DonGobbi Einsprechungen

 

1977

In allen Teilen der Welt

 

 

1. Januar 1977 Hochfest der Gottesmutter Maria

Erster Monatssamstag des Jahres

Handelt IN MEINEM LICHT!

 

Beginnt das neue Jahr mit mir, meine vielgeliebten Söhne! heute lenkt die Kirche eure Augen auf meine Würde als Gottesmutter

Wie mein Sohn ,Jesus sich mir ganz anvertraut hat, um bei seiner Mutter Hilfe und Schutz zu finden, so laßt auch ihr euch mit sicherer Hand von eurer himmlischen Mutter führen.

Was wird dieses Jahr bringen? Welche Ereignisse erwarten

 

Meine vielgeliebten Sehne, was euch erwartet, darf euch nicht verwirren, wenn ihr euch daran gewöhnt jeden Augenblick in meinem Unbefleckten Herzen zu leben.

 

Die Menschheit entfernt sich Tag für Tag mehr von Gott. In immer größerer Zahl mißachten die Menschen auch weiter seine Gebote. wird mit den; neuen Jahr die Finsternis noch dichter wer- Immer schwerere Katastrophen und Leiden werden auf euch zukommen.

 

Auch in der Kirche wird die Krise noch größer werden, weil mein eindringlichster Aufruf zu Gebet, Umkehr und Buße immer weniger befolgt wird. Leider werden auch viele Priester unter denen sein, die auf meine Stimme nicht hören.

 

So werden die Hirten weniger Licht empfangen und die Herde wird sich auf den Straßen der Unsicherheit, der Spaltung des Irrtums und des Abfalls verlieren.

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Kehrt um, ihr Hirten der Kirche! Seid wieder so, wie mein Sohn Jesus euch haben will!

 

Werdet wieder eifrig! Seid auf das Heil der Seelen bedacht! Seid wiederum die strengen Wächter der Wahrheit des Evangeliums!

Kehrt um und folgt Jesus auf Kalvaria! Laßt euch nicht von der Welt verführen und ablenken! Paßt euch nicht der Welt

 

DAS GUTE, DAS TRIUMPHIERT

"Meine vielgeliebten Söhne, je mehr die Finsternis über Welt und Kirche hereinbricht, um so heller leuchtet das Licht, das von meinem Herzen ausgeht und euch den Weg zeigt.

 

Wandelt in diesem Licht! Dann wird es immer heller in euch.

In denen, die mir folgen, feiert mein Unbeflecktes Herz schon heute seinen Triumph.

Der Triumph des Herzens der Mutter vollzieht sich in der Seele und im Leben ihrer treuen Söhne.

 

In ihnen triumphiert das Gute, während sich zu gleicher Zeit überall das Böse ausbreitet. In ihnen triumphieren Gnade und Gottesliebe, während die Sünde alles zu erfassen sucht. Sie werden für die Wahrheit Zeugnis geben, wenn es dem Irrtum immer mehr gelingt, die Geister zu verführen.

 

Sie werden die von Spaltungen zerrissene Kirche lieben und für ihre Einheit leben. Wenn der Stellvertreter meines Sohnes immer mehr allein und im Stich gelassen wird, werden sie sich mit um so größerer Liebe um ihn scharen. Sie werden sein Trost und Schutz sein.

 

Ja, zur gleichen Zeit, da mein Feind heute überall trium

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phiert, wird auch mein Unbeflecktes Herz im Leben meiner geliebten Söhne seinen Triumph feiern.

Darum fürchtet euch nicht, wenn ein Jahr beginnt, das noch schwerer und schmerzvoller sein wird. Je dunkler alles um euch wird, desto heller wird das Licht meiner Gegenwart in euch brennen.

 

So lade ich euch ein, vertrauensvoll und furchtlos das neue Jahr mit mir zu beginnen. Mein Sohn Jesus wird immer bei euch sein und mit ihm auch seine und eure Mutter."

 

13. Januar 1977

ICH WERDE DICH LIEBEN LEHREN

"Mein liebster Sohn, ich liebe dich. Ich liebe dich sehr! Du hörst diese Worte gerne. Mein Mutterherz freut sich, dir dies immer mehr zu sagen.

 

Es soll allein die Liebe sein, die dich jeden Augenblick und bei allen deinen Handlungen leitet.

Die Liebe zum Vater, zum Sohn und zum Heiligen Geist, die Liebe zur Heiligsten Dreieinigkeit, die in deiner Seele wohnt und dein Herz zu einer noch größeren Liebe auch zu deiner himmlischen Mutter drängt.

 

Mein Unbeflecktes Herz ist der Ort, wo deine Mutter dich zu einer immer größeren und reineren Gottesliebe führen wird.

Kein Geschöpf hat je den Herrn so zu lieben vermocht wie deine himmlische Mutter.

 

Der Geist des Vaters und des Sohnes erweckt in dir ein großes Verlangen nach vollkommener Liebe. So wird deine Seele von selbst dahingeführt, das Herz der Mutter zu suchen.

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Ich werde dich lehren, Gott und deinen Nächsten immer mehr zu lieben. Ich werde deinem Herzen meine eigene Liebesfähigkeit schenken. Ich werde dir helfen, jedes andere Streben aufzugeben und dich zu einem einfachen, dauernden und reinen Liebesakt zu führen.

 

So wirst du deine Berufung verwirklichen. (. . .).

Meine einzige Freude ist es, dich zur Liebe zu führen, damit mein Herz in deinem Herzen die Heiligste Dreieinigkeit lieben kann."

 

 

Rom, 15. Januar 1977

DU WIRST GANZ ERNEUERT

"Meine geliebten Söhne, meine Kirche ist heute mehr denn je zur Zielscheibe der heftigsten Angriffe seitens meines Widersachers geworden.

 

Der Stellvertreter meines Sohnes Jesus hat diesen Moment des Entscheidungskampfes vorausgeahnt. Er hat mich feierlich zur Mutter der Kirche erklärt.

So wie ich die wahre Mutter Jesu bin, bin ich auch die wahre Mutter der Kirche, die sein mystischer Leib ist. Als Mutter blicke ich heute mit immer größerer Sorge und mit immer tieferem Schmerz auf diese meine Tochter.

 

Mein Herz wird aufs neue von einem Schwert durchbohrt, wenn ich sehe, wie die Kirche von meinem Feind immer mehr verwundet wird.

 

Satan hat sich wahrhaftig in ihr Inneres eingeschlichen. Jeden Tag erntet er seine Opfer, selbst unter den Hirten. Es ist ihm gelungen, das Licht durch die Finsternis des Irrtums zu verdunkeln, der alles zu erfassen sucht.

 

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Der Stellvertreter meines Sohnes ist oft wie isoliert von seinen Söhnen, die er doch führen soll. Das Kreuz seiner Leiden wird von Tag zu Tag schwerer.

In seiner Umgebung befinden sich mitunter Menschen, die nicht aus Liebe zu ihm handeln, sondern eher aus Stolz und Herrschsucht.

 

Satan will die Hierarchie auch in ihrer gegenseitigen Liebe und Verbundenheit treffen.

 

Wie viele Hirten lieben einander nicht und bieten sich gegenseitig keine Hilfe.

Viele kritisieren und behindern sich untereinander, suchen rasch Karriere zu machen, wobei sie oft die natürlichsten Forderungen der Gerechtigkeit mit Füßen treten.

 

Wie viele handeln noch aus Liebe zur Wahrheit und Einheit, wenn es um wichtige Probleme des kirchlichen Lebens und um das Seelenheil der Menschen geht?

 

Und so kann es - als Konsequenz davon - so weit kommen daß die Priester, diese Söhne meiner besonderen mütterlichen Liebe, sich selbst überlassen sind.

Auf diese Weise werden die Opfer der allgemeinen Verwirrung und des Irrtums immer zahlreicher. Sie entfernen sich von meinem Sohn Jesus und von der Wahrheit des Evangeliums.

 

Damit aber erlöscht ihr Licht, und die Gläubigen wandeln in der Finsternis. Wie viele -leben gewohnheitsmäßig in der Sünde und nehmen meinen eindringlichen Ruf zur Umkehr nicht mehr ernst! Ja, sie suchen sich zu rechtfertigen. Sie passen sich dem Geist der Weit an, die heute auch die größte moralische Unordnung legitimiert.

 

Wie viele meiner Priester beten nicht mehr! Sie verlieren Sich im Aktivismus und finden keine Zeit mehr zum Gebet.'

 

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DU WIRST SCHÖNER WERDEN!

"Meine arme Kirche! Als Mutter komme ich zu dir und finde dich krank, meine Tochter. Fast möchte es scheinen, du seiest dem Tode nahe . . .

Wie groß ist deine Betrübnis und Verlassenheit! Mein Feind schlägt dich Tag für Tag immer mehr in deinen Hirten, die dich verraten, in den Priestern, die zu untreuen Dienern werden.

 

Deine schwere Krankheit, der scheinbare Sieg meines Widersachers über dich führt aber nicht zu deinem Tod! Sie dient zur Verherrlichung Gottes.

 

Ich selbst, deine Mutter, stehe dir in dieser Agonie deiner überaus schmerzvollen Reinigung zur Seite. Ich nehme dich in meine Mutterarme und ziehe dich an mein Unbeflecktes Herz.

 

Als Mutter gieße ich Balsam auf deine Wunden und erwarte die Stunde deiner vollen Genesung. Ich selbst werde dich heilen, wenn die Stunde gekommen sein wird.

 

Dann wirst du noch viel schöner werden! Du wirst ganz erneuert und vollständig gereinigt. Durch dein neues Leben wird der Triumph des Herzens Jesu und meines Herzens auf der ganzen Welt sichtbar werden."

 

 

2. Februar 1977

Darstellung Jesu im Tempel

ICH TRAGE EUCH AUF MEINEN ARMEN

"Das ist das Geheimnis der Liebe meiner göttlichen Mutterschaft: Als Mutter lege ich mein Kind in die Hände des Priesters. In diesem Kind bete ich meinen Gott an, der in die Herrlichkeit seines Hauses eintritt.

