DonGobbi Einsprechungen

 

 

1979

Die Zeichen der Reinigung

1. Januar 1979

Hochfest der Gottesmutter Maria

DER PLAN DER BARMHERZIGEN LIEBE

"Vielgeliebte Söhne! Ich bin bei euch zu Beginn dieses neuen Jahres! Vertraut meinem Unbefleckten Herzen!

In meinem Herzen ist der Plan der barmherzigen Liebe meines Sohnes Jesus eingeschlossen, der die Welt zum Vater zurückführen will - zur vollkommenen Verherrlichung Gottes.

 

Die Welt ist nicht verloren, auch wenn sie jetzt auf der Straße des Verderbens und der Selbstzerstörung wandelt. Durch eine Prüfung, die ich euch schon mehrmals angekündigt habe, wird sie am Ende durch einen Akt der barmherzigen Liebe Jesu, der euch dem Wirken eurer himmlischen Mutter anvertraut hat, gerettet werden.

 

Noch ist die Erde von Sünden bedeckt. Haß und Gewalt explodieren an allen Ecken und Enden, jeden Tag schreien die größten Verbrechen zum Angesicht Gottes nach Rache.

 

Ihr beginnt ein Jahr, in dem von allen besonders die mächtige Hand Gottes bemerkt werden wird. Er wird sich über die Welt herabneigen, um ihr mit der unwiderstehlichen Gewalt seiner barmherzigen Liebe zu Hilfe zu eilen.

 

Darum, meine Söhne, erwarten euch Ereignisse, die ihr euch nicht vorstellen könnt.

 

Aber da sind auch die Gebete der Guten, die Schmerzen der Unschuldigen, die verborgenen Leiden so vieler, die Tränen und die flehenden Bitten zahlreicher Opferseelen, die in allen Teilen der Welt verstreut sind. Ihretwegen habe ich die Zeit meines außerordentlichen Eingreifens beschleunigt.

 

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Die Kirche, meine vielgeliebte Tochter, geht nun aus einer großen Prüfung hervor, denn der Kampf zwischen mir und meinem Widersacher hat sich auch an ihrer Spitze vollzogen. Satan hat versucht, sich bis zur Bedrohung des Felsens, auf dem die Kirche gegründet ist, einzuschleichen; aber ich habe es ihm vereitelt.

 

Gerade als sich Satan einbildete zu siegen - nachdem Gott das Opfer Papst Pauls VI. und Johannes Pauls I. angenommen hatte -, habe ich von Gott für die Kirche den Papst erlangt, der von mir vorbereitet und geformt worden war.

Er hat sich meinem Unbefleckten Herzen geweiht und mir die Kirche feierlich anvertraut, deren Mutter und Königin ich bin.

 

In der Person und im Werk des Heiligen Vaters Johannes Pauls II erstrahlt mein großes Licht, das um so stärker werden wird, je mehr die Finsternis alles bedecken wird."

 

GEHORCHT IHM IN ALLEM!

"Ihr, meinem Unbefleckten Herzen geweihte Priester und Gläubige, Kinder, die ich euch aus allen Teilen der Welt für die große Schlacht, die bevorsteht, in meiner Schar gesammelt habe: Vereint euch alle um den Papst und ihr werdet mit meiner eigenen Kraft und mit meinem wunderbaren Licht bekleidet werden.

 

Liebt ihn, betet für ihn, hört auf ihn! Gehorcht ihm in allem, auch im Tragen der Priesterkleidung - dem Wunsch meines Herzens und seinem Willen entsprechend, den er euch schon kundgetan hat.

 

Opfert mir euren Schmerz auf, den ihr spürt, wenn ihr deswegen manchmal von euren eigenen Mitbrüdern ausgelacht werdet.

Auch für die Kirche, die im Papst ihren sicheren Führer hat,

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wird - meinem Liebesplan gemäß - die Zeit der Reinigung und Läuterung abgekürzt werden.

 

Darum ist dies eure Stunde, die Stunde der Apostel meines Unbefleckten Herzens.

 

Verbreitet mit Mut das Evangelium Jesu, verteidigt die Wahrheit liebt die Kirche! Helft allen, die Sünde zu fliehen und in der Gnade und Liebe Gottes zu leben.

 

Betet, leidet, sühnt! (. . .)."

 

28. Januar 1979

Fest des hl. Thomas von Aquin

ERSTES ZEICHEN: DIE VERWIRRUNG

"Vielgeliebte Söhne! Flüchtet euch in mein Unbeflecktes Herz!

Dem herrlichen Reich Christi wird ein großes Leiden vorausgehen, das dazu dienen wird, die Kirche und die Welt zu reinigen und zu läutern, um sie zu ihrer vollkommenen Erneuerung hinzuführen.

 

Jesus hat sein barmherziges Werk der Erneuerung mit seiner Braut, der Kirche, schon begonnen.

 

Verschiedene Zeichen zeigen euch an, daß für die Kirche die Zeit der Reinigung und Läuterung angebrochen ist: Das erste davon ist die Verwirrung, die da herrscht. Dies ist tatsächlich die Zeit der größten Verwirrung.

Die Verwirrung hat sich im Inneren der Kirche ausgebreitet, wo im dogmatischen, liturgischen und disziplinären Bereich fast alles verändert wird.

 

Da gibt es von meinem Sohn geoffenbarte Wahrheiten, die die Kirche mit ihrer göttlichen und unfehlbaren Autorität für immer definiert hat.

 

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Diese Wahrheiten sind unveränderlich, so wie Gottes eigene Wahrheit unveränderlich ist. Viele davon sind ein Teil von wahren und eigentlichen Geheimnissen, denn sie werden vom menschlichen Verstand nicht begriffen und werden auch niemals begriffen werden können.

 

Der Mensch muß sie mit Demut durch einen reinen Glaubens- und einen festen Vertrauensakt in Gott aufnehmen. Gott hat sie geoffenbart und legt sie den Menschen aller Zeiten durch das Lehramt der Kirche vor.

 

Jetzt aber hat sich die so gefährliche Tendenz verbreitet, alles durchdringen und verstehen zu wollen - auch das Geheimnis. Dadurch kommt man dazu, daß man von der Wahrheit nur denjenigen Teil annimmt, der dem menschlichen Verstand einleuchtend ist. Selbst das Geheimnis Gottes will man entschleiern.

 

Man lehnt diejenige Wahrheit ab, die nicht rational verständlich ist. Man versucht, die ganze geoffenbarte Wahrheit rationalistisch neu vorzulegen, in der Illusion, sie allen annehmbar zu machen."

MAN GLAUBT NICHT MEHR

"So verdirbt man die Wahrheit durch den Irrtum. Der Irrtum wird auf die gefährlichste Art verbreitet, d.h. als eine neue und moderne Art, die Wahrheit zu verstehen. Und man endet damit, daß man selbst die Wahrheiten verdreht, die das Fundament des katholischen Glaubens sind.

 

Man leugnet sie nicht offen, aber man nimmt sie in zweideutiger Weise auf und gelangt in der Glaubenslehre zum schwerwiegendsten Kompromiß mit dem Irrtum, den man jemals gemacht hat.

Schließlich spricht man noch und diskutiert, aber man

 

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glaubt nicht mehr, und die Finsternis des Irrtums breitet sich aus.

Die Verwirrung, die im Inneren der Kirche zu regieren versucht und ihre Wahrheiten zu verdrehen trachtet, ist das erste Zeichen, das euch mit Sicherheit anzeigt, daß für sie die Zeit ihrer Reinigung und Läuterung gekommen ist.

 

Die Kirche ist wahrhaft Christus, der geheimnisvoll unter euch lebt.

Christus ist die Wahrheit. Die Kirche muß daher immer vom Licht Christi, der die Wahrheit ist, durchstrahlt sein.

Aber jetzt ist es ihrem Widersacher durch sein heimtückisches und betrügerisches Werk gelungen, in ihr Inneres so viel Finsternis eindringen zu lassen.

 

Und heute ist die Kirche vom Rauch Satans verdunkelt.

Satan hat vor allem den Verstand und das Denken so vieler meiner Söhne verdunkelt, indem er sie durch Stolz und Überheblichkeit verführt hat. Und durch sie hat er die Kirche verdunkelt.

 

Ihr vielgeliebten Söhne der himmlischen Mutter, ihr Apostel meines Unbefleckten Herzens, seid heute dazu berufen: Mit Wort und Beispiel dafür zu kämpfen, daß die Wahrheit immer mehr von allen angenommen wird. So wird die Finsternis der Verwirrung durch das Licht besiegt werden.

 

Darum müßt ihr das Evangelium meines Sohnes wortwörtlich leben.

Ihr sollt nur das gelebte Evangelium sein. Dann müßt ihr allen mit Kraft und Mut das Evangelium verkünden, das ihr lebt. Euer Wort wird die Kraft des Heiligen Geistes haben, der euch erfüllen wird, und das Licht der Weisheit, die euch die himmlische Mutter schenkt. (. . .)."

 

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2 Februar 1979

Darstellung des Jesuskindes im Tempel

ZWEITES ZEICHEN: DIE DISZIPLINLOSIGKEIT

 

"Betrachtet eure himmlische Mutter, wie sie im Tempel erscheint, um ihr kleines Kind darzubringen.

Es ist das Wort des Vaters, das Mensch geworden ist. Es ist der Sohn Gottes, für den das Universum geschaffen wurde. Es ist der erwartete Messias, auf den Prophezeiung und Gesetz hingeordnet waren.

 

Und doch ist er in allem vom Augenblick seiner menschlichen Empfängnis an dem Willen des Vaters gehorsam gewesen. ,Siehe, ich komme, o Gott, um deinen Willen zu vollbringen!` Und schon von Geburt an unterwirft er sich allen gesetzlichen Vorschriften: nach acht Tagen der Beschneidung und heute - nach vierzig Tagen - der Darstellung im Tempel.

 

Wie jeder andere Erstgeborene gehört auch meiner Gott: er wird mit dem vorgeschriebenen Opfer losgekauft. Vom Priester wird er in meine Arme zurückgelegt, damit er durch die Wunde meines Unbefleckten Herzens, das dann vom Schwert durchbohrt sein wird, neuerlich von mir geopfert werden kann. Und so wird unser ,Ja` zum Willen des Vaters gemeinsam gesagt.

 

Vielgeliebte Söhne! Wenn ich euch berufe, die Allerkleinsten in meinen Armen zu werden, geschieht dies deshalb, damit ich euch im fügsamen und vollkommenen Gehorsam dem Willen Gottes gegenüber meinem Kind Jesus ähnlich machen kann.

 

Heute wird mein Herz neuerlich verwundet, wenn ich sehe, wie viele es unter meinen vielgeliebten Söhnen gibt, die ohne Fügsamkeit gegenüber dem Willen Gottes leben - entweder

 

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weil sie die dem Priesterstand eigenen Gesetze nicht beachten oder diese bisweilen öffentlich herabsetzen.

 

So verbreitet sich die Disziplinlosigkeit in der Kirche und rafft selbst auch unter deren Hirten ihre Opfer dahin.

Dies ist das zweite Zeichen, das euch anzeigt, daß für die Kirche die abschließende Zeit der Reinigung und Läuterung angebrochen ist: Die Disziplinlosigkeit, die auf allen Ebenen verbreitet ist, vor allem im Klerus.

