DonGobbi Einsprechungen



1987

 

(Marianisches Jahr)

 

Die aufsteigende Morgenröte

 

 

Dongo (Como), 1. Januar 1987

Hochfest der Gottesmutter Maria

 

ICH BIN DIE AUFSTEIGENDE MORGENRÖTE

 

»Ich bin die Mutter Gottes.

 

Nach dem Ja, das ich mit so großer Liebe und Freude zum Willen des Vaters gesagt habe, hat sich das Wort in meinem jungfräulichen Leib niedergelassen.

 

In jenem Augenblick hat mich der Heilige Geist in seine bräutliche Liebe eingehüllt und mich zur kostbaren Wiege für I die Menschwerdung des Wortes gemacht.

 

Mein jungfräulicher Leib hat sich bereit gemacht, um dieses Geschenk Gottes zu empfangen.

Mein Unbeflecktes Herz hat sich für die mütterliche Liebe zur Frucht meines reinsten Leibes geöffnet.

 

Und so bin ich die wahre Mutter Gottes geworden.

 

Aber ich bin auch die Mutter der gesamten Menschheit.

 

Jesus hat seine Mutter der Menschheit geben wollen, die er durch sein grenzenloses und blutiges Leiden erlöst hat.

 

Heute noch erinnere ich mich an die Szene seines unaussprechlichen Geschenkes seiner Liebe: Jesus durchlebt die letzten Augenblicke seiner qualvollen Agonie am Kreuz, an das er als Opfer angenagelt wurde.

 

Während sein Herz, das in meinem jungfräulichen Schoß zu

schlagen begonnen hat, daran ist, im Schweigen des Todes still zu stehen, empfindet es eine unermeßliche Liebe für jeden von euch und will, daß keiner seiner von ihm unter so großen Schmerzen erlösten Brüder allein gelassen wird.

 

Da öffnet er sich in einem Impuls äußerster Hingabe zu seiner letzten Liebestat: 'Siehe, deine Mutter!'

 

So bin ich die Mutter aller geworden.

 

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„Heute will ich die ganze Welt mit dem unbefleckten Mantel meiner jungfräulichen Mutterschaft bedecken.

 

Ihr geht einer Zeit entgegen, in der sich die Ereignisse, die euch prophezeit wurden, vollziehen werden.

 

Ihr geht einer Zeit der Strafe und der Rettung, des Leidens und der großen Barmherzigkeit entgegen.

 

In diesem Jahr werden bereits einige wichtige Ereignisse eintreffen.

 

Wie viel Leid und welchen Schmerz sehe ich auf euren Wegen zu Beginn dieses neuen Jahres.

 

Daher folgt der Aufforderung meines Papstes Johannes Paul IL, der die Kirche und die gesamte Menschheit der mütterlichen Liebe meines Unbefleckten Herzens anvertrauen will.

 

Das ist meine Zeit.

 

Nun muß die Sendung, die mir von der Heiligsten Dreieinigkeit anvertraut worden ist, von der gesamten Kirche anerkannt werden.

 

In diesem Jahr beginnt ihr ein außergewöhnliches Jubiläum zu Ehren eurer himmlischen Mutter, und mein Papst schickt sich an, in der Kirche eine Enzyklika über den Platz, den mir der Herr zugewiesen hat, und über die wichtige Sendung, die mir in dieser Zeit anvertraut wurde, zu verbreiten.

 

Dies wird noch die stärkste Reaktion von Seiten meines Widersachers hervorrufen, der nun das Ende seiner universalen Herrschaft nahe fühlt.

 

Darum fordere ich euch auf, das neue Jahr mit mir zu beginnen.

 

Betet, liebt, sühnt.

 

Ich bin die himmlische Mutter, die euch zu Gott führt und euch

den Frieden bringt.

 

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Ich bin die Königin des Friedens und der Regenbogen des Neuen Bundes.

 

Ich bin die aufsteigende Morgenröte, die den großen Tag des Herrn. ankündigt.

 

In diesen Jahren wird die Kirche und die ganze Menschheit angesichts der großen Ereignisse der Gnade und der Errettung, die das Unbefleckte Herz eurer himmlischen Mutter euch bringen wird, erstaunt sein.

 

Mit dem Papst und mit allen meinen Vielgeliebten und mit meinen mir geweihten Kindern segne ich euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

 

Dongo (Como), 2. Februar 1987

Darstellung des Jesuskindes im Tempel

 

DER WEG ZUR GÖTTLICHEN OFFENBARUNG

 

»Vielgeliebte Söhne, wenn ihr mich und meinen so keuschen Bräutigam Josef auf dem Weg zum Tempel von Jerusalem begleitet, während ich das Jesuskind vierzig Tage nach seiner Geburt in unaussprechlicher Liebe in den Armen halte, könnt ihr begreifen, daß meine Funktion als Mutter vor allem darin besteht, der Weg zu sein, auf dem der Herr zu euch gelangt.

 

Von meinem Ja bei der Verkündigung bis zur Geburt in Betlehem, von der Darstellung im Tempel bis zur Flucht nach Ägypten, von den Tagen der Kindheit bis zu den Jahren seiner Jugend in Nazaret, vom Beginn seines öffentlichen Lebens bis zu seinem Opfertod am Kreuz war die Gegenwart der Mutter stets der Weg zu einer neuen und größeren Offenbarung des Lebens und der Sendung meines Sohnes Jesus.

 

In der Tat macht es mein Ja dem Wort des Vaters möglich, seine menschliche Natur in meinem Leib anzunehmen. Mein mütterliches und jungfräuliches Mitwirken ermöglicht ihm

 

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die Geburt zum irdischen Leben. Meine Arme stellen ihn im Tempel seiner Herrlichkeit dar und zeigen ihn als Licht, das alle Völker erleuchtet. Meine Mutterliebe wird in den Tagen seiner Kindheit zur wertvollen Hilfe gegen alle Nachstellungen. Meine Gegenwart gibt ihm einen täglichen Halt in seiner menschlichen Jugendzeit. Die Wärme meiner Liebe ist sanftes Ausruhen für seine Müdigkeit. Mein Schweigen ist der Garten, wo sein Wort erblühen kann. Mein Glaube löst das göttliche Eingreifen aus und beschleunigt die Zeit seiner Sendung. Mein Unbeflecktes Herz träufelt Balsam auf die Wunden jeder öffentlichen Ablehnung. Meine schmerzerfüllte Nähe ist Kraft für seinen Aufstieg zum Kalvarienberg. Meine vollkommene Hingabe ist innere Teilnahme an seinem unendlichen Leiden. Meine persönliche Anwesenheit unter dem Kreuz ist ein intensives Mitwirken zusammen mit ihm bei seinem Erlösungsplan.

 

Getragen auf meinen Armen offenbart sich Jesus den Völkern. Unterstützt von mir führt mein Sohn seine göttliche Sendung aus. Auf dem Weg, den ich ihm bereite, wirkt und offenbart sich Jesus als Retter der Welt.

 

Denselben mütterlichen Plan erfülle ich mit jedem von euch, meine Vielgeliebten, die ihr dazu berufen seid, in eurem priesterlichen Leben den Plan und die Sendung meines Sohnes Jesus zu verwirklichen.

 

Ihr begreift also, warum ich euch auffordere, euch durch eure Weihe an mein Unbeflecktes Herz mir vollkommen anzuvertrauen.

 

Diese Handlung ermöglicht es mir, in euer Leben einzugreifen, um es auf eine vollkommene Erfüllung des Willens des Vaters auszurichten.

 

Auf diese Weise bin ich jeden Augenblick des Tages bei euch. Mit meinem Schweigen helfe ich euch sprechen. Mit meiner

 

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Stimme lehre ich euch beten. Mit meinen Händen führe ich euch auf den rechten Weg. Mit meiner Gegenwart spende ich eurer Müdigkeit Erfrischung. Mit meiner mütterlichen Liebe lindere ich eure Leiden. Mit meiner mächtigen Fürbitte mache ich eure apostolische Arbeit fruchtbar. Mit meinem Unbefleckten Herzen schenke ich euch Freude und Frieden in den Augenblicken der Entmutigung und der Trockenheit.

 

Vor allem bin ich euch immer nahe, wenn ich mit euch den Kalvarienberg hinaufsteige, wenn ich jeden Tropfen eures Leidens sammle und ich euch helfe, zum Willen des Vaters Ja zu sagen, der euch auf die vollkommene Aufopferung für die Rettung der Welt vorbereitet.

 

Ich bin immer zugegen gewesen, auch während des irdischen Pilgerweges der Kirche, des mystischen Leibes Jesu, die er der aufmerksamen Fürsorge meiner universalen Mutterschaft anvertraut hat.

 

In jeder Epoche ihrer Geschichte habe ich der Kirche geholfen, ein leuchtendes Zeugnis meines Sohnes zu geben, damit sich Jesus in ihr und durch sie allen Völkern immer mehr offenbaren kann.

 

Ich bin der Weg zur göttlichen Offenbarung.

 

Besonders bin ich der Kirche in dieser Zeit ihrer schmerzlichen Prüfung und blutigen Läuterung nahe.

Begreift also die Bedeutung meiner jetzigen, so besorgten Interventionen.

 

Wie noch nie zuvor greife ich heute in einer neuen, starken und außerordentlichen Weise ein - als Mutter, die allen ihren Kindern helfen will, und als himmlische Prophetin dieser eurer letzten Zeiten.

 

Mein Licht, das sich immer mehr in den Herzen und in den Seelen ausbreitet - als Morgenröte, die über der langen und

 

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düsteren Nacht aufgeht, in der ihr noch lebt -, verkündet

euch, daß der große Tag des Herrn nahe ist.

 

Deshalb lade ich euch ein, auf mich zu blicken - auf die Mutter, die sich zum Tempel von Jerusalem begibt, um das Jesuskind auf ihren Armen zum Ort seiner Offenbarung zu bringen.

 

Deshalb lade ich euch heute ein, wieder auf mich zu blicken, auf die mit der Sonne bekleidete Frau, die auf allen Straßen der Welt geht, um der Weg zu seiner leuchtenden und glorreichen Offenbarung zu sein.«

 

 

Rubbio (Vicenza), 24. Februar 1987

MEIN LICHTSTRAHLEN

 

»Meine Vielgeliebten, bleibt im Frieden.

 

Ich bin in jedem Augenblick bei euch. Ich bilde euch heran, ich stärke euch, ich leite euch und ich verteidige euch.

 

Bewahrt die kostbare Perle einer persönlichen Berufung in eurem Herz, mit eurer himmlischen Mutter in einer innigen Lebensvereinigung zu leben.

 

Laßt euch nicht von den Tücken meines Gegners aufhalten. In dieser Zeit übt er, seine große Macht aus, da er fühlt, daß nun der Augenblick seiner Niederlage nahe ist.

 

Werdet ihr daher meine Lichtstrahlen, die überall die Verkündigung meiner neuen Morgenröte verbreiten.

 

Erhellt die dichte Finsternis eurer Tage mit dem Licht des

Glaubens und der Heiligkeit.

 

Laßt eure Strahlen auf die öde Wüste der Welt herableuchten, um sie für einen neuen Frühling des Lebens und der Schönheit zu öffnen.

 

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Laßt eure Strahlen in die Leere so vieler Herzen dringen, um sie mit Liebe und Vertrauen zu erfüllen.

 

Laßt eure Strahlen in der dichten Finsternis so vieler Seelen aufsteigen, um sie zum Gnadenleben und zur innigen Vereinigung mit Gott zu führen.

 

Laßt eure Strahlen in der düsteren Verzweiflung so vieler meiner armen Kinder süßen Balsam des Trostes und der Hoffnung, der Liebe und der Barmherzigkeit spenden.

 

Ihr seid die Lichtstrahlen meines Unbefleckten Herzens.

 

Ihr seid das Licht einer Mutter, die alle zu Jesus führen will, damit sie durch seine göttliche und barmherzige Liebe gerettet werden.

 

In dieser Zeit rufe ich euch auf, die ganze Welt zu erhellen.

 

So kann ich durch euch den schmerzvollen Übergang in das neue Zeitalter bewirken, das euch erwartet und das ich täglich in der Tiefe meines Unbefleckten Herzens erbaue

 

 

Dongo (Como), 4. März 1987

Aschermittwoch und Beginn der Fastenzeit

 

AUF DIESEM LEUCHTENDEN WEG

 

»Folgt mir auf dem Weg, den ich euch gewiesen habe, meine so sehr geliebten und von mir verteidigten und beschützten Kinder.

 

Es ist der Weg der Bekehrung und der Buße.

 

Die Bekehrung, die ich von euch verlange, ist diejenige, die Jesus in seinem Evangelium von euch gefordert hat.

 

Entfernt euch vom schlechten Weg des Bösen, der Hoffart, der Selbstsucht und der Sünde.

In der Welt, in der ihr lebt, wo die Auflehnung gegen Gott und

 

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sein Gesetz der Liebe gut geheißen, verbreitet, verherrlicht und zum neuen Lebensideal erhoben wird, werden täglich so viele meiner armen Kinder Opfer der Sünde und des Hasses, der Gewalt und der Verkommenheit, der Selbstsucht und der Unreinheit.

 

Die schwere Sünde entfernt euch von Gott, entzieht euren Seelen das wertvolle Geschenk seines Lebens und seiner Gnade, macht euch zu Sklaven der Leidenschaft und des Lasters, schwächt euch gegenüber den Versuchungen, gibt dem Satan neuen Spielraum, der somit immer mehr Besitz

von eurem Leben ergreift und es zu einem Werkzeug für die Verbreitung der zügellosen Selbstsucht und des Stolzes, des Hasses und der Spaltung, der Unzucht und der Gottlosigkeit macht.

 

Ihr bewirkt in euch eine aufrichtige Bekehrung, wenn ihr euch mit Mut und Kraft der Welt, in der ihr lebt, widersetzt, um auf dem Weg des Guten und der göttlichen Gnade, der Liebe und der Heiligkeit voranzuschreiten.

 

Es ist heute notwendig, daß sich alle meine Kinder bekehren und wieder an das Evangelium glauben, nach dem Evangelium leben und sich allein von der Weisheit des Evangeliums führen lassen.

 

Das sind die für eure Bekehrung geeigneten Tage. Es sind Tage der Gnade und der Barmherzigkeit, der Hoffnung und der Erwartung.

 

Das sind die Tage der Vorbereitung auf das, was euch nun

erwartet, auf die großen Ereignisse, die euch vorhergesagt worden sind.

 

Ich bitte also wieder um tägliche Werke der Abtötung und der Buße.

 

Die Buße sollt ihr meinem Herzen auf drei verschiedene Arten darbringen.

 

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Schenkt mir vor allem die innere Buße, die ihr tun müßt, um die Beherrschung über euch selbst und über eure Leidenschaften zu erlangen und um wirklich fügsam, demütig, klein und für meinen Plan verfügbar zu werden.

