DonGobbi Einsprechungen

 

 

1983

(Außergewöhnliches Heiliges Jahr der Erlösung)

 

Öffnet die Tore weit für Christus

 

 

1. Januar 1983

Hochfest der Gottesmutter Maria

MUTTER DER HOFFNUNG

 

"Die Kirche blickt zu Beginn dieses Jahres vertrauensvoll auf mich und verehrt mich im Geheimnis meiner göttlichen und universalen Mutterschaft.

Inmitten der zahllosen Leiden der gegenwärtigen Zeit und der vielen Unruhen und Bedrohungen, die auf eurer Zukunft lasten, sollt ihr euren Blick zu eurer himmlischen Mutter erheben. Sie ist ja für euch die Quelle des göttlichen Erbarmens und das große Zeichen der Hoffnung.

 

Ich bin die Mutter der Hoffnung!

Dies ist die theologische Tugend, die besonders in den blutigen Stunden der Reinigung gelebt werden muß.

 

Auf wie vielerlei Arten versucht mein Widersacher, euch zur Entmutigung zu bringen, um euch möglichst wehrlos zu machen und die Kraft meiner siegreichen Schar zu vermindern! Fürchtet euch nicht, denn Satan ist schon von Jesus besiegt worden, und jeder seiner scheinbaren Siege bereitet ihm eine neue echte große Niederlage.

 

Wenn auch der Haß eure Straßen noch mit Blut besudelt und die Sünde die Seelen und die Herzen vieler mit Eis bedeckt, wenn auch die Menschheit noch nicht auf den Weg der Liebe zurückgekehrt ist und die Rebellion gegen Gott jeden Tag stärker wird, so muß euer Vertrauen auf die Barmherzigkeit des himmlischen Vaters doch noch größer sein und ihr müßt auf mich als Zeichen eurer Hoffnung blicken. Ich bin die Mutter der Liebe und der Gnade, des Verzeihens und des Erbarmens, und darum eile ich zu Beginn dieses Jahres, das nach dem Plan der Vorsehung von wichtigen Ereig

 

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nissen gekennzeichnet ist, durch die verödeten Straßen der Welt, um den Samen der Reue, der Güte und der Hoffnung in die Herzen meiner Kinder zu streuen. Heute besteht ein so großes Bedürfnis nach Licht und Trost, und in unserer Zeit brauchen alle meine Kinder so dringend meine Tröstung und meine mütterliche Ermutigung!

 

Mit schmerzlichem Kummer blicke ich auf die unzählige Schar meiner sündigen Kinder; auf die Jugendlichen, die von der Gesellschaft, in der sie leben, verführt und betrogen werden; auf die Erwachsenen, die zu Sklaven des entfesselten Egoismus und des Hasses werden, auf die Kinder der Kirche, die aus Gleichgültigkeit und Mangel an Glauben lau werden. Allen wiederhole ich heute:

 

Ich bin die Mutter eurer Hoffnung!

Die dicke Eisschicht, die heute die Welt bedeckt, soll euch nicht entmutigen, denn ich streue jeden Tag überall den Samen des Lebens und der Auferstehung aus.

 

Ich bin die Morgendämmerung, die der Sonne vorausgeht; ich bin die Morgenröte, die den neuen Tag einleitet. Ich bin die Mutter der heiligen Freude!

 

Lebt in der Freude, denn ihr wißt: Gott, der euer Vater ist, liebt euch, der Geist trägt euch als Kinder und Jesus stützt euch als seine so zahlreichen kleinen Brüder.

Beginnt dieses neue Jahr in der Freude, im Herzen der Heiligsten Dreieinigkeit zu leben und im Garten meines Unbefleckten Herzens in Sicherheit zu sein, und lebt dieses Jahr ganz und gar gemeinsam mit mir!"

 

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2. Februar 1983

Darstellung Jesu im Tempel

ICH VERLANGE VON EUCH EINE GEISTIGE KINDHEIT

»Wenn ihr mit Liebe auf das Geheimnis blickt, an das sich die Kirche heute erinnert, vielgeliebte Söhne, werdet ihr lernen, wie die Weihe, die ihr an mich vollzogen habt, gelebt werden soll.

Das vierzig Tage alte Jesuskind, das ich gemeinsam mit Josef, meinem keuschen Gemahl, im Tempel dem Herrn darstelle, ist wahrer Gott, unser Retter, der so lange erwartete Messias. Als Mutter habe ich ihn für dieses irdische Leben gezeugt -er jedoch ist der Urheber des Lebens, denn er ist der Schöpfer.

 

Mit meinem Ja habe ich seinem Eintritt in die Zeit zugestimmt - er jedoch ist außerhalb der Zeit, denn er ist ewig. Ich halte ihn in meinen Armen und stütze ihn - er jedoch ist derjenige, der alles trägt, denn er ist allmächtig.

 

Ich trage ihn zum. Tempel von Jerusalem in Erfüllung der göttlichen Schrift - er jedoch ist die Quelle der Offenbarung, denn er ist das Ewige Wort.

 

Das Wort des Vaters, des Schöpfers, des allmächtigen und allwissenden Gottes hat sich mit Schwachheit bekleiden wollen - es hat sich die Begrenztheit der Zeit auferlegt und die Gebrechlichkeit der menschlichen Natur angenommen und ist von mir geboren worden. Wie jedes Kind hat er alle menschlichen Nöte erfahren.

 

Wie oft sagte ich ihm, während ich ihn mit der Zärtlichkeit einer Mutter küßte: Und doch bist du der ewige Kuß des Vaters. Und während ich ihn liebkoste, dachte ich: Du bist die

 

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göttliche Zärtlichkeit, die die Seelen selig macht. Während ich ihm seine kleinen Kleider anzog, flüsterte ich ihm zu: Du bist der, der die Erde mit Blumen bekleidet und das gewaltige Universum mit Sternen. Und während ich ihn nährte, sang ich ihm vor: Du bist es, der die Lebenden mit Nahrung versorgt. Wenn ich ihm mit mütterlicher Liebe sagte: ,Mein Sohn! betete ich ihn mit der Seele an und bekannte ihm: Du bist der Sohn des Vaters, sein ewiger eingeborener Sohn, sein lebendiges Wort . . .

 

O, durchdringt heute das unaussprechliche Geheimnis der Kindheit meines Sohnes Jesus, den ich in meinen Armen zum Tempel des Herrn trage, wenn ihr auf dem Weg der geistigen Kindheit gehen wollt, den ich euch vorgezeigt habe.

 

 

Alle müssen den Weg der geistigen Kindheit gehen. Auch der, der schon fortgeschrittenen Alters ist und bedeutende Posten innehat; auch wer gelehrt ist, weil er durch Jahre des Studiums und der Erfahrung herangebildet wurde; auch wer reich an Bildung ist; auch wer berufen ist, Aufgaben von großer Verantwortung zu erfüllen.

 

Neben eurer menschlichen Entfaltung, die sich mit dem Ablauf der Jahre vollzieht, verlange ich von euch eine geistige Kindheit, ein inneres Kleinsein, das euch dazu führt, die Demut und die Schwachheit meines Kindes Jesus selbst anzulegen.

 

Ich will, daß ihr ein kindlich reines Herz habt, das keinen Egoismus und keine Sünde kennt und das für die Liebe und die Hingabe offensteht und alles vom himmlischen Vater erwartet, um alles zu geben.

 

Ich möchte, daß ihr einen kindlich unberührten Geist besitzt, der dem Betrug, der Täuschung und der Doppelzüngigkeit gegenüber verschlossen ist und der sich wie eine Blume öffnet, um die Wahrheit und die Weisheit aufzunehmen.

 

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Ich möchte, daß ihr einen fügsamen Willen von Kindern habt, der noch wie weiche Tonerde bereit ist, sich in Hingabe und Vertrauen formen zu lassen. Ein Wille, der nur vom Guten und Wahren gestaltet werden darf und der im Suchen nach dem Guten und Schönen erstarken soll.

 

Ja, diesen Weg der geistigen Kindheit müßt ihr notwendigerweise gehen, vielgeliebte Söhne, wenn ihr die Weihe, die ihr an mein Unbeflecktes Herz vollzogen habt, vollkommen leben wollt!

Nur so kann ich euch wie mein Kind Jesus tragen und euch im Tempel des Herrn darbringen, um seinen Plan der Liebe und der Barmherzigkeit zu verwirklichen, den er mit euch zur Rettung aller meiner in der Welt verstreuten Kinder vorhat.«

 

 

11. Februar 1983

Fest der Erscheinung der Unbefleckten in Lourdes

LIEBT EINANDER

 

»,Kommt in Prozessionen!', habe ich zu dem kleinen und einfachen Mädchen Bernadette gesagt, als ich ihr in der armen Grotte von Massabielle erschien.

Warum habe ich diesen Wunsch geäußert?

Weil ich möchte, daß alle meine Söhne miteinander gehen, vereint im Gebet und in der Liebe.

Heute versucht mein Widersacher euch auf jede nur mögliche Art zu trennen, zu isolieren, die einen gegen die anderen aufzuhetzen. Er, der von Anbeginn der Vater der Lüge ist und den Haß aussät, versucht immer mehr, eure brüderliche Einheit zu zerbrechen.

 

So geschieht es oft - auch unter dem Anschein des Guten -, daß sich die einen gegen die anderen stellen, daß Gruppen

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gegen andere Gruppen in endloser Suche nach Selbstbestätigung kämpfen - was so viele Anstrengungen für das Gute unfruchtbar macht.

 

Ich will, daß ihr mir vereint entgegengeht, weil ich die Mutter aller bin und weil ich euch gemeinsam zum Gebet, zur Buße und zu eurer gegenseitigen Liebe heranformen will.

Noch nie war es so notwendig wie gerade in dieser Zeit das neue Gebot zu leben, das euch von Jesus am Abend des Gründonnerstages während seines letzten Abendmahles gegeben worden ist:

 

,Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.'

Ich will euch zur gegenseitigen und wechselseitigen Liebe heranformen. Es ist notwendig, dieses Zeugnis kirchlicher Liebe zu geben, die euch alle in der Vollkommenheit der Liebe vereinigt, um die Taktik des Teilens und Isolierens zu bekämpfen, die von meinem Widersacher angewandt wird.

Kommt alle zu mir, durchlauft den schwierigen Weg eurer i Zeit, indem ihr gemeinsam betet, zusammen lobpreist undeinander liebt.

 

Kommt daher alle zu mir, nicht einzeln und getrennt, sondern in Prozessionen, stärkt den, der schwach ist, und helft dem weiter, der stehenbleibt.

 

Kommt zu mir, denn ich möchte euch alle vereint zu meinem Sohn Jesus führen, der in der Eucharistie gegenwärtig ist. Jesus ist deshalb im eucharistischen Sakrament gegenwärtig, um euch zu helfen, diese eure Einheit aufzubauen, um euch das Beispiel zu geben, wie ihr lieben sollt: indem ihr euch allen euren Brüdern vollkommen schenkt.

 

Kommt also gemeinsam zu mir, damit ich euch zu Jesus im eucharistischen Sakrament führen kann, der euch in seiner stillen Hinopferung erwartet und der in allen Tabernakeln der Erde unter euch wirklich gegenwärtig ist.

 

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Dann werdet ihr erfüllen können, was ich für die Verwirklichung meines mütterlichen Rettungsplanes von euch erbitte

5. März 1983

Erster Samstag des Monats und der Fastenzeit

DER WEG DER BUSSE

 

»Vielgeliebte Söhne, folgt mir auf dem Weg der Buße!

Die Waffen, mit denen ihr meinen Kampf kämpfen müßt, sind die des Gebets und der Buße! Heute will ich euch den Weg der Buße zeigen, der von jedem von euch gegangen werden muß.

 

Die erste Etappe besteht in der Entsagung und Selbstverleugnung.

