DonGobbi Einsprechungen

 

 

1982

Ich bin die Mutter des Trostes

 

1. Januar 1982

 

Hochfest der Gottesmutter Maria

ICH BIN DIE MUTTER DES TROSTES!

 

"Ihr beginnt heute ein neues Jahr im Licht meiner göttlichen Mutterschaft. An diesem ersten Tag ruft mich die Kirche als Mutter an und bittet, daß ich meinen mütterlichen Schutz auf alle ausbreite.

Vereint bittet ihr heute auch Gott um das Geschenk des Friedens. Und ihr erfleht ihn durch die Fürsprache jener, die ihr die Königin des Friedens nennt.

 

Der Frieden ist das größte Geschenk des Herrn, das euch gerade am Weihnachtstag gespendet wurde.

 

Das Jesuskind, das im Augenblick seiner Geburt in Bethlehem so zart vor euch liegt, ist der ewige Fürst des Friedens. Sein Name ist ,Friede`, sein Geschenk ist der Frieden; seine Mission ist es, allen den Frieden zu bringen. ,Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade`, haben die jubelnden Engel rund um die Krippe in der Nacht seiner Geburt gesungen.

 

Friede zwischen Gott und den Menschen: Für den Frieden ist das Wort des Vaters in meinem) jungfräulichen Schoß Fleisch geworden und in Betlehem zur Welt gekommen; und auf Kaivaria hat es sich für den Frieden hingeopfert.

 

Friede zwischen allen Menschen: weil ihr alle Kinder Gottes seid, wahre Brüder Jesu und Brüder untereinander.

 

Eure gelebte Brüderlichkeit ist die Quelle des Friedens unter den Menschen. Das Geschenk des Friedens findet man ja nur auf dem Weg der Liebe. Man geht ihn, wenn man das Gesetz Gottes und seine Gebote hält. Durch sie wird man angeleitet, Gott, sich selbst und den Nächsten zu lieben. Durch sie

 

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entsteht die Harmonie, die auf der Gerechtigkeit, auf der Wahrheit und auf der Liebe gegründet ist.

 

So lange man den Gott des Friedens nicht annimmt, ja sogar fortfährt, ihn hartnäckig zu leugnen und ihn abzulehnen, wird man nicht einmal fähig sein, den Forderungen nach Anerkennung der menschlichen und zivilen Rechte nachzukommen. Wenn das Gesetz des Herrn mißachtet und sogar immer offener verletzt wird, begibt sich die Menschheit auf den Weg der Unordnung, der Ungerechtigkeit, des Egoismus und der Gewalt.

 

Aus diesem Grunde ist die Menschheit jetzt - und dies wie noch nie - durch Krieg und durch Leiden bedroht.

 

Wie viel Leid sehe ich auf allen Straßen der Welt zu Beginn dieses neuen Jahres verbreitet!

 

Die Leiden der Kleinen, denen Nahrung und Unterstützung fehlt; der Jugendlichen, die sich selbst überlassen und enttäuscht sind; der Männer, die in ihrer Würde mit Füßen getreten werden und zu Werkzeugen des Beherrschens und der Gewalttätigkeit gemacht werden; der Frauen, die über den Zusammenbruch ihrer Familiengemeinschaft weinen . . .

 

Die Menschheit ist der Gefahr eines neuen Weltkrieges nahe. Wie groß ist meine Besorgnis über das, was euch erwartet, meine armen Kinder, die ihr so sehr von Hunger, Krieg, von Haß und Gewalt bedroht seid.

 

Flüchtet euch heute unter den Mantel eurer unbefleckten Mutter!

 

Wie noch nie empfinde ich gerade in dieser Zeit das mütterliche Bedürfnis, euch Trost für euren Schmerz, Vertrauen für eure Mutlosigkeit, Hoffnung für eure Enttäuschungen und Sicherheit für eure Drangsale zu geben.

 

Nun werdet ihr stets die tröstende Gegenwart eurer himmlischen Mutter merken. Sie wird um so stärker, je mehr die Leiden, die ihr ertragen müßt, im schmerzlichsten Zeitabschnitt der großen Läuterung zunehmen werden.

 

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Ich bin die Mutter des Trostes.

Fühlt meinen großen Trost, der euch Mut und Schutz geben wird, besonders wenn ihr die blutigen Stunden der Prüfung durchleben werdet, die euch von mir seit geraumer Zeit angekündigt worden ist. Darum bedecke ich euch heute alle mit meinem Mantel, sammle euch in der Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens, sporne euch zum Vertrauen und zu eurer kindlichen Hingabe an und segne euch."

 

 

2. Februar 1982

Darstellung des Jesuskindes im Tempel

DAS LICHT DER LIEBE UND DER HOFFNUNG

 

"Heute sammle ich euch alle auf dem Altar meines Unbefleckten Herzens, meine vielgeliebten Söhne, die ihr in allen Teilen der Welt verstreut lebt, und ich bringe euch mit Liebe und Freude im Tempel des Herrn dar.

 

Hier werdet ihr seiner Herrlichkeit aufgeopfert. Hier werdet ihr zum Heil aller hingeopfert. Wie lange Zeit habe ich euch schon gerufen, auf meinen Liebesplan zu antworten!

 

In der Zeit, in der die Herzen der Menschen durch das Eis des schrankenlosen Egoismus, des Hasses, der Gewalt und der Unfähigkeit zu lieben verschlossen sind, will ich durch euch das Licht meiner mütterlichen Liebe aufleuchten lassen.

 

Ihr, meine Kinder, werdet von mir dem Herrn aufgeopfert, um überall dieses Licht zu verbreiten:

Liebt alle meine Kinder immer mehr mit meiner eigenen mütterlichen Zärtlichkeit. Seid gut und erbarmungsvoll mit ihnen, vor allem mit jenen, die ihren Weg verloren haben, die Gott ferne sind, die oft unbewußt Opfer der Sünde und des Bösen, der Korruption und der Gewalt sind. Gerade in

 

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dieser Zeit will ich wie noch nie allen meinen armen Kindern, die sündigen und die der Gefahr ausgesetzt sind, verloren zu gehen, durch euch Hilfe und Rettung schenken.

 

Hier werdet ihr auch zur vollkommenen Verherrlichung Gottes hingeopfert. Diese Welt erfährt eine derartige Rebellion gegen Gott, wie man es im Laufe ihrer Geschichte noch nie gekannt hat. Sie läuft Gefahr sich zu zerstören, sie ist von Untergang und Tod bedroht.

 

Vielgeliebte Söhne, laßt euch auf dem Altar des Herrn wie gefügige und sanfte Lämmer für die Rettung der Welt aufopfern. Darum trage ich euch heute alle in den Tempel des Herrn, um euch als eine Hymne vollkommener Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit zu schenken. Eure kleinen Stimmen werden stark wie das Getöse eines Orkans werden und vereint mit dem mächtigen Siegesruf der Scharen der Engel und Heiligen werden sie die ganze Welt durchziehen, um überall auszurufen: ,Wer ist wie Gott? Wer ist wie Gott?`

 

Ihr seid berufen, zahllose Schmerzen und Leiden zu ertragen. Heute will ich meine Kinder durch euch ermutigen und trösten. Zum Zeitpunkt des großen Unwetters will die Mutter ihre kleinen Kinder in ihre Arme nehmen, damit sie getröstet werden. Gemeinsam werden wir die angstvollen Stunden der Reinigung durchstehen; gemeinsam werden wir beten, leiden und auf die Barmherzigkeit des Vaters vertrauen.

