DonGobbi Einsprechungen


1986

Königin des Friedens

 

 

Dongo (Como), 1. Jänner 1986

Hochfest der Gottesmutter Maria

 

KÖNIGIN DES FRIEDENS

 

»Schaut heute auf eure himmlische Mutter.

Es ist das Fest meiner göttlichen Mutterschaft.

Es ist auch der erste Tag des neuen Jahres, und die Kirche lädt euch heute zum Gebet ein, um das große Geschenk des Friedens zu erlangen.

 

Ich bin die Königin des Friedens.

Am Weihnachtstag habe ich euch denjenigen geschenkt, der euer Friede ist, meinen Sohn Jesus.

Jesus hat euch zum Frieden mit Gott gebracht, und so hat er euch den Weg zu eurer Rettung und eurer wahren Glückseligkeit eröffnet.

Jesus hat euch zum Frieden mit euch selbst gebracht, und so hat er euch den Weg zum Frieden des Herzens eröffnet.

Dieser Friede kann nur durch das Leben in der göttlichen Gnade geboren werden, die er euch mit seiner Geburt mitten unter euch, mit seinem Leben undOpferung am Kreuz verdient hat.

mit seiner blutigen Hinopferung am Kreuz verdient hat.

Wenn ihr in der Gnade Gottes lebt, lebt ihr im Frieden des Herzens.

Der Egoismus, der Haß, die Unreinheit, ja jedwede Sünde rauben euch den Frieden des Herzens.

Jesus hat euch zum Frieden mit allen gebracht und hat euch den Weg zur wahren Brüderlichkeit gewesen.

Jede menschliche Person muß von euch wirklich als euer Bruder betrachtet werden.

Ich verlange von euch, daß ihr alle in einer wahren Gemein

 

675

 

schaft der Brüderlichkeit und der gegenseitigen Liebe lebt ohne Unterschied von Rasse, Sprache und Religion.

Ihr alle seid Kinder Gottes, von Jesus erlöst und meiner geistigen Mutterschaft anvertraut. Darum müßt ihr alle untereinander als wahre Brüder leben.

Nur auf dem Weg einer wirklich gelebten Brüderlichkeit wird der Friede zu euch kommen können.

 

Aber der Friede wird heute immer mehr bedroht.

Die Menschen bewegen sich innerhalb einer weit verbreiteten und verhärteten Zurückweisung Gottes; sie sind Opfer der Sünde und der Unreinheit; sie sind unfähig, .einander zu verstehen und zu lieben, und so werden die Menschenrechte mit Füßen getreten, die Armen und die Hungernden allein gelassen, die Unterdrückungen und die Ungerechtigkeiten vermehren sich, die Gewalttaten brechen bedrohlich aus und die Kriege verbreiten sich immer mehr.

Schwere Bedrohungen für den Frieden und große Gefahren des Bösen lasten in diesem Jahr auf euch.

Deshalb lade ich euch heute am Fest meiner göttlichen Mutterschaft ein, euch mir, die ich die Königin des Friedens bin, anzuvertrauen.

Bekehrt euch und kehrt auf dem Weg des Gebetes und der Buße, der Abtötung der Sinne und des Fastens zum Herrn zurück.

Nun ist der Zeitraum, den Gott der Menschheit noch für ihre Bekehrung gewährt hat, gleichsam abgeschlossen.

Deshalb richte ich heute mit schwerer und mütterlicher Sorge meine Botschaft an euch.

Hört auf diese Botschaft, und ihr werdet gerettet.

Befolgt sie, und ihr werdet den Frieden des Herzens finden.

 

676

 

Verbreitet sie überallhin, und ihr werdet dazu beitragen, für

alle Menschen nicht Tage des Unglücks und der Betrübnis, sondern Tage der Hoffnung und des Friedens vorzubereiten.«

 

 

2. Februar 1986

Darstellung Jesu im Tempel

 

DER WEG ZUM GÖTTLICHEN WILLEN

 

»Folgt mir, vielgeliebte Söhne, auf dem Weg, den ich euch

gewiesen habe, um euch alle in den Tempel des Herrn zu führen, damit ihr heute seine Liebe und seine Herrlichkeit besingen könnt. .

Während ich mit meinem keuschesten Bräutigam Josef den Weg zum Tempel von Jerusalem durcheilte und in meinen Armen mein göttliches Kind trug und ich mich mit ihm in einer tiefen Ekstase der Liebe und des Gebetes befand, vollzog ich eine Vorschrift des Gesetzes und erfüllte den Willen des Herrn. So mache ich es heute mit einem jeden von euch.

Ich führe euch auf den Weg der vollkommenen Erfüllung des Willens des Herrn.

 

Ich bin der Weg zum göttlichen Willen.

Es ist Wille Gottes, daß ihr den Verpflichtungen eures priesterlichen Standes mit Vollkommenheit nachkommt.

Es ist Wille Gottes, daß ihr euch in eurem Leben genügend Zeit für Gebet und für die tiefe Vereinigung mit dem Herrn nehmt.

Deshalb führe ich euch dazu, eure Frömmigkeitsübungen genau einzuhalten: Unterlaßt niemals das Stundengebet, macht eure tägliche Betrachtung in Ruhe und Liebe, betet jeden Tag

 

677

 

den Rosenkranz zusammen mit mir, und die heilige Messe, die ihr zelebriert und lebt, soll der Bezugspunkt für eure ganze Tagesarbeit werden.

Es ist Wille Gottes, daß ihr auch in eurem Apostolat die Normen befolgt, die für euch von der Kirche erlassen wurden.

Nehmt nicht an profanen Schauspielen teil; begebt euch nicht an jene Orte, die eurer Würde als Diener Gottes nicht entsprechen; versteht es, den heiligen Charakter eurer Person zu schützen und zu verteidigen.

Ihr seid in der Welt, aber nicht von der Welt.

Schämt euch nicht, allen dieses öffentliche Zeugnis zu geben. Deshalb verlange ich von euch, immer priesterlich gekleidet zu sein, damit man überall sieht, daß ihr Priester Gottes und meine vielgeliebten Söhne seid.

Wie sehr schmerzt es mein Unbeflecktes Herz, wenn ich sehe, wie viele Priester und auch Bischöfe vollkommen zivil gekleidet sind, wobei sie öffentlich die Gesetze mißachten, die die Kirche für euch erlassen hat.

Es ist Wille Gottes, daß ihr für die Rettung der Seelen vor großem Eifer brennt, und seid deshalb immer für die schwere Verpflichtung bereit, die euch als Diener der Versöhnung anvertraut ist.

In einem Großteil der Kirche wird dieses so notwendige Sakrament nun zum Verschwinden gebracht, gerade deswegen, weil viele Priester nicht mehr in den Beichtstuhl gehen, um den Seelen, die dieses Sakrament der göttlichen Barmherzigkeit so sehr brauchen, zur Verfügung zu stehen.

Es ist Wille Gottes, daß ihr immer für alle geistigen und materiellen Nöte eures Nächsten verfügbar seid.

 

678

 

Euer priesterliches Herz soll offen, hochherzig, feinfühlig und barmherzig sein.

Nur so werdet ihr den Willen, den der Herr mit jedem einzelnen von euch hat, erfüllen und den Weg zur Heiligkeit gehen. Deshalb führe ich euch jeden Tag auf dem Weg der vollkommenen Erfüllung des göttlichen Willens voran, damit nun die Heiligste Dreieinigkeit im heiligen Tempel eures priesterlichen Lebens ihre größte Verherrlichung von euch empfangen kann

 

 

Dongo, 27. März 1986

Gründonnerstag

 

GÖTTLICHES GEHEIMNIS

 

»Heute ist euer Fest, vielgeliebte Söhne, weil es euer Ostern, euer Paschamahl ist.

Ihr gedenkt der Einsetzung der Eucharistie und des Priestertums.

Wie sehr hat sich Jesus danach gesehnt, vor seinem Leiden dieses Paschamahl mit seinen Jüngern zu essen!

Sehnt auch ihr euch danach, das Geheimnis eures priesterlichen Paschamahles mit sehr viel Liebe zu erfüllen.

 

Es ist ein göttliches Geheimnis der Liebe.

Ihr seid zur Reinheit der Liebe berufen.

Deshalb arbeite ich jeden Tag stark an euch, um euer Herz umzuwandeln und es dem Herzen meines Sohnes Jesus gleichförmig zu machen.

Ich führe euch in den brennenden Glutofen seiner göttlichen und reinsten Liebe, denn ein Priesterherz muß nach dem Herzen Jesu, des ewigen Hohenpriesters, gebildet und umgewandelt werden.

 

679

 

Ein Priesterherz muß mild und demütig sein, barmherzig und feinfühlend, rein und mitleidsvoll, offen wie ein Kelch, um Gott in ausschließlicher und totaler Weise zu lieben und dann - erfüllt von der Fülle der göttlichen Liebe - allen Brüdern Flammen unauslöschlicher Liebe zu schenken.

 

Heute ist auch der Tag des neuen Gebotes: - Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. - Es ist der Tag seines verpflichtenden Gebotes: -Wenn ich als euer Meister das getan habe, dann tut auch ihr es, wenn ihr meine wahren Jünger sein wollt.

 

Vielgeliebte Söhne, stellt euch immer in den Dienst aller: Wascht auch ihr die Füße eurer Brüder, indem ihr Balsam auf ihre Wunden gießt, ihre Nöte und ihre Armut in allem teilt und die Last der Sünde und des Bösen in der Welt auf euch selbst nehmt.

Es ist ein göttliches Geheimnis des Gebetes.

 

Euer Priestertum drückt sich in einer dauernden Mittlerschaft zwischen Gott und den Menschen aus.

Und diese Mittlerschaft wird durch euer priesterliches Gebet ausgeübt, besonders wenn ihr Gott das tägliche Opfer der heiligen Messe darbringt, die das österliche Geschenk dieses letzten Abendmahles durch euch dauernd und universal macht.

 

Die Vollkommenheit des Gebetes, das heißt die tiefe Vereinigung des Lebens mit Gott, ist die Ausübung eures Priestertums, indem ihr den Gläubigen die Sakramente spendet, die Jesus für eure Rettung eingesetzt hat.

 

Die Vollkommenheit des Gebetes ist vor allem eure gefügige und eifrige Bereitschaft für die Nöte der Seelen, die euch dazu antreibt, oft in den Beichtstuhl zu gehen - als Diener des Sakramentes der Buße, mit dem ihr die tiefen Wunden so vieler Sünden heilen könnt.

 

680

 

Mittels eures guten Beispiels möge in der gesamten Kirche die

häufige Beichte zurückkehren, indem ihr das verwirklicht, was mein erster vielgeliebter Sohn, Papst Johannes Paul IL, an diesem Tag in seinem Schreiben an alle Priester gefordert hat.

 

Es ist ein göttliches Geheimnis des Leidens.

Die Einsetzung des Priestertums ist besonders auf eine dauernde -wenn auch unblutige - Hinopferung Jesu ausgerichtet, die jene, die er auf dem Kalvarienberg vollzogen hat, verewigt.

So seid auch ihr von mir gerufen, mit Jesus zu leiden, um euch mit ihm für die Rettung der Seelen hinzuopfern.

 

Ersteigt den Kalvarienberg dieses indifferenten und grausamen Jahrhunderts und seid bereit, wie Jesus zu sterben, damit die Brüder das Leben haben.

 

Darum verlange ich von euch in dieser Zeit größere und ständige Leiden.

Verzagt nicht - im Gegenteil, seid froh. Wenn ihr in den Garten meines Unbefleckten Herzens eintretet, werdet ihr immer mehr spüren, was Jesus auf vollkommene Weise erfahren hat: die Freude der Hinopferung aus Liebe und für die Rettung aller.

 

So könnt ihr jeden Tag zu den Seelen, die euch anvertraut worden sind, in Wahrheit sagen: 'Ich habe mich sehr danach gesehnt, dieses mein Paschamahl mit euch zu essen!'«

 

 

Dongo, 28. März 1986

Karfreitag

 

WARUM HAST DU MICH VERLASSEN?

 

»Ich bin heute unter dem Kreuz, an dem Jesus die Stunden seines schmerzhaften Todeskampfes durchlebt.

Ich höre in meinem mütterlichen Unbefleckten Herzen, das

 

681

 

von seinem Schmerz erdrückt ist, den Schrei seiner höchsten Klage: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?'

 

Vielgeliebte Söhne, hört heute zusammen mit mir diesen seinen Schrei. Es ist gleichsam der Höhepunkt seines ganzen Leidens, der höchste Gipfel jeden Schmerzes.

 

O! Erlebt erneut zusammen mit mir, der verwundeten und schmerzhaften Mutter, diese unaussprechlichen Augenblicke seiner schmerzvollen Passion.

 

Die Todesangst von Getsemani, der Verrat des Judas, das Verlassenwerden von den Jüngern, die Verleugnung des Petrus, die Beschimpfung und die Verurteilung durch den religiösen Gerichtshof, das Urteil des Pilatus, die schreckliche Geißelung und die Dornenkrönung, sein schmerzhaftes Hinaufsteigen auf Kalvaria, die Qual der von den Nägeln durchbohrten Hände und Füße und die drei endlosen Stunden des entsetzlichen Todeskampfes, als er am Kreuz hing.

 

Seht das Lamm, das sich stumm zum Hinschlachten führen läßt.

 

Seht das wahre Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.

 

Auf dem Herzen dieses milden Leibes des hingegebenen und

gekreuzigten Schlachtopfers lastet jede Sünde der Welt, die gesamte, durch sein Opfer erlöste Bosheit.

 

Mein Gott, warum, hast du mich verlassen?'

Auf diesem göttlichen Herzen, das so sehr zerquetscht und erdrückt ist, daß es sogar das Verlassensein vom Vater spürt, lastet auch alles Nicht-Entsprechen und all die Undankbarkeit seiner Kirche, die als leuchtende Braut aus dem Schoß seines so großen Leidens geboren worden ist.

