DonGobbi Einsprechungen

 

 

1975

Lebt in der Vorfreude

 

 

 

4. Januar 1975

Erster Monatssamstag

SEID MEINEM WORT UND DEM WORTDES HEILIGEN VATERS TREU

"(. . .) Mit welch großer Freude habe ich die hl. Messe zu Ehren meines Unbefleckten und schmerzensreichen Herzens angenommen, die du heute früh in meinem ehrwürdigen Heiligtum gefeiert hast!

 

Du bist wie zu einer Gebetswallfahrt gekommen, hast den Rosenkranz gebetet und mir zu Ihren Lieder gesungen.

Ich habe dir schon meine Freude zum Ausdruck gebracht. Du weißt, es war vor allem in jenem Augenblick, da ich dich angehalten und durch dich alle Priester meiner Bewegung gesegnet habe, besonders jene, die geographisch am weitesten entfernt sind: die deutsch, französisch und englisch Sprechenden, die im fernen Amerika und ist den Missionen Afrikas und Asiens.

 

In diesem Augenblick haben alle meine Priester in jedem Teil der Welt in besonderer Weise meine Nähe verspürt. Meine Söhne, die heute, am ersten Samstag des Monats und des Jahres im Geiste vereint sind, um mein Unbeflecktes Herz zu verehren

 

Mein vielgeliebten Söhne welche Freude und welchen großen Trost schenkt ihr meinem mütterlichen Herzen:  Ihr seid es, die ihr mit eurem hochherzigen Ja auf meine Forderungen, die ich in Fatima gestellt habe, um die Welt zu retten antwortet.

Ihr, meinem Herzen geweihte Priester, nur auf euer Ja habe ich gewartet, um mein Wirken zu beginnen Mit euch werde ich nun mein Werk anfangen.

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Fürs erste wird sich diese meine Bewegung überallhin ausbreiten. Sie wird meine vielgeliebten Priester von allen Erdteilen sammeln. Von der unwiderstehlichen Kraft des Heiligen Geistes gleichsam getrieben, werden sie meiner Einladung folgen und sich zu meiner Priesterschar zusammenfinden, die berufen ist, nur in Treue zum Evangelium und zur Kirche zu leben.

 

Es wird dann zu einem fürchterlichen Zusammenprall mit jenen Priestern kommen, die Träger des Irrtums sind, die sich gegen den Papst und gegen meine Kirche auflehnen und eine ungeheure Zahl meiner armen Kinder ins Verderben stürzen. Wenn dieser Sturm gekommen sein wird, werdet ihr, meine Priester, treu zu mir stehen.

 

Der Ungeist des Bösen wird überall Finsternis verbreiten, der Ungeist des Hochmuts viele irrige Ideen. Sie werden sich überall behaupten. Fast alle werden ihnen folgen. Alles wird dann in der Kirche in Frage gestellt werden. Selbst das Evangelium meines Sohnes wird von einigen als Legende ausgegeben. Ihr Priester aber, die ihr mir geweiht seid, werdet meine treuen Söhne sein.

Ihr werdet zum Evangelium und zur Kirche halten. Die Kraft, treu zu sein, wird euch dadurch kommen, daß ihr euch daran gewöhnt habt, euch allein mir anzuvertrauen, daß ihr gefügig und allein meiner Stimme gegenüber gehorsam geworden seid.

 

So werdet ihr, meine Söhne, nicht auf die Stimme dieses oder jenes Theologen, nicht auf diese oder jene Lehre hören - auch wenn diese eine weitgehende Zustimmung erfährt -, sondern nur auf meine Stimme."

 

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DIE STIMME DER KIRCHE

"Und meine Stimme wird euch liebevoll nur das wiederholen, was der Papst und die mit ihm vereinte Kirche verkünden.

 

Folgt getreu meiner Stimme und der des Heiligen Vaters! So werdet ihr die von mir vorbereitete Schar sein, die seine Person verteidigen, seine unbeachtet gebliebene Lehre verbreiten und ihn in seiner Verlassenheit und Einsamkeit Trost spenden wird.

 

Ihr werdet auch verfolgt werden: Es wird der Augenblick kommen, da ihr das einzige brennende Licht sein werdet. So könnt ihr durch eure Treue zum Evangelium und durch euer Leiden unzählbaren Seelen den Weg des Heiles weisen. Und euer Licht wird - durch mein Eingreifen - niemals völlig zum Erlöschen kommen.

 

Meine vielgeliebten Söhne, betrachtet mich als Mutter, die jedem von euch nahe ist! Die Tage vergehen, und es nähert sich die große Stunde, da ich euch aus allen Teilen der Welt zusammenführe und in meinem Unbefleckten Herzen berge. (. . .)."

 

 

28. Januar 1975

Fest des hl. Thomas von Aquin

NÜTZT DIE ZEIT, DIE EUCH NOCH GEGEBEN IST

"Mein Sohn, bereite dich vor, weiter meine Söhne zu sammeln! Halte dich an die von mir schon gegebenen Richtlinien!

 

Ich habe Eile. Ich will, daß die Priester meiner Bewegung sich zusammengefunden haben, noch bevor der große Sturm losbricht.

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- Sammelt euch, um gemeinsam zu beten: - wie im Abendmahlsaal beim Zönakel. Ich, die Mutter, sammle euch zur.: Gebet. Meine vielgeliebten Priester, kehrt zum Gebet zurück! Ich brauche euer Gebet sehr.

 

Betet mit mir und durch mich das so schlichte und doch so wirksame Gebet, das ich von euch verlangt habe: den heiligen Rosenkranz.

Betet gut! Voll Demut, Einfachheit, Hingabe und Vertrauen! Sorgt euch nicht mehr um andere Dinge! Ihr dürft euch nicht mehr durch andere beunruhigende Probleme verwirren lassen . . .

 

Die große Masse hat sich von Gott entfernt. Sie geht den Weg innerer Zerrüttung, die jeden Tag gewaltsamer und unmenschlicher wird. Euer Handeln genügt nicht mehr. Auf euch allein gestellt, seid ihr nicht mehr imstande, die Masse aufzuhalten. Sie steht knapp vor ihrem ewigen Verderben. Nur ich werde sie durch mein mütterliches, wunderbares Eingreifen schließlich retten können.

 

Und darum brauche ich euer Gebet!

Meine Priester müssen sich jederzeit in dieser priesterlichen Haltung befinden: in meinem Herzen im Gebet für die Rettung der Welt.

Diskussionen, übermäßige Betriebsamkeit, Problemewälzen und andere Verhaltensweisen, die heute Mode sind, zerstreuen und vergeuden eure Kräfte. Das alles sind nur Störungsaktionen meines Widersachers, dem es heute gelingt, alles vorzutäuschen und alle zu betrügen.

 

Ihr, meine geliebten Söhne, werdet von ihm niemals verführt werden können, weil ihr meinem Unbefleckten Herzen geweiht seid. Deshalb werdet ihr immer und allein nur meine Priester sein, die unablässig mit mir beten, damit dem großen Abfall zum Teil Einhalt geboten wird und die großen bevorstehenden Strafen wenigstens abgekürzt werden.

 

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- Liebt einander wie Brüder, die um ihre Mutter versammelt sind. Wie tut es meinem mütterlichen Herzen weh, sehen zu müssen, daß es heute auch unter den Priestern kaum mehr Liebe und Hilfsbereitschaft gibt. Der Egoismus hat allen Schwung von brüderlicher Liebe erstickt. Im Herzen so vieler meiner Söhne ist nur Frost und Dunkelheit.

 

Liebt einander, meine vielgeliebten Söhne! Besucht einander gegenseitig, kommt zusammen und helft einander, treue Priester zu sein: treu dem Papst, treu dem Evangelium, treu zur Kirche!

 

Habt keine Angst, wenn heute alles im Glauben Schiffbruch zu erleiden scheint. Nicht ein einziges Wort des Evangeliums meines Sohnes geht verloren oder wird nicht wortgetreu aufgenommen, wenn ihr nur entschlossen seid, der Wahrheit treu zu bleiben.

 

Ihr sollt das gelebte Evangelium sein! Setzt euer Licht der großen Finsternis entgegen, die sich immer mehr über meiner Kirche zusammenzieht.

- Bleibt in meiner Nähe! Bei den gemeinsamen Treffen werden alle meine besondere Gegenwart spüren. Da die Zeit drängt, werde ich mich selbst jedem von euch in außerordentlicher Weise kundmachen. (. . .)

 

Kommt noch häufiger zusammen! Die Zeit, die euch zur Verfügung steht, ist kurz. Es soll alles gut getan werden, damit meine vielgeliebten Söhne seelisch vorbereitet sind, jedoch ohne Angst zu haben."

 

 

15. Februar 1975

Erscheinung der "Jungfrau der Armen" in Banneux

DIE FREUDE, EUCH WACHSEN ZU SEHEN

 

Mein vielgeliebter Sohn, warum hast du Angst? Warum verlierst du manchmal deinen Frieden?

 

Was dir in diesen Tagen widerfahren ist, habe ich selbst gefügt, damit du dich in Wahrheit von allen loslösen kannst; selbst von jenen, die von mir und meinem Sohn Jesus besonders geliebt werden.

Du bist so armselig, daß du dich, ohne es zu merken, auf sie stützt und von ihnen abhängig wirst. Deine Anhänglichkeit wird um so größer, je näher mir diese Seelen stehen.

 

Du brauchst jedoch nur ihr Gebet und Opfer. Und dies verlange ich von ihnen für dich und für meine Bewegung. Du sollst es ihnen lohnen mit Gebet und großer brüderlicher Liebe. Das genügt. Alles andere ist nicht von mir. Es ist für dich eitel und überflüssig, nichts als Zeitverlust. (. . .)

 

Meine geliebten Söhne, laßt euch von allem wirklich loslösen! Seht, nicht eure Fehler, eure Rückfälle, eure starke Begrenztheit hindern euch, ganz mir zu gehören und für meinen großen Plan verfügbar zu sein. O nein, im Gegenteil! Dies alles ist ein großes Geschenk für euch, denn es ist eine Hilfe, daß ihr euch selbst nicht hoch einschätzt und demütig bleibt. Dadurch habt ihr gleichsam das Maß, wie klein und gering ihr seid.