 

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Alle Vorschriften des Gesetzes werden erfüllt: Die Darbringung, das Opfer, der Loskauf. Ein Kind wird dem Priester übergeben. Für ihn ist es eines von so vielen.

 

Wer das Herz eines Kindes hat, dem wird das Geheimnis des Vaters enthüllt. Der Heilige Geist kommt auf einen armen Greis herab, der inmitten der Menge steht. Seine Arme öffnen sich. Die Hände streicheln liebevoll den verheißenen Messias den erwarteten Retter Israels.

 

Mein Bräutigam Josef und ich schauen einander verwundert an.

Zum ersten Mal wird das Geheimnis kundgemacht. Die Botschaft wird durch eine menschliche Stimme verkündet.

Nicht den Lehrern und Priestern wird sie geoffenbart.

Einem alten Mann und einer Frau, demütigen Menschen, Armen im Geiste, wird sie kundgetan. So wird der Plan vorausverkündet: Dieses Kind ist gesetzt als Zeichen des Widerspruchs, zur Auferstehung und zum Fall vieler. Mir, der Mutter, wird ein Schwert die Seele durchdringen.

 

Wenn es groß geworden ist und es seine Mission beginnt, wird sich das wiederholen, was jetzt geschehen ist.

Er wird aus der Synagoge ausgestoßen und gezwungen sein zu fliehen. Sein Wort wird von den Großen zurückgewiesen: von den Gesetzeslehrern, Schriftgelehrten und Priestern.

 

Diese offizielle Zurückweisung durchbohrt mein Mutterherz wie ein Schwert.

Jesus aber wird von den Armen, Kranken und Sündern aufgenommen. Seine Worte erreichen das Herz der Einfachen. Mein mütterlicher Schmerz wird dadurch gelindert, daß die Kleinsten meinen Sohn aufnehmen.

 

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Die Kleinen sind für ihn das Geschenk des Vaters. Die Kleinen sind sein Dank, den er dem Vater zurückgibt. Nur sie erfassen die Geheimnisse des Himmelreiches."

DAS WIRKEN DES GEISTES

"Meine lieben Söhne, seid heute meine kleinen Kinder! Meine Kirche muß sich dem Wirken des Heiligen Geistes öffnen.

 

Dieses Haus ist auf Säulen gebaut, die den Jahrhunderten trotzen. Die Pforten der Hölle können es nicht überwältigen: Das auf Petrus gegründete Apostelkollegium lebt bis zum Ende der Welt weiter in den Bischöfen, die in Einheit mit dem Heiligen Vater stehen.

 

Heute scheint dieses Haus von großer Finsternis erfüllt. Der Heilige Geist muß es in ein ganz neues Licht tauchen. Deshalb führe ich die Schar meiner vielgeliebten Söhne aus aller Welt zusammen, damit der Heilige Geist sie umwandle und vorbereite, heute den großen Plan des Vaters auszuführen.

 

Wieder ist dieser Plan der schmerzvollen Liebe meines Unbefleckten Herzens anvertraut. Deshalb verlange ich von euch die Weihe an mein Herz. Ich bitte euch, wie Kinder zu werden, damit ich euch alle auf meinen Armen tragen kann.

 

Wie mit meinem Jesuskind, so gehe ich auch mit euch zum heiligen Tempel Gottes und bringe auch euch dem Vater zum Opfer dar, um seine göttliche Gerechtigkeit zu versöhnen.

 

Laßt euch nicht verwirren, wenn ich auch heute wieder von den Großen abgelehnt werde. Um so mehr aber wird meine Stimme von den Kleinen aufgenommen. Und allein mit diesen meinen Söhnen werde ich meinen Triumph der Liebe erringen."

 

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11. Februar 1977

Fest der Erscheinung der Unbefleckten in Lourdes

GEIST, HERZ UND LEIB SOLLEN REIN SEIN

"Geliebte Söhne, blickt auf eure himmlische Mutter, die auf Erden in der armen Grotte von Massabielle erscheint.

 

Ihr sollt noch mehr auf eure Unbefleckte Mutter schauen und noch fester an diese meine Erscheinung glauben!

Ich komme vom Himmel, um euch den Weg dorthin zu zeigen: den Weg des Gebetes und der Buße. Ich komme vom Himmel, meine kranken Söhne, und will euch das Heilmittel für eure Gesundung geben. Wascht euch an der Quelle!

 

Wascht euch an der Quelle lebendigen Wassers, das aus dem durchbohrten Herzen meines Sohnes Jesus entspringt, und das euch die Kirche auch heute in ihren Sakramenten schenkt, besonders im Sakrament der Wiederversöhnung.

 

Wascht euch oft an dieser Quelle! Ihr braucht sie zur Reinigung von der Sünde und zur Heilung der Wunden, die das Böse in eurem Dasein zurückläßt.

Wascht euch an dieser Quelle! So werdet ihr immer reiner!

Eure Unbefleckte Mutter, meine geliebten Söhne, hüllt euch in ihren himmlischen Mantel. Sie hilft euch voll Liebe, die Tugend der Reinheit zu leben.

 

Ich will, daß euer Geist, euer Herz und euer Leib rein ist.

Ihr müßt vor allem einen reinen Geist haben.

 

Euer ganzes Sinnen und Trachten soll nur darin bestehen, allein den Willen des Herrn zu suchen und zu erfüllen. Euer `'erstand muß mit ganzer Hingabe das Licht des Herrn aufnehmen. Verunreinigt euren Geist nicht dadurch, daß ihr euch an die Denkweise anpaßt, die man heute bei den mei

 

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sten Menschen erlebt! Verdunkelt die Wahrheit nicht durch den Irrtum!

Mein Gegner verführt euch heute mehr denn je durch den Stolz. Damit will er die Reinheit des Geistes zerstören, doch allein sie macht euch fähig, das Wort Gottes demütig aufzunehmen und zu leben.

 

Überall macht sich die Verderbnis breit. Überall wird die Unmoral propagiert und angepriesen. So bedroht mein Feind die Keuschheit eurer Gedanken.

Verschließt die Augen eures Körpers dem Bösen gegenüber, dann wird sich eure Seele für mein reinstes Licht öffnen.

 

Nur wer einen keuschen Geist hat, bleibt heute unversehrt und stark im Glauben. Dann werdet ihr auf den Straßen einer verderbten Welt dahinziehen, um allein mein himmlisches Licht auszustrahlen. Dabei gebt ihr den vielen täglich vom Irrtum verführten Menschen ein gutes Beispiel, wie man in der Wahrheit des Glaubens fest bleibt.

 

Ich will, daß ihr ein reines Herz habt damit ihr wahrhaft fähig seid, lieben zu können. Eure Liebe muß übernatürlich und göttlich sein. Jede ungeordnete Anhänglichkeit an euch selbst oder an die Geschöpfe verdunkelt die innere Reinheit.

 

Ihr müßt meinen Sohn Jesus und die Seelen um seinetwillen lieben. Kann man den Nächsten lieben, ohne Gott zu lieben? Heute gibt es diese so falsche Auffassung, die auch unter vielen meiner Söhne verbreitet ist: Man wild den Nächsten lieben, Gott aber dabei übergehen.

 

Ihr könnt immer Gutes tun und euren Nächsten helfen. D " mit aber eure Liebe übernatürlich und vollkommen sei, muß sie von Gott ausgehen. Liebt die Heiligste Dreieinigkeit in* dem Herzen meines Sohnes Jesus! Liebt einander, wie

euch geliebt hat! So wird eure Liebe immer reiner. Ihr wer-

 

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det fähig sein, ehrlich das wahrhaft Gute für eure Brüder zu wollen

Nur wer ein keusches Herz hat, kann sich zu einer großen Liebesfähigkeit öffnen und die Tugend der Liebe leben.

Auch heute sind es diejenigen, die reinen Herzens sind, die Gott schauen und in seinem Licht alle Menschen verstehen und lieben können.

Ich will daß ihr einen reinen Leib habt.

 

Ihr habt Gott eure Keuschheit dargebracht. Diese Tugend sollt ihr besonders bewußt leben. Dies ist heute schwer wegen der Irrtümer, die sich immer mehr ausbreiten und den Wert eurer wahren Weihe zu entwerten suchen.

 

Wie viele meiner vielgeliebten Söhne leben ihr Priestertum nicht mehr, weil der Heilige Vater darauf bestanden hat, daß auch heute der Zölibat aufrecht bleibt.

Wie viele andere bleiben, leben ihn aber nicht mehr. Entweder sie betrachten ihn als überholt oder als etwas Vorübergehendes. Oder sie halten ihn für innerlich ungerechtfertigt und nicht mehr bindend . . .

 

Auf diese Weise leben heute so viele meiner Priestersöhne im Dauerzustand der Unkeuschheit!

Kehrt zurück, meine vielgeliebten Söhne, und lebt in eurem Leib wieder die Jungfräulichkeit meines Sohnes Jesus und die Wundmale seines Leidens! Euer priesterlicher Leib muß ein gekreuzigter Leib sein. Gekreuzigt der Welt und ihren Verlockungen!

 

Kehrt um und habt wieder einen reinen Leib! Er wird einmal als geistiger und gereinigter Leib auferstehen, um sich am Licht und am Leben Gottes zu erfreuen.

 

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Die Bestimmung eures Leibes ist nicht das Grab, wohin er gebracht wird, weil er verwest, sondern das Paradies, in das er auferweckt eingeht, um ewig leben zu können.

 

Und heute könnt ihr besonders mit eurer Keuschheit von der Hoffnung auf den Himmel, der euch erwartet, Zeugnis geben.

Heute ruft eure Unbefleckte Mutter euch alle auf, euren Geist, euer Herz und euren Leib keusch zu halten, um so die Tugenden des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung zu leben.

 

So wird es Jesus in euch sein, der seine und eure Brüder liebt und rettet."