Denn auch heute wird Jesus noch in seiner Kirche erneut verlassen, verleugnet und ausgeliefert.

 

682

 

Er wird von denen verleugnet; die ihn wegen ihrer eigenen Bequemlichkeit zurücksetzen und weil sie nur sich selbst suchen und die Sucht haben, ständig angehört und applaudiert zu werden. Der Stolz bringt viele dazu, ihn finit dem Wort und mit dem Leben zu verleugnen: Ich kenne diesen Menschen nicht!

 

Er wird auch von jenen Hirten ausgeliefert, die sich um die Herde, die ihnen anvertraut ist, keine Sorgen machen, die aus Angst oder aus Vorteil schweigen, die die Wahrheit vor den Fallstricken der Irrtümer nicht verteidigen und die die Schafe vor der furchtbaren Geißel der reißenden Wölfe, die sich als Schafe verkleidet geben, nicht beschützen.

 

Er wird von so vielen Priestern und Ordensleuten verlassen, die den Stand ihrer erhabenen Berufung aufgeben oder die nicht in der Treue zu ihren Verpflichtungen leben und sich vollkommen vom Geist der Welt, in der sie leben, verführen lassen.

 

Er wird von vielen Gläubigen abgelehnt und zurückgewiesen, die den Ideologien folgen, die heute in Mode sind, die aber Auffassungen darlegen, die jenen des Evangeliums entgegengesetzt sind, und sich auf Kompromisse einlassen, um immer die Zustimmung aller zu erheischen.

 

Der Karfreitag wiederholt sich heute wirklich in einer unermeßlich größeren und universaleren Form als es im Augenblick der Passion und des Todes am Kreuz geschah.

 

Einer Geste von damals entsprechen tausend Gesten von heute. Darum wiederholt Jesus in seinem geheimnisvollen Leib, der die Kirche ist, erneut seinen schmerzvollen Schrei: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?'

 

Der Schmerz eurer himmlischen Mutter erneuert sich heute, wenn sie sieht, wie sich in der Kirche die gleichen Leiden

 

683

 

wiederholen, die Jesus an seinem heiligen Karfreitag durchlitten hat.

 

Seht, ob ein Schmerz wie mein Schmerz ist! Nehmt an meinem Schmerz teil, den ich habe, weil sich die Sünde so ausbreitet und weil sich durch den Glaubensverlust bei vielen der Abfall von Gott verbreitet und auch deshalb, weil die Untreue wie eine Woge zunimmt und die Seelen ertränkt.

 

Wie noch nie gleichst du heute, o Kirche, deinem gekreuzigten Bräutigam. Es ist dies auch für dich die Stunde deines Todeskampfes, deines Verlassenwerdens und deines schmerzvollen Todes am Kreuze.

 

Aber an deinem heiligen Karfreitag steht die schmerzhafte Mutter neben dir: Sie stärkt dich und wacht im Gebet und in der festen Hoffnung auf deine nahe und herrliche Auferstehung

 

 

Dongo, 30. März 1986

Ostersonntag

 

JESUS IST EUER FRIEDE

 

»Der Friede des göttlichen Herzens eures auferstandenen Bruders Jesus und des Unbefleckten Herzens eurer himmlischen Mutter, die sich in der Schau seines verherrlichten Leibes erfreut, sei immer mit euch, meine vielgeliebten Söhne.

 

Der Friede sei in eurem Herzen und in eurem Leben.

 

Der Friede sei das dauernde Geschenk eures Apostolates.

 

Jesus, der gedemütigt, beschimpft, angespuckt, gegeißelt, verurteilt, gekreuzigt, am Kreuze gestorben und begraben worden ist, ist heute auferstanden!

 

Es ist das Osterfest seiner Auferstehung.

 

Der auferstandene Jesus ist für immer lebendig und unter euch

gegenwärtig.

 

684

 

Jesus ist euer Friede.

Er allein ist euer Leben, er allein ist euer Sieg.

 

Nehmt mit mir an dieser Freude teil, die niemand mehr verwirren wird können.

Tragt sie in der Seele, damit in ihr die Hoffnung erblühen kann. Ich bin die schmerzhafte Mutter der Passion.

 

Ich bin die freudenreiche Mutter der Auferstehung.

 

Ich bin die Mutter des auferstandenen Christus; ich bin die Ankündigung seines Sieges.

Mir ist die Aufgabe anvertraut worden, sein Wiederkommen in Herrlichkeit vorzubereiten.

 

In dieser schmerzhaften Zeit der Reinigung sage ich euch: Zweifelt nicht, habt große Hoffnung!

Jesus hat für immer die Welt besiegt. Allein Jesus ist heute noch der wahre Sieger.

 

Ich bin die Mutter, die euch alle von überall her ruft, um euch zu Jesus zu bringen und um für euch eine neue Ära des Friedens auf diese Weise vorzubereiten.

 

Ich bin die Königin des Friedens, die euch mit mütterlicher Zärtlichkeit anblickt und euch im Namen des verherrlichten Vaters, des auferstandenen Sohnes und des Heiligen Geistes, der euch als Gabe geschenkt ist, segnet

 

685

 

 

Merine-Lecce, 30. Mai 1986

 

MUTTER DER GNADE UND DER BARMHERZIGKEIT

 

»Ich bin die Mutter der göttlichen Gnade. Ich bin die Mutter der göttlichen Liebe. Ich bin die Quelle der Barmherzigkeit.

 

Vielgeliebte Söhne, geht auf dem Weg, den ich euch in diesen

Jahren gewiesen habe, wenn ihr meinem mütterlichen Plan für die Rettung aller meiner Kinder, besonders meiner armen sündigen Kinder, entsprechen wollt.

 

Seid ihr meine Hände, die allen jenen, die sich in irgendeiner Not befinden, reichliche Gnaden austeilen.

 

In dieser Zeit will ich mich durch euch offenbaren.

 

Ich möchte meine Gnaden durch eure Priesterhände, die sich immer als Hilfe und Stärkung für alle öffnen sollen, austeilen.

 

Gießt Balsam auf so viele schmerzende Wunden. Bringt Hilfe dem, der sich in der Armut und in der Einsamkeit befindet. Helft den Leidenden, den an den Rand Gestellten, den Kleinen, den Unterdrückten und den Verfolgten auf dem Weg des Vertrauens und der Hoffnung zu gehen.

 

Seid ihr die Hände eurer himmlischen Mutter, die sich immer öffnen, um die Fülle der Gnaden auf alle ihre Kinder zu gießen!

 

Seid ihr mein Herz, das sich öffnet, um seine mütterliche Liebe zu verschenken!

Liebt mit jedem Schlag meines Unbefleckten Herzens!

 

Ihr seid mir geweiht, damit ich euch zur Vollkommenheit der Liebe heranbilden kann.

Seid zart und einfühlend, rein und von Herzen demütig.

 

Bitte seid ihr die Hilfe, die ich heute allen jenen geben will, die Liebe brauchen, um gerettet zu werden.

 

686

 

Liebt die Fernstehenden und die Atheisten. Liebt auch jene, die euch verfolgen und euch zurückweisen. Liebt alle, ohne irgendeinen Unterschied bezüglich Sprache, Rasse und Religion. .

 

So wird jeder von euch zu einem Schlag meines Unbefleckten

Herzens werden, das sich auf alle ausdehnt, um den Trost meiner sicheren mütterlichen Liebe zu schenken.

 

Seid ihr die Werkzeuge meiner Barmherzigkeit.

Heute braucht die Menschheit die göttliche Barmherzigkeit so notwendig.

 

Nur durch die Barmherzigkeit kann sie ganz erneuert und gerettet werden.

 

Die Menschheit ist durch ihre verhärtete Zurückweisung Gottes krank. Das hindert sie daran, auf dem von ihm gewiesenen Weg, sie zur Rettung zu führen, zu gehen.

 

Sie ist schwer krank, weil sie unfähig zu lieben geworden ist.

 

Die Welt ist zu einer unermeßlichen Wüste ohne Liebe geworden: in ihr wuchern die Giftpflanzen des Hasses, der Spaltung, der Sünde, der entfesselten Selbstsucht, der Unreinheit, der Gewalt und des Krieges.

 

Nur ein großes Wunder der göttlichen Barmherzigkeit wird diese in die Irre gegangene und sterbende Menschheit, die nun den Grund ihres äußersten Elends berührt hat, retten können.

 

Deshalb ist die ganze Welt in dieser Zeit dem Unbefleckten Herzen eurer himmlischen Mutter anvertraut worden.

 

Ihr Priester, die ihr mir geweiht seid, sollt die Werkzeuge meiner mütterlichen Barmherzigkeit sein.

Auf diese Weise werdet ihr bewirken, daß überall neue Knospen des Lebens und der Heiligkeit, der Reinheit und der Liebe hervorsprießen.

 

687

 

So werdet ihr dazu beitragen, mit mir tagtäglich einen neuen `Himmel und eine neue Erde zu errichten - als die schönste

Frucht der Fülle der Gnaden und der Barmherzigkeit, die euch das Unbefleckte Herz eurer himmlischen Mutter immer schenkt

 

 

7. Juni 1986

Fest des Unbefleckten Herzens Mariens

 

RETTUNGSANKER

 

»Heute will ich euch meine mütterliche Dankbarkeit aussprechen, weil ihr meiner Aufforderung, euch meinem Unbefleckten Herzen zu weihen, gefolgt seid.

 

Zahlreich waren eure Antworten aus allen Teilen der Welt.

 

Folgt mir auch weiterhin in großer Hochherzigkeit und laßt euch von mir an den sicheren Zufluchtsort führen, den meine mütterliche Liebe für euch errichtet hat.

 

In diesen Zeiten habt ihr es alle notwendig, eilig im Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens Schutz zu suchen, denn große Übel drohen euch.

 

Es sind vor allem Übel auf geistiger Ebene, welche dem übernatürlichen Leben eurer Seele schaden können.

 

Die Sünde greift um sich wie die schlimmste und verderblichste aller Seuchen, die überall Krankheit und Tod in viele Seelen bringt.

 

Wenn ihr gewohnt seid, in der Todsünde zu leben, seid ihr seelisch tot. Und wenn ihr in diesem Zustand an das Lebensende gelangt, erwartet euch der ewige Tod in der Hölle.

 

Es gibt die Hölle. Sie ist ewig, und heute laufen viele Gefahr, dorthin zu kommen, weil sie von dieser Todeskrankheit angesteckt werden.

 

688

 

Es gibt Übel auf physischer Ebene, wie Gebrechen, Unglücksfälle, Unfälle, Dürre, Erdbeben und unheilbare Krankheiten, die sich ausbreiten.

 

Auch in dem, was euch im natürlichen Bereich widerfährt, sollt ihr eine Mahnung für euch erkennen.

 

Ihr müßt darin ein Zeichen der göttlichen Gerechtigkeit sehen, die nicht zulassen kann, daß die zahllosen Verbrechen, die täglich geschehen, ungesühnt bleiben.

 

Es gibt Übel auf sozialer Ebene, wie Zwietracht und Haß, Hunger und Armut, Ausbeutung und Sklaverei, Gewalt, Terrorismus und Krieg.

 

Um euch vor all diesen Übeln zu bewahren, fordere ich euch auf, euch in den Schutz des sicheren Zufluchtsortes meines Unbefleckten Herzens zu begeben.

 

Aber in diesen Zeiten habt ihr es vor allem notwendig, vor den furchtbaren Nachstellungen meines Gegners verteidigt zu werden, dem es gelungen ist, seine Herrschaft auf Erden zu errichten.

 

Es ist die Herrschaft, die sich gegen Christus auflehnt. Es ist die Herrschaft des Antichrists.

 

In diesem letzten Abschnitt eures Jahrhunderts wird diese

seine Herrschaft den Höhepunkt ihrer Gewalt, ihrer Macht, ihrer großen verführerischen Kraft erreichen.

 

Es naht die Stunde, da der gesetzwidrige Mensch, der die Stelle Gottes einnehmen will, um sich selbst als Gott anbeten zu lassen, sich in seiner ganzen Macht zeigen wird.

 

Wie werdet ihr unter der blutigen Geißel dieser furchtbaren Prüfung imstande sein, euch nicht zu zerstreuen, nicht mutlos zu werden und nur im Glauben und in der Treue zu Jesus und seinem Evangelium standhaft zu bleiben?

 

689

 

Mein Unbeflecktes Herz wird eure stärkste Verteidigung werden, der Schutzschild, der euch vor allen Angriffen meines Gegners bewahren wird.

 

Heute habt ihr es vor allem notwendig getröstet zu werden.

An wen werdet ihr euch in den schmerzvollen Augenblicken, die euch erwarten, wenden können, wenn die große Apostasie ihr höchstes Ausmaß erreicht haben wird und die Menschheit in der Leugnung Gottes und in der Auflehnung, in der Bosheit und in der Zwietracht, im Haß und in der Zerstörung, im Frevel und in der Gottlosigkeit zum Höhepunkt gelangt sein wird?

 

In meinem Unbefleckten Herzen werdet ihr Trost finden.

Deshalb wiederhole ich heute einem jeden von euch, was ich in Fatima zu meiner Tochter Schwester Lucia gesagt habe: 'Mein Unbeflecktes Herz wird deine Zufluchtsstätte sein und der sichere Weg, der dich zu Gott führen wird'.