 

Nur eure Anhänglichkeiten sind es, die euch hindern, ganz mir zu gehören. Wie viele Bindungen habt ihr noch, meine lieben Söhne! Ihr hängt noch an euch selbst, an Menschen, auch an guten und heiligen, an eurer Arbeit, euren Ideen, euren Gefühlen! Eine Bindung nach der anderen werde ich zerreißen, damit ihr nur die Meinen seid. (. . .)

 

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Dann werde ich in euch wirken und meine mütterliche Aufgabe erfüllen können. Sie besteht darin, aus jedem von euch ein lebendiges Abbild meines Sohnes Jesus zu machen. Vertraut also auf mich! Habt keine Angst! Jeden Schmerz einer neuen Loslösung werde ich mit einem neuen Geschenk meiner Liebe belohnen. So oft ihr euch von einem Geschöpf losmacht, werdet ihr immer mehr die Nähe eurer Mutter verspüren.

 

Schenkt mir die Freude, meine kleinen Söhne, daß ich euer ständiges Wachsen bewirke."

 

15. März 1975

DENKT NICHT AN MORGEN

"(...) Verbringe jeden Augenblick bei mir, ohne an das Morgen zu denken! Sei ohne Sorge, was du tun sollst! Ich werde dich immer an der Hand halten. (. . .)

 

Nur mehr kurze Zeit werdet ihr im Licht wandeln! Bald wird alles in Dunkelheit stürzen. Dann werde ich allein euer Licht sein. Ich werde euch anleiten, das zu tun, was mein Unbeflecktes Herz wünscht.

 

Aus diesem Grund muß ich von euch, vielgeliebte Söhne, gerade das verlangen, was eure menschliche Natur am meisten kostet. Ich will, daß ihr ohne Angst vor dem Morgen lebt, daß ihr euch um die Zukunft keine Sorge macht.

 

Fragt mich nicht: Was werden wir tun? Wie sollen wir uns verhalten? Ist die große Reinigung schon nahe? Was wird mit uns geschehen?

Lebt nur mit vollkommener Liebe und mit vollkommener Hingabe einzig und allein in der Gegenwart, die ich selbst

 

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Augenblick für Augenblick - für euch, meine kleinen Kinder, füge.

Gewöhnt euch daran, nicht auf die Dinge, sondern allein auf mich zu sehen!

 

Schaut nicht auf das, was euch erwartet! Schaut nicht auf die leidvollen Ereignisse dieser Zeit! Schaut auch nicht auf das, was viele heute meinem Sohn und mir antun und was sie euch antun werden!

 

Die Stunde der Finsternis ist nahe, die Stunde, in der ihr den Kelch trinken müßt, den mein Sohn jedem von euch bereitet hat. Aber schaut nicht einmal auf diese Stunde, damit euch nicht Angst und Verwirrung befallen!

 

Schaut allein auf mein Unbeflecktes Herz: hier sucht eure Zuflucht, hier wärmt euch, hier holt euch Kraft, hier fühlt euch geborgen! (. . .)."

 

 

28. März 1975

Karfreitag

DER KREUZWEG

 

"Warum wollte ich dich heute hier haben, fern von Sorgen und Aktivität? Damit du allein bei meinem Sohn Jesus verweilst. (. . .)

Der Weg, auf dem ich meine vielgeliebten Söhne, die meinem Unbefleckten Herzen geweihten Priester meiner Bewegung, führen will, ist allein der Weg des Kreuzes.

Ich will sie alle am Kreuz mit meinem Sohn, im Gebet und im Leiden. Das ist der Weg, den Jesus gegangen ist, um die Erlösung zu vollbringen und alle Menschen zu retten.

 

Das ist der Weg, den alle Priester, die berufen sind, meine Schar zu bilden, gehen müssen. Die von meinem Sohn erlösten, ihm aber von Satan entrissenen Menschen können

 

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noch heute durch ein besonderes Eingreifen meines mütterlichen Herzens gerettet werden.

Der Weg des Kreuzes, meine kleinen Kinder, ist der einzige, den ich euch vorgezeichnet habe. Es ist der Weg, den euch eure Mutter mit ihrem Sohn Jesus vorausgegangen ist.

 

Geht ihn ohne Angst! Ich werde euch an der Hand halten und führen. Mein mütterliches Herz wird euch Mut geben. Geht den Weg mit mir, in meinem Unbefleckten Herzen. So werdet ihr unter eurem Kreuz die Anwesenheit eurer Mutter verspüren, sie wird euch stärken und helfen.

 

Ihr müßt diesen Weg gehen, denn nur so werdet ihr meinem Sohn Jesus in allem ähnlich sein können. Es ist ja meine Aufgabe, euch in jeder Beziehung ihm ganz gleichförmig zu machen.

 

Zuerst habe ich euch von allem losgelöst, um euch für den Willen des Vaters bereitzumachen. Dann führte ich euch zum wahren Kindsein, damit ihr Priester nach dem Herzen Jesu seid. Und nun ist die Stunde gekommen, in der ihr berufen seid, mit ihm den Kalvarienberg zu besteigen.

 

Es ist dies auch die Kalvarienbergstunde für meine Kirche, für den Heilligen Vater und für alle Priester, die meinem Sohn und seinem Evangelium treu bleiben wollen.

 

Meine vielgeliebten Söhne, es ist dies aber auch eure schönste

Stunde, für die ich selbst schon seit langem jeden von euch vorbereitet habe.

 

Nun sprecht mit, mir: ,Ja, Vater, Dein Wille geschehe!`

In dieser Stunde der Finsternis habe ich euch erwählt, das Licht des Willens und des Ratschlusses des Vaters auszustrahlen. Ihr seid berufen, Zeugnis für die Vaterschaft und für die barmherzige Liebe Gottes zu geben. (. . .)."

 

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25. April 1975

Fest des hl. Evangelisten Markus

BETRÜBT MICH NICHT MIT EUREM ZWEIFEL!

 

"Mein vielgeliebter Sohn, nun hast du das Werk, das ich dir aufgetragen habe, fast vollendet.

Flüchte dich Jetzt in mein Unbeflecktes Herz! Nur hier will ich dich haben, um dich in der Zeit der furchtbaren Prüfung zu stärken und zu beschützen.

 

Meine vielgeliebten Söhne, ihr meinem Herzen geweihte Priester, hört noch einmal- auf die Stimme eurer liebevoll mahnenden Mutter, damit ihr euch für die großen Ereignisse, die auf die Welt zukommen, vorbereiten könnt.

 

Seid ganz die Meinen! Überlaßt euch mir ohne Vorbehalt! (. . .).

Denkt nicht mehr an eure Vergangenheit!

Es gibt unter euch solche, die noch an die eigene Vergangenheit zurückdenken, die noch den Schmerz so vieler Wunden, die ich doch schon geheilt habe, verspüren. Dadurch sind sie in der vollkommenen Hingabe an mich wie gehemmt. Sie kommen nicht los von dem Gedanken: Ist es möglich, daß ich - nach allen meinen Fehlern und Treulosigkeiten - von der himmlischen Mutter wahrhaft erwählt und besonders geliebt bin?

 

Meine Söhne, mein Herz strömt über von zärtlicher Liebe zu euch, gerade weil- ihr klein und schwach seid, weil- ihr manches Mal gefallen seid und euch deshalb so gebrechlich fühlt.

Meine kleinen Söhne, allein könntet ihr niemals das, was euch erwartet, überstehen. Deshalb will ich euch in meinem Unbefleckten Herzen bergen. Ich werde selbst eure Sicherheit und euer Schutz sein."

 

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GEBET UND VERTRAUEN

"Es gibt welche unter euch, die noch von der Versuchung des Zweifels und der Kritik gefangen sind und dies nach allem, was ich für euch getan habe! . . .

 

Betrübt mein Herz nicht mit Zweifel und Ungläubigkeit! Habt ihr immer noch nicht gelernt, euch von mir führen zu lassen? Überwindet diese Versuchung durch Gebet!

Ich will von meinen Priestern nur Gebet und Vertrauen auf mich. Jeder Augenblick, den sie nicht mit mir in vollkommener Hingabe verbringen, ist für sie verloren, mir aber entzogen: und dies schmerzt mein mütterliches Herz sehr.

 

Es ist der Augenblick gekommen, daß sich manche meiner Priestersöhne anschicken, öffentlich gegen meinen Sohn, gegen mich, gegen den Papst und die Kirche aufzutreten.

 

Ich werde sie nicht mehr als meine Söhne anerkennen können, ich werde vom Himmel kommen, mich an die Spitze der Schar meiner vielgeliebten Söhne stellen und die Komplotte der Feinde zunichte machen.

 

Nach einer großen Umwälzung und Läuterung der Welt wird mein Unbeflecktes Herz seinen Siegesgesang im größten Triumph Gottes anstimmen.

Für diesen Augenblick, meine vielgeliebten Priester, habe ich euch, einen nach dem anderen, von allen Erdteilen berufen und vorbereitet.

 

Jetzt ist nicht mehr Zeit für Zweifel und Unsicherheit. Jetzt ist die Zeit des Kampfes!

Jeder von euch möge sich von mir in meinem Unbefleckten Herzen bergen lassen."

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7. Juni 1975

Fest des Unbefleckten Herzens Mariens

LEISTET MEINEM EINDRINGLICHSTEN APPELL FOLGE

"Schreibe wieder nieder, was ich zu deiner kindlichen, von meinem Unbefleckten Herzen erwählten Seele gesprochen habe.

Unterwirf dich immer bereitwilliger und gehorsamer deinem Seelenführer! Vertraue dich ihm vollkommen an! Ich werde ihm das nötige Licht schenken. So wird er erkennen, was ich bezüglich meiner Pläne von ihm wünsche.

 

Fürchte dich nicht, mein vielgeliebter Sohn! Warum bist du verwirrt und verlierst gelegentlich deinen inneren Frieden?

 

Du bist in meinem Herzen: Mach es dir zur Gewohnheit, in meinem mütterlichen Herzen zu verweilen! Spüre die ganze Ruhe meines Herzens! Fühle all die  zärtliche Liebe, die es für dich hegt!