 

Gemeinsam werden wir geprüft werden; gemeinsam auch getröstet. Darum will ich heute in der Welt das Licht der Hoffnung und des Vertrauens auf Gott und das Licht meines mütterlichen Trostes durch euch, vielgeliebte Söhne, verbreiten."

 

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Jerusalem, 5. März 1982

Erster Monatsfreitag

DAS NEUE JERUSALEM

 

" ,Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt . . . Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt!`

 

Wieder höre ich die betrübte Klage meines Sohnes Jesus. Wie oft habe auch ich euch als Mutter gerufen, um euch unter die Flügel meiner mütterlichen Liebe zu nehmen. Jetzt sind die Tage der Trübsal gekommen.

 

Meine Einladungen wurden nicht angenommen. Meinem mehrfachen außerordentlichen Eingreifen wurde kein Glaube geschenkt. Es wurde der Versuch unternommen, all das, was ich in diesen Jahren getan habe, um euren Nöten abzuhelfen und euch von den Gefahren zu befreien, die euch bedrücken, unbeachtet zu lassen.

 

So wie in Jerusalem die Propheten getötet wurden, so wie in dieser Stadt sogar der Sohn Gottes, der seit Jahrhunderten vorhergesagte und vorbereitete Messias, abgelehnt, beschimpft und verurteilt wurde, so wird jetzt in der Kirche, im neuen Israel Gottes, das Heilswirken eurer Mutter, der himmlischen Prophetin dieser letzten Zeiten, allzu oft behindert, indem man es verschweigt oder ablehnt.

 

Auf so viele Arten habe ich gesprochen, aber man hat nicht auf meine Worte gehört. Auf vielerlei Weisen bin ich in Erscheinung getreten, aber man hat meinen Zeichen nicht geglaubt. Meine Interventionen, auch die außerordentlichsten, sind bestritten worden.

 

O, neues Jerusalem, Kirche Jesu, wahres Israel Gottes! Wie oft wollte ich alle deine Kinder um mich sammeln, so wie

 

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eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt . . . Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt!

 

Aber jetzt wird über dich große Drangsal kommen. Du wirst von stürmischen Unwettern und

Orkanen geschüttelt werden; von den großen Werken, die der menschliche Stolz in dir aufgerichtet hat, wird kein Stein auf dem anderen bleiben.

 

Neues Jerusalem nimm heute meine Einladung zur Umkehr und zu deiner inneren Reinigung an. So wird bald die neue Ära der Gerechtigkeit und Heiligkeit über dir erstrahlen können; du wirst dein Licht über alle Völker der Erde ergießen. Mein Sohn Jesus wird mitten unter euch das glorreiche Reich der Liebe und des Friedens errichten."

 

 

25. März 1982

Hochfest der Verkündigung des Herrn

DAS JA ZUM EVANGELIUM JESU

 

"Im unaussprechlichen Augenblick meines Lebens, da mir vom Erzengel Gabriel die Nachricht gebracht wird, daß ich auserwählt worden bin, die Mutter des Wortes, des Sohnes Gottes, des so lange erwarteten Messias zu werden, will ich euch, vielgeliebte Söhne, an meiner Seite haben.

Was ihr kennt, ist nichts im Vergleich zu dem, was eure himmlische Mutter in diesem Augenblick erlebt hat.

 

Was im Lukasevangelium erzählt wird, ist Teil eines wirklich geschehenen Ereignisses; ist wirkliche Geschichte, nicht Legende, nicht literarische Darstellungsform.

Der Erzengel Gabriel kam wahrhaftig zu mir und sein Licht, das heller strahlte als die Sonne, erfüllte gänzlich mein armes

 

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Haus in Nazareth: meine Augen sahen das Licht; meine Ohren hörten seine liebliche Stimme; es gab ein wirkliches Gespräch zwischen uns. Auf meine Fragen gab er seine Antworten; auf meine inneren Besorgnisse seine himmlisch - heiteren und tröstenden Erklärungen.

 

Seine wertvolle Hilfe bewirkte auch, daß sich mein Geist öffnete, den Plan des Vaters zu verstehen, daß sich mein Herz aufschloß, das Wort Gottes aufzunehmen, und sich mein Leben in vollkommener Weise mit dem Heiligen Geist vereinigte, dessen geliebte Braut ich geworden bin.

Und es war der Erzengel, der mein ,Ja` aufnahm und es zum himmlischen Altar emportrug zur vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit und zur größten Freude allen Scharen der Engel, deren Herrin und Königin ich in diesem Augenblick geworden bin.

 

Vielgeliebte Söhne, sagt heute euer ,Ja` zum Willen des Vaters; euer ,Ja` zum Evangelium des Sohnes; euer ,Ja` zur Liebe des Heiligen Geistes. In dieser Zeit wird der Wille des Vaters nicht erfüllt und das Wirken des Heiligen Geistes verhindert, weil man das Evangelium Jesu nicht annimmt.

 

Von diesem Evangelium bietet man oft nur eine menschliche Interpretation, die versucht, jedes übernatürliche Eingreifen auszuschließen. Wie viele seiner Berichte werden so nur als Legenden und literarische Darstellungsformen erklärt. Noch nie wurde von dem großen Mysterium Gottes eine so banale und armselige Deutung gegeben wie heute. Als Folge davon wurde der Glaube bei vielen ausgelöscht und schwere Irrtümer breiten sich immer mehr in der Kirche aus.

 

Ihr werdet nur dann im wahren Glauben bleiben, wenn ihr eure volle Zustimmung zu allem gebt, was das Evangelium Jesu sagt. Verkündet es wortwörtlich; lebt es wortwörtlich.

 

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Seid lebende Evangelien, dann wird sich der Plan des Vaters erfüllen und das Liebesfeuer des Heiligen Geistes wird diese Erde reinigen. Als gehorsame Kinder sollt ihr euer ,Ja` in das ,Ja` eurer himmlischen Mutter legen, das sie ihrem Gott auf ewig wiederholt.

 

So werdet ihr die Geheimnisse des Reiches Gottes verstehen, die den Großen und den Stolzen verschlossen sind, die aber den Kleinen enthüllt werden."

 

 

9. April 1982

Karfreitag

SO HABE ICH MEINEN SOHN GEFUNDEN

"Vielgeliebte Söhne, nähert euch der Quelle der Gnade und der Barmherzigkeit, die aus dem durchbohrten Herzen Jesu, des Gekreuzigten entspringt. Laßt euch heute mit mir auf den Kalvarienberg führen, um gemeinsam die schmerzlichen und wertvollen Stunden seines Todeskampfes zu leben.

 

Nachdem er vollkommen erschöpft den Gipfel von Golgota erreicht hat, wird er gegen Mittag ans Kreuz genagelt.

Sein Leib ist vom Leiden erdrückt: die Geißelung hat ihn mit blutenden Wunden bedeckt; die Dornenkrone hat sein Haupt mit Strömen von Blut eingehüllt - sie fließen herab und entstellen sein Antlitz; sein Herz ist von der immensen Last der Undankbarkeit bedrückt; seine so lebhaften und tiefen Augen sind nun vom Schleier des Verrates und der Verlassenheit verdunkelt . . .

 

So habe ich meinen Sohn auf dem Weg nach Kalvaria am Freitag seiner Passion gefunden. Hier neben mir ist Johannes, und gemeinsam durchleben wir unter dem Kreuz die furchtbaren Stunden seines Todeskampfes.