Man muß sich selbst entsagen, all den ungeordneten Anhängliehkeiten, den Leidenschaften, den maßlosen Wünschen und ehrgeizigen Plänen. Sucht nicht einmal in eurer Apostolatsarbeit Erfolg oder menschliche Anerkennung, sondern liebt das Verborgene, das verschwiegene Apostolat, in der demütigen täglichen treuen Pflichterfüllung.

 

Auf diese diese Weise kann der Egoismus bezwungen werden, der für euch die größte Gefahr bedeutet und die leichteste und üblichste Falle ist, mit der mein Gegner euer Voranschreiten zu verhindern versucht.

 

Dann werdet ihr innerlich frei. Es wird euch leicht fallen, den Willen Gottes im Licht zu sehen, und ihr werdet fähig und bereit sein, ihn vollkommen zu erfüllen.

 

Die  zweite Etappe besteht darin, das eigene Kreuz gut zu tragen. DiesazsiQ Dieses Kreuz ist aus all den Schwierigkeiten zusammen

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gesetzt, denen man begegnet, wenn man allein den Willen Gottes erfüllen will. Denn dies beinhaltet die Verpflichtung einer täglichen Treue zu den eigenen Standespflichten. Die Treue, auch die kleinsten Dinge vollkommen zu tun: alles mit Liebe auszuführen und jeden Augenblick des Tages in der Erfüllung des göttlichen Willens zu leben.

 

Wie wertvoll ist diese zweite Etappe des Leidens vor allem für euch, meine vielgeliebten Söhne!

 

Darin werdet ihr dem gekreuzigten Jesus gleichgestaltet, und diese innere Kreuzigung vollzieht sich jeden Tag und in jedem Augenblick eures priesterlichen Tages: Im Moment des Gebetes, das so notwendig ist und das das Zentrum eures Lebens sein soll; in dem so wertvollen Moment der Zelebration der heiligen Messe, wobei auch ihr mit Jesus für das Leben der Welt innerlich geopfert werdet; in der Treue zu den priesterlichen Pflichten entsprechend dem Amt eines jeden einzelnen; in der Verkündigung des Evangeliums, in der Katechese, im Unterricht, im Apostolat der Liebe, in der Begegnung mit jedem Menschen, vor allem mit dem, der ärmer, einsamer und mehr an den Rand gedrängt ist und mit dem, der sich von allen zurückgestoßen und abgelehnt fühlt.

 

Sucht niemals euch selbst in eurem priesterlichen Apostolat zu gefallen oder irgendeinen Vorteil zu erlangen: Schenkt euch immer allen mit einer unermüdlichen Kraft der Liebe. Dabei soll euch die Undankbarkeit nicht aufhalten, die Verständnislosigkeit nicht behindern, die Gleichgültigkeit nicht bremsen und der Mangel an Antworten nicht müde machen. Vor allem ist es euer priesterliches Leiden, das bewirkt, daß die Seelen durch euch für das Gnadenleben und das Heil gezeugt werden können!

 

 

Die dritte Etappe besteht darin, meinem Sohn Jesus nach Kalvaria nachzufolgen.

 

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Oftmals sah ich, wie er sich während seines Lebens mit sehnsüchtigem Blick Jerusalem zuwandte, wo er hinaufsteigen sollte, um verraten, gefangengenommen, von den Seinengekreuzigt zu werden. Wie sehr sehnte sich Jesus nach diesem Augenblick. Er ging immer diesem »alles ist vollbracht«dies Osterfestes seiner Liebe und Hinopferung für euch entgegen.

 

Nun werdet auch ihr, vielgeliebte Söhne, die ihr seine Priester seid, berufen, Jesus täglich bis zum Vollbringen eurer österlichen Hinopferung für die Rettung aller nachzufolgen.

Verliert niemals den Mut! Die Schreie derer, die euch ablehnen und euch bekämpfen, sind für euch heute die Stimmen der Verurteilung.

 

Die begangenen, gerechtfertigten und ungesühnten Sünden sind für euch die schmerzhafte Geißelung.

Der Irrtum, der viele Seelen vom Glauben abzubringen droht, ist für euch die Dornenkrone.

Euer Berufung treu zu bleiben heißt, die harte Strecke nach Kalvaria zu gehen.

 

Die Hindernisse, auf die ihr heute stoßt, wenn ihr in allemdem Papst und der mit ihm vereinten Hierarchie verbunden und gehorsam bleibt, das Unverständnis auch von seiten eurer Mitbrüder, das Gefühl, an den Rand gestellt zu sein, das ihr oft habt - all das bedeutet für euch das schmerzhafte Niederfallen.

 

Wenn ihr euch aber durch eure Weihe meinem Unbefleckten Herzen anvertraut, so ist das für euch heute die Begegnung mit eurer so schmerzerfüllten Mutter!

Schreiten wir von nun an gemeinsam in der vollkommenen Nachahmung Jesu voran, der euch einlädt, ihm auf dem Kreuzweg zu folgen.

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Einige von euch werden auch ihr eigenes Blut vergießen müssen, im Augenblick, der diese blutige Reinigung abschließen wird.

 

Vielgeliebte Söhne, seht also den für euch beschriebenen Weg, den ihr durchlaufen müßt, um zu einer wirklichen Erfahrung der Bekehrung zu gelangen.

 

Es ist der einfache und dem Evangelium gemäße Weg, den euch mein Sohn Jesus gewiesen hat, als er euch sagte: ,Wer mein Jünger sein will, verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.'

 

Eure himmlische Mutter will euch nur diesen evangelischen und priesterlichen Weg führen

 

25. März 1983

Verkündigung des Herrn und Eröffnung des Heiligen Jahres der Erlösung

ÖFFNET DIE TORE WEIT FÜR CHRISTUS!

 

»Vielgeliebte Söhne, lebt heute diesen Gnadenmoment, den das Herz Jesu für euch bereitet hat!

Es ist sein Fest!

Betet heute das Geheimnis seines Kommens zu euch an.

Das ewige Wort des Vaters nimmt in meinem jungfräulichen Schoß seine menschliche Natur an, die ihm gestattet, ein Mensch wie ihr zu werden, euer wirklicher Bruder.

 

In diesem selben Moment ist die Menschheit erlöst, die Schwachheit ist gestützt, die Armut ist geadelt und für jeden Menschen wird das Tor zu seiner wahren, übernatürlichen und göttlichen Größe aufgerissen.

 

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Aber es ist auch mein Fest!

Das Fest des Sohnes, der durch das Wirken des Heiligen Geistes in mir empfangen wird, ist auch das Fest der Mutter, die ihm das Leben schenkt und dabei den unaussprechlichen Glanz ihrer ewigen Jungfräulichkeit für immer bewahrt.

 

Sein ,Ja' als Sohn zum Vater und mein ,Ja' als Mutter zum Sohn verbindet uns nun miteinander für immer in der vollkommenen Erfüllung des göttlichen Willens: ,Schlacht- und

Speiseopfer hast du nicht gefordert. Da sagte ich: Ja, ich komme, Gott, um deinen Willen zu tun.'

 

Aber heute ist auch euer Fest, o Söhne.in demselben Augenblick, in dem das Wort in meinem jungfräulichen Schoß Fleisch wird, wird für einen jeden von euch die Möglichkeit real und konkret, wahre Kinder Gottes zu werden, Brüder Jesu und das große Geschenk seiner Erlösung zu empfangen. Aber im selben Moment der Inkarnation werde auch ich für euch alle eure wahre Mutter in der übernatürlichen Ordnung eures göttlichen Lebens.

 

Deshalb öffnet heute ,mein' Papst - einer Inspiration des Heiligen Geistes folgend, die er in einem intensiven Moment des Gebetes hatte - die Heilige Pforte und eröffnet das Jubiläumsjahr der Erlösung.

 

Die Erlösung beginnt im Moment der Inkarnation Jesu, setzt sich während seines ganzen Lebens fort und gipfelt in der Opferung seines Leibes, den er euch schenkt, und seines Blutes, das er für euch vergießt - ein Opfer, das sich auf dem Gipfel des Kalvarienberges vollzieht und sich weiterhin auf dem Altar mystisch erneuert.

 

Erweist euch nun alle dieser außergewöhnlichen Gnadenzeit würdig, die die barmherzige Liebe Jesu für dieses gottferne und verdorbene, aufrührerische und bedrohte Geschlecht vorbereitet hat, das so sehr von Satan und von den Geistern

 

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des Bösen beherrscht wird und deshalb unvorstellbar dringend der Rettung bedarf.

 

Dieses Heilige Jahr ist der äußerste Versuch des göttlichen Herzens Jesu und meines Unbefleckten Herzens, um zu bewirken, daß ihr alle auf dem Weg der Umkehr zu Gott geht, dabei eure Sünden aufrichtig bereut und euch ernsthaft um eine Bekehrung bemüht, die euch dazu bringt, gerecht und liebevoll, gütig und zum Wohl aller hingebungsvoll zu handeln.

 

Nun wird meine mütterliche Bitte dringend, die ich durch euch, meine Vielgeliebten, an alle meine Kinder richten will: Mit flehender Stimme sage ich meinen armen, verirrten Kindern, die von dem überall herrschenden Atheismus verführt sind und die deshalb in einer beständigen verstockten Ablehnung Gottes leben: ,Kehrt zurück zum Gott eures Heils und eures Friedens!'

 

Mit bekümmerter mütterlicher Klage wiederhole ich meinen armen sündigen Kindern, die vom Bösen und vom Haß verführt sind: ,Kehrt zurück zu Gott, der euch mit der Liebe eines Vaters erwartet; laßt euch im Kostbaren Blut waschen und von der unendlichen Barmherzigkeit meines Sohnes Jesus reinigen!'

 

Den Kindern der Kirche, die heute die Augenblicke ihrer Agonie und ihres Erlösungsleidens  durchlebt, wiederhole ich meine mütterliche Einladung, auf dem Weg der Liebe und der Einheit, der Treue und Heiligkeit, des Gebetes und der Buße zu gehen.

 

Mit der Kraft einer beängstigten Mutter, die die Todesgefahr sieht, die die ganze Menschheit bedroht, möchte ich dieser zurufen: ,Öffnet die Tore weit für Christus, der kommt! Er allein ist Gott mit euch! Er allein ist euer Erlöser! Er allein ist euer Retter!'

 

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Wenn ihr diese meine Einladung annehmt, wird die neue Ara der Gerechtigkeit und des Friedens bald zu euch kommen, und mein Unbeflecktes Herz wird seinen Triumph darin haben, euch alle auf dem Weg der Verherrlichung des Vaters, der Nachfolge des Sohnes und der vollen Vereinigung mit dem Heiligen Geist wandeln zu sehen.«

 

 

1. April 1983

Karfreitag

ALLES IST VOLLBRACHT!

 

„Alles ist vollbracht!'

Dies sind die letzten Worte vor dem lauten Schrei, mit dem mein Sohn Jesus seinen Geist aufgab.

Bleibt heute mit mir unter dem Kreuz, meine vielgeliebten Söhne, um die Bedeutung dieser seiner Worte zu verstehen.

Es ist Karfreitag. Es ist der Tag seines Leidens und seines Todes am Kreuz, es ist der wertvolle Augenblick eurer Erlösung.

 

Treten wir in das Innerste des Herzens Jesu ein, um die Bitterkeit seiner Seele zu verkosten und das tiefe Geheimnis seiner Hinopferung zu durchdringen.

 

Alles ist vollbracht in dem Augenblick, da sein Leib hingeopfert und sein Blut für euch vergossen ist.

Alles war in seinem Leben auf diesen wertvollen Augenblick hingeordnet: Wie sehr hat er sich jeden Tag in seinem ganzen irdischen Leben danach gesehnt, dieses Osterfest seines Leidens und seines Todes für euch zu vollziehen!