Leb so, mein Sohn, daß ich all die Zartheit der Liebe meines Unbefleckten und schmerzensreichen Herzens über dich verströmen kann. (. . .)

 

Wer dich sieht, dich hört und dir begegnet, soll verspüren können, wie in seine Seele ein Hauch meines übernatürlichen Duftes eindringt, etwas von jener zärtlichen Liebe, die das Herz der Mutter für alle ihre Söhne hegt.

 

Aus diesem Grunde will ich dich von allen wirklich losgelöst sehen. Suche keinen anderen Zuspruch, keinen anderen Halt! Merkst du nicht, daß ich selbst zu dir spreche und dich führe? Mein Unbeflecktes Herz allein wird dein Trost sein! Von ihm wird dir jede Ermutigung kommen!

 

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Laß mich alles tun! Es handelt sich um mein Werk, niemand wird es anrühren. Ich wache eifrig darüber. Mein Eifer aber ist der Eifer Gottes. Ich habe dieses Werk gewollt. Gott soll in ihm seinen großen Triumph feiern und Satan seine endgültige Niederlage erleiden."

 

ALLES AN SEINEM PLATZ

"Laß dich nicht verwirren, wenn du fühlst, daß da und dort Bewegungen entstehen, die von Menschen angeregt werden, denen ich mich gleichfalls offenbare. Im Gegenteil: Alles gehört zu meinem großen Plan. Deshalb muß alles an seinem Platz bleiben.

 

Dein Platz ist die Marianische Priesterbewegung. Mit Hilfe meiner Priester werden sich auch unzählige Laien meinem Herzen weihen und sich mir gänzlich anvertrauen. Und dies schlicht und einfach, ohne Organisation! Sie mögen sich alle mir überlassen, so wie sich das Kind ganz seiner Mutter hingibt.

 

Meine Söhne, schon hat der Kampf begonnen. Ich verlange von euch nur, daß ihr

meinem eindringlichsten Appell Folge leistet.

Seid meine Priester! Seid Priester des Gebetes! Verliert keine weitere Zeit! Die Zeit, die euch noch bleibt, ist allzu kostbar. Betet stets andächtig den heiligen Rosenkranz! Lebt und verbreitet das Evangelium meines Sohnes Jesus!

 

Betet für den Stellvertreter Christi, den Heiligen Vater! Helft ihm! Verteidigt ihn! Seid arm, klein und demütig! Seid allein meine kleinen Söhne, die einen Kranz der Liebe um mein Unbeflecktes und schmerzensreiches Herz bilden!

Heute segne ich jeden einzelnen. Ich umarme euch. Ich schließe euch in mein Herz.

 

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Niemals - auch nicht einen Augenblick - sollt ihr euch allein und von mir verlassen fühlen. Meine lieben Söhne, ihr seid meinem Unbefleckten Herzen geweiht. Ich bin eure Mutter. Ich schenke euch heute meine dauernde Gegenwart.

 

Ich bin bei jedem .von euch!"

 

9. Juli 1975

EUER SCHWERSTES KREUZ

"Wie oft sage ich es dir: bleib immer in meinem Herzen! Fürchte dich vor nichts!

 

Mach dir niemals Sorgen, auch nicht um meine Priesterbewegung! Ich will nur dein Gebet, dein Leiden, deine völlige Hingabe an mich.

 

In diesen Tagen wollte ich dir keine Prüfung schicken. Du bist so klein und so sehr mein, daß dich die Mutter auch nicht einen Augenblick allein lassen kann.

 

Ich wollte dir nur einen kleinen Tropfen meiner großen Trauer verkosten lassen; einen Tropfen des Schmerzes, den mein Herz wegen vieler meiner armen Priestersöhne leidet, die Satan nun schon ganz für sich gewonnen hat . . .

Diese meine armen Söhne! Wie viel! Sorge bereiten sie mir!

 

Sie sind Priester meines Sohnes - und glauben nun nicht mehr an ihn. Sie verraten ihn dauernd. Als Priester sind sie zu Dienern der Gnade berufen, sie selbst aber leben im Dauerzustand der Sünde. Ihr Leben ist eine ununterbrochene Kette von Sakrilegien. Als Priester sind sie gesandt, die Heilsbotschaft zu verkünden, sie sind jedoch Propagandisten der Irrlehre. Als Priester haben sie die Aufgabe, viele Seelen zu retten, wie viele aber führen sie auf den Weg des Verderbens.

 

Jetzt ist die Stunde, da wahrhaftig der Greuel der Verwü-

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stung im Begriff ist, in den heiligen Tempel Gottes einzudringen.

Es ist kein Salz der Erde mehr, nur Salz ohne Geschmack, verdorbenes und ekelerregendes Salz, nur dazu gut, auf den Boden gestreut und von allen zertreten zu werden. Es steht kein Licht mehr auf dem Leuchter, nur Finsternis, die die Nacht noch finsterer macht.

 

Alle diese meine armen Priestersöhne sind krank, sie sind in die Gewalt des Satans gefallen . . .

Mein vielgeliebter Sohn, muß da nicht mein Herz in ein grenzenloses Meer von Schmerzen getaucht sein?"

ZUR RETTUNG ALLER

"Ihr Priester meiner Bewegung, vielgeliebte Söhne meines schmerzensreichen Herzens, was müßt ihr tun? Wie könnt ihr zur Rettung aller dieser meiner Priestersöhne beitragen? Dieser Priestersöhne, die so krank sind und meiner mütterlichen Hilfe so sehr bedürfen.

 

Helft ihnen! Richtet aber nicht! Behandelt sie voll Liebe! Verurteilt sie nicht! Das steht euch nicht zu! Schenkt ihnen Liebe durch euer Leiden, durch euer Zeugnis, durch euer gutes Beispiel!

 

Seid ihnen ein Vorbild in der Verteidigung eurer priesterlichen Würde - auch äußerlich! Tragt immer die klerikale Kleidung! So erfüllt ihr den schon oft geäußerten Willen des Heiligen Vaters, des Stellvertreters meines Sohnes!

 

Betet für sie! Es braucht die Großmacht des Gebetes, um vom Herzen meines Sohnes Bekehrung und Besserung dieser meiner armen Söhne zu erlangen. Ihr seid von mir erwählt.

 

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Durch euch soll- mein Unbeflecktes Herz in der Weit triumphieren. Dieser Triumph wird mit der Rettung sehr vieler meiner armen, verirrten Priestersöhne beginnen.

Bildet eine nie endende Kette von Gebet und Liebe, um ihre Rettung zu erlangen.

 

Mein Unbeflecktes Herz wird besonders für sie ein sicherer Zufluchtsort werden.

 

Leidet gemeinsam mit dem Papst, den Bischöfen, den treuen Priestern!

Das Kreuz, das Jesus heute von euch zu tragen verlangt, ist dies: Ihr müßt neben jenen priesterlichen Mitbrüdern leben, die nicht mehr glauben, die das Evangelium nicht mehr leben, sondern es verraten, die untreue Knechte sind, aber in der Kirche bleiben und Diener des Irrtums sind. (. . .)

 

Das Ärgernis wird sich notwendigerweise noch vertiefen und verschlimmern. Ihr seid berufen, immer mehr zu leiden. Der Abfall vom Evangelium wird eines Tages in der ganzen Kirche zu spüren sein. Erst dann wird Befreiung und Läuterung kommen.

 

Macht euch keine Gedanken wegen der Zeit! Errechnet nicht einmal die Zeit meines Triumphes! Lebt nur in vertrauensvoller Ergebung, als meine kleinen Kindlein, in meinem Unbefleckten Herzen."

 

 

24. Juli 1975

SEI HEITER UND RUHIG IN DEINEM ZUFLUCHTSORT

"Mein vielgeliebter Sohn, tritt ein in mein Unbeflecktes Herz. Es ist der Ort deiner Ruhe, dein Zufluchtsort.

Verbringe diese Tage immer mit mir, in meiner Gesellschaft!

 

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ich wollte dich auch dieses Jahr hier haben: mitten unter meinen kleinen Kindern, die in menschlich - natürlicher Hinsicht gebrechlich und sehr hilfsbedürftig sind und die Nähe und Liebe meines Herzens so sehr brauchen.

 

Sei immer nur mein Kind, das selbst nichts hat und deshalb gerne alles in kindlicher Einfachheit von mir annimmt . . .

Meine Art und Weise mit dir zu sprechen kann bei den Großen Verwunderung hervorrufen, für meine Kinder aber ist ,fiese Art ganz natürlich und einfach.

Sonne, Meer und Natur: alles ist dir von deinem Himmlischen Vater geschenkt.

 

Alles ist geheiligt von der Gegenwart und Freude meines Sohnes Jesus.

Wie sehr wurde das Herz meines Sohnes in kummervollen Augenblicken durch die gleichsam zu seinen Füßen ausgebreitete Natur getröstet: die strahlende Sonne, die herrliche Landschaft von Galiläa, ihre Blumen, ihre Gesänge, ihre heißen, gelbleuchtenden Erntefelder, der herrlich sich spiegelnde Seele

 

Dies alles hat gleichsam im tiefen Gebetsleben meines Sohnes Jesus Ausdruck gefunden, in seinem innigen Verlangen nach Stille, in seinem Bedürfnis nach vertrautem Umgang mit seinem Vater.

 

Wie viele leben heute an diesen Ufern, ohne an Gott zu denken. Sie sind einem neuen Heidentum verfallen. Sie beleidigen Gott und sind undankbar für seine großen Geschenke.

 

Aber hier an den gleichen Orten leben auch so manche meiner Kinder, die Jesus lieben und trösten.

Deine Anwesenheit soll gleichsam eine Wiedergutmachung sein. Du sollst deshalb mit mir zusammen hier in Liebe und Gebet verweilen."

 

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ZEICHEN DER SÜHNE

"So ist es heute auch mit den Priestern meiner Bewegung in der Welt. Sie sind meinem Unbefleckten Herzen geweiht. Ich opfere sie dem Vater auf als Zeichen der Sühne.