 

Manchmal berührt es mein Herz schmerzlich, wenn ich sehe, wie ihr euch meinen mütterlichen Aufforderungen widersetzt und so jenes Maß an Fügsamkeit, Demut und echter Selbstverleugnung nicht erreichen könnt, das ich von euch verlangen muß, weil es für mich unentbehrlich ist, um euch für die Verwirklichung meines barmherzigen Rettungsplans einsetzen zu können.

 

Und dann schenkt mir die stille und tägliche Buße, die sich für euch ergibt, wenn ihr in jeder Lebenslage einzig und allein dem Willen des Herrn durch die demütige, treue und vollkommene Erfüllung aller eurer Pflichten gewissenhaft nachkommt.

 

Wenn ihr dies tut, bieten sich euch im Laufe eines ganzen Tages so viele kostbare Gelegenheiten zu leiden und zu opfern!

 

Euer Lächeln, eure Heiterkeit, Ruhe, Geduld, Duldsamkeit und eure Opferbereitschaft sind echte stille Bußen, die jeder Situation eures Lebens größeren Wert und mehr Licht verleihen.

 

Ich verlange von euch auch die äußere Buße, die immer im Beherrschen der Leidenschaften, der Abtötung eurer Sinne, vor allem der Augen, der Zunge, des Gehörs und des Gaumens, besteht.

Schaut nicht auf das große Übel, das euch umgibt, und auf so viel Unreinheit, die eure Wege verseucht.

 

Verzichtet auf das Fernsehen, um in der Seele das Licht zu bewahren und in eurem Leben der inneren Sammlung, der Betrachtung und dem Gebet mehr Raum zu geben.

 

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Versteht es, eure Zunge im Zaum zu halten und in euch und rundum euch Stille zu halten, damit ihr fähig werdet, im Geist der Liebe und der demütigen Dienstbereitschaft für alle nur zur Verbreitung des Guten zu sprechen.

 

Meidet Kritik und Murren, üble Nachreden und Bosheiten.

 

Gebt der leichtfertigen Versuchung des Richtens und Verurteilens nicht nach.

 

Verschließt eure Ohren und euren Geist dem Stimmengewirr, das heute ständig lauter wird und euch dazu bringt, im Lärm, in der Verwirrung und der Trockenheit zu leben.

Unterdrückt die Unmäßigkeit, indem ihr das meidet, was eure Lust am meisten anregt, und indem ihr auch leiblich fastet, wie es Jesus in seinem Evangelium gefordert hat und auch ich es heute noch von euch verlange.

 

Wenn ihr diesen Weg, den ich euch vorschreibe, geht, dann werden die Tage eures Lebens vom Herrn gesegnet werden und sie werden euch zum Frieden des Herzens und zur Reinheit der Seele führen.

 

Ihr selbst werdet zu meinem lebendigen Wort und ihr werdet das Licht meiner Gegenwart überall in die große Finsternis, die sich über die Welt gelegt hat, hinbringen.

 

Auf diesem leuchtenden Weg der Bekehrung und der Buße führe ich euch ständig, vor allem in diesen Tagen der Vorbereitung auf das große Wunder der göttlichen Barmherzigkeit, das sich bald ereignen wird

 

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Dongo (Como), 16. April 1987

Gründonnerstag

 

BETRETET GETSEMANI ZUSAMMEN MIT JESUS

 

»Erlebt in der jungfräulichen Abgeschlossenheit meines Unbefleckten Herzens und innig mit Jesus vereint diese schmerzvollen Stunden seiner erlösenden Passion.

 

Es ist sein Ostern. Es ist euer Ostern. Heute gedenkt ihr der Einsetzung des neuen Opfers und des neuen Priestertums.

 

In seinem Liebesplan wart auch ihr alle mit den zwölf Aposteln anwesend, meine vielgeliebten Söhne.

 

Es ist das große Fest des Priestertums. Ihr seid wiederum eure Bischöfe versammelt, um die Versprechen, die ihr am Tag der Priesterweihe abgelegt habt, zu erneuern.

 

Heute fordere ich euch alle auf, mit mir das Versprechen eurer so großen Treue zu erneuern.

 

Seid Jesus und seinem Evangelium treu. Seid dem Papst und der mit ihm vereinten Kirche treu.

Seid der gelebten Feier der Eucharistie treu und seid treue Verwalter der Sakramente, hauptsächlich des Sakraments der Buße. Seid der Verpflichtung zum heiligen Zölibat, die ihr auf euch genommen habt, treu. Seid dem Gebet, dem Apostolat und der Praxis einer immer vollkommeneren Liebe treu.

 

Dann könnt ihr das göttliche und priesterliche Herz eures Bruders Jesus trösten - wegen seiner so großem Verlassenheit und wegen des so ausgedehnten Verrates, der heute noch fortdauert.

 

Betretet Getsemani zusammen mit Jesus.

Laßt euch in seine Arme schließen, um die gesamte Agonie

 

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eines Herzens auszukosten, das am meisten geliebt und sich am meisten hingegeben hat und von all dem Bösen, vom Haß und von der Sünde der Welt erdrückt wird.

 

Dieses Herz braucht nun so sehr Trost und findet ihn nicht: Es sucht die drei liebsten Apostel auf, und sie schlafen; die geliebten Jünger, und sie sind weit weg; die Geste eines Freundes und es bekommt den Kuß des Verräters; die Bestätigung einer besonderen Liebe, und es bekommt dafür die Verleugnung.

 

Küßt seine Lippen, um die gesamte Bitternis seines Kelches auszukosten.

 

Dann werdet ihr begreifen, warum unter der gewaltigen Last, die ihn zerschlägt und erdrückt, so viel Schweiß und Blutstropfen über seinen göttlichen Leib, der unter der Last der Gerechtigkeit des Vaters zusammenbricht, zu strömen beginnen.

 

Euer Gebet möge dieser seiner inneren und äußerst schmerzvollen Agonie Erquickung bringen, eure priesterliche Liebe sei eine mitleidige Hand, die sein Blut abwischt, eure Treue möge zum ersehnten Trost werden, und die vollkommene Ausübung eures Dienstamtes soll ihm den erwarteten Beistand bringen. Eure Hingabe den Seelen gegenüber möge klares Wasser gegen seinen Durst sein, und eure Reinheit, Demut und Bescheidenheit möge Erquickung für seine tiefen Wunden bedeuten.

 

Betretet zusammen mit Jesus Getsemani, das sich immer noch in der Zeitlichkeit fortsetzt.

 

Nur so reinigt und heiligt ihr euch an der Quelle eures Priestertums selber.

 

Nur so werdet ihr zum kostbaren Salz, um die so vielen vergifteten Speisen zu heilen.

 

Nur so könnt ihr brennendes Licht auf dem Leuchter sein -

inmitten der tiefen Nacht der Agonie, die die Kirche und die ganze Menschheit umgibt.

 

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Und im Unbefleckten Herzen eurer himmlischen Mutter, der Morgenröte, die den strahlenden Tag Christi ankündigt, könnt ihr heute die Zeugen seines strahlenden Triumphes werden

 

 

Dongo (Como), 17. April 1987

Karfreitag

 

AUF DEM KALVARIENBERG DIESES JAHRHUNDERTS

 

»Vielgeliebte Söhne, besteigt mit mir den Kalvarienberg dieses Jahrhunderts und erlebt zusammen mit eurer schmerzerfüllten Mutter die blutigen Augenblicke der Passion, der Kreuzigung und des Todes meines Sohnes Jesus.

 

Nehmt auch ihr Anteil an seinem Leiden.

 

Erlebt alle seine Schmerzen in eurer Seele wieder: den Verrat,

die Verleugnung, den Prozeß und die Verurteilung vonseiten des religiösen Gerichtes. Sein andauerndes Ausgestoßenwerden erreicht gerade hier das schmerzvollste Höchstmaß in seiner öffentlichen Ablehnung und in seiner Verurteilung zum Tode.

 

Folgt Jesus, wenn er Pilatus zum Prozeß vorgeführt und geschmäht, beleidigt, gegeißelt, mit Dornen gekrönt, zur Richtstätte geführt und gekreuzigt wird.

 

Erlebt mit mir diese Augenblicke wieder, die nun außerhalb der Zeit liegen, weil sie zu einem göttlichen und ewigen Plan der Liebe gehören.

 

Besteigt mit mir den Kalvarienberg dieses eures Jahrhunderts, um zu begreifen, wie sich seine Passion heute noch wiederholt.

 

Auf dem Kalvarienberg dieses Jahrhunderts wird Jesus wieder von all jenen verlassen, die sich Gott widersetzen und die

 

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bösen Worte seiner Ablehnung wiederholen: 'Wir wollen nicht, daß dieser Mann unser König wird:

Wie groß ist doch heute die Flut der Ablehnung Gottes; wie zahlreich die Menschen, die ohne ihn leben wollen.

 

Auf dem Kalvarienberg dieses Jahrhunderts wird Jesus noch immer von jenen verraten, die ihrem Taufgelübde untreu sind. Sie unterwerfen sich der Herrschaft Satans und fallen mit Leichtigkeit allen seinen Verführungen zum Opfer. So wandeln sie auf den Straßen des Bösen, des Vergnügens, der Selbstsucht, des Stolzes, des Hasses und des Frevels.

 

Jesus wird auch in der Kirche von jenen seiner Hirten verraten, die sich vom wahren Glauben und der Wahrheit des Evangeliums entfernen und eine große Zahl von Seelen auf die Straße der Untreue verführen.

Auf dem Kalvarienberg dieses Jahrhunderts wird Jesus noch immer von zahlreichen seiner Jünger verleugnet, die den Mut nicht aufbringen, ihn vor allen zu bekennen, und die aus Angst, die Anerkennung oder die Achtung zu verlieren, verlacht und an den Rand gestellt zu werden, dauernd wiederholen: 'Ich kenne diesen Menschen nicht'.

 

Der Leib Jesu wird durch die sich ausbreitenden Sünden der Unreinheit, durch diese Schmutzwelle, die alles überflutet, und durch die so vielen Verletzungen der Menschenwürde gegeißelt.

Jesus wird durch die sich verbreitenden Irrlehren und den Glaubensabfall vieler neuerlich dornengekrönt.

 

Auf dem Kalvarienberg dieses Jahrhunderts wird Jesus dauernd in den Millionen unschuldiger Kinder, die schon im Mutter leib dem Leben entrissen werden, gekreuzigt und getötet, und

in allen Opfern des Hasses, der Gewalttätigkeit und der Kriege.

 

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Jesus wird in den Armen, Ausgebeuteten, Schwachen, Unterdrückten und Verfolgten gekreuzigt.

Jesus wird noch in den Kleinen, Ausgestoßenen. Verlassenen, Kranken und in den Sterbenden geschlagen.

 

Auf dem Kalvarienberg dieses eures gleichgültigen und grausamen Jahrhunderts erlebt Jesus seine blutige Passion aufs neue.

 

Jedoch unter dem Kreuz dieses Jahrhunderts steht immer eure schmerzvolle Mutter.

 

Wie Johannes bleibt auch ihr alle, meine vielgeliebten Söhne, bei mir.

 

Nehmen wir Jesus in unseren Armen auf, der am Kalvarienberg vom Kreuz abgenommen wird, und umgeben wir ihn mit Liebe und zärtlichem Mitgefühl.

 

Legen wir ihn in das leere Grab, das im harten und eisigen Fels dieses eures Jahrhunderts ausgeschlagen wurde - eines Jahrhunderts, das vom Triumph Satans und seines finsteren Reichs von Haß und Tod gezeichnet ist.

 

Und wachen wir im Gebet, in der Hoffnung und in der Erwartung.

 

Wacht stets mit mir, eurer schmerzerfüllten Mutter, die in der tiefen Nacht dieses Jahrhunderts das Licht des Vertrauens und der Gewißheit, daß er in Herrlichkeit wiederkommen wird, weiterhin brennen und leuchten läßt

 

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Dongo (Como), 18. April 1987

KarSamstag

 

DER SAMSTAG MEINES GROSSEN SCHMERZES

 

»Meine vielgeliebten Söhne! Bleibt heute bei mir, eurer so schmerzerfüllten Mutter.

 

Dies ist der Tag meines großen Schmerzes.

 

Es ist der einzige Tag, den ich mit Jesus, als er tot war, verbracht habe.

 

Nachdem man ihn mit Hilfe von Johannes und der frommen Frauen andächtig in das Grab gelegt hatte, und ein großer Stein vor den Eingang gerollt worden war, blieb ich zum ersten Mal ohne meinen Sohn zurück.

 

In jenem Augenblick ist die Zeit für mich stehen geblieben.

 

Damals hat meine dauernde Totenwache begonnen: in einem nicht endenden Gebet, das den Stunden, die verstrichen, ihre

 

Prägung gab, in einer sicheren Hoffnung, die das Himmelstor zu durchbrechen vermochte, und in einem tiefen und intensiven Leiden - wobei ich endlich meinem mütterlichen Schmerz freien Lauf lassen konnte und aus meinen Augen unaufhörlich Tränen flossen, um gleichsam eine Wiege des Weinens zu bilden, in die ich euch alle, die ihr mir von Jesus am Kreuz anvertraut worden seid, beherbergen kann.

 

Es ist der Samstag der großen Ruhe.

 

Es ist der Samstag des großen Schweigens.

 

Es ist der Samstag meines großem ,Schmerzes.

 

Es ist dies der einzige Tag, an dem die Mutter allein bleibt, gekreuzigt und flehend, vertrauensvoll und treu, erdrückt von der Last ihres Leidens.

 

Es ist der Tag, an dem auch eure Mutter so sehr des Trostes bedarf.

 

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Es ist der Tag, an dem die Mutter die Liebe aller ihrer Kinder braucht.

 

Heute schließe ich euch in meine mütterlichen Arme, und es tröstet mich zu fühlen, daß ihr mich wirklich als Kinder liebt. Es scheint mir, als ob ich immer noch seine Stimme hören würde, wie sie die größte und kostbarste Gabe verkündet: 'Frau, siehe, dein Sohn!'

 

In der Wiege dieses meines Schmerzes öffnet ihr euch alle, um die göttliche Frucht dieses seines letzten Geschenkes zu empfangen.

 

Das ist mein und euer Tag.

 

Geht ein in die neue Sabbatruhe Schaft.

 

Die Kirche hat dieses Geschenk als die erste Frucht der Passion und des Todes meines Sohnes Jesus erhalten.

 

Deshalb hat sich - seit ältester Zeit - die Überlieferung verbreitet, den Samstag meiner besonderen Verehrung zu widmen.

 

Ich bitte euch heute wieder, mir diesen Tag zu weihen.

 

Es ist der Tag, der das Verstreichen der Zeit zwischen dem Tod und der Auferstehung Jesu kennzeichnet.

 

Es ist für alle ein Tag des Übergangs: vom Tod zum Leben, vom Leiden zur Herrlichkeit, vom Egoismus zur Liebe, von der Sklaverei zur Freiheit, von der tiefsten Finsternis zum Licht, das niemals zu leuchten aufhört.

 

Geht ein in diese strahlende Ruhe.

