allein,

verlassen, umvon einer großen Leere und von so viel Unglauben.

Wie noch nie wird heute in d'

nicht geliebt.

fieser stürmischen Zeit die Liebe

Gestattet nun eurer himmlischen Mutter, euch zur Liebe heranzubilden, euch in der Liebe wachsen

zu lassen und euch

jeden Tag auf den Weg der vollkommenen Liebe zu führen.

 

849

Nur so wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren können.

Allein so werdet ihr die Erde mit der Sonne der göttlichen Liebe erleuchten können, die es

schließlich zustandebringen wird, jede Finsternis zu verscheuchen, damit auf der Welt endlich die

neue Ära der Zivilisation der Liebe erstrahlen kann

 

 

Lourdes (Frankreich), 18. September 1988

Zönakel mit Priestern und Gläubigen der MPB

EIN ZEITRAUM VON ZEHN JAHREN

 

Von allen Teilen Frankreichs kommt ihr heute zu Füßen desjenigen Felsens, auf dem ich als die

Unbefleckte Empfängnis erschienen bin, um euer großes Zönakel des Gebetes und der

Brüderlichkeit zu halten und um den Weiheakt an mein Unbeflecktes Herz gemeinsam zu erneuern.

Von hier aus segne ich meine Bewegung; von hier aus segne ich jeden von euch; von hier aus segne

ich die Kirche und die ganze Menschheit.

 

Ihr seid in meine Zeit eingetreten.

 

An diesem Tag verlange ich von euch, mir die ganze Zeitspanne zu weihen, die euch noch vom Ende dieses eures Jahrhunderts trennt.

 

Es ist ein Zeitraum von zehn Jahren

 

Es sind zehn ganz wichtige Jahre. Es sind zehn entscheidende Jahre.

 

Ich verlange von euch, sie mit mir zu verbringen, denn ihr tretet in den abschließenden Zeitraum

des zweiten Advents ein, der euch zum Triumph meines Unbefleckten Herzens bei der herrlichen Wiederkunft meines Sohnes Jesus führt.

 

In diesem Zeitraum von zehn Jahren wird sich die Fülle der Zeit vollenden, die euch von mir

vorausgesagt worden ist, beginnend mit La Salette bis zu meinen letzten und aktuellen

Erscheinungen.

 

In diesem Zeitraum von zehn Jahren wird die Reinigung, die ihr seit Jahren zu durchleben daran

seid, an ihrem Höhepunkt angelangt sein, und darum werden die Leiden für alle größer werden.

 

In diesem Zeitraum von zehn Jahren wird die Zeit der großen Bedrängnis reif werden, die euch von

der göttlichen Schrift vor dem zweiten Kommen Jesu vorausgesagt worden ist.

 

In diesem Zeitraum von zehn Jahren wird sich die geheime Macht der Gesetzwidrigkeit offenbaren,

die von der immer größeren Ausdehnung des Abfalls vorbereitet wird.

 

In diesem Zeitraum von zehn Jahren werden sich alle Geheimnisse verwirklichen, die ich einigen

meiner Kinder geoffenbart habe, und es werden sich auch alle Geschehnisse erfüllen, die euch von

mir vorausgesagt worden sind.

 

 

Darum verlange ich heute von euch, mir diesen ganzen Zeitraum zu weihen, gleichsam als wäre es

ein ausgedehnteres und dauerndes Marianisches Jahr.

 

Öffnet mir die Tore eurer Herzen und laßt mich in euch arbeiten.

 

Öffnet mir die Tore eurer Familien, eurer Pfarren, eurer Ordenshäuser, und laßt es zu, daß das

unbefleckte Licht meiner Gegenwart einströmt.

 

Vervielfältigt eure Zönakel des Gebetes und lebt im größten Vertrauen und in einer kindlichen

Hingabe an mich, ohne euch von der leeren Neugierde zu wissen, was euch erwartet,

erfassen zu lassen.

 

851

 

Das Wasser der göttlichen Barmherzigkeit möge euch von jeder Sünde reinigen und euch zu neuen

Blüten für die Ära der Gnade und der Heiligkeit machen, die ich jeden Tag in meinem

Unbefleckten Herzen für euch bereite.