Je mehr die Sünden sich häufen, um so mehr wächst die Liebe meiner Priester zu Gott. Je mehr alles im Schlamm versinkt, desto intensiver und leuchtender wird ihre Reinheit sein. Je mehr sich der Abfall ausbreitet, um so heldenhafter wird ihr Glaubenszeugnis sein. Bis zum Blutvergießen!

 

Auf diese Weise werden sie Zeichen der Sühne: durch ihre Liebe, durch ihre Treue und durch ihre Reinheit.

Wegen meiner kleinen Söhne, die meinem Herzen geweiht sind, wird das Böse nicht die Oberhand gewinnen, sondern schließlich überwunden werden.

 

Aus diesem Grunde sind sie alle für die große Reinigung der Welt auserwählt und vorbereitet worden.

Von diesem Ort aus segne ich alle und gieße reiche Gnaden über sie aus. Ich segne deinen Seelenführer, den ich dir gegeben habe. Ich mache ihn immer mehr zu einem fügsamen  Werkzeug meiner Hände, um meine Pläne zu verwirklichen. Ich segne alle meine kleinen Kinder, die dich begleiten.

 

Bete, ruhe, arbeite, liebe! Auch diese deine Tage gehören zu meinem großen Plan, den ich mit dir vorhabe. Begib dich also heiter in deinen Zufluchtsort."

 

 

29. Juli 1975

SIEHE, ICH BIN DIE MAGD DES HERRN

"Siehe, mein Sohn, wie gut es die Mutter mit dir meint!

Nun hast du dich daran gewöhnt, alles mit mir zu tun. Du spürst, wie ich dich jeden Augenblick zur Erfüllung meines

 

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Willens anleite. Das Herz der Mutter trägt dich. In ihm fühlst du nun jede Sorge von dir genommen.

Meine vielgeliebten Priester, ich wünsche, daß ihr mir alle so ergeben seid.

Denkt nicht mehr an euch selbst, macht euch um nichts Sorge, laßt euch alle von mir führen!

 

Ich brauche nur euer Vertrauen und eure vollkommene Hingabe.

Satan fürchtet nur eines: das Heer der meinem Unbefleckten Herzen geweihten und mir vollkommen ergebenen Priester.

Er weiß, daß ich mit ihrer Hilfe den Fehdehandschuh aufgehoben habe, den er gegen meinen Sohn zu erheben wagte. Nun spürt er, wie seine Niederlage herannaht. Angesichts seiner neuerlichen Gebärde des Stolzes und Rebellion, die nun schon die ganze Menschheit verführt hat, wiederhole ich immer wieder durch meine kleinen Söhne die Worte: ,Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort.'

 

Dann wird die endgültige Niederlage Satans und seiner vielen Anhänger eintreten. Das aber wird der Triumph meiner kleinen Söhne in meinem Unbefleckten Herzen sein.

 

Fragt mich nicht, wann dies geschehen wird! Ich selbst habe diesen Triumph bereits eingeleitet.-

 

5. August 1975

Fest Maria Schnee

DIE PRIESTER GEBEN MIR ANTWORT

"Sei heiter! Vertraue auf mich! Auch was die Ausbreitung meiner Bewegung betrifft.

 

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Mach dir keine Sorge, wenn es schon seit Monaten so viele Nachfragen nach dem Büchlein gibt, denen ihr ohne eure Schuld nicht nachkommen könnt.

 

Nimm an, man könnte bei einer perfekten Organisation sofort alle verlangten Exemplare schicken. Glaubst du, daß dies für die Ausbreitung meiner Bewegung genügen würde? Gewiß nicht! Die an ihren Bestimmungsort gelangten Büchlein könnten ja dort liegenbleiben oder - auch wenn man sie verteilte - von ihrem Empfänger ungelesen in eine Schreibtischlade gelegt werden. Oder auch wenn man sie liest, könnten sie den Leser vollkommen gleichgültig lassen.

 

Nur mein mütterliches Wirken ist für die Verbreitung meiner Bewegung notwendig. Nur meine Tätigkeit ist es, die die Herzen für die Aufnahme dieses meines Geschenkes vorbereitet, die für jeden einzelnen den Augenblick fügt, in dem es ihm gegeben werden soll, und die eine besondere Gnade verleiht, meine Worte zu verstehen und die von ihnen bezweckte wunderbare Wirklichkeit in den Herzen hervorzubringen."

 

EUER GEBET

"Deswegen bitte ich euch inständig, meine Tätigkeit mit eurem Gebet zu begleiten. Immer wieder verlange ich dieses von euch. Das Gebet ist notwendig, nicht die technische Perfektion.

Sage N. N., daß ich mit Wohlgefallen auf ihn schaue, wenn er für meine Bewegung arbeitet. Ich weiß, daß er schon mit vielen anderen Beschäftigungen ausgelastet ist.

 

Aber damit mein schmerzensreiches Herz von ihm Trost empfangen und er selbst im Innersten meines Herzens !!eben kann, verlange ich von seiner hochherzigen Seele noch mehr Gebet, Zeiten der Stille, die er mit mir verbringt...

 

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Von dir, mein liebster Sohn, will ich Gebet, Leiden und Schweigen.

Schweigen vor allem darüber, was zutiefst zwischen dir und mir vorgeht.

Sprich nicht über das, was ich für dich tue, sonst würdest du mein Handeln hemmen und den Plan meines Unbefleckten Herzens verzögern. Sag alles nur deinem Beichtvater und Seelenführer.

 

Schau, ich selbst habe dich zu einem so tiefen Vertrauensverhältnis zu mir geführt. Deine Mitbrüder aber sind erst auf dem Weg dahin. Deshalb können sie noch nicht alles begreifen.

 

Ich erwarte immer Gebet und Opferleiden von dir.

Die Botschaft von meiner Bewegung ist bereits in alle Erdteile gedrungen. Alle meinem Unbefleckten Herzen geweihten Priester sind im Begriff, meinem Ruf zu entsprechen.

 

Diese meine Söhne müssen aber von mir geführt werden und voranschreiten, ohne je inne zu halten. Keiner von ihnen darf mittelmäßig sein, alle will ich in meinem Unbefleckten Herzen zu den Höhen der Heiligkeit führen.

 

Wenn du wüßtest, wie Satan sie versucht und behindert, quält und zu entmutigen sucht!

Sei deshalb immer in meinem Herzen - unter dem Kreuz für sie! Dein Gebet und Opfer wird ihnen helfen, in der Heiligkeit zu wachsen.

 

Und wenn du selbst am Kreuz und in meinem Unbefleckten Herzen bist, wirst du - an meiner Seite - immer deinen Mitbrüdern und meinen vielgeliebten Söhnen helfen."

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13. August 1975

SATAN WIRD ENTFESSELT

 

". . . Du weißt mich immer in deiner Nähe. Mein mütterliches Wirken absorbiert manchmal gleichsam deine eigene Tätigkeit und du lebst in ununterbrochener Sammlung in meinem Unbefleckten Herzen.

 

Du bist hier an diesem Ort, wo mein Sohn Jesus ist und wo auch ich gegenwärtig bin . . .

 

Warum wollte ich dich hier oben haben?

 

Um dir, mein kleines Kind, zu helfen, dein Kreuz zu besteigen. Bald werde ich dich mit großen Gaben der Liebe und des Schmerzes beschenken. Nur so kannst du deinen priesterlichen Mitbrüdern helfen, in der Heiligkeit zu wachsen und Priester nach dem Herzen Jesu zu werden.

 

Ja, du hast sie alle meinem Unbefleckten Herzen geweiht. Nun sind sie mein, sie gehören mir. Meine Aufgabe ist es, sie zu Priestern zu formen, wie Jesus sie haben will.

 

Aber wenn du wüßtest, mein Sohn, wie menschlich sie noch sind! Sie hängen an sich selbst, an Vergnügungen, an ihrer Ehre, an den Gütern dieser Welt, an ihrer eigenen Meinung. Sie zweifeln noch an mir, sie zweifeln an dir, an deiner Mission, die ich dir anvertraut habe.

 

Satan bedrängt sie und siebt sie gewaltig. Er verführt sie durch Stolz. Und wie sehr sucht er sie zu entmutigen! Er stellt wütend meiner Ferse nach, er entfesselt seine ganze Wut gegen meine kleinen Söhne. Er weiß, daß sie bald treue Priester sein werden und ich ihm mit ihnen den Kopf für immer zertreten werde.

 

Ich wollte dich hier oben haben, denn hier beginnt dein Kreuzweg, dein Kalvaria. (. . .)."

 

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23. August 1975

Fest der hl. Rosa von Lima

DU WIRST SIE ZU MIR FÜHREN

 

"Komme wieder heiter in mein Unbeflecktes Herz! Wie viel hast du in diesen Tagen gelitten! Dunkelheit, Finsternis, Zweifel! In gewisser Hinsicht hast du gleichsam sogar das Gefühl der Verlorenheit verspürt!

 

In diesen Augenblicken kommst du dir vor wie ein Verirrter. Du rufst mich, aber ich scheine weit weg von dir zu sein. Du glaubst, alles sei nur Täuschung. Und doch bin ich dir niemals so nahe wie in diesen Augenblicken. Da ziehe ich dich an mein Unbeflecktes Herz und blicke dich voll zärtlicher Liebe an.

 

Ich brauche deine Leidensbereitschaft. Nur Gebet und Opferleiden will ich von dir: Dann werde ich dir neues Licht, Heiterkeit, Freude und Mut geben. So wirst du für das Kreuz noch bereiter sein, an das ich dich aufs neue heften werde.

 

Nur wenn du an deinem Kreuz erhöht sein wirst, kannst du allen Priestern meiner Bewegung helfen so zu sein, wie es mein Unbeflecktes Herz von ihnen wünscht.

Wie lange ist doch die Wegstrecke, die diese meine Söhne noch gehen müssen! Du sollst ihnen die Hand reichen, um sie zu mir zu führen.

 

 

12. September 1975

Fest Mariä Namen -

Jahrestag des Sieges Mariä bei Wien (1683)

KLEIN FÜR DIE ANDEREN - GROSS FÜR MICH

 

"Ich habe dich gerade deshalb erwählt, weil du klein und arm bist. Jesus schaut mit Wohlgefallen und Vorliebe auf die

 

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Kleinen und Einfachen, die reinen Herzens sind. - Bleib immer so!