 

Deshalb fordere ich euch noch einmal auf; den Samstag meiner Ehre zu widmen, damit ich euch helfen kann, in eure Ruhe einzugehen, indem ihr jeden Tag zusammen mit mir, der schmerzhaften Mutter der Passion und der freudenreichen Mutter der Auferstehung, euer Paschafest erlebt.«

 

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Mailand, 13. Mai 1987

Jahrestag der ersten Erscheinung in Fatima

(Vortag meiner Abreise in die Vereinigten Staaten und nach Kanada

 

IN WELCHEN ABGRUND SEID IHR GESTÜRZT!

 

»Heute gedenkt ihr der 70 Jahre seit meiner ersten Erscheinung in der armseligen Cova da Iria in Fatima, wohin ich vom Himmel gekommen bin, um euch meine Botschaft der Bekehrung und der Rettung zu geben.

 

Die folgenden Jahre waren seither eine fortwährende Bestätigung dessen, was ich euch vorhergesagt hatte.

 

- Die Weigerung, durch eine Bekehrung zu Gott zurückzukehren, hat die gesamte Menschheit auf die kahle und kalte Straße des Hasses, der Gewalt, der Sünde und einer immer zunehmenden Unreinheit gebracht.

 

Ununterbrochen sind Kriege aufeinander gefolgt, und trotz so

vieler Anstrengungen ist es euch immer noch nicht gelungen, den Frieden aufzubauen. Im Gegenteil - die Welt wird heute mehr als je zuvor immer mehr von der Selbstzerstörung bedroht.

 

- Man hat meiner Aufforderung zum Gebet, besonders zum häufigen Rosenkranzgebet, die ich damals an euch gerichtet hatte, nicht entsprochen, um die Bekehrung der Sünder und

die Rettung so vieler Seelen, die der großen Gefahr ausgesetzt sind, für immer verloren zu gehen, zu erlangen.

 

So hat die Nacht der Sünde die Welt eingehüllt, und das Böse hat sich überall wie ein furchtbarer Krebs verbreitet.

 

Man will die Sünde nicht als etwas Schlechtes ansehen - im Gegenteil, sie wird ganz offen gerechtfertigt und als ein Gut verherrlicht.

 

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Man beichtet nicht mehr; man lebt und stirbt gewohnheitsmäßig in der Todsünde, und wie viele Seelen kommen jeden Tag in die Hölle, weil niemand für sie betet und sich für ihre Rettung opfert.

 

- Meiner Bitte, daß mir Rußland durch den Papst zusammen mit allen Bischöfen geweiht werden soll, ist nicht nachgekommen worden, und so hat es seine Irrtümer in allen Teilen der Welt verbreitet.

 

Ihr lebt in einer Menschheit, die eine neue Zivilisation des Atheismus und der Unmenschlichkeit errichtet hat.

 

Man liebt nicht mehr, man achtet das Leben und die Güter des Nächsten nicht mehr, die Flammen der Selbstsucht und des Hasses töten die Samen des Gutes, die immer noch in den Herzen der Menschen aufkeimen.

 

Die Armen werden im Stich gelassen, die Kleinen werden in Fallen gelockt und mit der vergifteten Speise des Skandals genährt. Die Jugendlichen werden mißbraucht und frühzeitig zu schlechten Erfahrungen verführt und die Familien werden entweiht und zerstört . . .

 

Wie groß ist eure Verwüstung.

 

Wie dicht ist die Finsternis, die euch einhüllt.

 

In welchen Abgrund seid ihr gestürzt!

 

Satan ist es gelungen, seine Herrschaft der Finsternis und des Todes überall auszudehnen, und er herrscht als sicherer Sieger. Jetzt aber beginnt ihr, das zu erleben, was ich euch in Fatima für die letzten Jahre dieses eures Jahrhunderts vorhergesagt habe und was noch unter dem Schleier des Geheimnisses bewahrt wird.

 

Das ist meine Zeit.

 

Nach den schmerzvollen Jahren des Triumphes Satans beginnen nun die Jahre des Triumphes meines Unbefleckten Herzens.

 

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Deshalb lade ich euch heute alle ein, daß ihr meinem Plan entsprecht, dieses mein Werk der Liebe anzunehmen, das ich selbst in allen Teilen der Welt mit meiner Marianischen Priesterbewegung verwirkliche.

 

Und ich gebrauche wieder dich, du kleinster meiner Söhne, und bringe dich überall hin, auch an den entferntesten Ort, um neuerlich und nachdrücklich einen Aufruf zu machen. Nun sind die großen Ereignisse gekommen. Deshalb hat mein Papst ein außerordentliches Marianisches Jahr ausgerufen.

 

Tretet also alle in die Zufluchtsstätte ein, die euch mein Unbeflecktes Herz bereitet hat.

 

Das sind die Jahre, in denen ich euch aus dem tiefen Abgrund der Finsternis und der Verwüstung zum höchsten Gipfel des Lichtes, der Gnade und der Liebe führen werde, damit durch den Triumph meines Unbefleckten Herzens das herrliche Reich meines Sohnes Jesus auf der ganzen Welt erstrahlen wird.«

 

 

Washington (USA), 17. Mai 1987

Nationalheiligtum der Unbefleckten

 

DEIN LICHT WIRD WIEDER LEUCHTEN

 

»Heute bist du hier im Nationalheiligtum, das meiner Unbefleckten Empfängnis geweiht ist, um ein Zönakel des Gebetes und der Brüderlichkeit mit den Priestern und Gläubigen zu halten, die auch von weither kommen werden, und du beginnst einen langen und beschwerlichen Weg, der dich überallhin in die Vereinigten Staaten und nach Kanada führen wird.

 

Ich nehme diese große Nation, die schweren Gefahren ausgesetzt ist, in mein Unbeflecktes Herz auf.

 

Ich nehme meine Kirche in mein Unbeflecktes Herz auf, die hier Stunden der Agonie und der schmerzlichen Kreuzigung

 

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durchlebt, weil so viele den wahren Glauben verloren haben und weil eine immer tiefere Uneinigkeit und ein hartnäckiger Widerstand gegen den Papst besteht. Dieser Widerstand wird durch die Nichtbeachtung seines Lehramtes verwirklicht, und sogar auch durch die Verbreitung von Lehren, die diesem Lehramt entgegengesetzt sind und die ganz offen dem katholischen Glauben widersprechen.

 

Urheber dieser ernsten Lage sind die Hirten.

 

Bischöfe der heiligen Kirche Gottes, kehrt zurück auf den Weg, den euch der Gute Hirte gewiesen hat. Seid dem Evangelium treu und behütet mit Kraft und Mut den Schatz des Glaubens, der euch anvertraut worden ist.

 

Bischöfe der heiligen Kirche Gottes, kehrt zurück zu einer vollen, demütigen und totalen Einheit mit dem Papst, denn heute lauft ihr Gefahr eines sehr schwerwiegenden Schismas. Wie groß ist deshalb eure Verantwortung vor Gott!

 

Bischöfe und Priester der heiligen Kirche Gottes, kümmert euch wieder um die Seelen, das höchste Gut, das euch anvertraut worden ist.

 

Verteidigt sie vor den Angriffen der Raubwölfe, die sich heute oft als wehrlose und sanfte Lämmer verkleiden.

 

Seht, wie die Verwirrung zunimmt, die Finsternis intensiver wird, die Irrlehren sich verbreiten und die Sünde um sich greift.

 

Nehmt euch der Herde an, die euch anvertraut worden ist. Führt sie auf sichere Weiden. Ernährt sie mit dem Wort Gottes, stärkt sie mit dem Gebet, heilt sie mit dem Sakrament der Versöhnung, weidet sie mit dem Brot der Eucharistie.

 

Mein Mutterherz will diese ganze, so große Nation retten.

 

Heute nehme ich dich, o Amerika, in den Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens auf.

 

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Ich selbst stelle mich neben dich, um dir bei deiner Heilung zu helfen.

 

Ich begebe mich auf deine Straßen, um alle meine armen, verlorenen, kranken, ausgestoßenen, verwundeten, geschlagenen, verlassenen und mißbrauchten Kinder zu suchen.

 

Heute nehme ich dich in mein Herz auf, o Kirche meines Jesus, die du hier lebst und leidest, o eine, heilige, katholische, apostolische Kirche, vereint mit meinem Papst in Rom.

 

Die Tage deines Leidens sind nun schon gezählt.

 

Bald wirst du wieder aufblühen, sobald mein Unbeflecktes Herz seinen Triumph feiern und dein Licht wieder so hell und stark leuchten wird, daß es alle, die hier in diesem großen Erdteil leben, anziehen wird.

 

Von meinem Heiligtum aus ermutige und segne ich euch heute alle im -Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

 

Denver (Staat Colorado - USA), 23. Mai 1987

 

DIE TIEFEN WUNDEN

 

»Ich bin eure Unbefleckte Mutter.

 

Ich bin die Trösterin der Betrübten.

 

Wieviel Leid findest du, o Sohn, auf diesem deinem Weg.

Während du von überall her auf meinen Aufruf so hochherzige Antworten von meinen Priestern und vor allem von so vielen meiner Gläubigen empfängst, siehst du überall die tiefen Wunden und die großen Schmerzen, welche die Zeichen der schlechten Zeit sind, in der ihr lebt.

 

Es leiden diejenigen, die Gott ablehnen und sich auf der Straße eines leeren und verzweifelten Lebens dahinschleppen.

 

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Es leiden die Kleinen, die in eine Welt kommen, die eine endlose Wüste der Lieblosigkeit geworden ist.

 

Es leiden die Jugendlichen, denen alle Erfahrungen des Bösen angeboten werden und die durch eine so große Ausbreitung der Unreinheit und des Rauschgiftes irregeführt werden.

 

Es leiden die Erwachsenen wegen der Uneinigkeit in den Familien und der furchtbaren Plage der Ehescheidung.

 

Es leiden die Alten, die sich selbst überlassen und als unerträgliche Last empfunden werden.

 

Die Tage eurer Strafe, die ihr erlebt, sind durch tiefe Leiden gekennzeichnet.

 

Laßt euch nicht entmutigen.

 

Tretet in die Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens ein. Laßt euch von meinem Licht führen, das immer heller leuchten wird, denn dies ist meine Zeit.

 

Ich bin der Tau auf alle eure Wunden, ich bin der Trost für alle eure Schmerzen..

 

Ich bin eure zärtliche Mutter, die euch nahe ist, um euch zum Herrn der Rettung und der Freude zu führen

 

 

Seattle (Staat Washington, USA), 2. Juni 1987

 

WIE SEHR LEIDET SEIN GÖTTLICHES HERZ

 

«Mit welcher Freude nehme ich das Zönakel an, das du heute hier in der Kathedrale mit meinen Vielgeliebten und mit einer großen Zahl meiner Kinder hältst, die auch von den' entferntesten Gebieten dieses Staates bierhergekommen sind.

 

Ich nehme das Geschenk eurer Liebe und eurer Sühne an.

 

Jesus wird heute immer noch in seinem mystischen Leib beleidigt, gegeißelt und verwundet. Wie sehr leidet sein göttliches

 

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Herz wegen der leichtfertigen Haltung vieler Priester und einiger Bischöfe, die auch die schwersten Vergehen gegen die Reinheit rechtfertigen.

 

Gerade hier an diesem Ort wurde das Herz Jesu beleidigt, verwundet und geschmäht, da viele meiner von diesem Laster ganz verbrauchten, armen Kinder willkommen geheißen und öffentlich aufgemuntert wurden, auf dem Weg der widernatürlichen Unzucht fortzufahren.

 

Die unreinen Handlungen gegen die Natur sind Sünden, die nach Rache vor dem Angesicht Gottes schreien.

 

Diese Sünden ziehen die Flammen der göttlichen Gerechtigkeit auf euch und eure Staaten herab.

 

Die Zeit ist gekommen, allen mit Klarheit und Mut zu verkünden, daß das sechste Gebot 'Du sollst nichts Unkeusches tun; das Mose von Gott gegeben wurde, immer noch seine ganze Gültigkeit hat und auch von dieser verdorbenen und perversen Generation befolgt werden muß.

 

Jeder Hirte, der auf irgendeine Weise diese Sünden rechtfertigen möchte, zieht auf sich selbst und auf sein ganzes Leben das brennende Feuer der göttlichen Gerechtigkeit herab.

 

Der Kelch des Frevels ist nun voll, übervoll und läuft auf allen Seiten über.

 

Daher fordere ich euch auf, eure Gebetszönakel zu vermehren und mir euer Leben, das vom Duft der Tugend eurer Reinheit durchdrungen ist, als starke Kraft der demütigen Bitte und der Sühne darzubringen.

 

Ich verspreche euch, daß sich der Himmel nun gerade über dieser armen, verdorbenen Welt öffnet, um den feurigen Tau der göttlichen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit herabsinken zu lassen, damit sie wieder zu einem neuen Garten des Lichtes, der Reinheit und der Heiligkeit werden kann.«

 

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Detroit (Staat Illinois - USA), 7. Juni 1987

Pfingsten. Feierliche Eröffnung des Marianischen Jahres

 

KOMM, HERR JESUS!

 

»Meine Vielgeliebten und mir geweihten Kinder, heute kommt ihr alle in den sicheren Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens.

 

Das ist das Zönakel, das die Mutter für die Kirche, ihre vielgeliebte Tochter, in dieser Zeit bereitet hat.

 

Die gesamte Kirche muß jetzt in das Zönakel meines Unbefleckten Herzens eintreten: Alle Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubige müssen eintreten.

 

Der Heilige Geist ist auf das Zönakel von Jerusalem, wo die Apostel mit mir im Gebet versammelt waren, herabgekommen, und es hat sich das Wunder des ersten Pfingsten ereignet.

 

Ebenso wird nur im Zönakel meines Unbefleckten Herzens, sobald die ganze Kirche darin eingetreten sein wird, das große Wunder des zweiten Pfingsten geschehen.

 

Ein göttliches Feuer der Läuterung und der Heiligung wird es sein, das das ganze Angesicht der Welt erneuern wird.

 

Meine Zeit ist gekommen.

 

Deshalb eröffnet heute der Papst, mein erster vielgeliebter Sohn, ein außerordentliches Marianisches Jahr mir zu Ehren.

 

Ich verlange, daß sich die ganze Kirche mit mir, der Mutter der Fürbitte und der Sühne, im Gebet versammelt.

 

Ich will, daß alle Mitglieder meiner Bewegung in ihrem persönlichen Eifer für die Weihe wachsen, denn in euch muß mein Unbeflecktes Herz immer mehr verherrlicht werden.

 

Deshalb fordere ich euch auf, überall eure Zönakel des Gebetes und der Brüderlichkeit zu vermehren und eine größtmögliche

 

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Zahl meiner Kinder zur Weihe an mein Unbeflecktes Herz zu, führen.

 

Bereits in diesem Jahr werden einige der euch von mir vorausgesagten Ereignisse eintreffen - als Zeichen meines nahen Triumphes.

 

Bereitet euch im Geist der Demut, des Vertrauens und der großen Hoffnung vor.