 

Von diesem meinem so sehr verehrten Heiligtum segne ich euch alle

 

 

Madrid (Spanien), 29. September 1988

Geistliche Übungen in Form eines dauernden Zönakels mit Priestern der MPB von Spanien

 

AN DIE ENGEL DER KIRCHEN

 

»Vielgeliebte Söhne, ihr habt die geistlichen Exerzitien beendet, die ihr in Form eines dauernden

Zönakels in diesen Tagen gehalten habt. Und ihr seid von allen Teilen Spaniens gekommen. Dieses

von mir so geliebte Land wird von meinem Widersacher besonders angegriffen und getroffen.

 

Der Ehrenerweis eures Gebetes, eurer Brüderlichkeit und eurer Liebe hat mir gefallen.

 

Von meinem Unbefleckten Herzen habe ich einen reichen Tau von Gnaden auf euch, auf die

Gläubigen, die euch anvertraut sind, auf die Kirche und euer Vaterland herabsteigen lassen.

 

Drei Hinterhalte sind es, mit denen Satan heute versucht, euch zu verführen und euch von Jesus und

von mir zu entfernen.

 

- Der erste Hinterhalt betrifft euer Vaterland, das sich offiziell von dem Weg seiner

jahrhundertelangen Treue zur christlichen Tradition entfernt hat, um die atheistischen und

materialistischen Ideologien anzunehmen.

 

852

So wurde der Irrtum der Gleichgültigkeit im politischen und sozialen Leben angenommen, und im

Namen einer falschen Freiheit hat man die Ehescheidung, die Abtreibung und alle Mittel zur

Verhütung des Lebens legitimiert.

Was bleibt heute vom Christlichen in dieser eurer Nation, die auch durch das Beispiel so vieler

seiner Heiligen und so vieler seiner Märtyrer ein Licht für die ganze Welt war?

Kehr zurück, o Spanien, auf den Weg der Bekehrung und deiner so großen Treue zu Christus!

 

Der zweite Hinterhalt betrifft die Kirche in eurem Land.

Sie ist von einem Säkularismus durchdrungen, der besonders das Leben so vieler Priester und so vieler Ordensleute getroffen hat; sie ist von einer tiefen und inneren Spaltung verwundet: ihre Hirten, die aus Furcht, sich den Kritiken auszusetzen, schweigen, verteidigen die Herde, die ihnen von Christus anvertraut worden ist, nicht mehr.

 

An euch, die ihr die Engel der Kirchen seid, richte ich heute wegen eures Mangels an Glauben,

Eifer, Gebet und an Heiligkeit den besorgten Vorwurf meines mütterlichen Herzens.

Der Herr ist daran, von euch Rechenschaft zu verlangen, wie ihr seinen Weinberg verwaltet habt

und warum ihr es zugelassen habt, daß darin reißende Wölfe eindrangen, die sich als Schafe

verkleideten, um die zertretene und zerstreute Herde zu verschlingen.

 

- Der dritte Hinterhalt betrifft das Leben meiner Kinder, besonders das der Jugendlichen, die von

einer so großen, sich ständig verbreitenden Unmoral bedroht sind.

Ich verlange, daß man auf den Weg einer allgemeinen Bekehrung zum Herrn durch die

Beobachtung des Gesetzes Gottes und die Ausübung der christlichen Tugenden, vor allem der Buße

und der Liebe, zurückkehrt.

 

853

 

Der Duft eurer Reinheit möge erneut eure Umgebung heilen, die so voll von Bedrohungen und

Gefahren ist.

 

Vertraut euch der Obhut der Schutzengel an, besonders der Erzengel St. Gabriel, St. Rafael und St.

Michael, deren Fest ihr heute feiert.

So werdet ihr mit der Tugend des Starkmutes bekleidet, die heute so notwendig ist; ihr werdet von

den tiefen Wunden geheilt, die euch getroffen haben, und besonders werdet ihr immer von St.

Michael verteidigt werden in dem furchtbaren Kampf, der gerade in diesen letzten Zeiten zwischen

Himmel und Erde ausgetragen wird.