 

Beobachte dich niemals, denn es wird mein Geschenk sein, dich in deinem Versagen zu lassen.

 

Mein Sohn Jesus liebt dich nicht dessentwegen, was du zu tun weißt, sondern um deiner selbst willen: Er liebt dich so wie du bist. Nicht deine Verdienste, sondern allein seine

 

Liebe zieht ihn so stark zu dir hin.

 

Auch ich, deine Mutter, liebe dich so wie du bist, auch mit deinen Fehlern, wenn du dich nur immer bemühst, sie abzulegen. Wenn sie dir das wahre Maß deiner Kleinheit und Armseligkeit geben, so wirst du dadurch immer mehr mein Eigentum werden.

 

Ihr Priester meiner Bewegung, fürchtet euch nicht, wenn ihr euch manchmal noch so weit vom Ideal, das ich euch vor Augen stelle, entfernt seht. Mir genügt eure Demut, euer Vertrauen, euer guter Wille.

 

Ich stehe im Begriff, eine Schar von Priestern zu formen, die vielleicht nie vollkommen, jedoch ganz sicher die Meinen sein werden.

 

Die Vollkommenheit, die ich in ihnen aufbauen werde, wird

innerlich und verborgen sein: Klein für die anderen, groß für mich. Von vielen werden sie verachtet und verfolgt werden, aber im Herzen werden sie immer meine Freude tragen.

 

Mein Sohn, schenke mir diese Blumen! Heute ist mein Namenstag!

Ich segne dich, ich segne alle aus dankbarem Herzen."

 

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15. September 1975

Fest Mariä Schmerzen

UM MIT MIR ZU OPFERN UND ZU LEIDEN

 

"Mein Liebster Sohn, durch Bitte und Willen meines sterbenden Sohnes bin ich deine wahre Mutter geworden.

 

Ich bin die Mutter aller.

 

Durch das Gnadenprivileg meiner leiblichen Aufnahme in den Himmel hört dieses mein Unbeflecktes Herz niemals auf, liebevoll für euch zu schlagen.

 

Es ist ständig von Traurigkeit und Schmerz erfüllt, weil so viele meiner Söhne Böses tun, auf dem Weg des Verderbens sind und das ganze Leiden meines Sohnes Jesus und mein eigenes Leiden nicht zur Wirkung kommen lassen.

 

Gewiß bin ich im Himmel: Ich bin vollkommen glücklich an der Seite meines Sohnes, im Licht der Heiligsten Dreieinigkeit, in der ewigen Freude der Engel und Heiligen. Aber meine Aufgabe als Mutter bindet mich noch an euch und setzt sich in dieser Welt fort, an eurer Seite.

 

Wenn ich eure Mutter bin, so ist euer Leid mein eigenes Leid.

In meinem Herzen findet alle Bitterkeit, alles Elend, aller Schmerz der Welt ein lebendiges Echo.

 

Wenn ich eure Mutter bin, muß ich auch für meine Söhne leiden. Ich leide für alle, vor allem für die am weitesten entfernten und am meisten bedürftigen, für meine armen Söhne, die in der Sünde leben.

 

Wenn ich Mutter bin, muß ich für die Sünder leiden, für alle, denen ich wünsche, daß sie zum Herzen meines Sohnes Jesus und zu meinem mütterlichen Herzen zurückkehren.

 

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Mein Herz ist glücklich im Himmel - von Schmerz erfüllt aber auf der Erde, bei euch, meine armen leidenden Söhne."

 

LEBT IM GEGENWÄRTIGEN AUGENBLICK

"Ihr Priester meiner Bewegung, vielgeliebte Söhne meines schmerzensreichen Herzens, wollt ihr meine liebevolle Einladung, mit mir zu leiden, annehmen?

 

Oft bin ich förmlich überrascht, wenn ich sehe, mit welcher Angst -ja bisweilen sogar mit welcher menschlichen Neugierde - ihr in die Zukunft schaut. Oft fragt ihr euch: Wann wird die Reinigung, die Läuterung der Welt kommen?

 

Es gibt auch solche, die glauben, in meinem Namen Daten und sichere Ereignisse angeben zu können. Sie vergessen, daß Zeit und Stunde ein Geheimnis sind, das im barmherzigen und väterlichen Herzen Gottes verborgen ist.

 

Die Mutter kann ihrem mütterlichen Handeln des Mahnens und des barmherzigen Zuwartens keine Grenzen setzen.

 

Deshalb sage ich euch: Meine vielgeliebten Söhne, schaut

nicht in die Zukunft! Dann werden euch weder Angst noch Mutlosigkeit befallen!

 

Lebt nur im gegenwärtigen Augenblick, ganz meinem Unbefleckten Herzen hingegeben! Lebt den gegenwärtigen Augenblick, so wie ihn die Liebe eures Himmlischen Vaters für euch, meine kleinen Kinder, fügt.. .

 

Vor dem Vater - in seiner Allgegenwart - zählt nur der gegenwärtige Augenblick, nicht die Vergangenheit, nicht die Zukunft, denn dies ist nicht eure Zeit.

 

Lebt in der Anteilnahme an meinem Schmerz, meine vielgeliebten Söhne. In der Stunde, da die ganze Welt für immer erlöst und reingewaschen wurde, hat der Vater den göttli

 

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chen Schmerz seines Sohnes und meinen menschlich mütterlichen Schmerz angenommen.

 

Euer Leiden und Opfern, meine Söhne, dient ebenfalls der Reinigung und Läuterung der Welt.

 

Wenn das Strafgericht kommen wird, wird es allein ein letzter und lauter Ruf nach Leiden sein, um dadurch die Welt zu erneuern und so viele meiner armen Kinder zu retten.

 

Nichts dient so sehr dem Triumph meines Unbefleckten Herzens, als das leidende Herz eines Priesters. In euch, liebe Söhne, setzt Jesus seine Erlösung fort. Nur sein Blut kann alles Böse, allen Haß, alle Sünde der Welt hinwegwaschen.

 

Und darum seid ihr jetzt, da die Stunde der Reinigung gekommen ist, berufen, immer mehr zu leiden. Meine lieben Söhne, für euch ist dies die Stunde des Kreuzes. Aber leidet mit mir, mit eurer Mutter. Sie hat euch ja unter dem Kreuz neu geboren.

 

Leidet mit mir, jeden Augenblick, den der Vater euch schenkt. Opfert und leidet im Herzen eurer schmerzensreichen Mutter!"

 

 

Lourdes, 7. Oktober 1975

Rosenkranzfest - Jahrestag des Sieges der Muttergottes bei Lepanto

WAS MUTTER SEIN HEISST

 

"Mein Sohn, du bist hierhergekommen, allein, weil ich es gewünscht habe, und weil du meine Wunder geschaut hast.

 

Du hast gesehen, wen ich besonders liebe, nämlich die Kleinen, Armen, Leidenden und die Sünder.

 

Wo Leid ist, dort ist auch meine besondere Liebe.

Wüßtest du, was es heißt, Mutter zu sein! . . .

 

Wenn ihr dies verstehen könnt, würdet ihr euch vor nichts mehr fürchten: Meine Mutterschaft ist es, die euch rettet.

 

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Die Gerechtigkeit des Vaters hat das Leiden und den Sühnetod seines Sohnes beschlossen, um euch zu erlösen. Die Liebe des Herzens Jesu wollte, daß seine Mutter auch eure Mutter sei, um euch zum Heil zu führen.

 

Und darum, liebe Priester, die ihr von mir besonders geliebt seid, sage ich euch: Fürchtet euch nicht! Ihr habt ja eine Mutter, die alles für euch aufs beste fügt. Macht euch keine Sorgen! Überlaßt alle Sorgen meinem mütterlichen Herzen! (. . .)

 

Haltet euch bereit, meine größten Wunder zu schauen! Heute gedenkt ihr eines meiner Siege. Bald aber werdet ihr Zeugen meines größten Triumphes sein.

 

Nun ist meine Schar bereit. Die Stunde ist gekommen, mit der Waffe des Gebetes, des Rosenkranzes und eures Vertrauens den Kampf zu beginnen.

 

Bald, meine lieben Söhne, wird dieses neue Datum gefeiert werden. Die ganze Kirche wird neu aufblühen unter dem reinen Schutzmantel eurer Mutter."

 

 

18. Oktober 1975

Fest des hl. Evangelisten Lukas

LEBT IN DER FREUDE

 

"Mein Sohn, ich habe dich erwählt, aus einem ganz einfachen Grund: Du bist der Ärmste und Kleinste. Deine Kräfte sind sehr begrenzt. Du bist, menschlich gesehen, am hilflosesten.

 

Ich habe dich erwählt, weil es in deinem Leben meinem Feind bereits gelungen war, seinen Sieg zu feiern. Ich habe dich an dir selbst gleichsam im voraus erleben lassen, was ich selbst in der Stunde meines größten Triumphes tun werde.

 

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Mein Feind wird schon seinen Siegesgesang angestimmt haben. Er wird glauben, die Welt, die Kirche, die Menschen für sich zu haben.

 

Und dann erst werde ich eingreifen - furchtbar und siegreich zugleich. Seine Niederlage wird um so schwerer sein, je größer seine Gewißheit war, für immer gesiegt zu haben.

 

Was sich jetzt vorbereitet, ist größer als alles, was es seit Erschaffung der Welt je gegeben hat. Aus diesem Grunde ist alles in der Heiligen Schrift vorausgesagt worden:

 

Der furchtbare Kampf zwischen mir - der Frau, mit der Sonne bekleidet - und dem roten Drachen, dem Satan, der es nun fertigbringt, viele auch durch den atheistischen Marxismus zu verführen. Vorausgesagt wurde auch der Kampf der Engel und meiner Kinder gegen die Anhänger des Drachens und der aufständischen Engelwelt. Vor allem aber wurde klar und deutlich mein vollständiger Sieg vorausgesagt.

 

Ihr meine Söhne, seid berufen, diese Ereignisse zu erleben. Es ist an der Zeit, dies zu wissen, um euch bewußt für den Kampf zu rüsten. Es ist Zeit, euch einen Teil meines Planes zu enthüllen.