 

Wir sehen die Nägel, die seine Hände und Füße durchbohren,

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und seinen gemarterten Leib; wir erleben, wie das Kreuz in den Erdboden gestoßen wird - ein Stoß, der ihn vor Schmerz erbeben läßt -; wir hören seine betrübten Klagen, sein leises Gebet, den lauten Schrei zum Himmel; wir fühlen das Zucken seines Herzens, das seine letzten Schläge schenkt.

 

O, meine Vielgeliebten, lebt mit mir und mit eurem Bruder .Johannes unter dem Kreuz, an dem mein Sohn hängt, seinen Todeskampf durchmacht und aus Liebe und zur Rettung aller stirbt.

 

So finde ich auch heute die Kirche, den geheimnisvollen Leib Jesu, des Gekreuzigten. Auch sie besteigt den Kalvarienberg und trägt ein schweres Kreuz. Auch sie kennt die Stunde von so viel Verlassenheit und Verrat; auch ihr Leib ist von den Geißeln der Sünden gemartert, die sie verletzen, und der Sakrilege, die ihr tiefe Wunden aufreißen . . .

 

Und dennoch blickt die Kirche mit mütterlichen und erbarmungsvollen Augen auf diese verlorene Menschheit und sie nimmt voll Vertrauen den Weg zum Gipfel von Golgota für ihre Kreuzigung und ihren Todeskampf auf sich.

 

So finde ich heute meine Tochter. Ich bin ihr in der schmerzvollen Stunde ihres Karfreitags nahe. Gemeinsam mit Johannes, der in allen meinen vielgeliebten Söhnen, die meinem Unbefleckten Herzen geweiht sind, lebt, wollen wir ihr in ihrem Todeskampf helfen.

 

Küssen wir ihre durchbohrten Hände; bedecken wir ihren entblößten Leib mit Liebe; träufeln wir Balsam auf ihre zahllosen Wunden; umhüllen wir die blutigen Augenblicke ihrer Kreuzigung mit Gebet und mit Hoffnung.

 

In der sicheren Erwartung ihrer Auferstehung!

Durch das Wirken des Heiligen Geistes wird sie ganz wiederhergestellt werden und einen wunderbaren Glanz erfah-

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ren. Mit Sicherheit wird auch für sie auf den Karfreitag ihrer Passion das freudige Ostern und ein neues Pfingsten der Gnade und des Lebens folgen."

 

 

13. Mai 1982

Jahrestag der ersten Erscheinung in Fatima

BLICKT AUF DEN PAPST!

"Mit meinem ersten vielgeliebten Sohn, Papst Johannes Paul II., der heute als Pilger der Liebe und des Gebets zu meiner Gnadenstatue kam, die sich genau an meinem Erscheinungsort befindet, will ich euch alle geistig vereint haben - rund um eure himmlische Heerführerin, die mit der Sonne bekleidete Frau, versammelt.

 

Blickt auf den Papst: er gibt das Beispiel des Gebets.

Sein Leben, das ganz mir gehört, ist von mir im Geist unaufhörlichen und vertrauensvollen Gebets herangebildet worden. Seine Stimme durchdringt den Himmel und sie läßt vereint mit meiner mütterlichen Fürsprache - gerade heute einen Gnadenregen auf diese verlorene Menschheit herabfließen.

 

Bildet auch ihr zusammen mit dem Papst einen starken Schutzwall des Gebets, um die Bekehrung der Sünder und die Rückkehr so vieler ferner Kinder zu Gott, und auch um den Frieden für diese so sehr bedrohte Menschheit und die wahre und innere Erneuerung der ganzen Kirche zu erlangen.

 

Betet oft den heiligen Rosenkranz; um das von euch zu erbitten, bin ich auch hierher gekommen. Wenn sich die schwerwiegendsten Probleme für die Kirche und die Welt trotz aller menschlichen Mittel, die angewendet wurden, noch nicht lösen lassen, so ist dies für euch ein Zeichen, daß ihr nun das ganze Vertrauen in die Kraft des Gebets setzen müßt.

 

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Er gibt das Beispiel der Treue.

Er steht treu zu dem Auftrag, den er mit seiner Nachfolge auf dem Stuhl Petri erhalten hat; er ist Jesus Christus treu, den er durch sein Wort verkündet und durch sein Leben bezeugt. Somit ist das Licht, das er überall verbreitet, das Licht des Evangeliums selbst.

 

Seid alle eins mit ihm, indem ihr das Leben meines Sohnes Jesus bezeugt und getreulich die Wahrheit seines Evangeliums verkündet. Oft ist der Papst von einer großen Verlassenheit und Einsamkeit umschlossen. Sein Wort ist das eines Propheten, aber häufig fällt es in eine grenzenlose Leere.

 

Ihr müßt ein starkes Echo auf sein Wort sein, das immer mehr verbreitet, angehört und befolgt werden soll. Folgt alle dieser sicheren Fährte von so großer Leuchtkraft, so lange dieses Licht noch brennt, denn bald könnte die Finsternis auf der Welt und in der Kirche noch dichter werden.

 

Er gibt das Beispiel der Kraft.

Er schreitet mit der Kraft seiner großen Liebe als universaler Hirte und als Stellvertreter meines Sohnes Jesus überall ohne Furcht voran. Er fürchtet weder Kritik noch Hindernisse; er Mt sich durch Bedrohungen und Attentate nicht aufhalten.

 

Von mir geführt und beschützt durcheilt er wie ein vertrauensvolles Kind, das sich immer in den Armen tragen läßt, den Weg, den ich ihm vorgezeichnet habe. Und so steigt er täglich seinen schmerzvollen Kalvarienberg hinan und trägt sein großes Kreuz zum Wohl und zur Rettung aller.

 

Was er jetzt durchlebt, ist ihm von mir schon vorausgesagt worden.

Haltet ihm immer die Treue, vielgeliebte Söhne, die ich euch von allen Teilen der Welt in der Zufluchtsstätte meines Unbe-

 

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fleckten Herzens sammle, und tragt heute das große Kreuz der ganzen Kirche mit ihm. Gemeinsam seid ihr nun zur Hinopferung berufen, damit sich der Plan des Vaters erfülle. Habt Vertrauen und Hoffnung. Habt Mut und Geduld. Die Stunde der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit hat begonnen, und bald werdet ihr die Wunder der erbarmenden Liebe des Göttlichen Herzens Jesu und den Triumph meines Unbefleckten Herzens sehen.

 

So segne ich euch alle zusammen mit meinem Papst, meinem ersten vielgeliebten Sohn, von der Cova da Iria aus - wohin ich am 13. Mai 1917 vom Himmel gekommen bin, um mich euch zu zeigen und mit euch zu gehen, - im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

 

 

Blumenfeld (Deutschland), 30. Mai 1982

Pfingstfest

DIE STUNDE DES HEILIGEN GEISTES

"Bereitet euch im Zönakel meines Unbefleckten Herzens vor, das Liebesfeuer des Heiligen Geistes zu empfangen. Er wird meine Kirche dahin bringen, den freudenreichen Augenblick ihres Pfingsten zu erleben, und er wird das ganze Angesicht der Erde erneuern.

 

Dies ist seine Stunde. Es ist die Stunde des Heiligen Geistes, der euch immer mehr vom Vater durch Jesus als Gabe geschenkt wird - als Zeichen der erbarmenden Liebe Gottes, der diese Menschheit retten will.