Und schließlich werdet ihr alle für den nahen Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt

am siegreichen Heer, das von eurer himmlischen Heerführerin, der mit der Sonne bekleideten Frau,

angeführt wird, teilnehmen können

 

 

Fatima (Portugal), 13. Oktober 1988

71. Jahrestag der letzten Erscheinung

 

ICH ÖFFNE EUCH DAS VERSIEGELTE BUCH

»Heute beschließt du hier in Fatima die Zönakel, die du in diesem Marianischen Jahr in allen

Ländern Europas mit den Priestern und den Gläubigen meiner Bewegung gehalten hast.

 

Nun ist mein großes Netz der Liebe und der Rettung in allen Erdteilen ausgespannt.

 

Von diesem Ort aus, wo ich als die mit der Sonne bekleidete Frau erschienen bin, verkünde ich

euch, daß der Höhepunkt der Zeit der Reinigung gekommen ist und daß ihr deshalb gerufen seid,

die schmerzlichsten Augenblicke von all dem, was euch vorausgesagt worden ist, zu erleben.

 

854

Der Herr sendet mich zu euch, damit ich die Aufgabe vollende, die mir von der Heiligsten

Dreieinigkeit in dieser eurer Zeit anvertraut worden ist.

 

Ich öffne euch das versiegelte Buch, damit die Geheimnisse, die in ihm enthalten sind, geoffenbart

werden.

 

Ich habe euch aus allen Teilen versammelt, und ihr seid von mir herangebildet worden, um für die

großen Ereignisse, die euch erwarten, bereit zu sein.

 

Nur so könnt ihr eure wichtige Mission erfüllen.

 

Im, großen Glaubensabfall, der sich überallhin verbreitet hat, müßt ihr im wahren Glauben stark

verwurzelt bleiben und mutige Zeugen des Glaubens sein.

 

In der großen Bedrängnis, die ihr gerade erlebt, müßt ihr das Zeichen meines Friedens und meines

mütterlichen Schutzes werden.

 

In der großen Strafe, die nun daran ist, diese Welt zu treffen, müßt ihr allen helfen, auf dem Weg

des Vertrauens, des Gebetes, der Hoffnung und der kindlichen Hingabe an die Liebe eures

himmlischen Vaters zu gehen.

 

Mein Licht wird immer stärker werden, um die Ankunft Jesu, des Königs der Gerechtigkeit und des

Friedens, anzukündigen, der alles erneuern wird.

 

Von diesem meinem verehrungswürdigen Heiligtum fordere ich euch auf, mein Wort anzunehmen

und an meine Botschaften zu glauben.

 

Öffnet mir die Tore eurer Herzen und lebt im Frieden und in der Gnade des Herrn.

 

Ich bin die Königin des heiligen Rosenkranzes und segne euch alle mit diesem Zeichen meines

sicheren Sieges.«

 

855

Zagreb (Jugoslawien), 27. Oktober 1988

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels mit Priestern

der MPB slowenischer und kroatischer Sprache

ES IST EURE STUNDE

»Vielgeliebte Söhne, wie sehr freue ich mich, euch hier als so viele Bruder, die einander lieben,

vereint zu sehen, um in einem Zönakel, das die wunderbare Wirklichkeit jenes von Jerusalem

erneuert, mit mir zu beten!

 

Auch ihr seid in diesem Haus mit mir versammelt, um einander zu lieben, um zusammen zu beten und über euer Leben der Weihe an mein Unbeflecktes Herz zu betrachten.

 

Wie viele Gnaden lasse ich in diesen Tagen auf die Kirche und auf die Welt herabsteigen!

Wie viele Gnaden lasse ich aus meinem Unbefleckten Herzen für euch entspringen, für die ganze

Bewegung und für euer Vaterland, das leidvolle und schwierige Augenblicke durchmacht und das

es so nötig hat, von eurer himmlischen Mutter unterstützt zu werden.

Ich bin die Mutter und Königin eures Vaterlandes.

Ich liebe euch mit einer besonderen mütterlichen Zärtlichkeit.

Heute will ich Stärkung und Trost allen jenen bringen, die in diesem von mir besonders geliebten

Land leben.