 

Disziplinlosigkeit ist der Mangel an innerer Fügsamkeit dem Villen Gottes gegenüber. Sie zeigt sich in der Überschreitung der besonderen Verpflichtungen eures Standes. Die Verpflichtung zu beten, ein gutes Beispiel zu sein und ein heiliges und apostolisches Leben zu führen. Wie viele gibt es unter den Priestern, die sich von einer ungeordneten Aktivität in Beschlag nehmen lassen und nicht mehr beten! Sie vernachlässigen gewohnheitsmäßig das Stundengebet, die Betrachtung, das Beten des heiligen Rosenkranzes. Sie beschränken das Gebet auf eine eilige Feier der heiligen Messe.

 

So werden diese meine armen Kinder innerlich leer und haben kein Licht und keine Kraft mehr, um den vielen listigen Versuchungen zu widerstehen, von welchen sie ständig umgeben sind. Deshalb werden sie vom Geist der Welt angesteckt und nehmen ihre Lebensweise an. Sie eignen sich ihre Wertmaßstäbe an, machen bei ihren profanen Kundgebungen mit, lassen sich von ihren Propagandamitteln beeinflussen und am Ende sind sie von der weltlichen Denkungsweise beherrscht. Schließlich leben sie wie Diener der Welt, nach dem Geist der Welt, den sie rechtfertigen und verbreiten, und damit verursachen sie bei so vielen Gläubigen Ärgernis.

 

Dadurch entsteht die weitverbreitete Auflehnung gegen die kirchlichen Normen, die das Leben der Priester regeln, und die immer wiederkehrende Anfechtung der Verpflichtung

 

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zum heiligen Zölibat. Dieser ist von Jesus durch seine Kirche gewünscht und euch neuerlich in diesen Tagen vom Papst mit Festigkeit bestätigt worden.

Disziplinlosigkeit ist die Leichtigkeit, mit der man die Normen vernachlässigt, die die Kirche aufgestellt hat, um das liturgische und kirchliche Leben zu regeln.

 

Heute sucht sich jeder nach eigenem Geschmack und Gutdünken einzurichten. Mit welcher skandalöser Leichtigkeit verletzt man die Normen der Kirche, die wiederholte Male noch vom Heiligen Vater bekräftigt wurden, wie etwa die Verpflichtung für die Priester, klerikale Kleidung zu tragen!

 

Leider sind es zuallererst oft gerade die Hirten, die diesen Vorschriften gegenüber ungehorsam bleiben, und durch ihr schlechtes Beispiel breitet sich die Disziplinlosigkeit in allen Bereichen der Kirche weiter aus.

 

Diese Unordnung, die sich in der Kirche verbreitet, zeigt euch klar, daß für sie der abschließende Augenblick ihrer Reinigung und Läuterung gekommen ist.

Was sollt ihr tun, vielgeliebte Söhne der himmlischen Mutter, Apostel des Lichtes meines Unbefleckten Herzens?

 

Laßt euch in meinen Armen als meine allerkleinsten Kinder tragen, und ich werde euch dem Willen des Vaters gegenüber vollkommen fügsam machen!

So werdet ihr allen ein gutes Beispiel des vollkommenen Gehorsams den Gesetzen der Kirche gegenüber sein, und die himmlische Mutter wird sich eurer bedienen können, Ordnung in ihr Haus zu bringen, damit nach dem Leiden der Triumph ihres Unbefleckten Herzens in der Kirche aufstrahlen kann."

 

 

11. Februar 1979

Fest der Erscheinung der Unbefleckten in Lourdes

DRITTES ZEICHEN: DIE SPALTUNG

"Ich bin eure unbefleckte Mutter.

Ich bin in der armen Grotte von Massabielle auf der Erde erschienen, um euch den Weg zu zeigen, den ihr in dieser schwierigen Zeit beschreiten müßt.

 

Es ist mein eigener Weg: der Weg der Reinheit, der Gnade, des Gebetes und der Buße.

Es ist der Weg, den euch schon mein Sohn Jesus gezeigt hat, um euch alle in seinem Geist der Liebe zum Vater zu führen.

 

Ihr habt seinen eigenen Geist in euch, der euch zu Gott ,Vater` sagen läßt. Denn euch wurde Anteil an seiner göttlichen Natur gegeben.

Wandelt auf dem Weg der Liebe! Gebt dem Geist der Liebe in euch Raum. Er bringt euch im Leben dazu, immer mehr vereint zu sein.

 

Liebt einander, wie Jesus euch geliebt hat, und ihr werdet wahrhaft eine vollkommene Einheit bilden. Die Einheit ist die Vollendung der Liebe.

Darum hat Jesus gewollt, daß einzig eine Kirche die seine sei, um aus ihr das Sakrament der Liebe Gottes zu den Menschen zu machen.

 

Heute zittert und bangt mein Unbeflecktes Herz, weil es die Kirche innerlich gespalten sieht.

 

Diese bis ins Innere der Kirche eingedrungene Spaltung ist das dritte Zeichen, das euch mit Sicherheit anzeigt, daß für sie der abschließende Augenblick ihrer schmerzlichen Reinigung und Läuterung gekommen ist.

 

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Wenn im Laufe der Jahrhunderte die Kirche mehrmals von Spaltungen zerrissen worden ist, die so viele meiner Kinder dazu gebracht haben, sich von ihr zu trennen, so habe ich ihr doch von Jesus das einzigartige Privileg ihrer inneren Einheit erlangt.

 

Aber in dieser Zeit ist es meinem Widersacher mit seinem Rauch gelungen, auch das Licht dieses göttlichen Vorzugs der Kirche zu verdunkeln.

Die innere Spaltung zeigt sich sogar unter den Gläubigen, die sich oft gegeneinander stellen und versuchen, die Wahrheit besser zu verteidigen und zu verkünden. Auf diese Weise wird von ihnen selber die Wahrheit verraten, denn das Evangelium meines Sohnes kann nicht gespalten werden.

 

Diese innere Spaltung bringt auch oftmals Priester dazu, sich gegen Priester zu stellen, Bischöfe gegen Bischöfe, Kardinäle gegen Kardinäle. Denn noch niemals wie in dieser Zeit ist es Satan gelungen, sich mitten unter sie einzuschleichen, indem er das wertvolle Band ihrer gemeinsamen und gegenseitigen Liebe zerrissen hat.

 

Die innere Spaltung drückt sich in dem Versuch aus, auch den Stellvertreter Jesu, den Papst, allein zu lassen - fast sich selbst zu überlassen. Und der Papst ist ja der von mir besonders geliebte und erleuchtete Sohn.

 

Mein Mutterherz ist verwundet, weil ich mitansehen muß, wie oft meine Söhne das Wort und das Werk des Heiligen Vaters einfach schweigend übergehen und er von den Gegnern immer mehr herabgesetzt und behindert wird.

 

Wegen dieser inneren Spaltung wird sein eigenes Dienstamt von der gesamten Kirche nicht genügend unterstützt und verbreitet. Doch Jesus wollte, daß die Kirche den Nachfolger Petri in Einheit umgibt.

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Mein mütterliches Herz ist betrübt, weil es sieht, daß sogar einige Hirten es ablehnen, sich von seinem erleuchtenden und sicheren Wort führen zu lassen.

 

Die eine Art, sich vom Papst zu trennen, ist die offene Auflehnung Aber es gibt auch eine andere, heimtückischere und gefährlichere Art. Sie besteht darin, zwar offen zu erklären, mit ihm vereint zu sein, innerlich jedoch sich von ihm zu entfernen, sein Lehramt im Sand verlaufen zu lassen und in der Praxis das Gegenteil dessen zu tun, was er sagt.

 

0 Kirche, geheimnisvoller Leib meines Jesus! Auf deinem schmerzhaften Gang zum Kalvarienberg bist du an der elften Station angelangt, und du siehst dich in deinen noch gekreuzigten Gliedern zerschunden und zerrissen!

 

Was müßt ihr tun, meine Söhne, Apostel meines Unbefleckten und schmerzhaften Herzens? Ihr müßt verborgenes Samenkorn werden und auch bereit sein, für die innere Einheit der Kirche zu sterben.

 

Daher führe ich euch jeden Tag zur größten Liebe und Treue zum Papst und zu der mit ihm verbundenen Kirche. Deshalb lasse ich euch heute an den Ängsten meines mütterlichen Herzens teilnehmen, bilde euch zum Heroismus der Heiligkeit heran und bringe euch zusammen mit mir auf den Kalvarienberg. So werde ich die Kirche auch durch euch aus ihrer schmerzlichen Reinigung und Läuterung hervorgehen lassen können, damit in ihr das Licht ihrer erneuerten Einheit in seiner ganzen Fülle für die Welt sichtbar werden kann."

 

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3. März 1979

Erster Monatssamstag

VIERTES ZEICHEN: DIE VERFOLGUNG

"Bleibt alle in der Zufluchsstätte meines Unbefleckten Herzens und ihr werdet euren Frieden und die innere Heiterkeit finden.

 

Meine vielgeliebten Söhne! Der von mir in Fatima angekündigte Sturm zur Reinigung und Läuterung der Kirche und der ganzen Welt ist nun losgebrochen. Dies ist die Stunde der Barmherzigkeit des Vaters. Er offenbart sich durch die Liebe des göttlichen Herzens des Sohnes in dem Augenblick, in dem das Leiden für alle größer wird.

 

Das vierte Zeichen, das euch anzeigt, daß für die Kirche der Höhepunkt der Periode ihrer schmerzhaften Reinigung und Läuterung gekommen ist, ist die Verfolgung. Die Kirche wird tatsächlich auf viele Arten verfolgt.

 

Sie wird von der Welt verfolgt, in der sie lebt und wandelt und allen den Weg des Heiles weist. Es sind die wahren Feinde Gottes, es sind jene, die sich bewußt gegen Gott gestellt haben, um die ganze Menschheit dahin zu bringen, ohne Gott zu leben, die die Kirche immer mehr verfolgen.

 

Nicht selten wird sie ganz offen und gewalttätig verfolgt, sie wird aller Dinge beraubt und wird daran gehindert, das Evangelium Jesu zu verkünden.

 

Aber in dieser Zeit wird die Kirche oft einer noch schwereren Prüfung unterworfen; man verfolgt sie auf listige und fast unmerkliche Weise - man entzieht ihr ganz leise den Sauerstoff, den sie zum Leben braucht. Man trachtet, sie zu einem Kompromiß mit dem Geist der Welt zu bringen, der

 

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so in ihr Inneres dringt, sie beeinflußt und ihre Vitalität lähmt.

Die Zusammenarbeit mit dem Feind ist oft zur heimtückischsten Form der Verfolgung geworden: Die offen gezeigte Achtung der Kirche gegenüber wurde zur sichersten Art und Weise, ihr zu schaden.

 

Es gelang, diese neue Technik zu entdecken, um die Kirche ohne Lärm und Blutvergießen sterben zu lassen.

Die Kirche wird auch in ihrem Inneren verfolgt vor allem von jenen ihrer Söhne, die sich auf einen Kompromiß mit ihrem Widersacher eingelassen haben. Ihm ist es gelungen, sogar einige ihrer eigenen Hirten zu verführen. Auch unter ihnen gibt es solche, die bewußt an diesem Plan der inneren und versteckten Verfolgung meiner Kirche mitarbeiten.