 

Durch das Feuer des Geistes der Liebe wird das Werk der großen Reinigung bald vollzogen sein. Seufzend erwartet die Kirche sein erbarmungsvolles Werk der Heiligung.

Durch innere Leiden hindurch und durch Prüfungen, die

 

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für die Kirche, die blutigen Stunden der Passion erneuern werden, die mein Sohn Jesus erlitten hat, wird die Kirche zu ihrem göttlichen Glanz geführt werden,

Sie wird von der Wunde des Irrtums, der sich wie ein dunkles Krebsgeschwür verbreitet und das anvertraute Gut der Wahrheit bedroht, geheilt werden. Sie wird vom Aussatz der Sünde, der ihre Heiligkeit verdunkelt, befreit werden. Sie wird von allen jenen menschlichen Elementen gereinigt werden, die sie vom Geist des Evangeliums entfernen.

 

Ihre irdischen Besitztümer werden ihr genommen werden und sie wird von ihren vielen Machtmitteln gereinigt werden, damit sie wieder arm, demütig, einfach und keusch wird. In ihren Hirten und in ihrer Herde wird sie noch gekreuzigt werden, damit sie ein vollkommenes Zeugnis für das Evangelium Jesu geben kann.

 

Mit der Kraft des Feuers und des Blutes wird auch die ganze Welt erneuert werden. Die Menschheit wird zur Verherrlichung des Vaters durch Jesus zurückkehren, der schließlich

mitten unter euch sein Reich errichtet haben wird.

Dies ist also die Stunde des Heiligen Geistes. Er wird in seiner Fülle durch den Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens, seiner geliebten Braut, zu euch kommen."

 

Split (Jugoslawien), 19. Juni 1982

Fest des Unbefleckten Herzens Mariens

1N EUCH WIRD DIE MUTTER VERHERRLICHT

 

„Tretet in die Zufluchtsstätte meine Unbefleckten Herzen ein. In diesen Jahren habe ich euch aus allen Teilen der Welt gerufen, und ihr, meine Kleinen, habt mit Großmut geantwortet und seid in den Garten eingetreten, den die Mutter

 

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für euch bereitet hat. Ihr habt meine Stimme gehört und meine Einladung angenommen.

Nun habe ich mir mit euch die siegreiche Heerschar gebildet. Mit wie vielen Fallen hat mein Widersacher versucht, euch daran zu hindern, auf meinen besorgten Appell zu antworten! Es ist ihm nicht gelungen, denn ich habe immer eingegriffen, um meinen Liebesplan zu verteidigen.

 

So hat meine Einladung - trotz aller Fallen Satans und trotz der aufgetretenen Schwierigkeiten - die äußersten Enden der Erde erreicht. Und meine Söhne sind von den fünf Kontinenten in sehr großer Zahl herbeigeeilt, um in die sichere Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens einzutreten.

 

Heute blicke ich mit Wohlwollen und Liebe auf euch.

 

In euch wird die Mutter verherrlicht, denn ich kann euch alle zur vollkommenen Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit aufopfern. In diesem Augenblick der Rebellion gegen Gott kann die Mutter auf diese Weise durch euch dem Herrn ihren Lobgesang darbringen.

 

Nicht den Großen, den Mächtigen, den Reichen, den Stolzen ist es gegeben, meine Stimme zu verstehen und das Geheimnis meines Herzens zu durchdringen. Den kleinen, den armen, den demütigen Dienern des Herrn ist es geschenkt worden.

 

Aus ihnen habe ich mir meine Schar gebildet. Jetzt ist die Zeit der Vorbereitung erfüllt. Wir müssen nun in die abschließenden Augenblicke des Kampfes eintreten.

Die Menschheit ist so weit gekommen, die blutigen Stunden der großen Geißel zu erleben, die sie durch Feuer, Hunger und Zerstörung reinigen wird.

 

Die Kirche wird durch das Blut Jesu und euer Blut und

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durch das Feuer des Heiligen Geistes gereinigt und von den Wunden der Untreue und der Heuchelei, der Gottlosigkeit und der Abtrünnigkeit vollkommen geheilt werden.

 

Der Augenblick ist gekommen, da von der Welt und der Kirche die Aufgabe anerkannt werden muß, die die Heiligste Dreieinigkeit meinem Unbefleckten Herzen in dieser Zeit anvertraut hat.

Ich umarme euch alle und segne euch."

           

 

Valdragone die San Marino, 30. Juni 1982

Geistliche Exerzitien der Verantwortlichen der MPB

DAS GEHEIMNIS MEINES UNBEFLECKTEN HERZENS

"Vielgeliebte Söhne, noch einmal habe ich euch auf diesen Berg gebracht, um eine Woche lang ein ständiges Zönakel mit mir, eurer himmlischen Heerführerin, zu halten.

 

Ich will euch das Geheimnis meines Unbefleckten Herzens enthüllen, um euch am Mysterium meiner mütterlichen Liebe und meines mütterlichen Schmerzes teilnehmen zu lassen.

In dieser Zeit zittert mein Herz - wie noch niemals zuvor - aus reiner Liebe jenen gegenüber, die mir Jesus in dem Augenblick übergeben hat, als ich unter dem Kreuz stand, an dem er mit dem Tode rang.

 

Für die Kirche ist es heute notwendig, sich von mir geliebt zu fühlen. Für die Menschheit ist es heute notwendig, sich von mir geliebt zu fühlen. Für meine armen Kinder - die Sünder und Verirrten - ist es heute notwendig, sich von mir geliebt zu fühlen.

 

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Durch euch will ich lieben.

Durch euch, die ich gerufen habe, das Geheimnis meines Unbefleckten Herzens zu begreifen, will ich der Welt, der Kirche und allen meinen Kindern helfen.

 

Daher bewirke ich eine immer tiefere Einheit meines Mutterherzens mit euren Herzen, meine Priestersöhne.

Der leuchtende Lichtstrahl, der von meinem Herzen ausgeht, wird sich über alle Teile der Welt ausbreiten. Er wird wie ein mächtiger Anker sein, an den sich alle mit Vertrauen klammern werden können, um im Augenblick der entscheidenden Prüfung gerettet zu werden.

 

Durch euch will ich leiden.

 

Ich werde euer Herz weit machen, damit ihr auch das Mysterium meines mütterlichen Schmerzes begreifen könnt.

Seht, ob es heute einen größeren Schmerz gibt als den meinen: Mein Sohn Jesus wird beleidigt und beschimpft; er wird immer noch von den Seinen verlassen und verraten . . . Die Sakrilege, die sich immer mehr ausbreiten, bilden eine neue Dornenkrone, welche die in aller Welt verstreuten Tabernakel umgibt.

 

Die Kirche, sein geheimnisvoller Leib, wird immer noch von der Spaltung zerrissen und vom Irrtum bedroht. Die treuen Söhne sind zu großen Leiden aufgerufen und dazu, Beschimpfung und Beleidigung von denen zu ertragen, die nicht auf mich hören.

 

Die gegen den Herrn rebellierende Menschheit eilt unerbittlich auf der Straße der Gottesleugnung; dies bringt sie dazu, in den Abgrund des Todes und der Verzweiflung zu stürzen Wie viele sind es wohl, die täglich verloren gehen - fortgerissen von dieser allgemeinen und gefährlichen Verwirrung? Nehmt an meinem Mutterschmerz teil! Richtet niemanden,

 

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verurteilt niemanden. Betet, liebt und tragt mit mir das Kreuz dieses Leidens für die Rettung aller.

Ich bin eure himmlische Heerführerin!