 

Mexiko, 18. Februar 1977

IN ALLEN TEILEN DER WELT

"Wenn ihr rein seid, meine lieben Söhne, könnt ihr mein Licht schauen. Mitten in der Finsternis, die heute immer dichter wird, geht von meinem Herzen ein Lichtstrahl aus, der bis in eure Seele dringt. Blickt auf dieses Licht! Es ist das Licht, das euch eure Mutter schenkt. Wie sehr braucht ihr es gerade heute!

 

Kaum einer hört mehr auf euch. Wenige verstehen und helfen euch. Viele, die Opfer des Atheismus geworden sind, hassen und verachten euch. Auch viele von den Gläubigen üben Kritik und nehmen euch nicht an. Ihr bleibt immer mehr allein.

Wer kann euch verstehen und euch helfen? Wer kann euch trösten? Eure himmlische Mutter!

 

Für euch verlasse ich noch einmal den Himmel. Für euch mache ich mich auf den Weg und ziehe durch die Straße der Weit. Für euch bete ich und lasse viele hochherzige Seelen für euch beten!

 

Wenn ihr euch versammelt, vereinige ich mich mit eurem Gebet, wie einst im Abendmahlsaal. Eure Seelen öffnen sich dem Licht des Heilligen Geistes und dem Trost der Mutter.

So geschieht es in allen Teilen der Welt. Auch heute hast du es gespürt. Ich habe dich in diesen neuen Erdteil geführt, um meine vielgeliebten Söhne zu sammeln. Hast du gesehen, wie sehr sie sich gefreut haben? (. . .)."

 

 

10. März 1977

DAS MARTYRIUM EURES HERZENS

"Die Verwirrung nimmt auch in der Kirche zu und erstreckt sich bereits auf alle Erdteile. Die davon am meisten Betroffenen sind die Priester. Von Tag zu Tag steigt die Zahl derer, die sich vom Irrtum verführen lassen und untreu werden.

 

Im Namen des Fortschritts sind manche Priester nur mehr Diener der Welt. Ihr Leben ist verweltlicht.

 

Das Gebet haben sie durch hektische Tätigkeit ersetzt, die Abtötung durch Bequemlichkeit und Vergnügungssucht, die Heiligkeit durch immer größere Konzessionen an die Sünde, besonders an die Unkeuschheit, die immer häufiger begangen und gerechtfertigt wird.

 

Sie sind wandelnde Leichen geworden, übertünchte Gräber, die sich noch Priester nennen, aber von meinem Sohn nicht mehr als solche anerkannt werden.

Und das sind bisweilen die am meisten Geachteten, die sich durchsetzen und verantwortungsvolle Posten innehaben.

 

Die noch treuen Priester werden im allgemeinen verfolgt, vernachlässigt und oft bewußt an den Rand gedrängt.

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So breitet sich die Finsternis aus. Der Rauch Satans sucht alles einzuhüllen.

 

Der Abfall steigt von Tag zu Tag.

 

Wie groß ist der Schmerz von euch, meine vielgeliebten Söhne, von euch, ihr meinem Unbefleckten Herzen geweihten Priester!

Euer Schmerz wird zunehmen müssen, je mehr der große Abfall ansteigt.

Das ist das Martyrium eures Herzens, auf das ich euch alle vorbereite. An meinem Mutterherzen soll jeder seine innere Hinopferung dem Vater darbringen.

 

Nehmt diese Stunde der Finsternis bis ins Letzte an! Lebt das Martyrium der gesamten Kirche mit! Es ist Nacht geworden in ihr! Bleibt treu! Habt Vertrauen!

 

Gerade jetzt, da die Untreue überhand nimmt und groß herausgestellt wird.

Sagt Ja zum Vater und eurer himmlischen Mutter! Sie bereitet euch liebevoll darauf vor, ohne Furcht zu leben. "

 

21. März 1977

DER ENGEL DES TROSTES

"Verliert niemals den Mut!

So wie Jesus in der Stunde von Getsemani, werdet auch ihr', von der Versuchung der Angst befallen werden. Opfert sie dem Vater auf und habt auch weiter Vertrauen!

 

Eure himmlische Mutter ist in jedem Augenblick bei einem jeden von euch! Sie ist bei euch, um euch leiden zu helfen, um euch in eurer großen Verlassenheit zu stärken.

 

Mit euch erlebt die ganze Kirche diese Stunde der Prüfung

Auch der Heilige Vater, der Stellvertreter meines Sohnes Jesus, erlebt sie. Nie wurde er so sehr von allen Seiten angegriffen und sogar von einigen der Seinen verlassen.

 

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Ich, die Mutter, bin für den Heiligen Vater der Engel des Trostes.

Ich bin es durch euch. Ich biete ihm den Kelch meines Unbefleckten Herzens an.

 

Darin ist die ganze Liebe seiner Priester, meiner vielgeliebten Söhne,

enthalten.

So seid ihr - angesichts der großen Prüfung, die euch alle erwartet, und auf die ich euch seit langem vorbereite - durch mich sein Trost."

 

8. April 1977

Karfreitag

KOMMT MIT MIR UNTER DAS KREUZ!

"Heute, meine vielgeliebten Söhne, führe ich euch mit mir auf den Kalvarienberg unter das Kreuz meines Sohnes, wo ich eure Mutter geworden bin.

 

Hier will ich euch lieben lehren.

Es gibt keine größere Liebe als diejenige, die das Leben hingibt für die, weiche man liebt. Schaut auf meinen Sohn Jesus, der für euch am Kreuz stirbt. Er stirbt, weil er das Leben schenkt. Er gibt sein Leben aus Liebe hin.

 

Mein Mutterherz leidet sein Sterben mit und wird von seiner ganzen grauenvollen Agonie durchbohrt.

Meine Mutterliebe vereinigt sich mit seiner Liebe zu euch. Meine Söhne, lernt von uns, immer so zu lieben!

 

Hier will ich euch leiden lehren.

Mein Sohn Jesus ist nur mehr der Schmerzensmann. Er hat keine Ähnlichkeit mehr mit einem Menschen. Er ist erdrückt von der Last des Leidens, grausam geschlagen, verachtet und gedemütigt! Er leidet ohne zu klagen. Sanft wie ein Lamm wird er ans Kreuz genagelt.

 

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Das ist der Weg, auf den ich euch heute rufe: der Weg auf den Kalvarienberg, der von euch ganz fügsam und voll Sanftmut begangen werden muß.

 

Versucht reicht, der Prüfung zu entfliehen! Bettelt nicht um menschlichen Trost! Ihr werdet immer das Herz der Mutter finden. Sie wird euch helfen, den Willen des Vaters anzunehmen.

Hier will ich euch schweigen lehren.

 

In diesen letzten Minuten verstummt das Wort meines Sohnes. Er spricht nur durch sein Leben, und damit gibt er für den Willen Gottes sein höchstes Zeugnis.

Aus dem Leben wird sein letztes Wort geboren: das Wort der Verzeihung für alle und seiner Ganzhingabe an den Vater.

 

Lernt heute vor allem das Schweigen! Laßt es in euch still werden, damit ihr nur sein göttliches Wort vernehmen könnt.

Laßt es still werden um euch! Antwortet nicht auf Kritik und Verleumdung jener, die euch nicht annehmen!

Antwortet nicht auf den Spott und die Beleidigungen jener, die euch verfolgen! Richtet niemand!

In den Zeiten, die euch erwarten, werdet ihr immer mehr zum Schweigen berufen sein. Ihr werdet durch euer Leben sprechen. Und aus eurem Leben am Kreuz wird auch euer Wort entstehen - das Wort der allumfassenden Liebe und der gänzlichen Auslieferung an den Willen des Vaters."

 

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23. April 1977

LASST EUCH NICHT VERFÜHREN!

"Meine vielgeliebten Söhne, laßt euch nicht von eurer Umwelt verführen!

Ihr werdet mit Worten verführt.

 

Mehr denn je wird heute das Wort zum Werkzeug wahrer teuflischer Verführung. Man spricht, um zu betrügen. Man spricht, um den Irrtum zu verbreiten. Man spricht, um die Wahrheit zu verbergen.

Es werden Dinge als Werte und Errungenschaften des menschlichen Geistes hingestellt, die in Wirklichkeit Übertretungen des Naturgesetzes, des Gesetzes Gottes sind.

 

Es werden Irrtümer unter dem Vorwand, die Wahrheit in neuer Sicht verständlich zu machen, verbreitet.

Auch in der Auslegung des Wortes Gottes breiten sich schwerste Irrtümer aus. Der Papst spricht, aber man hört nicht mehr auf ihn. Man geht den gleichen Weg weiter und verfällt immer mehr der Dunkelheit, die der Irrtum überall verbreitet.

 

Heute verführt euch mein Feind besonders auf geistigem Gebiet.

Antwortet mit eurer Demut, mit eurer Fügsamkeit und eurem Gehorsam! Schaut auf meinen Sohn Jesus, der die Wahrheit ist.

 

Ihr werdet mit Bildern verführt.

Niemals waren Unsittlichkeit und Obszönität so verbreitet und angepriesen wie heute.

 

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Im Namen einer falschen Auffassung von Freiheit rechtfertigt man jede moralische Verirrung.

Es beginnt schon bei den Kindern. Man zerstört die Unschuld ihrer Seelen. Viele werden angesteckt, ohne daß sie es merken.

Antwortet darauf, indem ihr nur auf mich achtet! So werdet ihr das Böse in eurer Umgebung zwar sehen, aber es nicht beachten. Ihr werdet euren Weg gehen und dabei nur auf meinen Sohn Jesus achten, der allein euer Weg ist.

 

Ihr werdet durch Werke verführt.

 

Wie nie zuvor sind heute die Werke der Welt schlecht. Sie hat Gott zurückgewiesen und wandelt nun in der Finsternis der Gottesverneinung. Man ist nicht mehr fähig zu lieben. Man ist nicht mehr fähig, sich im Licht zu bewegen.