Ich wünsche, daß mein Unbeflecktes Herz an diesem Tag, den die Kirche zu seiner besonderen Verehrung gewidmet hat, als Rettungsanker für alle sichtbar wird

 

 

Valdragone di San Marino, 4. Juli 1986

Geistliche Exerzitien in Form eines Zönakels

Nach der abendlichen Prozession, eine mündlich gegebene Botschaft

 

DER GEIST DER FREUDE UND DES TROSTES

»Meine vielgeliebten Söhne, ich will euch nicht von diesem Berg hinabsteigen lassen, wo ihr eine ganze Woche lang mit mir m einem dauernden Gebet und in einer von mir gewollten und geführten, gemeinsam gelebten Brüderlichkeit vereint wart, ohne euch die ganze Freude mitzuteilen, die ich in die-

 

690

 

sen Tagen als eure so schmerzensreiche himmlische Mutter in meinem Unbefleckten Herzen gefühlt habe.

 

Eure Liebe war süßer Balsam auf jede meiner Wunden. Euer mit mir vollzogenes Gebet war eine mächtige Kraft, die ihr mir gegeben habt, damit ich sie der Gerechtigkeit des Vaters aufopfern und ich euch den Feuer- und Gnadenregen des Heiligen Geistes, der die ganze Welt verwandeln und erneuern wird, sehr bald erwirken kann. So wird sich das größte Wunder der barmherzigen Liebe meines Sohnes Jesus erfüllen.

 

Ich will euch nicht von diesem Berg hinabsteigen lassen, ohne euch allen - jedem einzelnen von euch - meine mütterliche Dankbarkeit zu sagen.

 

In diesen Tagen seid ihr in den himmlischen Garten meines Unbefleckten Herzens eingetreten. Blickt auf mein Herz, tretet in mein Herz ein, lebt immer in meinem Herzen, und der Geist der Freude und des Trostes wird auf euch kommen.

 

Ihr seid mit so vielen Sorgen heraufgekommen, von so vielen Leiden gezeichnet und von einer so menschlichen Trostlosigkeit eingehüllt. Ihr seid hier heraufgestiegen, um euch m eurem Herzen zu fragen, was eure himmlische Mutter euch in diesem Jahr Neues sagen wird.

 

Meine vielgeliebten Söhne, schaut auf mein Unbeflecktes Herz, und es wird der Geist der Freude und des Trostes auf euch herab kommen.

 

Ich bin eure Mutter, ich sehe die Schwierigkeiten, die ihr erlebt, den drückenden Schmerz dieser eurer, Tage; die blutigen Stunden, die euch in der Reinigung und Läuterung, die ihr durchlebt, erwarten. Ich sehe, von wieviel Traurigkeit bisweilen euer Leben gezeichnet ist, ich sehe auch die Augenblicke, in denen ihr von Trostlosigkeit und Entmutigung erdrückt seid, weil euch mein Widersacher heute besonders durch Zweifel und Mißtrauen angreift.

 

691

 

Schaut auf mein Unbeflecktes Herz, und der Geist der Freude und des Trostes wird in euch wie eine sprudelnde Quelle emporströmen.

 

Warum zweifelt ihr? Warum seid ihr traurig? Ich bin jeden Augenblick bei euch, ich verlasse euch nie mehr. Ich bin Mutter und werde vom Gewicht der großen Schwierigkeiten, die ihr durchlebt, dazu gedrängt, euch nahe zu sein.

 

Von meinem Herzen geht ein Lichtstrahl aus: Es ist das Licht

eurer Mutter, der getreuen Jungfrau, das euren Geist erleuchtet und ihn sanft anzieht, das Mysterium des Wortes Gottes zu verstehen und in das Geheimnis des Evangeliums tief einzudringen.

 

In der Dunkelheit, die sich auf die Welt herabgesenkt hat und sich in der Kirche ausbreitet, wird so viel menschlicher Geist von Irrtümern verdunkelt und von den sich immer weiter verbreitenden Zweifeln ausgedörrt. Wie viele Menschen sind vom Irrtum angesteckt, der viele dazu bringt, verlorenzugehen und vom Weg des wahren Glaubens abzuirren.

 

Dies sind die Zeiten, da viele in der Kirche den wahren Glauben verlieren - auch unter meinen vielgeliebten Söhnen.

 

Wenn ihr auf mein Unbeflecktes Herz schaut und euch vom Strahl meines Lichtes durchdringen laßt, wird euer Geist die Gabe der göttlichen Weisheit erlangen und von der Schönheit der Wahrheit, die Jesus euch geoffenbart hat, angezogen werden.

 

Die tägliche Nahrung eures Geistes wird allein das Wort Gottes sein.

Liebt es, sucht es, bewahrt es, verteidigt es, lebt es.

 

Während sich heute der große Abfall verbreitet, werdet ihr in der Freude und im Trost, immer in der Wahrheit des Evangeliums zu verbleiben, euren Weg gehen.

 

Als ihr hier heraufgekommen seid, habe ich eure Seelen - den Garten meiner himmlischen und mütterlichen Herrschaft

 

692

 

angeschaut und ich sah sie noch von Sünden verdunkelt, die ihr oft wegen eurer so menschlichen Gebrechlichkeit begeht.

 

Ihr habt keine großen Sünden. Ihr sucht sie ja jetzt zu vermeiden. Aber meinem Herzen mißfallen auch die kleinen Sünden, die ihr läßliche Sünden nennt. Es kann Egoismus und Anhänglichkeit an euch selbst sein, das Unvermögen zu glauben und euch mit kindlicher Fügsamkeit mir anzuvertrauen, alle täglichen Kompromisse mit der Welt, die Anhänglichkeit an die Geschöpfe und an eure eigene Denkweise.

 

Es sind kleine Schatten, die die Schönheit eurer Seele verdunkeln. In diesen Tagen habe ich mit meiner mütterlichen Hand alle diese Schatten weggewischt.

 

Geht euren Weg in der Freude und im Trost, euch von mir geliebt und geführt zu wissen, damit ihr reiner, besser, liebender, heiliger und schöner werdet.

 

Von diesem Berg müssen eure Seelen leuchtender zurückkehren, erneuert von der Gnade Jesu. So wird sich der Vater auf eure Seelen mit bevorzugender Liebe herabneigen und mein

göttlicher Bräutigam, der Heilige Geist, wird sie zur vollkommenen Nachahmung meines Sohnes umgestalten.

 

Ihr seid hier heraufgekommen, und ich habe eure Herzen, eines nach dem anderen, gesehen: Sie sind von so viel Trockenheit verbraucht, in sich selbst verschlossen und durch die Prüfungen, die ihr durchlebt, verhärtet. Als Mutter habe ich mich nun einem jeden von euch genähert; ich habe euer Herz in meine Hände genommen, es in den brennenden Glutofen meines mütterlichen Herzens gelegt und es in die Tiefe des göttlichen Herzens meines Sohnes Jesus eingetaucht.

 

Schaut auf dieses Herz: Es ist für euch durchbohrt worden. Tretet ein in die Wunde des Herzens Jesu und laßt euch jeden Tag vom brennenden Feuer seiner göttlichen Liebe um

wandeln.

 

693

 

Dieses Herz ist ein Meer unendlicher Liebe und sammelt jede menschliche Schwäche, verbrennt jede Sünde, ruft zu einer immer größeren Liebe. Denn die Liebe muß geliebt werden und jedes Geschenk verlangt nach einer Antwort.

 

Hier drinnen werden eure Herzen dauernd wie Gold in einem Schmelzofen durch die Flamme einer brennenden Liebe umgewandelt. Und dann werdet ihr immer fügsamer, demütiger, sanfter, barmherziger, besser, kleiner und reiner werden. Seht, ihr werdet im grenzenlosen Meer dieser göttlichen Liebe geformt und euer neues Herz und euer neuer Geist wird geboren. So

könnt ihr Zeugen der Liebe sein und diese Liebe überall hintragen und selber zum Geist der Freude und des Trostes für alle werden.

 

Habt ihr noch nicht verstanden, daß dies die Jahre der schmerzhaften Reinigung sind, die nun zu ihrem blutigsten Abschluß kommt?

 

Warum stellt ihr noch Fragen?

 

Das sind meine Jahre. Das ist der Grund, warum ich euch noch einmal hier haben wollte und warum ich während dieser geistlichen Exerzitien, die ein ununterbrochenes Zönakel waren, einem jeden von euch außerordentliche Gnaden geschenkt habe.

 

Jetzt begreift ihr noch nicht, daß diese Gnaden wie ein Samen sind, der in eure Seelen ausgestreut wurde. Aber später werdet ihr es verstehen und dann werdet ihr auf diesen Berg schauen und das begreifen, was ich für euch in diesen Tagen getan habe.

 

Hier hatten wir ein wahres Zönakel, wie jenes von Jerusalem.

 

Hier seid ihr, meine Apostel, mit mir im Gebet vereint, weil das neue Pfingsten vor der Türe steht.

 

Hier habe ich euch eingeführt, das Geheimnis meines Unbefleckten Herzens zu begreifen, damit ihr - wenn ihr von die

 

694

 

sein Berg hinabsteigt - selbst für alle mein Zeichen der Freude und des Trostes werdet.

 

Ihr könnt nicht so zurückkehren, wie ihr heraufgestiegen seid. Steigt mit mir hinab.

 

Schaut auf diese ausgedorrte Menschheit. Wie viele meiner Kinder sind tot, weil sie von der Sünde und dem Haß, von der Gewalttätigkeit und von der Unreinheit getötet wurden - Opfer des Lasters und der Droge.

 

Es sind meine Kinder: verzweifelt, betrübt, hilfebedürftig.

 

Sagt ihnen mein mütterliches Wort mit eurer Liebe und seid für sie mein Zeichen der Freude und des Trostes.

 

Und dann tretet ein in das Herz meiner Kirche.

 

Seid Zeichen der Freude und des Trostes für den Papst, meinen ersten vielgeliebten Sohn, der heute so leidet und verlassen ist, kritisiert und angegriffen wird. Seid eine Stütze der Liebe, die ihm mein mütterliches Herz schenken will.

 

Denn auch er braucht heute den Geist der Freude und des Trostes und diesen will ich ihm durch euch, meine Priester und vielgeliebten Söhne, geben.

Liebt den Papst, folgt ihm, verteidigt ihn.

 

Tretet ein in das Herz meiner Kirche, um ihr Geheimnis als das des geheimnisvollen Leibes Christi zu begreifen, der heute geteilt und zerrissen ist und den ihr in seiner Einheit wieder herstellen müßt. Dieser Leib wird heute beschimpft und weiterhin durch die sich immer mehr verbreitenden Sünden gegeißelt.

 

Sühnt alle Sünden, indem ihr vielen meiner Kinder helft, sich durch den Empfang des Bußsakramentes davon zu befreien des Sakramentes, das durch euch wieder in der ganzen Kirche erstrahlen soll.

 

695

 

Neigt euch mit mir hinab, um die Wunden dieser meiner geliebtesten Tochter zu küssen, deren Kinder auch ihr seid, weil die Kirche allein durch die Kraft eurer priesterlichen Liebe erneuert werden kann.

 

Dann werdet ihr die Zeichen der neuen Ära, die schon im raubesten Winter der schmerzhaftesten Reinigung der Kirche beginnt.

 

Im Todeskampf, den sie noch gerade durchlebt, seid ihr der Kelch der Stärkung, den das Unbefleckte Herz euer himmlischen Mutter ihr zu trinken gibt, damit sie wieder Kraft schöpfen und in Freude voranschreiten kann.

 

So werdet ihr heute zum Geist der Freude und des Trostes für die ganze Kirche.

 

Laßt euch nicht entmutigen.

 

Mein Triumph hat schon begonnen.

 

In euren Herzen, in der Stille eures priesterlichen Lebens, das mir geweiht ist und von mir aufgeopfert wird, hat der Triumph meines Unbefleckten Herzens bereits begonnen.

 

Danke für die Stärkung, die ihr mir gegeben habt.

 

Ich nehme die Wünsche und die Bitten an, die ihr an mich richtet.

 

Ich segne euer Apostolat, die Seelen, die euch anvertraut sind, euer schwieriges Dienstamt.

 

Ich segne euer Leben: Es ist kostbar für mich.

 

Morgen werdet ihr von diesem Berg hinabsteigen, um in eure Häuser zurückzukehren.

 

Ich begleite euch mit meinem mütterlichen Segen. Habt keine Angst mehr: Ich bin immer mit euch.

 

In euch und durch euch bin ich der Anfang der neuen Zeit, ich bin die Mutter der Hoffnung und des Trostes, ich bin die Königin des Friedens.

 

696

 

Ich segne euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

 

Rubbio (Vicenza), 30. Juli 1986

 

ARCHE DES NEUEN BUNDES

 

»Vielgeliebte Söhne, ich führe euch jeden Tag auf den Weg eurer vollkommenen Nachfolge meines Sohnes Jesus.

 

Nur so könnt ihr heute ein Zeichen der Freude und des Trostes für alle werden.

 

Dies sind die schmerzvollen Jahre der Prüfung. Sie wurden euch bereits auf verschiedene Weise und mit vielen Zeichen von mir angekündigt.

 

Aber wer glaubt mir? Wer hört auf mich? Wer bemüht sich wirklich, sein Leben zu ändern?

 

Ich bin zwischen zwei Schwertern gefangen, die mein Mutterherz durchbohren: Auf der einen Seite sehe ich die große Gefahr, in der ihr schwebt, wegen der Strafe, die euch bereits bevorsteht. Auf der anderen Seite sehe ich eure Unfähigkeit, den Aufforderungen zur Umkehr, die ich euch erteile, damit ihr dieser Gefahr entgehen könnt, Glauben und Gehör zu schenken.

 

Also wende ich mich wieder an euch, meine Vielgeliebten und mir geweihten Kinder, und fordere euch auf, euch über die Welt zu erheben, über eure täglichen Sorgen; über die ungeordneten Bindungen an die Geschöpfe und an euch selbst, über die Mittelmäßigkeit und Lauheit, über eine immer größere Herzenskälte.

 

Sucht den Zufluchtsort auf, den eure himmlische Mutter für euch bereitet hat - für eure Rettung und damit ihr in der Ge-

 

697

 

borgenheit meines Unbefleckten Herzens die furchtbaren Tage des großen Sturmes, der bereits hereinbricht, überdauern könnt.