 

Öffnet die Tore eurer Herzen, um das große Geschenk zu empfangen, das der Vater und der Sohn euch senden werden. Der Geist des Herrn wird die Erde erfüllen und die Welt verändern.

 

Der Geist des Herrn wird mit seinem göttlichen Feuer die gesamte Kirche erneuern und sie zur Vollkommenheit ihrer Heiligkeit und ihres Glanzes führen.

 

Der Geist des Herrn wird die Herzen und die Seelen der Menschen verwandeln und sie zu mutigen Zeugen seiner göttlichen Liebe machen.

 

Der Geist des Herrn wird die Menschheit vorbereiten, das glorreiche Reich Christi aufzunehmen, damit der Vater von allen geliebt und verherrlicht werden kann.

 

Deshalb fordere ich euch heute auf, dieses außerordentliche, eurer himmlischen Mutter geweihte Jahr in Liebe und im Gebet zu beginnen.

 

Ich erlange euch die Gabe des Heiligen Geistes.

 

Ich führe euch auf den Weg der Frömmigkeit und der Liebe. Ich versammle euch im Zönakel meines Herzens in unablässigem Gebet.

 

Ich führe euch aus allen Teilen der Welt zusammen, weil die Stunde meines Triumphes gekommen ist.

 

Die Stunde, die ich euch seit Jahren vorhergesagt habe, ist gekommen.

 

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Deshalb wird mein Wirken ab jetzt stärker, außergewöhnlicher und von allen deutlicher wahrgenommen werden.

 

Versammelt euch in meinem Unbefleckten Herzen, damit sich eure Stimmen mit meiner Stimme in einem unablässigen Gebet vereinen können.

 

Ich bin die aufgehende Morgenröte, die das Kommen der strahlenden Sonne Christi ankündigt.

 

Nehmt meine Ankündigung mit Freude an und vereint euch alle in diesem Marianischen Jahr mit eurer himmlischen Mutter, um ihren dauernden Ruf zu wiederholen, den sie stets gemeinsam mit ihrem göttlichen Bräutigam ausspricht: Komm, Herr Jesus

 

 

Ottawa (Kanada), 10. Juni 1987

 

DIESES MARIANISCHE JAHR

 

»Wandelt im Vertrauen.

 

Unterstützt meinen Plan.

 

Dieses Marianische Jahr, welches mein Papst auf meine Eingebung hin für die gesamte Kirche ausgerufen hat, ist ein außerordentliches Ereignis der Gnade und der Barmherzigkeit.

 

Während dieses Jahres rufe ich alle Kinder der Kirche auf, sich mit mir in Zönakeln unaufhörlichen Gebets zu versammeln. Vor allem wünsche ich, daß der heilige Rosenkranz häufig gebetet wird, hauptsächlich von den Kleinen, den Kranken, den Armen und den Sündern. .

 

Umgebt die Welt mit der Kette des Rosenkranzes, um für alle Gnade und Barmherzigkeit zu erlangen.

 

Vermehrt eure Gebetszönakel.

 

Während dieses Jahres ermutige ich alle, meinem Wunsch, sich meinem Unbefleckten Herzen zu weihen, nachzukommen.

 

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Diese meine Aufforderung findet ihre praktische Verwirklichung in meiner Mariamschen Priesterbewegung, die ich selbst m allen Teilen der Welt forme und verbreite, um alle zu der von mir gewollten und geforderten Weihe an mich aufzurufen.

 

Es ist mein mütterlicher und sehnlicher Wunsch, daß während des Marianischen Jahres das Werk meiner Priesterbewegung von der Kirche mit Freude und Dankbarkeit öffentlich anerkannt werden möge.

 

Besonders wichtig für die Entwicklung der großen Ereignisse, die euch von mir vorausgesagt worden sind, ist es auch, während dieses Jahres endlich meiner Forderung nachzukommen, die ich meiner Tochter Schwester Lucia von Fatima übermittelt habe, daß mir der Papst zusammen mit allen Bischöfen der Welt Rußland weiht.

 

Während dieses Jahres rufe ich alle meine Kinder auf, sich in meinen zahlreichen, auf der ganzen Welt verstreuten Heiligtümern einzufinden, um allgemein meine mütterliche Hilfe zu erbitten.

 

Dies soll auch begleitet werden von persönlichen und gemeinsamen Werken der Buße und der Sühne für die schweren persönlichen und sozialen Sünden, die ständig immer mehr und mehr begangen werden.

 

Dann verspreche ich euch, daß ich selbst in diesem Marianischen Jahr eingreifen werde, um einen Teil dessen, was ich vorhergesagt habe und was vorläufig noch im Geheimnis und Schweigen bewahrt wird, zu verwirklichen.

 

In diesem Jahre werde ich der Kirche und der Welt meine große Macht offenbaren.

Mein Licht wird stärker werden und die großen Ereignisse werden sich zu erfüllen beginnen.

 

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Daher fordere ich alle auf, eine so außerordentliche Gelegenheit der Gnade, die die Barmherzigkeit des Herrn mit diesem Marianischen Jahr der Kirche und der gesamten Menschheit noch gewährt hat, nicht ungenützt vorübergehen zu lassen

 

 

Valdragone (San Marino), 3. Juli 1987

Geistliche Exerzitien in Form eines dauernden Zönakels

Nach der abendlichen Prozession, eine mündlich gegebene Botschaft

 

MEINE ZEIT IST GEKOMMEN

 

»Vielgeliebte Söhne, wie sehr habt ihr mich heute abend getröstet und wie viele Dornen habt ihr aus meinem schmerzhaften Herzen herausgezogen!

 

Ihr wolltet mich in Prozession umhertragen und mich ehren; ich habe euch zugelächelt.

 

Ihr habt mich sehr getröstet; eure Liebe ist der Balsam, den mein Sohn Jesus auf die zahlreichen Wunden meines Unbefleckten Herzens legt.

 

Als Mutter will ich euch heute abend danken.

 

Viele von euch sind nach einer langen Reise aus fernen Ländern gekommen.

 

Ihr seid hier heraufgekommen und habt mir euer Gebet geschenkt, eure Sohnesliebe, eure priesterliche Brüderlichkeit und eure Buße. Diese Hitze, die die geistlichen Exerzitien ein wenig erschwert hat, habt ihr mir im Geist der Buße und der Abtötung schenken wollen.

 

Meine vielgeliebten Söhne, ihr habt mich getröstet. Mein Herz ist von Freude und zärtlicher Liebe bewegt. Ich bin jedem von euch dankbar für den Trost, den ihr mir als meine Kinder für die vielen Wunden meines Unbefleckten und so schmerzerfüllten Herzens geschenkt habt.

 

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Warum habe ich euch erneut hierher gerufen?

 

Warum wollte ich euch in diesem mir geweihten Marianischen Jahr um mich haben, wie eine Mutter, die ihre Kinder um sich sammelt, um ihnen einen Rat zu geben, der ihr so sehr am Herzen liegt, einen letzten Rat, der euch auf eurem schweren Weg begleiten soll?

 

Meine Zeit ist gekommen, meine vielgeliebten Söhne. Dies ist meine Zeit.

 

Darum habe ich euch hierher gerufen, in ein Zönakel, das

noch nie so reich an Gnaden war. Sie haben sich aus meinem Herzen ergossen, um in eure Herzen und die Herzen all eurer Brüder zu strömen, die in der ganzen Welt verstreut sind. Und diese Gnaden sind auch auf die Kirche und auf die ganze Menschheit herabgeströmt.

 

Warum wollte mir mein Papst dieses Jahr weihen, indem er ein außergewöhnliches Marianisches Jahr ausrief, um die ganze Kirche einzuladen, auf mich zu schauen, auf mich zu

hören, mich zu ehren, mir zu folgen und in den Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens einzutreten?

 

Weil meine Zeit gekommen ist.

 

Mit diesem Jahr wird die Zeit eurer himmlischen Mutter auf machtvolle und offizielle Weise beginnen.

 

Dies ist die Zeit meines starken Aufrufs.

 

Kehre um, o ferne und verdorbene Menschheit, kehr um zum Weg der Bekehrung und der Begegnung mit dem Herrn deiner Rettung!

 

Dies ist die Zeit meines großen Aufrufs, und ihr seid hier, weil ich euch zu Werkzeugen dieses meines Rufes machen will.

 

Wenn ihr von diesem Berg hinabsteigt, müßt ihr allen, denen ihr in all den Ländern, in die ihr zurückkehrt, begegnet, diese meine mütterliche, besorgte und dringende Botschaft verkün

 

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den: Kehrt um zum Gott eurer Rettung und eures Friedens! Die Zeit, die euch für eure Umkehr gewährt ist, ist fast abgelaufen; die Tage sind gezählt.

 

Geht alle auf dem Weg der Rückkehr zu Gott, wenn ihr gerettet werden wollt.

 

Vielgeliebte Söhne, ich brauche Stimmen, die mein Wort verbreiten, Hände, die helfen, Füße, die auf allen Straßen der Welt gehen.

 

Es ist nötig, daß meine kummervolle Botschaft bald in alle Teile der Erde dringt. Seid ihr meine Boten und verkündet überall diesen meinen besorgten Aufruf, zum Herrn zurückzukehren.

 

Dies ist die Zeit der großen Züchtigung.

 

Der Kelch der göttlichen Gerechtigkeit ist voll, übervoll, ja er läuft über.

Bosheit bedeckt die ganze Erde; die Kirche ist durch den sich ausbreitenden Abfall von Gott und durch die Sünde verdunkelt.

 

Damit seine Barmherzigkeit triumphieren kann, muß euch der Herr jetzt durch sein machtvolles Wirken von Gerechtigkeit und Liebe reinigen und läutern.

 

Für euch bereiten sich die schmerzlichsten und blutigsten Stunden vor. Diese Zeit ist näher, als ihr es euch vorstellt. Bereits in diesem Marianischen Jahr werden sich einige von den großen Ereignissen erfüllen, die ich in Fatima vorhergesagt habe.

 

Darum bringt alle meine Kinder in den Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens: ruft sie, faßt sie bei der Hand, vergeßt keinen.

 

Vielgeliebte Söhne, achtet entlang eures Weges auf die Fernstehenden, auf die Kleinen, auf die Armen, auf die an den

 

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Rand Gedrängten, auf die Verfolgten, auf die Sünder, auf die Drogensüchtigen und auf jene, die Opfer der Herrschaft Satans geworden sind.

 

,Ich will alle meine Kinder retten.

 

Ich brauche euch, weil ich sie durch euch retten will.

 

In der Zeit der Züchtigung müssen sie beschützt und verteidigt werden, müssen sie Hilfe und Trost erfahren.

 

Warum wollt ihr meine Stimme nicht beachten, die euch heute abend anfleht, überallhin zu gehen, um die Schwächsten, die Kleinsten, die Gebrechlichsten, die am meisten Leidenden, die Entferntesten, die Verlorenen zu sammeln?

 

Bringt sie alle zu mir, denn ich will sie alle im sicheren Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens haben.

 

Dies ist die Zeit der großen Umkehr.

 

Ja, nach der Zeit des großen Schmerzes kommt die Zeit der

großen Wiedergeburt, und alles wird neu erblühen.

 

Die Menschheit wird wieder zu einem neuen Garten des Lebens und der Schönheit, und die Kirche zu einer Familie, erleuchtet von der Wahrheit, ernährt von der Gnade und getröstet von der Gegenwart des Heiligen Geistes.

 

Jesus wird sein glorreiches Reich errichten. Er wird bei euch sein, und ihr werdet die neue Zeit, die neue Ära kennenlernen.

 

Ihr werdet schließlich eine neue Erde und einen neuen Himmel sehen.

 

Dies ist die Zeit der großen Barmherzigkeit.

 

Der Vater möchte mit der Glut seines ganzen Herzens die Ströme seiner unendlichen Liebe über diese arme Menschheit ergießen.

 

Der Vater will mit seinen Händen eine neue Schöpfung formen, in der seine göttliche Spur deutlicher sichtbar ist, ange

 

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nommen und bejaht wird. Eine Schöpfung, in der seine Vaterschaft von allen verherrlicht und gepriesen wird.

 

Der Atem dieser neuen Schöpfung wird der Hauch der Liebe des Vaters sein, der von allen verherrlicht werden wird, während sich überall immer reichlicher die Fülle seiner göttlichen Liebe verbreiten wird - wie Wasser, das aus einer lebendigen und unerschöpflichen Quelle sprudelt.

 

Jesus wird herrschen: Jesus, für den alles erschaffen worden ist, Jesus, der Mensch geworden ist, der sich zu eurem Bruder gemacht hat, der mit euch gelebt und gelitten hat und der am Kreuz gestorben ist, um die Menschheit zu erlösen und sie zu einer neuen Schöpfung zu machen, damit sein Reich sich langsam in den Herzen der Menschen ausbreiten kann, in ihren Seelen, in den einzelnen Personen, in den Familien, in der ganzen Gesellschaft.

 

Jesus, der euch das Gebet gelehrt hat, um das Kommen des Gottesreiches auf Erden zu erflehen, wird letztlich diese Bitte erfüllt sehen, weil er sein Reich errichten wird. Die Schöpfung wird erneut zu einem neuen Garten werden, in dem Christus von allen verherrlicht wird und seine göttliche Königsherrschaft angenommen und gepriesen wird. Es wird ein allumfassendes Reich der Gnade, der Schönheit, der Harmonie, der Einheit, der Heiligkeit, der Gerechtigkeit und des Friedens sein.

 

Die große Barmherzigkeit wird wie ein brennendes Feuer der Liebe zu euch kommen und vom Heiligen Geist getragen werden, der euch vom Vater und vom Sohn geschenkt ist, damit sich der Vater verherrlicht sehen und sich Jesus, unser Herr, von allen seinen Brüdern geliebt fühlen kann:

 

Der Heilige Geist wird wie ein Feuer herabkommen, aber auf andere Art als bei seinem ersten Kommen: Es wird ein Feuer sein, das alles verbrennt und verwandelt, das die Erde von

 

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Grund auf heiligen und erneuern wird. Es wird die Herzen für eine neue Wirklichkeit des Lebens öffnen und alle Seelen zu `einer Fülle der Heiligkeit und Gnade führen.

 

Ihr werdet eine so große Liebe, eine so vollkommene Heiligkeit kennenlernen, wie ihr sie bis dahin nie gekannt habt.

 

Der Geist wird dadurch verherrlicht werden, daß er alle zur größten Liebe zum Vater und zum Sohn führt.

 

Dies ist die Zeit der großen Barmherzigkeit: Es ist darum die Zeit des Triumphes meines Unbefleckten Herzens.

 

Aus diesem Grund wollte ich euch wieder hier oben haben. Nun müßt ihr gehen, um die Apostel meiner Botschaft zu sein. Tragt meinen dringenden Aufruf in alle Teile der Erde, daß sich alle im Zönakel meines Unbefleckten Herzens versammeln sollen, um sich vorzubereiten, die erwartete Vigil der neuen Zeit, die jetzt vor der Tür steht, zu leben.

 

Verliert nicht den Mut wegen der Schwierigkeiten, denen ihr begegnet.