 

Wo sind jene, denen es gelingt, als wahre Kinder Gottes zu leben?

 

Wie sehr verführt euch eure Umwelt besonders heute!

 

Deshalb bitte ich euch: Folgt allein meinem Sohn Jesus, der euer Leben ist. Er ist in den Himmel aufgefahren und will euch helfen, auf der Erde so zu leben, daß eure Herzen im Himmel verankert sind, daß ihr zwar in der Welt, aber nicht von der Welt seid.

 

Diese Welt wird euch nie verführen können, wenn ihr, von meiner Hand geführt, Augenblick für Augenblick Jesus folgt; denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben."

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29. April 1977

Fest der heiligen Katharina von Siena

MEIN PLAN

 

"Jetzt ist meine Stunde. Keiner wird meinen Plan verhindern können, den ich seit langer Zeit zur Rettung der Kirche vorbereitet habe.

Die strategischen Punkte dieses Planes seid ihr Priester, die Söhne meiner besonderen mütterlichen Liebe.

 

Mein Plan läßt sich nur mit eurer Hilfe verwirklichen.

Es kommt euch aber nicht zu, ihn in seinen Einzelheiten zu kennen. Es genügt, daß ich ihn kenne, denn ich bin eure Führerin. Ihr müßt nur bereitwillig meinen Anordnungen gehorchen und euch von mir führen lassen. Fragt mich nicht, wohin ich euch führe!

 

Ich werde jeden von euch an den richtigen Platz stellen. Er soll versuchen, dort sein Aufgabengebiet gut zu erfüllen. Er soll sich dabei weder mit anderen Dingen beschäftigen, noch sich Sorge machen!

 

Meine Aufgabe ist es, alles nach einem Plan zu ordnen, den mein Unbeflecktes Herz schon längst im Lichte der Weisheit Gottes vorbereitet hat.

Manche von euch werden berufen sein, auf der Ebene des aktiven Handelns zu stehen.

 

Sie werden Licht und Kraft erhalten, die Angriffe abzuwehren, die sich gegen die Wahrheiten des Evangeliums meines Sohnes Jesus richten. Euer Mund wird wie ein doppelschneidiges Schwert sein. Es wird den Irrtum entlarven und die Wahrheit verteidigen.

 

In der einen Hand werdet ihr den Rosenkranz, in der anderen das Kreuz meines Sohnes tragen. Ihr werdet ihm um so

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mehr Seelen zuführen, je intensiver und entscheidender die Schlacht wird.

Das Feuer des reinsten Lichtes des Heiligen Geistes wird euch erfüllen und so alle Finsternis des Irrtums vertreiben. Die Wahrheit wird schließlich durch euch siegen.

 

Andere werden berufen sein, auf der Ebene des ausharrenden Ertragens zu stehen.

Sie werden viel beten und leiden müssen. Von vielen unter ihnen werde ich schwere Leiden verlangen müssen, die ihren Höhepunkt in der Hingabe des Lebens finden.

 

Sie werden den Trost meiner dauernden und außergewöhnlichen Gegenwart erhalten. Mein Unbeflecktes Herz wird der Altar sein, auf dem sie für die Rettung der Welt geopfert werden.

 

Meine Söhne! Meine Priester! Ich berufe euch aus allen Erdteilen. Jeder bekommt seinen Platz zugewiesen. (. . .)."

 

 

18. Mai 1977

MEINE SCHLACHT

"Meine lieben Söhne, laßt euch von mir führen! Meine Schlacht hat nun schon begonnen.

 

Ich werde beginnen, meinen Feind mitten ins Herz zu treffen und ich werde besonders dort tätig werden, wo er sich bereits als sicherer Sieger fühlt.

Es ist ihm gelungen, euch durch Stolz zu verführen. Er hat es verstanden, alles auf intelligenteste Weise zu disponieren. Er hat in seinen Plan alle Bereiche der Wissenschaft und Technik einbezogen. Er hat alles zum Aufruhr gegen Gott eingesetzt. Ein großer Teil der Menschheit befindet sich bereits in

 

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seiner Hand. Er hat es verstanden, Wissenschaftler, Künstler, Philosophen, Gelehrte und Mächtige in betrügerischer Weise für sich zu gewinnen. Er hat sie verführt. Sie haben sich heute in seinen Dienst gestellt. Sie arbeiten ohne Gott und gegen Gott.

 

Aber hier ist sein schwacher Punkt.

 

Ich werde Satan angreifen, indem ich mich der Stärke der Kleinen, der Armen, der Demütigen und der Schwachen bediene.

Ich, die geringe Magd des Herrn`, werde mich an die Spitze der großen Schar der Demütigen stellen und die kriegstüchtige Festung der Stolzen angreifen.

 

Von allen meinen Söhnen verlange ich nur, daß sie sich meinem Unbefleckten Herzen weihen und sich von mir in Besitz nehmen lassen. So werde ich selbst es sein, die in ihnen handelt.

 

Mit ihrer Hilfe hat mein Sieg bereits begonnen.

 

Auch in meiner Kirche scheint es Satan bereits gelungen zu sein, alles zu erobern.

 

Er fühlt sich sicher, weil es ihm gelungen ist, euch zu täuschen und zu verführen:

 

- durch die Irrtümer, die sich überall ausbreiten und sogar von vielen meiner armen Priestersöhne vorgetragen werden;

 

- durch die Untreue. Sie hüllt sich in den Deckmantel: Kultur, Anpassung an heute (aggiornamento), Versuch, die Verkündigung zeitnaher und ansprechender zu gestalten. Das Evangelium, wie es heute von manchen gepredigt wird, ist nicht mehr das Evangelium meines Sohnes;

 

- durch die Sünde, die immer mehr begangen und gerechtfertigt wird. Häufig sind gerade Priester und Ordensleute

 

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durch ihre Lebensführung zu wahren Kloaken der Unkeuschheit geworden.

 

Über diese Kirche, die unterzugehen scheint, will Satan als sicherer Sieger herrschen. Ich werde ihn ins Herz treffen und seinen Sieg in den Dienst des Triumphes meines Unbefleckten Herzens stellen.

 

Ich werde die Finsternis, die er überall verbreitet hat, benützen, um die Seelen meiner allerkleinsten Söhne zu erwählen, und ich werde ihnen mein eigenes Licht schenken.

 

So werden also gerade durch diese Finsternis alle gezwungen sein, ihr Heil im Licht zu suchen, das von meinem Unbefleckten Herzen ausstrahlt. Und der ganze Triumph meines Gegners wird allein dazu dienen, vielen Seelen zu helfen, sich in mein mütterliches Herz zu flüchten.

 

Von meinen Priestern werde ich das Zeugnis ihrer Treue bis zum Heroismus verlangen. Durch ihr Beispiel werden sie den Seelen so vieler meiner verirrten Kinder helfen, auf den Weg der Treue zurückzukehren.

 

Ich werde meine vielgeliebten Söhne zu großer Heiligkeit führen, damit durch sie noch alle Sündenschuld der Welt wiedergutgemacht wird. Und so werden viele verlorene Kinder noch gerettet werden können.

 

Deshalb hat Satan heute große Angst vor mir.

 

Aber ich habe mich bereits mit der Schar meiner kleinen Söhne auf den Weg gemacht. Nichts wird mich aufhalten können, bis mein Sieg vollendet ist. So wird gerade in dem Augenblick, da alles verloren zu sein scheint, die Vorsehung den Triumph meines Unbefleckten Herzens in der Welt herbeiführen."

 

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8. Juli 1977

DIE NACHSTELLUNGEN MEINES GEGNERS

 

"Meine vielgeliebten Söhne, laßt euch allezeit von mir mit dem größten Vertrauen auf mein Unbeflecktes Herz führen! Damit ihr euch meinen Anordnungen fügen und ihr meine unbesiegbare Schar bilden könnt, müßt ihr den Nachstellungen meines Feindes, der heute mehr denn je gegen euch wütet, widerstehen.

 

Er will euch zu Mißtrauen und Mutlosigkeit verführen. Er läßt euch unter seinem hinterlistigen und betrügerischen Handeln leiden.

 

Er flößt euch sogar Zweifel ein, daß ihr von mir nicht wirklich erwählt und besonders geliebt seid - so sehr überzeugt er euch von eurer großen Armseligkeit und läßt euch das Ausmaß eurer menschlichen Gebrechlichkeit fühlen.

 

Um euren Geist zu lähmen und euch wehrlos zu machen, bedrängt er euch mit Versuchungen aller Art.

 

Seid wachsam, meine vielgeliebten Söhne, das sind die Fallstricke meines Widersachers!

 

Das ist seine Geheimwaffe, die er gegen euch richtet. Das ist sein giftiger Biß, mit dem er dieser meiner kleinen Ferse zu schaden sucht.

Eure Mutter will euch heute sein Komplott enthüllen um euch vor seinen Tücken warnen.

 

Ihr seid meine Lilien:

 

Deshalb plagt er euch mit unreinen Bildern, Vorstellungen und Versuchungen.

Seid heiter! Habt Vertrauen! Mehr denn je leuchtet heute

 

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vor Gott und eurer strahlenden, unversehrten himmlischen Mutter all eure Reinheit. Sie geht nämlich aus jenem Geschenk hervor, das ihr mit eurem Willen und unter größten Leiden eures ganzen Seins immer wieder neu darbringt.

 

Aus jedem Fallstrick, den Satan euch legt, geht ihr reiner, schöner und erneuerter hervor. Das Leiden, das ihr fühlt, wird von mir als furchtbare Waffe gebraucht, mit der ich meinem Feind viele eurer priesterlichen Mitbrüder entreiße, die er seit vielen Jahren als Gefangene und Sklaven in seiner Gewalt hat.

 

Ihr seid meine Rosen:

 

Ihr sollt euren Duft der Liebe allein für meinen Sohn Jesus und für mich verströmen.

