C H R I S T U S - D E R - K Ö N I G


"Jesus der Sanfte, der Weise, seine Liebe zu den Menschen ist so groß, dass Er sie retten will trotz allem" Als er ein erstes Mal zu ihnen hinabgestiegen war, wurde ER, der Heilige, der Gute, der Gerechte, sogleich aus der Welt hinausgejagt und mit 33 Jahren am Kreuz erhöht durch den sündigen Menschen, den Satan inspiriert. Sogleich durch die Hand des Vaters wieder aufgehoben, auferweckt und "auf der Wolke in den Himmel erhoben", hat er den Namen "HERR" empfangen und "alle Macht im Himmel und auf Erden wurde ihm gegeben". " Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters: von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten."

Die Wiederkunft des"Herrn" in Herrlichkeit war die glühende Hoffnung der ersten Christengenerationen, denn sie erwarteten den König, von dessen "Herrschaft kein Ende sein wird". Sie nannten dieses Ereignis : "Parousia" mit einem griechischen Wort, das "Anwesenheit" bedeutet, und den ersten Besuch eines Königs in seinen Städten bezeichnet. Denn die Wiederkunft des Herrn Jesus wird sein "königliches Erscheinen" in seiner Heiligen Stadt Jerusalem als höchster Herr und Richter sein, der von Sanftmut und Barmherzigkeit überströmt. Die Heilige Schrift verwendet mit dem gleichen Sinn, die Wörter: Ankunft, Bekundung, Erscheinung, Apokalypse, Offenbarung. Das ist in der Tat das wichtigste Ereignis, das Letzte, das Entscheidende in der Heilsgeschichte, der gesellschaftliche und alles umfassende Triumph des Christkönigs, der seine tiefste persönliche Demütigung und das gesellschaftliche Überfahrenwerden beim ersten Kommen, angefangen in der Grotte von Betlehem bis hin zum Kreuz auf Golgota ahndet.


Die scheinbare "Verzögerung" dieser Wiederkunft, der Aufschub, welcher der Menschheit durch die Barmherzigkeit des Vaters gewährt wird, hat das "Erkalten der Liebe" verursacht, das vorausgesagt wurde, und das fortschreitende Vergessen des großen Wartens oder der "eschatologischen Hoffnung", trotz dem Gebet Jesu, das unablässig wiederholt wird : "Adveniat regnum tuum" (Dein Reich komme!). Und die Christen im Fahrwasser der Welt haben sich dem Ausbauen der vergänglichen Stadt, eines irdischen Paradieses zugewandt. Durch den Materialismus verblendet, haben die Menschen ihre Augen für das Licht des Himmels verschlossen und ihre Finsternis feierlich als " Licht" hinausposaunt.


Die Menschheit, die ein einziges Sozialwesen bildet, das vom "Fürsten dieser Welt" geleitet wird, hat immer Christi Reich zurückgewiesen: "Wir wollen nicht, dass dieser als König über uns herrscht" (Lk 19,14). Der Kollektivdruck dieser Ablehnung drängt sich jedem als die große Versuchung auf, die den Christen zum unablässigen Kämpfen zwingt. Der irdische Mensch will sehr wohl den Frieden und die Freiheit, die Ordnung, die Toleranz und die Wohltätigkeit, die Gleichheit und die Gerechtigkeit, die Brüderlichkeit und die Einheit, er strebt nach all diesen menschlichen Werten, die die Lehre Christi anbietet, wobei er sie verfälscht, doch von IHM, "dem König der Könige, dem Herrn der Herren" wollen sie nichts wissen. Dabei behaupten sie, dass "der Mensch der alleinige Gott des Menschen" ist, sie verkündigen laut: "Wir wollen weder einen Gott, noch einen Meister!"


Eine solche luziferische Ablehnung lässt den großen endzeitlichen Zusammenstoß unvermeidlich werden, denn "es gibt keinen andern Namen unter dem Himmel, durch den wir gerettet werden können", als den Namen Jesu. Die Zeit seiner Wiederkunft ist nahe, deren Zeitpunkt ist "festgelegt, durch die erhabene Macht des Vaters". Er kommt, um endgültig den Lügner und seine Helfer niederzuwerfen in einer furchtbaren Gegenüberstellung, "wie es keine ähnliche seit Anfang der Welt bis zu diesem Tage nicht gegeben hat und niemals mehr geben wird." (33E)


Nun sind es schon drei Jahrhunderte her, dass Jesus sich dem "ältesten Sohn seines Herzens", dem König LudwigXIV. anvertraut hat. Es war an einem Tag im Jahre 1689. Er richtete vier Bitten an ihn durch seine Botschafterin, die heilige Margareta,Maria in ParayleMonial : die Einsetzung eines Festes und den Bau eines Tempels zu Ehren seines Königtums der Liebe; die Weihe in diesem Tempel des Königreichs von Frankreich und das Anbringen seines Herzens auf den Emblemen des Königshauses. Das Herzjesusfest wurde 1765 eingesetzt auf Betreiben der Polin Maria Leszczinska, der Königin Frankreichs ; die Herzjesusbasilika wurde 1873 durch die Kammer beschlossen und sie erhebt sich auf dem Hügel vom Montmartre, aber Frankreich ist ihm noch nicht geweiht worden...


Jesus wird nicht kapitulieren! Er will die Herzen, er wird sie bekommen, er hat es verheißen: "Ich werde als König herrschen trotz meinen Feinden". Siehe, nun kommt er "auf den Wolken des Himmels". Das Firmament tut sich auf und das Glorreiche Kreuz, das Zeichen des Menschensohnes, fordert die ganze Menschheit heraus: "Alle werden auf Ihn blicken, sogar jene, die Ihn durchbohrt haben". Dann geht das Herzjesu voran mit Macht und großer Herrlichkeit, geschmückt mit den Herrschaftszeichen des Königtums: mit Krone, Zepter und Königsmantel.

Das ist die Parusie! Es ist die Bekundung von Geist und Macht, denn in den Herzen will er seine Königsherrschaft begründen durch die Eucharistie, worin er sich verbirgt und wirkt. In Dozule wie in Paray?le?Monial tritt er in Erscheinung im Licht, ausgehend von seiner Gegenwart im Heiligsten Sakrament als eine Offenbarung seines eucharistischen Herzens.
"Er kommt um die Welt und die Zeit zu beherrschen. H (28.E) "Seine Wiederkunft steht nahe bevor!"
Er warnt die Menschheit durch eine "letzte und endgültige Botschaft" mit Worten der Heiligen Schrift, wovon die Kirche die Hinterlage bewahrt, und mit Worten der göttlichen Liturgie.
"Mein Vater, dessen Güte undendlich ist, will der Welt seine Botschaft zur Kenntnis bringen, um die Katastrophe zu vermeiden"
(361). Höret auf ihn!...


(aus dem Buch: "Die glorreiche Wiederkunft des Menschensohnes" -Hinführung und Kommentare v. P. J.-B. MANCEAUX … Nouvelles Editions Latines 1, rue Palatine - 75006 Paris)