 

Dies ist der Augenblick für alle, in mir Zuflucht zu suchen, denn

ich bin die Arche des neuen Bundes.

 

Zur Zeit Noachs, unmittelbar vor der Sintflut, betraten jene, die der Herr zum Überleben seiner furchtbaren Strafe bestimmt hatte, die Arche. In eurer Zeit fordere ich alle meine Kinder auf, die Arche des neuen Bundes zu betreten, die ich in meinem Unbefleckten Herzens bereitet habe, damit ihnen von mir geholfen werden kann, die blutige Last der großen Prüfung zu tragen, die der Ankunft des Tages des Herrn vorausgeht.

 

Schaut nicht irgendwo anders hin. Es geschieht heute wie zur Zeit der Sintflut. Und niemand denkt an das, was euch bevorsteht.

 

Alle sind sehr besorgt und denken nur an sich selbst, an ihr irdisches Wohl, an Vergnügungen und wollen auf alle mögliche Weisen ihre eigenen ungeordneten Leidenschaften befriedigen.

 

Wie wenige kümmern sich sogar in der Kirche um meine mütterlichen und so schmerzerfüllten Aufrufe!

 

So müßt wenigstens ihr, meine Vielgeliebten, auf mich hören und mir folgen.

 

Dann kann ich durch euch alle aufrufen, die Arche des neuen Bundes und der Rettung, die euch mein Unbeflecktes Herz für diese Zeit der Strafe bereitet hat, so bald wie möglich zu betreten.

 

Hier werdet ihr in Frieden sein und fähig, Zeichen meines Friedens und meines mütterlichen Trostes für alle meine armen Kinder werden zu können

 

698

 

Rubbio (Vicenza), 6. August 1986

Fest der Verklärung des Herrn.

 

BESTEIGT DEN BERG

 

»Besteigt heute mit mir den Berg meines Friedens, vielgeliebte Söhne.

 

Besteigt den Berg der Rettung und des Gebetes, der Reinheit und der Heiligkeit, der Fügsamkeit und der Milde, der Bescheidenheit, der Kleinheit und einer immer vollkommeneren Liebe.

 

Besteigt den heiligen Berg eurer persönlichen Verklärung, indem ihr euch immer mehr der göttlichen Menschlichkeit meines Sohnes Jesus anpaßt - mit kindlicher Hingabe an die Liebe des himmlischen Vaters und mit täglicher Fügsamkeit gegenüber der reinigenden Einwirkung des Heiligen Geistes.

 

So werdet ihr euch selbst an der Gabe einer vollkommenen Verklärung erfreuen können - im glorreichen Licht Christi, der sich in dieser Zeit in euch und durch euch stärker offenbaren will, um die ganze Welt mit der Kraft seiner barmherzigen Liebe zu erneuern.

 

Auf diesem heiligen Berg werdet ihr auch die außergewöhnliche Gegenwart und das besondere Wirken eurer himmlischen Mutter spüren, die euch jeden Tag in die Person Jesus selbst umwandeln und verklären will, damit ihr heute ein kraftvolles Zeugnis seiner Liebe zu euch sein könnt.

 

Hier bereite ich euch liebevoll auf die schmerzvollen Augenblicke des Kreuzes und des Martyriums vor.

 

Nun sind auch für euch die Tage der Verlassenheit, der Agonie und der Aufopferung angebrochen.

Die großen Ereignisse, die ich euch in diesen Jahren prophezeit habe, sind eingetroffen.

 

699

 

Bald werdet ihr alle aufgerufen werden, euer schmerzvollstes Zeugnis abzulegen.

 

Dann könnt ihr für alle die Lichtstrahlen werden, die von meinem Unbefleckten Herzen ausgehen, um in alle Teile der Welt zu gelangen und die dunklen Augenblicke, die ihr nun erlebt, zu erhellen.

 

Ihr werdet auf diese Weise meinen mütterlichen Plan unterstützen und dazu beitragen, daß sich das größte Wunder der barmherzigen Liebe Jesu, der im Begriff ist, eine Flut von Feuer und Gnade über die Welt auszugießen, ereignen kann.«

 

 

Rubbio (Vicenza), 8. August 1986

Nach. denn Beten des heiligen Rosenkranzes,

eine mündlich gegebene Botschaft

 

MUTTER DER EUCHARISTIE

»Vielgeliebte Söhne, wie sehr ist mein Herz von Freude erfüllt, euch hier in einer priesterlichen Wallfahrt der Anbetung, der Liebe, der Sühne und der Danksagung zu sehen, die ihr Jesus, meinem Sohn und meinem Gott, der in der Eucharistie gegenwärtig ist, darbringt: Ihr tröstet ihn damit für all die Leere, Undankbarkeit und Gleichgültigkeit, die er in seiner wirklichen Gegenwart der Liebe in allen Tabernakeln der Erde von so vielen meiner Kinder, besonders von zahlreichen meiner vielgeliebten Söhne, den Priestern, erfährt.

 

Habt Dank für die Freude, die ihr dem Herzen Jesu macht, der euch wohlgefällig zulächelt und sich dabei an Zärtlichkeit für euch überbietet. Habt Dank für die Freude, die ihr dem von so tiefem Schmerz erfüllten Unbefleckten Herzen eurer

himmlischen Mutter schenkt.

 

700

 

Ich bin die Mutter der heiligsten Eucharistie.

 

Dies bin ich durch mein Ja geworden, weil ich im Augenblick der Menschwerdung dem Wort des Vaters die Möglichkeit gegeben habe, sich in meinem jungfräulichen Schoß niederzulassen. Und, obwohl ich auch wahre Mutter Gottes bin, weil Jesus wahrer Gott ist, so hat sich doch meine Mitarbeit besonders darin verwirklicht, daß ich dem Wort seine menschliche Natur gegeben habe, die es ihm, der zweiten Person der Heiligsten Dreieinigkeit, dem mit dem Vater gleichewigen Sohn, gestattet hat, sich in der Zeit auch zum Menschen zu machen, zu eurem wahren Bruder.

 

Indem er die menschliche Natur annahm, ist es ihm möglich geworden, das Werk der Erlösung zu vollbringen.

 

Wie ich die Mutter der Menschwerdung bin, so bin ich auch die Mutter der Erlösung. Eine Erlösung, die sich vom Augenblick der Menschwerdung bis zum Augenblick seines Todes am Kreuz vollzogen hat, wo Jesus aufgrund seiner angenommenen Menschheit das erfüllen konnte, was ihm als Gott nicht möglich zu tun war: zu leiden und zu sterben, wobei er sich als vollkommenes Lösegeld dem Vater aufopferte und seiner Gerechtigkeit eine würdige und gerechte Genugtuung leistete.

 

Er hat wahrhaftig für euch alle gelitten, wodurch er euch von der Sünde befreit und euch die Möglichkeit eröffnet hat, jenes göttliche Leben zu empfangen, das für alle im Augenblick der von unseren Stammeltern begangenen ersten Sünde verloren worden war.

 

Schaut auf Jesus, der - angefangen von seinem Herabsteigen in meinen jungfräulichen Schoß bis zu seinem Erhöhtwerden am Kreuz - in diesem seinem dauernden hohenpriesterlichen Handeln liebt, wirkt, betet, leidet und sich hinopfert, damit ihr begreift, daß ich vor allem die Mutter von Jesus, dem Hohenpriester, bin.

 

701

 

Ich bin daher auch wahre Mutter der heiligsten Eucharistie.

 

Nicht deshalb, weil ich Jesus erneut für diese geheimnisvolle Wirklichkeit auf dem Altar hervorbringen könnte.

 

Das ist eine Aufgabe, die allein euch, meinen vielgeliebten Söhnen, vorbehalten ist.

 

Es ist jedoch eine Aufgabe, die euch so sehr meiner mütterlichen Funktion ähnlich macht, weil auch ihr während der heiligen Messe und mittels der Worte der Wandlung wahrhaftig meinen Sohn hervorbringt.

 

Für mich hat ihn die frostige Krippe einer armen und ungeschmückten Grotte aufgenommen. Für euch nimmt ihn nun der kalte Stein eines Altares auf. Jedoch auch ihr bringt - wie ich -meinen Sohn hervor. Deshalb könnt ihr nichts anderes als Söhne einer besonderen, ja ganz besonderen Vorliebe derjenigen sein, die die Mutter, die wahre Mutter ihres Sohnes Jesus ist.

 

Ich bin jedoch auch wahre Mutter der Eucharistie, weil sich Jesus im Augenblick der Wandlung durch euer priesterliches Handeln wirklich gegenwärtig macht. Ihr ermöglicht ihm diese seine neue und wirkliche Gegenwart unter euch mit eurem menschlichen Ja zum mächtigen Wirken des Geistes, der die Materie von Brot und Wein in den Leib und in das Blut Christi verwandelt.

 

Und er macht sich gegenwärtig, um das Werk der Menschwerdung und der Erlösung fortzuführen und im Geheimnis das Opfer von Kaivaria zu vollziehen, das er dem Vater aufgrund seiner menschlichen Natur aufopfern konnte, die er mit dem Leib, den ich ihm geschenkt habe, angenommen hat. So macht sich Jesus in der Eucharistie mit seiner Gottheit und mit seinem verherrlichten Leib gegenwärtig, mit jenem Leib, der ihm von eurer himmlischen Mutter geschenkt worden ist, mit dem wahren Leib, der von der Jungfrau Maria geboren wurde.

 

702

 

Meine Söhne, sein Leib ist ein verherrlichter, aber kein anderer Leib, es handelt sich also nicht um eine neue Geburt von ihm. Tatsächlich ist es derselbe Leib, den ich ihm geschenkt habe: geboren zu Betlehem, gestorben auf Kalvaria, in das Grab gelegt und von dort auferstanden - wobei er jedoch eine neue Form annahm, seine göttliche Form, jene der Herrlichkeit.

 

Mit seinem verherrlichten Leib bleibt Jesus im Paradies der Sohn Mariens. So ist derjenige, den ihr mit seiner Gottheit im Augenblick der eucharistischen Wandlung hervorbringt, immer der Sohn Mariens.

 

Deshalb bin ich Mutter der Eucharistie.

Und als Mutter bin ich immer neben meinem Sohn. Ich bin es auf dieser Erde gewesen; ich bin es jetzt im Paradies durch das Privileg meiner leiblichen Aufnahme in den Himmel; ich befinde mich weiterhin dort, wo Jesus in jedem Tabernakel der Erde gegenwärtig ist.

 

Wie sein verherrlichter Leib, der sich außerhalb der Begrenzung von Raum und Zeit befindet, es ihm gestattet, hier im Tabernakel dieser kleinen Bergkirche vor euch zu sein, aber es ihm zur gleichen Zeit auch gestattet, in allen Tabernakeln, die in jedem Teil der Welt verstreut sind, gegenwärtig zu sein, so befindet sich eure himmlische Mutter mit ihrem verherrlichten Leib, der es ihr erlaubt, hier und wo immer auch zu sein, wahrhaftig neben jedem Tabernakel, wo Jesus aufbewahrt wird.

 

Mein Unbeflecktes Herz wird für ihn zum lebendigen, pulsierenden und mütterlichen Tabernakel der Liebe, der Anbetung, des Dankes und der dauernden Sühneleistung.

 

Ich bin die freudenreiche Mutter der Eucharistie.

Ihr wißt, vielgeliebte Söhne, daß dort, wo sich der Sohn befindet, auch immer der Vater und der Heilige Geist ist.

 

703

 

Wie in der Herrlichkeit des Paradieses Jesus in innigster Einheit mit dem Heiligen Geist zur Rechten des Vaters sitzt, so ist, wenn er sich - von euch gerufen - in der Eucharistie gegenwärtig macht und zur Behütung in den Tabernakel, der von meinem mütterlichen Herzen umgeben ist, zurückgestellt wird, neben dem Sohn auch immer die wirkliche Gegenwart des Vaters und die wirkliche Gegenwart des Heiligen Geistes: da ist immer die göttliche und Heiligste Dreieinigkeit.

 

Aber wie es im Paradies geschieht, so ist neben jedem Tabernakel auch die in Verzückung versetzte und freudenreiche Gegenwart eurer himmlischen Mutter. Dann sind hier alle Engel, die in ihre neun Chöre des Lichtes aufgegliedert sind, um die Allmacht der Heiligsten Dreieinigkeit in verschiedenen Modulationen der Harmonie und der Verherrlichung zu besingen - gleichsam um ihre große und göttliche Macht in unterschiedlichen Graden durchscheinen zu lassen.

 

Rund um die Chöre der Engel sind hier auch alle Heiligen und Seligen. Gerade durch das Licht, durch die Liebe, durch die immerwährende Freude und durch die unbegrenzte Herrlichkeit, die von der Heiligsten Dreieinigkeit ausgeht, wird ihnen eine dauernde Intensivierung ihrer ewigen und immer größer werdenden Seligkeit zuteil.

 

Auch die tiefen Eingebungen, die reinigenden Leiden und das unausgesetzte Gebet aller Seelen des Fegefeuers steigen zu diesem Gipfel des Paradieses empor. Sie streben dahin mit einer Sehnsucht und mit einer immer größer werdenden Liebe, die immer vollkommener wird, je mehr sie sich voranschreitend von jeder Sündenstrafe befreien, die sie sich durch ihre Gebrechlichkeit und durch ihre Schuld zugezogen haben, bis zu dem Augenblick, da sie sich - vollkommen durch die Liebe erneuert - mit dem himmlischen Gesang vereinigen können, der sich rund um die Heiligste und göttliche Dreieinigkeit

 

704

 

bildet, die im Paradies und innerhalb eines jeden Tabernakels weilt, wo Jesus gegenwärtig ist, auch in den entferntesten und verlorensten Teilen der Erde.