Ich bin die mit der Sonne bekleidete Frau. Ich habe euch noch einmal in diesem außerordentlichen Zönakel der Gnade gesammelt, um für euch vom Vater durch Jesus die Fülle des Heiligen Geistes zu erlangen.

 

Er wird in euch das von mir begonnene Werk vollenden. Er wird eure Herzen zur Vollkommenheit der Liebe formen. Er wird bewirken, daß ihr alles begreifen werdet. Er wird euch stärken und euch Mut für das äußerste Zeugnis verleihen, zu dem ich euch als Mutter erzogen habe.

 

Die Zeit der großen Prüfung ist gekommen. Geht hinab von diesem Berg und verbreitet in allen Teilen der Welt das Licht der erbarmenden Liebe Jesu, das sich heute über die ganze Menschheit ergießt - durch die Wege der Liebe und des Schmerzes meines Unbefleckten Herzens, in das ich euch alle für immer eingeschlossen habe.

 

Ich segne euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

 

13. August 1982

WERKZEUGE MEINER BARMHERZIGKEIT

"Vielgeliebte Söhne, ich wende euch meine barmherzigen Augen zu. Ich bin die Mutter der Barmherzigkeit, der schönen Liebe und der heiligen Hoffnung, und mein Unbeflecktes Herz zittert vor Sorge um euch. Wie viele Gefahren bedrohen euch; wie viele Fallen legt euch mein Widersacher! In dieser Stunde seiner Herrschaft und seines Triumphes 495

 

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sind zahlreiche meiner Kinder der Gefahr ausgesetzt, auf ewig verloren zu gehen.

 

Seht, in welch schwerer Situation ihr euch heute befindet: Die Menschheit hat gegen den Gott der Liebe rebelliert und schreitet auf der Straße des Hasses und der Sünde, die durch die sozialen Kommunikationsmittel als etwas Gutes angepriesen wird.

 

Ihr lebt in einer ungesunden und korrupten Umwelt, und es fällt euch so schwer, den Geboten Gottes treu zu bleiben, die euch anleiten, den Weg der Liebe zu gehen, die Sünde zu fliehen und in der Gnade und in der Heiligkeit zu leben.

 

So werden die armen Kinder täglich zahlreicher, die sich vom zügellosen Egoismus, vom Neid und von der Unkeuschheit verführen lassen. Die am leichtesten verführbaren Opfer, die die geringste Schuld haben, sind die Jugendlichen, deren schmerzliches Los es ist, gerade in dieser Zeit zu leben, in der die Welt schlechter als zur Zeit der Sintflut geworden ist.

 

Darum fühle ich mich besonders meinen Jugendlichen gegenüber als zarte, behutsame und barmherzige Mutter, die ständig Worte des Vertrauens und der Rettung in das Leben der jungen Menschen sät. Kraftvoll erschließe ich ihre Seelen zu einem großen Durst nach dem Guten; ich öffne ihre Herzen, damit sie zur freudigen Erfahrung wahrer Liebe und des Sich-Schenkens gelangen, und ich heile ihre zahlreichen Wunden. Unausgesetzt lade ich dabei alle Guten ein, den jugendlichen mit Gebet, mit dem guten Beispiel und mit Buße beizustehen.

 

Wenn ihr, meine vielgeliebten Söhne, mit mir leidet und betet, gelingt es euch, jeden Tag viele Seelen auf den Weg zu bringen, der ins Paradies führt.

 

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Darum müßt ihr, meine Kinder, die ihr euch meinem Unbefleckten Herzen geweiht habt, heute die Werkzeuge meiner mütterlichen Barmherzigkeit sein.

 

,Wie viele Seelen kommen in die Hölle, weil sie niemand haben, der für sie betet und sich für sie opfert!`, habe ich zu Jacinta, Francisco und Lucia gesagt, als ich ihnen in Fatima erschien.

 

Heute sage ich euch: Wie viele Seelen könnt ihr vor dem Feuer der Hölle retten und sie ins Paradies führen, wenn ihr mit mir zusammen täglich für sie betet und euch für sie opfert! . . .

Es ist also vor allem mein und euer barmherziges Rettungswerk, das den Triumph meines Herzens bewirkt."

 

 

Nijmegen (Holland), 8. September 1982

Fest Mariä Geburt

ES WIRD GERETTET WERDEN!

"Bleibt rund um die Wiege eurer Mutter als kleines Kind, meine Vielgeliebten. Ich werde euch dazu bringen, das Geheimnis der Kleinheit und der geistigen Kindschaft zu begreifen. Ich werde euch lehren, den Weg der Demut und des Vertrauens zu gehen. Ich werde euch die Gabe der Weisheit des Herzens und der Reinheit erlangen.

 

Heute herrscht im Himmel und auf Erden große Freude im Gedenken an die Geburt eurer himmlischen Mutter.

Nehmt auch ihr an dieser inneren und tiefen Freude teil. Heute segne ich euch alle, die ihr um meine Wiege herum einen Kranz von Blumen bildet, die den Duft der Liebe, der Reinheit und des Vertrauens verbreiten. Ihr durchlebt schwierige und stürmische Tage: Die Menschen entfernen

 

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sich immer mehr von Gott, und ihre Herzen verschließen sich in der Kälte des Egoismus und des Hasses.

 

Die Welt, in der ihr lebt, ist eine dürre und kalte Wüste geworden; aber das mütterliche Pochen meines Unbefleckten Herzens wird für eure Welt immer intensiver. Es schlägt aus Liebe zu allen und läßt den Tau der Gnade und der Barmherzigkeit immerwährend auf die Erde herabkommen. So kann ich das verdorrte Herz so vieler meiner Kinder für die Liebe öffnen . . .

 

Durch euch werde ich den Plan der Liebe und der Rettung zu Ende führen können, der mir von der Heiligsten Dreieinigkeit anvertraut worden ist. Ihr werdet eine neue Geburt

dieser armen Menschheit erleben -

Gott der Rettung zurückkehren.

sie wird vollständig zum

 

(. . .) Heute hältst du das Zönakel mit meinen Vielgeliebten in diesem Land, in dem die große Herausforderung meines Widersachers begonnen hat. Hier siehst du die Kirche tief gedemütigt und verwundet, während eine sehr große Zahl meiner armen Kinder verirrt und ohne Orientierung lebt. So scheint es, daß - vor allem in dieser Nation - Satan jetzt seinen Siegesgesang anstimmt. Aber ich habe von hier aus auch mein unbesiegbares Wirken begonnen.

 

Ich bediene mich dazu aller meiner kleinen Kinder, die mir mit Ja antworten: durch ihre Kleinheit werde ich die Macht der Großen besiegen; durch ihre Demut wird der Stolz seine Niederlage erleiden; durch ihre Fügsamkeit wird jede Rebellion eingedämmt werden. Ihr werdet meine Gegenwart stärker fühlen . . ."

 

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Paris, 15. September 1982

EINE GROSSE KRAFT DER SÜHNE

 Fest Marä Schmerzen

"Heute neige ich mich mit Liebe über die Wunden und Verletzungen aller meiner Kinder. Ich bin eure schmerzerfüllte Mutter. Meine Funktion als Mutter bindet mich auf eine feste und persönliche Weise an euch. Ebenso wie eure Freuden meine Wonne vergrößern, so verursachen auch eure Leiden meinem Mutterherzen neue Schmerzen. Heute sehe ich euch alle unter der Last eines unsagbaren Leides. Seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz als Mutter!

