Benedikt XVI .......

Worte des Papstes

Das zentrale Ereignis der Weltgeschichte (2006)

Predigt von Papst Benedikt XVI. zum Hochfest Fronleichnam: „Gib den Menschen Brot für Leib und Seele! Gib ihnen Arbeit! Gib ihnen Licht! Gib ihnen dich selbst!“

Aus der Predigt, die Papst Benedikt XVI. am Donnerstag während der Eucharistiefeier zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi auf dem Vorplatz der Lateranbasilika gehalten hat:

Am Vorabend der Passion nahm der Herr während des Paschamahls – so haben wir gerade im Evangelium gehört – das Brot in seine Hände, sprach den Lobpreis, brach es, reichte es den Jüngern und sprach: „Nehmt, das ist mein Leib.“ Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn seinen Jüngern, und alle tranken daraus. Dabei sprach er: „Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird“ (Mk 14,22.24).

Die ganze Geschichte Gottes mit den Menschen wird in diesen Worten zusammengefasst. Nicht nur die Vergangenheit und deren Interpretation ist in ihnen enthalten, sondern auch die Zukunft – die Ankunft des Reiches Gottes in der Welt. Was Jesus sagt, sind nicht einfach nur Worte. Was er sagt, ist Ereignis: das zentrale Ereignis der Weltgeschichte und der Geschichte unseres persönlichen Lebens.

Seine Worte sind unerschöpflich...........................


 Aus dem Schreiben an die Priester im Priesterjahr 2009 -2010

Papst Benedikt schreibt in seinem Brief zum Priesterjahr:

"Ich möchte die Priester in diesem ihnen gewidmeten Jahr gern ganz besonders dazu aufrufen, den neuen Frühling zu nutzen, den der Geist in unseren Tagen in der Kirche hervorbringt."

Der Papst weiß also, dass wir im tiefsten Winter leben und er lädt die Priester ein, den Frühling zu erwarten, der sich für die Kirche vorbereitet.

 

Dazu aus einer Botschaft von Don Gobbi: "Lebt in der Freude" "Seid heiter undfroh! -

Das alles ist nicht das Ende meiner Kirche. Es bereitet sich der Beginn ihrer totalen und wunderbaren Erneuerung vor.

Der Stellvertreter meines Sohnes kann dies, mit meiner Hilfe, jetzt bereits er­ahnen. Auch in der Traurigkeit der gegenwärtigen Stunde lädt er euch ein, in der Freude zu leben.

In der Freude? Sofragt ihr mich erstaunt.



Homilie von Papst Benedikt XVI. beim Höhepunkt des XX. Weltjugendtages in Köln, der Heiligen Messe:

Liebe Jugendliche!

Vor der heiligen Hostie, in der Jesus sich für uns zum Brot gemacht hat, das unser Leben von innen her trägt und nährt, haben wir gestern abend den inneren Weg der Anbetung begonnen. In der Eucharistie soll Anbetung Vereinigung werden. Mit der Eucharistiefeier stehen wir in der „Stunde“ Jesu, von der das Johannes-Evangelium spricht. Durch die Eucharistie wird diese seine „Stunde“ unsere Stunde, Gegenwart unter uns. Mit den Jüngern feierte er das Pascha-Mahl Israels, das Gedächtnis der befreienden Tat Gottes, die Israel aus der Knechtschaft ins Freie führte. Jesus folgt den Riten Israels. Er spricht das Preis- und Segensgebet über das Brot. Aber nun geschieht Neues.
Er dankt Gott nicht nur für die großen Taten der Vergangenheit, er dankt ihm für seine Erhöhung, die im Kreuz und in der Auferstehung geschieht. Dabei spricht er auch zu den Jüngern mit Worten, die die Summe von Gesetz und Propheten in sich tragen: „Dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut.“ Und so teilt er Brot und Kelch aus und trägt ihnen zugleich auf, das, was er jetzt sagt und tut, immer neu zu sagen und zu tun zu seinem Gedächtnis.