 

Deshalb bin ich neben Jesus die freudenreiche Mutter der Eucharistie.

 

Ich bin die schmerzensreiche Mutter der Eucharistie.

An die triumphierende und sich reinigende Kirche, deren Herz rund um das Zentrum der Liebe, die der eucharistische Jesus ist, schlägt, sollte sich auch die kämpfende Kirche anschließen, solltet ihr euch alle, meine vielgeliebten Söhne, Ordensleute und Gläubigen versammeln, um mit dem Paradies und dem Fegefeuer einen dauernden Hymnus der Anbetung und des Lobes zu bilden.

 

Statt dessen ist heute Jesus im Tabernakel von so viel Leere, von so viel Verlassenheit und so viel Undankbarkeit umgeben.

 

Das sind die Zeiten, die von mir durch die Stimme des Engels in Fatima vorausgesagt worden sind. Der Engel ist den Kindern erschienen und hat ihnen folgendes Gebet gelehrt: 'Heiligste Dreieinigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht an und opfere Dir auf den kostbaren Leib, das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, der in allen Tabernakeln der Welt gegenwärtig ist, zur Genugtuung für die Schmähungen, Entweihungen und die Gleichgültigkeit, durch die er selbst beleidigt wird . .

 

Dieses Gebet wurde für diese eure Zeiten gelehrt.

 

Jesus wird heute von der Leere umgeben, die besonders von euch Priestern gebildet wird, die ihr innerhalb eures Apostolats oft unnütz und viel an der Peripherie herumkreist, indem ihr euch den weniger wichtigen und den mehr zweitrangigen Dingen zuwendet und dabei vergeßt, daß das Zentrum eures priesterlichen Tagewerkes hier vor dem Tabernakel sein muß, wo Jesus gegenwärtig ist und besonders von euch behütet wird.

 

705

 

Er ist auch von der Gleichgültigkeit so vieler meiner Kinder umgeben, die so leben, als wäre er nicht hier, und sich seiner göttlichen und wirklichen Gegenwart unter euch nicht bewußt werden, wenn sie in die Kirche zu den liturgischen Funktionen gehen. Oft wird der eucharistische Jesus in eine verlorene Ecke gestellt, obwohl er doch in das Zentrum der Kirche gestellt werden müßte - in das Zentrum eurer kirchlichen Versammlungen. Die Kirche ist ja sein Tempel, der in erster Linie für ihn und dann erst für euch erbaut worden ist.

 

Mein mütterliches Herz wird durch die Art und Weise tief betrübt, mit der Jesus, der im Tabernakel gegenwärtig ist, in so vielen Kirchen behandelt wird, wo man ihn in einen Winkel zurücksetzt, als ob er irgendein Gegenstand wäre, der für eure kirchlichen Versammlungen gebraucht wird.

 

Besonders sind es jedoch die Entweihungen, die heute rundum mein Unbeflecktes Herz eine schmerzensreiche Dornenkrone bilden.

 

Wie viele Kommunionen werden in diesen Zeiten empfangen und wie viele Entweihungen werden dabei begangen!

 

Man kann sagen, daß es nun kaum eucharistische Zelebrationen gibt, bei denen es keinen sakrilegischen Kommunionempfang gibt. Könntet ihr doch mit meinen Augen sehen, wie groß diese Wunde ist, die die ganze Kirche verunreinigt hat und sie lähmt, sie zum Stehen bringt, sie unrein und so krank macht.

 

Könntet ihr mit meinen Augen sehen, würdet ihr mit mir reichlich Tränen vergießen.

 

Nun, meine Vielgeliebten und meinem Herzen geweihte Kinder, heute müßt ihr selbst ein starker Aufruf, ein Appell zur vollen Rückkehr der ganzen streitenden Kirche zu Jesus sein, der in der Eucharistie gegenwärtig ist.

 

Denn allein hier ist die Quelle des lebendigen Wassers, die sie von ihrer Trockenheit reinigen und die Wüste erneuern wird,

 

706

 

zu der sie gemacht worden ist; allein hier ist das Geheimnis des Lebens, das für sie ein zweites Pfingsten der Gnade und des Lichtes eröffnen wird; allein hier ist die Quelle ihrer erneuerten Heiligkeit: Jesus in der Eucharistie!

 

Es sind nicht eure Pastoralpläne und eure Diskussionen, es sind nicht die menschlichen Mittel, auf die ihr euer Vertrauen und so viel Sicherheit setzt, sondern es ist allein der eucharistische Jesus, der der ganzen Kirche die Kraft zu einer vollkommenen Erneuerung geben wird. Diese Kraft wird sie dazu bringen, arm und dem Evangelium gemäß zu sein, keusch und befreit von so vielen Stützen, auf die sie vertraut, heilig, schön und ohne Flecken und Falten - in Nachahmung eurer himmlischen Mutter.

 

Ich wünsche, daß diese meine Botschaft veröffentlicht wird und denjenigen Botschaften, die in meinem Buch enthalten sind, hinzugefügt wird.

 

Ich wünsche, daß sie in der ganzen Welt verbreitet wird, weil ich euch alle von jedem Teil der Erde rufe, eine Krone der Liebe, der Anbetung, des Dankes und der Sühne rund um das Unbefleckte Herz derjenigen zu sein, die die wahre Mutter -die freudenreiche Mutter, aber auch die so sehr schmerzensreiche Mutter - der heiligsten Eucharistie ist.

 

Ich segne euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

 

Bagni die Tivoli (Rom), 15. August 1986

Aufnahme Mariens in .den Himmel

 

IHR WERDET DEN FRIEDEN DES HERZENS SCHENKEN

 

»Blickt auf eure himmlische Mutter, die auch mit ihrem Leib

in die Herrlichkeit des Paradieses aufgenommen worden ist.

 

707

 

Heute lasse ich auf euch alle, meine Kinder, reiche Gnaden herabströmen.

 

Das Licht meines glorreichen Leibes erleuchtet euch und weist euch den Weg, dem ihr folgen sollt.

 

Es ist der Weg der Reinheit, der Liebe, des Gebets, des Leidens und der Heiligkeit.

 

Es ist der Weg eines mit Jesus innigst verbundenen Lebens.

 

So könnt auch ihr - obwohl ihr noch in dieser Welt lebt vom Licht, das hier im Paradies erstrahlt, erleuchtet und eingehüllt werden.

 

Das Licht meines glorreichen Leibes leuchtet für euch immer stärker auf, besonders in diesen so schwierigen und schmerzvollen Zeiten, um euch bei all euren täglichen Schwierigkeiten zu trösten und aufzumuntern.

 

Heute seid ihr aufgerufen, die blutigen Stunden der Läuterung zu durchleben, denn es sind nun die großen Ereignisse herangekommen, die ich euch in diesen Jahren vorausgesagt habe.

 

Und so braucht ihr meinen mütterlichen Trost, um den Mut nicht zu verlieren.

 

Blickt empor zum Paradies, wohin eure himmlische Mutter mit Leib und Seele aufgenommen worden ist, und ihr werdet von mir getröstet werden.

 

Lebt mit dem Herzen und mit der Seele im Paradies, wo Jesus bereits einen Platz für jeden von euch bereitet hat, und nichts wird euren Frieden stören.

 

Das Licht meines glorreichen Leibes zieht euch an, der Spur meines so lieblichen Duftes zu folgen.

 

Es ist der Duft aller Tugenden, die den Garten meines irdischen Daseins geziert haben. Es ist das himmlische Aroma meiner ganzen unbefleckten Schönheit.

 

Heute will ich über euch alle den himmlischen Duft der Rein-

 

708

 

heit, der Demut, der Einfachheit, des Schweigens, des Gebets, der Fügsamkeit, des Gehorsams und der Betrachtung ausschütten.

 

Dann werdet auch ihr den himmlischen Duft eurer unbefleckten Mutter verbreiten.

 

So werdet ihr allen den Frieden des Herzens schenken und heute Werkzeuge meines Friedens werden.

 

Denn ihr seid die vielgeliebten Söhne eurer Mutter, die in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen wurde und die in dieser Zeit als Königin des Friedens angerufen werden möchte

 

 

 

Dongo (Como), 6. September 1986

Jahrestag des Tränenwunders in Dongo

und erster Monatssamstag

 

MEIN HERZ BLUTET

»Ich bin eure so schmerzerfüllte Mutter.

 

Auch heute vergieße ich reichliche Tränen aus meinen barmherzigen Augen.

 

Sie wollen euch zu verstehen geben, wie groß der Schmerz des Unbefleckten Herzens eurer himmlischen Mutter ist.

 

Mein Herz blutet.

 

Mein Herz ist von tiefen Wunden durchbohrt.

 

Mein Herz ist in ein Meer von Schmerzen eingetaucht.

 

Ihr lebt dahin, ohne euch bewußt zu sein, welches Schicksal euch erwartet.

 

Ihr verbringt eure Tage in einem Zustand der Unwissenheit, der Gleichgültigkeit und des völligen Unglaubens.

 

Wie ist das nur möglich, obwohl ich euch doch auf so verschiedene Weise und durch außergewöhnliche Zeichen vor der Ge-

 

709

 

fahr, die ihr lauft, gewarnt und euch die blutige Prüfung angekündigt habe, die nun eingetroffen ist?

 

- Da die Menschheit meine wiederholten Aufrufe zur Bekehrung, zur Reue, zur Umkehr zu Gott nicht angenommen hat, wird die größte Strafe, die der Menschheit in ihrer ganzen Geschichte je widerfahren ist, über sie hereinbrechen.

Es wird dies eine viel größere Strafe als die Sintflut sein. Das Feuer wird vom Himmel kommen, und ein Großteil der Menschheit wird vernichtet werden.

 

- Die Kirche Jesu wird von der schrecklichen Seuche der Treulosigkeit und der Apostasie verwundet.

 

Scheinbar herrscht Ruhe, als ob alles gut gehen würde. Aber in Wirklichkeit wird sie von einem ständig zunehmenden Unglauben durchdrungen, der überall die große Apostasie verbreitet.

 

Viele Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubige glauben nicht mehr. Sie haben nun den wahren Glauben an Jesus und sein Evangelium verloren.

 

Deshalb muß die Kirche durch Verfolgung mit Blut geläutert und gereinigt werden.

 

- Auch die Uneinigkeit, die Spaltung, der Kampf und der Antagonismus ist in die Kirche eingedrungen.

 

Die Kräfte der Gottlosigkeit und der Freimaurerei, die sich in ihr Inneres eingeschlichen haben, haben es soweit gebracht, ihre innere Einheit zu brechen und den Glanz ihrer Heiligkeit zu trüben.

 

Das ist die von mir vorausgesagte Zeit, in der Kardinäle gegen Kardinäle sein werden, Bischöfe gegen Bischöfe, Priester gegen Priester, und die Herde Christi von den reißenden Wölfen zerrissen wird, die sich unter dem Anschein wehrloser und zahmer Lämmer eingeschlichen haben.

 

710

 

Unter diesen sind auch einige, die hohe und verantwortungsvolle Positionen einnehmen, und durch sie ist es Satan gelungen, selbst an die Spitze der Kirche vorzudringen und dort zu wirken.

 

Bischöfe und Priester der heiligen Kirche Gottes, wie groß ist heute eure Verantwortung!

 

Der Herr ist im Begriff, von euch Rechenschaft zu fordern, wie ihr seinen Weinberg verwaltet habt.

 

Bereut, bittet um Vergebung und sühnt und seid vor allem wieder gewissenhaft gegenüber der Aufgabe, die euch anvertraut worden ist.

 

Es wird immer häufiger gesündigt. Die Sünde wird nicht mehr als etwas Schlechtes angesehen - sie wird angestrebt, bewußt gewollt und nicht mehr gebeichtet. Unreinheit und Unkeuschheit bedecken die von eurer Auflehnung gebauten Häuser.

 

Deshalb blutet mein Herz: Wegen des hartnäckigen Unglaubens und der Härte eurer Herzen.

 

Mein Herz blutet, weil ich sehe, wie verschlossen und gefühllos ihr meinem sorgenvollen, mütterlichen Aufruf gegenüber seid.

 

Mein Herz blutet, weil ich sehe, daß eure Wege nun blutüberströmt sind und ihr in halsstarriger Weise dabei innerlich nicht wahrhaben wollt, was euch erwartet

 

 

 

Mailand, 8. September 1986

Geburt der seligen Jungfrau Maria

 

MEINE GEBURT

»Am Fest meiner Geburt frohlockt das Paradies, und die leidende und streitende Kirche blickt auf mich als Zeichen der Freude, der Hoffnung und des mütterlichen Trostes.

 

711

 

Meine Geburt ist Ursache eurer Freude.

Im Augenblick, da eure himmlische Mutter wie die aufsteigende Morgenröte zur Welt kommt, ist der strahlende Tag eurer Rettung für euch schon nahe und gewiß.

 

Bei meiner Wiege frohlockt der Himmel mit den zahlreichen Engelscharen, die seit jeher diesen unaussprechlichen Augenblick erwartet haben.

 

Um meine Wiege herum scharen sich jubelnd die Geister der Propheten und der Gerechten, die in Erwartung dieses freudigen Ereignisses gelebt, vorbereitend gewirkt und gehofft haben.

 

Über meine Wiege beugt sich der Vater in unermeßlicher Liebe und betrachtet das von ihm geschaffene Meisterwerk; das Wort, in der Erwartung, in meinen jungfräulichen und mütterlichen Schoß einzugehen; der Heilige Geist, der sich meiner Seele bereits in der Fülle seiner Liebe mitteilt.

 

Deshalb ist meine Geburt für euch alle, die ihr es liebt, mich als Ursache eurer Freude anzurufen, vor allem ein Anlaß zu großer Freude.

 

Meine Geburt ist auch Ursache eurer Hoffnung.