 

Meine vielgeliebten Söhne werden geprüft: Sie fühlen sich manchmal von einigen ihrer eigenen Mitbrüder behindert, auf die Seite gestellt und verfolgt, während diejenigen, die untreu sind, viel Spielraum für ihre Aktionen haben.

 

Auch für euch, vielgeliebte Söhne, bereiten sich dieselben Stunden des Leidens vor, die mein Sohn Jesus durchlebt hat: die Stunden von Getsemani, in denen er die innere Todesangst fühlte - von den Seinen verlassen, verraten und verleugnet . . .

 

Wenn dies der Weg ist, den der Meister gegangen ist, so ist es auch der Weg, den ihr, seine treuen Schüler, jetzt gehen müßt. Und dabei wird die Reinigung und Läuterung für die ganze Kirche immer schmerzvoller werden.

 

Habt Vertrauen, vielgeliebte Söhne, Apostel meines Unbefleckten Herzens!

Keine Prüfung wird so zur vollkommenen Erneuerung der

 

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Kirche beitragen, wie die ihrer inneren Verfolgung. Aber sie wird aus diesen Leiden sicherlich reiner, demütiger, erleuchteter und stärker hervorgehen.

Ihr müßt euch bereit machen, immer mehr zu leiden, je näher der abschließende Augenblick der Reinigung und Läuterung heranrückt. Darum wollte ich euch eine sichere Zufluchtsstätte bereiten.

 

In meinem Unbefleckten Herzen werdet ihr getröstet und zur Tugend des Starkmuts herangebildet werden. So werdet ihr die Gegenwart eurer himmlischen Mutter immer näher bei euch fühlen. Sie wird alle eure Schmerzen aufnehmen, eben so wie sie die Schmerzen Jesu unter dem Kreuz aufgenommen hat. Denn sie muß auch jetzt ihre mütterliche Funktion als Miterlöserin für die Kirche erfüllen und alle ihre verirrten Kinder zum Vater zurückführen."

 

 

9. März 1979

Freitag in der Fastenzeit

EURE BEFREIUNG IST NAHE

"Vielgeliebte Söhne, betrachtet mit mir die Zeichen der Zeit, in der ihr lebt! Die Herzen der Menschen sind kalt geworden, die Welt hat sich in eine Wüste verwandelt.

 

Aber ihr müßt eurer himmlischen Mutter noch mehr vertrauen. Betrachtet mit mir die Zeit, in der ihr lebt, und ihr werdet die Zeichen meines außerordentlichen Eingreifens sehen.

 

Wenn an den Bäumen die ersten Knospen sprießen, denkt ihr daran, daß nun der Winter zu Ende und der neue Frühling nahe ist.

 

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Ich habe euch die Zeichen des strengen Winters angezeigt, in dem die Kirche gerade die Reinigung und Läuterung erlebt, die jetzt den schmerzhaftesten Höhepunkt erreicht hat. Die Braut meines Jesus ist von ihrem Widersacher, der über seinen vollkommenen Sieg zu triumphieren scheint, noch verwundet und verfinstert.

 

Er meint fest, in der Kirche gesiegt zu haben: durch die Verwirrung, die so viele ihrer Wahrheiten verdrehte, durch die Disziplinlosigkeit, die die Unordnung ausbreitete, durch die Spaltung, die ihre innere Einheit angriff, durch die Verfolgung, die heimtückisch und verborgen geworden ist und die Kirche neuerlich gekreuzigt hat.

 

Aber seht, im strengsten Winter der Kirche treiben schon die Knospen eines neuen und erneuerten Lebens. Sie sagen euch, daß die Stunde eurer Befreiung nahe ist. "

DER NEUE FRÜHLING

"Für die Kirche naht jetzt der neue Frühling meines Unbefleckten Herzens. Es wird noch die gleiche Kirche sein, jedoch wird sie durch die Reinigung und Läuterung erneuert und erleuchtet, demütiger und stärker geworden sein - ärmer und mehr dem Evangelium entsprechend, damit in ihr das herrliche Reich meines Sohnes Jesus für alle erstrahlen kann.

 

Es wird die neue Kirche des Lichtes sein, und schon von nun an sieht man auf ihren Zweigen viele neue Knospen entspringen: Es sind alle jene, die sich ihrer himmlischen Mutter anvertraut haben.

 

Auch ihr seid es, Apostel meines Unbefleckten Herzens.

 

Ihr alle seid es, meine ganz kleinen Kinder, die ihr euch mir geweiht habt, die ihr aus meinem eigenen Geist lebt.

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Ihr seid es, treue Schüler Jesu, die ihr die Welt überwinden und euch selbst verleugnen wollt - in Armut, in Demut, in der Stille, im Gebet und in der Abtötung, in der Liebe, in der Vereinigung mit Gott, während ihr von der Welt verkannt und verachtet werdet.

 

Nun ist der Augenblick gekommen, daß ihr aus eurer Verborgenheit hervortretet, um auszuziehen, Licht in die Welt zu bringen. Zeigt euch allen als meine Söhne, denn ich bin immer mit euch. Der Glaube sei das Licht, das euch in diesen Tagen der Dunkelheit erleuchtet. Euch aber verzehre nur der Eifer für die Ehre und Verherrlichung meines Sohnes Jesus.

 

Kämpft, Söhne des Lichtes, so klein eure Zahl auch noch sein mag! Viele werden euren Spuren folgen und werden sich meiner Schar anschließen, denn die Stunde meines Kampfes ist jetzt gekommen.

 

Im strengsten Winter seid ihr die Knospen, die aus meinem

 

Unbefleckten Herz sprießen und die ich auf die Zweige der Kirche lege. Damit sage ich euch, daß der schönste Frühling der Kirche nun anzubrechen beginnt.

Es wird für die Kirche wie ein neues Pfingsten sein.

Vielgeliebte Söhne, betrachtet die Zeit, die ihr durchlebt, mit meinen Augen.

 

Verharrt im Gebet, im Leiden und in der Hoffnung, denn

die Stunde eurer Befreiung ist nahe."

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25. März 1979

Hochfest der Verkündigung des Herrn

EUER INNERES GLEICHGEWICHT

"Ich bin die Mutter des fleischgewordenen Wortes.

 

Mit meinem ,Ja` habe ich dem Vater meine persönliche Mitarbeit an seinem Heilsplan angeboten.

Aus dem Schoß des Vaters hat sich das Wort in meinen mütterlichen Schoß gesenkt, damit es von mir seine menschliche Natur annehme. Ich bin die wahre Mutter Jesu geworden.

 

Das ,Ja` zum Willen des Vaters ist in meiner Seele als Frucht einer langen und stillen Vorbereitung erblüht.

Seht den Weg, den eure Mutter vollendet hat, um zu diesem unaussprechlichen Augenblick zu gelangen: Den Weg der Demut, des Vertrauens, der kindlichen Hingabe, der Stille, der vertrauten und tiefen Vereinigung mit Gott.

 

Schon von Kindheit an habe ich mich vollkommen dem Herrn angeboten, indem ich mich als Sklavin in seinen Dienst gestellt habe - in vollkommener Jungfräulichkeit, in Verborgenheit, im Gebet.

 

Meine Seele öffnete sich einem immer helleren Licht, und mein Sein bildete sich in der Loslösung von allen Geschöpfen heran, um den Herrn vollkommen lieben zu können - in der Erfüllung seines Willens und im Hinhören auf sein Wort. Ich habe danach getrachtet, immer mehr Freude daran

zu bekommen, nur allein das Wort des Vaters zu suchen, zu sammeln und zu bewahren.

 

Als der Vater beschloß, sein Wort in meinen jungfräulichen Schoß zu senken, fand er eure Mutter dazu bereit, es mit Liebe und Freude aufzunehmen, im einzigen Bestreben, vollkommen den göttlichen Willen zu erfüllen.

 

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Meine vielgeliebten Söhne, blickt im Moment der Verkündigung auf eure Mutter, als sie mit dem Herzen und mit dem Mund das ,Ja` zum Willen des Herrn wiederholte.

 

Lernt auch ihr immer ,Ja` zu dem zu sagen, was der Herr heute durch die Stimme verlangt, die euch aus dem Unbefleckten Herzen eurer himmlischen Mutter erreicht. Zweifelt nie mehr! Sucht nirgends sonstwo! Bettelt nicht um Bestätigungen und Ermutigungen!

 

Ich habe es für dieses mein Werk so eingerichtet, daß eure Stütze nur in meinem Unbefleckten Herzen ist. Ich lasse rund um euch allen Halt einstürzen und gestatte nicht, daß ihr euch auf Ermutigungen oder auf Gutheißungen nur rein menschlicher Art verlaßt.

 

Meine Söhne, ich wünsche auch von euch Kleinheit, Demut, Verborgenheit, Stille und Vertrauen."

 

KINDLICHE HINGABE

"Ihr müßt den gleichen Weg gehen, den eure himmlische Mutter gegangen ist: Den Weg der vertraulichen Vereinigung mit Gott, der Loslösung von jedem Geschöpf und des vollkommenen Dienstes am Herrn. Ich bringe euch dazu, ständig ,Ja` zu dem zu sagen, was immer Jesus von euch will. Wie wenige sind es doch, die imstande sind, ,Ja` zu Jesus zu sagen - auch unter meinen Bevorzugten! . . .

 

Geht mit mir den Weg, den ich euch zeige und auf dem ich euch führe. Laßt euch mit Fügsamkeit und kindlicher Hingabe führen. Ich bilde euch dazu heran, auf das Wort Gottes zu hören, damit es von euch aufgenommen, verstanden, geliebt, behütet und in die Praxis umgesetzt werden kann.

 

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In dieser Zeit der Reinigung und Läuterung werden viele durch andere Worte irregeleitet. Meinem Widersacher gelingt es tatsächlich, auch die Guten durch falsche übernatürliche Offenbarungen zu verführen, um überallhin Täuschung und Verwirrung zu bringen. Es wird ihm sogar gelingen, viele Wunder zu wirken, die auch die Seelen der Guten täuschen werden.

 

Ihr aber bleibt in der Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens. Hier hört ihr auf das Wort Gottes, das die Kirche hütet, darlegt und verkündet. So wie heute hatte der Papst noch niemals das Licht, euch auf der Straße der Klarheit und der Wahrheit zu führen.

 

In meinem Unbefleckten Herzen werde ich euer inneres Gleichgewicht aufrichten, meine vielgeliebten Söhne, denn heute müßt ihr immer klüger und ausgeglichener sein.

 

Dieses Gleichgewicht wird für alle das Zeichen des Wirkens der himmlischen Mutter in euch sein und es wird der Kirche die Sicherheit geben, treue und weise Söhne in euch zu haben . . ."

 

 

13. April 1979

Karfreitag

MEINEM SOHN UND MEINEN KINDERN ZUR SEITE

"Heute ist mein Platz hier: an der Seite meines leidenden Sohnes.

Der Wille des Vaters hat es gefügt, daß ich nicht bei Jesus während seiner inneren Agonie in Getsemani war, denn durch die Abwesenheit seiner Mutter sollte seine Verlassenheit noch größer werden.