Deshalb bediene ich mich euer, meine Priester und meine Kinder, die ihr meinem Unbefleckten

Herzen geweiht seid.

Es ist eure Stunde.

Es ist die Stunde eures öffentlichen Zeugnisgebens.

 

- Seid Zeugen der Liebe.

Liebt eure Brüder mit dem Herzen Jesu und mit meinem mütterlichen Herzen. Liebt alle, besonders

die ganz Entfern-

 

856

ten, die Ärmsten, die es besonders nötig haben, die am meisten leiden.

 

Liebt die Sünder mit meinem Herzen, all jene, die auf der Straße der Zurückweisung Gottes, des

Atheismus, des Hasses, der Gewalt und der Unreinheit gehen.

 

Eure Liebe möge nun gleichsam als meine mütterliche Medizin auf so viele offene und blutende

Wunden herabsteigen. So werdet ihr Friedensstifter und Förderer der Gemeinschaft und der großen

Brüderlichkeit werden.

 

- Seid Zeugen des Gebetes.

Betet immer; betet mehr; betet mit dem heiligen Rosenkranz.

Vervielfältigt die Zönakel des Gebetes unter euch Priestern und mit den Gläubigen.

Verbreitet um euch herum besonders die Familienzönakel, die von mir gewollt sind als Heilmittel

gegen die großen Übel, die heute die Existenz der christlichen Familie durch die Legitimierung der

Abtreibung, der Ehescheidung und aller Mittel

zur Verhütung des Lebens bedrohen.

 

Mit dem Gebet könnt ihr alles vom Herrn erhalten.

 

Mit dem Gebet, das mit mir, eurer himmlischen Mutter, gebetet wird, könnt ihr das große Geschenk

der Wandlung der Herzen und der Bekehrung erlangen.

 

Jeden Tag könnt ihr mit dem Gebet von euch und eurem Vaterland so viele Gefahren und so viele

Übel abwenden.

 

- Seid Zeugen der Barmherzigkeit.

Heute müßt ihr besonders ein großes und außergewöhnliches Zeichen der göttlichen

Barmherzigkeit sein.

 

Möge euer Herz dem Herzen Jesu ähnlich sein: gut, geduldig,

sanft, demütig und barmherzig.

 

857

So werdet ihr immer das Licht der göttlichen Liebe verschenken und alle auf den Weg der

Rettung bringen.

 

Richtet nie. Verurteilt niemanden.

 

Eure Aufgabe besteht allein darin, mit der übernatürlichen Kraft eures Gebetes, eures Leidens und

eurer Hinopferung zu retten.

 

Das Wunder der barmherzigen Liebe Jesu ist daran, sich in eurer Zeit zu verwirklichen. Darin

besteht der Triumph meines Unbefleckten Herzens: im größten Triumph der barmherzigen Liebe

Jesu, der die ganze Welt umwandeln und euch zu einer neuen Ara der Liebe, der Heiligkeit und des

Friedens führen wird.

 

Von diesem Zönakel aus segne ich euch alle, meine Bewegung, euer Vaterland, die Kirche und die

ganze Menschheit.«

 

 

Dongo (Como), 12. November 1988

Hl. Märtyrer Josaphat

IHR WERDET VERFOLGT WERDEN

»Vielgeliebte Söhne, weil dies eure Stunde ist, seid ihr berufen, immer mehr zu leiden.

Jesus lädt euch ein, ihm auf dem Weg nach Kaivaria zu folgen.

 

Ich sehe, wie groß das Kreuz ist, das ihr heute tragen müßt, und ich bin jedem von euch mit meiner

mütterlichen Zärtlichkeit nahe.

 

- Laßt euch nicht von der Trostlosigkeit erfassen.

Oft verwundet euch mein Gegner, indem er sich guter Menschen bedient, denen ihr auch auf so

viele Weisen Wohltaten erwiesen habt.

 

Manchmal bedient er sich sogar selbst eurer Mitbrüder.

 

858

 

Es ist die Zeit gekommen, die ich euch vorhergesagt habe, da Priester, die mich verehren, auf mich

hören und mir folgen, von anderen Priestern, die auch Söhne meiner mütterlichen Vorliebe sind,

verlacht, verspottet und bekämpft werden.