Nun wird die seit so vielen Jahrhunderten erwartete, ersehnte und prophezeite Erlösung zu einem konkreten Ereignis eurer Geschichte.

 

Ich komme auf die Welt, um Jesus, eurem Erlöser und Retter, die Geburt zu schenken.

 

Eine neue Morgenröte eröffnet sich für die gesamte Menschheit.

 

Die Sünde wird besiegt, und für den Geist des Bösen nähert sich der Augenblick seiner vollständigen Niederlage. Und die gesamte Schöpfung bereitet sich darauf vor, das Geschenk ihrer vollkommenen Erneuerung zu empfangen.

 

712

 

Deshalb ist meine Geburt auch Ursache der Hoffnung für euch alle, die ihr es liebt, mich als Mutter der Hoffnung anzurufen.

 

Meine Geburt ist vor allem Ursache eures Trostes.

 

Das kleine Geschöpf, das eben geboren wurde und das ihr heute noch in seiner Wiege betrachtet, hat die wunderbare Sendung, die Mutter Jesu und die Mutter der gesamten Menschheit zu werden.

 

Und das verleiht euch in der schmerzvollen Zeit, in der ihr lebt, einen großen Trost. Denn ihr alle habt eine unbefleckte Mutter, die euch kennt, euch versteht, euch hilft und euch verteidigt.

 

Welch eine Erquickung wird für euch besonders in den blutigen Stunden des großen Leidens, zu dem ihr aufgerufen seid, das sichere Wissen sein, daß die himmlische Mutter euch immer nahe ist, um euer Leiden zu teilen, um euer Vertrauen zu stärken und um für eure vielfachen Schmerzen ein Trost zu sein.

 

Fürchtet euch nicht.

 

Habt keine Angst.

 

Ihr spürt die Nähe eurer himmlischen Mutter, die ihr heute im Augenblick ihrer irdischen Geburt verehrt, damit sie vor allem in eurer Zeit Ursache der Freude, der Hoffnung und des Trostes für alle werde.«

 

 

15. September 1986

Fest der Schmerzen Mariens

 

ICH BILDE EUCH ZUM LEIDEN HERAN

»Vielgeliebte Söhne, lernt von mir, immer Ja zum himmlischen Vater zu sagen, auch wenn er von euch den wertvollen Beitrag eures Leidens verlangt.

 

713

 

Ich bin die schmerzensreiche Jungfrau.

 

Ich bin die Mutter des Leidens.

 

Mein Sohn Jesus ist von mir geboren worden, um sich als Opfer der Liebe für eure Erlösung hinzugeben.

 

Jesus ist das gefügige und sanfte Lamm, das sich stumm zum Schlachten führen ließ.

 

Jesus ist das wahre Lamm Gottes, das alle Sünden der Welt hinwegnimmt.

 

Vom Augenblick an, da er in meinen jungfräulichen Schoß

hinabgestiegen ist, bis zum Augenblick seiner Erhöhung am Kreuz hat sich Jesus immer dem Willen des Vaters hingegeben, indem er ihm mit Liebe und Freude das kostbare Geschenk all seines Leidens dargebracht hat.

 

Ich bin die Schmerzensreiche, denn ich habe als Mutter meinen Sohn Jesus geformt und großgezogen, mich ihm angeschlossen, ihn geliebt und als zartes und sanftes Opfer der göttlichen Gerechtigkeit des Vaters dargeboten.

 

Ich bin somit die größte Hilfe und Stärkung für sein unermeßliches Leiden geworden.

 

In dieser so schmerzvollen Zeit bin ich weiterhin als Mutter bei jedem von euch, um euch heranzubilden, zu helfen und euch bei all euren Leiden meinen Trost zu spenden.

 

Ich bilde euch zum Leiden heran, indem ich zusammen mit

euch ja zum himmlischen Vater sage, der das von euch als euren persönlichen Beitrag zur Erlösung, die mein Sohn Jesus vollzogen hat, verlangt.

 

Darin wurde ich, eure himmlische Mutter, für euch ein Beispiel und Vorbild - durch meine vollkommene Mitwirkung an allem Leiden meines Sohnes -, sodaß ich durch meinen mütterlichen Schmerz die erste Mitarbeiterin an seinem Werk

geworden bin.

 

714

 

Ich bin wahre Miterlöserin geworden und jetzt kann ich mich jedem von euch als ein Beispiel anbieten, wie man das eigene persönliche Leiden dem Herrn schenkt, um allen zu helfen, auf dem Weg des Guten und der Rettung voranzuschreiten. Aus diesem Grund ist es in diesen blutigen Zeiten der Läuterung meine mütterliche Aufgabe, euch vor allem zum Leiden heranzubilden.

 

Ich helfe euch auch zu leiden durch meine mütterliche Gegenwart, die euch anregt, jeden Schmerz in ein vollkommenes Liebesgeschenk zu verwandeln.

 

Darum erziehe ich euch zur Fügsamkeit, zur Sanftmut und zur Demut des Herzens.

 

Ich helfe euch zu leiden durch die Freude, euch den Brüdern zu schenken, wie sich Jesus geschenkt hat.

 

Dann werdet ihr euer Kreuz mit Freude tragen, euer Leiden wird süß werden und der sichere Weg sein, der euch zum wahren Herzensfrieden führen wird.

 

Ich tröste euch in allen Schmerzen durch die Gewißheit, daß ich bei euch bin, so wie ich unter dem Kreuz Jesu gestanden bin.

 

Heute, da sich die Leiden überall vermehren, werden alle immer stärker die Gegenwart der himmlischen Mutter verspüren.

 

Denn dies ist meine Sendung als Mutter und Miterlöserin: jeden Tropfen eures Leidens aufzufangen, ihn in ein kostbares Geschenk der Liebe und Sühne zu verwandeln und ihn jeden Tag der Gerechtigkeit Gottes darzubringen..

 

Nur so können wir gemeinsam das goldene Tor des göttlichen Herzens meines Sohnes Jesus auftun, damit er auf die Kirche und die Menschheit bald den Strom der Gnade und des Feuers seiner barmherzigen Liebe hinabsenden kann, der alles neu

machen wird

 

715

 

 

Neapel, 29. September 1986

Fest der Erzengel Gabriel, Rafael und Michael

 

MIT EUCH IM KAMPF

»Kämpft, vielgeliebte Söhne, meine Apostel, in diesen euren letzten Zeiten.

 

Dies ist die Stunde meiner Schlacht.

 

Dies ist die Stunde meines großen Sieges.

 

Zusammen mit euch im Kampf sind auch die Engel des Herrn,

die unter meinem Befehl die Aufgabe erfüllen, die ich ihnen

zugewiesen habe.

 

Alle himmlischen Geister sind leuchtende und mächtige Wesen und sind ganz nahe bei Gott, den sie lieben, dem sie dienen, den sie verteidigen und verherrlichen.

 

Im Licht der Heiligsten Dreieinigkeit sehen sie alle gefährlichen und heimtückischen Fallen, die euch die bösen Geister stellen, die gegen Gott und seine königliche Herrschaft kämpfen.

 

Dies ist ein furchtbarer Kampf, der vor allem zwischen den Geistern ausgefochten wird: die guten gegen die bösen, die Engel gegen die Dämonen.

 

Ihr seid in diesen gewaltigen Kampf miteinbezogen und deshalb müßt ihr euch jederzeit dem sicheren Schutz der Engel anvertrauen und häufig durch das Gebet ihre mächtige Hilfe erflehen.

 

Alle himmlischen Geister kennen meinen Plan und die Stunde meines Triumphes und sehen, wie der Angriff der Hölle in dieser eurer Zeit mächtig, anhaltend und weltumfassend wird.

Satan ist es gelungen, seine Herrschaft in der Welt zu errichten, und er fühlt sich schon als sicherer Sieger.

 

Der Augenblick seiner großen und endgültigen Niederlage ist jedoch nahe.

 

716

 

Deshalb wird die Schlacht erbitterter und schrecklicher, und auch ihr seid mit den Engeln des Herrn zum Kampf aufgerufen.

 

Die Waffen der Dämonen sind jene des Bösen, der Sünde, des Hasses, der Unreinheit, des Stolzes und der Auflehnung gegen Gott.

 

Die Waffen der himmlischen Geister, die an eurer Seite kämpfen, sind jene des Guten, der göttlichen Gnade, der Liebe, der Reinheit, der Demut und der fügsamen Ergebung in den Willen des Herrn.

 

Es ist auch Aufgabe der himmlischen Geister, euch zu stärken, eure Wunden zu heilen, euch vor den Nachstellungen meines Gegners zu verteidigen, euch vor dem Bösen zu beschützen und euch auf dem leuchtenden Weg meines Willens zu geleiten.

 

Der Erzengel Gabriel wurde von Gott gesandt, das Ja eurer himmlischen Mutter entgegenzunehmen. Nun hat er die Aufgabe, euer Ja zum Willen des himmlischen Vaters entgegenzunehmen. Er stärkt und unterstützt euch, er führt euch auf dem Weg des Mutes und eines heldenhaften Zeugnisses für Jesus und sein Evangelium.

 

Der Erzengel Rafael verleiht eurer Schwäche Erquickung, träufelt Balsam auf jede schmerzende Wunde und befreit euch von der Bürde der Müdigkeit und der Mutlosigkeit, den Kampf mit dem Schild des Glaubens und der Rüstung der Liebe und Heiligkeit fortzusetzen.

 

Der Erzengel Michael verteidigt euch vor allen furchtbaren Angriffen Satans, der besonders gegen euch, die ihr Teil meiner Heerschar seid und euch fügsam von eurer himmlischen Führerin geleiten laßt, wütet. Wie oft wäret ihr Opfer der Angriffe Satans geworden, wenn der Erzengel Michael für eure Verteidigung und euren Schutz nicht eingetreten wäre! Ruft

 

717

 

ihn häufig mit dem so wirksamen Gebet des Exorzismus gegen Satan und die aufrührerischen Engel an, denn er leitet euch so in diesem Kampf, daß jeder von euch die Aufgabe, die ihm die himmlische Mutter zugeteilt hat, erfüllen kann.

 

Vereint euch also in einer liebevollen und brüderlichen Lebensgemeinschaft, im Gebet und in der Zusammenarbeit mit allen himmlischen Geistern, die gemeinsam mit euch eingesetzt sind, denselben Kampf auszutragen und den großen Sieg Gottes vorzubereiten im herrlichen Reich Christi, das mit dem Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt

zu euch kommen wird

 

 

7. Oktober 1986

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz

 

DER ROSENKRANZ FÜHRT EUCH ZUM FRIEDEN

»Ich bin die Königin des heiligen Rosenkranzes.

 

Ich bin eure Heerführerin, die euch im fürchterlichen Kampf gegen Satan und alle bösen Geister anführt.

 

Wenn ihr euch von mir mit Fügsamkeit leiten laßt, werdet ihr immer bei euch die wertvolle Hilfe spüren, die euch die Engel des Herrn, die Seligen und die Heiligen des Paradieses und alle Seelen, die noch im Fegefeuer geläutert werden, gewähren.

 

Ich bin wirklich die Heerführerin einer einzigen Schar.

 

An diesem Tag, da ihr an einen meiner großen Siege denkt, will ich euch auffordern, mit Mut und Zuversicht zu kämpfen, ohne euch von der heimtückischen und gefährlichen Taktik erschrecken zu lassen, durch die euch mein Gegner entmutigen möchte.

 

Daher will ich euch drei Tücken enthüllen, die zu einer besonderen Strategie gehören, von der mein Gegner in diesem großen Kampf Gebrauch macht.

 

718

 

- Die erste ist die Verbreitung der Gewißheit, daß es ihm nun gelungen ist, die ganze Welt zu erobern, wo er seine Herrschaft aufgerichtet hat und wo er seine Macht voll ausübt. Seine große Eroberung ist diese Menschheit, die sich gegen Gott aufgelehnt hat und seine stolze Herausforderung niederholt: 'Ich will dem Herrn nicht dienen!' Ein ganz gefährliches Mittel, das in dieser Zeit von Satan eingesetzt wird, besteht darin, den Anschein zu erwecken, daß es nun zwecklos sei, etwas zu unternehmen, daß man nichts mehr ändern könne, daß jede Anstrengung sinnlos geworden sei, die Menschheit auf den Weg der Umkehr zu Gott und zum Guten zu führen.

 

Da versichert euch eure himmlische Mutter, daß auch diese Menschheit ein wertvoller Teil des Gottesvolkes ist, das Jesus mit seinem Blut erkauft hat, welches er bis zum letzten Tropfen für ihre Rettung vergossen hat.

 

Gott ist vor allem heute der einzige Sieger und er liebt die gesamte, arme, kranke Menschheit, die ihm entrissen wurde, und er bereitet jenen Augenblick vor, in welchem er sie durch das größte Wunder seiner barmherzigen Liebe auf den Weg der Umkehr zu ihm führen wird, damit sie endlich ein neues Zeitalter des Friedens, der Liebe, der Heiligkeit und der Freude erfahren kann.

 

Deshalb fordere ich euch auf, immer die mächtige Waffe des Vertrauens, der kindlichen Hingabe und einer grenzenlos großen Nächstenliebe, einer völligen Bereitschaft für alle geistigen und materiellen Nöte des Nächsten und einer mütterlichen und unbegrenzten Barmherzigkeit zu gebrauchen.

 

- Die zweite Tücke besteht darin, daß es Satan gelungen ist, die Kirche in große Schwierigkeiten zu bringen, indem er sie durch den Sturm der Auflehnung, der Spaltung, der Untreue und der Apostasie in ihren Grundfesten erschüttert hat.

 

Viele verlieren den Mut, weil sie mitansehen, wie zahlreich

 

719

 

heute die Hirten sind, die sich durch seine heimtückische und gefährliche Einwirkung täuschen lassen.