 

Wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber!` Aber seelisch war ich während dieser Nacht immer an der Seite meines Sohnes.

 

Mit dem Gebet und mit dem Leiden nahm ich wahrhaft an seiner ganzen Todesangst teil, um ihm Trost und Hilfe zu geben. Dabei vereinte ich mein ,Ja` mit dem seinen, als er sagte: ,Vater, nicht mein, sondern dein Wille geschehe!` Und als ihm der Engel vom Himmel geschickt wurde, um ihn zu stärken, kam er auch bei mir vorbei, damit ich die ganze Liebe meines mütterlichen Herzens in seinen Kelch geben konnte.

 

Heute ist mein Platz hier: an der Seite meines sterbendes Sohnes.

Die Begegnung geschieht auf dem Weg nach Kalvaria, nachdem Jesus von den Seinen verraten, verleugnet und verlassen wurde. Von den Zwölfen blieb nur einer, den ich an der Hand nehme, um ihm wieder Mut zuzusprechen, um ihm Kraft zu geben, bei uns zu bleiben. Die Verurteilung wird am gegeißelten Leib Jesu sichtbar, und die Dornen verschleiern seine Augen mit Blut.

 

Hier nun begegne ich meinem Sohn: Ich bin bei ihm, um ihm sterben zu helfen. Ich fühle die Nägel, die sein Fleisch durchbohren, die Qual des Körpers, der ans Kreuz geheftet ist, und seinen keuchenden Atem. Ich höre seine Stimme, die in Worten des Gebetes und des Verzeihens erlischt, und es ist mir so, als würde ich selbst sterben.

 

Aber ich bin unter dem Kreuz mit durchbohrtem Herzen und verwundeter Seele lebendig, auf wunderbare Weise noch lebendig, und weil ich Mutter bin, muß ich meinem Sohn bei seinem Sterben helfen. Niemand wird jemals das so tiefe Geheimnis dieser Augenblicke verstehen.

 

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Heute ist mein Platz hier: an der Seite meines begrabenen Sohnes.

Nun bricht mein Schmerz wie ein übervoller Fluß hervor, der alle Dämme durchbrochen hat. Meine Tränen benetzen sein Antlitz, meine Klagen wiegen seinen Leib und mit meinen Händen schließe ich seine tiefen Wunden. Und mein Unbeflecktes Herz wird sein erstes Grab.

 

Dann als die Nacht einen Schleier auf alles legt, beginnt für die Mutter die Totenwache. Ich bin hier ganz im Glauben gesammelt, der mich nie verlassen hat, in der Hoffnung, die mich ganz erleuchtet, und im Gebet, das ein dauerndes, ein unausgesetztes wird, um gleichsam das Verfließen einer Zeit zu kennzeichnen, die für mich weder Tag noch Nacht hat.

 

Das innige Gebet der Mutter durchdringt den Himmel und wird vom Vater erhört, der, um mein schmerzvolles Warten zu verkürzen, den Augenblick der Auferstehung des Sohnes vorwegnimmt und beschleunigt.

 

Mein Platz ist hier: an der Seite meines auferstandenen Sohnes.

Da Jesus im Licht seines verherrlichten Leibes zu mir kommt, mich in seine göttlichen Arme schließt und sich neigt, die Wunden meines großen Schmerzes zu küssen, verstehe ich, daß meine Mission für ihn nun erfüllt ist.

 

Es beginnt meine mütterliche Mission für euch, für die Kirche, die aus seinem und meinem großen Schmerz geboren wurde.

Heute ist mein Platz auch noch hier: an der Seite aller meiner Kinder.

 

Bis zum Ende der Welt bin ich euch immer nahe, ihr Kinder, die ihr aus dem Tod meines einzigen Sohnes gezeugt seid.

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Vor allem bin ich in diesem Augenblick der Dunkelheit und des Leidens bei euch, in denen ihr aufgerufen seid, das zu durchleben, was Jesus während seiner erlösenden Passion durchgemacht hat.

 

Ich bin euch immer zur Seite, um euch leiden, sterben und auferstehen zu helfen, bis sich der Plan des Vaters erfüllt und auch ihr euch mit Jesus in der Herrlichkeit seines Reiches des Lebens freuen könnt."

 

 

13. Mai 1979

Jahrestag der ersten Erscheinung in Fatima

DIE MIT DER SONNE BEKLEIDETE FRAU

"Ich bin vom Himmel gekommen, um euch meinen Plan in diesem Kampf zu enthüllen. Der Kampf erfaßt alle, die sich in den Dienst von zwei einander so entgegengesetzten Anführern gestellt haben: in den Dienst der mit der Sonne bekleideten Frau oder in den Dienst des roten Drachens.

 

Ich habe euch den Weg gezeigt, den ihr gehen müßt: den des Gebetes und der Buße. Ich habe euch zur inneren Umkehr eures Lebens aufgefordert.

 

Ich habe euch auch eine Zufluchtsstätte bereitet, damit ihr darin aufgenommen, beschützt und gestärkt werdet während des gegenwärtigen Sturmes, der noch größer werden wird. Die Zufluchtsstätte ist mein Unbeflecktes Herz.

Jetzt kündige ich euch an, daß dies die Zeit der entscheidenden Schlacht ist. In diesen Jahren werde ich selbst als die mit der Sonne bekleideten Frau einschreiten, um den Triumph meines Unbefleckten Herzens zur Vollendung zu führen, den ich durch euch, meine vielgeliebten Söhne, schon begonnen habe.

 

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Es werden von euch Leiden verlangt werden, aber in meinem Unbefleckten Herzen werdet ihr berufen sein, auch die vertrautesten Freuden meiner mütterlichen Liebe zu verkosten.

Die Finsternis wird noch dichter, aber - um euch den Weg zu zeigen - wird auch der Lichtstrahl, der von meinem Herzen ausgeht, noch stärker werden. Die Sünde wird alles bedecken, aber es wird euch von mir geholfen werden: Ich werde euch mit der göttlichen Gnade bekleiden, die in euch immer mehr erstrahlen wird müssen, damit ihr allen ein Zeugnis der Heiligkeit geben könnt.

 

Hört mit Fügsamkeit und Demut auf meine Stimme. (. . .)."

 

 

Garabandal (Spanien), 14. Juni 1979

Fronleichnamsfest

JESUS IN DER EUCHARISTIE

"Meine vielgeliebten Söhne, beschreitet auch weiterhin mit Vertrauen den Weg, auf den euch eure himmlische Mutter führt. Durch euch, die ihr auf meine mütterliche Einladung geantwortet habt, vollendet sich nun gerade mein Plan.

 

Unterstützt mein Wirken, das euch innerlich umwandelt, damit ihr dadurch alle zu Priestern nach dem Eucharistischen Herzen Jesu gemacht werdet. Der Triumph meines Unbefleckten Herzens kann sich nur durch den Triumph meines Sohnes Jesus vollenden: Jesus, der wieder in den Herzen, in den Seelen und im Leben der einzelnen und der Nationen - in der ganzen Menschheit herrschen wird.

 

Aber wie Jesus im Himmel ist, so befindet er sich auf Erden in der Eucharistie wirklich gegenwärtig: mit seinem Leib,

 

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mit seinem Blut, mit seiner Seele und mit seiner Gottheit.

 

Sein herrliches Reich wird vor allem in seinem eucharistischen Triumph erstrahlen, weil die Eucharistie wieder das Herz und das Zentrum des ganzen Lebens der Kirche sein wird.

Jesus in der Eucharistie wird der Höhepunkt von allen euren Gebeten sein. Es müssen Gebete der Anbetung, des Dankes, des Lobes und der Versöhnung sein.

 

Jesus in der Eucharistie wird der Mittelpunkt jeder liturgischen Handlung sein, die wie eine Hymne an die Heiligste Dreieinigkeit erklingen wird - durch die ewig dauernde priesterliche Funktion Christi, die sich im eucharistischen Mysterium verwirklicht.

 

Jesus in der Eucharistie wird der Mittelpunkt eurer kirchlichen Zusammenkünfte sein, denn die Kirche ist sein Tempel, sein Haus, das besonders deshalb erbaut worden ist, da

mit seine göttliche Gegenwart mitten unter euch aufleuchten kann."

 

 

SO VIEL GLEICHGÜLTIGKEIT

 

"Vielgeliebte Söhne, leider hat die Finsternis heute auch den Tabernakel verdunkelt: um ihn herum ist viel Leere, viel Gleichgültigkeit, viel Vernachlässigung. Die Zweifel, die Verneinungen, die Sakrilegien vermehren sich täglich. Das Eucharistische Herz ist erneut von den Seinen verwundet, in seinem Haus, gerade dort, wo er seinen göttlichen Wohnsitz unter euch errichtet hat.

Werdet wieder die vollkommenen Anbeter, die eifrigen Diener des Eucharistischen Jesus, der sich durch euch immer noch gegenwärtig macht, sich immer noch opfert und sich den Seelen schenkt.

 

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Bringt alle zu Jesus in der Eucharistie: zur Anbetung, zur Kommunion und zu einer größeren Liebe.

 

Helft allen, sich dem Eucharistischen Jesus auf würdige Weise zu nähern, indem ihr bei den Gläubigen das Sündenbewußtsein pflegt, indem ihr sie dazu anhaltet, sich der sakramentalen Kommunion im Gnadenstand zu nähern, indem ihr sie zur häufigen Beichte erzieht, die für denjenigen zum Empfang der Eucharistie notwendig ist, der sich im Stand der Todsünde befindet.

 

Vielgeliebte Söhne, setzt der Flut der Sakrilegien einen Damm entgegen: Niemals ist man so oft zur heiligen Kommunion gegangen und in so unwürdiger Weise wie gerade in dieser Zeit.

 

Die Kirche ist durch die Verbreitung der sakrilegischen Kommunionen im Innersten verwundet!

Die Zeit ist gekommen, da eure himmlische Mutter sagt: Genug!

Ich selbst werde die große Leere, die sich rund um meinen in der Eucharistie gegenwärtigen Sohn Jesus gebildet hat, ausfüllen. Ich werde um seine göttliche Gegenwart eine Verteidigungslinie der Liebe bilden. Ich selbst will mich durch euch, vielgeliebte Söhne, wie ein Schutzwall um alle Tabernakel der Erde legen."

 

 

San Miguel (Archipel der Azoren), 23. Juni 1979

Fest des Unbefleckten Herzens Mariens

IN MEINEM UNBEFLECKTEN HERZEN

"Auch in diesem abgelegenen Archipel siehst du meine Wundertaten. Heute schließe ich euch alle von überall aus der Welt in mein Unbeflecktes Herz ein. Es ist die Zufluchtsstätte, die die himmlische Mutter für euch bereitet hat.

 

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Hier werdet ihr vor jeder Gefahr in Sicherheit sein und euren Frieden im Augenblick des Sturmes finden.

 

Hier werdet ihr von mir nach dem Plan geformt, den das Herz meines Sohnes Jesus mir anvertraut hat. So werde ich jedem von euch helfen, nur den göttlichen Willen in vollkommener Weise zu erfüllen.

 

Hier werde ich euren Herzen die Liebesfähigkeit meines Unbefleckten Herzens schenken, und so werdet ihr Gott und dem Nächsten gegenüber zur reinen Liebe herangebildet werden.