 

Heute stehe ich unter dem Kreuz, an dem mein Sohn seine furchtbare Agonie erleidet, zusammen mit Johannes, der

 

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euch alle vertritt. In seelischer Einheit mit Jesus, dem ich in seinem Erlösungswerk zuinnerst verbunden bin, durcheilen wir gemeinsam die Augenblicke, die ihn zu seiner letzten Vollendung geführt haben:

 

- Den freudigen Moment der Verkündigung, als das Wort des Vaters in meinem jungfräulichen Schoß Fleisch geworden ist und den für sich vorbereiteten Leib angenommen hat, der es ihm ermöglichte, sogleich sein wertvolles Werk der Erlösung zu beginnen.

 

- Den glanzvollen Tag seiner Geburt im armen Stall von Betlehem, als ich in seinem zarten kindlichen Leib schon die Merkmale des wahren Lammes Gottes erahnte, das dazu berufen war, sich als vollkommenes Opfer für das Heil der Welt hinzugeben.

 

- Die heiteren Jahre seiner Kindheit nach der Rückkehr aus dem in Ägypten erlittenen Exil, als ich ihn betrachtete, wie er sich Tag für Tag der Schönheit, der Gnade und der göttlichen Weisheit wie eine Blume der Sonne öffnete.

 

- Die langen Jahre seiner Jugend, in denen ich seinen Leib heranwachsen sah, in dem sich die Synthese aller menschlicher Vollkommenheit widerspiegelte, in der täglichen Arbeit eingespannt und vom Schweiß der Anstrengung gekennzeichnet. Ja, oft schon betrachtete ich mit der Seele seine von den Wunden durchbohrten Hände und Füße und seinen blutbesprengten Leib . . . Und dann beugte ich mich mit erneuter mütterlicher Zärtlichkeit über ihn.

 

- Die kurzen Jahre seines öffentlichen Lebens, in denen er allen das Evangelium des Heiles verkündete, heilte und verzieh, Wunden schloß und von Krankheiten befreite, Sünden vergab und zahllose Wunder wirkte. Wie oft hat er sich nahe bei mir, seiner Mutter, der er alles anvertraute, im Geist zum Gipfel von Kalvaria begeben und zusammen mit mir den

Augenblick seines schmerzvollen Abschiedes durchlebt.,

 

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,Alles ist vollbracht!'

Und Jesus versuchte auch seine Jünger für das Ärgernis dieses Augenblickes vorzubereiten: ,Der Menschensohn muß nach Jerusalem gehen, wo er den Händen der Heiden überleben und angespien, gegeißelt, verurteilt und gekreuzigt wird, aber am dritten Tage wird er auferstehen!'

 

Ich sehe ihn jetzt am Kreuze hängen und erblicke, wie seine Hände und seine Füße von furchtbaren Wunden aufgerissen werden; wie durch die Dornenkrone auf seinem Haupt Ströme von Blut herabfließen und sein Antlitz entstellen. Während sein Leib durch starke Zuckungen von Fieber und Agonie geschüttelt wird, öffnen sich seine Lippen noch für seine letzten Worte: ,Alles ist vollbracht!'

 

Der Wille des Vaters ist nun erfüllt. Jeder Umstand seines Lebens war auf diese vollkommene Erfüllung hin orientiert . . . Sein Werk ist hier in einer Tat zusammengefaßt, auf die alles immer hingeordnet war: in dem göttlichen, unsagbaren und wertvollen Geschenk seiner Erlösung.

 

Wie er, so seid auch ihr, meine vielgeliebten Söhne, von mir für diesen höchsten Augenblick vorbereitet, damit sich der Plan des Vaters in dieser neuen Stunde des Erlösungsleidens für die Kirche erfüllen kann. Alles in eurem Leben hat diese tiefe Bedeutung.

 

Lest mit mir, eurer schmerzhaften Mutter, im versiegelten Buch eurer Existenz: Darin ist alles von Gott vorbereitet und von mir mit Liebe geordnet worden, so wie ich es mit meinem Sohn Jesus gemacht habe. So kann ich auch euch helfen, heute den Willen des Vaters zu erfüllen.

 

Liebt alle mit einem offenen und großmütigen Herzen, heilt die Krankheiten, schließt tiefe Wunden, schenkt Gnade und Frieden, vergebt die Sünden.

 

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Und bereitet euch vor, mit mir euren Kalvarienberg zu besteigen. (. . .).«

 

3. April 1983

Ostersonntag

NICHTS STÖRE EUREN FRIEDEN!

»Jesus ist auferstanden, Alleluja!

 

Heute teile ich dir und allen deinen priesterlichen Brüdern und meinen vielgeliebten Kindern die Freude mit, die mein Herz empfand, als Jesus im göttlichen Glanz seines glorreichen Leibes in das kleine Zimmer trat, in dem ich mich befand, und sich niederbeugte, um seiner Mutter das Antlitz zu küssen, während ich, ihn tief anbetend, mit Freudentränen die Male seiner leuchtenden Wunden benetzte: ,Friede mit dir, Friede mit euch!' wiederhole ich euch mit meinem auferstandenen Sohn.

 

Nichts soll diesen euren Frieden stören:

 

- nicht die Welt, in der ihr lebt und die gegen Gott rebelliert, verführt und in der Hand des Bösen ist: Jesus hat die Welt nunmehr besiegt;

- nicht die verdunkelte und geteilte Kirche, in der Götzendienst und Abtrünnigkeit eindringt: Jesus liebt seine Braut mit göttlicher Liebe und ist ihr in diesen Augenblicken ihrer Reinigung näher denn je;

 

- nicht die aufeinanderfolgenden umwälzenden Ereignisse; nicht die Verfolgungen und brudermordenden Kämpfe; nicht das Feuer und die rote Geißel, die schon daran ist, auf die Welt einzuschlagen.

 

Der auferstandene Jesus ist lebendig unter euch!

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Er leitet die Wechselfälle der Welt und der Geschichte nach dem Plan seiner erbarmenden Liebe für das Heil aller seiner erlösten Brüder.

Darum sei der Friede in der reinen und übernatürlichen Freude in Jesus, der das Leben und die Auferstehung ist, mit euch. Friede allen in der österlichen Freude Christi. Mein Segen im Namen des verherrlichten Vaters, des auferstandenen Sohnes und des Heiligen Geistes, der euch als Gabe beschenkt ist, sei mit dem Papst und allen

 

 

Pescara, 1. Mai 1983

Fest des heiligen Josefs, des Arbeiters

DIESER MONAT MAI

»Trachtet in diesem Monat die Weihe, die ihr an mein Unbeflecktes Herz vollzogen habt, intensiver zu leben, vielgeliebte Söhne: Nur so werde ich von jedem von euch verehrt werden können.

 

Schenkt mir kleine Blumen der Abtötung, um den großen Schmerz zu lindern, den ich habe, weil ich sehe, wie alle an die Menschheit gerichteten Einladungen, zu ihrem Gott zurückzukehren, nicht angenommen werden.

 

Wie betrübt ist Jesus wegen der vielen, die auf der Straße der Sünde, der Unreinheit, der Korruption und des ungezügelten Egoismus wandeln!

Bietet diesen meinen armen kranken Kindern die Hilfe eurer Buße und eurer Abtötung an.

An jedem Tag dieses mir geweihten Monates schenkt mir kleine Blumen, die aus Schweigen, Fügsamkeit, völliger Verfügbarkeit, Demut, Geduld, Sanftmut und aus eurem Verzicht auf Bequemlichkeit und Sinnenfreude bestehen. So werdet ihr auf dem Weg der Selbstverleugnung schreiten,

 

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indem ihr in euch jene Absage an die Welt und ihre Verführungen verwirklicht, die die wichtigste Verpflichtung ausmacht, die ihr am Tag eurer Tauf- und Priesterweihe eingegangen seid.

Schenkt mir Rosenkranzgebete! Betet sie noch intensiver und häufiger.

 

Sammelt um euch Ordensleute und Gläubige in Zönakeln unaufhörlichen und eifrigen Gebets. Haltet sie mit mir zusammen.

Ich erbitte von euch besonders jetzt, mit Eifer und Freude den heiligen Rosenkranz zu beten. Er ist die Waffe, die ihr heute gebrauchen müßt, um diese blutige Schlacht zu kämpfen und darin zu siegen; er ist die goldene Kette, die euch an mein Herz bindet; er ist der Blitzableiter, der von euch und von den euch lieben Menschen das Feuer des Strafgerichtes abwendet; er ist das sichere Mittel, mit dem ihr mich immer nahe bei euch habt.

 

Schließlich verlange ich von euch, die Weihe an mein Unbeflecktes und schmerzensreiches Herz oft zu erneuern und sie ganz zu leben.

Tretet möglichst rasch in diese Zufluchtsstätte ein, um von mir beschützt zu sein.

Mein Schutz muß für alle immer deutlicher werden, denn die Tage, die ihr durchlebt, sind von großen Leiden gekennzeichnet und die Gefahr vergrößert sich für so viele meiner armen, heute so bedrohten Kinder, verloren zu gehen.

 

Laßt diesen Monat Mai, der mir besonders geweiht ist, für euch eine wertvolle Gelegenheit sein, euch mir anzuvertrauen, indem ihr mir kleine Blumen der Abtötung aufopfert, häufiger den heiligen Rosenkranz betet und die Weihe an mein Herz intensiver lebt

 

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22. Mai 1983

Pfingstfest

NEUER HIMMEL UND NEUE ERDE

»Alles ist im Begriff, sich zu erfüllen, meine vielgeliebten Söhne, die ich euch vor so langer Zeit berufen habe, in meine Zufluchtsstätte einzutreten, um meinen Plan. der Rettung und der Barmherzigkeit zu erfüllen.

 

Darum sammle ich euch im Zönakel meines Herzens, um euch mit mir zum Leben des Gebetes zu formen, zur gegenseitigen Liebe, zur Hingabe und zur Heiligkeit.

In diesem neuen Zönakel wollen wir gemeinsam die Gabe des Heiligen Geistes herabrufen, der vom Vater und vom Sohn kommt und sich durch meine mütterliche Fürsprache noch heute in Fülle über die leidende Kirche und über die v an der Dunkelheit eingehüllte Menschheit ausgießen will. Unter dem Einfluß seines mächtigen Liebeswirkens wird die Wüste dieser Welt durch einen unermeßlichen Gnadentau gänzlich erneuert werden können und sich so in jenen Garten des Lebens und der Schönheit verwandeln, in dem sich Gott mit Wohlgefallen erneut widerspiegeln kann.

 

Schenk uns, o Geist der Liebe, einen neuen Himmel und eine neue Erde, wo die Heiligste Dreieinigkeit geliebt und verherrlicht wird; wo die Menschen zusammen wie in einer einzigen großen Familie leben können; wo die Wunden des Egoismus und des Hasses, der Unreinheit und der Ungerechtigkeit gänzlich ausgeheilt sind.

 

Schenk uns, o Geist der Liebe, eine Kirche, die, von der unwiderstehlichen Kraft deines göttlichen Wirkens erneuert, gerade macht, was krumm ist, beugt, was starr ist und heilt, was verletzt ist, die bewässert, was dürr ist und öffnet, was verschlossen ist.

 

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Schenk uns, o Geist der Liebe, eine Kirche, die dem Evangelium treu ist, die Wahrheit verkündet und in großer Heiligkeit erstrahlt.

 

Schenk uns, o Geist der Liebe, eine demütige, dem Evangelium gemäße, arme, keusche und barmherzige Kirche.

 

Mit deinem göttlichen Feuer versenge alles, was in ihr unvollkommen ist; nimm ihr die so vielen menschlichen Machtmitteln; befreie sie vom Kompromiß mit der Welt, in der sie lebt und die sie retten muß. Mache, daß sie aus ihrer Reinigung vollkommen erneuert hervorgeht, immer schöner - ohne Flecken und Falten - in Nachahmung Mariens, ihrer unbefleckten Mutter und deiner geliebtesten Braut.