 

Vor allem muß mein Feind den Eindruck gewinnen, alles gewonnen und den Sieg bereits in den Händen zu haben. Deshalb wird es ihm gewährt sein, sich in das Innere der Kirche einzuschleichen. Es wird ihm gelingen, im Heiligtum Gottes Dunkelheit zu verbreiten. Die meisten Opfer wird es darum unter den Dienern des Heiligtums geben.

 

Heute ist ja in der Tat die Stunde des großen Abfalls vieler meiner geliebten Priestersöhne.

 

Die einen bringt Satan durch Stolz zu Fall, andere durch

 

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Fleischeslust, durch Zweifel, durch Unglauben und wieder andere durch Mutlosigkeit und Einsamkeit.

 

Wie viele werden an meinem Sohn und an mir zweifeln und glauben, daß das Ende für meine Kirche schon gekommen sei."

 

DAS IST NICHT DAS ENDE!

"Meine Priester, die ihr meinem Unbefleckten Herzen geweiht seid, meine vielgeliebten Söhne, ich sammle euch nun in meiner Schar für diesen großen Kampf. Die erste Waffe, die ihr gebrauchen müßt, ist Vertrauen zu mir und eure vollkommene Hingabe.

 

Überwindet die Versuchung der Angst, der Mutlosigkeit, der Traurigkeit! Mißtrauen lähmt euer Handeln. Es nützt nur meinem Feind sehr.

 

Seid heiter und froh!

 

Das alles ist nicht das Ende meiner Kirche. Es bereitet sich der Beginn ihrer totalen und wunderbaren Erneuerung vor.

 

Der Stellvertreter meines Sohnes kann dies, mit meiner Hilfe, jetzt bereits erahnen. Auch in der Traurigkeit der gegenwärtigen Stunde lädt er euch ein, in der Freude zu leben.

 

In der Freude? So fragt ihr mich erstaunt.

 

Ja, liebe Söhne, in der Freude meines Unbefleckten Herzens, das euch alle umschließt. Hier in meinem mütterlichen Herzen wird die Stätte eures Friedens sein, während draußen der heftigste Sturm tobt.

 

Selbst wenn ihr verwundet auf der Strecke geblieben oder oft gefallen wäret oder gezweifelt und zeitweise Verrat geübt hättet, verliert nicht den Mut! Ich liebe euch!

 

Je mehr mein Feind gegen euch gewütet hat, umso größer ist meine Liebe zu euch.

 

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Ich bin die Mutter. Ich liebe euch um so mehr, meine lieben Söhne, weil ihr mir entrissen worden seid.

 

Ich freue mich, aus euch, vielgeliebte Priester meines Unbefleckten Herzens, Söhne zu machen, die so gereinigt und gestärkt sind, daß sie niemand mehr der Liebe meines Sohnes

 

Jesus entreißen kann.

Ich werde aus euch lebendige Abbilder meines Sohnes Jesus

machen.

 

Seid zufrieden! Habt Vertrauen! Verlaßt euch vollkommen auf mich! Seid immer im Gebet mit mir verbunden!

 

Die Waffe, die ich gebrauche, um in dieser Schlacht meinen Feind zu schlagen, ist euer Gebet und euer Leiden.

 

Deshalb werdet auch ihr mit mir und meinem Sohn Jesus ans Kreuz geheftet sein.

 

Ihr werdet neben seiner und eurer Mutter hängen. (. . .)."

 

 

24. Oktober 1975

EUER SCHWEIGEN

 

"Wie oft schon sage ich es dir: Schmerz und Unverstandensein werden dein Los sein. Niemals jedoch wird es Hindernisse geben. Es geht ja um mein Werk: Niemand wird es anrühren!

 

Meine Engel haben den Kampf bereits begonnen: Meinem Befehl gemäß sind sie dabei, meine Söhne aus allen Erdteilen zu sammeln. Mein Herz weiß, mit welchen Mitteln sie erreicht werden müssen. Meine größte Freude ist ihr Jawort. Viele fühlen sich noch so klein und unwürdig. Sie gestehen, daß es in ihrer Vergangenheit viele Untreuen und Schwächen gab. So sind sie unschlüssig, diesen Schritt zu tun.

 

Ihr Jawort läßt mein Herz vor Freude zittern.

 

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Zähle, wie viele Ja es sind! Und dann zähle die Freuden, die daraus meinem Unbefleckten Herzen erwachsen!

 

Meine lieben Söhne, nur das vollkommene Opfer, die vollkommene Hingabe ist es, die ich von euch verlange. Ich meine die Hingabe eurer selbst, mit euren Grenzen, Schwächen und Unfähigkeiten.

 

Dies brauche ich für meinen Plan.

 

Wenn ich für meine Bewegung keine juridische Struktur wollte, so deswegen, weil ich will, daß sie sich in aller Stille und Verborgenheit ausbreitet.

 

Die zweite Waffe - außer Vertrauen und Hingabe an mich ist Gebet und Stille.

 

Zunächst die innere Stille: Laßt eure Mutter in euch sprechen!

 

Sie wird eurem kindlichen Herzen liebevoll das ganze Evangelium Jesu wiederholen. Sie wird euch Freude an seinem Wort geben.

 

Ihr sollt keine anderen Stimmen und Parolen anhören. Hungert und dürstet nur nach seinem Wort! So werdet ihr in der Schule des Wortes Gottes heranwachsen.

 

Auch die äußere Stille ist notwendig: Laßt eure Mutter für euch sprechen. Ich tue es so gerne, wenn ihr mich nur frei in euch walten laßt.

 

Damit ich sprechen kann, brauche ich euer Schweigen. Manche von euch können dies nur schwer verstehen. Und doch ist das Schweigen für euer Reden so notwendig.

Manche von euch glauben, daß man auch für meine Bewegung handeln, schreiben und aktiv sein müßte. Aber es ist für die Ausbreitung meiner Bewegung nur die Stille nötig.

 

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Das entspricht klar und deutlich dem Plan meines Unbefleckten Herzens.

 

Sprecht immer durch euer Leben. Das Leben soll euer Wort sein: Dann werde ich selbst in euch und für euch sprechen. Und so werden eure Worte von denen, die euch hören, verstanden und aufgenommen werden.

 

Heute gebraucht mein Feind das Wort als Waffe, um die ganze Menschheit zu verführen; ich will, daß ihr ihm mit eurem Schweigen antwortet.

 

Der Heilige Geist wird in euch sprechen, durch ihn und mit eurer Hilfe wird die ganze Welt erneuert."

 

 

30. Oktober 1975

ICH RUFE ALLE

 

"Hast du gesehen, wie ich dir die Priester zuführe, die von

mir berufen sind, sich meinem Unbefleckten Herzen zu weihen? Deine Aufgabe, mein Sohn, ist es, sie zu sammeln und sie mir anzuvertrauen.

 

Heute brauchen meine Söhne so notwendig Trost und Ermutigung. Deshalb bin ich bei euren Zusammenkünften immer zugegen. Alle meine Söhne werden sich darüber freuen und werden Trost empfangen.

 

Die Zeit ist gekommen, da ich mich in der Kirche immer mehr und mit immer größeren Zeichen offenbare.

 

An vielen Orten habe ich meine Tränen vergossen. Ich wollte damit alle an mein schmerzensreiches Mutterherz ziehen.

 

Die Tränen einer Mutter vermögen auch die härtesten Herzen aufzurütteln. Gegenwärtig aber lassen sie, selbst wenn es blutige Tränen sind, viele meiner Kinder völlig teilnahmslos.

 

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Meine Botschaften werden um so häufiger, je mehr sich die Stimme meiner Diener der Verkündigung der Wahrheit verschließt.

 

Wegen der Untreue so vieler Priester leiden heute viele meiner Kinder an einem wahren geistigen Hunger nach dem Wort Gottes.

 

Die für euer Leben so wichtigen Wahrheiten werden heute nicht mehr verkündet: z. B. die Lehre vom Paradies, das euch erwartet; vom Kreuz meines Sohnes, das euch rettet; von der Sünde, die das Herz Jesu und mein Herz verwundet; von der Hölle, in die Tag für Tag unzählige Seelen stürzen; von der Dringlichkeit des Gebetes und der Buße.

 

Je mehr sich die Sünde wie eine Pest ausbreitet und die Seelen in den Tod führt, desto weniger spricht man davon. Die Sünde wird heute auch von einigen Priestern geleugnet.

 

Meine Aufgabe als Mutter ist es, den Seelen meiner Kinder Brot zu geben. Je mehr die Stimme der Diener verstummt, desto weiter öffnet sich das Herz der Mutter."

 

PERSÖNLICH GEGENWÄRTIG

"Nach diesem meinem vielfachen Eingreifen ist die Stunde gekommen, da ich persönlich gegenwärtig werde und in der Kirche, deren Mutter ich ja bin, aktiv werde.

 

Ich will durch euch Priester, die ihr meinem Unbefleckten Herzen geweiht seid, handeln. Auch das gehört zu meinem Plan.

 

Heute ist der Böse, mein Gegner von Anbeginn, dabei, eine große Zahl von Priestern zu verführen. Er wütet unter ihnen. Er sammelt sie und schart sie gegen meinen Sohn, gegen mich und die Kirche.

 

Ich greife persönlich ein. Ich rufe die Priester auf, sich in

 

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meiner Schar zu sammeln, damit sie treu sein können. Ich rufe sie alle auf, sich meinem Unbefleckten Herzen zu weihen und bei mir Zuflucht zu nehmen.

 

Der Kampf wird vor allem zwischen mir und der alten Schlange geführt werden. Am Ende aber werde ich ihr den Kopf zertreten. Deshalb verlange ich jetzt von euch nur das, was in eurer menschlichen Sicht klein und unbedeutend ist.

 

Jeden Tag nehmen die Propaganda und das Geschrei der Feinde Gottes zu. Es gelingt ihnen, alles zu erobern. Ich aber verlange von euch als Antwort Vertrauen, totale Hingabe, Gebet Leiden, Schweigen.

 

Alles was ihr jedoch meinem Herzen darbringt, wird in meinen Händen zu einer furchtbaren Waffe, mit der ich diese Schlacht schlagen und gewinnen werde.