 

Ihr seid daher berufen, in den Garten von Getsemani zu gehen, zusammen mit Jesus, eurem Bruder,

der in euch die schmerzhaften Stunden seines inneren Todeskampfes erneut erleben will.

Verkostet auch ihr die Bitterkeit seines Kelches und wiederholt zusammen mit ihm in kindlicher

Hingabe: - Vater, nicht unser, sondern dein Wille geschehe -.

 

Bereitet euch vor, daß unsagbare Leid zu erfahren, von den meisten Gläubigen verlassen zu

werden, von den Mitbrüdern verlacht, von den Oberen auf die Seite gestellt und von den Freunden

bekämpft zu werden und von denen, die den Kompromiß mit der Welt angenommen und sich der

geheimen Schar des Freimaurertums verbunden haben, verfolgt zu werden.

 

- Laßt euch nicht von der Entmutigung erfassen.

 

Nun ist die Zeit des Mutes und des Zeugnisgebens gekommen.

 

Eure Stimme muß auf immer stärkere Weise das Wort des Evangeliums und alle Wahrheiten des

katholischen Glaubens verkünden.

 

Ihr müßt jeden Irrtum entlarven, die hinterlistigen Hinterhalte überwinden, jeden Kompromiß mit

dem Geist der Welt zurückweisen und allen das Beispiel eurer Treue zu Christus und seiner Kirche

geben.

 

Es ist die Zeit gekommen, in der Jesus, der Gekreuzigte, von euch geliebt und verherrlicht werden

muß.

 

Tragt ihn immer mit euch und zeigt ihn allen als den einzigen Erlöser und Heiland.

 

859

Auch für diese perverse Generation gibt es keine andere Möglichkeit der Rettung als in Jesus

Christus, den Gekreuzigten.

 

- Laßt euch nicht von der Angst erfassen.

 

Nun ist die Zeit eurer Hinopferung gekommen.

 

Ihr werdet verfolgt werden.

 

Sogar jene, die euch Hindernisse bereiten, die euch schmähen, die euch verachten, die euch auf die

Seite stellen und die euch verfolgen, werden glauben, dem himmlischen Vater und sogar mir, eurer

unbefleckten Mutter, damit einen wohlgefälligen Dienst zu erweisen.

 

Das macht einen Teil der dunklen Zeit aus, die ihr durchlebt.

 

Denn ihr tretet nun in die schmerzhafteste und dunkelste Phase der Reinigung ein, und bald wird

die Kirche von einer furchtbaren, neuen Verfolgung erschüttert werden, die sie bis jetzt noch nicht

gekannt hat.

 

Lebt im Gebet.

 

Lebt im Vertrauen.

 

Lebt die kostbare Stunde eurer priesterlichen Hinopferung mit mir, eurer zarten Mutter, die ich

euch alle im Garten meines Unbefleckten Herzens gesammelt habe, um euch dem himmlischen

Vater als ihm wohlgefällige Opfergaben für die Rettung der Welt darzubringen

 

 

Rubbio (Vicenza), 8. Dezember 1988

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

ZEICHEN DER HOFFNUNG UND DES TROSTES

»Heute schaut ihr alle auf mich, eure unbefleckte Mutter.

Vereinigt euch mit den Scharen der Engel und der Heiligen des Himmels, mit allen Seelen, die im

Fegefeuer beten und

 

860

 

leiden, und mit der irdischen und pilgernden Kirche, die in der Wüste der Welt und der Zeit

wandert, um mich als Zeichen der Hoffnung und des Trostes zu erkennen.

 

Die Bewahrung vor jedem Makel der Sünde, auch vor jenem der Erbsünde, hat es meiner Seele

ermöglicht, das Leben Gottes in Fülle zu besitzen, wie auch meinem Geist, daß er

ganz vom Geist der Weisheit, der mich für das Verständnis des göttlichen Wortes geöffnet hat,

erfüllt wurde. Und mein Herz wurde dadurch zur vollkommensten Form der Liebe herangebildet

und mein Leib wurde so vom unbefleckten Licht einer jungfräulichen Reinheit eingehüllt.