 

Das Mittel, das ihr anwenden müßt, um gegen diese seine Tücke anzukämpfen, ist eure Weihe an mein Unbeflecktes Herz. Denn die Kirche ist von Jesus der liebevollen Fürsorge eurer himmlischen Mutter anvertraut worden, auch wenn sie heute zerrissen, verdunkelt und besiegt zu sein scheint.

 

Ich will ihr durch euch, meine Kinder, die ihr meinem Herzen geweiht und fügsame Werkzeuge meines mütterlichen Willens seid, helfen, sie trösten und heilen.

 

Durch euch gieße ich Balsam auf ihre schmerzenden Wunden, tröste sie in den Stunden ihres trostlosen Leidens und bereite den Augenblick ihrer größten Erneuerung vor.

 

Ich bewirke dies in dieser Zeit auf ganz besondere Weise durch meinen Papst Johannes Paul II., der das Zeichen meiner mütterlichen Gegenwart überall hinbringt.

 

Er gibt euch das Zeichen zum Kampf; er führt euch im Kampf; er lehrt euch Mut und Vertrauen; er kündigt euch meinen sicheren Sieg bereits an.

 

Folgt ihm auf dem Weg, den er euch weist, wenn ihr zusammen mit mir ein neues und strahlendes Pfingsten für die ganze Kirche vorbereiten wollt.

 

- Die dritte Tücke besteht darin, daß es Satan gelingt, seine bösen Werke der Zerstörung und des Todes durch sämtliche zwischenmenschlichen Kommunikationsmittel überall zu verbreiten.

 

So vermehren sich die Spaltungen, die Unreinheit wird verherrlicht, die Verderbtheit breitet sich aus, die Gewalt nimmt immer mehr überhand, der Haß greift um sich und die Kriege nehmen in bedrohlicher Form zu.

 

Um all dieses Übel zu bekämpfen und zu besiegen, das die

 

720

 

ganze Menschheit zu überfluten droht, müßt ihr zur mächtigen Waffe des Gebets greifen.

 

Das neue Zeitalter wird für euch nämlich einzig und allein nur als ein Geschenk des Geistes des Herrn anbrechen können nicht aber als Frucht menschlichen Tuns.

 

Daher ist es notwendig, diese Gabe in einem fortwährenden, unablässigen und vertrauensvollen Gebet zu erflehen.

 

Betet mit mir. Die gesamte Kirche muß ins Zönakel meines Unbefleckten Herzens eintreten, um zusammen mit der himmlischen Mutter eine ganz besondere Ausgießung des Heiligen Geistes zu erflehen, der sie zu einem zweiten und strahlenden Pfingsten hinführen wird.

 

Betet vor allem den heiligen Rosenkranz.

 

Der Rosenkranz soll für alle die mächtige Waffe für diese Zeit sein.

 

Der Rosenkranz führt euch zum Frieden.

 

Mit diesem Gebet könnt ihr vom Herrn die wertvolle Gnade der Wandlung der Herzen erlangen, der Bekehrung der Seelen, der Umkehr der gesamten Menschheit zu Gott auf dem Weg der Reue, der Liebe, der göttlichen Huld und der Heiligkeit.

 

Sagt also nie mehr: 'Aber immer und überall bleibt alles, wie es war. Nie ändert sich etwas!' Das ist nicht wahr, meine vielgeliebten Kinder.

 

Jeden Tag trägt die himmlische Mutter im Stillen und im Verborgenen ihren Kampf gegen den Widersacher aus und wirkt durch so außergewöhnliche Zeichen und Erscheinungen, damit das Herz der Welt gewandelt wird

 

721

 

 

Sant 'Omero (Teramo), 27. Oktober 1986

Weltgebetstag für den Frieden

 

DIE DER KIRCHE ANVERTRAUTE AUFGABE

 

»Heute erfleht ihr den Frieden durch eine Tagung, welche die Vertreter aller Religionen in einer Gebets- und Fastengemeinschaft zusammenbringt.

 

Das ist der Weg, den ich euch angezeigt habe.

 

Allein als eine Gabe Gottes kann der Friede zu euch gelangen.

 

Je mehr ihr danach trachtet, den Frieden nur durch menschliche Diskussionen und gegenseitiges Paktieren aufzubauen, desto weiter wird er sich von euch entfernen.

 

Deshalb ist es notwendig, daß die Menschheit auf dem Weg der Bekehrung und der Herzenswandlung zu Gott zurückkehrt.

 

Allein Jesus Christus hat euch den Weg angezeigt, um in seinem Geist der Liebe zum Vater zu kommen.

 

Es ist notwendig, daß alle Menschen zur Erkenntnis der

Wahrheit gelangen und das Evangelium Jesu annehmen und befolgen.

 

Das ist die der Kirche anvertraute Aufgabe.

 

Das müssen heute ihre Diener, die Gottgeweihten und alle Gläubigen tun: mit dem Mut der Märtyrer und der Stärke der Bekenner des Glaubens muß der ganzen Welt die Frohbotschaft, daß allein Jesus Christus euer Retter und euer Erlöser

ist, verkündet werden.

 

Nur Jesus Christus kann euch zum Frieden führen.

 

Er muß allen ohne Furcht und ohne Kompromisse verkündet werden. Dadurch wird sein göttlicher Auftrag verwirklicht: 'Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet allen Geschöpfen mein Evangelium: Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet!'

 

722

 

Der Versuch, alle Religionen zusammenzufassen, auch jene, die falsche und lügnerische Götter anbeten, im Hinblick auf eine weltweite Religionsgemeinschaft zur Verteidigung der menschlichen Werte, ist fruchtlos, gefährlich und entspricht nicht dem Wunsch meines Unbefleckten Herzens. Im Gegenteil, dies kann die Verwirrung vermehren, zur religiösen Gleichgültigkeit führen und sogar die Erlangung des wahren Friedens erschweren.

 

Deshalb sage ich euch heute: Verkündet allen Christus; seid allein Christus und seinem Evangelium treu und ihr werdet wahre Erbauer des Friedens werden.

 

 

Dongo (Como), 1. November 1986

Allerheiligen

 

EUER PLATZ IM PARADIES

 

»Blickt heute auf jene, die euch bereits in die Herrlichkeit vorausgegangen sind.

Sie bilden rund um mein Unbeflecktes Herz einen leuchtenden Kranz der Liebe, der Freude und Glorie.

 

Dies ist auch euer Platz im Paradies.

 

Er ist euch allen bereitet, die ihr auf meine Stimme hört, euch meinem Unbefleckten Herzen weiht, in kindlicher Abhängigkeit von mir lebt und euch ganz der vollkommenen Verwirklichung meines Planes hingebt.

 

Ihr seid hier auf Erden meine so sehr geliebten Kinder.

 

Ihr seid meine Apostel, dazu berufen, überall das Licht meiner mütterlichen Gegenwart zu verbreiten und allen den Weg zu weisen, der zurückgelegt werden muß, um zu Christus zu gelangen. Von ihm allein kann das neue Zeitalter der Heiligkeit, der Gerechtigkeit und des Friedens kommen.

 

723

 

Deshalb spürt ihr jeden Tag die Nähe der Heiligen und Seligen des Himmels. Erfleht ihre Hilfe und ihren Schutz.

 

Ihr spürt auch die Nähe der Seelen der Gerechten, die noch im Fegfeuer leiden und beten, in Erwartung des Augenblicksihrer vollen Seligkeit in der vollkommenen Schau des Herrn.

 

Sie bilden mit euch zusammen eine einzige Heerschar zu meinen Diensten.

 

Ich bin die Mutter und Königin aller.

 

Alle haben eine unersetzliche Aufgabe in meinem siegreichen Plan.

 

In dieser Zeit will ich eure Gemeinschaft mit denjenigen, die euch im irdischen Leben vorausgegangen sind und sich nun des ewigen Heils erfreuen, noch tiefer, viel spürbarer und außerordentlicher gestalten.

 

Als mütterliches Geschenk meines Unbefleckten Herzens biete ich euch die Seelen der Heiligen im Paradies und der Gerechten im Fegfeuer als kostbare Hilfe an.

 

Sie können euch helfen, die großen Gefahren, denen ihr ausgesetzt seid, zu überwinden.

 

Ihr seid Opfer der listigen Tücken meines Gegners. Diese Seelen jedoch können euch Licht und Kraft spenden, damit ihr diese Tücken sehen und ihnen entkommen könnt.

 

Ihr seid gebrechlich und schwach und häufig fallt ihr noch in Sünden. Diese Seelen können euch immer helfen, auf dem Weg des Guten und der Heiligkeit zu wandeln.

 

Geht also gemeinsam mit ihnen den Weg, den ich euch gezeigt habe.

 

Zusammen führe ich euch zum Frieden.

 

Der Friede wird von meinem Unbefleckten Herzen zu euch gelangen, sobald sich diese eure Gemeinschaft des Lebens, der Liebe und der Freude gänzlich verwirklicht haben wird

 

724

 

 

Fort Lauderdale (Florida, USA), 23. November 1986

Christkönigsfest

 

DER WEG, DER EUCH ZU SEINEM REICH FÜHRT

 

»In der Herrlichkeit des Paradieses und im läuternden Licht des Fegfeuers nehme ich heute die Huldigung der gesamten irdischen und pilgernden Kirche entgegen, um zusammen mit euch allen Jesus Christus, unserem Gott, unserem Retter und König, die Krone seiner königlichen Würde darzubringen.

 

Jesus muß in erster Linie in den Herzen und Seelen aller herrschen, denn sein Königtum ist ein Königtum der Gnade, der Heiligkeit und der Liebe.

 

Wenn Jesus in der Seele eines seiner Geschöpfe herrscht, wird sie von einem göttlichen Licht verwandelt, das sie immer schöner, leuchtender, heiliger und gottgefälliger macht.

 

Deshalb ist es meine mütterliche Aufgabe, von den Seelen meiner Kinder jeden Schatten der Sünde, jede Selbsttäuschung des Egoismus und jede Vorherrschaft der Leidenschaft fernzuhalten, um sie alle auf den Weg einer großen Heiligkeit zu führen.

 

Dann kann Jesus sein Reich in euren Herzen und in euren Seelen wirklich aufrichten. Und ihr werdet zum kostbaren Herrschaftsgebiet seiner göttlichen Königswürde.

 

Jesus muß in den Familien herrschen, die sich wie Knospen für die Sonne seiner königlichen Würde öffnen müssen.

 

Deshalb wirke ich in dieser Zeit, damit in den Familien die Harmonie und der Friede, das gegenseitige Verständnis und die Eintracht, die Einigkeit und die Treue wachsen.

 

Jesus muß in der gesamten Menschheit herrschen, damit sie

wieder zu einem neuen Garten werden kann, wo die Heiligste

 

725

 

Dreieinigkeit von jedem Geschöpf Bewunderung und Schönheit, Liebe und Duft empfangen und auf diese Weise verherrlicht werden und ihre dauernde Wohnung unter euch nehmen kann.

 

Dafür wirke ich heute so stark, um die ganze Menschheit auf den Weg der Umkehr zu Gott zu führen - durch Bekehrung, Gebet und Buße.

 

Und ich selbst führe die Heerschar, welche zur Bekämpfung des Heeres der Bösen berufen ist, an, damit die Kraft all jener,

die Gott leugnen, ihm fluchen und unermüdlich an einer gottlosen Zivilisation bauen, möglichst bald besiegt wird.

 

Jesus muß in der Kirche herrschen, die der bevorzugte Teil seines göttlichen und liebevollen Herrschaftsgebietes ist.

 

Die Kirche ist ganz sein eigen, weil sie seinem durchbohrten Herzen entsprungen und in seiner Liebe gewachsen ist, in seinem Blut gewaschen und ihm durch ein unverbrüchliches

Bündnis ewiger Treue angetraut worden ist.

 

Deshalb wirke ich als Mutter in diesen schmerzvollen Augenblicken ihrer Läuterung, um sie von jedem Schmutz zu reinigen, von jedem menschlichen Kompromiß zu befreien, vor den heimtückischen Angriffen ihres Gegners zu verteidigen und sie auf den Weg der Vollkommenheit zu führen, damit sie überall den Glanz ihres göttlichen Bräutigams Jesus wider

spiegeln kann.

 

Mein mütterliches Werk bereitet in eurer Zeit die Ankunft des herrlichen Reiches meines Sohnes Jesus vor.

 

Mein Unbeflecktes Herz ist der Weg, der euch zu seinem Reich führt. Der Triumph meines Unbefleckten Herzens wird nämlich mit dem Triumph meines Sohnes Jesus in seinem herrlichen Reich der Heiligkeit und der Gnade, der Liebe und der Gerechtigkeit, der Barmherzigkeit und des Friedens zu-

 

726

 

sammenfallen. Es wird in der ganzen Welt aufgerichtet werden.

 

Deshalb lade ich euch heute zum Gebet und zum Vertrauen ein. Ich rufe euch zum Frieden des Herzens und zur Freude auf, denn das herrliche Reich des Herrn Jesus steht nun bevor

 

 

Dallas (Texas, USA), 3. Dezember 1986

Geistliche Übungen in Form eines Zönakels mit Priestern der MPB der Vereinigten Staaten und von Kanada

 

MEINE MEDIZIN GEGEN EURE ÜBEL

 

»Wie freue ich mich über diese Tage eines immerwährenden Zönakels, das ihr, Priester meiner Bewegung, die ihr auch aus den entferntesten Staaten dieser großen Nation gekommen

seid, haltet, um gemeinsam in Brüderlichkeit und im Gebet mit mir, eurer himmlischen Mutter, zu leben.

 

Eure Liebe, eure Fügsamkeit und eure Großzügigkeit bereiten meinem Unbefleckten und schmerzerfüllten Herzen große Freude.

 

Heute will ich euch mein Mutterwort geben, damit es euch inmitten der zahlreichen Schwierigkeiten, denen ihr ausgesetzt seid, Trost in eurem Leiden und Zuversicht bringt.