 

Hier bringe ich euch täglich zu eurem wahren Leben hervor: zum Leben der göttlichen Gnade, mit der mich mein Sohn auch im Hinblick auf meine Funktion als Mutter euch gegenüber erfüllt hat.

 

Ich nähre euch mit dieser reinsten Milch, meine vielgeliebten Söhne, und bekleide euch mit allen meinen Tugenden. Ich forme und verwandle euch innerlich, weil ich euch an meiner Schönheit teilnehmen lasse und in euch mein Ebenbild wiederherstelle.

 

So wird euer Leben täglich mehr mit meinem mütterlichen Plan übereinstimmen, und die Heiligste Dreieinigkeit kann in euch ihr Licht aufleuchten lassen und die höchste Verherrlichung empfangen.

Jetzt ist meine Zeit gekommen. Mein außergewöhnliches Eingreifen muß von allen anerkannt werden.

 

Deshalb ist es mein Wunsch, daß das Fest des Unbefleckten Herzens wieder mit jener Hingabe und liturgischen Feierlichkeit in der ganzen Kirche begangen wird, wie es vom Stellvertreter meines Sohnes in sehr stürmischen Zeiten festgesetzt worden war.

 

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Heute ist alles schlimmer geworden und geht überstürzt seinem äußerst schmerzlichen Ende entgegen.

Dann muß der Kirche klar werden, was für eine Zufluchtsstätte es ist, die ich, die Mutter, für alle vorbereitet habe: mein Unbeflecktes Herz.

 

Mit dem Heiligen Vater, diesem meinen vielgeliebten Sohn, der das Licht, das aus meinem Unbefleckten Herzen strömt, der Kirche schenkt, gebe ich euch allen Mut und segne euch."

 

 

 

Fatima, 1. - 7. Juli 1979

Internationales Zönakel von Priestern der MPB aus den fünf Kontinenten

IN DIESER COVA DA IRIA

"Ich habe euch aus allen Teilen der Welt gerufen, und ihr, vielgeliebte Söhne, habt mit Großmut auf meine mütterliche Einladung geantwortet.

Ihr seid so zahlreich in diese Cova da Iria gekommen, wo ich mich vom Himmel aus geoffenbart habe, damit ich euch eine Botschaft des Vertrauens und der Rettung für diese schweren Tage, die ihr zur Zeit durchlebt, schenken kann.

 

Mit euch sind alle meine vielgeliebten Söhne, die nunmehr in allen Teilen der Erde verstreut sind, geistig vereint.

 

Warum wollte ich euch in diesem Jahr hier haben?

 

Um euch alle an mein Unbeflecktes Herz zu drücken.

Was kann eine Mutter tun, wenn ihre Kinder eine große Gefahr bedroht? Sie in ihre Arme aufnehmen, sie in einem sicheren Ort einschließen, wo sie verteidigt werden und beschützt sind.

 

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Seht her, die Verteidigung, die ich euch schenke, den Schutz, den ihr alle braucht: Mein Unbeflecktes Herz!

 

In diesen Tagen will ich euch und alle meine vielgeliebten Söhne in der Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens einschließen. Um euren Kinderherzen dieselben Dimensionen meines Mutterherzens zu geben, damit ich euch so zu einem immer vollkommeneren Abbild eurer himmlischen Mutter umformen kann.

 

Die Zeit ist gekommen, da ihr alle ohne irgendeinen Zweifel oder Vorbehalt die Weihe an mich leben müßt, die ihr gemacht habt.

Darum will ich an die Stelle eurer kleinen Herzen, die voller Sünden sind, mein Unbeflecktes Herz setzen, um euch meine eigene Liebesfähigkeit zu schenken: Und auf diese Weise kann ich das Leben eines jeden von euch innerlich umformen.

 

Und schließlich wollte ich euch hier haben, um euch allen meinen eigenen Geist zu schenken, so daß ich wirklich in euch leben und wirken kann, denn nun ist der Augenblick gekommen, in dem ich mich der ganzen Kirche durch euch offenbaren will, weil jetzt die Zeit des Triumphes meines Unbefleckten Herzens angebrochen ist.

 

Ich bin eure himmlische Heerführerin.

Ich wollte euch hier haben, um euch in meiner, zur Schlacht geordneten Schar zu sammeln, denn dies ist die Stunde, in der ihr mit mir zum Kampf übergehen müßt.

 

Fürchtet euch nicht, Apostel meines Unbefleckten Herzens, vielgeliebte Söhne eurer himmlischen Mutter!

Geht in alle Teile der Welt, richtet euch nach den Weisungen des Stellvertreters Jesu und verbreitet das Licht, das von meinem Herzen ausströmt.

 

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Bald werdet ihr das große Geschenk, das ich in diesen Tagen jedem von euch gemacht habe, vollkommen verstehen. Und dann werdet ihr auch begreifen, warum ich euch alle dieses Jahr hier in Fatima haben wollte, in einem Zönakel, das für euch und für alle meine vielgeliebten, in aller Welt verstreuten Söhne so außergewöhnlich reich an Gnaden war."

 

 

29. Juli 1979

EURE ANTWORT

 

,,Vielgeliebte Söhne, jeden Augenblick schaue ich mit den Augen einer Mutter auf euch, weil ich von euch allen eine immer vollkommenere Antwort auf die Wünsche, die ich euch schon auf viele Arten kundgetan habe, ersehne.

 

Nur so könnt ihr für meinen großen Liebesplan bereit sein.

 

Nur so könnt ihr von mir für den Kampf, der schon begonnen hat, gebraucht werden.

Nur so könnt ihr wirklich meiner Schar, deren Königin und Führerin ich bin, angehören.

Damit sich mein Plan erfüllen kann, muß ich mich auf die Antwort jedes einzelnen von euch verlassen können.

 

Eure Antwort muß großzügig, ausdauernd und rückhaltlos sein.

Ihr müßt auf mein großes Geschenk, das ich euch gemacht habe, Antwort geben, indem ihr euch fügsam von mir nähren, formen und leiten laßt.

 

Antwortet auf meine dringende Einladung, Priester des Gebetes zu sein, indem ihr alle eure Handlungen dahingehend ausrichtet, den Seelen das Licht des göttlichen Lebens, dessen

Diener und Ausspender ihr seid, zu schenken. All euer priesterliches Gebet soll mit mir auf dem Altar meines Unbefleckten Herzens verrichtet werden.

 

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Antwortet auf meine mütterliche Einladung zu leiden. So kann ich euch meinem gekreuzigten Sohn immer ähnlicher machen, damit ihr persönlich an seinem Erlösungswerk mitwirken könnt. Sind es doch gerade eure Leiden, meine vielgeliebten Söhne, durch die ich eingreifen kann, um so vielen meiner armen Kinder, die in die Irre gegangen sind, zahlreiche Drangsale zu ersparen.

 

Antwortet auf meine Einladung, der Heiligkeit entgegenzugehen, zu der ich euch alle hinführen will. Denn nur so werdet ihr die Apostel meines Unbefleckten Herzens sein können, die berufen sind, die Erde mit dem Licht Christi zu erhellen, das in eurer Person, in eurem Leben und in eurem gesamten apostolischen Wirken erstrahlen muß.

 

Auf diese Weise, vielgeliebte Söhne, wird die ganze Kirche wieder erneuert werden können. Dann wird mein großer Liebesplan für den Triumph meines Unbefleckten Herzens durch euch in Erfüllung gehen können, und der Triumph meines Unbefleckten Herzens wird der Triumph der barmherzigen Liebe Gottes auf der Welt sein."

 

JEDER AUF SEINEM PLATZ

"Es hängt von eurer Antwort ab, ob ich in dem bereits begonnenen großen Kampf gegen Satan und seine starke Armee auf euch zählen kann.

 

Ich habe euch gesagt, daß jeder von euch seinen Platz hat, der von mir vorbereitet worden ist: einen einmaligen und unersetzbaren Platz!

Fragt mich nicht, welcher Platz der eure ist, wie ich euch gebrauche, wohin ich euch führe, denn durch meine mütterliche Liebe ist euch allen ein eigener Teil zugewiesen worden, den ihr erfüllen müßt. Und dieser Teil muß in Stille und De-

 

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mut von jedem einzelnen bis zur Vollkommenheit erfüllt werden.

Darum müßt ihr euch mir mit überaus großem Vertrauen überlassen, ihr müßt an mich glauben, ihr müßt euch von mir mit Fügsamkeit und kindlicher Hingabe führen lassen. Dabei sollt ihr euch weder von den Zweifeln noch vom Unglauben eurer Umgebung aufhalten lassen und auch nicht ,- von euren eigenen, mitunter recht lebhaften Wünschen oder von eurer Neugier, die euch drängt, das kennen zu wollen, was ihr vorläufig noch nicht wissen sollt.

 

Ich bin eure Königin und himmlische Heerführerin, ich sammle euch in meiner Schar und ich statte euch mit meiner eigenen unüberwindbaren und furchtbaren Kraft gegen meine Feinde aus.

Nun müßt ihr meinen Befehlen gehorchen.

 

Einige sind allerdings noch ungewiß und unsicher, sie halten sich damit auf, Bestätigungen und Ermutigungen zu verlangen. So ist ihre Antwort weder bereitwillig noch vollständig genug.

 

Für euch ist dies die Stunde der Sicherheit, denn die Zeit ist gekommen, sich in den Kampf zu begeben. Innerhalb kurzer Zeit wird jeder von euch die große Aufgabe, die ihm von der besonderen Liebe meines Unbefleckten Herzens zugewiesen wurde, verstehen. Vorläufig, vielgeliebte Söhne, verlange ich von jedem eine vorbehaltlose Antwort, damit sich mein großer Liebesplan verwirklichen und euer Kampf nach meinen Befehlen vor sich gehen kann."

 

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4. August 1979

Fest des hl. Pfarrers von Ars

Erster Monatssamstag

DIE FÜNF ERSTEN SAMSTAGE

 

"Vielgeliebte Söhne, mit mütterlicher Liebe schaue ich auf euch und aus allen Teilen der Welt schließe ich euch immer mehr in mein Unbeflecktes Herz ein.

Dies sind die Stunden des Kampfes und deshalb müssen jene Waffen verwendet werden, die ich euch eigens vorbereitet habe:

 

- die Weihe an mein Unbeflecktes Herz; - das häufige Beten des heiligen Rosenkranzes;

- die Übung der ersten Samstage von fünf (aufeinanderfolgenden) Monaten, um die Beleidigungen, die meinem mütterlichen Herzen zugefügt werden, zu sühnen.

 

Ich lade euch ein, euch an diesen Samstagen mit mir im Rosenkranzgebet, in der Betrachtung seiner Geheimnisse, in der Beichte, in der Teilnahme an der heiligen Messe und in der Sühnekommunion zu vereinen.

 

Meiner Tochter Schwester Lucia habe ich versprochen, daß ich einen besonderen Schutz im Augenblick des Todes und die notwendigen Gnaden zur ewigen Rettung für alle jene Kinder erlangen werde, die auf meine Forderungen hören und die Übung der fünf ersten Monatssamstage andächtig erfüllen.