Der stolzen Schar der Hochmütigen, die sich gegen Gott auflehnen, werde ich mit der Schar meiner kleinen, demütigen, verachteten und verfolgten Söhne entgegentreten.

 

Mit eurer Hilfe wird schließlich die demütige Magd des Herrn den Sieg erringen."

 

 

9. November 1975

Weihe der Lateranbasilika

 

LEBT EURE WEIHE!

"(. . .) Du bist von mir erwählt worden, um allen - besonders deinen priesterlichen Mitbrüdern - die Reichtümer und Wunder meines Herzens verständlich zu machen.

 

In Fatima habe ich mein Unbeflecktes Herz als Mittel zur Rettung der ganzen Menschheit geoffenbart. Ich habe den Weg zur Rückkehr zu Gott gewiesen. Man hat mich aber nicht gehört.

 

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Nun will ich euch für die kommenden schweren Zeiten mein Unbeflecktes Herz als euren einzigen Zufluchtsort anbieten.

 

Jeden Tag werden eure Leiden zunehmen. Die gegenwärtige Krise in meiner Kirche wird sich bis zur offenen Rebellion vor allem seitens vieler meiner Söhne, die am Priestertum meines Sohnes Jesus teilhaben, ausweiten. Die Dunkelheit, die sich schon so sehr verdichtet, wird zur tiefen Nacht auf der Welt werden.

 

Der atheistische Marxismus wird alles infizieren. Wie giftiger Nebel wird er überall eindringen und wird in sehr vielen meiner Kinder den Glauben ersticken.

 

Der Marxismus wird die im Evangelium enthaltenen Wahrheiten umstoßen, die Gottheit meines Sohnes und den göttlichen Ursprung der Kirche leugnen. Er wird vor allem deren hierarchische Struktur bedrohen und versuchen, den Felsen, auf dem das Haus der Kirche gebaut ist, zu zerstören."

 

GANZ VERFÜGBAR

"Jetzt ist die Stunde, da ich über alle meine Söhne die Barmherzigkeit meines Herzens ausgießen werde, um sie durch meine mütterliche Liebe zu retten, die immer versteht, hilft und verzeiht.

 

Meine vielgeliebten Priester, ich selbst will durch euch wirken.

Um dies zu können, müßt ihr für mich voll und ganz verfügbar sein. Ich kann um so mehr in euch wirken, je mehr ihr auf mein liebevolles, mütterliches Handeln eingeht.

 

Das geschieht durch eure Weihe an mein Unbeflecktes Herz. Dies ist das einzige, war ihr tun müßt, um meiner Priesterbewegung anzugehören. Meine Söhne, macht und erneuert oft diese eure Weihe! Vor allem lebt sie!

 

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Wie viel Trost schenkt ihr meinem schmerzensreichen Herzen, wenn ihr bei euren Treffen, in der Konzelebration vereint, alle gemeinsam den Weiheakt an mein Unbeflecktes Herz erneuert!

 

Wenn ihr eure Weihe auch lebt, wird euer Leben tatsächlich verwandelt: Ich werde euch daran gewöhnen, in meiner Art zu sehen, zu hören, zu beten und zu lieben.

 

Ich werde euch von meinem Geist mitteilen und euch immer kleiner, einfacher und demütiger machen.

 

Ich werde euch so weit bringen, daß ihr immer und allein auf Gott vertraut. Je mehr der Zweifel und die Verneinung wachsen, desto mehr werdet ihr im Herrn eure Sicherheit finden und dafür Zeugnis geben.

 

Ich schenke euch eine große Liebe zur Kirche. Sie macht heute Zeiten großer Leiden durch, denn sie wird von vielen ihrer Kinder immer weniger geliebt.

 

Viele wollen sie nur durch Kritik erneuern und reinigen. Sie greifen heftig ihre Institution an. Ohne Liebe aber gibt es keine Erneuerung und Läuterung!

 

Ich will von euch eine tiefe kindliche Liebe zum Heiligen

Vater. Die Mutter wird euch anleiten, sein Kreuz mitzutragen und seine Leiden zu teilen.

 

Wo sind heute die Priester, die dem obersten Hirten der Kirche zur Seite stehen? Er ist mein erster Sohn, den ich mit besonderer Zärtlichkeit liebe.

 

Ihr, meinem Unbefleckten Herzen geweihte Priester, sollt dem Herzen des Papstes am nächsten stehen.

 

Betet für ihn! Leidet mit ihm! Seid immer mit ihm! Hört ihn an und haltet euch an seine Weisungen. Verbreitet seine unbeachtet gelassene Lehre.

 

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Wenn die Nacht am dunkelsten ist, wird sein Lehramt das einzige brennende Licht sein. Ihr werdet von diesem Licht erleuchtet werden, und - von mir geführt - werdet ihr es auf der ganzen von Finsternis überschatteten Welt verbreiten.

 

Auch mit der Waffe eurer Treue werde ich die Schlacht schlagen und gewinnen.

Darum, meine Söhne, lade ich euch ein, euch ganz in mein Unbeflecktes Herz zu flüchten."

 

 

25. November 1975

DIESE STUNDEN WERDEN ABGEKÜRZT

 

"Lieber Sohn, mein Plan ist nun im Begriff in Erfüllung zu gehen.

Die entscheidenden Ereignisse haben nun begonnen. An euch ergeht der Ruf, immer mehr zu leiden.

 

Ich brauche all euer Leiden. Es ist die wertvollste Waffe für meinen Kampf. Deshalb verlange ich von euch, daß ihr euch zu leiden bereit macht und gewillt seid, mit Jesus und mit mir den Kalvarienberg zu besteigen, um euch dem Vater als Opfergaben darzubringen, die von mir auserwählt und seit langem mütterlich vorbereitet sind.

 

Als eure Mutter habe ich euch alle tatsächlich in meinem Unbefleckten Herzen gesammelt. Hier ist euer Zufluchtsort, hier ist euer Altar, auf dem ihr für das Heil der Welt geopfert werdet.

 

Meine Söhne, euer Herz ängstige sich nicht! Übergebt euch mir in jedem Augenblick! Für meine Kirche ist die Stunde der Verwüstung und der Verlassenheit gekommen. Sie wird besonders von vielen ihrer Diener und von vielen ihrer Kinder verlassen.

 

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Man verspottet und verrät sie. Man liefert sie den Händen ihrer Fein aus und will sie vernichten. Einige ihrer Diener werden sie selbst den Händen der Henker überliefern.

 

Bereitet euch gemeinsam mit mir auf diese Stunde vor. Alles ist bereits vom Vater in Betracht gezogen. Das ist der Kelch, den ihr bis zur Neige trinken müßt.

 

Auch ihr werdet mit dem Stellvertreter meines Sohnes, dem Heiligen Vater, verspottet, verraten und verfolgt werden. Viele werden ihr Leben hingeben und ihr Blut vergießen müssen. Die anderen werden übrigbleiben, um sich im Opfer zu verzehren, wenn sie die Zeiten großer Drangsale erleben, welche für die Reinigung und Läuterung der Welt im Entstehen sind. So werdet ihr mein Licht. in großer Dunkelheit sein.

 

Aber, meine vielgeliebten Söhne, diese schwerste Prüfung wird nur kurze Zeit dauern. Durch mein besonderes Eingreifen werden diese Stunden abgekürzt werden. (. . .)."

 

 

8. Dezember 1975

Fest der Unbefleckten Empfängnis

ICH WERDE SIEGERIN SEIN

 

"Ich bin die Unbefleckte Empfängnis!

 

Meine lieben Söhne, ich bin vom Himmel gekommen und habe euch in Lourdes an diese Wahrheit erinnert, die die Kirche kurz zuvor feierlich definiert hatte.

 

Durch ein Gnadenprivileg bin ich vor jeder Sünde, auch vor der Erbsünde, bewahrt geblieben, die sich sonst jeder von euch im Augenblick seiner Empfängnis zuzieht.

 

Ich bin vor der Sünde bewahrt geblieben; denn der Dreieinige Gott hat gewollt, daß sich in mir, seinem demütigen

 

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Geschöpf, sein lichtvoller Ratschluß zur Gänze widerspiegelt.

 

Ich wurde vor der Sünde bewahrt und mit Gnaden erfüllt, weil- ich zur Mutter des Wortes erwählt worden bin und dazu ausersehen, euch meinen Sohn Jesus zu schenken. Er selbst hat mich jedem von euch als wahre Mutter gegeben. Deshalb ist es meine mütterliche Aufgabe, euch mit meiner eigenen Reinheit zu bekleiden.

 

Ich will euch vor allem von jenem Übel  heilen, das so häßlich macht, nämlich die Sünde.

 

Meine vielgeliebten Söhne, meinem Unbefleckten Herzen geweihte Priester! Ich bin von Anfang an als Feindin, Widersacherin und Besiegerin Satans, des Vaters und Urhebers jeder Sünde, voraus verkündet worden.

Meine Mission ist es, Satan zu bekämpfen und zu besiegen, ihm mit meiner Ferse den Kopf zu zertreten.

 

Der Sieg war von Anfang an mein, damals als mich die Heiligste Dreieinigkeit als Zeichen des sicheren Sieges angekündigt hat. Das war damals, als die ganze Menschheit in die Knechtschaft der Sünde gefallen war. ,Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf, und du triffst ihn an der Ferse.`

 

Der Sieg war bereits mein, als durch mein Ja das Wort in meinem reinsten Schoß Fleisch geworden ist, und mein Sohn Jesus sich auf dem Kreuzaltar von Kalvaria geopfert hat.

 

In ihm, der euch alle erlöst hat, vollzog sich auch mein vollkommener Sieg.

 

Ich habe meinen Kampf fortgesetzt in den langen Jahren des Erdenweges der Kirche: Ihre größten Siege verdankt sie meinem besonderen mütterlichen Eingreifen.

 

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Als mir dann im vergangenen Jahrhundert mein Gegner den Fehdehandschuh zuwarf und einen Kampf begann, der durch die Irrlehre des Atheismus die ganze Welt verführt und betrogen hätte, kam ich vom Himmel auf die Erde und offenbarte mich als die Unbefleckte Empfängnis, die Immaculata, um euch zu stärken; denn meine Aufgabe ist es vor allem, den Bösen zu bekämpfen und zu besiegen."