 

Erst im Triumph meines Unbefleckten Herzens wird die Aufgabe, die ich meiner Priesterbewegung anvertraut habe, vollends erfüllt sein

 

 

11. Juni 1983

Fest des Unbefleckten Herzens Mariens

DAS TOR DES HIMMELS

»Mein Unbeflecktes Herz ist das Tor des Himmels, durch das der Geist der Liebe des Vaters und des Sohnes kommt, um zu euch zu gelangen und die ganze Welt zu erneuern.

 

Darum lade ich euch heute ein, noch intensiver in die Tiefe meines himmlischen Gartens einzutreten, und so werdet ihr mit dem Licht der Heiligsten Dreieinigkeit bekleidet sein.

In meinem Unbefleckten Herzen läßt der Vater seinen wohlgefälligen Blick auf euch ruhen, weil er euch von mir geformt sieht, um ihn in vollkommener Weise zu verherrlichen.

 

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Meine mütterliche Aufgabe ist es, jedem von euch zu helfen, den Plan des Vaters ganz zu verwirklichen. Der Vater hat euch ja dazu erschaffen, euch Anteil an seinem Sein, an seiner Liebe und an seiner Herrlichkeit zu geben.

 

Ich helfe euch daher, euch der Sonne der Liebe Gottes zu öffnen, die euch im Schönen, im Guten und im Wahren wachsen läßt. Die Herrlichkeit Gottes offenbart sich in ihrer ganzen göttlichen Harmonie durch euer geordnetes Lebenszeugnis. Wie viele geheimnisvolle Nuancen und Möglichkeiten schwingen aus den Motiven eures Gebetes, eures Leidens und aus der Stille - aus allen jenen Tugenden, die das Ge,licht eures Lebens ausmachen sollten. So öffnet ihr euch im Leben für den Gesang zur Verherrlichung des Vaters, der ;ich in euch mit Wohlgefallen widerspiegeln will, während ihr durch das Geheimnis seiner Vaterschaft zu neuer Fülle des Lebens und der Freude gezeugt werdet.

 

 

In meinem Unbefleckten Herzen bewirkt der Sohn, daß ihr ihm ähnlich werdet, um euch seinem Bild gleichförmiger zu machen und euch mit seinem eigenen Leben zu verbinden. 1n meinem himmlischen Garten ereignet sich das Wunder eurer Umformung.

 

Vor allem ist diese an mir geschehen, denn da Jesus mich wie ,ei nste weiche Tonerde vorfand, hat er mich in einer so vollkommenen Weise sich selbst ähnlich geformt, daß kein andeics Geschöpf sein Bild so widerspiegeln kann, wie es eure himmlische Mutter getan hat.

 

-So bin ich von der Mutter zur Tochter meines Sohnes geworden; so wurde ich seine erste und vollkommene Jüngerin. Während ich euch zu Jesus führe, kann ich mich daher such auch als Vorbild zeigen, das ihr nachahmen könnt, « enn ihr dazu gelangen wollt, es in eurem Leben nachzuahmen, in eurem Leben lebendig zu machen.

 

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Ich mache euer Denken und Sinnen dem seinen ähnlich und schenke euch den Geist der Weisheit, der euch dazu führt, sein göttliches Wort zu suchen, aufzunehmen, zu betrachten und zu bewahren. So könnt ihr das Evangelium mit der Einfachheit der Kleinen, mit der Treue der Märtyrer und dem Heldenmut der Heiligen leben.

 

Ich forme euch in eurem Herzen und führe euch zur vollkommenen Liebe zu Gott, damit ihr dann all eure Brüder mit seiner eigenen göttlichen Liebe lieben könnt. Deshalb mache ich euch immer reiner und feinfühlender, verständnisvoller und barmherziger, sanfter und mitfühlender, demütiger und stärker.

 

Und täglich tritt Jesus durch das Tor dieses meines himmlischen Gartens ein, um die große Freude zu verkosten, sich von euch allen, meinen Kindern und seinen kleinen Brüdern, nachgeahmt und nachgelebt zu sehen.

 

In meinem Unbefleckten Herzen teilt sich euch der Heilige Geist in immer größerer Weise mit, um mit euren Seelen jene Vereinigung des Lebens und der Liebe zu vollziehen, die er mit eurer himmlischen Mutter verwirklicht hat. Und Renn er euch in meinen mütterlichen Armen sieht, weht er mit der Kraft der Liebe über euch, um euch zu Feuerfunken, zu Flammen der Gnade und zu Sternen der Heiligkeit und des Eifers zu machen, damit das Firmament der Kirche erneuert wird.

 

 

So teilt er sich euch mit seinen sieben Gaben mit und macht euch zu geeigneten Werkzeugen, um zu bewirken, daß die Welt zum Gott der Barmherzigkeit und der Rettung zurückkehrt und das Reich vorbereitet wird, in dem Jesus mit seiner göttlichen Macht herrschen und der Vater von der ganzen Schöpfung ewig verherrlicht wird.

 

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Tretet daher durch das Himmelstor meines Unbefleckten Herzens ein, wenn ihr am göttlichen Wunder des neuen Pfingsten für die Kirche und der vollkommenen Erneuerung der Welt teilnehmen wollt

 

Valdragone di San Marino, 29. Juni 1983

Hochfest der heiligen Petrus und Paulus

Exerzitien und Zönakel mit den Verantwortlichen der MPB

 

WARUM ICH EUCH HIER HABEN WOLLTE

»Dieses Jahr habe ich euch wieder gerufen und ihr seid aus ganz Europa gekommen, um diese Tage in einem dauernden Zönakel mit mir zu verbringen.

Wie sehr wird mein Herz in diesen so arg bedrängten Zeiten von euch getröstet, wie sehr wird eure himmlische Mutter von euch verherrlicht. Ich spiegle mein Licht in euren Herzen wider und gieße die Fülle der Gnade in eure Seelen aus.

 

Ich bin immer an eurer Seite; ich verbinde mich mit eurem

 

Gebet; ich vergrößere eure Liebe, ich mache die Bande stärker, die euch vereinen, ich freue mich, euch so klein und fügsam zu sehen, bereit, einander zu verstehen, euch gegenseitig zu helfen und gemeinsam auf dem schwierigen Weg der Weihe zu gehen, die ihr an mich vollzogen habt.

 

Warum wollte ich euch dieses Jahr hier haben?

 

Um euch klar zu machen, daß ihr nun gemeinsam gehen müßt, vereint in der Liebe, bis ihr wahrhaft eins werdet. In diesen Tagen will ich euch alle im Zönakel meines Unbefleckten Herzens ein Herz und eine Seele werden lassen.

 

Die Taktik meines Widersachers ist die des Hasses und der Trennung. Wohin er mit seinen hinterlistigen und boshaften Intrigen hinkommt, gelingt es ihm, Bruch, Verständnislosig

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keit und Gegensatz hervorzubringen. Auch in der Kirche arbeitet er immer mehr, um sie in ihrer inneren Einheit zu zerreißen. Nun, so versammle ich euch von überall her, um euch zu helfen, einander zu lieben, euch zu vereinen und in der Vollkommenheit der Liebe zu wachsen.

 

Ich habe euch erneut hier heraufgerufen, um euch zu verstehen zu geben, daß sich nun eure öffentliche Mission in eurer persönlichen und wertvollen Hinopferung zu erfüllen beginnt.

 

Dieses ist das Heilige Jahr der Erlösung, die von meinem Sohn Jesus auf dem Kreuz vollzogen worden ist.

 

Auch für euch ist nun mein Unbeflecktes Herz von der Wiege zum Altar geworden, auf dem ich jeden auf das Kreuz hinlenken muß, das euch der Vater für die Rettung der Welt bereitet hat.

Darum, meine vielgeliebten Söhne, schickt euch an, mit Vertrauen und Hingabe die blutigen Stunden zu leben, die euch nun erwarten, während ich euch Tag für Tag dem gekreuzigten Jesus immer mehr angleiche.

 

Die Irrtümer, die sich in der Kirche ausbreiten und sie im Glauben verdunkeln, sind die Dornenkrone; die Sünden, die man begeht und die nicht mehr gesühnt werden, sind die schmerzhaften Geißeln; die Unkeuschheit, die sich ausbreitet, verwandelt euren priesterlichen Leib in eine einzige Wunde; der Haß der Welt, die Verständnislosigkeit und sogar das Ausgestoßensein, das euch umgibt, sind die Nägel, die euch durchbohren. Ihr seid aufgerufen, mit mir den Kalvarienberg zu besteigen, auf dem ihr für die Rettung der Welt geopfert werdet.

 

Ich habe euch auch hierher gerufen, um für euch den Heiligen Geist zu erlangen, der euch vom Vater und vom Sohn

 

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durch euer unaufhörliches Gebet, vereint mit meiner mütterlichen Fürsprache, in Überfluß geschenkt wird. Er wird euch zu brennenden Flammen des Eifers für die Verherrlichung Gottes und zu mutigen Zeugen für Jesus in diesen so schlimm gewordenen Zeiten umwandeln.

 

Nunmehr ist der Kampf zwischen eurer himmlischen Mutter und ihrem Widersacher in seine Entscheidungsphase eingetreten.

 

Die ,mit der Sonne bekleidete Frau' kämpft offen gegen die Schar, die unter dem Befehl des roten Drachen steht, in dessen Dienst sich das aus dem Meer gekommene schwarze Tier gestellt hat.

 

Der rote Drache ist der marxistische Atheismus, der nun die ganze Welt erobert und die Menschheit dazu verleitet hat, eine neue Zivilisation ohne Gott aufzubauen. Darum ist die

Welt eine trockene und kalte Wüste geworden, eingetaucht in das Eis des Hasses und in die Finsternis der Sünde und der Unreinheit.

 

Das schwarze Tier ist auch die Freimaurerei, die in die Kirche eingesickert ist und sie angreift, verletzt und sie mit ihrer hinterlistigen Taktik zu zerstören versucht. Ihr Ungeist verbreitet sich überall wie eine Giftwolke und bringt den Glauben zum Erlahmen, löscht den apostolischen Eifer und entfernt immer mehr von Jesus und von seinem Evangelium.

 

Nun ist die Zeit angebrochen, daß ihr, Apostel dieser letzten Zeiten, mit Mut unter dem Befehl eurer himmlischen Heerführerin kämpft:

 

- Auf die Teilung will ich durch euch antworten, indem ich die Einheit und die Liebe, die euch verbindet, stärke, bis ich euch zu einer Einheit gemacht habe.

 

- Auf die Flut der Sünde und des Bösen antworte ich mit eurer priesterlichen Hinopferung und darum helfe ich euch,

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den Kalvarienberg zu besteigen, und lege euch auf das Kreuz, auf dem ein jeder geopfert werden muß.

 

- Auf den Angriff des roten Drachen und des schwarzen Tieres antworte ich, indem ich euch alle zum Kampf aufrufe, damit Gott immer mehr verherrlicht und die Kirche in ihren Kindern von den Wunden der Untreue und Abtrünnigkeit geheilt werde.

 

Betet, liebt, tut Buße! Geht auf dem Weg der Demut, des Kleinseins, der Geringschätzung der Welt und eurer Selbstverleugnung voran, indem ihr Jesus nachfolgt, der euch liebt und euch führt.

Bald wird der Sieg überall erstrahlen und durch den Triumph meines Unbefleckten Herzens wird das glorreiche Reich Jesu zu euch kommen. Und in seinem Geist der Liebe wird Jesus die gesamte Schöpfung zur Verherrlichung des Vaters hinführen. Schließlich wird das Antlitz der Erde erneuert werden!

 

Daher blicke ich euch einen nach dem anderen mit mütterlicher Zärtlichkeit an, ehe ihr von diesem Berg hinabsteigt. Ich erfülle eure Herzen mit Gnaden, die ihr später verstehen werdet, und segne euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

 

16. Juli 1983

Fest unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel

DER »HEILIGE BERG«

»Vielgeliebte Söhne, ersteigt mit mir den ,heiligen Berg' eurer vollkommenen Gleichgestaltung mit Jesus, dem Gekreuzigten.