 

Seid meine allerkleinsten Kinder. Seid meine mutigen Apostel. Seid Lichtstrahlen, die von meinem Herzen ausgehen und sich überall verbreiten, um meine mütterliche Gegenwart zu bezeugen.

 

Drei Wunden verletzen in dieser Nation mein Mutterherz und bringen es zum Bluten.

 

Die erste Wunde ist von der Apostasie verursacht, die wegen der Irrtümer um sich greift, die auch in katholischen Schulen

 

727

 

immer mehr gelehrt und verbreitet werden und die eine Vielzahl meiner armen Kinder vom wahren Glauben abbringen.

 

Die Verantwortung für diese ernste Situation liegt vor allem bei denen, die sich Gott geweiht haben, sich aber vom Geist des Stolzes verführen ließen und trotz meiner mütterlichen Warnungen und der vom Lehramt der Kirche gegebenen Weisungen ihren eigenen Weg fortsetzen.

 

Ihr, meine vielgeliebten Söhne, sollt meine Medizin gegen dieses Übel sein, indem ihr die Wahrheit, die euch Jesus gelehrt hat und die der Papst und die mit ihm verbundenen Bischöfe heute noch allen mit Klarheit und Mut vorlegen, immer mehr verkündet.

 

Widersetzt euch jedem, der andere Lehren verbreitet. Besonders sollt ihr alle Gläubigen offen darauf hinweisen, daß sie heute große Gefahr laufen, sich vom wahren Glauben an Jesus und an sein Evangelium zu entfernen.

 

Betet oft das Glaubensbekenntnis, das der erste meiner vielge-

liebten Söhne, Papst Paul VL, der nun hier oben angelangt ist, in Voraussicht dieser schweren Augenblicke verfaßt hat.

 

Die zweite Wunde entspringt der Uneinigkeit, die in die Kirche eures Landes eingedrungen ist.

Wie schmerzt es das Herz Jesu und mein mütterliches Herz mitansehen zu müssen, wie viele Bischöfe, Priester, Ordensleute und Gläubige mit dem Papst, den Jesus als Fundament

für seine Kirche eingesetzt hat, nicht mehr geeint sind, sondern sich ihm sogar widersetzen.

Diese Spaltung verschärft und vertieft sich mit jedem Tag. Und bald wird sie auch offenkundig und verkündet werden.

Welchen Schmerz empfinde ich, wenn ich sehe, daß die größten Verfechter dieser Auflehnung oft jene sind, die sich Gott geweiht und gelobt haben, Jesus auf dem Weg der Demut, der

Armut, der Keuschheit und des Gehorsams nachzufolgen.

 

728

 

Ihr, meine vielgeliebten Söhne, sollt meine Medizin für diese

tiefe Wunde sein, indem ihr mit dem Papst immer mehr vereint seid, euren Bischöfen durch euer Gebet, eure Liebe und durch euer gutes Beispiel helft, mit ihm verbunden zu sein, und indem ihr alle Gläubigen zu dieser Einheit hinführt.

 

Die dritte Wunde entspringt der Untreue, die in das Leben so vieler Kinder der Kirche eingedrungen ist, die die Gebote Gottes und die Lehren Jesu in seinem Evangelium nicht mehr befolgen.

 

So wandeln sie auf dem schlechten Weg des Übels und der Sünde. Die Sünde wird nicht mehr als ein Übel anerkannt.

 

Oftmals werden sogar die schwersten Sünden gegen die Natur, wie Abtreibung und Homosexualität, gerechtfertigt.

 

Die Sünden werden nicht mehr gebeichtet.

 

Welches Ausmaß an schwerer Krankheit habt ihr nun erreicht!

 

Ihr, meine vielgeliebten Söhne, sollt meine Medizin gegen ein

so schweres und so ausgedehntes Übel sein, indem ihr meinen Kindern helft, auf dem Weg der Reinheit und der Heiligkeit zu wandeln.

 

Lehrt wieder alle die wahre katholische Moral.

 

Unterstützt meine armen sündigen Kinder, damit sie das Gesetz Gottes halten. Macht ihnen die Notwendigkeit der häufigen Beichte verständlich, die unerläßlich für jene wird,

die sich im Stand der Todsünde befinden, damit sie die heilige Kommunion empfangen können.

 

Die Kirche ist gerade hier wegen der unwürdig empfangenen Kommunionen voller Wunden. .

 

Wenn ihr diese meine mütterliche Aufforderung annehmt, dann seid ihr das Geschenk der Liebe, das mein Unbeflecktes Herz heute der Kirche und den Menschen, die in dieser eurer

Nation leben, anbietet.

 

729

 

So werdet ihr meine Medizin gegen eure Übel.

 

Ihr seid die Werkzeuge meines Friedens.

 

Zusammen mit allen Mitgliedern meiner Bewegung segne ich euch im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

 

Santiago (Dominikanische Republik), B. Dezember 1986

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

 

MEIN HIMMLISCHER GLANZ

 

»Mein Glanz der Gnade und des Lichtes, der Heiligkeit und der Reinheit will die ganze Erde gleichsam wie mit einem Mantel bedecken.

 

Auf diese Insel, von der die Evangelisation des gesamten großen amerikanischen Kontinentes ausgegangen ist, habe ich dich, mein kleines Kind, deshalb heute hierher gebracht, um möglichst schnell meine Vielgeliebten und alle meine Kinder in den sicheren Zufluchtsort meines Unbefleckten Herzens zu führen.

 

Ich bin die Morgenröte, die dem großen Tag des Herrn vorangeht.

 

Ich bin die lang ersehnte leuchtende Wolke, die über die Wüste der vom Bösen und von der Sünde geschädigten Welt den himmlischen Tau der Gnade und der Heiligkeit hinabströmen läßt.

 

Schließt euch alle in meiner siegreichen Schar zusammen, ihr, die ihr die große Schlacht für den Triumph des Guten und der Liebe durchstehen wollt.

 

Wo der Strahl meines Lichtes hinfällt, löst sich die Finsternis des Bösen, der Selbstsucht, des Hasses, der Sünde und der Unreinheit.

 

730

 

Bringt meine mütterliche Botschaft überall hin.

 

Verbreitet meinen himmlischen Glanz in allen Teilen der Welt.

 

Dies ist die Zeit, in der ich euch alle unter meinem unbefleckten Mantel versammeln muß, damit ihr mir, eurer himmlischen Heerführerin, dienen könnt.

 

Durch euch, die ihr mir geantwortet habt, wird mein Licht von Tag zu Tag kräftiger werden, denn der Augenblick des herrlichen Triumphes meines Sohnes ist nun nahe.

 

Von diesem Land aus segne ich dich heute mit allen, die meiner Aufforderung nachgekommen sind, die mich anhören und mir folgen

 

 

Dongo (Como), 24. Dezember 1986

Heilige Nacht

 

DIE WIEGE FÜR SEINE GLORREICHE WIEDERKUNFT

 

»Nehmt meine mütterliche Aufforderung an, zu beten und mein Wort zu betrachten, es in eurem Herzen zu bewahren und in der Erwartung zu wachen.

 

Es ist Heilige Nacht.

 

Verbringt sie mit mir, vielgeliebte Söhne. Erlebt sie in der Tiefe meines Unbefleckten Herzens.

 

Dann könnt ihr das Geheimnis eurer Rettung ergründen, das sich den Armen, den Kleinen, den Einfachen und denen, die reinen Herzens sind, offenbar.

 

Während sich mein jungfräulicher Schoß für das göttliche Geschenk des Sohnes bereit macht, ist meine Seele in ein göttliches Licht eingetaucht und mein menschliches Sein von einem tiefen Gefühl des Friedens und der Glückseligkeit umhüllt.

 

Um uns herum ist tiefe Nacht: Alle Türen sind gegenüber unse-

rer Bitte nach Gastfreundschaft verschlossen. Die Herzen der

 

731

 

Menschen sind durch Selbstsucht und Haß verhärtet. Die Gesinnung ist vom Irrtum verblendet, und so viel Eis hat die Welt liebesunfähig gemacht.

 

Doch in der armseligen Grotte entzündet sich ein kleines Licht im Zeichen der Erwartung und der Hoffnung. Zwei Menschenherzen schlagen vor Liebe, um die Wiege zu bereiten, in die das neu geborene Kind gelegt werden soll. Mein so keuscher Bräutigam Josef schickt sich an, das elende Aussehen der Grotte etwas freundlicher zu gestalten, während die

himmlische Mutter in ein tiefes und inniges Gebet mit dem Vater versunken ist.

 

Dies ist der Augenblick, da sich der Himmel mit der Erde vermählt, da der seit Jahrhunderten erwartete Sproß erblüht, da 'der Gott mit uns' geboren wird, da der Retter sein königliches Reich betritt und der Erlöser den Preis unserer Befreiung zu zahlen beginnt.

 

Und Frieden kommt vom Himmel mit dem Gesang der Engel. Die Erde tut sich auf, um den Tau der göttlichen Barmherzigkeit zu empfangen, während sich die einfachen Herzen der Hirten den Stimmen, die dieses wunderbare Ereignis verkünden, öffnen: 'Heute ist euch der Retter geboren, der Messias, der Herr!'

 

Alles wiederholt sich bei seiner zweiten Weihnacht. Seine

Wiederkunft in Herrlichkeit ist genau so wie damals.

 

Die Nacht der Leugnung Gottes ist über die Welt hereingebrochen. Das Eis der Auflehnung gegen sein Gesetz der Liebe hat aus der Menschheit eine endlose Wüste gemacht. Der Irrtum hat den menschlichen Geist abgeblockt, das größte Geheimnis der Liebe zu begreifen. Die Herzen sind von Selbstsucht und Haß, die sich überall verbreiten, verhärtet.

 

Die Tore sind noch immer für den Herrn, der kommt, hartnäckig verschlossen.

 

732

 

Ihr Vielgeliebten, reißt die Herzen für die Glückseligkeit und die Hoffnung auf und beeilt euch - ebenso wie eure himmlische Mutter und ihr so keuscher Bräutigam Josef -, für

Christus, der in Herrlichkeit wiederkommt, die Wege zu bereiten.

 

Seine zweite Weihnacht steht schon bevor.

 

Öffnet also euren Geist den himmlischen Stimmen, die euch auf so verschiedene Weisen und mit so vielen Zeichen seine baldige Wiederkunft verkünden.

 

Ebenso wie die Liebe meines mütterlichen Herzens die kost

barste Wiege für seine erste Weihnacht war, so wird der Triumph meines Unbefleckten Herzens die Wiege für seine glorreiche Wiederkunft sein.

 

In dieser Heiligen Nacht versammle ich euch alle, um mit mir bei meinem kleinen Kind, das so sehr der Liebe bedarf, zu wachen.

 

In dieser Heiligen Nacht fordere ich euch auf, Herz und Geist zu öffnen, um die frohe Botschaft zu empfangen, daß seine

zweite Weihnacht nahe ist

 

 

Dongo (Como), 31. Dezember 1986

Letzte Nacht des Jahres

 

UND DER FRIEDE WIRD ZU EUCH KOMMEN

 

»In diesen letzten Stunden des Jahres will ich, daß ihr alle, meine vielgeliebten Söhne, mit mir zusammen in einem unablässigen Gebet versammelt seid.

 

Betet, um dem himmlischen Vater, der die menschlichen Schicksale zur Verwirklichung seines großes Planes der Liebe und der Herrlichkeit lenkt, zu danken.

 

Betet, um das göttliche Herz des Sohnes zu trösten, das von

 

733

 

so vielen Sünden verwundet und von einem unendlichen Meer menschlicher Undankbarkeit umgeben wird.

 

Jesus liebt euch. Sein Herz ist ein Feuerherd brennendster Liebe zu euch. Dieses Herz wird jedoch ständig von den Beleidigungen und Sünden durchbohrt.

 

Seid ihr die Tröster des Herzens Jesu. Meine Vielgeliebten, ich rufe euch auf, mit eurer priesterlichen Liebe all die Leere, Vernachlässigung und Gleichgültigkeit, womit es umgeben wird, aufzuwiegen.

 

Betet, um den Heiligen Geist anzurufen, damit er sobald wie möglich das Wunder eines zweiten Pfingsten der Heiligkeit und der Gnade wirken kann, das wahrlich das Angesicht der Erde verändern kann.

 

Betet und tut Buße.

 

Betet den heiligen Rosenkranz mit Liebe und mit Zuversicht. Mit diesem Gebet, das ihr mit mir betet, könnt ihr alle menschlichen Wechselfälle beeinflussen, auch die zukünftigen Ereignisse, die euch erwarten.

 

Mit diesem Gebet könnt ihr die Gnade der Wandlung der Herzen erlangen und die so sehr ersehnte Gabe des Friedens erreichen.

 

Der Friede wird kommen nach dem großen Leiden, zu dem die Kirche und die gesamte Menschheit für ihre innere und blutige Läuterung aufgerufen ist.

 

Der Friede wird kommen nach dem Eintreffen der furchtbaren Strafe, die ich euch bereits zu Beginn dieses eures Jahrhunderts angekündigt habe.

 

Der Friede wird kommen als Geschenk der barmherzigen Liebe Jesu, der in Kürze Ströme von Feuer und Gnade auf die Welt ausgießen wird, die alles erneuern werden.

734

 

Und der Friede wird zu euch kommen durch den Triumph meines Unbefleckten Herzens, während die Zeit, die der Herr der Menschheit für ihre Reue und Bekehrung gewährt hat, daran ist, ihrem Ende zuzugehen.

 

Nun sind die großen Ereignisse gekommen und alles wird in einem schnelleren Zeitablauf vollendet werden, damit so bald wie nur möglich der neue Regenbogen des Friedens, den ich euch in Fatima vor vielen Jahren bereits angekündigt habe, über der Welt erscheinen kann

 

735

zurück