 

Ich bin eure Stärkung.

 

Ich bin die Mutter des Trostes.

 

Ich nehme euch einen nach dem anderen auf und zusammen mit euch die Seelen, die euch anvertraut sind, eure Lieben, die Menschen, die ihr liebt, und eure entferntesten Brüder.

 

Vergeßt keinen; kommt gemeinsam zu mir, denn ich bin die Mutter aller, und ihr seid nur die von mir auserwählten Werkzeuge, um alle meine Kinder zu meinem Unbefleckten Herzen zu führen.

 

Mit euren Lieben, mit denen, die euch anvertraut sind, segne ich euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

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San Quirino - Pordenone, 23. Juli 1987

Nach dem Rosenkranzgebet

 

DIE MIR GEWEIHTEN FAMILIEN

 

»Wie sehr tröstet mich dieser Tag, der im Gebet und in schlichter und herzlicher Brüderlichkeit mit dieser Familie verbracht wurde, die mir geweiht ist und mir gehört!

 

Nun will ich euch mein Trostwort sagen. Es möge euch über die täglichen Schwierigkeiten eures Lebens hinweghelfen.

 

Ich liebe euch. Ich bin unter euch. Ich spreche zu euch und führe euch, denn ihr seid die Werkzeuge meines mütterlichen Willens.

 

Ich blicke mit Liebe auf die mir geweihten Familien.

 

In dieser Zeit nehme ich die Familien auf und führe sie in die Tiefe meines Unbefleckten Herzens ein, damit sie Schutz und Sicherheit, Trost und Geborgenheit finden.

 

Ebenso wie ich es liebe, als Mutter und Königin meiner Priester angerufen zu werden, so liebe ich es auch, als Mutter und Königin der mir geweihten Familien angerufen zu werden.

 

Ich bin die Mutter und die Königin der Familien.

 

Ich wache über ihr Leben, nehme mir ihre Probleme zu Herzen, kümmere mich nicht nur um das geistige, sondern auch um das leibliche Wohl aller ihrer Mitglieder.

 

Sooft ihr eine Familie meinem Unbefleckten Herzen weiht, ist es so, als ob ihr eurer himmlischen Mutter die Haustür öffnen, sie zum Eintreten einladen und ihr Raum geben würdet, damit sie ihre mütterliche Funktion immer stärker ausüben kann.

 

Das ist der Grund, weshalb ich will, daß sich alle christlichen Familien meinem Unbefleckten Herzen weihen.

 

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Ich verlange, daß man mir alle Haustüren öffnet, damit ich

einkehren und mich bei euch mütterlich niederlassen kann. Dann kehre ich als eure Mutter ein, wohne bei euch und nehme an eurem ganzen Leben teil.

 

In erster Linie sorge ich für euer geistiges Leben.

 

Ich versuche, die Seelen der Familienmitglieder dahin zu führen, immer in der Gnade Gottes zu leben.

 

Wo ich einkehre, weicht die Sünde. Wo ich mich niederlasse, ist die Gnade und das göttliche Licht immer gegenwärtig. Wo ich wohne, wohnt die Reinheit und die Heiligkeit mit mir. Eben deshalb ist es meine als Mutter wichtigste Aufgabe zu bewirken, daß die Mitglieder einer Familie in der Gnade leben und im Leben der Heiligkeit durch die Ausübung aller christlichen Tugenden vorankommen.

 

Und da euch das Sakrament der Ehe eine besondere Gnade verleiht, um euch gemeinsam weiter zu entwickeln, ist es meine Aufgabe, die Einheit einer Familie zutiefst zu festigen, Mann und Frau zu einer immer innigeren und geistigen Gemeinschaft zu führen, ihre menschliche Liebe zu vollenden, sie vollkommener werden zu lassen und ins Herz Jesu einzuführen, damit sie die neue Gestalt einer größeren Vollkommenheit annehmen kann, die sich in einer reinen und übernatürlichen Liebe äußert.

 

Ich festige die Einheit in den Familien immer mehr, führe sie zu einem größeren gegenseitigen Verständnis und lasse sie die neue Dringlichkeit einer feinfühlenderen und innigeren Verbundenheit spüren.

 

Ich führe ihre Mitglieder auf dem Weg der Heiligkeit und der Freude, der gemeinsam gebahnt und begangen werden muß, damit sie die Vollkommenheit der Liebe erreichen und sich somit des kostbaren Geschenkes des Friedens erfreuen können.

 

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So bilde ich die Seelen meiner Kinder heran und führe sie auf dem Weg der Familie zum Höhepunkt der Heiligkeit.

 

Ich will in die Familien einkehren, um euch heilig zu machen, um euch zur Vollkommenheit der Liebe zu führen, um bei euch zu weilen, um eure Familieneinheit fruchtbarer und stärker werden zu lassen.

 

Dann sorge ich auch für das leibliche Wohl der mir geweihten Familien.

 

Das kostbarste Gut einer Familie sind die Kinder.

 

Die Kinder sind Zeichen einer besonderen Vorliebe von Jesus und mir. Die Kinder müssen ersehnt, angenommen und als das wertvollste Kleinod eines Familienbesitzes gepflegt werden.

Wenn ich in einer Familie einkehre, nehme ich mich sofort der Kinder an, sie werden auch zu meinen Kindern. Ich nehme sie an der Hand und bringe sie dazu, den Weg zur Verwirklichung eines göttlichen Planes, der von Ewigkeit her für jeden bereits klar vorgezeichnet worden ist, zu gehen. Ich liebe sie, verlasse sie nie, sie werden zu einem kostbaren Teil meines mütterlichen Besitzes.

 

Ich sorge vor allem für eure Arbeit.

 

Ich lasse es euch nie an der göttlichen Vorsehung fehlen.

 

Ich nehme eure Hände und öffne sie für den Plan, den der Herr jeden Tag durch eure menschliche Mitarbeit verwirklicht.

 

Wie mein demütiges, treues und tägliches mütterliches Wirken im kleinen und schlichten Haus in Nazaret die Erfüllung des Vorhabens des Vaters ermöglicht hat, das durch das Heranwachsen des Sohnes als Mensch verwirklicht wurde, der berufen war, für euer Heil das Werk der Erlösung zu vollbringen, so rufe ich auch euch auf, dem Plan des Vaters zu entspre-

 

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chen, der durch eure menschliche Mitarbeit und durch eure

tägliche Pflichterfüllung verwirklicht wird.

 

Ihr müßt euren Teil leisten, wie der himmlische Vater den seinen tut.

 

Euer Handeln muß mit dem der göttlichen Vorsehung eine Einheit bilden, damit eure Arbeit ihre Früchte in jenen Gütern hervorbringen kann, die für euren Lebensunterhalt und für das Gedeihen der Familie selbst nützlich sind, damit ihre Mitglieder sich stets ihres geistigen und leiblichen Wohls erfreuen können.

 

Und dann helfe ich euch, den Plan des Willens Gottes zu verwirklichen. Auf diese Weise mache ich eure Arbeit geistig fruchtbarer, denn ich lasse sie zu einer Quelle der Verdienste für euch und zu einer Gelegenheit für die Rettung so vieler meiner armen, verlorenen Kinder werden.

 

Dann verbindet sich in euch selbst die Tat mit der Liebe, die Arbeit mit dem Gebet und die Mühe mit der brennenden Sehnsucht nach immer größerer Liebe und Güte.

 

So formt ihr durch eure Zusammenarbeit mit dem Willen des Vaters ein Meisterwerk der Vorsehung, das durch euch konkret und alltäglich wird.

 

Fürchtet euch nicht: Wo ich hinkomme, kommt die Sicherheit mit mir mit. Es wird euch nie an etwas fehlen. Ich mache eure Aktivität vollkommener, ich veredle eure eigene Arbeit.

 

Ich nehme auch an allen euren Sorgen teil.

 

Ich weiß, daß eine Familie heute große. Sorgen hat.

 

Es sind eure und sie werden meine.

 

Ich teile mit euch eure Leiden.

 

Deshalb bin ich in dieser so schweren Zeit der gegenwärtigen Läuterung und Reinigung immer in den mir geweihten Familien als besorgte und schmerzerfüllte Mutter anwesend, die

 

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wirklich an allen euren Leiden teilnimmt. Seid also getröstet.

 

Dies ist meine Zeit. 'Dies; das heißt, die Tage, die ihr durchlebt, sind 'mein', denn es ist die Zeit, die durch meine große und starke Gegenwart gekennzeichnet ist.

 

Diese Zeit wird um so mehr die meine werden, je stärker sich mein Sieg ausbreiten und den Sieg, der jetzt meinem Gegner gehört, übertreffen wird.

 

Diese meine Gegenwart wird sehr stark und außerordentlich werden, vor allem in den meinem Unbefleckten Herzen geweihten Familien.

 

Sie wird von allen bemerkt und für euch Quelle eines besonderen Trostes werden.

 

Also geht voran im Vertrauen, in der Hoffnung, in der Stille, in eurer täglichen Arbeit, im Gebet und in der Demut.

 

Geht voran in der Reinheit und in der lauteren Gesinnung und macht zusammen mit mir immer mehr Fortschritte auf dem mühsamen Weg des Herzensfriedens und des Friedens in euren Familien.

 

Wenn ihr alle den Weg geht, den ich euch gewiesen habe, wenn ihr das, was ich euch heute gesagt habe, hört und verwirklicht, werden eure Familien die ersten Blüten meines Triumphes sein: Kleine, verborgene, stille Knospen, die bereits in allen Teilen der Erde hervorsprießen, gleichsam um das neue Zeitalter und die neue Zeit, die nun bevorsteht, vorauszunehmen.

 

Ich schenke euch allen neuen Mut und segne euch

 

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Dongo (Como), 13. August 1987

 

DER PAPST MEINES LICHTES

 

»Vielgeliebte Söhne, heute rufe ich euch auf, eine feste Schutz-

mauer des Gebets und der Verteidigung rund um meinen Papst zu bilden.

 

Papst Johannes Paul IL ist das größte Geschenk, das mein Unbeflecktes Herz für diese eure Zeit der schmerzvollen Läuterung und Reinigung vom Herzen Jesu erhalten hat.

 

Er ist mein Papst.

 

Er ist von mir herangebildet worden. Auf dem Weg seiner persönlichen Weihe an eure himmlische Mutter wird er jeden Augenblick von mir geführt. Dieser Weg wird von ihm mit Fügsamkeit, mit kindlicher Hingabe und großem Vertrauen beschritten.

 

Er ist ein wichtiger Teil meines Planes.

 

Er ist der Papst meines Lichtes. Es ist ihm in diesen Jahren ge

lungen, dieses Licht in der Kirche und in allen Teilen dieser so bedrohten Menschheit zu verbreiten.

 

Ich selbst führe ihn auf allen Straßen der Welt entlang.

 

Er folgt mir mit der Fügsamkeit eines Kindes, mit dem Mut eines Apostels, mit der Opferbereitschaft eines Märtyrers, mit der Hingabe eines Sohnes.

 

Dieser Papst ist das Meisterwerk meiner Vorliebe, und er hat

die große Aufgabe, allen das Charisma meiner zärtlichen Mutterliebe zu schenken.

 

Nun schaue ich mit besorgter Bangigkeit einer Mutter auf ihn, während mein Unbeflecktes Herz von tiefer Qual gezeichnet ist.

 

Wie viele Gefahren umgeben ihn, wie groß sind die Fallen, die ihm mein Gegner in den Weg legt.

 

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Diejenigen, die ihm nach dem Leben trachten, sind im Begriff, ihr finsteres Vorhaben auszuführen. Für ihn ist nun die Stunde des Leidensweges und seiner persönlichen Aufopferung nahe.

 

Seid also ihr, meine Vielgeliebten und meinem Herzen geweihte Kinder, sein großer Freudenkranz durch eure Kindesliebe und euer unablässiges Gebet, durch euer von euch angenommenes und aufgeopfertes Leiden und durch das Zeugnis eurer gelebten Einheit.

 

Helft ihm durch eure priesterliche Treue ein so schweres Kreuz zu tragen.

 

Unterstützt ihn durch eure liebende Gegenwart auf dem schmerzvollen Weg zum Kalvarienberg.

 

Und seid alle mit eurer kindlichen Liebe wie Johannes zusammen mit eurer himmlischen Mutter unter seinem Kreuz, um die Stunde seines Opfers mit ihm zu durchleben

 

 

Rubbio (Vicenza), 21. August 1987

Gedenktag des hl. Pius X.

Während des Rosenkranzgebetes, mündlich gegebene Botschaft

 

MUTTER DER ANBETUNG UND DER SÜHNE

 

»Vielgeliebte Söhne, ich freue mich, daß ihr hier heraufgekommen seid, wie kleine Kinder, die sich von meinen mütterlichen Armen tragen lassen.

 

Werdet immer kleiner, fügsamer, reiner, schlichter, hingebungsvoller und treuer.

 

Wie groß ist die Freude, die mein mütterliches Herz empfindet, wenn ich euch alle als ein kostbares und duftendes Geschenk zu meinem Sohn Jesus tragen kann, um euch ihm, der wirklich im Sakrament der Eucharistie gegenwärtig ist, darzubringen.

 

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Ich bin die Mutter der Anbetung und der Sühne.

 

Bei jedem Tabernakel der Welt bin ich immer mütterlich gegenwärtig.

 

Diese meine mütterliche Gegenwart ist für-die einsame Gegenwart meines Sohnes Jesus ein neuer und liebevoller Tabernakel; sie errichtet einen Garten der Liebe für seine immerwährende Gegenwart unter euch; sie bildet eine himmlische Harmonie, die ihn mit all dem Zauber des Paradieses - den anbetenden Chören der Engel und dem seligen Gebet der Heiligen - und mit der schmerzvollen Sehnsucht so vieler Seelen, die sich im Fegfeuer läutern, umgibt.

 

In meinem Unbefleckten Herzen bilden alle ein Konzert ewiger Anbetung, unablässigen Gebets und tiefer Liebe zu Jesus, der in jedem Tabernakel der Welt wirklich gegenwärtig ist.

 

Heute ist mein Mutterherz traurig und zutiefst verletzt, weil ich sehe, daß rund um die göttliche Gegenwart Jesu in der Eucharistie eine so große Leere und so große Verlassenheit, so

große Vernachlässigung und so großes Schweigen herrscht.

 

O, pilgernde und leidende Kirche - ich bin deine Mutter -o, Kirche, die du die Familie aller meiner Kinder, die Arche des Neuen Bundes und das Volk Gottes bist, du mußt begreifen, daß der Mittelpunkt deines Lebens, der Ursprung deiner Gnade, die Quelle deines Lichtes, der Urgrund deines apostolischen Wirkens sich allein hier im Tabernakel befindet, wo Jesus wirklich zugegen ist.

 

Und Jesus ist gegenwärtig, damit er dich anleitet zu wachsen, dir hilft voranzuschreiten und dich festigt, Zeugnis zu geben, dir Mut zur Verkündigung der Frohbotschaft gibt und dir Stärkung für dein ganzes Leiden ist.