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Wie oft liebte es mein Sohn Jesus, auf die Berge zu steigen, weil ihn ein brennendes Verlangen nach Einsamkeit und Stille antrieb, seine Vereinigung mit dem Vater so intensiv wie nur möglich zu leben!

 

Als Jüngling suchte er oft Zuflucht auf den Hügeln, die Nazareth umgaben; auf dem Berg verkündete er das evangelische Gesetz der Seligpreisungen; auf dem Berg Tabor erlebte er die Extase seiner Verklärung; in Jerusalem, der Stadt auf dem Berge, versammelte er die Seinen zum letzten Abendmahl und verbrachte die schmerzvollen Stunden seiner inneren Agonie; auf dem Kalvarienberg vollzog er sein Opfer, auf dem Ölberg ereignete sich seine endgültige Trennung von den Seinen durch seine glorreiche Auffahrt in den Himmel.

 

Heute steigt ihr mit mir auf diesen ,heiligen Berg', der Jesus Christus ist, damit ihr in eine lebendige Vertrautheit mit ihm kommen könnt. In dieser Zeit meiner entscheidenden Schlacht ist jeder von euch berufen, mit dem Licht Christi bekleidet zu kämpfen, denn ihr müßt seine eigene Gegenwart in der Welt sein.

 

Steigt daher auf den ,heiligen Berg' seiner Weisheit, die euch enthüllt wird, wenn ihr klein, demütig und arm seid. Euer Geist wird von seinem göttlichen Geist angezogen werden und ihr werdet in das Geheimnis der Wahrheit eindringen, die in der Heiligen Schrift geoffenbart ist, und ihr werdet von der Schönheit seines Evangeliums hingerissen sein und den Menschen von heute mit Mut das Wort Jesu verkünden, das allein Erleuchtung schenken und zur Fülle der Wahrheit führen kann.

 

Steigt auf den ,heiligen Berg' seines Herzens, damit ihr vom brennenden Dornbusch seiner göttlichen Liebe verwandelt

 

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werdet. Dann wird euer Herz entsprechend dem seinen erweitert und geformt werden und ihr werdet in der Welt den Herzschlag von Jesus selbst haben, der besonders die Entferntesten sucht und alle mit der Flamme seiner unendlichen Barmherzigkeit umgeben will.

 

So werdet ihr gütig und von Herzen demütig; werdet wahrhaftig fähig zu lieben; werdet Balsam in die tiefen Wunden der Leidenden und der Bedürftigsten gießen und eure priesterliche Hilfe vor allem denen geben, die sich auf den Straßen des Bösen und der Sünde verirrt haben. Auf diese Weise werdet ihr durch eure Liebe eine große Zahl meiner Kinder auf den Weg des Heiles führen.

 

Steigt auf den ,heiligen Berg' seiner Gottmenschlichkeit, damit ihr ein Widerschein seiner fortdauernden Hinopferung für euch werden könnt.

 

Seine Augen in euren Augen; seine Hände in euren Händen; sein Herz in eurem Herz; seine Leiden in euren Leiden; seine Wunden in euren Wunden; sein Kreuz in eurem Kreuz.

So werdet ihr zu einer starken Gegenwart Jesu, der durch euch auch heute noch machtvoll wirken kann, um alle zum Heil zu führen. In dieser Rettung besteht der Triumph meines Unbefleckten Herzens, in ihr vollzieht sich der Abschluß des Kampfes, zu dem ich euch gerufen habe, und in ihr verwirklicht sich mein angekündigter Sieg.

 

Darum wird es jetzt drängender denn je, vielgeliebte Söhne, daß ihr mir als eurer himmlischen Heerführerin folgt. Besteigt daher mit mir den ,heiligen Berg', der Christus ist, um ihm vollkommen angeglichen zu werden, sodaß er in jedem von euch wieder lebendig werden kann, um alle zum Heil zu führen.«

 

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15. August 1983

Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel

IM LICHT DES PARADIESES

„Heute will ich euch im Geist hier oben im Paradies haben, vielgeliebte Söhne, damit ihr von Vertrauen und Hoffnung erfüllt sein könnt, indem ihr eure himmlische Mutter anllickt, die auch mit ihrem Leib in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen ist.

 

Schaut mit dem Herzen und mit der Seele zum Paradies auf, das euch erwartet. Das Paradies ist euer wahres Ziel. Ihr seid nicht für dieses irdische Leben geschaffen, das euch dennoch ,o sehr absorbiert, euch ermüdet und euch aufbraucht.

 

Das Leben auf dieser Erde ist wie ein langer und schmerzerfüllter Vorraum, den ihr durchqueren müßt, um in das Reich einzutreten, das euch vom himmlischen Vater bereitet worden ist.

In diesem Reich hat mein Sohn Jesus schon für jeden von euch einen Platz vorausbestimmt. Die Engel erwarten voll Freude eure Ankunft, und alle Heiligen beten und brennen vor Liebe in der Erwartung, daß jeder Platz auch von euch und für immer eingenommen werde.

 

Heute ist es nötig, mehr auf das Paradies zu schauen, das euch erwartet, wenn ihr in Heiterkeit, in Hoffnung und Vertrauen wandeln wollt.

 

Im Licht des Paradieses werdet ihr auch die Zeit besser verstehen, in der ihr lebt. Es ist eine Zeit des Leidens. Es ist die in der Apokalypse beschriebene Zeit, in der Satan in der Welt sein Reich des Hasses und des Todes errichtet hat.

 

Die Ärmsten, die Gebrechlichsten, die Ungeschütztesten, alle meine Kleinen werden so häufig von Leiden überwältigt, die sich von Tag zu Tag steigern. Ja, der Herr wird die Zeit

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der Prüfung abkürzen, da er auch auf eure Treue und euren Schmerz blickt. Aber damit ihr getröstet werden könnt, müßt ihr heute auf das Paradies schauen, das für euch bereitet worden ist.

 

Im Licht des Paradieses, das euch erwartet, werdet ihr die Zeichen eurer Zeit besser deuten können.

Die Tage, die ihr erlebt, sind schlimm, denn die Herzen der Menschen sind trocken und kalt geworden, von so viel Egoismus verschlossen und nicht mehr fähig, zu lieben.

 

Die Menschheit geht die Straße der Rebellion gegen Gott und der verstockten Perversion. So schlecht sind heute die Früchte geworden, die ihr erntet: Es sind jene des Hasses und der Gewalt, der Korruption und der Gottlosigkeit, der Unreinheit und des Götzendienstes. Der Körper ist zum

Idol erhoben und der Genuß wird als der höchste Wert erstrebt.

Wie viele Zeichen sendet euch der Herr, um euch zur Reue und zur Umkehr einzuladen: Krankheiten, Unglücksfälle, unheilbare Leiden, die sich ausbreiten, Kriege, die sich ausdehnen, Drohungen von bedrückenden Übeln! Um in diesen Zeiten nicht zu verzweifeln, um auf dem Weg des unerschütterlichen und sicheren Glaubens zu gehen, wird es dringend notwendig, mit dem Blick auf das Paradies zu leben, wo euch eure himmlische Mutter mit Jesus liebt und euch auch mit ihrem verherrlichten Leib begleitet.

 

Im Licht des Paradieses, das euch erwartet, werdet ihr vor allem den Plan bis zur Vollkommenheit erfüllen können, den ich mit einem jeden von euch in dieser Zeit des großen Kampfes zwischen der ,mit der Sonne bekleideten Frau' und ihrem Widersacher, dem roten Drachen, habe.

In der tiefen Loslösung von der Welt und von den Geschöpfen werdet ihr wirklich klein, vertrauensvoll, demütig und

 

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gut werden. Ihr werdet auf dem Weg der Weltverachtung und der Geringschätzung eurer selbst wandeln. Ihr werdet fähig werden, eure Sinne zu besiegen und ihr werdet zurückkehren, mir das Geschenk eurer Buße darzubringen.

 

Ich wünsche auch, daß man die Übung des Fastens wiederaufnehme, das so sehr von Jesus in seinem Evangelium empfohlen worden ist. So werdet ihr wahre Jünger Jesu werden und werdet rund um euch sein Licht in dieser von Dunkelheit durchdrungenen Zeit ausbreiten.

 

Deshalb lade ich euch heute ein, auf das Paradies zu schauen, das im Geheimnis der leiblichen Aufnahme eurer himmlischen Mutter, die alle ermutigt und segnet, frohlockt

 

 

Toronto (Kanada), 26. August 1983

Unsere Liebe Frau von Tschenstochau

MUTTER DER LÄUTERUNG

»Vielgeliebte Söhne, blickt mit meinen barmherzigen Augen auf die Übel, die heute der Welt und der Kirche zugefügt werden, und auch ihr werdet Tränen des Schmerzes und des tiefen Mitleides vergießen.

 

Liebt alle eure Brüder mit meinem Herzen und ihr werdet die unermeßlichen Leiden meiner armen Kinder als die euren empfinden.

Ich bin die Königin aller Nationen und mein Königtum ist ein Königtum der Liebe, die die Herzen aller zur innigsten Vereinigung des Lebens mit Jesus bringen will, sodaß der Vater im Triumph seines Geistes der Liebe verherrlicht werden kann.

 

Tragt in eurem Leben die Leiden der Völker, die in die Sklaverei derer geraten sind, die Gott leugnen und mit allen Mitteln den Atheismus verbreiten.

 

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Polen, zu dessen Königin ich offiziell ausgerufen worden bin, ist ein Zeichen dieser dauernden und blutigen Verfolgung.

Wie viele sind in diesen Nationen daran gehindert, ihren Glauben zu bekennen! Wie viele werden auf Grund ihrer Treue zu Jesus und zur Kirche an den Rand gedrängt! Seit so vielen Jahren hat der rote Drache seine Herrschaft über diese Völker ausgedehnt und verfolgt meine Kinder mit den hinterlistigsten und raffiniertesten Mitteln!

 

Fühlt in eurem Herzen die tiefe Wunde, die mir durch die Ermordung von Millionen von Kindern im Schoß ihrer Mütter zugefügt wird; sowie durch die Sünde, die sich ausbreitet und die Seelen verführt; durch die Unsittlichkeit, die das Gewissen wie ein furchtbares Krebsgeschwür zerstört; durch die Orientierungslosigkeit der Jugendlichen, die Opfer des Lasters, der Droge und der Gewalttätigkeit geworden sind; durch die Auflösung so vieler Familien.

 

Nehmt auch am Leiden der Kirche teil, die die Stunde ihrer größten Verlassenheit durchlebt.

Wie sehr ist diese meine geliebteste Tochter erkrankt!

 

Tragt wegen des Todeskampfes, in dem sich die Kirche nun in allen Teilen der Welt befindet, die Leiden Jesu und die meinen in eurem Herzen.

Der Irrtum wird gelehrt und er verbreitet sich unter zweideutigen Formulierungen neuer rein kultureller Auslegungen der Wahrheit. Der Geist der Welt wird aufgenommen, der sich mit seinem unheilvollen Einfluß breit macht und so viele Seelen dazu bringt, sich für die Sünde zu entscheiden, sie zu rechtfertigen und in ihr zu leben. Der Mangel an Glauben nimmt zu, und an vielen Kultorten werden die Bilder der Heiligen, sogar die eurer himmlischen Mutter, entfernt.

 

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Der Abfall von Gott hat sich nun in allen Teilen der Kirche verbreitet. Sie wird sogar von einigen ihrer Bischöfe verraten, von zahlreichen Priestern im Stich gelassen, von so vielen ihrer Kinder verlassen und von meinem Widersacher verwendet.

 

Du, mein kleines Kind, geh weiter in alle Teile der Welt und verkünde allen mit Kraft meine Botschaft.