 

In einer Welt, in der Egoismus und Stolz vorherrschen, sind die Unschuldigen die zahlreichsten Opfer. Heute werden sie zu Millionen schon im Mutterleib durch das Verbrechen der Abtreibung ermordet, die jetzt bereits überall legalisiert ist. Warum so viel Grausamkeit? Warum hat sich heute in der Welt ein derartig unmenschliches Verbrechen verbreitet? Jeden Tag schreit das Blut dieser Unschuldigen nach Vergeltung vor dem Angesicht Gottes und hinterläßt in meinem mütterlichen Herzen tief schmerzende Wunden.

 

Die Kinder, die sich dem Leben öffnen und denen ausgesprochene Überschreitungen des Gesetzes Gottes als Werte vorgestellt werden; die irregeführten und enttäuschten Jugendlichen; die Familien, die den Zusammenbruch ihres Familienlebens beweinen; die ungeheure Vielzahl meiner armen Kinder, die auf der Straße der Sünde und des Verderbens dahin-

eilen.

 

Seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz.

 

Vor allem blicke ich heute mit schmerzlicher Besorgnis auf die Kirche. die von Jesus meinem mütterlichen Wirken be-

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sonders anvertraut worden ist. Ich sehe, wie sie vielfach von der Sünde verletzt, in ihrer Einheit geteilt, durch die Sakrilegien profaniert und in ihrer Wahrheit verdunkelt ist.

 

Wie viele Hirten gibt es heute, die die Herde, die ihnen von Jesus anvertraut worden ist, nicht mehr verteidigen! Einige hüllen sich in Schweigen, wenn sie mit Mut reden sollten, um die Wahrheit zu verteidigen und den Irrtum und die Sünde zu verurteilen. Sie tolerieren, um nichts zu riskieren, sie lassen sich zu Kompromissen verleiten, nur um ihre Privilegien aufrecht zu erhalten. So wird der Irrtum unter zweideutigen Formeln verbreitet und die Sünde wird in einer fortschreitenden Abtrünnigkeit von Jesus und von seinem Evangelium nicht mehr gesühnt.

 

Heute ist die Kraft des Gebets sehr notwendig. Eine große Kette von Leiden ist notwendig, die als Sühne zu Gott erhoben werden muß.

Ich rufe euch, Vielgeliebte, und alle meinem Unbefleckten Herzen geweihten Kinder, euch mit dem Schmerz eurer himmlischen Mutter zu vereinigen, damit ihr alle ergänzt, was an den Leiden Christi noch fehlt . . ."

 

 

Fatima, 13. Oktober 1982

Jahrestag der letzten Erscheinung in Fatima

ICH BIN DIE MORGENRÖTE

 

"Ihr, die ihr auf dem stürmischen Meer euren Weg bahnt, eilt alle zu meinem Unbefleckten Herzen! Ich bin vom Himmel herabgestiegen, um euch diesen Rettungsanker zu schenken. Klammert euch an den Anker, der euch von meiner barmherzigen Liebe vorbereitet worden ist.

 

Kommt zu mir, meine Kinder, die ihr noch nie so sehr vom Eis der Sünde, vom Sturm des Hasses, vom Ungewitter der

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Rebellion gegen Gott und sein Gesetz, vom Erdbeben der moralischen Unordnung und von der Gefahr des Krieges, der Zerstörung und des Hungers bedroht worden seid.

 

In dieser Welt (die schlechter geworden ist als zur Zeit der Sintflut) lauft ihr wirklich Gefahr, auf den schlechten Strahlen der Sünde und der Untreue verloren zu gehen - was dieses Leben betrifft - und im anderen Leben droht euch die Gefahr, ewig verloren zu gehen.

 

Wie viele Seelen kommen täglich tatsächlich in die Hölle, weil man immer noch nicht die Einladung angenommen hat, die ich auch hier an euch gerichtet habe, nämlich auf dem Weg des Gebets, der Buße und der inneren Umkehr zu Gott zurückzukehren.

 

Es ist also die Zeit der Strafe und der Rettung, der Gerechtigkeit und des Erbarmens.

Für diese Zeit habe ich euch die sichere Zufluchtsstätte vorbereitet, in der ihr euch versammeln müßt, um getröstet und gerettet zu werden.

 

Diese Zufluchtsstätte ist mein Unbeflecktes Herz!

 

Aus meinem Herzen kommen - immer stärker widergespiegelt - die Strahlen, die aus dem Herzen Jesu hervorgehen, damit ihr auf dem Weg der Gnade und der Heiligkeit, der Liebe und der Barmherzigkeit, der Wahrheit und der Treue gehen könnt.

 

Wenn die Welt von der Finsternis der Sünde durchdrungen ist, steigen diese Strahlen wie Tau herab, die die Welt dazu drängen, sich dem glänzenden Mittag ihrer Erneuerung zu öffnen. Die ganze Schöpfung wird die neue und ersehnte Zeit ihrer vollkommenen Verherrlichung Gottes erleben.

 

Wenn die Kirche in ihrer menschlichen Realität verdunkelt und verwundet ist, so werden sie diese Strahlen für das Licht

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des Evangeliums Jesu, für die Bewahrung des Glaubensgutes, das ihr allein anvertraut worden ist, und für die vollkommene Bezeugung ihrer Einheit und Heiligkeit öffnen.

 

Ich bin die Morgenröte, die dem Tag vorausgeht.

 

Mein Licht, das sich in der Nacht verbreitet, die noch die Welt umhüllt, seid ihr, die ihr meinem Unbefleckten Herzen geweiht und mir vollkommen anvertraut seid, auf mich hört und mir folgt. Verstärkt euer Gebet, eure Demut, eure Leidensbereitschaft und euer Vertrauen.

 

Vorbereitet durch so viel Schmerz und so viele Tränen, durch so viel Liebe und so viel Hoffnung, durch viel Gebet und grenzenloses Leid wird der große Tag des Herrn bald kommen.

 

Von der Cova da Iria aus - am 65. Jahrestag meiner letzten Erscheinung, die durch das Sonnenwunder bestätigt wurde, - segne ich euch alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

 

 

Rom, 20. November 1982

GEHORSAM, REIN UND ARM

"Lebt in meiner mütterlichen Liebe, antwortet auf meinen Aufruf zu beten und zu vertrauen. Laßt euch jeden Tag von mir formen, vielgeliebte Söhne.

 

Ich will, daß ihr dem Willen des Vaters gegenüber fügsam und gehorsam seid und dabei meinen Sohn Jesus vollkommen nachahmt: Darum müßt ihr immer der Kirche gehorsam sein.

 

Die Tugend, die ich an meinen Priestersöhnen am meisten liebe, ist der Gehorsam. Heute müßt ihr für alle im freu-

 

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digen Gehorsam gegenüber euren Vorgesetzten, vor allem gegenüber dem Papst, beispielgebend sein.

Wie ist es möglich, daß er heute von vielen nicht mehr angehört wird, wenn er spricht? Wenn er Anordnungen trifft, keinen Gehorsam findet? Manchmal sind es einige meiner Bischofs-Söhne und Priester-Söhne, die mit dem Ungehorsam beginnen.

 

Auf diese Weise wird die Kirche wahrhaft in ihrer inneren Einheit bedroht. (. . .)

 

Ich will, daß euer Geist, Herz und Leib rein ist.

 

Durch die Reinheit des Geistes werdet ihr die Wahrheit mit mehr Klarheit sehen und ihr werdet ihr immer treu sein; das Evangelium Jesu wird euch in seinem vollen göttlichen Glanz erscheinen.