Was geschieht da? Wie kann Jesus seinen Leib austeilen und sein Blut? Indem er Brot zu seinem Leib und Wein zu seinem Blut macht und austeilt, nimmt er seinen Tod vorweg, nimmt er ihn von innen her an und verwandelt ihn in eine Tat der Liebe. Was von außen her brutale Gewalt ist, wird von innen her ein Akt der Liebe, die sich selber schenkt, ganz und gar. Dies ist die eigentliche Wandlung, die im Abendmahlssaal geschah und die dazu bestimmt war, einen Prozeß der Verwandlungen in Gang zu bringen, dessen letztes Ziel die Verwandlung der Welt dahin ist, daß Gott alles in allem sei (vgl. 1 Kor 15, 28).
Alle Menschen warten immer schon irgendwie in ihrem Herzen auf eine Veränderung und Verwandlung der Welt. Dies nun ist der zentrale Verwandlungsakt, der allein wirklich die Welt erneuern kann: Gewalt wird in Liebe umgewandelt und so Tod in Leben. Weil er den Tod in Liebe umformt, darum ist der Tod als solcher schon von innen her überwunden und Auferstehung schon in ihm da. Der Tod ist gleichsam von innen verwundet und kann nicht mehr das letzte Wort sein. Das ist sozusagen die Kernspaltung im Innersten des Seins – der Sieg der Liebe über den Haß, der Sieg der Liebe über den Tod.
Nur von dieser innersten Explosion des Guten her, das das Böse überwindet, kann dann die Kette der Verwandlungen ausgehen, die allmählich die Welt umformt. Alle anderen Veränderungen bleiben oberflächlich und retten nicht. Darum sprechen wir von Erlösung: Das zuinnerst Notwendige ist geschehen, und wir können in diesen Vorgang hineintreten. Jesus kann seinen Leib austeilen, weil er wirklich sich selber gibt.

Diese erste grundlegende Verwandlung von Gewalt in Liebe, von Tod in Leben zieht dann die weiteren Verwandlungen nach sich. Brot und Wein werden sein Leib und sein Blut. Aber an dieser Stelle darf die Verwandlung nicht Halt machen, hier muß sie erst vollends beginnen. Leib und Blut Jesu Christi werden uns gegeben, damit wir verwandelt werden. Wir selber sollen Leib Christi werden, blutsverwandt mit ihm. Wir essen alle das eine Brot. Das aber heißt: Wir werden untereinander eins gemacht. Anbetung wird, so sagten wir, Vereinigung. Gott ist nicht mehr bloß uns gegenüber, der ganz Andere. Er ist in uns selbst und wir in ihm. Seine Dynamik durchdringt uns und will von uns auf die anderen und auf die Welt im Ganzen übergreifen, daß seine Liebe wirklich das beherrschende Maß der Welt werde.

Ich finde diesen neuen Schritt, den das Abendmahl uns geschenkt hat, sehr schön angedeutet im Unterschied zwischen dem griechischen und dem lateinischen Wort für Anbetung. Das griechische Wort heißt ‚proskynesis’. Es bedeutet den Gestus der Unterwerfung, die Anerkennung Gottes als unseres wahren Maßstabes, dessen Weisung wir folgen. Es bedeutet, daß Freiheit nicht bedeutet, sich auszuleben und für autonom zu halten, sondern sich nach dem Maß der Wahrheit und des Guten zu richten und so selbst wahr und gut zu werden. Dieser Gestus ist notwendig, auch wenn unser Freiheitsstreben ihm zunächst entgegensteht. Aber uns zueignen können wir ihn erst ganz in der zweiten Stufe, die sich im Abendmahl eröffnet. Das lateinische Wort für Anbetung heißt ‚ad-oratio’ – Berührung von Mund zu Mund, Kuß, Umarmung und so in tiefster Liebe. Aus Unterwerfung wird Einung, weil der, dem wir uns unterwerfen, die Liebe ist. So wird Unterwerfung sinnvoll, weil sie uns nicht Fremdes auferlegt, sondern uns freimacht zum Innersten unserer selbst.

Kehren wir noch einmal zum Letzten Abendmahl zurück. Das Neue, das da geschah, lag in der neuen Tiefe des alten Segensgebetes Israels, das nun zum Wort der Verwandlung wird und uns die Teilhabe an der „Stunde“ Christi schenkt. Nicht das Pascha-Mahl zu wiederholen, hat Jesus uns aufgetragen; es ist ja auch ein Jahresfest, das man nicht beliebig wiederholen kann. Er hat uns aufgetragen, in „seine Stunde“ einzutreten. In sie treten wir ein durch das Wort der heiligen Macht der Verwandlung, die durch das Preisgebet geschieht, das uns in die Kontinuität mit Israel und der ganzen Heilsgeschichte Gottes stellt und uns zugleich das Neue schenkt, auf das dieses Gebet von innen her wartete.