Schaut auf mich, eure himmlische Mutter, im Glanz meiner übermenschlichen Schönheit und folgt

alle dem lieblichen Hauch dieses meines paradiesischen Duftes.

 

In meiner Schönheit liegt der tiefe Grund eurer Hoffnung und eures Trostes.

 

Weil ich ,ganz schön` bin - tota pulchra -, bin ich für euch Zeichen der Hoffnung gerade in den

Tagen, die ihr durchlebt, da mein Widersacher es erreicht hat, durch den Makel der Sünde und der

Unreinheit alles häßlich zu machen.

 

Ihr lebt unter dem Zeichen seiner großen Sklaverei, die von euch den Widerschein jeder geistigen Schönheit wegnimmt.

 

Die Seelen sind durch die Sünden verdunkelt, die verhindern, daß zu ihnen der Glanz des Lebens

und der Gemeinschaft mit Gott gelangt.

 

Die Leiber sind durch die Herrschaft der Leidenschaften und der Unreinheit entstellt.

 

Der Mensch wird unter dem Gewicht einer Zivilisation ohne Gott, die in ihm das Bild seiner ursprünglichen Würde entstellt, erdrückt.

 

861

Die Welt ist durch eine hartnäckige Zurückweisung Gottes verdunkelt.

Eine dichte Finsternis ist nun herabgestiegen, um alles zu verdunkeln.

Seht nun, wie sich die unbefleckte Mutter in dieser Zeit als Zeichen eurer sicheren Hoffnung

darbietet.

 

Denn es ist meine mütterliche Aufgabe, die Seelen zur Gnade zurückzubringen, die Herzen zur

Liebe, die Leiber zur Reinheit, den Menschen zur großen Würde eines Gotteskindes und die Welt

zur vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit.

 

Weil ich ,ganz schön` bin - tota pulchra -, bin ich für euch auch ein Zeichen des Trostes.

 

Ihr durchlebt die Zeit der großen Bedrängnis, und es vermehren sich die Leiden und die Prüfungen

für alle.

 

Die Schlechten fahren mit Verhärtung auf der Straße des Bösen und der Sünde fort, ohne meine

wiederholten Einladungen zur Bekehrung und Rückkehr zum Herrn anzunehmen.

 

Die Guten sind lau geworden und durch die unheile Umgebung, in der sie leben, gleichsam

gelähmt.

 

Die gottgeweihten Personen haben sich vielfach der Genußsucht hingegeben und werden vom Geist

der Welt, dem sie aus Berufung abgeschworen haben, angezogen.

 

Viele Priester siechen dahin und sind gefangen und untreu und verschwenden die Schätze der

heiligen Kirche Gottes.

 

Die Stunde des Strafgerichtes ist nun gekommen.

 

So habt ihr es jetzt mehr denn je notwendig, euch mir, eurer himmlischen Mutter, anzuvertrauen,

denn ich habe den Auftrag vom Herrn, euch alle auf dem Weg des Guten, der Rettung und des

Friedens zu führen.

 

862

Heute lade ich euch ein, alle auf mich zu schauen, eure unbefleckte Mutter, als Zeichen der

sicheren Hoffnung und des Trostes und euch in diesen Tagen tiefer Finsternis und universeller

Dunkelheit von meinem Licht einhüllen zu lassen, damit ihr von mir geführt und geleitet in alle

Teile der Erde gehen könnt, um sie zu erleuchten

 

 

Dongo (Como), 24. Dezember 1988

Heilige Nacht

IN DER NACHT EURER ZEIT

»Wachet mit mir, vielgeliebte Söhne, in diesen Stunden der Erwartung. Es ist Heilige Nacht.

 

Nehmt auch ihr an der Freude meines mütterlichen Herzens teil.

 

Mein göttliches Kind wird nun geboren werden, es ist der seit Jahrhunderten Erwartete, der

Eingeborene des Vaters, der Immanuel, der Gott-mit-uns.

 

Ich möchte euch in die Tiefe meines Unbefleckten Herzens einführen, um auch euch, meine kleinen

Kinder, die Gefühle mitzuteilen, die ich während der Stunden, die der Geburt meines Sohnes Jesus

vorausgegangen sind, empfunden habe.