 

Bringt die Seelen in diesen Augenblicken in Sicherheit, da die Gefahr, ewig verloren zu gehen, so ernst wird, indem ihr sie dem besonderen Schutz eurer himmlischen Mutter anvertraut.

Heute müssen auch meine Kinder noch mehr Sühne leisten, weil sich die Beleidigungen, die meinem Unbefleckten Her-

 

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zen angetan werden, immer mehr verbreiten. Diese erfolgen durch die Schmähungen gegen meine Unbefleckte Empfängnis, gegen meine immerwährende Jungfräulichkeit, gegen meine göttliche und universale Mutterschaft, gegen meine Bildnisse und durch die Tatsache, daß sich vor allem die Seelen der Kleinen von mir entfernen.

 

Durch euch muß dieser kindliche und liebevolle Sühnekreuzzug verbreitet und vergrößert werden.

 

Die ersten Samstage jeden Monats sollen für euch wahre Zusammenkünfte zu Sühnegebeten und zu hochherziger Antwort auf die Forderungen, die ich an euch gestellt habe, sein. Vor allem sollen die meinem Unbefleckten Herzen geweihten Ordensleute und Laien sich an diesen Tagen in Zönakeln des Lebens zusammen mit mir treffen.

 

Jetzt, da der Kampf erbitterter wird, muß ich allen eine Zeitspanne geistiger Erfrischung und Ruhe schaffen: in diesen Zönakeln werdet ihr in meine Ruhe eintreten, denn während ihr mit eurer himmlischen Mutter betet und sühnt, werdet ihr von mir getröstet und gestärkt werden.

 

So werde ich von euch größere Sühne erhalten, und ihr werdet von eurer Mutter neue Kraft und neues Licht erhalten, damit ihr auf dem schwierigen Weg dieser Zeit vorangehen könnt."

 

 

22. August 1979

Fest Maria Königin

TREU, BEREIT UND GEHORSAM

"Ich bin eure Königin.

Ich rufe euch, vielgeliebte Söhne, damit ihr alle meine Untertanen werdet - treu, bereit und gehorsam.

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Ihr seid treu, wenn ihr immer das tun wollt, was ich von euch j verlange; wenn ihr auf meine Stimme hört; wenn ihr euch von mir mit Fügsamkeit führen laßt.

 

Eure Treue muß täglich durch die perfekte Treue zu euren Standespflichten wachsen.

In dieser Hinsicht müßt ihr allen ein gutes Beispiel sein.

 

Wer mir treu ist, macht aus seinem Leben einen Spiegel, in welchem ich mein eigenes Bild erstrahlen lassen kann, und er verbreitet um sich den Duft aller meiner Tugenden.

Wer mir treu ist, geht zuversichtlich und hingebungsvoll auf den von mir gewiesenen Weg weiter, ohne dabei auf irgendein Geschöpf zu achten, ohne menschliche Anerkennung zu erwarten und ohne Unterstützung und Ermutigung zu suchen. Er tritt vielmehr immer tiefer in das Innerste meines Unbefleckten Herzens ein und läßt sich von mir auf den Kreuzweg führen, bis er auf dem Gipfel von Kalvaria angekommen ist.

 

An der Art, wie ihr zu leiden, zu schweigen und euch hinzugeben verstehen werdet, wird man den Grad eurer Treue, den ich bis zum Heroismus bringen will, messen können.

 

Ihr seid bereit, wenn ihr sofort und ohne Zögern meine Befehle ausführt.

 

In diesen Jahren habe ich euch den Weg, den ihr zurücklege müßt, beschrieben: Warum geht ihr ihn nicht mit Sicherheit und Vertrauen? Warum bleiben einige von euch noch ungewiß und unsicher stehen?

 

Meinem Widersacher gelingt es, euch mit Zweifeln aufzuhalten, und er lähmt euch mit Mißtrauen.

Ich habe euch meine Schlachtplan bereits enthüllt und habe euch dabei herangebildet und an der Hand geführt, um euch auf den große Kampf vorzubereiten, der da bevorsteht.

 

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Ihr seid bereit, wenn ihr die Waffen gebraucht, die ich euch gegeben habe: das Gebet, euer priesterliches Gebet, das häufige Beten des heiligen Rosenkranzes, das Leiden und eure priesterliche Hinopferung.

 

Nun müßt ihr für die Befehle eurer Königin bereit sein, weil es nun gilt, in die schmerzlichste und entscheidendste Periode einzutreten.

In Kürze könnte sich alles überstürzen. Ihr seid berufen, ernste Augenblicke zu erleben, indem ihr dem folgt, den Gott zum Führer meiner Schar bestellt hat, dem Stellvertreter meines Sohnes Jesus, der mit Kraft und Mut seiner vollkommenen Hinopferung entgegengeht, zu der ich ihn zur rechten Zeit herangebildet habe. Er ist bereit, sein eigenes Leben für mich und für euch hinzugeben.

 

Ihr seid gehorsam, wenn ihr allen ein Zeugnis einer vollkommenen Fügsamkeit gegenüber den Anweisungen, die die Kirche den Priestern vorschreibt, gebt.

Dies ist eure Ausrüstung, und mit dieser will ich euch alle bekleiden, um euch in der Schlacht unverwundbar zu machen: euer schweigsamer, demütiger, vollkommener Gehorsam!

 

Gehorcht dem Papst, den mit ihm verbundenen Bischöfen und den Anweisungen, die euer priesterliches Leben ordnen. Ich will euch in allem diszipliniert, auch in den kleinsten Dingen. Sagt immer und mit Bereitschaft euer ,Ja` zum Vater, der euch beruft, seinem Sohn Jesus, der sich für euch zum vollkommenen Beispiel des Gehorsams gemacht hat bis zum Tod am Kreuz -, nachzufolgen.

 

Wenn ihr alle treu, bereit und gehorsam werdet, werde ich wahrlich in jedem von euch regieren können. Durch euch werde ich auch in der ganzen Welt regieren können, indem

 

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ich den Weg, auf dem Christus, der König, gerade im Kommen ist, vorbereite, damit er unter euch sein herrliches Reich der Liebe errichten kann."

 

 

Altötting, 8. September 1979

Mariä Geburt

KUMMERVOLLER APPELL

"Ich wollte, daß du heute im ehrwürdigsten Heiligtum dieser großen Nation, die so sehr den Gefahren ausgesetzt ist, bist, um das Fest der Geburt deiner himmlischen Mutter zu feiern.

 

In dir segne ich alle meine vielgeliebten Söhne, die in der ganzen Welt verstreut sind. Ich habe dich überall hingeführt, um alle Priester, die so sehr Gefahr laufen verloren zu gehen, wenn sie von dem nun ausgebrochenen Sturm mitgerissen werden, in der Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens zu sammeln.

 

Wie viele von den vielgeliebten Söhnen sind dabei, mir mit immer größerer Hochherzigkeit zu antworten: und sie weihen sich meinem Unbefleckten Herzen.

Beeilt euch und vertraut euch alle mir an! Folgt dem Beispiel und der dringenden Aufforderung, die der Stellvertreter meines Sohnes Jesus an euch gerichtet hat. Er kennt jede Einzelheit und er fühlt, daß nun das leidvolle Ereignis, das ich euch seit Jahren vorausverkündet habe, nahe ist.

 

Ja, es fehlt nur noch wenig, bis die Zeit, die der Vater festgesetzt hat, erfüllt ist, und dann wird sich die Schlacht zwischen mir und meinem Widersacher schrecklich entfesseln und in seine Abschlußphase eintreten.

 

Viele von euch habe ich für die höchste Prüfung vorbereitet;

 

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in meinen Armen werdet ihr wie kleine Lämmlein geopfert werden, damit zusammen mit dem Blut Jesu auch das eure dazu diene, die Kirche zu reinigen und die Welt zu erneuern.

 

Andere werden Verfolgungen und Leiden durchzustehen haben, wie ihr es euch jetzt nicht vorstellen könnt. Aber habt Vertrauen, denn ich werde auf außergewöhnliche Weise neben jedem von euch sein, um ihm zu helfen, meinen Plan bis zum letzten zu erfüllen.

 

Ich habe Eile und rufe euch nun gleichsam durch einen letzten und kummervollen Appell auf.

 

Antwortet alle und vertraut euch mir an. Seid klein, gefügig, demütig, arm.

Seid die schönsten Blumen rund um die Wiege eurer Mutter als kleines Kind, das euch zulächelt und euch alle segnet."

 

Nijmwegen (Holland, 29. September 1979

Fest der heiligen Erzengel

DIE ENGEL DES HERRN

 

.,Eben hast du das Zönakel mit diesen so lieben Söhnen beendet, die wegen der Situation der Zerrissenheit und Unordnung, in der sich meine Kirche hier befindet, leiden.

 

Vereinige deinen Schmerz mit meinem und sei der Ausdruck meines mütterlichen Wohlwollens, mit dem ich sie anschaue, aufnehme, tröste und leite.

Achte nicht darauf, daß es wenige sind und meist Gebrechliche oder Kränkliche. Sie sind aber so treu und großmütig, daß sie den unermeßlichen Schmerz meines Unbefleckten Herzens mildern.

 

Für mich sind sie die kostbarsten Schätze. Und wie zahlreich sind durch sie auch die Kinder hier, die auf meine Einladung

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Antwort geben, in die Zufluchtsstätte meines Herzens eintreten und die von mir heute zur heroischen Treue zu Jesus und zu seiner Kirche herangebildet werden.

 

So antworte ich der Herausforderung und bilde mir meine Schar gerade an demselben Ort heran, wo mein Widersacher sein Werk der hinterlistigen Zerstörung der Kirche begonnen hat.

 

Es ist die Schar der Kleinen, der Armen, der Demütigen, die ich in meinem Unbefleckten Herzen sammle, um ihnen meinen Geist der Weisheit zu schenken, damit der Hochmut derer, die sich durch falsche Wissenschaft, durch Größenwahn und durch eitle Ruhmsucht verführen ließen, besiegt werden kann.

 

Noch heute empfängt der Herr durch dieses mein Werk vollkommenes Lob aus dem Mund der Kinder und Säuglinge.

Mit euch sind auch die Engel des Herrn; ich bin ihre Königin und sie sind für meine Befehle bereit, weil die Heiligste Dreieinigkeit das Werk der Erneuerung von Kirche und Welt meinem Unbefleckten Herzen anvertraut hat.

 

St. Michael steht an der Spitze meiner Schar im Himmel und auf Erden, die nun zum Kampf bereit ist. St. Gabriel ist neben euch, um euch allen die unbesiegbare Kraft Gottes zu schenken. Und St. Rafael heilt eure zahlreichen Wunden, die ihr euch oft durch das heftige Ringen, in das ihr verwickelt seid, zufügt.

 

Fühlt immer die Engel Gottes neben euch und erbittet von ihnen oft Hilfe und Schutz. Sie haben große Kraft, euch zu verteidigen und euch allen Fallen, die euch Satan - mein und euer Widersacher - stellt, zu entreißen.

 

Nun wird sich ihr Schutz noch intensivieren, und dieser

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wird in besonderer Weise von euch wahrgenommen werden, denn die Zeit der großen Prüfung ist gekommen, und ihr seid im Begriff, in eine außerordentlich kummervolle Periode einzutreten.