 

Deswegen stellt euch Satan eine Falle und führt eurem Herzen Geschöpfe zu, an die er euch unmerklich zu binden sucht. Auch hier ist sein Handeln stets hinterlistig. Oft sind es gute, tugendhafte, ja sogar außergewöhnlich begabte Geschöpfe, die jedoch eurem Liebesakt meinem Sohn Jesus gegenüber ein Hindernis sein könnten. Ich möchte aber euren Liebesakt immer reiner, beständiger und vollkommener machen.

 

Es genügt die kleinste Anhänglichkeit an irgendein Geschöpf, daß euer Liebesakt nicht mehr so ist, wie mein Unbeflecktes Herz es wünscht. Eure Seele wird auf diese Weise von Schatten verdunkelt, die euch hindern, alles Licht, das ich euch gebe, aufzunehmen und zu begreifen. Doch ihr bedürft dieses Lichtes, um den Kranz meiner Liebe zu bilden. Meine vielgeliebten Söhne! Kommt alle zu mir, denn ihr seid so klein, so unsicher, so unfähig! Kommt, denn ihr seid meine ganz kleinen Kinder und braucht mich, um den Weg der vollkommenen Liebe zu gehen.

 

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Ihr seid meine Alpenveilchen:

durch euer inneres Kleinsein, durch euer Kindsein im Geiste!

 

Die List Satans äußert sich darin, daß ihr euch mündig und sicher fühlt, daß ihr eure Sicherheit auf euch selbst, auf eure Ideen und auf euer Handeln gründet. Da es aber den Kleinen eigen ist, zu vertrauen und sich anzuvertrauen, so versucht er immer mehr Zweifell und Mißtrauen gegen mein Vorhaben, das ich mit euch habe, zu säen.

 

Er sucht euch zu überzeugen, daß ihr es seid, die handeln, alles organisieren und tun müssen und daß alles von euch allein abhängt.

 

Dann werdet ihr immer mehr und mehr handeln und mich selbst laßt ihr nichts mehr machen.

Dann kann ich euch nicht mehr führen, denn ihr seid nicht mehr fähig, eine Belehrung anzunehmen.

Wenn ihr nicht klein bleibt, kann mein Plan nicht durchgeführt werden.

 

Aus diesem Grund, meine vielgeliebten Söhne, habe ich euch auf die Fallstricke aufmerksam machen wollen, mit denen mein Feind euch immer mehr zu täuschen und irre zu führen versuchen wird.

Antwortet einzig und allein mit einem heroischen Vertrauen auf mich! Nur das brauche ich, meine ganz kleinen Kinder, um meinem Feind den Kopf zu zertreten, der seinerseits meiner Ferse nachzustellen versuchen wird, indem er euch, meine vielgeliebten Söhne, eine Falle bereitet."

 

271

 

 

14. Juli 1977

Einsiedelei von Montegiove,

IN DER LIEBE VEREINT

"Meine lieben Söhne, ihr seid hier auf diesem Berg mit mir im Gebet. Ihr seid hier in einem ununterbrochenen Zönakel, so wie es in Jerusalem war, nach der Rückkehr meines Sohnes Jesus zum Vater.

 

Auch hier bin ich immer bei euch! Ich bin mit euch im Gebet vereint. Ich will euch helfen, gut zu beten. Ich will euch dazu ermutigen, ohne Unterbrechung für alle meine armen, in die Irre gegangenen Kinder, die aber noch nicht verloren sind, Fürbitte einzulegen. Ich werde sie auch mit eurer Hilfe retten. Deswegen brauche ich euer Gebet.

 

Ich bin hier, um euch zu helfen, daß euer Wohlwollen zueinander immer mehr wächst. Die Mutter weckt in euch das Verlangen, euch näher kennenzulernen. Sie mahnt euch zu brüderlicher Liebe. Sie lädt euch ein, euch zur Einheit zusammenzuschließen. Von Tag zu Tag schafft die Mutter eine immer größere Einheit unter euch.

 

Ich bin hier, um euch zu einem mit mir gelebten Leben heranzubilden. Denn ihr habt euch mir mit eurer Weihe anvertraut. So kann ich wahrhaft in euch leben und mich in euch offenbaren, vor allem, wenn ihr als Priester zu meinen Kindern sprecht.

 

Es ist der Heilige Geist, der euch alles eingibt. Aber es ist die Mutter, die den euch geschenkten Eingebungen des Heiligen Geistes Ausdruck und Form verleiht, damit sie in Herz und Seele eurer Zuhörer eindringen können, je nach ihrer Aufnahmefähigkeit und was ihnen gerade an geistiger Nahrung notwendig ist.

 

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Nun seid ihr hier bei mir. Ich schaue auf euch mit ständig wachsender mütterlicher Liebe. Ich habe wahrhaft große Pläne mit euch vor.

 

Ich vertraue euch sehr viele meiner Priester an. Helft mir mit eurem Gebet, mit eurer Hochherzigkeit, mit eurem apostolischen Eifer und mit euren Leiden, das immer größer wird, damit meine Söhne in diesem Leben an Vollkommenheit wachsen!

 

Sammelt sie in Zönakeln des Lebens mit mir! Sie warten auf euch wie ausgedörrtes Land auf einen Tropfen Tau.

Geht vereint in der Liebe voran, geführt an der Hand eurer himmlischen Mutter, deren Nähe ihr noch stärker spüren werdet, nachdem ihr diesen Berg verlassen habt. Heute schließe ich euch in mein Unbeflecktes Herz ein. Ich gebe jedem von euch einzeln meinen Segen."

 

 

25. Juli 1977

EURE FÜGSAMKEIT

"(. . .) Mit der Weihe an mein Unbeflecktes Herz habt ihr mir euer Priestertum übergeben. Ihr habt es dadurch in Sicherheit gebracht.

Damit aber habt ihr nur den ersten Schritt getan, der allerdings sehr wichtig ist. Nun gehe ich als Mutter daran, jeden von euch zu formen, wie ihn mein Sohn Jesus wünscht.

 

Der zweite Schritt ist die Bereitschaft, euch von mir formen zu lassen. Die Art und Weise ist bei jedem verschieden.

Meine Aufgabe als Mutter ist es, euch in ganz eigener und persönlicher Weise zu formen. Auch die Wege, die ich euch führe, sind untereinander verschieden, aber alle führen zum gleichen Ziel, das mein Sohn Jesus jedem von euch gesetzt hat.

 

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Achtet nicht darauf, wie ich euch forme! Fragt mich nicht, wohin ich euch führe! Versucht nicht, zuerst den Weg zu kennen, den ich euch vorgezeichnet habe. Eure Aufgabe ist allein, meinem Wirken mit Fügsamkeit zu folgen.

 

Eure innere Fügsamkeit wird euch immer Ja zu mir sagen lassen und bewirken, daß ihr in eurem Tun nur die Erfüllung meines Willens sucht. Ihr kennt den Willen eurer himmlischen Mutter:

 

- ich will- euch demütig, schweigsam und innerlich gesammelt machen. Ihr sollt vor Liebe zu Jesus und den Seelen glühen! Nur so werdet ihr in meinen Augen groß werden;

- ich will, daß ihr von Vertrauen und Hingabe erfüllt seid, ohne menschliche Besorgnis. Auch ,etwas tun wollen' für meine Bewegung kann zu einer menschlichen Besorgnis werden. Nur so könnt ihr das große Werk erfassen, das ich jetzt in euch und mit eurer Hilfe vollbringe;

 

- ich will, daß ihr eure Sinne beherrscht, daß ihr Ausdauer im Gebet habt und daß ihr rund um Jesus in der heiligsten Eucharistie versammelt seid. Ihr sollt lebendige Lampen der Liebe sein. Nur dann werdet ihr meine Nähe verspüren;

 

- ich will, daß ihr immer reiner werdet. So werdet ihr mich endlich schauen können. Ihr werdet mich mit den Augen eurer Seele schauen, wenn ihr die leiblichen Augen vor der Eitelkeit dieser Welt verschließt.

 

Ich werde euer Leben umwandeln und euch liebevoll- und mit fester Hand zur Heiligkeit führen. Aber nur, wenn ihr meinem Einwirken folgt, könnt ihr - nach eurem Weiheakt an mich - der Gefahr, stehen zu bleiben und im Eifer nachzulassen, entgehen.

 

Eure äußere Fügsamkeit bewirkt, daß ihr heute Vorbilder eines gelebten und Zeugnis gebenden Gehorsams seid.

 

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Seid eurer Mutter gehorsam, die zu euch spricht und die euch durch ihr Wort zum Gehorsam gegenüber dem Papst und der mit ihm verbundenen Kirche bringt. Mein mütterliches Herz wird täglich aufs neue durch einen wirklichen Ungehorsam und durch Auflehnung gegen den Papst - auch in aller Öffentlichkeit - zerrissen. Euer Gehorsam muß wie der meine sein: demütig, bewußt und vollkommen. Auf diese Weise folgt ihr meinem Handeln, und meine Bewegung kann so gleichsam in ihre zweite Phase eintreten.

 

Weil ihr in allen Erdteilen meinem Ruf Folge leistet, indem ihr euch in mein Unbeflecktes Herz einschließen laßt, muß ich euch so schnell wie möglich zu Abbildern des gekreuzigten Jesus machen.

Ihr habt mir mit Ja geantwortet. Nun verlange ich von euch, daß ihr meinem Handeln mit eurer äußeren und inneren Fügsamkeit entsprecht. Nur so könnt ihr den Fallstricken, die euch mein Feind bereitet, widerstehen und meinem großen Plan der Liebe entsprechen."

 

 

29. Juli 1977

TRETET IN MEINEN GARTEN EIN

"Laßt euch, meine vielgeliebten Söhne, in das Innerste meines Unbefleckten Herzens führen. Tretet ein in diesen Garten. In ihm spiegelt sich das reinste Licht der Göttlichen Dreieinigkeit.