Dieses Gebet – die Kirche nennt es Hochgebet – konstituiert Eucharistie. Es ist Wort der Macht, das die Gaben der Erde auf ganz neue Weise in die Selbstgabe Gottes verwandelt und uns in diesen Prozeß der Verwandlung hineinzieht. Deswegen nennen wir dieses Geschehen Eucharistie, was die Übersetzung des hebräischen Wortes ‚beracha’ ist – Dank, Preisung, Segen und so vom Herrn her Verwandlung: Gegenwart seiner „Stunde“. Die „Stunde“ Jesu ist die Stunde, in der die Liebe siegt. Das heißt: Gott hat gesiegt, denn er ist die Liebe.

Die „Stunde“ Jesu will unsere Stunde werden und wird es, wenn wir uns durch die Feier der heiligen Eucharistie in den Prozeß der Verwandlungen hineinziehen lassen, um die es dem Herrn geht. Eucharistie muß Mitte unseres Lebens werden. Es ist nicht Positivismus oder Machtwille, wenn die Kirche uns sagt, daß zum Sonntag die Eucharistie gehört. Am Ostermorgen haben zuerst die Frauen, dann die Jünger den Auferstandenen sehen dürfen. So wußten sie von da an, daß nun der erste Wochentag, der Sonntag, sein Tag ist. Der Tag des Schöpfungsbeginns wird zum Tag der Erneuerung der Schöpfung. Schöpfung und Erlösung gehören zusammen. Deswegen ist der Sonntag so wichtig.

Es ist schön, daß in vielen Kulturen heute der Sonntag ein freier Tag ist oder gar mit dem Samstag ein so genanntes freies Wochenende bildet. Aber diese freie Zeit bleibt leer, wenn Gott nicht darin vorkommt. Liebe Freunde! Manchmal ist es vielleicht im ersten Augenblick unbequem, am Sonntag auch die heilige Messe einzuplanen. Aber Ihr werdet sehen, daß gerade das der Freizeit erst die rechte Mitte gibt. Laßt Euch nicht abbringen von der sonntäglichen Eucharistie, und helft auch den anderen, daß sie sie entdecken. Damit von ihr die Freude kommt, die wir brauchen, müssen wir sie natürlich auch immer mehr von innen verstehen und lieben lernen. Mühen wir uns darum – es lohnt sich. Entdecken wir den inneren Reichtum des Gottesdienstes der Kirche und seine wahre Größe: daß da nicht wir selber uns allein ein Fest machen, sondern daß der lebendige Gott selbst uns ein Fest gibt. Mit der Liebe zur Eucharistie werdet Ihr auch das Sakrament der Versöhnung neu entdecken, in der Gottes verzeihende Güte immer wieder einen Neubeginn in unserem Leben möglich macht.

Wer Christus entdeckt hat, muß andere zu ihm führen. Eine große Freude kann man nicht für sich selbst behalten. Man muß sie weitergeben. Heute gibt es in großen Teilen der Welt eine merkwürdige Gottvergessenheit. Es scheint auch ohne ihn zu gehen. Aber zugleich gibt es auch ein Gefühl der Frustration, der Unzufriedenheit an allem und mit allem: Das kann doch nicht das Leben sein! In der Tat nicht. Und so gibt es zugleich mit der Gottvergessenheit auch so etwas wie einen Boom des Religiösen. Ich will nicht alles schlecht machen, was da vorkommt. Es kann auch ehrliche Freude des Gefundenhabens dabei sein. Aber weithin wird doch Religion geradezu zum Marktprodukt. Man sucht sich heraus, was einem gefällt, und manche wissen, Gewinn daraus zu ziehen.

Aber die selbst gesuchte Religion hilft uns im letzten nicht weiter. Sie ist bequem, aber in der Stunde der Krise läßt sie uns allein. Helft den Menschen, den wirklichen Stern zu entdecken, der uns den Weg zeigt: Jesus Christus. Versuchen wir selber, ihn immer besser kennen zu lernen, damit wir überzeugend auch andere zu ihm führen können. Deswegen ist die Liebe zur Heiligen Schrift so wichtig, und deswegen ist es wichtig, den Glauben der Kirche zu kennen, in dem uns die Schrift aufgeschlüsselt wird: Es ist der Heilige Geist, der die Kirche in ihrem wachsenden Glauben immer weiter in die Tiefe der Wahrheit eingeführt hat und einführt (vgl. Joh 16,13). Papst Johannes Paul II. hat uns ein wunderbares Werk geschenkt, in dem der Glaube der Jahrhunderte zusammenfassend dargelegt ist: den Katechismus der katholischen Kirche. Ich selber konnte vor kurzem das Kompendium dieses Katechismus der Öffentlichkeit vorstellen, das auch auf Wunsch des heimgegangenen Papstes erstellt wurde. Es sind zwei Grundbücher, die ich Euch allen ans Herz legen möchte.