 

MEIN HERZ WIRD TRIUMPHIEREN

"In diesem Jahrhundert, in dem sich der Atheismus als Macht organisiert hat, die die Eroberung der ganzen Welt und die volle Zerstörung meiner Kirche anstrebt, bin ich aufs neue vom Himmel her erschienen, um euch zu sagen:

,Fürchtet euch nicht, denn ich werde in diesem furchtbaren Kampf Siegerin sein. Schließlich wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!`

 

Ihr, meine armen Söhne, seid von diesem Kampf am meisten betroffen, der sich vor allem zwischen mir und Satan, meinem Feind, der alten Schlange, dem Verführer und Urheber alles Bösen, abspielt.

 

Deswegen habe ich euch - als eure Mutter - noch vor der Ankündigung des Kampfes eingeladen, euch eine sichere Zufluchtsstätte zu suchen. Flüchtet euch zu mir! Vertraut euch ganz meinem Herzen an!

 

Versteht ihr nun, meine Söhne, warum mein Unbeflecktes Herz das größte Geschenk des himmlischen Vaters an euch ist.

 

Euer sicherster Zufluchtsort und zugleich das Heilmittel, das Gott in diesen Zeiten der Kirche und der Menschheit schenkt, ist mein Unbeflecktes Herz.

 

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Das besondere Eingreifen meines Herzens ist das Werk, das ich in meiner Kirche vollbringe. Meine vielgeliebten Priester, ich rufe euch allen zu, bei mir Schutz zu suchen!

 

Seht ihr nicht, wie Satan sich bereits bis ins Innerste der Kirche eingeschlichen hat? Wie er täuscht, verdirbt und viele meiner armen Priestersöhne mit sich reißt?

 

Dies ist also die Stunde, in der auch ich persönlich eingreife.

 

Ich habe euch alle zum Vertrauen, zur vollen Hingabe und zur Weihe an mein Unbeflecktes Herz aufgerufen. Ich habe euch meinen Plan enthüllt. Ich habe euch die von mir für diesen Kampf ausgewählten Waffen angegeben.

 

Und nun, meine lieben Söhne, sage ich es euch noch einmal: Nur ich allein werde Siegerin sein! (. . .)."

 

 

24. Dezember 1975

FÜRCHTET EUCH NICHT!

Heilige Nacht

 

"Heute ist die Heilige Nacht, mein vielgeliebter Sohn, verbringe sie in meinem Herzen!

 

Ich will dich an meiner ganzen Liebe, an meiner mütterlichen Sehnsucht, an meiner Entzückung voll himmlischen Lichtes in der Geburtsstunde meines Sohnes Jesus teilnehmen lassen. Jungfräulich und wunderbar wurde er aus mir, seiner Mutter, geboren.

 

Es war tiefe Nacht. Aber noch größer war die Nacht, die die Menschheit umhüllte. Die Menschen waren Sklaven der Sünde. Sie hatten keine Hoffnung mehr auf Rettung. Nacht war auch über das auserwählte Volk gekommen, das nicht mehr dem Geist seiner Auserwählung entsprach und nicht bereit war, seinen Messias aufzunehmen.

 

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In dieser finsteren Nacht ging das Licht auf. Mein Kind wurde geboren, zu einem Zeitpunkt, da niemand es erwartete und kein Ort es aufnehmen wollte . . .

Unerwartet, von der Menschheit nicht aufgenommen und zurückgewiesen: Und doch - in dieser Stunde beginnt die Erlösung für die Menschen. Mein Jesus kommt zur Welt, um alle Menschen von ihren Sünden zu erlösen.

 

So geht das Licht auf in dichter Finsternis: das Licht, das kommt, um die Welt zu retten.

 

Es wird in Armut und schmerzvoller Zurückweisung geboren. Sein erstes Wimmern ist ein Weinen. Es spürt die strenge Kälte. Aller Frost der Welt hüllt es ein.

 

Mein Unbeflecktes Herz hat die ersten Tränen des göttlichen Kindes aufgenommen. Sie haben sich mit den Tränen meines Herzens vereint, und ich habe sie mit meinen mütterlichen Küssen getrocknet.

 

In dieser Heiligen Nacht, in der ich euch wieder meinen Sohn schenke, sage ich euch noch einmal: Fürchtet euch nicht! Jesus ist euer Retter!

 

Mehr denn je ist die Welt heute in Finsternis gehüllt. Das Eis des Hasses, des Stolzes und des Unglaubens umhüllt die Herzen der Menschen. Die Kirche wird von einer tiefen Krise erschüttert. Sogar viele meiner Priester zweifeln an meinem Kind.

 

Du Kirche auf der ganzen Welt: Nimm mit Freude das Kommen deines Herrn auf! In dir lebt er! Alle meine armen Kinder will er zum Heil führen."

 

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JESUS IST EUER HEILAND!

"Ihr Priester, die ihr meinem Unbefleckten Herzen geweiht

s1 d: Fürchtet euch nicht! Heute verkündige ich euch allen eine große Freudenbotschaft. Mein Sohn Jesus ist euer Heiland! Von ihm seid ihr alle erlöst worden. Nun könnt ihr alle von ihm gerettet werden.

 

Fürchtet euch nicht! Wie euch mein Herz den Erlöser geschenkt hat, so schenkt es euch heute die Freude ,einer Erlösung

 

Bald wird die ganze Welt, die in Finsternis gehüllt und meinem Sohn entrissen ist, sich an den Früchten dieser Heiligen Nacht erfreuen.

 

Der Triumph meines Unbefleckten Herzens wird ich in einer Neugeburt Jesu in den Herzen und den Seelen meiner armen verirrten Kinder vollziehen.

 

Habt Vertrauen! Laßt euch weder von Angst noch von Mutlosigkeit überkommen! Die Zukunft, die euch erwartet, wird ein Neuaufgehen des Lichtes sein. Die ganze Welt wird dann gereinigt und geläutert sein.

 

Neben der armen Krippe meines Kindleins spüre ich in dieser Nacht die Gegenwart und die große Liebe meiner- vielgeliebten Söhne, meiner Priester, die sich mir geweiht haben. Mit meinem Sohn Jesus, den ich ans Herz drücke, danke ich euch allen und segne euch."

 

 

31. Dezember 1975

Letzte Nacht des Jahres

MEIN GESCHENK FÜR DIE KIRCHE

"Verbringe die letzten Stunden dieses Jahres in meinem Unbefleckten Herzen im Gebet.

 

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Ein Jahr der Gnade und der Barmherzigkeit geht zu Ende, das Heilige Jahr- 1975.

 

Viele meiner Kinder haben der Einladung des Stellvertreters meines Sohnes Folge geleistet und sind aus aller Welt gekommen um den großen Ablaß zu gewinnen.

 

Andere haben dieses Jahr in vollkommener Gleichgültigkeit verbracht und waren nur auf ihre irdischen Interessen bei dacht.

 

Sehr viele andere haben diese Einladung überhört und sich sogar bewußt der

großen Barmherzigkeit meines Sohnes Jesus verschlossen.

 

Unter ihnen waren leider- auch manche Priester.

 

Das ist ein Beweis für die Wahrheit dessen, was ich schon öfter zu deinem Herzen gesprochen habe.

 

Satan treibt immer offener sein Unwesen in meiner Kirche.

Er hat sich bereits vielen meiner Priestersöhne beigesellt. Er täuscht

sie mit dem Blendwerk, das der Marxismus allen vorgaukelt:

ausschließliches Interesse für die Armen; ein Christentum, das nur

auf den Aufbau einer gerechteren menschlichen Gesellschaft

ausgerichtet ist; eine Kirche, die "evangeliumstreuer" und daher

frei von jeder hierarchischen Institution sein will.

 

Diese tatsächliche Spaltung in meiner Kirche, dieser wirkliche vieler meiner Priestersöhne, wird sich bald verschärfen und zu einer offenen gewaltsamen Rebellion führen.

 

WERDE ALL DAS GUTE SAMMELN

Aus diesem Grund, mein geliebter Sohn, habe ich dieses mein Werk vollendet. wie ich dir voriges Jahr voraus

 

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sagte, hat sich meine Bewegung überall ausgebreitet und blüht wie ein wunderbarer Frühling in der ganzen Kirche.

Mein Werk ist überall auf der Welt verbreitet. Die Schar

meiner Priester steht nun bereit.

 

Ich werde aber meine Tätigkeit als Mutter weiter fortsetzen. Sie wird sich von Tag zu Tag immer mehr offenbaren und verstärken. Sie wird zum Triumph meines Unbefleckten Herzens auf der Welt führen.

 

Verbringe deshalb die letzten Stunden dieses Jahres im Gebet! Vereinige dein Gebet mit dem aller meiner geliebten Söhne, die auf der ganzen Welt zu diesen Stunden meine Einladung vernehmen, sich mit mir im Gebet zu sammeln und in meinem Unbefleckten Herzen zu verweilen.          

 

Was euch erwartet, meine vielgeliebten Söhne, ist nur mehr euer letztes Opfer für die Rettung und Läuterung der Weit.

 

Die Zeit, die der Vater noch für euch bereit hält, ist allzu kostbar. Vergeudet sie nicht! Verbringt jeden Augenblick mit mir, in meinem Unbefleckten Herzen.

 

Schaut nicht in die Zukunft! Lebt nur den gegenwärtigen Augenblick, wie ihn eure Mutter für euch fügt.

 

Das Böse, das immer mehr zunimmt und alles zu über schwemmen scheint, soll euch nicht ängstigen und mutlos machen. Bald werde ich selbst all das Gute überall auf der Welt sammeln, es in mein Herz legen und der Gerechtigkeit

Gottes darbringen.

 

Meine vielgeliebten Söhne, beginnt das neue Jahr mit mir! Ihr seid meine Verbündeten! Ihr seid der Liebesplan eurer Mutter, mein Geschenk für die Kirche, um sie zu stärken im Leiden und im scheinbaren Tod, der sie erwartet. Aber dann

wird ihre wunderbare Erneuerung einsetzen. Mein Unbeflecktes Herz wird auf der ganzen Welt triumphieren."

 

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