 

Der Vater findet hier seinen Plan unversehrt und vollkommen erfüllt. Hier ist deshalb die ganze Schöpfung zusammengefaßt und enthalten, um mit mir ihrem Schöpfer und Herrn das ewige Lob zu singen. Hier ist der Ort, wo der himmlische Vater vom Geschöpf seine größte Verherrlichung empfängt.

 

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Der Sohn findet hier den Ort seines vertrauten Verweilens. Mein Herz ist das Haus gewesen, in dem das ewige Wort die Gestalt seines menschlichen Lebens empfangen hat, die Zufluchtsstätte, wohin sich Jesus zurückgezogen hat, um Hilfe und Schutz zu finden.

 

Da hinein hat er auch seine ersten Jünger eingeführt, damit sie gestärkt werden und alle die gleiche Prägung empfangen.

 

In diesem Garten sind sie Schritt für Schritt nach seinem göttlichen Plan herangewachsen. Sie sind demütiger, reiner, hochherziger und stärker geworden. Hier sind sie gut betreut worden, bis jeder jene Ähnlichkeit mit Jesus erreicht hatte, die er selber wollte.

 

Mein Unbeflecktes Herz ist auch der Altar gewesen, auf dem sich mein Sohn dargebracht hat. Es ist der Kelch, der sein Blut aufgefangen hat, der sich beim Stöhnen seiner Wunden geöffnet und für das Geschenk seines sterbenden Herzens erschlossen hat.

 

Er hat gewollt, daß dieser sein Garten auch der eure wird. Daher hat er euch seine Mutter geschenkt.

Der Heilige Geist ist der alleinige Gärtner innerhalb dieses meines verschlossenen Gartens. Er hat mich mit seinem Licht der Liebe überschattet. Er hat mich mit allen seinen Gaben erfüllt. Er hat mich durch seine eigene Größe schön gemacht und zu seiner Braut erkoren.

 

In meinem Unbefleckten Herzen hat sich das göttliche Wunder ereignet.

 

Dieser Garten ist allein sein Eigentum. Der Heilige Geist ist es, der ihn bewässert und ihm Licht spendet. Er ist es, der darin die schönsten Blumen wachsen läßt. Er ist es, der ihnen Farbe und Duft verleiht. Er ist es, der den hineinführt, den er will.

 

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Keiner kann eintreten, wenn er selbst nicht öffnet. Keiner kann vorankommen, wenn er ihn nicht weiterträgt.

Würdet ihr doch, meine vielgeliebten Söhne, die Gabe erkennen, die ihr mit eurer Weihe an mein Unbeflecktes Herz empfangen habt!

 

Es ist der Heilige Geist, der bewirkt, daß ihr in diesen meinen Garten eingetreten seid. Und durch eure himmlische Mutter bildet er euch jetzt heran, verschönert euch mit seinen Gaben und bereichert euch mit allen Tugenden.

Auf diese Weise wachst ihr in der Heiligkeit - ihr werdet immer mehr Priester nach meinem Plan und kommt immer weiter voran, um von ihm in das Innerste meines Unbefleckten Herzens eingeführt zu werden, wo die ganze Herrlichkeit der Heiligsten Dreieinigkeit am stärksten erglänzt.

 

Verbleibt also immer in diesem meinem Garten!"

 

4. August 1977

Fest des hl. Pfarrers von Ars

LIEBT IMMER!

"Bleibt in meinem Unbefleckten Herzen! Immer. Dann werde ich selbst Augenblick für Augenblick alles in euch tun.

Schaut nie auf euch selbst! Nehmt euer Kleinsein mit Demut

und Sanftmut an! Sagt dem Herrn: ,Ich bin dein kleinste Kind. Ich weiß um meine Armut, und ich danke dir.`

 

Und liebt! Ihr könnt um so mehr lieben, wenn ihr w' ganz klein seid.

Liebt immer! Jesus und ich wollen nur Liebe von euch. Nur der Schlag eures Herzens gehört euch, sonst nichts.

 

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O ihr Herzen meiner vielgeliebten Söhne, schlagt nur aus Liebe zu meinem Sohn Jesus, aus Liebe zu mir und zu den Seelen! Dann seid ihr auch hier auf Erden meine vollkommene Freude."

 

 

6. August 1977

Verklärung des Herrn

Erster Monatssamstag

MEIN EIGENTUM

"Wenn ihr im Garten meines Unbefleckten Herzens bleibt, werdet ihr mein Eigentum. Niemand wird euch dann von mir entfernen können, weil ich selbst euer Schutz bin. Ihr sollt euch immer in Sicherheit fühlen.

 

Ihr sollt weder Satan noch die Welt noch die Hinfälligkeit eurer Natur fürchten.

Sicherlich werdet ihr Verführungen und Versuchungen verspüren. Der Herr läßt sie zu, um euch zu prüfen und um euch das Ausmaß eurer Schwäche zu zeigen.

 

Aber ich schütze euch vor dem bösen Feind, der all denen nichts anhaben kann, die mein Eigentum sind.

Ich hege euch voll Liebe, bis ich schließlich auch jeden von euch zu einem Garten gemacht habe, in dem der göttliche Glanz der Heiligsten Dreieinigkeit wie in meinem Garten erstrahlen kann.

 

Ich bilde euch mit mütterlicher Sorge heran. Mit meiner eigenen Hand reiße ich alles aus euch heraus, was in irgendeiner Weise dem Herrn mißfallen könnte.

 

Der Heilige Geist, der mich umgibt, ist wie Feuer, das alles in euch verbrennt. Nicht einmal ein Schatten bleibt zurück, der die Schönheit verdunkeln könnte, zu der euch eure himmlische Mutter führen will. Ich will, daß in eurer großen Reinheit und Klarheit Gott selbst sichtbar wird.

 

Dann stärke ich in euch jene Tugenden, die wie Wurzeln sind, von denen eure ganze Wachstumsmöglichkeit abhängt: Glaube, Hoffnung und Liebe. Mit ihnen schenke ich euch als Zierde alle jene Tugenden, die eure himmlische Mutter vor Gott so schön gemacht haben.

 

In dem Maß, in dem ihr euch immer mehr dem Licht Gottes öffnet, gieße ich über euch den Balsam meines Wohlgeruches aus: Demut, Vertrauen und Hingabe.

 

So wachst ihr wie Blumen heran, die in meinem Garten von mir gepflegt werden, denn ihr bekommt die Schönheit und den Duft eurer Mutter.

 

Begleitet von den Engeln und Heiligen des Paradieses und vom Gebet der Armen Seelen erscheine ich dann jeden Tag vor dem Throne Gottes, um ihm immer größere Sträuße von diesen Blumen meines Gartens anzubieten.

Sobald ihr so sein werdet, wird die ganze Kirche mein Garten werden, in dem sich die Heiligste Dreieinigkeit mit Wohlgefallen spiegeln wird.

 

Der Vater wird sich freuen, weil er in ihr den Plan seiner Schöpfung vollkommen verwirklicht sieht. Der Sohn wird unter euch wohnen, denn in euch ist dann das Reich des Vaters bereits angebrochen. Der Heilige Geist wird das eigentliche Leben in einer Welt sein, die der Verherrlichung Gottes wieder geweiht ist.

 

Das wird der Triumph meines Unbefleckten Herzens sein."

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24. August 1977

Fest des hl. Apostels Bartolomäus

MEIN ENTSCHEIDENDER SCHLAG

"Meine lieben Söhne, blickt die Welt, in der ihr lebt, aufmerksam mit meinen Augen an!

Seht, wie sich mein Feind aller Dinge bemächtigt hat. Mehr denn je ist die Welt sein Reich geworden, in dem er wie ein Beherrscher seine Macht ausübt.

 

Und die Seelen, die Opfer seiner Verführung, gehen Tag für Tag in immer größerer Zahl zugrunde.

Ich will sie durch ein außergewöhnliches Eingreifen meiner Mutterliebe retten. Dazu brauche ich euch. Ich brauche eure Liebe.

 

Liebt mit meinem eigenen Herzen alle diese armen Kinder, die vom Satan und von der Sünde bereits zum Tode geführt wurden. Liebt vor allem die am weitesten Entfernten: Auch jene, die Gott leugnen, die euch abweisen und behindern, und alle, die Opfer des Lasters, des Hasses und der Gewalt geworden sind.

 

Sie sind gefügige Werkzeuge in der Hand Satans. Er gebraucht sie nach Belieben.

 

Sie handeln oft nur unter seinem verderblichen Einfluß.

Aber auch sie sind von Jesus erlöst worden. Auch sie sind meine Kinder. Es sind die Schwerkranken, darum brauchen gerade sie mich am allermeisten.

 

Liebt sie in mir und durch mich! Eure Liebe soll rein und vorbehaltlos sein. Sie soll meine eigene Liebe sein.

 

Auch wenn ihr bei ihnen nicht anzukommen scheint, in Wirklichkeit ist es nicht so. Eure Liebe ist schon eine Kraft, die sie der Herrschaft Satans entreißt. Sie ist ein Licht, das die

 

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Finsternis durchdringt, in der sie leben. Sie ist die wertvollste Hilfe, die ihr ihnen geben könnt, um sie zum Heil zu führen.

 

Ihr gehört mir. Ich bediene mich eurer, um alle diese meine Kinder heimzuführen.

 

Mein Feind hat sie mir entrissen und seiner Herrschaft unterworfen.

Ich will, daß alle diese meine verlorenen Kinder mit eurer Hilfe in den schützenden Raum meines Gartens zurückkehren. So werden sie ihr Heil erlangen.

 

Es eilt, meine lieben Söhne, denn die Zeit ist gekommen. Ich habe Eile, denn die Schlacht hat schon begonnen. Ihr Plan ist auf dem Weg zu seiner vollen Verwirklichung.

 

Mein entscheidender Schlag, der den Sieg bringen wird, seid ihr, meine vielgeliebten Söhne. Ich brauche eure ganze Liebe, um alle meine Söhne, deren sich mein Feind bemächtigt hat, seinen Händen zu entreißen.