 

Diesen Kummer hat es bis jetzt hier noch nicht gegeben.

Auf meinen Befehl hin fühlt ihr neben euch die Engel des Herrn. Sie werden eure Verteidigung und Führung bilden, damit jeder das erfüllen kann, was ich für den Triumph meines Unbefleckten Herzens festgesetzt habe."

 

 

Lourdes, 7. Oktober 1979

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz

EUER ROSENKRANZ

 

„Auch hierher habe ich dich geführt, um so viele Priester, Ordensleute und Laien in Zönakeln des Gebetes und des Lebens mit mir zu versammeln.

In diesen Zönakeln bin ich wirklich gegenwärtig und ich verbinde mich mit eurem Gebet.

Mit ihm verleiht ihr eurer himmlischen Mutter eine mächtige Kraft einzugreifen, so viele meiner armen, verlorengegangenen Kinder zu retten und die schmerzlichen Geschehnisse eurer Zeit nach dem mütterlichen Plan meines Unbefleckten Herzens zu ordnen.

 

Der gesamte Rosenkranz, den ihr im Zönakel betet und so dem dringenden Aufruf eurer Mutter Folge leistet, ist wie eine unermeßliche Kette der Liebe und der Rettung, mit der ihr Personen und Umstände einhüllen und sogar alle Ereignisse eurer Zeit beeinflussen könnt.

 

Fahrt fort, ihn zu beten, vervielfacht die Gebetszönakel und antwortet so auf die Einladung, die mein erster vielgeliebter Sohn, der Stellvertreter Jesu, mit so viel Intensität an euch gerichtet hat.

 

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Nun kann ich die Kraft einsetzen, die mir aus eurem Gebet zukommt, und ich will als Mutter eingreifen, um so die Zeit der Prüfung abzukürzen und euch die Leiden, die auf euch warten, zu erleichtern.

 

Alles kann noch geändert werden, wenn ihr, meine kleinen Kinder, auf meine Stimme hört und euch durch euer Gebet mit der ständigen Fürsprache eurer himmlischen Mutter verbindet.

 

Deshalb wiederhole ich euch hier, wo ich als Unbefleckte erschienen bin, daß ihr mit noch mehr Großmut und Beharrlichkeit weiterhin den heiligen Rosenkranz beten sollt.

Der Rosenkranz ist das Gebet, für das ich sogar vom Himmel gekommen bin, um es von euch zu erbitten.

 

Mit ihm gelingt es euch, die Fallen meines Widersachers zu entlarven; ihr entzieht euch seinen vielen Täuschungen und ihr verteidigt euch gegen die vielen Gefahren, die er euch bereitet. Der Rosenkranz bewahrt euch vor dem Bösen und er bringt euch immer näher zu mir, so daß ich wirklich eure Führerin und euer Schutz sein kann.

 

Wie es bereits bei anderen entscheidenden Ereignissen vorgekommen ist, so wird die Kirche auch heute durch ihre siegreiche Mutter verteidigt und gerettet werden. Und dies durch die Kraft, die ich von euch, ihr meine ganz kleinen Kinder, durch euer häufiges Beten des heiligen Rosenkranzes bekomme.

 

Mut vielgeliebte Söhne! Betet, vertraut und tretet in die Zufluchtsstätte meines Unbefleckten Herzens ein, damit ihr zu meiner siegreichen Schar gehört.

 

Dies ist meine Stunde, und bald wird die ganze Kirche durch jene, die ihr als Königin aller Siege anruft, zu neuem Glanz gebracht werden."

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21. November 1979

Darstellung Mariens im Tempel

IM TEMPEL MEINES HERZENS

"Vielgeliebte Söhne, betrachtet eure himmlische Mutter in dem Augenblick, da sie zum Tempel geführt wird, um sich dem vollkommenen Dienst am Herrn zu weihen.

Obwohl ich seit meiner Empfängnis bereits für die hohe, mir anvertraute Mission vorbereitet worden war, wurde auch für mich ein Zeitabschnitt des Schweigens und des intensiveren Gebets notwendig.

 

 

Im Tempel öffnete sich meine Seele dem Licht des Geistes,

der mich zur Liebe und zum Verständnis seines Wortes führte. So wurde ich innerlich zur Teilnahme an den tiefsten Geheimnissen gebracht, und mir erschien der wahre Sinn der Heiligen Schrift immer klarer.

 

Im Tempel wurde mein Leib in einem Akt des dauernden Ganzopfers dem Dienst des Herrn dargeboten. Dieser Dienst wurde von mir im Gebet und in der Freude ausgeführt, die demütigen Obliegenheiten, die mir anvertraut worden waren, mit Vollkommenheit erfüllen zu können.

 

Im Tempel öffnete sich mein Herz in einem Akt der reinen und unaufhörlichen Liebe zum Herrn. Gleichzeitig löste ich mich von der Welt und den Geschöpfen und dadurch wurde

ich fähig, jeden Tag mehr das vollkommene ,Ja` zu seinem göttlichen Willen zu sagen."

 

INTENSIVE INNERE SAMMLUNG

 

"Ihr Priester, die ich euch besonders liebe, tretet auch ihr heute in den Tempel meines Unbefleckten Herzens ein!

 

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Nun, da meine Zeit gekommen ist, ist auch für euch ein Zeitabschnitt notwendig, in dem ihr euch noch intensiver innerlich sammeln und eifrig beten müßt, damit ihr zur Erfüllung eurer wichtigen Mission vorbereitet werdet.

 

Im Tempel meines Herzens wird eure Seele mit der göttlichen Weisheit erfüllt werden. Ich schenke sie euch nun besonders reichlich, damit ihr in diesen Tagen der Finsternis immer mehr Licht sein und Licht ausstrahlen könnt. So werdet ihr so vielen meiner armen verirrten Kinder helfen, in meine mütterlichen Arme zurückzukehren.

 

Im Tempel meines Herzens wird euer Leib durch das Feuer unzähliger Prüfungen derart gereinigt werden, daß er in allem dem Leib meines Sohnes und eures Bruders Jesus angeglichen werden kann.

 

Jesus will in euch erneut leben, damit er heute den großen Plan seiner barmherzigen Liebe verwirklichen und das Kommen seines Reiches der Herrlichkeit vorbereiten kann.

 

Deshalb gleicht er euren sterblichen Leib seinem verherrlichten Leib so an, daß ihr in ihm immer mehr an seiner Herrlichkeit teilhaben könnt und er in euch eure Leiden für eure menschliche Schwäche teilen kann.

 

Und: Durch euch handelt, arbeitet, liebt, leidet und opfert sich Jesus erneut für die Rettung aller auf.

 

Im Tempel meines Unbefleckten Herzens wird auch euer Herz gereinigt werden, damit es von mir zu einem reinen und dauernden Akt der Liebe zum Herrn herangebildet werden kann. Ich führe euch auf den Weg der vollkommenen Liebe, damit auch ihr eurer Mutter in ihrem ,Ja`, das sie zum göttlichen Willen gesprochen hat, nachfolgen könnt.

 

Darum müßt ihr in den Tempel meines Herzens eintreten. Ihr braucht die Stille und das Gebet, die Loslösung und den

 

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Verzicht. So wird euch der Plan, den Gott mit euch hat, enthüllt werden, und ihr werdet frei und bereit sein, ihn bis zum letzten zu erfüllen.

 

Nur so wird die große Mission, die ich euch anvertraut habe, von euch durchgeführt werden können.

 

Mut, meine ganz kleinen Kinder! Nun ist meine Zeit gekommen. Deshalb will ich euch heute alle im Tempel meines Herzens der Heiligsten Dreieinigkeit in einem Akt höchster Sühne und mütterlicher Fürsprache aufopfern."

 

 

28. November 1979

DIE WÜSTE WIRD BLÜHEN

 

"Du befindest dich am Vorabend deiner Abreise nach Afrika, diesem großen Kontinent, dem ich mit ganz besonderer Liebe zugetan bin, weil dort viele meiner Söhne in schwerer Not leben und meiner Zärtlichkeit als Mutter so dringend bedürfen.

 

Geh und schenk allen das Licht, das aus meinem Unbefleckten Herzen kommt. Voran - zusammen mit mir im Gebet, in der Liebe, im Vertrauen!

 

Täglich läßt eure Mutter aus dem Herzen des Sohnes Ströme der Gnade und Barmherzigkeit hervorquellen, die die Erde tränken und die Seelen reinigen.

 

Vielgeliebte Söhne, ihr seid von mir berufen, heute die Ausführenden dieses göttlichen Wunders zu sein.

 

Ich will durch euch handeln.

 

Ich will mich durch euch der Welt offenbaren. Durch euch will ich den Seelen mein Licht schenken.

 

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Darum habe ich euch von überall her berufen, euch meinem Unbefleckten Herzen zu weihen: um euch die Gnade zu gewähren, ganz selbstverständlich und dauernd in mir zu leben. Und so kann ich euer kleines Herz mit meiner eigenen Liebesfülle vollgießen.

 

Liebt alle eure Brüder mit meinem Herzen, besonders jene, die derzeit in die Irre gegangen sind und sich in so großer Gefahr befinden, auf ewig verloren zu gehen.

 

Liebt vor allem diejenigen, die am weitesten entfernt sind, die Sünder, die Atheisten, jene, die von allen abgelehnt werden; liebt auch die Verfolger und die Scharfrichter. Sagt mit eurer Liebe: ,Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.`

 

Für den, der haßt, für den, der mordet, für den, der Gewalt anwendet, für den, der das Böse tut, für den, der flucht, für den, der Anstoß erregt, liebt immer und sagt: ,Vater, vergib!`

 

Wie viele von diesen euren Brüdern, die von der unwiderstehlichen Kraft eurer Liebe auf den Weg der Rettung hingezogen wurden, werdet ihr eines Tages im Paradies finden.

 

Darum habe ich euch zum Gebet aufgerufen.

 

Euer priesterliches Gebet, das ihr mit mir verrichtet und mit euren Leiden vereint, hat eine unschätzbare Kraft. Es vermag tatsächlich eine lange Kettenreaktion des Guten hervorzurufen, dessen segensreiche Wirkungen sich überall in den Seelen ausbreiten und vervielfachen.

 

Mit eurem Gebet könnt ihr immer wieder das Gleichgewicht herstellen und die Waage der Gerechtigkeit Gottes auffüllen.

 

Euer kostbares Gebetsleben: das Stundengebet, die Betrachtung, der heilige Rosenkranz, vor allem jedoch die gelebte

 

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Feier der heiligen Messe, die wirklich das Kreuzesopfer erneuert.

 

O, welches Gewicht hat die heilige Messe, um das Böse aufzuwiegen und zu vernichten! Das Böse, das sich täglich wegen der so zahlreichen Sünden und der so weit verbreiteten Zurückweisung Gottes ereignet.

 

Darum habe ich euch zum Vertrauen aufgerufen.

 

Nun, da die Finsternis alles bedeckt und die Kräfte des Bösen sich mit schreckenerregender Wut entfesseln, müßt ihr vor allem im Vertrauen wachsen.

 

Gott allein war immer der Sieger und er ist es immer noch in jeder Lage. Gott siegt vor allem dann, wenn er zu unterliegen scheint.