 

Meine Seele war in ein Meer des Friedens und der Seligkeit getaucht.

 

Die Gegenwart des Wortes, das seit neun Monaten mit seinem menschlichen Leib, der in meinem

jungfräulichen Schoß gebildet worden war, Lebenszeichen gab, hat meine Seele mit dem Licht und

dem Glück des ganzen Paradieses erfüllt.

 

Die Heiligste Dreieinigkeit hat hier ihren ständigen Wohnsitz errichtet, die Scharen der Engel

warfen sich in dauernder Anbetung auf die Knie und verwebten süßeste Wohlklänge von

 

863

himmlischen Gesängen. Das Licht Gottes selbst verwandelte meine Seele, die zum reinsten

Widerschein seiner göttlichen Schönheit wurde.

 

So habe ich eine kostbare und heilige Wiege vorbereitet, um in sie das Licht zu legen, das nun im

Begriff war, mitten in einer ungeheuren Finsternis aufzugehen.

 

Mein Herz öffnete sich für die Erfahrung einer so großen Liebe, die keinem anderen Geschöpf

gewährt worden ist.

 

Welch ein Gefühl unaussprechlicher Liebe verspürte mein Herz, als es fühlte, daß nun der erwartete

Augenblick der Geburt meines göttlichen Kindes gekommen war!

 

Meine mütterliche Liebe war durch meine Jungfräulichkeit und durch das Bewußtsein, daß das

Kind, das nun von mir geboren werden sollte, der Sohn Gottes war, noch vollkommener geworden.

 

So war mein Herz im Augenblick, der seiner Geburt vorausging, mit der Liebe all derer erfüllt, die

ihn seit Jahrhunderten erwartet hatten.

 

Die Liebe Adams, Abrahams, Moses, aller Propheten und Gerechten Israels, der Kleinen und der

Armen Jahwes vergegenwärtigte sich in meinem jungfräulichen Herzen, das sich öffnete, das Kind,

das gerade geboren werden sollte, mit dem Herzschlag der ganzen von ihm erlösten und geretteten

Menschheit zu lieben.

 

Mein Leib war von einem Licht eingehüllt, das immer stärker und lebendiger wurde, je mehr ich in

eine Ekstase des Gebetes und der tiefen Vereinigung mit dem himmlischen Vater eintauchte.

 

In dieser Nacht war das ganze Paradies in einer armen und eiskalten Grotte eingeschlossen.

 

Wie ein Lichtstrahl durch einen Kristall, ohne ihn zu ver-

 

864

 

letzen, hindurchgeht, so ist mein göttliches Kind durch den Schleier meines jungfräulichen Leibes

hindurchgegangen, ohne den Zauber meiner vollkommenen Jungfräulichkeit zu verletzen.

 

Auf diese wunderbare Weise hat sich die Geburt meines Sohnes ereignet.

Das größte Wunder verwirklichte sich in der Fülle der Zeit.

 

Vielgeliebte Söhne, der Herr, der in seiner ersten Weihnacht gekommen ist, ist im Begriff, zu euch

in Herrlichkeit wiederzukommen.

 

Seine zweite und herrliche Geburt ist nahe.

 

Nun ist es in der Nacht eurer Zeit meine mütterliche Aufgabe, euch darauf vorzubereiten, ihn zu

empfangen, wie ich ihn bei seinem ersten Kommen empfangen habe.

 

Eure Seele sei vom Licht der göttlichen Gnade und von seiner dauernden Gegenwart in euch

erleuchtet.

 

Euer Herz öffne sich für eine neue und größere Liebesfähigkeit.

 

Die Liebe muß in euch wie ein so starkes Feuer brennen, daß es die ganze Welt einhüllt und das

verbrennt, was in ihr Sünde, Böses, Egoismus, Haß und Unreinheit ist.

 

Euer Leib sei in den Mantel der Heiligkeit und der Reinheit eingehüllt.

 

Kehrt zurück, den Glanz der Lilien auszustrahlen. Kehrt um, meinen jungfräulichen und

unbefleckten Duft rundum euch zu verbreiten.