 

O pilgernde und leidende Kirche dieser Zeit, die du aufgerufen bist, die Agonie von Getsemani und die blutige Stunde von

 

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Kalvaria zu erleben, heute will ich dich mit mir dazu bringen, in ständiger Anbetung und Sühne vor jedem Tabernakel zu knieen, damit auch du die Handlung nachvollziehen kannst, die deine himmlische Mutter immer leistet.

 

Ich bin die Mutter der Anbetung und der Sühne.

 

In der Eucharistie ist Jesus mit seinem Leib, seinem Blut, seiner Seele und seiner Gottheit wirklich gegenwärtig.

 

In der Eucharistie ist Jesus Christus, der Sohn Gottes, wirklich gegenwärtig, jener Gott, den ich in jedem Augenblick seines irdischen Daseins in ihm gesehen habe, auch wenn er unter dem Schleier einer zarten und schwachen Natur verborgen war, die sich im Rhythmus der Zeit und ihres menschlichen Wachstums entwickelt hat.

 

In einem dauernden Glaubensakt erkannte ich in meinem Sohn Jesus immer meinen Gott und betete ihn in tiefer Liebe an.

 

Ich betete ihn an, als er noch in meinem jungfräulichen Leib als kleiner Sproß beschützt war und ich ihn liebte, ernährte und ich ihn wachsen ließ, indem ich ihm mein eigenes Blut und Fleisch gab.

 

Ich betete ihn an nach seiner Geburt, indem ich ihn in der Krippe einer armseligen und kahlen Grotte betrachtete.

 

Ich betete meinen Gott an im kleinen heranwachsenden Jesus,

im Jüngling, der heranreifte, im jungen Mann, der sich über seine tägliche Arbeit beugte, im Messias, der seine öffentliche Sendung vollbrachte.

 

Ich betete ihn an, als er abgelehnt und abgewiesen wurde, als er verraten, von den Seinen verlassen und verleugnet wurde.

 

Ich betete ihn an, als er verurteilt und geschmäht wurde, als er gegeißelt und dornengekrönt, als er zur Richtstätte geführt und gekreuzigt wurde.

 

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Ich betete ihn an in unaussprechlichem Leiden unter dem Kreuz und als er zur Grabstätte gebracht und beigesetzt wurde.

 

Ich betete ihn an nach seiner Auferstehung, als er mir zuerst im Glanz seines verklärten Leibes und im Licht seiner Gottheit erschien.

 

Vielgeliebte Söhne, durch ein Liebeswunder, das ihr erst im Paradies begreifen werdet können, hat euch Jesus das Geschenk gemacht, immer in der Eucharistie unter euch zu bleiben.

 

Im Tabernakel wird unter dem Schleier des verwandelten Brotes derselbe Jesus bewahrt, den ich als erste nach dem Wunder seiner Auferstehung geschaut habe, derselbe Jesus, der im Glanz seiner Gottheit den elf Aposteln, vielen Jüngern, der weinenden Magdalena und den frommen Frauen, die ihm bis zum Grab gefolgt waren, erschien.  Jesus verzeiht so viele Sakrilege und vergißt zahllos

 

Im Tabernakel ist - verborgen unter dem eucharistischen

Schleier - derselbe auferstandene Jesus gegenwärtig, der auch

mehr als fünfhundert Jüngern erschienen ist und den Verfol

ger Saul auf dem Weg nach Damaskus mit einem Blitzstrahl

getroffen hat. Es ist derselbe Jesus, der im Glanz seines glorreichen Leibes und seiner Gottheit zur Rechten des Vaters sitzt, auch wenn er sich aus Liebe zu euch unter der weißen Gestalt des verwandelten Brotes verbirgt.

 

Vielgeliebte Söhne, heute müsst ihr mehr an seine Gegenwart unter euch glauben. Ihr müsst mit Mut und Kraft eure priesterliche Aufforderung an alle verbreiten, zu einem starken  und bezeugten Glauben an die wirkliche Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie zurückzukehren.

 

Ihr müsst die gesamte Kirche dazu anregen, sich vor dem Tabernakel zusammen mir eurer himmlischen Mutter zu immerwährender Sühne und andauernder Anbetung und unablässigenm Gebt einzufinden.

 

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Euer priesterliches Gebet muß ganz zu einem eucharistischen Gebet werden.

 

Ich verlange, daß man wieder überall die Anbetungsstunden vor Jesus im ausgesetzten Allerheiligsten hält.

 

Ich wünsche, daß die Huldigung und Liebe gegenüber der heiligsten Eucharistie zunimmt und sich dies auch durch die äußerlich wahrnehmbaren, aber dabei so charakteristischen Zeichen eurer Frömmigkeit offenbart.

 

Umgebt den eucharistischen Jesus mit Blumen und Lichtern, umhüllt ihn mit zarter Aufmerksamkeit, nähen euch ihm mit empfundenen Gesten der Kniebeugung und der Anbetung.

 

Wenn ihr wüßtet, wie euch der eucharistische Jesus liebt, wie ihn ein kleines Zeichen eurer Liebe mit Freude und Trost erfüllt!

 

Jesus verzeiht so Sakrilege und vergisst zahllose Undankbarkeiten angesichts eines einzigen Tropfens reiner priesterlicher Liebe, der in den Kelch seines eucharistischen Herzens fließt.

 

Priester und Gläubige meiner Bewegung, geht oft .zum Tabernakel, lebt vor dem Tabernakel, betet vor dem Tabernakel.

 

Möge euer Gebet ein fortwährendes Gebet der Anbetung und Fürbitte, des Dankes und der Sühne sein.

 

Möge euer Gebet in den himmlischen Gesang der Engel und der Heiligen einstimmen, in das brennende Flehen der Seelen, die sich noch im Fegefeuer läutern.

 

Möge euer Gebet die Stimmen der gesamten Menschheit erfassen, die vor jedem Tabernakel der Erde in immerwährender Dankbarkeit und in täglichem Danksagen knieen sollte.

 

Denn in der Eucharistie ist Jesus Christus wirklich gegenwärtig und bleibt immer bei euch, und diese seine Gegenwart wird zunehmend stärker werden, sie wird wie eine Sonne die Welt

 

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erleuchten und den Anfang des neuen Zeitalters kennzeichnen.

 

Das Kommen des herrlichen Reiches Christi wird mit dem größten Leuchten der Eucharistie zusammenfallen.

 

Christus wird sein glorreiches Reich im weltumfassenden Triumph seines eucharistischen Reiches errichten, das sich in seiner ganzen Kraft entfalten und die Macht haben wird, die Herzen, die Seelen, die Menschen, die Familien, die Gesellschaft und selbst die Struktur der Welt zu ändern.

 

Sobald Jesus sein eucharistisches Reich errichtet haben wird,

wird er euch dazu führen, daß ihr Freude an dieser seiner dauernden Gegenwart habt, die ihr auf eine neue und außergewöhnliche Weise empfinden werdet und euch dazu bringen wird, die Erfahrung eines zweiten, erneuerten und schöneren irdischen Paradieses zu machen.

 

Vor dem Tabernakel soll eure Gegenwart aber nicht nur im Gebet bestehen, sondern auch in einer Lebensgemeinschaft mit Jesus.

 

Jesus ist in der Eucharistie wirklich gegenwärtig, weil er mit euch eine immerwährende Lebensgemeinschaft bilden möchte.

 

Wenn ihr vor ihn hintretet, blickt er euch an, wenn ihr zu ihm sprecht, hört er euch an, wenn ihr ihm etwas anvertraut, nimmt er jedes eurer Worte in sein Herz auf, und wenn ihr ihn um etwas bittet, erhört er euch immer.

 

Geht zum Tabernakel, um mit Jesus eine einfache und tägliche Lebensbeziehung herzustellen.

 

Mit derselben Natürlichkeit, mit der ihr einen Freund sucht und ihr euch Menschen, die euch lieb sind, anvertraut und ihr euch nach helfenden Freunden sehnt, sollt ihr zum Tabernakel gehen, um Jesus zu suchen.

 

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Macht Jesus zu eurem liebsten Freund, zu jemand, dem ihr am meisten vertraut, nach dem ihr euch am meisten sehnt und den ihr am meisten liebt.

 

Sagt Jesus, daß ihr ihn liebt, wiederholt es oft, denn das ist das einzige, was ihn überaus freut, ihn über alle Undankbarkeiten hinwegtröstet, jeden Verrat wieder gut macht: 'Jesus, du bist unsere Liebe, Jesus, du bist unser einziger großer Freund, Jesus, wir lieben dich, Jesus, wir sind in dich verliebt:

 

Die Gegenwart Christi in der Eucharistie hat ja vor allem den Sinn, euch in der Erfahrung einer wahren Liebesgemeinschaft mit ihm heranwachsen zu lassen, so daß ihr euch nie mehr einsam fühlt, da er hier auf Erden geblieben ist, um immer bei euch zu sein.

 

Dann müßt ihr zum Tabernakel gehen, um die Frucht des Gebets und der Lebensgemeinschaft mit Jesus zu ernten, die zu eurer Heiligkeit heranwächst und heranreift.

 

Vielgeliebte Söhne, je mehr ihr euer Leben zu Füßen des Tabernakels in inniger Vereinigung mit Jesus in der Eucharistie lebt, um so mehr wachst ihr in der Heiligkeit.

 

Der eucharistische Jesus wird zum Vorbild und zur lebendigen Gestalt eurer Heiligkeit.

Er führt euch zur Reinheit des Herzens, zur selbstgewählten und gewünschten Demut, zum gelebten Vertrauen und zur liebevollen und kindlichen Hingabe.

 

Der eucharistische Jesus wird zur neuen lebendigen Gestalt eurer priesterlichen Heiligkeit, die ihr durch eure tägliche und verborgene Aufopferung erlangt und durch eine sich nie erschöpfende Liebe für eure Bruder, durch die Fähigkeit, das Leid und das Kreuz aller in euch aufzunehmen und durch die Möglichkeit, das Böse in Gutes zu verwandeln und tiefgru' ndig darauf hinzuwirken, daß ihr die Seelen, die euch anvertraut worden sind, zum Heil führt.

 

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Deshalb sage ich euch: Die Zeit ist gekommen, da ich euch alle vor dem Tabernakel haben will. Und besonders will ich euch, meine Priester, die ihr die vielgeliebten Söhne einer Mutter seid, die ständig betet und unaufhörlich sühnt, vor dem Tabernakel haben.

 

Ich will, daß durch euch der eucharistische Kult in der ganzen Kirche wieder in einer noch viel stärkeren Weise aufblüht.

 

Diese große Krise hinsichtlich der Ehrfurcht gegenüber der heiligsten Eucharistie, die die ganze Kirche angesteckt hat und die die Ursache von so großer Untreue und der Verbreitung einer so ausgedehnten Apostasie geworden ist, muß nun unbedingt beendet werden.

 

Mit allen meinen Vielgeliebten und mit den mir geweihten Kindern, die meine Bewegung bilden, stelle ich euch vor jeden Tabernakel der Erde, um euch Jesus zu Ehren als kostbarsten Schmuck und als die schönsten und wohlriechendsten Blumen darzubringen.

 

Nun will eure himmlische Mutter eine immer größere Zahl ihrer Kinder zu Jesus, der in der Eucharistie gegenwärtig ist, führen. Denn das ist die Zeit, da der eucharistische Jesus von allen angebetet und geliebt werden soll und ihm Dank und Verherrlichung erwiesen werden muß.

 

Zusammen mit Jesus, der in jedem Tabernakel in einem Zustand der ständigen Hinopferung für euch ist, segne ich euch, meine so vielgeliebten Söhne, im Namen des Vaters, des

Sohnes und des Heiligen Geistes.«

 

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Tokio (Japan), B. September 1987

Fest Mariä Geburt

Geistliche Übungen in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB Japans

 

DIE GROSSEN WUNDERTATEN DES HERRN

 

»In diesem mir geweihten Jahr, vielgeliebte Söhne, lade ich euch ein, euch alle um die Wiege eurer Mutter als Kind zu versammeln.

 

Lernt von mir die Demut und die Kleinheit, die Fügsamkeit und Sanftmut, den Gehorsam und die Stille.

 

Der Herr wirkt nur durch das Mittel der Kleinheit und der Schwachheit. Er erhebt die Armen aus dem Staub und geleitet die Kleinen auf dem Weg seiner Herrlichkeit.

 

Die Barmherzigkeit des Herrn erweist sich nur in der Armut und im Elend.

 

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben, den Kranken schenkt er Heilung, den Verlorenen Rettung, den Verzweifelten Zuversicht, den Sündern seine Gnade.

 

Die Macht des Herrn wirkt nur durch die Demut und die Fügsamkeit.

 

Er erhöht die Demütigen, er schenkt den Schwachen Kraft, er führt die Unterdrückten und Niedergetretenen auf den Weg seiner Liebe und blickt mit den Augen seiner besonderen Liebe auf die an den Rand Gedrängten und die Verfolgten.

 

Besingt heute mit mir die großen Wundertaten des Herrn.

 

Preist das Geheimnis seiner göttlichen Barmherzigkeit.

 

Das größte Wunder der barmherzigen Liebe Jesu ist daran, sich durch den Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt zu erfüllen.

 

Von diesem Jahr an werde ich beginnen, diesen Triumph auf

 

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immer stärkere und außergewöhnlichere Weise zu verwirklichen. ,.

 

Die Kirche und die Menschheit werden mit Freude auf die Erfüllung meines mütterlichen Planes blicken..

 

Für dessen Durchführung bediene ich mich euer, meine Priester und Gläubigen, die ihr meinem Unbefleckten Herzen geweiht seid.

 

Darum, mein kleiner Sohn, habe ich dich noch in diese so entfernten Länder gebracht, damit du bis an die fernsten Grenzen der Erde meine Ankündigung wiederholen kannst.

 

Ich bin die aufsteigende Morgenröte.

 

Ich bin eure Mutter als Kind.

 

Ich bin die kleine Sklavin des Herrn.

 

Meine Zeit ist angebrochen. Nun seid ihr berufen, die großen Wundertaten des Herrn im Triumph meines Unbefleckten Herzens zu sehen.

 

Darum lade ich euch heute ein, euch alle rund um die Wiege zu versammeln,in der eure himmlische Mutter, die gerade zur Welt gekommen ist, liegt, um euch mir als Geschenk der Liebe, der Demut, der Reinheit und des Gebetes darzubringen.

 

Ich segne euch mit Liebe und Freude

 

 

Akita (Japan), 15. September 1987

Fest Mariä Schmerzen

 

WARUM WEINE ICH NOCH?

 

»Zum liturgischen Gedächtnistag meiner Schmerzen und meiner mütterlichen Teilnahme an all dem grenzenlosen Leiden meines Sohnes Jesus wollte ich dich hier haben, mein

 

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Sohn, der du von mir so sehr geliebt wirst und von meinem Widersacher so sehr verfolgt wird.