Natürlich reichen Bücher allein nicht aus. Bildet Gemeinschaften aus dem Glauben heraus. In den letzten Jahrzehnten sind Bewegungen und Gemeinschaften entstanden, in denen die Kraft des Evangeliums sich lebendig zu Worte meldet. Sucht Gemeinschaft im Glauben, Weggefährten, die gemeinsam die große Pilgerstraße weitergehen, die uns die Weisen aus dem Orient zuerst gezeigt haben. Das Spontane der neuen Gemeinschaften ist wichtig; aber wichtig ist auch, dabei die Gemeinschaft mit dem Papst und den Bischöfen zu halten, die uns garantieren, daß wir nicht Privatwege suchen, sondern wirklich in der großen Familie Gottes leben, die der Herr mit den zwölf Aposteln begründet hat.

Noch einmal muß ich zur Eucharistie zurückkommen. „Weil wir ein Brot sind, sind wir viele auch ein Leib“, sagt der heilige Paulus (1 Kor 10, 17). Er will damit sagen: Weil wir den gleichen Herrn empfangen und er uns aufnimmt, in sich hineinzieht, sind wir auch untereinander eins. Das muß sich im Leben zeigen. Es muß sich zeigen in der Fähigkeit des Vergebens. Es muß sich zeigen in der Sensibilität für die Nöte des anderen. Es muß sich zeigen in der Bereitschaft zu teilen. Es muß sich zeigen im Einsatz für den Nächsten, den nahen wie den äußerlich fernen, der uns angeht. Heute gibt es Formen des Volontariats, Gestalten des gegenseitigen Dienens, die gerade unsere Gesellschaft dringend braucht.

Wir dürfen zum Beispiel die alten Menschen nicht ihrer Einsamkeit überlassen, an den Leidenden nicht vorbeigehen. Wenn wir von Christus her denken und leben, dann gehen uns die Augen auf, und dann leben wir nicht mehr für uns selber dahin, sondern dann sehen wir, wo und wie wir gebraucht werden. Wenn wir so leben und handeln, merken wir alsbald, daß es viel schöner ist, gebraucht zu werden und für die anderen da zu sein, als nur nach den Bequemlichkeiten zu fragen, die uns angeboten werden. Ich weiß, daß Ihr als junge Menschen das Große wollt, daß Ihr Euch einsetzen wollt für eine bessere Welt. Zeigt es den Menschen, zeigt es der Welt, die gerade auf dieses Zeugnis der Jünger Jesu Christi wartet und zuallererst durch das Zeichen Eurer Liebe den Stern entdecken kann, dem wir folgen.

Gehen wir voran mit Christus und leben wir unser Leben als wirkliche Anbeter Gottes. Amen.Aus dem Schreiben an die Priester im Priesterjahr 2009 -2010

Papst Benedikt schreibt in seinem Brief zum Priesterjahr:

"Ich möchte die Priester in diesem ihnen gewidmeten Jahr gern ganz besonders dazu aufrufen, den neuen Frühling zu nutzen, den der Geist in unseren Tagen in der Kirche hervorbringt."

Der Papst weiß also, dass wir im tiefsten Winter leben und er lädt die Priester ein, den Frühling zu erwarten, der sich für die Kirche vorbereitet.

 

Dazu aus einer Botschaft von Don Gobbi: "Lebt in der Freude" "Seid heiter undfroh! -

Das alles ist nicht das Ende meiner Kirche. Es bereitet sich der Beginn ihrer totalen und wunderbaren Erneuerung vor.

Der Stellvertreter meines Sohnes kann dies, mit meiner Hilfe, jetzt bereits er­ahnen. Auch in der Traurigkeit der gegenwärtigen Stunde lädt er euch ein, in der Freude zu leben.

In der Freude? Sofragt ihr mich erstaunt.