 

Darum müßt ihr es heute so machen wie eure himmlische Mutter: in Gott frohlocken und seine unendliche Barmherzigkeit besingen!

 

Ihr müßt glauben, daß das Licht immer wieder erstrahlen wird, auch in den Augenblicken, da die Finsternis noch dichter werden wird. Das Licht ist Christus. Und es muß durch euch verbreitet werden, durch euch, seine treuen Jünger, die ihr in meinem in meinem mütterlichen Herzen vorbereitet und geformt worden seid.

 

Ein großes Wunder ist im Begriff, sich in dieser Zeit zu erfüllen - auch wenn es sich vorläufig in der Stille und als Geheimnis vollzieht.

 

Im Kampf zwischen dem roten Drachen und der mit der Sonne bekleideten Frau - im Kampf, an dem Himmel und Erde, die himmlischen Kräfte und jene der Hölle teilnehmen, unternimmt eure Mutter und Königin täglich einen wichtigen Schritt, um ihren siegreichen Plan zu verwirklichen.

 

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Deshalb sage ich euch: In Kürze wird die Wüste blühen und die ganze Schöpfung wird wieder zu jenem herrlichen Garten werden, der für den Menschen erschaffen wurde, um die höchste Verherrlichung Gottes in vollkommener Weise erstrahlen zu lassen."

 

 

Nairobi (Kenia), 3. Dezember 1979

Fest des heiligen Franz Xaver

SCHAU AUF DAS HERZ

 

"Auch auf diesem großen Kontinent, zu dem ich dich das erste Mal hinführe, siehst du überall

Wunder meines Unbefleckten Herzens.

 

Schau auf das Herz aller dieser meiner Söhne: sie sind so arm, so einfach und lieben und ehren mich so sehr.

 

Wie alle Ärmsten der Armen werden sie im allgemeinen am wenigsten verteidigt und sind am meisten der Gefahr ausgesetzt, von den anderen ausgenützt zu werden. Deshalb macht sich das Werk meines Widersachers besonders hier breit, das sich - wie sonst nirgendwo - auf diesem Kontinent so gewalttätig und gefährlich entfesselt hat.

 

Heute will ich durch dich diesen meinen Söhnen die sichere Zufluchtsstätte und den mütterlichen Schutz meines Unbefleckten Herzens anbieten.

 

Auch hier bemerkst du, daß sich meine Bewegung überall spontan ausgebreitet hat. Es ist wieder eine Bestätigung, daß die Bewegung nur mein Werk ist, und ich im Stillen und im Verborgenen handle. Ich pflege jene als meine bevorzugten Werkzeuge auszusuchen, von denen niemand etwas ahnt, und die zu schweigen, zu beten, zu leiden und zu lieben wissen.

 

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"Heute breite ich meinen unbefleckten Mantel über die ganze Erde aus und schaue mit der Zartheit einer Mutter auf euch alle. Heute finde ich dich hier in dieser kleinen Nation eines so großen Kontinents. Wie viel Armut, wie viel Einfachheit, wie viel Güte hast du doch überall angetroffen.

 

So kann ich auch hier die Wunder der Liebe meines Unbefleckten Herzens erfüllen - inmitten meiner so leidenden und bedürftigen, so einfachen und so guten Söhne, die gerade deshalb besonders von mir geliebt werden.

 

Hast du gesehen, wie viele meiner vielgeliebten Söhne in so großer Armut, Einsamkeit und Verständnislosigkeit leben? Und wie sie fähig sind, in allem die leidvolle Existenz so vieler ihrer afrikanischen Brüder zu teilen?

 

Liebe sie - liebe jeden einzelnen dieser meiner vielgeliebten Söhne! Sei du für sie der Ausdruck meiner mütterlichen Zärtlichkeit.

 

Schau auf das Herz aller dieser Menschen und du wirst dort das Siegel der Liebe deiner himmlischen Mutter eingeprägt finden.

 

Schau auf das Herz der himmlischen Mutter und du wirst dort immer mehr Söhne von jedem Kontinent versammelt finden. Für den nahen Triumph meines Unbefleckten Herzens ist nun die ganze Welt in meine barmherzigen Hände eingeschlossen."

 

 

Douala (Kamerun), 8. Dezember 1979

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

MUTTER ALLER

 

„Ich habe dich alle diese deine Brüder mit dem Herzschlag Jesu und mit dem Schlag meines mütterlichen Herzens lieben lassen.

 

Du bist auch vielen von meinen vielgeliebten Söhnen und Töchtern begegnet, die ihr ganzes Leben unter Opfer und Verzicht verbracht haben, um die Verkündigung des Evangeliums in dieses Land zu bringen.

 

Und wie viele sind durch diese dazu gelangt, der Kirche - dem einzigen Schafstall unter einem einzigen Hirten - anzugehören. Schau doch, welch ein unermeßlicher Frühling sich vorbereitet.

 

Viele von ihnen jedoch befinden sich noch im Irrtum des Heidentums oder gehören anderen Religionen an, die nicht die wahre Religion darstellen - nämlich jene, die euch Jesus, das ewige Wort des Vaters, zu dem er euch alle in seinem Geist der Liebe führen will, geoffenbart hat.

 

Auch diese Menschen haben es nötig, daß sie die himmlische Mutter zusammen mit Jesus zur Fülle der Wahrheit führt. Doch ich schließe sie schon heute alle in mein Unbeflecktes Herz ein.

 

Ich bin die Mutter aller.

 

Mutter bin ich vor allem für jene, die am weitesten entfernt sind, für diejenigen, die noch in der Finsternis wandeln. Ganz besonders bin ich die Mutter der Ärmsten, der Einfachsten, all derer, die am meisten ausgestoßen und ausgeliefert sind.

 

Und heute, am Fest meiner Unbefleckten Empfängnis, wollte ich, daß du hier bist - im Gebet, in der Sammlung, im Leiden -, um überall Zönakel mit mir zu halten, damit du der Ausdruck meiner mütterlichen Liebe und meiner besonderen Zuneigung zu allen diesen meinen Söhnen bist.

 

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So erfüllt sich auch hier täglich der Triumph meines Unbefleckten Herzens, das Reich Jesu breitet sich immer mehr in den Herzen, in den Seelen aus und bringt das Zeichen des Friedens, der Liebe und der Freude.

 

Mit dem Papst, meinem ersten vielgeliebten Sohn, segne ich heute alle meine Söhne, besonders jene, die auf diesem großen Kontinent, in Afrika, leben."

 

 

24. Dezember 1979

Heilige Nacht

WIE VIEL LICHT

 

"Es ist Heilige Nacht. Vielgeliebte Söhne, kommt her zu mir, um mein göttliches Kind aufzunehmen.

 

Ringsum ist tiefe Nacht.

 

Dennoch entzündet sich in der Grotte ein immer stärkeres Licht. Jetzt durchscheint es den ganzen Himmel, während die Mutter im großen Gebet vertieft ist.

 

Wie viel Licht steigt aus dem Schoß des Vaters in den jungfräulichen Schoß der Mutter herab, die sich seinem Geschenk für DAS LEBEN öffnet.

 

Und während alles in dieses göttliche Licht getaucht ist, betrachte ich zuerst seinen Leib: seine Augen, seine Wangen, seine Lippen, sein Antlitz, seine Arme, seine Hände. Ich fühle sein kleines Herz, das kaum zu pulsieren begonnen hat. Jeder Schlag ist ein Geschenk der Liebe, die nun nie mehr erlischt.

 

Ringsherum ist so viel Eis: die Strenge der Kälte und des Eises derer, die uns die Tür verschlossen haben.

 

Hier in der Grotte aber ist es lieblich und angenehm warm.

 

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Es ist der Schutz, den uns dieser ärmliche Ort bietet, es ist der Farbton der kleinen Dinge und es ist die Hilfe, die uns ein wenig Heu schenkt, eine Krippe, die sich als Wiege hergibt . . .

 

Kein Ort ist jetzt so warm wie diese kalte Grotte. Und die Mutter beugt sich selig über das Kind, das euch vom Vater geschenkt wurde, sie neigt sich über ihre endlich aufgesprossene Blume, über ihren nun immer geöffneten Himmel, über ihren Gott, der seit langer Zeit erwartet worden ist.

 

Und meine Tränen vereinen sich mit den Küssen und verzückt betrachte ich im Sohn meinen Gott,

der in dieser Heiligen Nacht von mir geboren wurde.

 

Noch ist viel Nacht auf dieser Welt. Es ist so viel Eis, das die Herzen und die Seelen gefrieren läßt.

 

Nun aber hat das Licht die Finsternis überwunden, und die Liebe hat für immer jeden Haß besiegt.

 

Meine vielgeliebten Söhne, wacht in dieser Heiligen Nacht im Gebet. Seid in meinem Unbefleckten Herzen bereit.

 

Nun ist seine herrliche Wiederkehr nahe. Und ein neues Licht und ein großes Feuer wird diese Welt erneuern."

 

 

31. Dezember 1979

EURE LETZTE STUNDE

 

"Vielgeliebte Söhne, wacht mit mir im Gebet und im Vertrauen.

 

Es geht ein Jahr zu Ende, das für jeden von euch außerordentlich reich an Gnaden und an Geschenken von eurer himmlischen Mutter war.

 

Ich habe täglich Ströme des Lichtes und der Liebe aus meinem Unbefleckten Herzen über euch ausgegossen. So habe

 

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ich euch ernährt, gekleidet, vorbereitet und stark gemacht. Durch mein mütterliches und stilles Wirken seid ihr in eurem Leben der Weihe gewachsen und habt eure Mutter immer besser nachgeahmt. Ihr seid kleiner, demütiger, fügsamer, vertrauensvoller und stärker geworden.

 

Mit mütterlicher Zärtlichkeit schaue ich auf jeden einzelnen, auf euch, meine Söhne, die ihr von mir erwählt und im Garten meines Unbefleckten Herzens herangebildet worden

seid, damit ihr zur Verherrlichung der Heiligsten Dreieinigkeit aufgeopfert werden könnt.

In diesem Jahr habe ich viele von euch abberufen, um sie hier herauf ins Paradies zu bringen, damit sie die große Krone der Herrlichkeit von Jesus und mir bilden.

 

Ihr aber bleibt noch auf dieser Erde und bereitet euch darauf vor, das auszuführen, was bereits für jeden nach meinem Liebesplan vorgesehen ist.

 

Nun seid ihr in eurer letzten Stunde: die Stunde der großen Schlacht, die Stunde der großen Hinopferung, die Stunde des großen Sieges.

 

Aber es ist bereits alles von mir für euch vorbereitet worden. Auch die Zeit wird entsprechend dem Schlag meines Herzens gemessen, das keine Zeit mehr kennt. Hier ist schon alles von dem erfüllt, was in der Zeit noch geschehen muß.

 

Hier siehst du euch alle am Ende des Weges, den ihr noch zurücklegen müßt, um für die Verherrlichung Gottes zu leben und euch für sie hinzuopfern. Hier betrachte ich euch bereits in der Herrlichkeit, die euch am Ende eures schmerzhaften Leidens erwartet.

 

Auch ihr sollt euch im Licht meines Unbefleckten Herzens wissen und heiter und zufrieden leben.

Seid in der Freude, weil eure Namen bereits im Himmel eingeschrieben sind. (. . .)."

 

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