Erst wenn alle in den Garten meines Unbefleckten Herzens eingetreten sind, wird man begreifen, daß mein Triumph nur der Triumph der Liebe in der Welt sein wird."

 

8. September 1977

Maria Geburt

ICH ZEIGE EUCH DEN WEG

"Meine vielgeliebten Söhne, bleibt immer in meinem Unbefleckten Herzen! Ich muß euch ja - so schnell wie möglich so formen, wie Jesus euch haben will. Ich habe Eile. Ich stelle an euch immer größere Anforderungen!

 

Laßt euch von mir tragen! Habt niemals Angst! Antwortet mir alle mit einem Ja!

 

Seit Jahren begleite ich euch Tag für Tag. Seit Jahren zeige ich euch den Weg.

 

Geht diesen Weg mit mir! Ich führe euch diesen Weg, weil ihr auf ihm im Augenblick der großen Finsternis mein Licht

 

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finden werdet. Laßt euch nicht durch eitle Neugierde davon abbringen! Sucht keine anderen Bestätigungen.

 

Der Weg, den ich euch vorgezeichnet habe, ist eure einzige Bestätigung! Geht immer auf ihm voran und werdet nicht müde! Lebt, was ich euch gesagt habe!

Ich habe gesprochen, um gehört zu werden.

Ihr schenkt mir dann Gehör, wenn ihr alles, was ich euch gesagt habe, in die Tat umsetzt.

 

Bewahrt es in eurem Herzen! Auch wenn jemand Zweifel und Unsicherheit in euch zu wecken sucht!

Setzt es in die Tat um, wenn ihr für euch und für die anderen Beweise für die Wahrheit meiner Worte erbringen wollt. (. . .)."

 

 

1. Oktober 1977

Nijmegen (Holland), Fest der hl. Theresia vom Kinde Jesu

Erster Monatssamstag

NICHT ALLEN IST ES GEWÄHRT

"Nicht allen ist es gewährt, meinen Plan zu verstehen, sondern nur denen, die ich berufe.

Meine geliebten Söhne, wie lange forme, führe und geleite ich euch schon, um euch darauf vorzubereiten, dieser Berufung Folge zu leisten. Ich habe euch vom Mutterschoß an in mein Unbeflecktes Herz aufgenommen und habe dann in eurem Leben selber alles für euch gefügt.

 

Euer Leben ist ganz und gar das Kunstwerk meiner Liebe. Und nun soll dieser Plan schon möglichst bald für das Heil aller Wirklichkeit werden.

Wenige gehören hier zu den Berufenen, aber mit ihrer Hilfe

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will ich als Mutter allen meinen Kindern die Möglichkeit der Rettung anbieten.

 

Seht, wie viele von ihnen den Weg des Verderbens gehen! Wer hilft ihnen? Wer hält sie zurück?

Schaut, wie viele - obwohl noch jung - schon Werke der Finsternis ernten, gleichsam bevor sie noch säen konnten. Ihre Umwelt hat sie vergiftet und in den Tod geführt.

 

Wie viele hochherzige Seelen kommen durch diese Finsternis, die sich über die

ganze Kirche ausgebreitet hat, zu Fall!

Du fühlst meinen Schmerz mit, weil du hier priesterlichen Mitbrüdern begegnet bist, die nicht mehr glauben. Aber sie üben weiter ihren Dienst aus. Sie sind Lehrer des Irrtums, Blinde, die die anderen in die Blindheit führen.

 

Nimm Anteil an meinem Schmerz, gerade hier an dieser Stelle, von wo aus sich der Progressismus und der Abfall auf das ganze Land und über viele Teile der Welt ausgebreitet haben.

 

Hier hat das Werk meines Feindes seinen Anfang genommen. Und gerade hier wollte ich zum Zeichen der Sühne heute die Priester meiner Bewegung im Gebet mit mir versammeln.

Nicht allen ist es gegeben, meinen großen Plan zu verstehen. Aber das ist die Stunde, in der mir alle Berufenen Antwort geben müssen.

 

Bald werdet ihr keine Zeit mehr haben, weil die vom Vater festgesetzte Zahl nunmehr erreicht sein wird."

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Fatima, 13. Oktober 1977

60. Jahrestag der letzten Erscheinung

DAS SONNENWUNDER

 

"Meine vielgeliebten Söhne, geht euren Weg im Vertrauen weiter!

Heute gedenkt ihr voll Freude des Zeichens, das ich vor 60 Jahren in diesem für meine Erscheinungen von mir erwählten Land gegeben habe: Ihr nennt es das Sonnenwunder.

 

Ja, meine Söhne, auch die Sonne gehorcht, so wie die ganze Schöpfung, den von ihrem Schöpfer festgelegten Gesetzen. Aber bisweilen kann ihr Verhalten anders sein, wenn Gott es so bestimmt.

Auch die Sonne fügt sich - wie alles geschaffene Sein - den Anordnungen Gottes.

Mit diesem Wunder wollte ich euch zeigen, daß mein Sieg darin bestehen wird, die Menschen zum bereitwilligen Gehorsam dem Willen unseres Gottes gegenüber zurückzuführen.

 

Die Sonne ist Quell des Lichtes. Die Erde treibt Keime und öffnet sich in ihrer Wärme. Ihr lebt auf dieser Erde durch das Licht, das sie euch schenkt. Eure Arbeit beginnt mit ihrem Erwachen. Mit ihrem Untergang hört ihr auf zu schaffen.

 

Ich wollte euch ein Zeichen geben, daß mein Sieg vor allem darin bestehen wird, über die Welt und Kirche wieder das Licht aufgehen zu lassen. Die Welt wird erneut erleuchtet werden, weil sie sich wieder gänzlich der Anbetung und Verherrlichung Gottes hingeben wird.

 

In der Kirche wird die Finsternis des Irrtums, der Untreue und der Sünde, die sie jetzt verdunkelt, verschwinden, und das Licht der Wahrheit, der Gnade und der Heiligkeit wird wieder erstrahlen. Jesus wird so sehr im Leben der Kirche

 

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aufleuchten, daß sie selbst für alle Nationen der Erde das größte Licht werden wird.

 

Der größte Sieg meines Unbefleckten Mutterherzens aber wird es sein, in den Seelen aller meiner Kinder Jesus aufleuchten zu lassen.

Manche der heute hier Anwesenden denken: Was wäre es doch ein großes Zeichen, wenn sich das Sonnenwunder wiederholte!

 

Aber ich wiederhole es doch täglich für jeden von euch! Wenn ich euch auf den Weg meines Sohnes führe, wenn ich euch helfe, von der Sünde zu gesunden, wenn ich euch zum Gebet anhalte, wenn ich euch zur Heiligkeit heranbilde, so ist dies das Licht dieser Sonne, die ich immer mehr in euren Seelen und eurem Leben aufleuchten lasse: Die Sonne meines Sohnes Jesus.

 

Dafür war das Sonnenwunder, das sich hier ereignet hat, nur ein Zeichen. Von den Augen der Anwesenden wurde dieses außerordentliche Geschehen wahrgenommen. Viele wurden dadurch zum Glauben an mein mütterliches Wirken geführt. Meine Aufgabe ist es, in den Herzen aller Menschen das Licht Jesu, der wahren Sonne der Welt, zu entzünden."

 

 

29. Oktober 1977

Fest des seligen Michael Rua

ZWEIFEL UND UNSCHLÜSSIGKEIT

 

"Laßt euch nicht überraschen, vielgeliebte Söhne, wenn mein Feind alles unternimmt, um dieses mein Werk zu behindern.

Seine bevorzugte Waffe ist es, Zweifel und Unschlüssigkeit über all das zu säen, was ich selber jetzt in der Kirche durchführe. Er sucht diese Zweifel auf Beweggründe zu stützen,

 

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die nach außen hin fest und richtig zu sein scheinen. Auf diese Weise bewirkt er (bei euch) eine kritische Haltung gegenüber allem, was ich euch sage, noch bevor ihr meine Worte vernehmt und sie versteht.

 

Ihr hört gelegentlich von hochgebildeten Mitbrüdern, ja auch von Experten und Fachtheologen, die das, was ich sage, ablehnen, weil sie mit ihrem von Bildung und Wissen erfüllten Geist jedes meiner Worte unter die Lupe nehmen. So finden sie unüberwindliche Schwierigkeiten gerade in jenen Sätzen, die den Einfachen und Kleinen so klar erscheinen.

 

Mein Wort kann nur von denen verstanden und aufgenommen werden, die einen demütigen und bereiten Geist, ein schlichtes Herz und klare und reine Augen haben. Wenn die Mutter zu ihren kleinen Kindern spricht, so hören diese auf sie, weil sie sie lieben. Sie tun, was sie sagt, und so wächst ihre Erkenntnis, und ihr Leben wird intensiver.

 

Jene können nicht ihre Söhne sein, die sie - noch bevor sie sie anhören - kritisieren, die das, was sie sagt, zurückweisen, bevor sie es in die Tat umsetzen. Bei allen diesen kann, selbst wenn ihr Wissen wächst, weder ihre Weisheit zunehmen, noch ihr Leben intensiver werden. (. . .)."

 

 

5. November 1977

Erster Monatssamstag

BALD WIRD ALLES IN ERFÜLLUNG GEHEN

"Alles wird bald nach dem Plan Gottes erfüllt werden. Eure Mutter will euch in ihrem Unbefleckten Herzen einschließen, um euch für die vollkommene Verwirklichung dieses göttlichen Planes zu geeigneten Werkzeugen zu machen.

 

In diesem Plan wird der Triumph der Barmherzigkeit des

 

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Vaters sichtbar, der darauf wartet, alle seine in die Irre gegangenen Kinder wieder zu sich zurückzuführen.