 

Dies ist die furchtbare und schmerzvolle Zeit eurer Läuterung. Jetzt müßt ihr wie noch nie zuvor auf mich blicken, um getröstet, verteidigt und gerettet zu werden.

Ich bin die Mutter für diese eure Zeit. In der Stunde der ,gegenwärtigen Läuterung bin ich für euch Mutter!«

 

 

Vancouver (Kanada), 3. September 1983

Erster Monatssamstag

DIENER DER ERLÖSUNG

»Vielgeliebte Söhne, antwortet auf meine mütterliche Einladung, treue Diener der von meinem Sohn Jesus vollbrachten Erlösung zu sein!

 

Euch wurde die wertvolle Aufgabe anvertraut, zu taufen und Sünden zu vergeben, das Evangelium zu verkünden, das auf Kaivaria vollzogene Opfer in der Feier der heiligen Messe zu erneuern und durch die von Jesus eingesetzten Sakramente die Gnade mitzuteilen.

 

Laßt sein Blut erneut herabströmen, um alle Sünden der Welt abzuwaschen. Feiert täglich mit Liebe und Schmerz, mit innerster lebendiger Anteilnahme das heilige Meßopfer,

das die Kraft hat, so viel Böses in der Welt zu sühnen und zunichte zu machen.

 

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Liebt mit dem Herzen Jesu all eure Brüder und meine Kinder. Wie viele von ihnen gehen wie eine Herde ohne Hirte auf den Straßen dieser Welt und sind allen Gefahren ausgesetzt! Wie viele sind von der Sünde verwundet, Sklaven des Bösen geworden, Opfer des Hasses! Wie zahlreich sind die Armen, Ausgebeuteten, Schwachen, Leidenden. . . Alle Leiden meiner Kinder sind wie ein verzweifelter Hilfeschrei, der zu mir dringt und mein Mutterherz zutiefst verwundet.

 

Ich bin mit euch auf allen Straßen der Welt.

 

Mit mütterlicher Barmherzigkeit helfe ich meinen Kleinen, die sich in größter Not befinden: ich rette die Verlorenen; ich heile die Kranken; ich tröste die Betrübten; ich ermutige die Mißtrauenden; ich erhebe die Gefallenen; ich finde die Verirrten wieder.

 

Dies ist die Stunde des Triumphes des Unbefleckten Herzens eurer himmlischen Mutter; es ist die Stunde des großen Wunders der göttlichen Barmherzigkeit.

Aber ich will durch euch wirken, meine vielgeliebten Söhne. Darum lade ich euch alle ein, euch meinem Unbefleckten Herzen zu weihen.

 

Dann werde ich euch zu vollkommenen Dienern der Erlösung, die Jesus vollzogen hat, machen können.

Von dieser Stadt, die am Stillen Ozean liegt, der gleichsam die Grenze zwischen Orient und Okzident anzeigt, rufe ich euch alle, auf diesen meinen Plan Antwort zu geben, der von Tag zu Tag augenscheinlicher wird: Die Kirche und die Welt werden sehen, wie sich das größte Wunder der göttlichen Barmherzigkeit erfüllt.«

 

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Montreal (Kanada), B. September 1983

Fest Maria Geburt

MEINE ALLERKLEINSTEN KINDER

 

»Aus allen Teilen der Welt sammle ich meine allerkleinsten Kinder, um sie in meiner Schar zu vereinigen und sie in der Tiefe meines Unbefleckten Herzens zu bergen.

 

Vielgeliebte Söhne, hört auf ihre Stimme, die eure Hilfe erbittet, lauft ihnen entgegen, nehmt sie in eure Arme und bringt sie alle zu eurer himmlischen Mutter.

 

Klein sind für mich alle jene Kinder, die schon empfangen wurden und absichtlich noch im Schoß ihrer Mütter getötet werden. Die Liebe und der brennende Wunsch eurer himmlischen Mutter und der Kirche nach ihrer Rettung, zusammen mit dem unschuldigen Blut, das von denen vergossen wurde, die das Gesetz Gottes verachten und brechen, ist schon eine Begierde- und Bluttaufe, die sie alle rettet.

 

Klein und ungeschützt sind für mich auch diejenigen Kinder, die leben und heranwachsen, aber Irrtümer im Unterricht hören und Werte vorgelegt bekommen, die wahrhaftig Uberschreitungen des Gesetzes Gottes sind.

Klein sind für mich die Jugendlichen, die sich in einer zur Wüste gemachten, der Liebe beraubten Welt dem Leben öffnen, wo sie zu all den überaus schmerzhaften Erfahrungen des Bösen verführt werden.

 

Klein sind für mich die Armen, denen die Mittel für das Leben fehlen, die weder Heim noch Arbeit haben und die häufig ausgebeutet werden.

 

Klein sind für mich alle meine Kinder, die verfolgt, an den Rand gedrängt und unterdrückt werden; die leiden, die weinen, die einsam sind und die weder Hilfe noch Trost haben.

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Klein sind alle meine Kinder, die Opfer der Sünde und des Hasses geworden sind, die auf den Straßen des Lebens ohne Vertrauen und ohne Hoffnung gehen.

 

Wer kann allen diesen meinen armen sündigen Kindern helfen und sie retten?

Bringt mir, vielgeliebte Söhne, heute einen Kranz von all diesen meinen kleinen Kindern rund um meine Wiege, damit ich sie wie einen Strauß von Blumen annehmen kann, den ihr mir am freudigen Fest der Geburt eurer himmlischen Mutter darbringen wollt.«

 

 

S. Francis (Maine, USA), 15. September 1983

Fest der Schmerzen Mariens

ICH BIN UNTER DEM KREUZ

 

»Vielgeliebte Söhne, blickt auf eure schmerzhafte Mutter unter dem Kreuz, an dem Jesus hängt, mit dem Tode ringt und stirbt. Von diesem Augenblick an ist dies mein Platz: unter dem Kreuz eines jeden meiner Kinder.

 

Ich bin unter dem Kreuz meines ersten vielgeliebten Sohnes, des Papstes Johannes Paul IL, welcher wegen der Agonie, die die Kirche durchlebt, und wegen des Schicksals, das die arme Menschheit erwartet, liebt, betet und leidet. Bemerkt ihr nicht, wie nun die Geißel des Krieges schon angekommen ist und wie viele unschuldige Opfer aufgerufen sein werden, unsagbare Leiden zu ertragen?

 

Ich bin unter dem Kreuz, das heute die Bischöfe tragen, die treu bleiben, während sich die Zahl derer erhöht, die die eigenen Wege gehen wollen, ohne den Heiligen Vater, den Jesus zum Fundament seiner Kirche gemacht hat, anzuhören und ihm zu folgen: Sie bereiten eine andere, vom Papst getrennte Kirche vor und das wird noch das Ärgernis einer schmerzhaften Spaltung herausfordern.

 

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Ich bin unter dem Kreuz, das heute die Priester tragen, meine vielgeliebten Söhne, die berufen sind, in absoluter Treue zu Jesus, zu seinem Evangelium und zu seiner Kirche zu leben. Oft müssen sie das innere Martyrium erleiden, sich unverstanden, verlacht oder sogar von ihren eigenen Mitbrüdern an den Rand gedrängt zu fühlen.

 

Ich bin unter dem Kreuz der gottgeweihten Seelen, die in Treue ihre Weihe leben wollen, indem sie sich dem Geist der Welt widersetzen, der nun in so viele Ordenshäuser eingedrungen ist, indem er Lauheit, Unreinheit, Nachgiebigkeit und die Suche nach jedem weltlichen Genuß in diese brachte.

 

Ich bin unter dem Kreuz so vieler Gläubigen, die meine Einladung mit Mut und Hochherzigkeit angenommen haben. Unter so vielen Schwierigkeiten hoffen sie auf mich, vertrauen sie mir, inmitten großer Prüfungen beten sie mit Glauben und Ausdauer; unter unzähligen Leiden opfern sie im Geiste der Wiedergutmachung all das, was der Herr in ihrem Leben bestimmt.

 

Ich bin unter dem Kreuz meiner armen sündigen Kinder, um sie auf den Weg der Reue und der Wiederversöhnung zu führen; der Kranken, um ihnen Trost und Ergebenheit zu spenden; der Verirrten, um sie zum Weg der Rettung zu geleiten; der Todgeweihten, um ihnen zu helfen, in der Gnade und Liebe Gottes zu sterben.

 

Ja! In dieser Zeit, in der die Leiden und Bedrängnisse zunehmen, bin ich wie nie zuvor eure schmerzhafte und tröstende Mutter. Ich bin unter eurem Kreuz und dem aller meiner Kinder gegenwärtig, um mit euch zu leiden und für euch zu beten.

 

Gemeinsam mit euch bringe ich dem Vater den wertvollen Beitrag eurer persönlichen Mitarbeit an der von meinem Sohn Jesus vollzogenen Erlösung dar

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Curagao (Antillenarchipel), 29. September 1983

Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Rafael

DIE FUNKTION DER ENGEL

 

»Heute feiert die Kirche das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Rafael.

Es ist auch euer Fest, vielgeliebte Söhne, denn die Engel des Herrn sind bei meinem siegreichen Plan sehr wesentlich beteiligt.

 

Seht, welche Funktion sie haben: Unter meinem Befehl führen sie eine furchtbare Schlacht gegen Satan und alle bösen Geister. Es ist eine Schlacht, die sich vor allem im Bereich des Geistes abspielt - mit Intelligenz und in vollkommener Übereinstimmung mit den Plänen von einem der beiden großen, sich bekämpfenden Anführer: der ,mit der Sonne bekleideten Frau' und des roten Drachen.

 

Die Aufgabe St. Gabriels ist es, euch mit Gottes eigener Stärke zu bekleiden.

 

Er kämpft gegen den gefährlichsten Hinterhalt Satans, der euch schwächen will, indem er euch zur Entmutigung und Ermüdung bringt. Wie viele von euch sind auf dem Weg der Weihe, die ihr an mich vollzogen habt, wegen dieser eurer menschlichen Schwäche stehen geblieben!

 

Es ist die Schwäche, die euch zum Zweifel, zur Ungewißheit, zu Angst und Verwirrung verleitet. Dies ist die Versuchung meines Widersachers, um euch widerstandslos, abgekapselt in euch selbst, festgefahren in euren Problemen und zu echtem apostolischen Schwung unfähig zu machen.

 

Der Erzengel Gabriel hat die Aufgabe, euch zu helfen, im Vertrauen zu wachsen, indem er euch mit der Stärke Gottes bekleidet. Und so führt er euch jeden Tag auf den Weg des Mutes und der Festigkeit, des heroischen und reinen Glaubens.

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Die Aufgabe St. Rafaels ist es, Balsam auf eure Wunden zu gießen.

 

Wie oft gelingt es Satan, euch mit der Sünde zu verwunden, euch mit seinen hinterlistigen Verführungen zu treffen! So läßt er euch das Gewicht eurer Armseligkeit, der Unfähigkeit und der Gebrechlichkeit fühlen und hindert euch auf dem Weg eurer vollkommenen Hingabe.

 

Dann ist es die Aufgabe St. Rafaels, euch auf dem von mir gewiesenen Weg zu begleiten, indem er euch jene Medizin gibt, die euch von allen euren geistigen Krankheiten heilt. Jeden Tag macht er eure Schritte sicherer, eure Vorhaben weniger ungewiß, eure Akte der Liebe und des Apostolates mutiger, die Antworten auf meine Wünsche entschlossener und euren Geist für meinen mütterlichen Plan aufmerksamer. So werdet ihr eure Schlacht schlagen, gestärkt von seinem himmlischen Balsam.

 

Die Aufgabe St. Michaels ist es, euch vor den furchtbaren Angriffen Satans gegen euch zu verteidigen.