Durch die Reinheit des Herzens werdet ihr zur vollkommenen Liebesvereinigung mit Jesus kommen und ihr werdet von ihm eingeführt werden, das Geheimnis seiner brennenden Liebe zu begreifen. Ihr werdet wahrhaft fähig werden, alle zu lieben, und das Feuer seiner Liebe wird euch durchglühen und umformen.

 

Durch die Reinheit des Leibes werdet ihr die Freude fühlen, mir zu begegnen und immer mehr mit den himmlischen Geistern und mit den Seelen eurer verstorbenen Brüder verbunden zu sein. Die Kraft des Geistes wird euch umwandeln, sie wird euch von den vielen Begrenzungen des Fleisches befreien. So werdet ihr rund um euch das Licht der göttlichen Gnade und Heiligkeit verbreiten.

 

Liebt, achtet und lebt den von Jesus gewollten und von der Kirche unbedingt verlangten Zölibat: so werdet ihr für eine grenzenlose Zahl von Seelen - auch für die eurer Mitbrüder - zu einer wahren Quelle des Lebens werden.

 

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Nur Mut, meine so geliebten Kinder! Folgt mir auf dem Weg der Verborgenheit und der Demut.

Ich will, daß ihr arm an materiellen Gütern und arm im Geist seid.

 

Nur so werdet ihr die Sehnsüchte und Schmerzen so vieler Personen verstehen und an den Sorgen und Leiden eurer ärmsten Brüder teilnehmen können: derer, die keine Arbeit und keine Mittel zum Leben haben; derer, die an den Rand gedrängt und verfolgt werden, und all derjenigen, die für nichts geachtet werden, während sie für mich die wertvollsten Schätze sind.

 

Wer euch begegnet, muß die Gegenwart der himmlischen Mutter fühlen können, die auch durch euch Liebe spendet und tröstet, hilft - selbst materiell - , ermutigt und rettet und alle umarmt und verteidigt."

 

 

8. Dezember 1982

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

MEIN PLAN

 

"Ich bin eure unbefleckte Mutter; laßt euch von mir führen, vielgeliebte Söhne, damit mein mütterlicher Plan vollkommen ausgeführt werden kann.

 

Es ist ein Plan der Feindschaft!

 

,Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs.` So hat der Herr von mir gesprochen, indem er sich an die Schlange wandte, als durch sie die Sünde zu Beginn der Menschheitsgeschichte begangen wurde. Feindschaft zwischen mir und Satan; zwischen der Frau und der Schlange; zwischen meiner Heerschar und ihrer; zwischen Gut und Böse; zwischen Gnade und Sünde.

 

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Um auf meinem Weg gehen zu können, darf man keinen Kompromiß mit dem Bösen eingehen, denn dieser Weg verläuft nur auf dem Gebiet der Feindschaft zwischen diesen beiden gegensätzlichen Wirklichkeiten. Mein Sohn Jesus wird zum Zeichen dieses Widerspruchs und er ist euch vom Vater gegeben worden, damit viele durch ihn aufgerichtet werden und viele durch ihn zu Fall kommen.

 

Heute durchlebt ihr einen dunklen Zeitabschnitt, denn man versucht auf jede nur mögliche Weise Kompromisse zwischen Gott und Satan zu erreichen; zwischen Gut und Böse; zwischen dem Geist Jesu und dem Ungeist der Welt. Viele laufen Gefahr, Opfer dieser allgemeinen Verwirrung zu werden, und auch in meiner Kirche möchte sich ein falscher Geist ausbreiten, der nicht der Geist Jesu, des Sohnes Gottes ist.

 

Wie eine unsichtbare giftige Wolke breitet sich ein Geist der Vermischung von Gott und Welt aus, und man kommt schließlich so weit, dem Wort Gottes die Kraft zu nehmen, indem man der Verkündigung des Evangeliums die Stärke entzieht!

 

Es ist ein Plan des Kampfes!

 

Unterstützt von mir und dem Weg folgend, den Jesus euch vorgezeichnet hat, müßt ihr gegen den Bösen kämpfen, gegen die Sünde, gegen den Irrtum und die Untreue.

 

Wenn ich durch ein göttliches Privileg von jeder Sünde, auch von der Erbsünde, frei geblieben bin, so geschah dies auch deshalb, weil ich von der Heiligsten Dreieinigkeit zur Führerin dieser furchtbaren Schlacht aufgestellt wurde, einer Schlacht, die Himmel und Erde miteinbezieht, die himmlischen und die irdischen Geister. Es ist ein großer und ständiger Kampf - ein häufig unsichtbarer -, der in dieser Zeit allumfassend geworden ist.

 

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In der Apokalypse bin ich als ,die mit der Sonne bekleidete Frau` angekündigt worden, die den Kampf gegen den ,roten Drachen` und all seinen Anhang anführt. Wenn ihr meinen Plan mitvollziehen wollt, müßt ihr kämpfen, meine Kleinen, Söhne eurer mütterlichen Führerin. Kämpft mit der Waffe des Gebets und des Leidens gegen die Sünde und gegen den Kompromiß.

In der Verborgenheit und im Vertrauen, in der demütigen Erfüllung eurer täglichen Pflicht, in der vollkommenen Nachahmung Jesu, in der Armut und in der Geringachtung der Welt und eurer selbst kämpft ihr diesen Kampf Tag um Tag zusammen mit mir.

 

Es ist ein Plan des Sieges!

 

Nach dem gegenwärtigen Triumph des Bösen, dem es gelungen ist, die Welt zu unterdrücken, wird der Sieg schließlich nur meinem Sohn Jesus gehören.

Er ist der einzige Sieger!

Der Abschluß des großen Kampfes, den wir erleben, wird das glorreiche Reich des Friedens und der Güte, der Gerechtigkeit und der Heiligkeit sein. Und dieses Reich wird in der Welt entstehen und in allen Herzen erstrahlen.

So wird der Plan der Feindschaft, der Plan des Kampfes und der Plan des Sieges im Triumph meines Unbefleckten Herzens erfüllt werden."

 

 

24. Dezember 1982

Heilige Nacht

GOTT IST MIT EUCH!

 

"Eine große Stille umhüllt die Welt. Dunkelheit bedeckt alles. Die Herzen wachen im Gebet und in der Erwartung. Ein

 

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Gefühl vertrauensvoller Hoffnung bricht die von Haß und Egoismus verschlossenen Tore auf.

 

Die Mächte der Hölle fühlen sich unvorhergesehen von einer neuen Kraft der Liebe und des Lebens überwältigt.

 

In der Finsternis entzündet sich zunehmend ein Lichtschimmer. In der Stille werden Harmonien himmlischer Gesänge vernehmbar. Und am Himmel erscheint plötzlich ein großes Licht.

 

Es ist Heilige Nacht!

 

Dieses Licht umhüllt nun die arme Krippe, wo sich gerade das größte Ereignis der Geschichte erfüllt.

 

Die jungfräuliche Mutter schenkt euch ihr kleines Kind arm und unbeschützt geboren -, zitternd und so sehr hilfsbedürftig, weinend und zart wie ein Lämmchen, das schon in seinem kleinen Leib das große Geheimnis der Sanftmut und Barmherzigkeit durchscheinen läßt.

 

Seit dieser Nacht hat das Leben aller Menschen einen neuen Sinn, denn das kleine Kind, das geboren wird, ist auch ihr Gott. Er ist Mensch wie ihr und Gott mit euch! Er ist der seit Jahrhunderten prophezeite Immanuel.