 

Dann bereitet auch ihr in der Nacht eurer Zeit, eingehüllt in das Licht meines Unbefleckten

Herzens, eine kostbare Wiege für seine herrliche Wiederkunft vor

 

865

 

Dongo (Como), 31. Dezember 1988

Letzte Nacht des Jahres

MUTTER DER FÜRBITTE UND DER SÜHNE

 

»Versammelt euch mit mir im Gebet, vielgeliebte Söhne, am Ende dieses Jahres, das mir besonders

geweiht worden ist.

Ich bin eure himmlische Mutter.

Ich bin die Mutter der Fürbitte und der Sühne.

 

- Meine mütterliche Aufgabe ist es, jeden Tag für euch bei meinem Sohn Jesus Fürbitte einzulegen.

 

Als aufmerksame und sorgende Mutter bitte ich für alle um die Gnaden, die für euch notwendig

sind, auf dem Weg des Guten, der Liebe und der Heiligkeit zu gehen.

Meinen sündigen Kindern erlange ich die Gnade der Reue, der Wandlung des Herzens, der

Rückkehr zum Herrn.

 

Meinen kranken Kindern gewähre ich das Geschenk, die Bedeutung von jedem Leid zu verstehen,

es mit Gefügigkeit anzunehmen, es mit Liebe anzubieten und das eigene Kreuz mit Vertrauen und

kindlichem Gehorsam gegenüber dem Willen des Herrn zu tragen.

 

Meinen guten Kindern erlange ich das Geschenk des Ausharrens im Guten.

Für meine Söhne, die Priester, bitte ich, daß sie heilige und treue Diener Jesu und seines

Evangeliums seien.

 

Jeder neue Tag, der anbricht, entspricht einem neuen Gebetsakt eurer himmlischen Mutter, um euch

zu helfen, in der Wüste eurer Zeit auf dem Weg der Liebe und der treuen Erfüllung des Willens

Gottes, der von euch mit kindlicher Gefügigkeit erfüllt werden muß, zu gehen.

 

- Meine mütterliche Aufgabe ist es auch, so viel Böses, das sich heute noch immer in der Welt

vollzieht, zu sühnen.

 

866

Ich vereinige mich mit jeder heiligen Messe, die gefeiert wird, um dem himmlischen Vater das

Kostbare Blut seines Sohnes Jesus darzubieten, der sich noch immer für euch auf jedem Altar der

Erde aufopfert und hingibt.

 

Es ist allein sein für euch vergossenes göttliches Blut, das all das Böse, die Sünde, den Haß, die

Unreinheit, die Ungerechtigkeit, die die Welt bedecken, abwaschen kann.

So vereinige ich im Geist mütterlicher Sühne alle Schmerzen, die ich jeden Tag auf eurem Weg

sammle, mit dem Blut Christi.

 

Ich vereinige mit dem Blut Jesu das Blut, das von Millionen von Kindern, die schon im Schoß ihrer

Mütter getötet wurden, und von allen Opfern des Hasses, der Gewalttätigkeit und der Kriege

vergossen wurde.

 

Ich vereinige mit dem Blut Jesu alle Schmerzen der Kranken, besonders jener, die mit schweren,

demütigenden und unheilbaren Krankheiten geschlagen sind.

 

Ich vereinige mit dem Blut Jesu die Qualen der Sterbenden, die Leiden der Armen, der

Ausgestoßenen, der Kleinen, der Ausgenützten und der Verfolgten.

 

Ich vereinige mit dem Blut Jesu jedes Leiden der Guten, der Gottgeweihten, der Priester.

 

Ich vereinige mit dem Blut Jesu das große Kreuz, das heute die Kirche für die Rettung der ganzen

Menschheit tragen muß.

 

Am Ende dieses Jahres, das mir besonders anvertraut worden ist, möchte ich auch euch an meiner

mütterlichen Aufgabe der Fürbitte und der Sühne für alle meine Kinder teilnehmen lassen.

 

Auch in der Finsternis und in der Kälte, die noch die Welt einhüllen, lade ich euch ein, in der Hoffnung und in einem großen Vertrauen zu leben, weil ich immer bete und sühne, um für alle neue Tage des Friedens und der Rettung zu erlangen.«

 

867

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