 

Durch diesen Plan kommt die große Stunde der barmherzigen Liebe des Sohnes, dessen Wille es ist, daß diese Welt, die er am Kreuz erlöst hat, ganz durch sein Blut gereinigt wird. Mit diesem Plan ist die Zeit des Heiligen Geistes angebrochen, der euch vom Vater und vom Sohn in immer reicherer Fülle geschenkt wird, in Überfülle, um die ganze Kirche zu ihrem neuen Pfingsten zu führen.

 

Alles wird bald in Erfüllung gehen, damit die Kirche aus dem großen Schmerz der Läuterung schöner und leuchtender in einer erneuerten Welt hervorgehen kann.

A11es, was in eurem Leben geschieht, sollt ihr in diesem Licht sehen. Jede Einzelheit der Zeit, die ihr durchlebt, sollt ihr in den Rahmen dieses wunderbaren Planes hineinstellen. Schaut nicht wie gebannt auf die Finsternis, die immer dichter wird, auf die Sünde, die heute zur Norm des menschlichen Handelns erhoben wird, nicht auf das Leiden, das bis zu seinem Höhepunkt noch zunehmen wird, nicht auf die Strafe, die sich diese Menschheit mit ihren eigenen Händen bereitet. (. . .)."

 

 

8. Dezember 1977

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

DIE UNBEFLECKTE AN EURER SEITE

 

"Ich bin eure unbefleckte Mutter.

Heute schaut ihr alle von der ganzen Welt auf mich, um meine Herrlichkeit zu betrachten, die mir die Heiligste Dreieinigkeit durch ein besonderes Gnadenprivileg verliehen hat.

 

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Ich habe die Sünde nie gekannt.

So wollte mein Sohn Jesus die erste und schönste Frucht seiner Erlösung in mir erstrahlen lassen.

Wie sein Blut euch die Möglichkeit gibt, von jedem Makel der Sünde reingewaschen zu werden, so hat er mir das Privileg verliehen, vom ersten Augenblick meiner Empfängnis an von der Sünde unberührt gewesen zu sein.

 

Er wollte mich ,ganz schön`, um in mir eine würdige Pforte zu finden, bis zu euch kommen zu können.

Meine vielgeliebten Söhne, wenn ihr wollt, daß ich euch helfe, von der Sünde frei zu werden, die für euch das eigentliche Übel ist und das Bild meines Sohnes zerstört, das ausnahmslos in jedem von euch sichtbar werden soll, so laßt euch immer mehr von eurer himmlischen Mutter ziehen und führen.

 

Besonders heute bin ich euch nahe und ich sage euch: Habt keine Angst, fürchtet euch vor nichts, denn eure Unbefleckte Mutter steht an eurer Seite.

Ich habe euch das Ziel angegeben, zu dem ich euch hinzuführen beabsichtige.

Ich habe euch den Weg vorgezeichnet.

 

Ich habe euch aus allen Teilen der Welt berufen und in mein Unbeflecktes Herz eingeschlossen.

Ich habe euch auch vorausgesagt, was geschehen muß.

Gerade am heutigen Tag lade ich euch ein, euch mir vollkommen anzuvertrauen, ohne Angst und ohne Sorge.

 

Wenn ich euch gesagt habe, daß in der tiefsten Dunkelheit das Licht für euch aus meinem Unbefleckten Herzen kom

 

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men wird, so wollte ich euch damit klarmachen, daß ich es sein werde, die euch in den entscheidenden Augenblicken alle Einzelheiten wissen lassen wird.

 

Ich werde euch sagen, wem ihr folgen müßt, um dem Stellvertreter meines Sohnes Jesus und meiner Kirche treu zu sein.

Ich werde euch in dem bestärken, was ihr verkündigen müßt, um in der Wahrheit zu bleiben. Ich werde euch zeigen, wen ihr fürchten müßt und welche Wege ihr gehen könnt, um den Gefahren zu entkommen. Für jene aber, die ich auf den Kalvarienberg führe, um dort geopfert zu werden, werde ich selbst es sein, die alles im voraus verfügt.

 

Ich bin die Unbefleckte und bin bei euch in diesen Augenblicken eurer Reinigung und Läuterung und ich werde mich in außerordentlicher Weise zu erkennen geben. Denn der Kampf ist hart, den wir gegen Satan, die Sünde und gegen das ganze große Heer des Bösen führen müssen.

 

 

24. Dezember 1977

Heilige Nacht

AUCH IHR BRINGT MEINEN SOHN ZUR WELT

"Meine vielgeliebten Söhne, beugt euch mit mir über diese Krippe, wo mein Sohn, kaum geboren, vor Kälte zittert und wimmert.

Beten wir ihn gemeinsam an, denn er ist der wahre Sohn Gottes.

 

Ich liebe euch ganz besonders, weil ihr seine Priester seid. Ihr habt eine Macht empfangen, die euch eurer himmlischen Mutter so sehr ähnlich macht.

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Wenn ihr die heilige Messe feiert, bringt auch ihr meinen Sohn zur Welt. Jesus macht sich durch das Wort der Priester wahrhaft in der konsekrierten Hostie gegenwärtig.

 

Wenn es euch, meine vielgeliebten Söhne, nicht gäbe, könnte sich mein Sohn im Sakrament der Eucharistie nicht gegenwärtig machen.

In der Eucharistie ist Jesus wahrhaft mit seinem Leib, mit seinem Blut, mit seiner Seele, mit seiner Gottheit gegenwärtig.

 

Ihr Priester erneuert die Realität seiner Geburt in der Zeitlichkeit.

Auch heute, so wie damals, vollzieht sich sein Kommen im Geheimnis.

Damals nahm ihn eine Grotte auf, jetzt ist es der Stein eines Altares. Damals verhüllte die zarte Gestalt eines Kindes seine Gottheit, heute verbirgt ihn die weiße Brotsgestalt.

 

Aber wie damals im kleinen Kind, so ist jetzt in der konsekrierten Hostie der Sohn Gottes wahrhaft gegenwärtig.

 

In dieser Heiligen Nacht wird mein Mutterherz aufs neue zerrissen, wenn es sieht, wie sich auch unter den Priestern die Zweifel an der göttlichen Gegenwart meines Sohnes Jesus im Geheimnis der Eucharistie vermehren.

 

Und so verbreitet sich gegenüber dem Sakrament der heiligsten Eucharistie Gleichgültigkeit, verringert sich Anbetung und Gebet, und Tag für Tag häufen sich die Sakrilegien jener, die sich im Stand der Todsünde diesem heiligsten Sakrament nahen."

 

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SIE GLAUBEN NICHT MEHR

"Leider wächst auch unter den Priestern die Zahl- derer, die zwar noch die Eucharistie feiern, aber nicht mehr daran glauben. Manche von ihnen leugnen die reale Gegenwart meines Sohnes Jesus, andere lassen sie nur für die Zeit der Feier des heiligen Meßopfers gellten, wieder andere reduzieren sie auf eine rein geistige und symbolische Gegenwart.

 

Solche Irrtümer verbreiten sich immer mehr, obwohl die wahre Lehre eindeutig vom kirchlichen Lehramt, vor allem vom Heiligen Vater, bestätigt worden ist.

 

Es wird die Zeit kommen, da man leider noch mehr diesen Irrlehren verfallen und in der Kirche der Wohlgeruch der Anbetung und des heiligen Opfers fast ganz aufhören wird. Damit wird der Greuel der Verwüstung, der bereits in den heiligen Tempel Gottes eingedrungen ist, seinen Höhepunkt erreichen.

 

Aus diesem Grund will ich in dieser Heiligen Nacht alle meine vielgeliebten Söhne auf der ganzen Erde in mein Unbeflecktes Herz einschließen.

Ich lade euch ein, euch mit mir über den Altar zu beugen, wo auch ihr Jesus im eucharistischen Geheimnis zur Wellt bringt. Betet ihn mit mir an, schenkt ihm mit mir eure Liebe, tröstet ihn mit mir, dankt ihm mit mir, leistet ihm mit mir Sühne für die Beleidigungen, für die Kälte und die große Gleichgültigkeit von der er umgeben ist. Verteidigt ihn mit mir, mit eurem Leben! Seid bereit, für ihn euer Blut hinzugeben!

 

So wird Jesus in dieser dunklen Nacht der Welt durch euch erneut Licht geben - dieser Welt, die er in seiner barmherzigen Liebe noch heilen und retten will."

 

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31. Dezember 1977

DAS ENDE EINER PERIODE

"Mein vielgeliebter Sohn, verbringe mit mir die letzten Stunden dieses Jahres, das für meine Bewegung wahrhaftig ein außerordentliches Gnadenjahr war.

Sechzig Jahre sind vergangen, seitdem ich in der armen Cova da Iria in Fatima erschienen bin, um den Menschen meine wichtige Botschaft zu bringen.

 

Besonders heute wird diese meine Botschaft noch dringender und aktueller.

 

- Aktuell weil sich in diesen Momenten die Menschheit mehr denn je am Rande ihrer Selbstzerstörung befindet.

 

- Dringend weil nunmehr das, was Gottes Gerechtigkeit bestimmt hat, auf dem Weg ständiger und rascher Verwirklichung ist.

Ihr alle, meine vielgeliebten Söhne, nehmt den sorgenvollen Aufruf eurer Mutter ernst! Kehrt zurück auf den Weg, der durch Gebet und Bekehrung zu Gott führt.

 

Ich biete euch heute noch einmal das Mittel an, das der Vater euch schenkt, um euch zu helfen, zu ihm zurückzukehren: mein Unbeflecktes Herz. Weiht euch alle diesem Herzen und überlaßt euch den Armen eurer himmlischen Mutter.

 

Während dieses Jahres, das jetzt zu Ende geht, konnte ich die Strafe durch die Gebete und Leiden so vieler meiner Kinder noch zurückhalten. Euer Ja hat es mir ermöglicht, meinen mütterlichen fürbittenden Einsatz für euch zu verstärken.

Jesus wollte seiner und eurer Mutter noch eine letzte Möglichkeit geben, für eure Rettung einzutreten, und daß der große Schmerz, der euch erwartet, gemildert wird. (. . .)."

 

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