 

Er ist euer Bruder. Er ist das Herz der Welt. Er ist der Herzschlag eines unsterblichen Lebens. Er ist die Liebkosung für all das menschliche Leid. Er ist der Sieg über jede Niederlage.

 

Er ist der Balsam auf die Wunde des Egoismus, des Hasses, der Sünde. Er ist das Licht, das für immer allen leuchtet, die in der Finsternis wandeln. Er ist die einzige Hoffnung dieser in die Irre gegangenen Welt.

 

Mit der besorgten Stimme einer Mutter, die tausendfache Stimmen vernimmt, die ihn noch ablehnen, die erschrocken hört, wie sich noch tausend Türen verschließen, wiederhole

 

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ich euch: Fürchtet euch nicht, Gott ist mit euch! Heute ist für alle der Retter geboren!

 

Mit einem Herzen, das durch so viel Eis, das noch die Straßen der Welt bedeckt, verwundet ist, und mit einer Seele, die durch die große Ablehnung Gottes, welche die Erde in eine unermeßliche Wüste verwandelte, tief betrübt ist, wiederhole ich euch angesichts einer so weit verbreiteten Verzweiflung:

 

Fürchtet euch nicht: Gott ist mit euch!

 

Vor allem ist er heute mit euch, da ihr berufen seid, die schmerzlichen Augenblicke zu erleben, in denen es scheint, als würde mein Widersacher in der Welt herrschen, weil er sein tödliches Gift in die Herzen der Menschen ausgießt.

 

Angesichts von so viel Leid, das nicht gelindert werden kann, von so großer Sklaverei, die nicht gebrochen werden kann, von all den ungerechten Situationen, die man zu beseitigen nicht imstande ist, von Kriegsgefahren, die nicht behoben werden können, von blutigen Bedrohungen, die immer ärger werden, hört die Botschaft, die aus meinem Unbefleckten Herzen dringt, als Hoffnung und Trost für alle in dieser Heiligen Nacht:

 

Fürchtet euch nicht: Gott ist mit euch!

 

So wie sich das WORT des Vaters für sein erstes Kommen zu euch in der Gebrechlichkeit der menschlichen Natur meiner demütigen Zustimmung bedient hat, so bedient sich mein Sohn Jesus jetzt meiner prophetischen Ankündigung, um sein zweites Kommen zu euch in Herrlichkeit vorzubereiten.

 

Fürchtet euch nicht, meine Kinder, die ihr so sehr den Gefahren ausgesetzt seid.

 

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Mit dem Triumph meines Unbefleckten Herzens wird sich euch Jesus in seinem glorreichen Reich der Liebe und des Friedens offenbaren."

 

 

31. Dezember 1982

Letzte Nacht des Jahres

WACHT IM GEBET!

 

"In dieser Nacht, da der größte Teil meiner Kinder die letzten Stunden des Jahres in Vergnügungen und in Verschwendung verbringt, wacht mit mir in Stille und in intensivstem Gebet.

 

Gebet der Danksagung: für alle Gnaden, die euch in diesem Zeitabschnitt vom Vater im Heiligen Geist durch meinen Sohn Jesus und durch die immerwährende Fürsprache meines Unbefleckten Herzens gegeben worden sind.

 

Diese Welt ist in der Gewalt meines Widersachers, der sie mit seinem Ungeist des Stolzes und der Rebellion beherrscht und unermeßlich viele Kinder, die Gott gehören, auf die Straße der Lust, der Sünde, des Ungehorsams gegen das Gesetz Gottes und zur Mißachtung des göttlichen Willens bringt.

 

Die Welt ist in die tiefste Nacht eingetaucht, und es gibt keinen Jahresbeginn, der die' große Finsternis, in der sie wandelt, auflösen könnte. Und doch ist sie zur Verherrlichung des Vaters geschaffen worden; sie ist vom Sohn erlöst und gerettet worden und wird unaufhörlich vom Wirken des Heiligen Geistes umgewandelt.

 

Nichts kann der Kraft der erbarmenden Liebe Gottes widerstehen, der diese arme Welt in eine neue Schöpfung umwandeln will. Aus diesem Grund wird mein Unbeflecktes Herz immer öfter, außerordentlicher und wunderbarer eingreifen.

 

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Darum dankt zusammen mit mir der Heiligsten Dreieinigkeit, die sich meiner - ihrer niedrigen Magd - bedient, um alles Geschaffene zur vollkommenen Verherrlichung Gottes zu führen.

 

Gebet der flehentlichen Bitte: um vom erbarmenden Herzen Jesu Tage des Friedens und nicht der Trauer, der Heiterkeit und nicht des Unglücks zu erlangen.

 

Die Gefahr eines neuen Krieges ist echt. Unter dem Deckmantel fadenscheiniger Versprechungen und Abkommen bereitet man die raffiniertesten Tötungsmittel vor, und die Menschheit wird auf der Straße des Hasses und ihrer eigenen Zerstörung weiter geführt.

 

Euer Gebet möge für alle die Gnade erlangen, die Sünde auszulöschen und die Eintracht zu erwirken, damit der Gewalt und dem Terror ein Ende bereitet wird, so daß endlich ein allgemeiner Friede in der Wahrheit und in der Gerechtigkeit zu euch kommen kann.

 

Es bedarf eines großen Wunders: mit der Kraft des Gebets muß man dieses Wunder der göttlichen Barmherzigkeit abringen. Nur so wird die Rettung zu euch kommen können!

 

Gebet der Sühneleistung: weil der Becher der göttlichen Gerechtigkeit voll ist, übervoll - er läuft über! Seht, wie der Haß und die Sünde um sich greifen.

 

Heute werden von einem Großteil der Menschen die zehn Gebote des Herrn nicht mehr beachtet. Euer Gott wird öffentlich ignoriert, geleugnet, beleidigt und verflucht. Der Tag des Herrn wird immer mehr verweltlicht und entheiligt. Täglich werden Anschläge auf das Leben gemacht. Jedes Jahr werden auf der Welt einige zehn Millionen unschuldiger Kinder im Mutterleib getötet, und die Zahl der Morde, Gewalttätigkeiten, Raube und Entführungen wächst ständig.

 

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Die Unmoral verbreitet sich wie eine Schlammflut und wird mit den Mitteln der sozialen Kommunikation, besonders durch Film, Presse und im Fernsehen angepriesen. Durch letzteres schleicht sich in jede Familie eine subtile und diabolische Taktik der Verführung und der Korruption ein. Die Kinder und die Jugendlichen sind die Opfer, die sich am wenigsten verteidigen können; auf sie blicke ich mit der sorgenvollen Zärtlichkeit einer Mutter.

 

Nur eine mächtige Kraft des Gebets und der sühnenden Buße wird die Welt vor dem retten können, was die Gerechtigkeit Gottes vorbereitet hat, wenn sie jede Einladung zu ihrer Umkehr hartnäckig ablehnen sollte.

 

Hört wenigstens jetzt auf die Stimme eurer himmlischen Mutter! Ich brauche so viel sühnendes Gebet und gläubig aufgeopfertes Leid. Betet immer euren Rosenkranz. Lebt zusammen mit mir im Vertrauen und in großer Besorgnis, denn es bereiten sich entscheidende Stunden vor, die dem Schicksal der ganzen Menschheit einen Markstein setzen könnten.

 

Ich segne euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

 

 

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