 

In dieser Zeit seid ihr, meine Vielgeliebten, die ihr meine Einladung angenommen und euch meinem Unbefleckten Herzen geweiht habt, und alle meine Kinder, die gekommen sind, um einen Teil meiner siegreichen Schar zu bilden, die Zielscheiben, die mein und euer Widersacher mit besonderer Wut und Wildheit aufs Korn genommen hat.

 

Satan attakiert euch auf der geistigen Ebene mit jeder Art von Versuchung und Einflüsterung, um euch zum Bösen zu verführen, zur Desorientierung, zum Zweifel und zur Mutlosigkeit. Er benützt häufig seine bevorzugte Waffe - die der teuflischen Einflüsterung und der unreinen Versuchung.

 

Er attakiert euch mit furchtbaren Hinterhalten und versucht häufig, euch in Gefahr zu bringen; auch physisch macht er Anschläge auf euer Leben und eure Unversehrtheit.

 

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Der Erzengel Michael, der Schutzpatron der ganzen Kirche, greift mit seiner großen Macht ein und geht zum Kampf über, um euch vom Bösen und von seinen gefährlichen Nachstellungen zu befreien. Darum lade ich euch ein, seinen Schutz herabzurufen, indem ihr täglich den kurzen und doch so wirksamen Exorzismus, den Papst Leo XIII. verfaßt hat, betet.

 

Seht also, warum die Engel des Herrn eine wichtige Funktion im Plan der Schlacht haben, die jetzt ausgetragen wird: Ihr müßt immer in ihrer Begleitung leben.

 

Sie haben eine wertvolle und unersetzbare Aufgabe: Sie sind an eurer Seite, um die gleiche Schlacht zu schlagen; sie geben euch Kraft und Mut; sie heilen eure zahlreichen Wunden; sie verteidigen euch vor dem Bösen und bilden zusammen mit euch den stärksten Teil der siegreichen Schar, die der himmlischen Heerführerin untersteht.«

 

 

Fort Lauderdale (Florida, USA), 7. Oktober 1983

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz

DER DRACHE WIRD GEFESSELT WERDEN

 

»Vielgeliebte Söhne, in der Schlacht, die ihr jeden Tag gegen Satan und seine hinterhältigen und gefährlichen Verführungen, gegen das mächtige Heer des Bösen kämpft, müßt ihr außer der besonderen Hilfe, die euch die Engel des Herrn geben, eine sichere und unbesiegbare Waffe gebrauchen: diese Waffe ist euer Gebet.

 

Mit dem Gebet könnt ihr dem Feind das von ihm eroberte Gebiet immer wieder entreißen; und ihr könnt in der Wüste des Ubels und der Sünde Keime des Guten sprießen lassen. Vor allem könnt ihr eine unermeßlich große Anzahl von

Seelen befreien, die sich Satan zu seinen Gefangenen machen

 

 

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konnte. Das Gebet hat eine gewaltige Kraft und ruft Kettenreaktionen im Guten hervor, die stärker als selbst Atomreaktionen sind.

 

Das Gebet, das ich am meisten liebe, ist der heilige Rosenkranz. Deshalb bitte ich bei meinen zahlreichen Erscheinungen immer, ihn zu beten. Ich vereinige mich mit denen, die ihn beten, ich erbitte ihn mit Sehnsucht und mütterlicher Besorgnis von allen.

 

Warum ist der heilige Rosenkranz so wirkungsvoll?

Weil er ein einfaches und schlichtes Gebet ist und euch geistig zur Kleinheit, zur Sanftmut und zur Einfachheit des Herzens heranbildet.

 

Heute ist Satan in der Lage, alles mit dem Geist des Stolzes und der Rebellion gegen Gott zu erobern, und er fürchtet diejenigen, die eurer himmlischen Mutter auf dem Weg der Kleinheit und der Demut nachfolgen. Dieses Gebet wird von den Großen und Stolzen verachtet - von meinen Kleinen aber wird es mit so viel Liebe und so viel Freude gebetet: von den Armen, von den Kindern, von den Demütigen und von den Leidenden, von sehr vielen Gläubigen, die meine Einladung angenommen haben.

 

Der Stolz Satans wird noch von der Demut der Kleinen besiegt werden und der rote Drache wird sich endgültig gedemütigt und geschlagen fühlen, wenn ich ihn fesseln werde -nicht indem ich mich einer starken Kette bediene, sondern einer zerbrechlichen Schnur: jener des heiligen Rosenkranzes.

 

Es ist ein Gebet, das ihr zusammen mit mir betet.

Wenn ihr mich einladet, für euch zu beten, so erhöre ich eure Bitte und verbinde meine Stimme mit der euren, ich verbinde mein Gebet mit eurem.

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Daher wird es immer wirkungsvoll, denn eure himmlische Mutter ist die fürbittende Allmacht. Ich erhalte immer das, worum ich bitte, denn Jesus kann niemals nein zu dem sagen, worum ihn seine Muttet bittet.

 

Es ist ein Gebet, das die Stimmen der Kirche und der Menschheit vereinigt, denn es ist immer im Namen aller gemacht, niemals nur etwas rein Persönliches.

 

Durch die Betrachtung seiner Geheimnisse werdet ihr dahin gelangen, den Plan Jesu zu verstehen, der sich in seinem ganzen Leben abzeichnet - von der Fleischwerdung bis zur Erfüllung seines glorreichen Ostern. Und so dringt ihr immer tiefer m das Geheimnis der Erlösung ein. Und ihr werdet dieses Geheimnis der Liebe durch eure himmlische Mutter verstehen, indem ihr auf dem Weg ihres Herzens voranschreitet, um in den Besitz des unermeßlichen Schatzes der göttlichen und brennenden Liebe des Herzens Jesu zu gelangen.

Durch die häufige Wiederholung des Gebets, das Jesus euch gelehrt hat: ,Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme' werdet ihr im Rosenkranzgebet zur vollkommenen Verherrlichung des Vaters herangebildet. Durch das Beten des ,Ehre sei dem Vater, dem Sohne und dem Heiligen Geiste' werdet ihr auch zur ewigen Anbetung der Heiligsten Dreieinigkeit herangebildet.

 

Eure himmlische Mutter bittet euch heute, den heiligen Rosenkranz als die wirksamste Waffe zu gebrauchen, um den großen Kampf entsprechend den Anweisungen der ,mit der Sonne bekleideten Frau' zu kämpfen.

Nehmt meine Einladung an: Vervielfacht eure Zönakel des Gebets und der Brüderlichkeit, weiht euch meinem Unbefleckten Herzen, betet häufig den heiligen Rosenkranz. Mit dieser Kette wird dann der mächtige rote Drache gänzlich

 

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gefesselt und sein Aktionsradius wird immer enger werden und schließlich wird er machtlos und unfähig zum Angriff gemacht werden können.

 

Das Wunder des Triumphes meines Unbefleckten Herzens wird allen sichtbar werden

 

 

1. November 1983

Allerheiligen

HEERFÜHRERIN EINER EINZIGEN SCHAR

 

»Vielgeliebte Söhne, eine wertvolle Hilfe zur Erfüllung der Aufgabe, die ich euch anvertraut habe, wird auch von euren Brüdern geleistet, die schon hier oben im Paradies angekommen sind und die nun an der Seligkeit ohne Ende teilhaben. Heute ist das Fest Allerheiligen: ihr müßt auf sie mit Freude, mit Vertrauen und mit großer Hoffnung blicken.

 

Wie viele dieser eurer Brüder durchlebten dieselben Schwierigkeiten wie ihr, ertrugen dieselben Leiden, teilten eure Schmerzen mit euch, antworteten auf meine mütterliche Einladung und weihten sich meinem Unbefleckten Herzen! Hier oben bilden sie eine große Krone von Licht, die sich auftut, um gemeinsam mit eurer himmlischen Mutter der Heiligsten Dreieinigkeit ewiges Lob zu singen!

 

Diejenigen, die auf der Erde als meine allerkleinsten Kinder lebten, mich mit Fügsamkeit anhörten und mir auf dem Weg, den ich selbst vorgezeichnet habe, gefolgt sind, bilden jetzt eine leuchtende Krone von Liebe, von Freude und Herrlichkeit rund um mein Unbeflecktes Herz.

 

Wie viele dieser Kinder habt ihr in diesen Jahren kennen gelernt. Jetzt sind sie mehr denn je an eurer Seite, um die

 

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gleiche Schlacht nach den Anordnungen der himmlischen Heerführerin zu schlagen!

 

Mein Mutterherz vereinigt euch heute in einer außerordentlichen Gemeinschaft des Lebens mit allen euren Brüdern im Paradies und mit jenen, die nun die Gewissheit haben, gerettet zu sein, jedoch noch den Moment ihrer persönlichen Reinigung im Fegefeuer erleiden.

 

Es ist der unermeßliche, unsichtbare, aber wertvollste Teil meiner Schar, denn meine heiligen Söhne sind nun mit der Macht Gottes und mit meiner eigenen Kraft ausgestattet. Die Seelen aber, die sich im Fegefeuer befinden, können mir den Beitrag ihrer Leiden und ihres dauernden Gebetes schenken. Darum dürft ihr euch niemals allein fühlen.

 

Bindet euch stärker an die Heiligen des Himmels und an jene, die sich noch im Fegefeuer reinigen: Sie sind euch sehr nahe, sehen alle eure Schwierigkeiten, kennen die furchtbaren Hinterhalte, die euch mein Widersacher legt, und helfen euch immer auf wirksame Weise.

 

Blickt heute auf alle, die euch schon in das ewige Leben im Zeichen des Glaubens vorangegangen sind und die euch jetzt mit Liebe und Freude erwarten!

 

Ich bin die Mutter und Königin aller Heiligen! Ich bin die Heerführerin einer einzigen Schar!

 

Ich bin die Mutter der ganzen Kirche: der Kirche, die kämpft, die geläutert wird und die triumphiert, und mein Unbeflecktes Herz schlägt höher vor Freude, wenn ich euch im brüderlichen Band einer Gemeinschaft der Liebe und des Lebens vereint sehe.

 

Vom Paradiese aus segne ich euch heute gemeinsam mit euren Brüdern und meinen vielgeliebten Söhnen, die hier schon angekommen sind, und mit allen Seelen, die noch im

 

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Fegefeuer beten und leiden, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

 

 

Enugu (Nigeria, Afrika), 21. November 1983

Darstellung Mariens im Tempel

AUF DEN STRASSEN AFRIKAS

 

»Tretet in den Tempel meines Unbefleckten Herzens ein, vielgeliebte Söhne, wenn ihr die Wunder meiner barmherzigen Liebe betrachten wollt.

 

In diesen Zeiten bemüht sich eure Mutter in allen Teilen der Welt mit ihrem besorgten Wirken von Zeichen, euch dahinzubringen, auf dem Weg des Guten, der Liebe und der Rückhehr zu Gott, eurem Erlöser, zu gehen. Überall zeige ich mich den Kleinen, den Schlichten, den Armen - denen, die reinen Herzens sind.

 

Auch in diesem Teil des afrikanischen Kontinentes siehst du, wie hier meine Einladung mit übergroßer Dankbarkeit angenommen wird.

 

Wie viel Liebe zu mir findest du auf den Straßen Afrikas! Hier, inmitten einer so großen Armut, wo die Hütten noch aus Lehm sind und meine Kinder häufig weder Nahrung noch Kleidung haben, bekomme ich von ihnen mehr, als man mir in anderen fortgeschritteneren Teilen der Welt gibt.

 

Ich bekomme eine reine und aufrichtige Liebe, eine hochherzige Antwort, eine begeisterte und frohe Übereinstimmung, ein brennendes und ausdauerndes Gebet.