 

Auf dieser deiner Reise, die so sehr von außerordentlichen Gnaden übersät ist, die aus meinem Unbefleckten Herzen hervorgehen und sich in die Seele meiner Vielgeliebten und aller meiner Kinder senken, habe ich dich heute zu diesem von mir gesegneten Ort geleitet - vor die Statue, die an das Geheimnis meiner Miterlöserschaft erinnert.

Ich bin unter dem Kreuz Jesu gestanden.

 

Ich bin unter dem Kreuz, das jedes einzelne meiner Kinder trägt.

 

Ich bin unter dem Kreuz, das heute die Kirche und diese ganze arme, sündige Menschheit trägt.

 

Ich bin wahre Mutter und wahre Miterlöserin.

 

Von den Augen dieser meiner Statue habe ich wunderbare Tränen über hundert Mal im Laufe einiger Jahre herabfließen lassen.

 

Warum weine ich noch?

 

Ich weine, weil die Welt meine mütterliche Einladung zur Bekehrung und zur Rückkehr zum Herrn nicht annimmt.

 

Sie setzt mit Hartnäckigkeit ihren Weg der Rebellion gegen Gott und sein Gesetz der Liebe fort.

 

Der Herr wird offen verleugnet, beleidigt und gelästert.

 

Eure himmlische Mutter wird öffentlich beschimpft und lächerlich gemacht.

 

Meine außerordentlichen Aufrufe werden nicht angenommen und man schenkt den Zeichen meines ungeheuren Schmerzes, die ich euch gewähre, keinen Glauben.

 

Euer Nächster wird nicht geliebt: täglich werden Anschläge auf sein Leben und seine Güter gemacht.

 

Der Mensch wird immer korrupter, ruchloser, bösartiger und grausamer.

 

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Eine schlimmere Strafe als die Sintflut ist daran, über diese arme und pervertierte Menschheit hereinzubrechen.

 

Feuer wird vom Himmel fallen, und das wird das Zeichen sein, daß die Gerechtigkeit Gottes nun die Stunde ihrer großen Offenbarung festgesetzt hat.

 

Ich weine, weil die Kirche weiter auf dem Weg der Spaltung, des Verlustes des wahren Glaubens, der Abtrünnigkeit und der Irrtümer geht, die immer mehr propagiert werden, ohne daß sich ihnen irgendjemand entgegenstellen würde. Nun ist das, was ich in Fatima vorhergesagt habe und was ich hier (in Akita) in meiner dritten Botschaft enthüllt habe, die ich meiner kleinen Tochter anvertraute, daran, sich zu erfüllen. Auch für die Kirche ist der Moment der großen Prüfung gekommen, denn der Mensch der Gesetzwidrigkeit wird sich in ihrem Innern festsetzen und der Greuel der Verwüstung wird in den heiligen Tempel Gottes einziehen.

 

Ich weine, weil die Seelen meiner Kinder in großer Zahl verlorengehen, sie kommen in die Hölle.

Ich weine, weil zu wenige meine Einladung, zu beten, zu sühnen, zu leiden und zu opfern, annehmen.

 

Ich weine, weil ich zu euch gesprochen habe und nicht angehört wurde. Ich habe euch wunderbare Zeichen gegeben und man hat mir nicht geglaubt; ich habe mich euch stark und immer wieder offenbart, aber ihr habt mir die Türen eurer Herzen nicht geöffnet.

 

Hört wenigstens ihr, meine Vielgeliebten und meinem Unbefleckten Herzen geweihte Kinder, ihr kleiner Rest, den Jesus eifersüchtig im sicheren Gehege seiner göttlichen Liebe bewacht, und nehmt diese meine schmerzvolle Einladung an, die ich heute von diesem Ort aus noch einmal an alle Nationen der Erde richte.

 

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Bereitet euch vor, Christus im Glanz seiner Herrlichkeit zu empfangen, denn der große Tag des Herrn ist nun gekommen

 

 

Seoul (Korea), 27. September 1987

 

ALLEN VÖLKERN DER WELT

 

»In diesem Land werde ich so sehr geliebt und verehrt.

 

Meine Kinder wenden sich an mich mit einer Liebe, die aus ihren einfachen, armen, demütigen Herzen kommt, und sie flüchten sich unter den Mantel meines mütterlichen Schutzes. Kraft und Stärke schenkt meine Gegenwart hier der Kirche, die wächst und sich auf dem Gebiet, das durch das Blut so vieler Märtyrer befruchtet worden ist, ausbreitet.

 

Rund um dieses kleine Land, das ein bevorzugter Teil meines himmlischen Gartens ist, erstreckt sich eine grenzenlose Region, in der der rote Drache, mein Widersacher, herrscht. Er hat sein Reich auf der Rebellion gegen Gott errichtet, indem er eine unendliche Zahl meiner Kinder, die in der tiefstenFinsternis wandeln, mit Gewalt zum Atheismus gezwungen hat.

 

Aber von hier wird sich mein Licht und mein Sieg ausbreiten und alle Nationen dieses großen asiatischen Kontinents bedecken.

 

Ich bin die Morgenröte, die auf immer stärkere und strahlendere Weise aufsteigt. .

 

Ich bin die jungfräuliche Mutter, die allen Völkern der Welt Hilfe und Heil bringt.

 

Ich bin der Weg, der sich für den glorreichen Triumph Christi öffnet.

 

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Ich bin die mit der Sonne bekleidete Frau, die dabei ist, auf außerordentliche Weise einzugreifen, um den roten Drachen zu binden, um ihn in sein Reich des Feuers und des Todes hinabzuwerfen.

 

Aus dem, was hier geschieht, muß nun die ganze Kirche begreifen, daß die Gegenwart der Mutter für ihre universale Erneuerung unentbehrlich ist.

 

Das ist das mir geweihte Jahr.

 

Ich lade euch alle ein, meinen siegreichen Plan zu unter-

stützen. Betet, leidet und opfert mit mir.

 

Durch dich, mein kleinster und ärmster Sohn, der du von mir ausgesucht bist, damit ich vor der Kirche und der Welt verherrlicht werde, will ich Korea segnen, dieses von meinem Unbefleckten Herzen bevorzugte Land, und alle Nationen dieses asiatischen Kontinentes und der ganzen Welt.«

 

 

Inchon (Korea), 29. September 1987

Fest der Erzengel Gabriel, Rafael und Michael

Geistliche Übungen in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB Koreas

 

HIMMEL UND ERDE VEREINEN SICH

 

»Vielgeliebte Söhne, ich rufe euch von allen Teilen der Welt.

 

Die Engel des Lichtes meines Unbefleckten Herzens sammeln nun von überallher die Auserwählten, die berufen sind, an meiner siegreichen Schar teilzunehmen.

 

Sie bezeichnen euch mit meinem Siegel.

 

Sie bekleiden euch mit einer starken Rüstung für die Schlacht.

 

Sie bedecken euch mit meinem Schild.

 

Sie geben euch Kruzifix und Rosenkranz als die Waffen für

den großen Sieg.

 

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Die Zeit des Endkampfes ist angebrochen.

 

Darum greifen die Engel des Herrn in außerordentlicher

Weise ein und stellen sich jeden Tag jedem einzelnen von euch zur Seite, um euch zu führen, euch zu schützen und zu trösten.

 

So wie den Dämonen und allen Geistern des Bösen in dieser Zeit eine große Freiheit für ihre diabolischen Selbstdarstellun

gen zugestanden ist, so sind es in diesen Tagen die Engel des

Herrn, die berufen sind, den wichtigsten Teil meines Planes auszuführen.

 

Himmel und Erde vereinen sich in dieser Stunde des großen abschließenden Kampfes.

 

Nun lade ich euch alle ein, mit den Engeln und Heiligen des

Paradieses eine Einheit zu bilden.

 

Vor allem lade ich euch ein, mehr zu euren Schutzengeln zu beten, denn diese sind in dieser Zeit berufen, eine besondereAufgabe zu erfüllen, die ich ihnen für jeden einzelnen von euch, meine vielgeliebten Söhne, zugewiesen habe.

 

Es ist der Wunsch meines Herzens, daß dem täglichen Angelus-Gebet noch das Gebet zum Engel Gottes beigefügt wird.

 

Ich lade euch ein, immer in Vertrautheit und Vertraulichkeit mit euren Schutzengeln zu leben.

 

Ruft sie an in den Nöten; ruft sie herbei in Gefahren; verbindet euch mit ihnen bei eurer Arbeit; vertraut ihnen eure Schwierigkeiten an; sucht sie im Augenblick der Versuchung.

 

Nun sollen sie mit euch eine Einheit bilden.

 

Fühlt euch vor allem nahe an der Seite der Erzengel, deren Fest die Kirche heute begeht: Sankt Gabriel, daß er euch die Kraft Gottes selbst schenke; Sankt Rafael, daß er Medizin für

jede eurer Verwundungen sei; Sankt Michael, daß er euch vor

 

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den furchtbaren Nachstellungen verteidige, die euch Satan in dieser Zeit stellt.

 

Wandelt mit ihnen im Lichte meines Planes und kämpft gemeinsam unter meinem Befehl.

 

Ihr seid berufen, nun meine größten Wunder zu sehen, denn

 

Ihr seid in die Zeit meines Triumphes gekommen

 

 

Taipeh (Formosa), 9. Oktober 1987

 

DIE VON MIR AM MEISTEN GELIEBTEN KINDER

 

»Heute blicke ich mit meinen barmherzigen Augen auf diese große Nation China, wo mein Widersacher, der rote Drache, der hier sein Reich aufgerichtet hat, herrscht, indem er alle mit Gewalt dazu gezwungen hat, die satanische Geste der Verleugnung Gottes und der Rebellion gegen ihn zu wiederholen.

 

Ich blicke auf die zahllosen und schweren Leiden dieser meiner armen Kinder, die in der tiefsten Finsternis wandeln.

 

Sie sind die von mir am meisten geliebten Kinder.

 

Ich bin an ihrer Seite wie eine Mutter, die sie trösten will, ihnen helfen und sie ermutigen will.

 

Nun möchte ich von diesem Land aus meine mütterliche Botschaft an alle meine Kinder richten, die in Gebieten leben, wo der atheistische Kommunismus herrscht und wo jegliche äußerliche Zeichen des dem Herrn, unserem Gott geschuldeten Kultes verboten sind und bestraft werden.

 

- Vor allem gebe ich euch die Gewißheit, daß ich immer bei euch bin, als eine wahre Mutter, die in den Augenblicken der Prüfung und des Schmerzes am nächsten ist. Ich bin immer

für eure Nöte da.

 

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Ich tröste euch in eurem Leiden und sammle all euer Leiden in meinem Unbefleckten Herzen.

 

Ich senke euch Samen der Liebe und der Güte in eure Seelen, damit ihr auf dem Weg des Guten gehen und die Gebote befolgen könnt, die der Herr in eure Herzen eingeschrieben hat durch sein Gesetz, das ja zutiefst in die menschliche Natur selbst eingeprägt ist.

 

- Dann öffne ich durch mein mütterliches Wirken eure

Herzen, das Leben Gottes aufzunehmen, der in euch in beson-

derer Weise wirkt, damit ihm im Verborgenen Anbetung und Liebe geschenkt werde, die ihr ihm in einer öffentlichen Verehrung nach außen hin nicht geben dürft.

 

So geschieht es, daß sich die wahre Religion unter euch still und verborgen ausbreitet und im Leben so vieler meiner Kinder Wurzeln schlägt.

 

- Schließlich bin ich daran, den nun schon sehr nahen Tag

eurer Befreiung vorzubereiten mit der endgültigen Niederlage des roten Drachen und des theoretischen und praktischen Atheismus, der die ganze Welt erobert hat.

 

Die Zeit eurer Sklaverei geht ihrem Ende zu.

 

Alle Nationen der Welt, tretet aus der Sklaverei und der Finsternis heraus und geht Christus entgegen, der kommt, um unter euch seine glorreiche Herrschaft der Liebe zu errichten.

 

Nun ist der Moment erreicht, da ich, die mit der Sonne bekleidete Frau, den roten Drachen besiegen werde und ihn mit einer Kette binden und in die Hölle stürzen werde, damit er der Erde nicht mehr schaden kann.

 

Die Erde wird tatsächlich gänzlich in ein neues irdisches Paradies umgewandelt werden - zur vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit

 

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Hongkong, 13. Oktober 1987

70. Jahrestag der letzten Erscheinung in Fatima

 

ICH WERDE EURER SKLAVEREI EIN ENDE SETZEN

 

»An diesem Tag, vielgeliebte Söhne, gedenkt ihr des siebzigsten Jahrestages meiner letzten Erscheinung, die in Fatima geschah und durch das Sonnenwunder bekräftigt wurde.

 

Heute, mein kleiner Sohn, befindest du dich hier, um eine wunderbare Reise in diese Nationen des fernen Ostens abzuschließen, bei der mein Unbeflecktes Herz überall mit besonderer Intensität geliebt, angefleht, getröstet und verherrlicht wurde.

 

Es sind siebzig Jahre her, seit ich vom Himmel zu euch als die mit der Sonne bekleidete Frau herabgestiegen bin.

 

Es sind auch siebzig Jahre her, daß mein Gegner, der Satan, aus dem Abgrund zu euch heraufgestiegen ist, um sich als roter Drache in seiner ganzen furchtbaren Macht zu zeigen.

Tatsächlich ist es ihm gelungen, seine Herrschaft über viele

Nationen auszudehnen und seine Taktik der Gottesleugnung und der Rebellion gegen Gott in allen Teilen der Welt zu verbreiten.

 

So hat der rote Drache in der Periode dieser siebzig Jahre die Menschen mit der Kette seiner Sklaverei gefesselt.

 

- Er hat euch zu Sklaven des Stolzes und der Überheblichkeit gemacht mit der betrügerischen Täuschung, euch dazu zu

bringen, ohne Gott leben zu können und euch selbst an die Stelle Gottes zu setzen, damit er - Satan - in euch seine Gebärde der Rebellion und der Herausforderung des Herrn erneuern kann.

 

So hat er überall den Irrtum des Atheismus verbreitet und die Menschheit dazu angestachelt, eine neue Zivilisation ohne Gott zu bauen.

 

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- Er hat euch zu Sklaven des Genusses und der Unkeuschheit gemacht, um den wahren Gott durch neue Idole zu ersetzen, denen heute viele nachlaufen und die heute viele verehren; den Sex, das Vergnügen, das Geld, den Wohlstand.

 

So hat die Sünde ihren dunklen Schleier der Kälte und des Todes über die Welt gebreitet.

 

- Er hat euch zu Sklaven des Egoismus und des Geizes gemacht, indem er euch zu erbitterter Sucht nach Selbstbestätigung und nach Herrschaft über andere verleitet hat, und ihr seid für die großen Nöte der Armen, der Kleinen, der Kranken und der Bedürftigen unempfindlich geworden.

 

So ist die Welt zu einer wahren Wüste ohne Liebe geworden, und wie viele meiner Kinder werden in dieser immensen Wüste Tag für Tag niedergestoßen, niedergeschlagen und überwunden.