 

"Das Wesentliche der Liturgie ist im Gebet zusammengefasst, das uns vom hl. Paulus und von dei Didache überliefert ist: maranatha - Komm, o Herr. In der Liturgie erfüllt sich bereits jetzt die Parusie. aber dies geschieht, indem wir uns nach dem Herrn ausstrecken, der kommt und uns lehrt zu flehen: KOMM, HERR JESUS! Er lässt uns auch heute seine Antwort vernehmen: JA, ICH KOMME BALD!" (Apokalypse, 22, 17-20)"
(vormals Kard. Joseph Ratzinger in der ital. Monatszeitschrift // Timone, Nr. 22 S. 40).




    Papst Benedikt XVI : "Zur 'Wiederkunft des Herrn'
    
    Christen beten nicht "um das Ende der Welt", sondern um das Kommen Christi in eine sonst ungerechte Welt, betonte der Papst bei der Generalaudienz.
    
    „Das Warten auf die Wiederkunft des Herrn“ befreie die Christen nicht von der Verantwortung in der Welt, sondern sei vielmehr Ansporn, sich für eine gerechte Welt einzusetzen. Das hat Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch gesagt.
    
    Christen beteten nicht „um das Ende der Welt“, sondern um das Kommen Christi in eine sonst ungerechte Welt. Benedikt XVI. verwies auf Ungerechtigkeiten und Gewalt oder auf die Situation der Flüchtlinge in Darfur. Christus möge zu den Drogenkonsumenten kommen oder „zu den Reichen, die Gott vergessen haben“.
    
    Ausgangspunkt war die Katechesereihe zu Leben und Lehre des Apostels Paulus. Zum Thema „Wiederkunft des Herrn und das ewige Leben“ sagte der Papst auf Deutsch: „Die Paulusbriefe spiegeln diesbezüglich die verschiedenen Haltungen unter den ersten Christen wieder: Für manche stand die Parusie, das Kommen Christi in Herrlichkeit, unmittelbar bevor, andere waren überzeugt, dass dazu zunächst eine Reihe von tragischen Ereignissen auftreten musste.
    
    Durch diese unterschiedlichen Interpretationen wollen wir uns aber nicht zu kalendarischen Voraussagen verleiten lassen, die am Wesentlichen, das heißt, an Christus und seinem Heilswerk in uns, vorbeigehen. Vielmehr sollen wir erkennen, dass wir in einer ,Zwischenzeit’ leben, in der die durch das Kreuz und die Auferstehung Christi bewirkte Erlösung bereits erfolgt ist, aber unser neues Leben in Christus erst zur Vollkommenheit gelangen muss.
    
    Das verleiht der Existenz der Christen eine Spannung auf die Zukunft, auf die Ewigkeit hin. Unser Leben geht nicht ins Leere. Das Ziel vor Augen, strecken wir uns vielmehr voll Hoffnung nach dem Siegespreis aus, den Gott uns in Jesus Christus schenkt (vgl. Phil 3,14).“
    
    Vor 15.000 Pilgern auf dem Petersplatz grüßte Benedikt in neun Sprachen und spendete den Segen. „Christus, dessen Kommen wir erwarten, stärke in uns die Hoffnung auf das ewige Leben, die all unserem irdischen Tun und Streben eine neue, entscheidende Perspektive verleiht. Der Herr segne und behüte euch und eure Lieben!“
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In der Ansprache des Hl.Vaters am Chritkönigsfest 2012

Das Hochfest Christkönig stehe am Ende des Kirchenjahres, so Benedikt XVI., und fasse das Geheimnis Christi zusammen. Es weite den Blick hin zur vollen Verwirklichung des Reiches Gottes, „wenn Gott alles in allem sein wird“. Die ganze Sendung Jesu und der Inhalt seiner Botschaft bestehen in der Verkündigung des Reiches Gottes und darin, „es inmitten der Menschen mit Zeichen und Wundern zu verwirklichen“. Doch dieses Reich zeige sich vor allem in der Person Christi, „der es durch seinen Tod und seine Auferstehung errichtet hat, mit denen er sich als Herr und Messias und ewiger Hoherpriester offenbart hat“. Das Reich Christi „wurde der Kirche anvertraut, die dessen Keim und Beginn ist“, mit der Aufgabe es zu verkündigen und unter allen Völkern zu verbreiten.

Abschließend betete der Papst, dass die Jungfrau Maria allen helfe, in der gegenwärtigen Zeit in Erwartung des Herrn zu leben und kraftvoll zu bitten: „Dein Reich komme!“. 


    


    Aus:
    Artikel auf http://www.kath.net/detail.php?id=21320
    12. November 2008

     Papst glaubt an „neuen Frühling des Christentums