 

Du hast ja gesehen, mit wie viel Eifer sie den heiligen Rosenkranz beten, wie sehr sie meine Bilder verehren, wie sie mich in jedem Raum ihrer armen Häuser aufstellen. Diesen Kin

 

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dern werde ich mich noch mehr durch Erscheinungen und durch meine mütterliche Anwesenheit offenbaren, die ihnen hilft und die Vorsehung bittet, daß es ihnen an Nahrung und Kleidung nicht mangelt.

 

In diesen Tagen hast du, mein kleiner Sohn, mit eigenen Augen sehen können, wie die himmlische Mutter auf den Straßen dieses weiten Kontinentes wirkt.

 

Die Stunde meiner größten Wunder ist angebrochen. Dies sind die Zeiten des Triumphes meiner mütterlichen Liebe.

 

Darum lade ich alle aus den fünf Kontinenten ein, in den Tempel meines Unbefleckten Herzens einzutreten, damit ihr so meinem Plan nachkommen könnt

 

 

Grand Bassam (Elfenbeinküste, Afrika), 8. Dezember 1983

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

DIE MEDIZIN, DIE IHR BRAUCHT

 

»Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.

 

Vielgeliebte Söhne, nehmt an der großen Freude der ganzen Kirche teil, indem ihr heute dieses einzigartige Privileg betrachtet, mit dem mich die Heiligste Dreieinigkeit in Hinblick auf meine göttliche Mutterschaft geschmückt hat.

 

Ich bin eure ganz schöne Mutter und so ruft ihr mich an. Ich will euch mit meiner eigenen Schönheit bedecken und ich ermuntere euch, mir auf dem Weg der Gnade und der Heiligkeit, der Reinheit und der Jungfräulichkeit nachzufolgen.

 

Nur die Sünde ist es, die eure innere Schönheit verletzt. Deshalb lade ich euch heute alle ein, jeden Tag gegen dieses so große Übel zu kämpfen.

 

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Die Sünde ist eine Folge jener vererbten Unordnung, die es leider verhindert hat, daß ihr - so wie ich - unbefleckt empfangen und geboren worden seid.

 

Ihr seid alle unter der Last dieses schweren und bösen Erbes geboren. Ihr wurdet im Augenblick eurer Taufe davon befreit, aber die Folgen sind in euch zurückgeblieben. Sie machen euch so gebrechlich, und ihr werdet noch leicht von der Sünde angezogen und es kommt nicht selten in eurem Leben vor, daß ihr Opfer der Sünde werdet.

 

Das Erste, das ihr tun müßt, ist, die Sünde als Übel anzuerkennen und sie sogleich mit einem Akt reiner und übernatürlicher Liebe zu bereuen.

 

Wie viele meiner Kinder erkennen sie heute nicht mehr als Ubel, sondern betrachten sie oft als etwas Gutes und lassen sich so in ihrer Seele, in ihrem Herzen und ihrem Leben von ihr durchdringen. Sie sind nicht mehr zur Reue fähig und leben gewohnheitsmäßig angesteckt von dieser schweren Krankheit.

 

Dann müßt ihr auf die Medizin zurückgreifen, die die Barmherzigkeit Jesu für euch bereitet hat: das Sakrament der Wiederversöhnung. In dieser Zeit ist es mehr denn je notwendig, häufig zu beichten. Heute ist man daran, die Beichte aus dem Leben und der Gewohnheit so vieler meiner Kinder zu entfernen. Und das ist ein Zeichen der Krise, die die Kirche gerade durchlebt.

 

Auch durch euch, meine Vielgeliebten, will ich das Sakrament der Wiederversöhnung in der Kirche zu seinem Glanz zurückkehren lassen. Ich will, daß alle meine Kinder zahlreich zu dieser Quelle der Gnade und der göttlichen Barmherzigkeit hineilen. Und euch lade ich ein, meine Vielgeliebten, häufig zu beichten - wenn möglich, jede Woche.

 

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Ich bitte euch, in den Beichtstuhl zu gehen, um allen zur Verfügung zu stehen, die dieses Sakrament brauchen. Unterweist alle Gläubigen gut über die Notwendigkeit, dieses Sakrament zu gebrauchen, vor allem, wenn man sich im Stand der Todsünde befinden sollte.

 

Das ist die Medizin, die ihr braucht, wenn ihr auf dem Weg der göttlichen Gnade und Heiligkeit wandeln wollt.

 

So werdet ihr eurer himmlischen Mutter nachfolgen, die euch im Kraftfeld ihres himmlischen Duftes an sich zieht.

 

Dann werdet auch ihr von meinem eigenen Glanz bekleidet sein, und das Leben Jesu wird tiefe Wurzeln in euer ganzes Sein schlagen können.

 

Vom afrikanischen Kontinent richte ich heute mit mütterlicher Besorgnis an alle meine Einladung, auf dem Weg der Liebe und Heiligkeit zu gehen und Satan und alle seine Nachstellungen zu bekämpfen. Ich werde bald den Sieg durch euch erringen können, wenn ich dem höllischen Drachen den Kopf zertreten werde, der euch heute auf listige Weise Hinterhalte legt

 

 

24. Dezember 1983

Heilige Nacht

SEINE NEUE WEIHNACHT

»Vielgeliebte Söhne, erlebt im Garten meines Unbefleckten Herzens die schönen und kostbaren Stunden dieser Heiligen Nacht. Verbringt sie im Gebet und in der Stille, in der angenehmen Gesellschaft mit mir und meinem Bräutigam Josef.

 

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Nehmt teil an den Augenblicken der Entrückung und der unaussprechlichen Freude, die eure himmlische Mutter durchlebte, als sie sich bereitete, euch ihr göttliches Kind zu schenken. Das Gebet umhüllte mich wie ein Mantel, die Stille nahm immer mehr Besitz von meinem Leben, weil der so sehr erwartete Moment seiner Geburt in der Zeit gekommen war. So erinnerte ich mich nicht an die Mühe der hinter uns gebrachten langen Reise, und die Zurückweisung, uns eine Tür zu öffnen, entmutigte mich nicht. Vielmehr zog mich die abgesonderte Ruhe einer Grotte an und die Trostlosigkeit der Düsterkeit und des Mangels an allem belastete mich nicht.

 

Dann, plötzlich, hat sich das Paradies über mein Nichts geneigt, und ich kam in eine Verzückung der Liebe und des Lebens mit dem himmlischen Vater. Als ich es gewahrte, daß ich noch auf Erden weilte, hatte ich bereits meinen Gott in den Armen, der auf wunderbare Weise mein Sohn geworden war.

 

Erlebt die tätige Stille meines so keuschen Bräutigams Josef: seine Mühe, uns auf den langen Weg zu führen; seine Beharrlichkeit, ein Haus für uns zu finden; seine immer wieder neue Geduld nach jeder Abweisung, uns eine Tür zu öffnen; sein Vertrauen, uns zu einem geschützten und sicheren Ort zu bringen; seine liebevolle Mühe, die armselige Grotte gastlicher zu machen; seine von ständigem Gebet begleitete Erwartung dessen, was sich erfüllen sollte; und schließlich seine

Große  Seligkeit, als er sich niederkniete, um seinen Gott, der nun von mir in der Heiligen Nacht geboren worden war, zu küssen und anzubeten.

 

Es möge über euch das Licht sein, das in der tiefen Nacht den Hirten erschienen ist, und der Gesang der Engel und die

 

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Freude über die gehörte Frohbotschaft: ,Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: heute ist euch der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr!'

 

In der Nacht, die heute so dicht auf die Welt herabgesunken ist, im nun schon blutigen Leiden, das die Kirche zu leben berufen ist, während die Tore der Menschen und Völker für Jesus, der in Herrlichkeit zurückkehrt, noch immer verschlossen sind, sollt ihr eure himmlische Mutter, ihren Beliebtesten Bräutigam Josef und die Hirten nachahmen, die sogleich auf die vom Himmel gekommene Einladung herbeieilen.

 

Betet und seid stille, um die Stimme Gottes zu hören und die großen Zeichen zu verstehen, die er euch heute schickt, und um seinem barmherzigen Plan mit eurer persönlichen Mitarbeit nachzukommen.

 

Macht auch ihr euch eifrig wie Josef an die Arbeit, um alle auf seine nahe Rückkehr vorzubereiten. Entzündet in den Herzen die schon verlöschten Lichter, öffnet die Seelen für die Gnade und für die Liebe, reißt alle Tore weit auf für Christus, der kommt!

 

Und wie es die einfachen und kleinen Hirten gemacht haben, so verschließt auch ihr euch nicht, auf die Stimmen zu hören, die euch noch - mehr denn je - vom Himmel gegeben werden.

 

Versteht es, unter diesen Stimmen jene eurer himmlischen Mutter zu erkennen und ihr zu folgen, die euch auf so viele Arten und mit so vielen Zeichen ihre prophetische Ankündigung wiederholt: Bereitet euch auf die Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit vor!

 

Seine zweite Weihnacht ist nahe. Lebt die abschließenden Stunden dieses zweiten Advents mit mir im Vertrauen, im

 

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Gebet, im angenommenen und erleuchteten Leiden und in der Erwartung, daß bald der große Tag des Herrn anbricht. Die Wüste der Welt wird sich öffnen, um den himmlischen Tau seiner glorreichen Königsherrschaft der Liebe und des Friedens zu empfangen

 

 

31. Dezember 1983

Letzte Nacht des Jahres

KEHRT UM ZU EUREM ERLÖSER

 

»Verbringt die letzten Stunden des Jahres in Stille, Sammlung und im Gebet.

 

Vielgeliebte Söhne, ich bin eure himmlische Mutter und ich bin jetzt dabei, einen großen Plan der Liebe zu entwerfen, um den Triumph meines Unbefleckten Herzens zu beschleunigen. Denn noch nie wie gerade in diesen Augenblicken braucht die Welt meine mütterliche Anwesenheit.

 

Sie wandelt auf der Straße des Hasses und der hartnäckigen Zurückweisung Gottes, der Gewalt und der Unsittlichkeit. Trotz aller Einladungen, die ihr die göttliche Barmherzigkeit fortlaufend sendet, beharrt die Menschheit darauf, jedem Ruf gegenüber taub zu bleiben.

 

Die Zeichen, die der Herr schickt, werden weder verstanden noch angenommen.

 

Man glaubt nicht an die Gefahren, die von ,meinem' Papst aufgezeigt werden, der mit Mut und Besorgnis den Orkan ankündigt, der euch bevorsteht.

 

Die Botschaften, die ich durch einfache kleine Seelen schenke, die ich in allen Teilen der Welt

erwähle, werden nicht beachtet.

 

Meine Erscheinungen - zumeist an fernen und gefährlichen Orten - werden ignoriert.

 

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Und ihr seid doch nur eine Handbreit von eurem Untergang entfernt. Wenn alle nach Frieden schreien werden, könnte unversehens ein neuer Weltkrieg ausbrechen, der überallhin Tod und Zerstörung bringen würde. Wenn man sagen wird: Ruhe und Sicherheit!, dann könnte die größte Umwälzung der einzelnen Menschen und der Völker beginnen.

 

Wie viel Blut sehe ich auf allen Straßen der Welt fließen!... Wie viele meiner armen Kinder sehe ich wegen der Geißel des Feuers, des Hungers und einer schrecklichen Zerstörung weinen!

 

Der Herr steht an den Türen dieser Generation und während des Heiligen Jahres seiner Erlösung klopft er weiterhin mit Eindringlichkeit und Liebe an die Herzen aller.

 

Kehrt um zu eurem Gott, der euch retten will und der euch zum Frieden führt. Kehrt um zu eurem Erlöser. Offnet eure Herzen Christus, der kommt!

 

Die Momente, die ihr erlebt, sind von großer Not und Gefahr. Darum lade ich euch ein, die letzten Stunden des Jahres im ununterbrochenen und vertrauensvollen Gebet auf den Knien zu verbringen. Vereint eure Stimmen mit der mächtigen Fürsprache eurer himmlischen Mutter, die das große Wunder der göttlichen Barmherzigkeit für alle erfleht

 

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