 

Ihr habt siebzig Jahre als Sklaven meines Widersachers gelebt, dem es gelungen ist, die Welt in die perverse und sündige Stadt Babylon zu verwandeln, die mit dem Becher der Lust und der Ausschweifung alle Nationen der Erde verführt.

 

Nun aber geht diese babylonische Sklaverei ihrem Ende entgegen.

 

Ich werde eurer Sklaverei ein Ende setzen.

 

In diesem Marianischen Jahr öffnet eure himmlische Mutter die Pforte für eine neue Ära eurer Befreiung.

 

Darum werdet ihr bald die außerordentlichen Zeichen sehen, die ich geben werde, damit ihr euch auf das größte Wunder vorbereiten könnt, das sich nun zu erfüllen beginnt. Das Sonnenwunder, das während meiner letzten Erscheinung geschehen ist, war nur ein prophetisches Zeichen, um euch darauf hinzuweisen, daß ihr alle auf das noch versiegelte Buch blicken sollt.

 

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Heute bin ich von Gott gesandt, dieses Buch zu öffnen, damit

euch die Geheimnisse offenbart werden können.

 

Auf diese Weise werden schließlich alle verstehen können, zu welch unvergleichlich tiefen und universalen Erneuerung euch der Sieg der barmherzigen Liebe Jesu bringen wird, der sich durch den Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt vollziehen wird

 

 

Dongo (Como), 28. November 1987

Samstag: Beginn des Advents

 

BEREITET EUCH MIT MIR VOR

 

»Beginnt diesen Zeitabschnitt des Advents mit mir, viel eliebte Söhne.

 

Macht euch alle bereit, den Herrn, der kommt, mit Freude zu empfangen. Seid dabei in mein unbeflecktes Licht eingehüllt, das sich überallhin wie die Morgenröte ausbreitet, um die Ankunft Christi zu verkünden.

 

Bereitet euch gut auf die heilige Weihnacht vor.

 

Bereitet euch mit mir vor, die liturgische Gedenkfeier seiner Geburt in Frieden, in der Stille und in bebender Erwartung zu erleben. In dieser Vorbereitungszeit soll der Glaube wachsen, sich die Hoffnung erhellen, die Liebe stärker werden und euer Gebet zunehmen.

 

Bereitet euch mit mir vor auf das Kommen Jesu, das sich täglich im Geheimnis seiner wirklichen Gegenwart in der Eucharistie und unter der menschlichen Hülle jedes Menschen, dem ihr begegnet, verwirklicht.

 

Diese tägliche Begegnung mit Jesus soll für euch eine freudenreiche und dauernde Weihnacht werden.

 

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Öffnet eure Seelen, um das Geschenk seiner Gnade und seiner Liebe zu empfangen. Reißt auf die Tore eurer Herzen, damit ihr ihm eine warme Wohnstätte der Liebe anbieten könnt, wenn er kommt, um sich einem jeden von euch im Augenblick der eucharistischen Kommunion persönlich zu schenken.

 

Laßt euren Geist hell werden, um ihn immer unter dem gebrechlichen und schmerzerfüllten Aussehen der Kleinen, der Armen, der Kranken, der Bedürftigen, der Sünder, der Fernstehenden, der an den Rand Gedrängten, der Unterdrückten, der Verfolgten und der im Sterben Liegenden erkennen zu können.

 

Bereitet euch mit mir vor auf seine Rückkehr in Herrlichkeit.

 

In dieser Zeit muß ich die Kirche und die ganze Menschheit auf seine nahe und glorreiche Rückkehr vorbereiten.

 

Darum wird meine Gegenwart unter euch immer stärker und mein Licht noch größer werden wie die Morgenröte, wenn sie ihren Höhepunkt im Aufgang der Sonne erreicht, die aus der Welt jeden Schatten der Nacht entfernt.

 

Es weiche die finstere Nacht der lautstarken Leugnung Gottes und der hartnäckigen Rebellion gegen sein Gesetz, damit ihr bereit werdet, die strahlende Sonne des Immanuel, des Gottmit-euch, zu empfangen.

 

Es weiche die Nacht der Sünde und der Unkeuschheit, damit ihr euch vorbereiten könnt, den Gott der Gnade und der Heiligkeit zu empfangen.

 

Es weiche die Nacht des Hasses, des Egoismus und der Ungerechtigkeit, damit ihr dem Gott der Liebe und des Friedens entgegeneilen könnt.

 

Es weiche die Nacht der Ungläubigkeit und des Stolzes, damit ihr euch auf das Kommen Jesu im Glauben und in der Demut vorbereiten könnt.

 

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Von nun an werdet ihr sehen, wie mein Licht immer stärker wird, bis es den Gipfel seines Glanzes erreicht, der sich in allen Teilen der Welt widerspiegeln wird.

 

Je mehr sich das unbefleckte Licht eurer himmlischen Mutter überall ausbreiten wird, desto mehr wird die Menschheit und die Kirche vorbereitet sein, den Herrn, der da kommt, zu empfangen

 

 

Rubbio (Vincenza), 8. Dezember 1987

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

 

LASST EUCH NICHT TÄUSCHEN

 

»Mein himmlischer Glanz senkt sich heute auf euch und will die ganze Welt einhüllen.

 

Wandelt in meinem Licht, wenn ihr wollt, daß Friede wird.

 

Das Licht der göttlichen Gnade, der Reinheit, der Heiligkeit, des Gebetes und einer immer vollkommeneren Liebe muß eure Existenz durchdringen, o ihr meinem Unbefleckten Herzen geweihten Kinder.

 

Ihr erlebt die schmerzvollen Zeiten der Strafe.

 

Ihr erlebt die dunkle Stunde des Sieges meines Widersachers, der der Fürst der Nacht ist.

 

Ihr erlebt die schwierigsten Augenblicke der Reinigung.

 

Nun lade ich euch ein, euch in den sicheren Wohnplatz meines Unbefleckten Herzens zu flüchten und euch vom himmlischen Mantel meines allerreinsten Lichtes einhüllen zu lassen.

 

Geht auf dem Weg, den ich euch in diesen Jahren gewiesen habe, weiter, damit ihr heute die Werkzeuge meines Friedens werdet.

 

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Laßt euch nicht täuschen.

 

Der Friede für die Welt kommt weder von den Begegnungen derer, die ihr als die Großen dieser Erde bezeichnet, noch von ihren gegenseitigen Abmachungen.

 

Nur durch die Rückkehr der Menschheit zu ihrem Gott kann der Friede zu euch gelangen - durch die Bekehrung, zu der ich euch an diesem meinem Tag erneut aufrufe, und durch Gebet, Fasten und Buße. Andernfalls wird in dem Augenblick, da alle 'Friede und Sicherheit' schreien, plötzlich das Unglück hereinbrechen.

 

Darum bitte ich euch, meinen dringenden Aufrufen zu entsprechen, auf dem Weg des Guten, der Liebe, des Gebetes, der Abtötung der Sinne und der Geringschätzung der Welt und von euch selbst zu gehen.

 

Heute nehme ich das Geschenk eurer Liebe mit Freude entgegen, es soll den Gesang des Gloria im Paradies begleiten, die Anrufungen der Armen Seelen und den Chor des Lobgesanges der kämpfenden und pilgernden Kirche, und ich lade euch ein, in Zuversicht und in einer großen Hoffnung auf mein nahes und außerordentliches Eingreifen zu leben.«

 

 

Dongo (Como), 24. Dezember 1987

Heilige Nacht

 

VERKÜNDEN DER FREUDE

 

»In diesem mir geweihten Jahr, vielgeliebte Söhne, lade ich euch ein, mit mir, eurer himmlischen Mutter, und mit meinem so keuschen Bräutigam Josef in Gebet, in Zuversicht und in Erwartung zu wachen.

 

Es ist Heilige Nacht.

 

Wie viel Müdigkeit während des langen Weges bis nach Betlehem; wie viel Leid bei jeder Zurückweisung, uns eine Türe

 

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zu öffnen; wie viel Vertrauen zum Vater, der uns zur Verwirklichung seines großen Liebesplanes an der Hand führt.

 

Ein Plan, der sich durch das Zusammentreffen unerwarteter Umstände erfüllt, die das Ereignis dieses außerordentlichen Wunders vorbereiten.

 

Das mitleidige Handeln eines Hirten, der uns zu einer nahen Grotte weist; das Aufgehen eines einzigen Tores zu einer armseligen und dürftigen Unterkunft; das menschliche Bemühen, den Ort etwas gastlicher zu gestalten; und vor allem unsere vollkommene Annahme des Willens des himmlischen Vaters, der seinem eingeborenen Sohn, der zur Welt kommt, eine

Wiege der Armut und Kälte bereitet hat.

 

Für das Herz des neugeborenen Kindes ist aber die Wärme meiner Liebe süß und meine Arme, die es mit grenzenloser Zärtlichkeit umfassen, sind für das Kind eine weiche Wiege;

meine mütterlichen Küsse kostbare Perlen, und die ärmlichen Windeln, in die ich es hülle, ein Königsmantel.

 

Plötzlich wird die Finsternis von lebhaftem Licht durchbrochen, das sich vom Himmel ergießt: die Stille wird von süßen Gesängen und himmlischen Harmonien erfüllt, die Einsamkeit wird von unzähligen Scharen von Engeln bevölkert, während die Nacht sich zur Weihnacht eines Tages öffnet, der niemals vergeht.

 

Es ist Heilige Nacht.

 

Es ist die Nacht, die für immer alle Finsternis besiegt hat.

 

Es ist die Nacht, die sich für ein Verkünden der Freude öffnet, die vom Himmel kommt: 'Ich verkünde euch eine große Freude für alle: euch ist der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr:

 

Heute umhüllt die Nacht noch die ganze Welt, und die Finster nis verdichtet sich über dem Leben der Menschen und Völker.

 

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Es ist die Finsternis des Mangels an Glauben und der fortwährenden Rebellion und einer so großen Zurückweisung Gottes.

 

Es ist das Eis der Sünde, das in den Herzen der Menschen jede Knospe des Lebens und der Liebe tötet.

 

Es ist die Armut des in seiner Würde betrogenen Menschen, der verachtet und zu einer inneren Sklaverei unterdrückt wird.

 

Es ist die Stille Gottes, die auf dem schrillen Gewirr der Stimmen und der lauten Schreie und auf der unaufhörlichen Flut von Worten und Bildern so schwer lastet.

 

Aber siehe, in der tiefen Nacht dieses eures Jahrhunderts steigt mein mütterliches Licht wie die Morgenröte empor und breitet sich in allen Teilen der Welt aus.

 

Mit meiner Stimme, die ich an so vielen Orten hören lasse, mit meiner Gegenwart, die immer stärker und außerordentlicher wird, mit meinen Botschaften, die nun ganz dringend werden, will ich in der Heiligen Nacht dieses Marianischen Jahres noch einmal für alle niederholen: Ich bin die Morgenröte, die die Geburt der strahlenden Sonne Christi vorbereitet. Heute will ich allen meinen Kindern eine Freude verkünden:

 

Nun ist die Zeit seiner glorreichen Wiederkunft nahe

 

 

Dongo (Como), 31. Dezember 1987

Letzte Nacht des Jahres

 

DIE GROSSE BEDRÄNGNIS

 

»Verbringt mit mir die letzten Stunden dieses Jahres, das nun zu Ende geht, in inständigem Gebet in meinem Unbefleckten Herzen.

 

Es ist ein wichtiges und von meinem Unbefleckten Herzen besonders gesegnetes Jahr, denn es ist mir von meinem Papst feierlich und öffentlich geweiht worden.

 

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Nun seid ihr in der Mitte dieses Marianischen Jahres angelangt.

 

Ihr seid in meine Zeit eingetreten.

 

Ihr steht unter den Zeichen großer Ereignisse, die euch angekündigt worden sind.

 

Versteht all das zu lesen und zu betrachten, was euch in der Heiligen Schrift klar beschrieben worden ist, damit es euch hilft, die Zeit, die ihr durchlebt, zu begreifen.

 

Mit meiner mütterlichen Stimme bringe ich euch alle dazu, die Zeichen der großen Bedrängnis zu begreifen.

 

In den Evangelien, den Apostelbriefen und im Buch der Apokalypse werden euch die sicheren Anzeichen klar beschrieben, die euch erkennen lassen, was die Periode der großen Bedrängnis ist.

 

Alle diese Zeichen sind daran, sich in dieser eurer Zeit zu verwirklichen.

 

- Vor allem breitet sich eine große Abtrünnigkeit in allen Teilen der Kirche aus - durch einen Mangel an Glauben, der sich selbst unter den Hirten breit macht.

 

Satan ist es durch das hinterlistige Werk seiner Verführung gelungen, überall die große Abtrünnigkeit auszubreiten, die viele dazu gebracht hat, sich von der Wahrheit des Evangeli-

ums zu entfernen, um den Fabeln der neuen theologischen      Theorien anzuhangen und Freude am Bösen und an der Sünde zu haben, die geradezu wie ein echter Wert begehrt wird.

 

-Sodann vervielfachen sich in eurer Zeit die Umstürze der natürlichen Ordnung wie Erdbeben, Dürre, Uberschwemmungen, Unglücksfälle, die den plötzlichen Tod von tausenden Personen verursachen, gefolgt von Epidemien und von unheilbaren Leiden, die sich überall verbreiten.

 

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- Darüberhinaus sind eure Tage durch den fortwährenden Lärm der sich vervielfachenden Kriege gekennzeichnet, die Tag für Tag unzählige Opfer dahinmähen. Zwietracht und Zwist wachsen innerhalb der Nationen; es breiten sich Revolten und Kämpfe zwischen den verschiedenen Völkern aus, und - ungeachtet aller Bemühungen, die man um den Frieden anstellt,

 

- vermehren sich die blutigen Kriege.

 

- Schließlich geschehen in eurer Zeit große Zeichen an Sonne,

Mond und Sternen.

 

Das Sonnenwunder von Fatima war ein Zeichen, das ich euch gegeben habe, um euch anzuzeigen, daß nun die Zeit dieser außerordentlichen Phänomene, die am Himmel geschehen, gekommen ist.

 

Und wie viele Male habt ihr selbst während meiner gegenwärtigen Erscheinungen die großen Wunder, die sich an der Sonne vollziehen, betrachten können.

 

So wie euch die Knospen, die an den Bäumen hervorbrechen, sagen, daß nun der Frühling gekommen ist, so sagen euch diese großen Zeichen, die in eurer Zeit geschehen, daß nun die große Bedrängnis zu euch gekommen ist, die euch auf die neue Ara vorbereitet, die ich euch mit dem Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt versprochen habe.

 

Seht, das ist der Grund, warum mir eure Zeit mit einem besonderen Marianischen Jahr zu meiner Ehre geweiht worden ist.

 

Denn die Heiligste Dreieinigkeit hat dem Unbefleckten Herzen eurer himmlischen Mutter die Aufgabe anvertraut, die Kirche und die ganze Menschheit darauf vorzubereiten, die Stunde der großen Bedrängnis zu durchleben, die euch auf die glorreiche Wiederkunft Christi vorbereitet

 

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